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Full text of "Urkundenbuch der Stadt Heilbronn 1"

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Wiirttembercrische 


Geschichts  quell  en. 


Herausgegeben 


yon  der 


WfirttembergischenJConmiission  fiir  LandesgescMclite* 


Ffinfter  Band. 


STUTTGART. 

VERLAG    VON    W.   KOHLHAMMER. 
1904. 


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THE  NEW  YORK 

PUBLIC  LIBRARY 

ASTOR,  l.ENOX  AND 

TILDCN  f    •      •AIIONS. 

R  1912  L 


DRUCK  VON  W.  KOHLHAMMEfl. 


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TJrkundenbuoh  der  Stadt  Heilbronn. 

Erster  Band. 

Bearbeitet 
von 

Eugen  Knupfer. 


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^orwort. 


Nachdem  widrige  Umstdnde  cUis  Ersckeinen  des  vorliegenden 
Bandes  5  Jahre  long  verzogert  haben,  tritt  er  endlich  an  die  Offent- 
lichkeit.  Fine  Fortsetzung  von  1476  ab  hat  Dr,  Moriz  von  Ranch 
in  Heilbronn  in  Aussicht  gestellt 

Da  gleichzeitig  der  6.  Band  der  row  Dietrich  Schdfer  ins  Leben 
gerufenen  WUrttembergischen  Gesc/iicktsquellen,  der  Widmanns  Chronik 
von  Hall  enthcUt,  erschnnt,  und  r/a  der  7.y  Urkundenbuch  der  Stadt 
Esslingen  II,  und  der  8.,  Das  Rote  Buch  der  Stadt  Ulm,  sich  unter 
der  Presse  befinden,  so  ist  ein  rascheres  Fortschreiten  dieser  Ver- 
ofentlichungen  nunmehr  gesichert, 

Es  ist  in  Aussicht  genommen,  dass  auch  die  spdteren  Bdnde 
sich  auf  die  verschiedensten  Gebiete  des  heuHgen  Konigreichs  Wtirttem- 
berg  verteilen. 

Fur  die    Wiirttemhergische  Kommission  fur  Landesgeschichte : 

Das  geschdftsfiihrende  Mitglied 

Archivrat  Dr.  Schneider. 


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ginleitang. 


« 


C^ber  zwei  Drittel  des  im  vorliegenden  Band  bearheiteten  Ur- 
kundenmaterials  stammen  axis  dem  Heilbronner  Stadtarchiv;  das 
t)brige  aus  den  noch  in  den  letzten  Jahrzehnten  immer  mehr  zu- 
sammengeschmolzenen  Resten  eines  Teils  des  Spifalarchivs  in  der 
Registratur  der  Stiftungi^pflegef  axis  der  GymnasiumsbibUothek  (die 
Ablassbriefe  n.  57,  124,  154  und  743)  und  aus  Privatbesitz  in 
Heilbronn  (letztere  Stiicke,  sdmUiche  bei  den  Nachtrdgen,  verdanke 
ich  dem  Bearbeiter  des  2,  Bandes,  Herrn  Dr.  von  Ranch),  der 
Hauptsache  nach  jedoch  aus  dem  KgL  Hans-  und  Staatsarchiv  in 
Stuttgart.  Hier  zxindchst  die  Abteilung  Heilbronn  (teils  alter  Bestand, 
teils  aus  dem  Heilbronner  Archiv  ausgehoben),  dann  aber  auch  be- 
sonders  die  Abteilungen  Maulbronn,  Schonthal,  Lorch,  Adelberg, 
Lichtenstern,  Deutschordensneckaroberamt,  Weinsberg,  Wimpfen  und 
Stddte  insgemein,  Einige  Ausbeute  getvdhrten  auch  handschriftliche 
Sammlungen  aus  neuerer  Zeit:  die  von  Jdger  (Ulmensia),  Breitenbach 
und  Pfaff  (Regesten)  im  Staatsarchiv,  von  Kremer  (Chronicon 
Schonthalense),  Gablkhover  (Kollektaneen)  und  Albrecht(  Weinsberger 
Regesten  und  Urkundenbuch)  avf  der  KgL  Landesbibliothek  zu 
Stxdtgart,  Dem  KgL  bager.  Allg.  Reichsarchiv  in  MUnchen  entstammen 
die  n.  33  und  7 58  e)  und  von  den  Nachtrdgen  n.  173  a,  208  a,  222  a, 
429  a  und  524  a.  Ein  Verzeichnis  der  bfters  und  mit  abgekiirzten 
Titeln  angefUhrten  gedruckten  Werke  folgt  am  Schluss  der  Einleitung. 

Mit  dem,  xras  diese  Quellen  boten  und  andere  nicht  beniHzfe, 
vor  allem  die  benachbarten  Archive,  voraussichtUch '  bieten  wurden, 
ist  natiirlich  keine  vollstdndige  Sammlung  alter  Heilbronner  JJrkxmden 
herzustellen.  Schon  das  Stadtarchiv  aelbst  bewahrte  nicht  alles,  was 
ihm  anvertraut  wurde;  je  alter  die  Zeit,  dedo  durftiger  das  Material, 
desto  grosser  die  Verluste.  Bereits  das  dlteste  Repertoritim  von  1543 
kennt  vor  1300  nur  2  Urkunden,  die  Vcrfassungsurkunde  von  1281 
und  das  Marktprivileg  von  1288. 


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—     8*     — 

Das  Archiv  wird  erstmals  erwdhnt  in  der  Verfassung  Karls  I V. 
von  1371  §  7  (Seite  124),  wonach  die  BUrgermeister  und  2  Burger, 
einer  von  den  Altbiirgern  und  einer  von  den  Ziinften,  die  Schliissel 
zu  der  Stadt  Insiegeln  und  Brief  en  haben  sollen.  Da  man  viele 
Urkimden  ihrer  juristischen  Verwertung  halber  aufbewahren  musste, 
bestand  es  natiirlich  schon  lange  vorher,  wenn  es  auch  bloss  einen 
Ted  der  Begistratur  bildete.  Das  Archiv  ging  ja  von  der  Kanzlei 
au8.  Dementspreckend  besorgte  der  Stadfschreiber  die  Geschdfte; 
1638  wurde  ein  eigener  Beamier,  Hans  Melchior  Weber  aus  Worms, 
gegen  100  Gulden,  3  Eimer  Wein  und  4  Matter  Frucht  jdhrlich  als 
Registrator  angesteUt,  schied  aber  bald  wieder  aus  dem  Dienst,  Nach 
dem  Dreissigjdhrigen  Krieg,  ordnete  der  bisherige  Breisacher  Stadt- 
schreiber  Rollwag  1656  bis  1662  das  Archiv  neu  und  fertigte  einen 
Generalindex  an,  worauf  er  entla^sen  umrde.  Erst  1676  wurde  das 
Amt  des  Registrators,  Aktuars  oder  Archivars  dauernd. 

Auf  eine  gewisse  Ordnung  im  Archiv  deutet  bereits  ein  Vermerk 
auf  dem  Protokoll  fiber  die  Venningensche  Fehde  von  1438:  Das 
briefflin  suche  in  der  laden  under  dem  A.  Das  dltesie  Repertorium 
ist  das  Gewblbebuchlein  von  1527,  mit  wenig  archivalischem  Sinn  in 
eine  Pergamenturkunde  von  1510  eingebunden,  das  einen  Teil  des 
Archivs,  die  46  Schubladen  A  bis  ZZ  fiebst  einigen  anderen  (vor- 
handen  waren  etwa  200)  im  Gewblbe  registriert.  Ein  anderes^  vom 
Stadtschreiber  Jakob  Ehinger  nach  Ratsbeschluss  von  1543  ange- 
fertigtes  unterscheidet  sich  wenig  davon,  dagegen  ist  das  Repertorium 
Uber  die  Akten  in  der  neuen  Kanzlei  von  demselben  nicht  mehr  vor- 
handen.  Der  Bestand  der  alten  und  neuen  Kanzlei  wurde  in 
44jdhriger  Tdtigkeit  von  dem  Stadtschreiber  Anton  Alberti  geordnet 
und  registriert  (Protokolle  von  1586  und  1621  f,). 

Wie  man  sieht,  waren  schon  anfangs  des  16.  Jahrhunderts  die 
Akten  teils  im  Gewolbe,  teils  in  der  alten  und  neuen  Kanzlei  unter- 
gebracht.  Da  die  sich  hdufenden  Rats-  und  Gericht^sachen  in  der 
alien  Kanzlei  schliesslich  keinen  Raum  mehr  fanden,  tourde  ein  Teil 
der  Akten  1622  in  die  Rustkammer  gebracht,  Dazu  wurde  1657 
eine  Kammer  auf  der  Bilhne  des  Rathauses,  1677  ein  Zimmer  im 
Syndikatshaus  in  Anspruch  genommen^  schliesslich  1717,  als  man 
trotz  allem  nicht  ausreichte,  das  ehemalige  Kutschengewolbe  im  Hinter- 
bau  des  Rathauses  als  Hauptarchiv  bezogen.  Die  Verlegung  und 
Trennimg  der  Akten  musste  der  tjbersicht  und  Ordnung  im  Archiv 
schaden.  Dazu  kam  hdujiger  Wechsel  der  Registratoren  seit  Mitte 
des  17,  Jahrhunderts,  die  Fliichtung  des  Archivs  wegen  Feuersgefahr 


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—     9*     — 

1659  in  die  Pfarrkirche  und  1700  in  Privathdmer^  bei  Anndherung 
der  Franzosen  1693,  1707  Mnd  1734  nach  auswdrts.  (Dagegen  ist 
der  dutch  die  geheizte  Badstube  entstandene  Brand  des  Rathauses 
und  Archivs  1532  oder  1534,  von  dem  Crusius  und  das  Basler 
Lexikon  zuerst  berichten,  reine  Fabel,  wie  schon  Becht  bemerkte,) 
Wenn  man  auch,  wie  die  Stadt  selbst  1701  an  den  Uerzog  von 
Wurttemberg  schreibt,  bei  der  Neuaufstellung  der  Akten  wieder  Do- 
kumente  in  Laden  und  Paketen  /and,  die  man  nimmer  darin  gesucht 
hdtte,  so  konnte  dieser  Gewinn  die  Verluste  nicht  aufwiegen,  Daneben 
iaien  Ratten  und  Ungeziefer  (Alberti  1622),  Schimmel  und  Moder 
in   dem  zwar  feuersicheren,  aber  feuchten  Hauptarchiv  das  Ihrige. 

AUe  diese  Schdden  wurden  in  eindringlichen  Schreiben  dem  Rat 
nahegelegt,  seitdem  Eberhard  Ludwig  Becht  Unterarchivar  war 
(seit  1758).  1765  wurde  der  Grundstein  zu  d^m  noch  jetzt  be- 
nutzten  Archiogebdude  gelegt,  das  1788  mit  einem  Kostenaufwand 
von  13891  Taiern  46  Kreuzern  vollendet  wurde.  Becht  selbst  legte, 
jetzt  1.  Archivar,  nach  einem  vollsfdndig  neuen  Plan  (s.  Esslinger 
Urkundenbuch  Einleitung  XV f,;  derselbe  ist  auch  im  Heilbronner 
Archiv  vorhanden),  der  auch  in  Esslingen  angenommen  wurde,  ein  neues 
umfangreiches  Repertorium  des  von  ihm  neu  geordneten  Archivs  an. 

Diese  Ordnung  blieb  erhalten;  einen  BerichtdarUber  gibt  Wittmanji 
in  Lohers  Archivalischer  Zeitschrift  Band  X,  232 ff,  Nachdem  die  Stadt 
an  Wilrttemberg  gefallen  war,  musste  sie  einen  Plan  fUr  die  Teilung 
des  Archivs  zwischen  Stadt  und  Staat  einreichen.  Sie  bekannte  be- 
scheiden,  keine  Merkwiirdigkeiten  und  AltertiimerfUr  die  Kgl.  Bibliothek 
und  keine  alten  Urkunden  vor  1281  zu  besitzen,  und  legte  einen  Teilnngs- 
plan  vor,  der  aber  nicht  genehmigt  wurde,  Nach  einem  neuen  Plan 
wurde  1825  ein  Teil  des  Archivs  fiir  das  Staatsarchiv  in  Stuttgart 
amgehoben  und  daruber  zwei  ubereinstimmende  siimmarische  Ver- 
zeichnisse  angelegt. 

Seit  dieser  Zeit  wurden  die  Archivgeschdfte  wieder  von  einem 
Stadtbeamten  im  Nebenamt  besorgt,  der  auch  sein  Amt  in  der  Regel 
ganz  als  Nebenamt  behandelte.  Was  neu  einlief,  wurde  selten 
registriert;  als  1884  WitUnann  sich  das  Archiv  zeigen  Hess,  hatte 
man  nicht  einmal  Kenntnis  von  der  Exisfenz  der  Repertorien,  Mit 
dem  Ausleihen  verfuhr  man  so  leichtfertig  wie  im  18.  Jahrhundert, 
als  der  Rat  die  Originale  der  Stadtjmvilpgien  an  Liinig  zum  Abdruck 
in  seinem  „Reichsarchiv^  schickte;  in  den  Manuskripten  Jdgers  im 
Staatsarchiv  liegen  z.  B.  manche  Heilbronner  Urkunden.  Daher 
Hess  der  Gemeinderat  in  den  Jahren  1886191  das  Archiv  durch  den 


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—     10*    — 

Gymnaaialprofessor,  jetzt  Bektor  Dr.  Diirr  (unter  dcssen  Obliui  es 
heute  noch  steht)  wieder  in  Ordnung  bringen.  Dabei  wurde  das 
System  von  Becht  beibekalten,  die  nock  Stuttgart  ausgehobenen  Ur^ 
kunden  als  ausgehoben  vermerkt,  die  nicht  registrierfen,  darunter  so 
ziemlich  alles,  was  seit  Bechts  Zeiten  eingelaufen  war,  eingetragen, 
fur  einige  Abteilungen,  wo  die  alten  Repertorien  zu  suwmarisch  waren, 
neue,  und  zur  bequemen  Oberslcht  ein  Generalrepertorium  avgelegt. 
(Das  Material  zur  Gesckichte  des  Archivs  in  den  Ratsprotokollen 
und  der  Abteihoig,  „Archiv*  im  Sfadtarchiv  Kasten  50.) 

Verwertung  fanden  die  Schatze  des  Archivs  havptsdchUch  in 
der  fiir  das  Mittelalter  sehr  ausfUhrlichen  Gesckichte  Heilbronns  von 
Jdger  (2  Bde.,  1826),  in  der  Zeitschrift  filr  wirt.  Franken,  in  der 
Zeitschrift  des  historischen  Vereins  Heilbronn,  in  Schriften  II.  Titots 
und  Diirrs  „Heilbro7%ner  Chronik**  (1895).  Abgedn*ckt  und  in 
Begesten  angefilhrt  sind  Heilbronner  Urkunden  hauptmchlick  bei 
Liinig,  Moser,  im  Wirt.  Urkundenbuch,  in  den  Regesta  Imperii  und 
den  andern  einschldgigen  Begestiniverken,  Fiir  die  Erwdhming  der 
Beniitzung  einzelner  Urkunden  in  gedruckten  Werken  gelten  dieselben 
Grundsdtze  wie  im  Bottweiler  und  Esslinger  Urkundenbuch:  Druckc 
ufidformliche Begesten  werden atigefilhrt,  Erwdhnmigen  in Darstellungen 
nur,  wenn  sie  eigentliche  Begesten  bieten  oder  als  Quelle  dienen, 

Bei  der  Bearbeitung  erhob  sich  die  Frage,  welche  Urkunden 
avfgenommen  werden  sollten.  Das  fiir  das  Wirt,  Urkundenbuch 
festgestellte  Territorialprinzip  konnte  hier  nicht  gelten,  da  auch  nicht  avf 
Keilbronn  bezilgliche  Urkunden  Material  filr  die  Stadtgeschichte  bieten. 
Sogleich  das  2,  Stiick  mit  der  Erwdhnung  der  Pfalz  in  Heilbronn,  Die 
dltesten  BUrgernamen  (vgl,  n,  20,  31  a  u,  Seite  535  f)  konnten  Uber- 
hauptfast  nur  aus  auswdrtigen  Urkunden  nachgewiesen  werden,  ebenso 
das  Heilbronner  Ministerialengeschlccht  (n.  16,  17,  24)  und  die  Natnen 
der  Deutschordenskomture  (n,  21,  48,  98,  99).  Ebenso  fniden  die 
das  Hinauswachsen  des  Patriziats  aus  der  Stadt  kennzeichnenden 
Urkunden  iiber  dessen  auswdrtigen  Besitz  Aufnahme  (z.  B,  n.  140, 
267,  313  f),  endlich  auch  wie  im  1.  Band  des  Esslinger  Urkunden- 
buchs  sdmtliche  Privaturkunden,  Ausgeschlossen  blieben  wie  bisher 
stddtebihidische  Akten.  Filr  die  zur  Bcichssfadt  Heilbronn  gehorigen 
Dorfer  Bbckingen,  BoHingen  ( Hof),  Flvin,  Frankenbach  und  Neckar- 
gartach  wurde  als  Grundsatz  fstgestellt,  dass  die  Urkunden  seit  der 
Erwerbung  der  Dorfer  durch  Heilbronn  wie  Heilbromier  Urkunden 
behandelt,  die  vor  der  Erwerbung  als  Nachtrag  aufgenommen  werden 
sollten,     (In  den  Nachtrdgen  fanden   dann   auch  einige   hintendrein 


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-  11*  — 

entdeckten  Stiicke  wie  1  a,  die  aus  dem  Munchener  Reichsarchiv 
und  die  von  Herrn  Dr.  von  Rauch  mUgeteilten .  Unterhm/L)  Der 
Raumersparnis  tmd  der  Sache  halber  wurden  zusammengehorige  Ur- 
kunden  in  Kleindruck  angehdngt,  bei  den  in  der  2.  Hdlfte  des 
15.  Jahrhtinderts  sich  hdufenden  Prozessen  und  Korrespondenzen 
manchmal  eine  Darstellung  vorgezogen. 

Die  Lage  der  einzelnen  Stiicke  in  den  Archiven  wird  angegeben: 
St  A.  =■-  Staatsarchiv  Stuttgart,   darauf  Bezeichnung   der  Abteilung 

( Heilbronn,  Schonthal  etc). 
Heilbronn  =  Stadtarchiv  Heilbronn ;  daravf  entweder  die  Lade  .  .  die 

numericrten  Schubladen  in  der  Wand  hintcr  eincr  Eisentili'e,  oder 

Kasten  .  .,    einer   der  851   Kdsten    im    obern   Gewdlbe,    oder 

unteres  Gewolbe,   Lade  bezw,  Kasten  ( Inhalt  des  letzteren  seit 

1900  im   Untergtschoss  der  Friedenskirche). 

Or,  =  Original,  Pg.  =  Pergament;  ist  der  Staff  nicht  ange- 
geben, so  ist  es  Papier.  Fehlt  eine  ndhere  Angabe  Uber  die  Siegelj 
so  bind  sie  unbeschddigt  und  vollstdndig  (ivenn  die  Siegler  im  Text 
nicht  besonders  angegeben,  die  der  Aussteller)  und  in  der  Reihenfolge 
des  Textes  vorhanden,  bei  Pergament  anhangend  (d.  h.  an  einem 
besondern  durch  den  tiniern  umgebogenen  Rand  durchgezogenen 
Pergamentstreifen),  bei  Papier  am  Schluss  aufgedriickt.  Bei  ^ab- 
hangenden*^  (an  einem  vom  untern  Rand  der  Urkunde  nur  teilweise 
abgeschnittenen  und  durchgezogenen  Pergamentstreifen)  und  auf- 
gedriickten  Siegeln  an  Pergamenturkunden  und  austen  aufgedruckten 
Siegeln  bei  Papierurkunden  ist  die  Art  der  Befestigung  des  Siegels 
angegeben. 

Fiir  die  formelle  Behandlung  der  Urkunden  und  das  Register 
gelten  .die  von  der  Kommisslon  festgestellten  (Mittcilungen  1892)  und 
bisher  beobachteten  Grundsdtze.  Zusammengesetzte  Ortsnamen,  z.  B. 
Gross-,  Ober-,  Kocher(-Steinsfeld)  wolle  man  auch  unter  dem  ein- 
fachen  Namen  suchen. 

Zum  Schluss  erilbrigt  mir  noch  die  angenehme  Pflicht  des 
Dankes  gegeniiber  dem  Oberbiirgerrneister  Hegelmaier  und  den  biirger- 
lichen  Kollegien  der  Stadt  Heilbronn,  die  filr  die  Druckkostcu  einen 
namhaften  Beitrag  bewilligten,  und  alien  denen,  die  meine  Arbeit  gv- 
fordert  haben:  dem  Vorstand  des  Hedhronner  Archivs,  Rektor  Dr.  Diirr, 
der  anfangs  als  Mitarbeiter  in  Aussicht  genommen  war,  dann  loegen 
tJbernahme  der  Rektoratsgeschdfte  und  eines  Teils  der  Ileilbronner 
Oberamtsbeschreibung  zuriickfreten  musstc,  fiir  das  unenniidliche  Ent- 
gegenkommen,   mit  dem   er   mir  die  Arbeit   in  Heilbronn  erleichterte 


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—     12*     — 

unci  mit  seiner  Kenntnis  cler  Heilbronner  Geschichte  aushalf,  dem 
friiheren  und  demjetzigen  geschdftsfilhrenden  Mitglied  der  Kommission, 
Oberstudienrat  Dr.  von  Hartniann  und  Archivrat  Dr,  Schneider,  dem 
Direktor  Dr.  von  Stalin  und  den  Beamten  des  Stuttgarter  Staats- 
archivs  und  Professor  Dr.  Gunter  in  Tubingen  fur  vielfache  Be- 
lehrung  und  Hilfe,  vor  allem  aber  Archivsekretdr  Dr.  Mehring  fur 
den  oft  in  Anspruch  genommenen  und  liebenswilrdig  gewdhrten  Eat 
und  die  Mitbesorgung  der  Korrektur. 

Freiburg  /.  B.,  August  1904. 

Dr.  JEuffen  Kmipfei\ 


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^erzeichnis  ier  abgek&rzlea  SftaU. 


U.B.  =  Urkundmhuch,  CD.  =  Codex  diplomaticas,  Mon.  =  Monnmenta,  Reg.  = 

Begesten,  Cop.B,  =  Copiaibuch,  Hs,  =  Handschrift, 
Acta  Academiae  Theodoro-Palatinae;  Mannheim  1766/94. 
Albrecht,    Weinsberger  Begesten  und  Weinsberger  Urkundenbuch^  Handschrift 

auf  der  K,  offentl  Btbliathek  gu  Stuttgart. 
Altmawn  s.  Regesta  Imperii 
Baehmann,  Ad.,  Beichsgeschichte  unter  Friedrieh  III.,  L/IL,  1684194,  und  Ver- 

Sffentlichungen  in  den  Fontes  rernm  Austriacarom,  ^.  Abteilung. 
Bohmer  s.  Regesta  Imperii. 
Chmd,  J.,  Begesten  Bupreehts,  1834,  oder  Begesten  Friedrichs  IV.  (III.),  2  Bde., 

1836140. 
Fester  =  Begesten  der  Marhgrafen  von  Baden  und  Hachberg,  hrsg.  Don  der 

bad.  hist.  Kommission,  bearb.  von  B.  Fester,  1893 ff. 
Gdbelkhover,    Kollektaneen,    Handschrift    auf  der    K.    Landesbibliotheh    gu 

Stuttgart. 
Glafey,  A.  F,,  Anecdotoram  collectio,  1734, 
Jdger,  K.  F.,  Geschichte  Heilbronns,  2  Bde.,  1628,  und  Ulmensia,  Handschrift 

im  Staatsarchiv  tu  Stuttgart. 
Janssen,  J.,  Frankfurts  Beichstagskorrespondens,  2  Bde.,  1663173. 
Koeh-WUle,    Begesten  der  FfaUgrafen  am  Bhein,    hrsg.   von   der  bad.  hist, 

Kommission,  bearb.  von  A,  Koch  und  J.  Wille,  1837  ff. 
Konig  von  K6nigsthal,    G.,  Nachlese  ungedruckter   BeicJutagS'  und  retell- 

stddtischer  KoUegialhandlungen  unter  ^Viedrich  III,,  1759. 
Kremer,   C.  J.,  Geschichte  des  KurfHrsten  Friedrieh  I.  von  der  Pfalg,  2  Tie., 

1766. 
Kremer,  Chronicon  SchdnthalensBy  Handschrift  auf  der  K.  Landesbibliothek  zu 

Stuttgart. 
Lehen-  und  Bestandbriefe  der  Kommende  Heilbronn,  ein  Hfft  Kopien  im  Staats- 

archiv  (Deutschordens-KeckaroberamtJ. 
Lichnowsky,  FUrst  E.  M.,   Geschichte  des  Hauses  Habsburg,  8  Bde,,  1836/44 

(Begesten  von  Birk), 
LUnig,  J.  Ch.,  Beutsches  Beichsarchiv,  1710/22. 
Mensel  s.  QueUen  und  Erdrierungen. 
MikMbacher  s.  Regesta  Imperii 
MOOer,   J.  J.,  Des  Hi.  Bom.  Beichs   Teutscher  Nation  Reichstags- TJieatrum 

unter  Friedrieh  V.  (Ill),  1713 f. 
Oberrhein  =2  Zeitschrtft  fUr  Geschichte  des  Oberrheins, 


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_    14*    ^ 

Potthasty  A,y  Regesta  pontificum  Romanoram  1198/1301,  2  Bde.,  1674/.   Quelten 

und  Erorierungen  zur  bayer.  and  deiUschen  Geschichie,  9  Bde.,  1856164  ; 

im  2.  Band  die  Begeslen  Pfalzgraf  Friedriclis  I.  von  Menzeh 
Regesta  Imperii  von  J,  /*'.  Bohmer,  neubearb.  fiir  die  Karolingereeit  von  MUhl- 

backer  J  fiir  die  spdtere  Stauf&rzeii  von   Ficker  und    Winkelmann,  far 

Eudolf  von  Habsburg  von  Redlich:  fiir  Karl  IV,  hrsg,  von  Ruber;  fUr 

Sigmund  bearb,  von  AUmann, 
Saltier,    C.   X,    Geschichie .  des  Herzogiums    Wiiritemberg  unter  den    Graf  en, 

5  Tie,,  2,  Aufl,  1777 f, 
Stalin,  a  K,  Wirtembergische  Geschichie,  4  Bde.,  1841/73. 
Vischcr,   W.,  Geschichie  des  Schwab,  StMtthands  im  2.  Band  der  Forschungen 

zur  disch.  Geschichie,  1863. 
Vjlis.  =   WUriL   Vierieljahrshefte  fiir  Landesgeschichie  1878 ff.,  N(eue)  F(olge) 

1892ff, 
Wibel.  J,  C,  Hohenlohiffche  Kirchen-  und  Reformationshistorie,  4  Tie,,  17d2  55. 
WiH,  Franken,  Zeitschrifi  des  hist,   Vereins  fiir,  1847/77. 


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1.  Kaiser  Ludwig  bestdtigt  zwei  ihm  vorgelegte  Urktmden  seines 
Voters  Karl  fur  die  Wilrzburger  Kirche,  deren  eine  die  Schenhungen 
Karlmanns,  bestehend  in  25  Kirchen  und  Kapellen  mit  Gilt  em,  dar- 
unter  et  in  ipso  pago  (Necraugauginse)  basilicam  in  villa  Heli- 
5  brnnna  in  honore  sancti  Micbahelis  arcbangeli  constructam  una  cum 
appendiciis  suis,  die  andere  Schenhuhgen  Karbna?in8,  Konig  Pippins 
und  anderer  bestafigt  hatte,  —  Frankfurt  822  Dez.  19. 

Wirt    U.B.   1,101   n.   87   zu   823;   3,461^ Nachtrag  1,     Reg,:    Muhl- 
backer  n.  743, 

10  2*  Konig  Ludwig  schenkt  dem  Abt  Gozbald  von  Alt-eich  zwei 

Kirchen  und  einen  Herrenhof  zu  Ingolstadt,  bisher  Lehen,  als  freies 
Eigen,  —  Heilicbrunno  palatio  regie.     841  Aug,  18, 

Gedr.:  Hon,  Boica  11,107  vgh  28,36,    Reg.:  Muhlbacher  n.  1331. 

3.  Konig   Ludwig   bestdtigt   die    beiden   vorgelegten    Urkunden 
15  Karls  des  Grossen  fur  WUrzburg  (n.  1  wortlich  ausgeschrieben),  — 
Frankfurt  845  Juli  5. 

WiH.  U.B.  3,461  Nachtrag  2  zu  846,    Reg.:  Muhlbacher  n,  1343. 

4m  Konig  Amulf  bestdtigt  die  Schenkungen  seiner  Vorfahren  fiir 

WUrzburg  nach  Einsichtnahme  der  Urkunden  Karls  des  Grossen  und 

20  der  beiden  Ludwig  (n,  3  ausgeschrieben),  —  Frankfurt  889  Nov,  21, 

WiH,  U,B.  1, 190  n.  164;  3, 464  Nachtrag  3,    Reg.:  Muhlbacher  n.  1786. 

S,  Derselbe   bestdtigt  dem  Bischof  Arno   von    WUrzburg   die 
Schenkungen  seiner  Vorfahren,  bestehend  in  einem  Zehntel  der  Staats- 
steuer  aus  genannten  Gauen  und  d^m  Zehnten  aus  genannten  Fiskal- 
25  gutern,  darunter  Heiligbrunno.  —  Fraiikfurt  eod.  d. 

Wirt,  U.B,  1, 192  n,  165 :  3, 464  Nachtrag  4 :  4, 478  zu  Dez.  1.    Reg, : 
Muhlbacher  n.  1788. 

Wartt.  OeBchiohtsqaellen  V.  1 


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2  923  April  8  —  1215  Juli  8. 

6.  Konig  Heinrich  besUitigt  der  bischoflichen  Kirche  in  Wiirz- 
burg  die  vorgelegten  Urkunden  seiner  Vorgdnger  Pippin,  Karlmann, 
Ludmg  (welches? )f  Arnidf  tend  Konrad,  Schenkungen  wie  in  n.  5 
(Heilacbrunnen).  —  Quedlinburg  923  April  8. 

Wirt    U.B.  2, 438  Nachtrag  B,    Mon.  Germ,  DD.  1, 43,    Darnach  ist    ^ 
Vorlage  nicht  das  Privileg  Amulfa,  sondem  das  verlorene  Kanrads. 

7m  Bischof  Gebhard  von  Regensburg  stiftet  an  der  Pfarrkirche 
Ohringen  ein  Kmionikat,  mid  bestdtigt  den  Tausch  seines  Vetters 
Graf  Hermann  mit  dem  Bischof  Meinhard  von  Wiirzburg,  dem  er 
gegen  die  bisher  von  der  Wilrzburger  Kirche  innegehabten  */a  des  ^^ 
Zehnten  von  der  Kirche  in  Ohringen  das  halbe  Dorf  Bockingen  mit 
einem  Weinberg  daselbst,  2  Huben  in  Siilzbach  und  2  in  Heilbronn 
(Heiligbrunen)  und  15  mancipia  beiderlei  Geschlechts  giebL  —  Wurz- 
burg  1037  (16.  kalendas  septembris)  At4g,  17. 

Wirt,   U.B.  1, 263  n.  222  mit  dem  falschen  Datum  Aug.  16.  ^^ 

8.  Enuhard,  Bischof  von  Wiirzburg,  giebt  die  Kirche  in  Heil- 
bronn (Heilicbrunnen)  an  das  Kloster  Amorbach  unter  der  Bedingung, 
doss  in  Amorbach  die  Jahrtage  der  Wilrzburger  Bischbfe  begangen 
und  am  ersten  freien  Tag  jedes  Monats  das  Officitim  fur  alle  ver- 
storbenen  Gldubigen  gehalten  uerde.  —  1099  Indict.  7.  ^ 

Wirt.  U.B.  1,312  n.  252;  4,480;  seitdem:  Mon.  Baica  45,3.  —  Im 
Wirt.  U.B.  am  ersigenannten  Ort  auf  Heiligehbronn  O.A.  Gerabronn,  Wirt. 
Franken  5, 90  auf  Heilbronn  beeogen,  weU  die  Heilbronner  Kirche  nachweislich 
dem  Bistum  geharte.  Dms  sie  aber  je  dem  genannten  Kloster  gehorte,  ist  sonst 
auch  nicht  zu  erweisen.  25 

9.  Konig  Friedrich  iibernimmt  wie  seine  Vorgdnger,  besonders 
sein  Grossvater  und  Vater,  die  Vogtei  des  Klosters  Hirsau  an  einigen 
vom  Kloster  zu  tveit  abgelegenen  Orten,  darunier  et  predium  qaod- 
dam  in  Heilcbrunnin,  quod  inclitus  dux  Welph  ipsi  ecclesie  Hirsau- 
giensi  contulit,  und  bestimmt,  doss  sie  unverdusserlich  in  Konigs  Hand  30 
bleiben  soU.  —   Hagenau  1215  Juli  8. 

WiH.  U.B.  3,27  n.  576.  Zur  Sache  vgl  Cod.  Hirsaug.  ed.  Schneider 
(Vjsh.  1887)  Fol.  47 h.    Beg.:  Bohmer-Ficker  n.  808. 

10.  Bischof  Otto  von  Wiirzburg  verpfdndet  seinem  Kapitel  u.  a. 
die  Einkiinfte  in  Heilichprunen :  de  mansis  13  marcas,  de  piscationi-  35 
bus  5  libras  hallensium^  de  villicatione  20  marcas,  de  preearia  de- 


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1220  Olst  21  -  1225  Okt.  31.  3 

narioram  30  marcaSy  vini  30  earratas,  de  proprietate  vini  15  carratas, 
tritici^  spelte,  siliginis,  avene  150  maltra.  —  Wurzhurg  1216  Aug.  27, 
TTfrt.  U:B,  5,  64  n.  696. 

11*  Derselbe  verpfdndet  seinen  Bilrgern  zu  Helcbrunen  Konrad 

^  Lemeltin,   Hartmod  Shollo,   Heinrich   Burbach,    Gerung   von  Flige, 

Konrad  von  Lauffen  (Louphe)  und  Swicker  aUe  seine  EinkUnfte  da- 

selbst   vom   ndchsten    Jahr,   die    Weinbede    ausgenommen,    —    1220 

Okt  21. 

Gedr, :  Mon.  Baica  45, 56  n.  33  ex  or.  Beg. :  Kremer,  Chron.  Schonthal. 
184:  Bobache,  Fline,  Smcktr  gar  nichij  1222.  Fries,  Wurzb.  Chronik  1,307 
ahnlich. 


10 


12.  Konig  Heinrich  [VIL]  beurkundet  die  Beilegwng  eines 
Streits  mit  der  Kirche  Wiirzburg,  wonach  die  Stadt  (opidum)  Hei- 
lecbrunneD;    daa   Dorf  Boehingen    u.  a.  m.    mit   alien    Gutem    und 

^^  Rechten   ihm  als  Lehen  zustehen,   wogegen  er  jeden   Anspruch  auf 
die  andern  Guter  der  Kirche  aufgiebt.  —  (Nordhausen)  1225  Juli  27. 

Wirt.    U.B.  3,181  n.  700.     Beg.:  Bohmer-Fieher  n.  3974.     Ober  dm 
Handlungsort:  Ficker  I.  e.,  Wdler  in  Vjsh.  1896,  209  und  Hohenl,  U.B.  7,42; 
eur  Sache  selbst  die  Urkunden  K.  Philipps  1201.    B.-F.  n.  68  und  K.  Hein^ 
20  Hchs  1224  Bez.  4  B.-F.  n.  3946. 

13.  Konig  Heinrich  [  VIL]  schenkt  dem  Kloster  Adelberg  einen 
Mansus  zu  Heilbronn.  —  Wimpfen  1225  Okt  31. 

Beg.:  Gabelkhover.  Misc.  hist  2,320.  Heinricus  Dei  gracia 
Romanorum  rex  et  semper  angastas  donat  cenobio  Madlberc  mansum 
^  unam  apnd  HeilcbraQDen.  Actum  apud  Wimpinam  2.  kal.  novem- 
bris  indictione  14.  Pro  remedio  animarum  indytae  recordacionis 
divoram  progeoitomm  nostromm  Romanorum  imperatoram  et  regum. 
Bohmer-Ficker  n.  3990.     Wirt   U.B.  3,344  Anm. 

a)  Derselbe  iiberlasst  dem  Propst  und  Konvent  von  Adelberg  einen  bisher 
^  von  ihnen  mit  einer  Mark  jdhrlich  vereinsten  Mansus  in  Haeilicbnmnen.    Zeuge 
u.  a.;  W.  von  Heilbronn,  koniglicher  Amimann  (minister  regis).  —  Wimpfen  1234 
Mai  26. 

Wirt.  U.B.  3,343  n.  848.  Beg.:  Bohmer-Ficker  n.  4321.  —  1st  nur 
eine  Bestdtignng  der  obigen  Schenkung.     Vgl.  Bresslau,  Urkundenlehre  154. 

35  14.  Konig  Heinrich  [VIL]  erldsst  seiner  Getreuen  Petersche, 

Abtissin  von  Billigheim,  ihren  Nachfolgerinnen  und  dem  Konvent  jeds 


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5 


4  1225  Nov.  9  —  1250. 

KdUekte  und  Abgabe  von  ihren  Giitem  zu  Heilebrnnnen.   —  E.eil^ 
brann  1225  Nov.  9. 

Gedr. ;  Winkeltnann,  Acta  imperii  1, 388.    Beg,:  Sohmer^Fieker  n.  3992. 

15k  Papst  (rregor  IX,  bestdtigt  dem  Kloster  Schonthal  semen 
gegenwdrtigen  und  zukilnftigen  Besitz  ...  in  Helicprutinen,  in 
Bochingin.  —   Vtterbo  1237  Mai  2L 

Wirt.  U.B.  3, 392  n.  892.    Beg. :  Poithast,  Beg.  pontif.  Boman.  n.  10372. 

16.  Die  BrUder  Friedrich  und  Marquard  von  Bonfeld  ver- 
zichten  zu  Gunsten  des  Kloster s  Schonau  auf  die  Neckarschiffahrt 
bei  Heidelberg.  Zeugen  u.  a.  Wolfram  von  Heilbronn  und  Hertwic 
von  Bonfeld.  —  1245  s.  d. 

Gedr. :  Oberrhein  11,  55. 

17.  Bischof  Eberhard  von   Konstanz  bestdtigt   einen    Tausch- 
vertrag  des  Klosters  Weil  mit  dem  Pleban  Konrad  von  Nellingen 
von  1246  Mdrz  1.   —  Zeuge   (der  Handlung)  u.  a.   Ulrich  dictas  ^ 
de  Hailicbrunne,    Burger  der  villa   Esslingen.    —    Konstanz,    nach 
1248,  Mai  14. 

Wirt.  U.B.  4,133  n.  1072.    Dasdbst  n.   1073  gleichlautende   Urkunde 
mit  Aushissung  eines  auf  die  Bechte  des  Kaplans  zu  Nellingen   beeUglichen 
Satee^.    Mai  15.  —  Beg. :  (Ladewig),  Beg.  ep.  Const.  197  n.  1722.    Danach  erst  ^^ 
mehrere  Jahre  nach  dtr  Handlung  ausgefertigt,  da  Eberhard  erst  Aug.   1248 
gewahlt  wurde.    (DiehV)  Ksslinger  U.B.  1, 15  n.  63  zu  1249. 

a)  Ulrich  von  Heilbronn  oder  Heilbronner  1319 — 28,  Biehter  eu  Esslingen 
(Diehl)  Esslinger  U.B.  1  s.  Begister. 

18.  Engelhard  von  Bebenburg  vermacht  dem  Kloster  Schdfters-  25 
heim  den  Ort  Hummertsweiler  und  20  Morgen  Wald   und  verkauft 
darauf  den  Ort  bei  Lebzeiten.     Zeugen :  Berthold   von  Leuzenbronn 
(Lacenbrannen),  Vogt  zu  Heilprunnen,  und  sein  Sohn  u.  m.  a.  — 
Urn  1250. 

Wirt.   U.B.  4,204  n.  1140.    Falschlich  Lustbronn  O.A.  Mergentheim.      30 

19.  Konrad  von  [  Wall-JDiirn  teilt  seine  Outer  unter  seine 
Sohne,  behdlt  sich  und  seiner  Gattin  u.  a.  vor  den  Zehnten  in 
HeilicbruDDen,  und  bestimmt,  dass  der  Hof  in  Heilcbrannin  nach 
seinem  Tod  seiner   Gattin   verbleiben,   nach   ihrem  Tod,  wenn  einer 


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1251  Januar  —  1268  Dez.  7.  & 

der  Sdhne  diese  Verordnungen  ubertritt,  sein  Teil  an  seine  BrUder, 
wenn  alle,  der  ganze  Hof  ans  Reich  Uberg^hen  soil.  —  1251  Januar. 

Wirt,  U,B.  4, 249  n.  1181. 


20*  Propst  Wernher,  Dekan  Hermann  und  Kapitel  von  Wimpfen 
5  geben  dem  SckuUheiss  Dietmar  von  Grossgartach  ihren  Hof  daselbst 
samt  dem  kleinen  Zehnten  als  Erblehen.  —  Zetcgen:  Dekan  Hermann, 
jB.  von  Titensheim  ^),  C.  von  Heilbronn,  die  Bitter  von  Eichholzheim, 
H.,  C.  und  (?.,  jH.  von  [Gross-JGartachj  Albert  Kiver,  Schultkeiss  H. 
und  Gumbert  Gabiler.  —  Wimpfen  1265  Dez.  18, 
10  Wirt.  U.B.  6,238  n.  1842. 

21,  Bertkold  der  altere,  Konrad,   Vogt,  und  Sveneger,  Bitter, 

GebrUder     von    Bemchingen,    begeben    sich     ihrer    Anspriiche    auf 

Leistungen  von  den  Bauern  des  Klosters  Herrenalb  in  Dietenhatcsen. 

Zeuge  u.  a.  Bruder  Volmar,  Deutschordenscotntur  zu  Heilbronn.  — 

15  1268  Januar  25. 

Wirt.  U,B.  6, 367  n.  1976. 

22m  Propst  Wernher,  Dekan  Blclmrd  und  Kapitel  von  Wimpfen 
weisen  2  neugegrUndeten  Vicariaten  an  ihrer  Kirc/te  Guter  an,  dar- 
unter  6  Pfund  Heller  jdhrlicher  EinkUnfte  aus  einem  Drittel  an 
20  ihrer  MUhle  am  Neckar  und  den  4  Morgen  Weinberg  in  Heilbronn, 
die  sie  von  ihrem  Kanoniker,  Magister  C,  genannt  von  Heilbronn^), 
erworben  haben  (die  Urkunde  wird  erwdhnt).  —   1268  Dez.  7. 

Wirt.  U.B.  6, 427  n.  2035. 

23.  Berthold  Grauue ')  und  seine  Frau  Gerburg  Uberlassen  dem 

25  Heiliggeistspital  zu  Wimpfen  mehrere  G  titer,  darunter  4  Morgen  Acker 

zu  Flein,  2  von  Gozzo,  je  1  von  Bichard  und  Waiter  um  ein  Drittel 

des  Ertrags  bebaut,  von  Berthold  auf  Lebenszeit  erworben,  gegen  ein 

Leibgeding,  je  8  Matter  Korn,  Dinkel  und  Haber  Heilbronner  Mass, 


')  „Wohl  Diedeaheim,  bad.  BJL.  Mosbach'* ;  dock  eher  Diedelaheim 
B.A.  Bretten.  Vgl.  die  Namensformen  bet  Krieger^  topogr.  Worterbuch  von 
Baden.  —  •)  Konrad,  der  spdtere  Dekan  su  Wimpfen.  —  ■)  Berthold  Orawt 
von  Stetten  (am  Heuchelberg),  Biirger  zu  Heilbronn,  1294  Zeuge  fur  Konrad  d.  a, 
und  d.  j.  von  Weinsberg.    Kluminger,  Zdbergdu  2^  79, 


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6  1270  Aug.  29  —  1277  Juli  6. 

nach  Heilbronn  2U  liefern.  —  Siegler  u,  a.  Propst  Berenger  von 
Heilbronn  (nach  dem  Siegel  Kanoniker  zu  Wimpfen)  und  die  Stadt 
Heilbronn.  —  1270  Aug.  29. 

Wirt,  U,B.  7, 110  n.  2170, 


24m  Engelhard  der  dltere  t'on  Weinsberg  und  Schenk  Waliher    5 
von  Limpurg  entsche'iden  einen  Streit  zwischen  den  Deutsehherrn  zu 
Mergentheim  und  Walther  von  Sulz.  —  Ufifer  den  Zeugen  Friedrich 
von  Ditzenbach  (Tyzzenbach)  und  nein  Stiefyohn  Konrad  von  Gro- 
ningen,   Wilhelm  von  Heilbronn^  Bitter.  —   Hall  127 1  Nov.  22, 

Wirt.  U,B,  7, 160  n,  2239,  10 

25.  Graf  Vlrich  von  W irf ember g  verleiht  dem  Bitt-er  Egeno 
von  Staufen  sein  Eigentum  und  Patronatsrecht  an  der  Kirche  zu 
Ebersbach,  einigen  Weinbergen  zu  Hailcbrunne,  Weinbergen  und 
andem  Giitern  am  Symicheberg,  die  ihm  von  alters  her  gehdrten.  — 
Winterbach  1276  Januar  21.  15 

Wirt,   U,B.  7,  415  n,  2557. 

26.  Konig  Budolf  ertauscht  vom  Kloster  Maidbronn  die  Schen- 
kung  des  Edeln  Berchtold  von  Weissenstein,  die  jdhrlich  130  Pfund 
Heller  EinkUnfte  trdgt,  gegen  folgende  Einkiinfte  aUrS  Beichsgiitern  : 
aus  Muhlen  und  Zinsen  zu  GmUnd  23^ h,  dem  Hof  zu  Heilbronn  20 
mit  Zubehor,  dem  haupgelt,  84  und  den  Giitern  in  Steinsfurt  (SteiD- 
furt)  27^12  Pfund,  behdlt  aber  das  Becht  des  BUckkaufs  um  das  Zehn- 
fache  der  Einkiinfte  dem  Beich  vor,  —  Wien  1277  (indict.  5,  regni  *^ 
vero  nostri  anno  nono!  2.  nonas  julii)  Juli  6. 

Inseriert  der  Bestdtigung  Kimig  Ludwigs,  der  die  Gilter  wie  Beichsgfiter  25 
von  Steuw  und  alien  Auflagen  befreit.  —  Eutingen  (Utehingen)  1847  (die  domi- 
nico  ante  festum  baHholomei  apostoli)  Aug.  19. 

St.A»  Heilbronn  IV,  Maulbronner  Hof.  Or.,  Pg.,  Mqjestdt88i$gel  mitBUck' 
siegel,  zersprungen. 

27.  Dekan  Bichard  in  Wimpfen  vermacht  testamentarisch  w.  a.  30 
den  Minoriten  m  Heilbronn  eine  halbe  Karrate  Wein  und  6  Malter 
Spelt,  der  Fabrik  der  (Pfarr-) Kirche  daselbst  10  Solidi,  seinen  Ver- 


a)  rtgno. 


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1278  MSrz  30  —  1279.  7 

wandten,  2  Richarden  d,  j,  und  Wcdther,  seine  Weinberge  zu  Buck 
und  seine  Einkunfte  zu  Gartach.  —  1^8  Mdrz  30. 

I>ruek  bet  Baur,  hess,  Urk,  1, 113  naeh  CopialB.  im  St  A,  Darmstadt 
Ebd,  noch  einmal  ahgedrackt  1,875  nach  dem  Or.,  beidemal  mangelhaft. 

5  28.  Crafto  von  Hohenlohe,  von  Konig  Rudolf  mundlich  heauf- 

tragi  J  den  seinerzeit  vom  Konig  gegen  die  G  titer  des  Edlen  Ber- 
thold  von  Weissenstein  in  Dorf  und  Pfarrei  Brotzingen  dem  Kloster 
Maulbronn  gegebenen  Hof  zu  Heilbronn  bei  Gebuwin,  BUrger  daselbst, 
um  30,  das  dazttgehorige  Hupgeld  bei  Konrad,  Schidtheiss  daselbst, 

10  nm  73  Pfund  Heller  aus  Reichseinkiinften  zu  losen,  was  im  vorigen 
Jahr  durch  seinen  VogtG.  genannt^^  Leshin  verzogert  worden,  gieht 
iiuf  dreimalige  schrifUiche  Mahnung  des  Konigs  hin  auf  Bitten  des 
Klosters  dem  Ritier  RAger  von  Thalheim  die  Bede  (precaria)  von 
Bockingen   in  De?iaren   und  Wein   bis   zur   Eimmkme    von  73,    die 

15  EinkUnfte  von  Steinsfftrt  dem  Ritter  Ulrich  von  Lohrbach  bis  zur 
Einnakme  von  30  Pfund  zum  Loskauf  des  Hofs,  so  class  nach 
Einnahme  von  103  Pfund  die  genannten  Einkunfte  wieder  an  das 
Amt  Craftos  zuriickf alien.  —  Mif^iegler  der  genannte  Lesho.  — 
1278  s.  d. 

20  StA.  Maulbronn  2  b.   Or.,  Pg.,  mil  2  Siegdn,  das  erste  oben  am  Rand  stark 

b<i8chadigi,   das  zweite  zerbrochen.    Gedr.:  Hohenloh.  U.B.  ed.  Wdler  1,269. 

29.  Bertha,  Frau  des  Konrad  Muschopf  (Muscoj)/),  Burgers 
zu  Regensburg,  und  ihre  Tochter  Alhaide  und  Hailka^  erlassen  auf 
Bitten  Konrads  von  einern  aufEpiphanie  verfallenen  Zins  von  10  Pfund 

25  Regensburger  Denaren  dem  Deutschen  Haus  zu  Mergentheim  2,  Bertha 
und  Alhaide  von  einem  gleichen  Zins  dem  Deutschen  Haus  zu  Heilbronn 
ebenfaUs  2  Pfund  fur  ihr  Seelenheil  und  bestimmen,  dass  die  Schen- 
kung  nichts  gelten  soil,  wenn  sie  die  andern  16  Pfund  nicht  bekommen, 
und  dass  der  Jahrtag  nicht  gehalten  zu  werden  brauche  (remedium  non 

30  tenet  nee  cedere  debet)^  solange  eines  von  ihnen.  Berthas  Mann  Kon- 
rad oder  ihr  Sohn  Karl  lebt.  —  Siegler  der  Predigerprior  zu  Regens- 
burg. —  Zeugen:  Bruder  Gottfried,  Comtur  von  St.  Egidius  (zu 
Regensburg),  die  BrUder  P.,  Priester,  Marquard  von  Metzingen, 
C.  Muschopf  und  Schrautan,   Wilhelm   und  Bruder   Albert,   Notar 

35  bei  dieser  Urkunde,  u.  a.  —  1279. 

Abachrift  in  der  Breiienbachschen  Sammlung  (im  StA.)  1, 117  nach  dem  Or. 

a)  dictum,  niehi  domlnum. 


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8  1279  Dez.  13  —  1281  Juli  22. 

30.  Konrad  der  altere  und  Konrad  der  jiingere  von  Wehisberg 
verkaufen  ihren  Hof  zu  Binswangen  mit  Gutem  daselbst  und  zu 
Erlenbach  an  das  Kloster  Schonthal,  darunter  die  Weinberge,  die 
Albert  Bunne  von  Stdm,  H,*^  genannt  Griebo  von  Heilbronn,  Dine- 
mudis,  Fran  des  Snabelo  und  Schwester  Innengard  von  Weinsberg  ^ 
inne  haben,  mit  dem  lebensldnglichen  Becht  der  Prekarie.  —  Zeugen 
u.  a. :  Heinrich  von  Thalheim  und  Konrad,  Vogt  von  Bbckingen,  — 
Acta  Binswangen  1279  (in  die  beate  lucie  Virginia  et  martiris)  Dez,  13. 

St.A.  Cop.B,  SchorUhal  von  1512  fol  92,  von  1691  1, 388.  Kremer,  ChroH, 
Schdnthal.  282.     Orosstenteils  gedr.:  Wirt.  Franken  6,262.  10 

31  •  Bischof  Berthold  von  Wiirzburg  schenkt  Albert,  dem  Dekan 
an  seiner  Kirche,  alle  bisher  ihm  zukommenden  Zehnten  von  Neubruch 
an  Wdldern,  Gebiisch  und  Gestrduch  (in  silvis,  rubetis  et  virgultis) 
im  Gebiet  der  Pfarrei  Heilbronn,  die  vom  Kloster  Hirsau  ausgerodet 
wurden  oder  nock  auszuroden  sind.  —  Wiirzburg  1280  Sept.  19.       15 

Gedr.:  Mon.  Boica  37,622. 

31  a.  Friedrich  von  Ditzenbach  und  seine  Frau  Irmengard 
vermachen  dem  Kloster  Comburg  einen  Weinberg  am  Stiftberg.  — 
1281  Juli  22. 

SUA.  Comburg  98.     Or.,  Pg.,  d<i8  Siegel  (Unkssehender  Adler)  am  Rand  20 
heschadigt,  die  Umschrift  ganz  ahgehrochelt. 

Universis  presens  scriptum  intuentibus  ego  Fridericus  de  Tizzen- 
bach  et  Innengardis  uxor  |  mea  salutem  et  noticiam  subscriptorun). 
Ut  ea  que  fiunt  sub  tempore,  non  labantur  cum  processu  |  temporis, 
confitemur  et  litteris  presentibus  protestamur^  quod  nos  unanimi  25 
consensu  abbati  et  eonyen|tni  dominorum  de  Kanberch  nostrarum 
in  remidium  animarum  loco  cuiusdani  aree  site  in  civitate  Heilic- 
prunnen  legaviraus  duo  jugera  vineti  sita  in  Stiftebercb  tali  condi- 
cione  precedente,  cum  unus  nostrum  viam  universe  carnis  fuerit  in- 
gressus,  quod  dictus  conventus  ipsa  jugera  debeat  imperpetuum  30 
possidere  libere  et  quiete.  Cuius  legationis  et  douationis  testes  sunt 
domini  Dietherus  de  Herbortesheim,  Appelinus,  H.  filius  Wicmari, 
Gerhardus,  UsLYtmwius  dictus  Lamelin,  Ueinricus  de  Gamundia  et 
alii  quam  plures.  Igitur  ne  super  premissis  aliqua  calumpnia  vel 
dubietas   oriatur,   presentem    cedulam    procuravimus   sigillo   civium  35 

a)  Kremer:  H^nrieh. 


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1281  Sept.  a  9 

HeilcprannenBimn  conmaniri.    Datum  anno  Domini  1281  11.  kalen- 
das  augadti  indictione  nona. 

32.  Konig  Rudolf  gieM  der  Stadt  Heilbronn  Speyerer  Recht  — 
Gmufid  1281  Sept  9. 

St. A,  KaiserseUIst.  Or.,  Pg.,  MajestGtssiegel  an  roien  und  gelben  Seiden- 
^  aehnUren,  oben  und  links  unien  besehddigt.  Aussen,  anfangs  des  16.  Jh. : 
Yon  der  stat  freveln,  gerichten  und  mortschlag.  —  Beg. :  Bdhmer-Bedlieh  ?».  1391 
nach  Jdger  1, 66, 

Rudolfas  Dei  gracia  Romanoram  rex  semper  augastas.    Omnibus 

10  imperpetuum.  Non  tam  mnris  et  vallis  quam  legibus  civitates  sen 
universitates  |  mnniri  convenit,  ut  forinsecorum  evitent  insultus  et 
intrinsecus  per  observanciam  legum  et  iurium  civiliter  et  tranquille 
in  pacis  amenitate  qnie8|cant.  Noverint  igitur  tam  presentes  quam 
poster!,   quod  nos  civitatem  nostram  Heilichprunne  et  cives  ibidem 

15  munimus  et  firmamus  omnibus  legibus,  iuri|bus  et  consuetudinibus, 
quibus  ciyitas  Spirensis  gaudet,  quorum  aliqua,  que  subiciuntur  in- 
ferius,  propter  ampliorem  dictorum  nostrorum  ci?ium  quietem  et 
pacem  eertis  articulis  duximus  exprimenda.  [1]  In  primis  quicumque 
alium  in  predicta   civitate  Heilichprunne  Occident,    homicida  super 

20  rotam  ponetur  nee  uxori  occisi  vel  suis  beredibus  debent  bona  sua 
auferri,  sed  omnia  debent  eis  salva  manere,  ne  afflictio  addi  yideatur 
afflicto.  ^)  [2]  Si  autem  alius  alium  sine  mortis  periculo  vul- 
nera?erit,  ita  quod  de  vulnere  illo  possit  curari,  reus  vel  perdet 
manum,   vel  dabit  decem   libras    Spirensium    denariorum,    quamm 

25  tres  cedent  sculteto,  dae  civitati  et  quinque  advocato  et  nichilominus 
reus  erit  extra  civitatem  per  decem  menses.  [3]  Insuper  quicumque 
alium  decappillaverit  vel  sic  sine  inflictione  vulneris  percusserit,  dabit 
sculteto  pro  temeritate  tres  libras  denariorum,  et  erit  extra  civitatem 
per  mensem,  et  antequam  recipiatur,  dabit  civitati  duas  libras  denario- 

80  rum.  [4]  Item  quicumque  civium  alteri  christianitatem  suam  oppro- 
briose  denegaverit,  sustinebit  eandem  penam  quam  decapillans  vel 
percutiens  in  casu  proximo.  [S]  Preterea  si  duo  verbis  probrosis 
conviciati  fuerint  vel  se  ad  invicem  percusserint,  is  qui  alium  pro- 
vocavit  et  causam   dedit*  obprobio  vel  percussioni   convictus   trium 

35  proborum  virorum  iurancium  super  eo  testimonio,  pene  solum  sub- 
iaceat  supradicte.    [6]  Super  debitis  autem  et  contractibus  ac  tracta- 


*)  Regd  aus  dem  kanonischen  Recht :  wer  schon  einm  Schmerz  hat,  dem 
eoU  nieht  noch  emer  sugefugt  toerden. 


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10  1281  Sept.  9. 

tibus  quibascumque^  qai  in  oivitate  celebrari  consueyerunt,  sculteti 
vol  6ui  nantii  iidedigni  vel  duonim  fidedignorum  testimonio  est  creden- 
dum  et  standum.  Item  si  aliquis  debitorem  sanm  cuinscumque  coodi- 
cioDiB  existat  in  ipsa  ciyitate  compererit;  actor  sea  creditor  cam 
sculteto  vel  sao  nuntio  occapabit  earn  et  si  debitor  occapationem  5 
huiusmodi  prevenire  volens  et  evadere  inveniatar  in  strata  pro  foga, 
ita  quod  copia  scalteti  vel  eias  nuntii  sine  periculo  exspectari  non 
possit^  actor  sine  offensa  debitorem  saam  occupare  poterit  et  tenere, 
et  si  necesse  fuerit  super  eo  invocare  auxiiiam  a  yicinis^  ct  si  iidem 
aaxilium  saum  creditori  non  dederint  et  ob  boc  reus  aufagerit^  si  10 
duornm  super  boc  iurantium  testimonio  illud  creditor  probare  pote- 
rity  subtrahentes  aaxilium  creditori  debitum  suum  solvere  tenebontur. 
Insuper  quicumque  super  debitis  alium  in  iudicio  voluerit  convcnire^ 
conveniendus  debet  tribus  vicibus  per  sculteti  nuntium  clara  die  ad 
iudicium  evocari,  et  si  sic  vocatus  non  comparuerit,  dabit  et  solvet  15 
pro  qualibet  vice  triginta  denarios  Spirenses  pro  contumatia  ipsi 
sculteto.  Et  nichilominus  non  obstante  sua  contumatia  scultetus  iu- 
dicabit  de  ipso  sive  in  domo  sua  latitet  vel  in  campo  existat. 
[7]  Preterea  quicumque  pistorum  male  pistaverit  vel  minus  debito 
se  in  pane  tenuerit,  si  per  duos  pistoreS;  qui  ad  hoc  in  ipsa  civitate  20 
debent  eligi,  de  hoc  convictus  fuerit,  debent  tres  panes  vendi  pro 
duobus  et  nichilominus  pro  emenda  dabit  civitati  solidum  denariorum 
Spirensium.  Si  etiam  aliunde  pistor  veniens  velit  se  recipere  in  pre- 
dicto  loco,  dabit  et  solvet  aliis  pistoribus  libram  denariorum  Spiren- 
sium et  amam  vini  et  dnas  libras  cere,  et  hec  ponentur  ad  usus  25 
civitatis  conmunes.  Item  carnifices  sen  macellarii  carnes  inmundas, 
rancidas  vel  scroRuas  in  macellis  non  debent  vendere,  sed  separatim 
ab  aliis,  et  si  hoc  non  facerent,  ex  tunc,  si  iuramento  ad  hoc  depu- 
tatorum  pro  eo  fuerint  accusati,  scultetus  et  consules  emendam  ab 
illis  recipient,  quam  pro  qualitate  temeritatis  huiusmodi  duxerint  B^ 
ordinandam.  Insuper  quicumque  pannum  falsa  lana  contextum  ven- 
diderit  vel  vendicioni  exposuerit,  talis  pannus  debet  igne  cremari 
publice  et  nichilominus  scultetus  et  consules  pro  eo  penam  requirent 
et  exigent,  prout  eis  videbitur  expedire.  Hoc  idem  etiam  debet  per 
omnia  observari,  si  pannus  latitudine  et  longitudine  debita  careat,  35 
vel  alias  fuerit  viciosus^  et  eorum  qui  ad  hoc  electi  fuerint  iuramento 
fuerit  reprobatus.  Preterea  mensure  sive  sint  frumenti,  vini  et  olei 
debent  esse  in  ipsa  civitate  cupree,  ut  secundum  eas  scultetus  et 
consules  in  singulis  quatuor  temporibus  omnes  mensuras  alias  civi- 
tatis examinent,    corrigant  et  emendent.     [8]  Item   duodecim  con-  ^ 


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1281  Sept.  13.  1 1 

sules,  qui  de  melioribus  et  ntilioribus  civitatis  debent  eligi,  singulis 
mensibuB  ex  se  quatuor  eligent  et  recipient^  qui  per  ipsum  mensem 
ordinent  cam  sculteto  omnia  et  singula  negotia,  que  occurrerint 
ordinanda.    In  omnibus  autem  et  singulis  suprascriptis  volumus  advo- 

5  cato  et  scnlteto  nostris  iura  sua  non  minui,  sed  per  omnia  illibata 
servari.  Nulli  ergo  omnino  hominum  liceat  banc  paginam  nostre 
innovaeionis  et  confirmacionis  infringere  aut  ei  in  aliquo  ausu  temera- 
rio  contraire.  Quod  qui  fecerit,  gravem  regie  maiestatis  offensam 
se  noverit   incurrisse.     In   cuius   rei   testimonium   presens   scriptum 

10  maiestatis  nostre  sigillo  iussimus  eonmuniri.  Datum  apud  Gemun- 
diam  5.  idus  septembris  indictione  9*^  anno  Donuui  1281  regni 
vero  nostri  anno  octavo. 


33m  Konig  Rudolf  bestdtigt   dem   Kloster   Billigheim  die   von 
seinem  Vorgdnger  Heinrich  [  VIL]  verliehene  Immunitdt  seiner  Gilter 
15  in  Heilbronn,  —  Beutlingen  1281  Sept  IS, 

MUnchen^  Reiehsarchiv.  Or.,  Pg.,  Majesidtssiegel  *)  an  gelb  und  grUnet' 
Seidenschnur,  links  fast  die  H&lfie,  rechts  dtr  Schriftrand  abgebrochen.  — 
Gedr,:  Durr,  Dissert,  de  comitiis  Rttdolphi  37,  —  Reg.:  Bohmtr-Redlich 
n.  1398, 

20  Rudolfus  Dei  gratia  Romanorum   rex   semper  augustns.     Uni- 

versis  imperii  Romani  iidelibus  presentes  { litteras  iuspecturis  gratiam 
suam  et  omne  bonum.  Gum  inclitus  quondam  Heinricus  Romanorum 
rex  I  noster  predecessor  pro  suo  ac  progenitorum  suorum  remedio  et 
salute  religiosis  personis  . .  abbatisse  et  I  conventui  in  BuUinkein  banc 

25  gratiam  duxerit  faeiendam,  quod  de  bonis  suis  in  Heiliclibrunne 
nuUam  debent  exsolvere  sturam,  precariam  sen  collectam^  prout  iti 
privilegio  eidem  conventui  super  eo  concesso  lucide  vidimus  contineri^ 
nos  in  bac  parte  predict!  regis  Henrici  vestigia  imitari  volentes 
predictis  abbatisse   et  conventui  eandem    gratiam,   quam    ratam    et 

30  gratam  habere  volumus,  de  plenitudine  potestatis  regie  coniirmamus, 
volentes  quod  dicte  abbatissa  et  conventus  de  predictis  bonis  in 
Heilichbrunne   nullam    exsolvant  inantea  sturam,    exactionem,    pre- 


*)  Von  einem  RiUcksiegtl  (Redlich  a.  a.  O,  vermutet,  es  kdnnte  her  a  us- 
geschnitten  sein)  kann  nicht  die  Rede  sein.  Die  Vertiefung  aussen  isi  nicht 
dutch  Herausschneiden  entstanden,  sondem  urspr^unglicher  Eindruck,  wahr- 
scheinlich  des  umgekehrten  Stegelstempels.  6'ie  toar  auch  ntcht  »ur  Aufnahme 
des  kdniglichen  Sekrets  —  an  ein  anderes  Siegei  tvird  man  woM  nicht  denken 
konnen  —  hestimmt,   da  dieses  ziemlich  grosser  war. 


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12  1282  Aug,  2  -  1283  Jan.  13. 

cariam  seu  collectam,  sed  potias  ab  omni  contribationis  et  exactionis 
onere  sint  libere  penitus  et  exempte.  In  cuius  rei  testimonium  pre- 
sens  scriptum  majestatis  nostre  sigillo  jussimus  conmuniri.  Datum 
in  Rutelingen  idus  septembris  indictione  9*  anno  Domini  millesimo 
duceutesimo  octogesimo  primo,  regoi  vero  nostri  anno  octavo.  5 

34.  Alt  Slfrid  und  Konvent  von  Mmdbronn  verleihen  den 
von  Kbnig  Rtidolf  geyen  Outer  bei  Neuburg  (novum  castrum)  ^)  er- 
tauschten  Hof  des  Klosters  zu  Heilbronn  (Heilicprun)  an  Adelheid, 
die  Witwe  Konrads,  SchiUtheissen  in  Heilbronn,  und  ihre  Erben  gegen 
einen  Zins  von  je  19  Pfund  Heller  auf  Maria  Geburt,  Reinigung  10 
und  Pfingsten,  auch  bei  Unfruchtbarkeity  Braiid  und  anderm  Schaden 
zu  zahlen.  Biirgen  die  Heilbronner  Burger  Heinrich  Wicmars  Sohn, 
Gerhard,  Konrad  Gebwins  Schwiegersohn,  und  Heinrich  genannt 
Gugelinger,  Wenn  Adelheid  oder  ihre  Erben  die  Hofraite  zum  Bau 
von  zinsbaren  Hdusern  weiter  leihen,  soil  mindesfens  Platz  fur  Er-  15 
richtung  der  notwendigen  Okonomiegebdude  iibrig  gelassen  werden.  FUr 
die  Giilfe  soil  nur  einer  der  Erben  haftbar  sein,  der  Hofnicht  geteilt 
werden,  Der  Abt  verspricht,  den  Hof  weder  wegen  hoheren  Zinses  noch 
jetnayid  zu  Hebe  zurnckzuziehen,  es  geschehe  denn,  dass  der  Konig^  qui 
nostri  potens  est,  ihn  zwinge  und  den  Hof  zuriickkaufe.  In  diesetn  Fall  20 
hortjede  Veiyflichtung  auf,  von  rUckstdndigen  Zinsen  abgesehen,  Zeugen : 
Friedrich  von  Ditzenbach  (Tizenbach),  Hartmud  genannt  Rotegalle, 
Ritt'er,  Hfeinrich]  }Vic7nars  Sohn,  H,  genannt  Lorcher,  H.  genannt  Un- 
gelter,  und  Adelheids  Schwiegersbhne  Wolfram  genamit  Vrige,  Heinrich, 
Rulin  und  Albert,  BUrger  zu  Heilbronn,  u.  a.  —  Mitsiegler  der  Abt  H.  25 
von  Bronnbach  (Brunne  — )  und  die  Stadt  Heilbronn  (civium  in  — ). 
—  Actum  1282  (in  crastino  beati  Petri  ad  vincula)  Aug.  2, 

St. A.  MauXbronn  2h,     Or.^  Pg.,  das  erste  Siegel  an  den  Edndern  stark 
btschadigt,  das  dntte  dbgerissen.  —  Reg.:  Klunsinger  Maulbronn  18. 

35.  Papst  Martin  IV,  bestdtigt  dem  Frauenkloster  BilUgheim  30 
Cisfercienser  Ordens  die  von  Konig  Rudolf  fur  seine  Giiter  zu  Heil- 
bronn verliehene  Lmnunitdt.  —  Orvieto  1283  (idus  januarii)  Jan.  13, 

Gudenus,  CD.    Mogunt.     2,222;   damach    Ussermann,   episc.    Wirceb., 
append,  n.  73.  —  Reg.:  PoUhast  n.  21974. 


^)  Dieser  Ori  mtiss  nach  n.  28  bei  Brotsingen  liegcn^  ist  also  ahgegangen  ; 
bet  Kriegery  Topogr.  Worterh.  v.  Baden,  nicht  erwdhnt,  Vgl.  n.  67:  Weissen^ 
stein  bei  der  nuwin  burg. 


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1283  Mai  18.  13 

36,  Konig  Rudolf^)  verleiht  seinetn  natiirlichen  Sohn  Graf 
Albert  voyi  Lowenstein  und  dessen  legitimen  Erben  die  zum  Reich 
gehorigen  Zehnten  in  Heylicprunne  ah  Reickslehen.  —  Hagenau  1283 
Mai  18. 

5  Gedr. :  Sehdpflin,  Hist.  Zaringo-Bad.  5, 278  su  Mai  S3.  Berichtigt  nach 

dem  Reg.:  Bohmer-Rtdlich  n,  1785, 

37.  Albert  genannt  Eppelin,  Burger  zu  Heilbronn,  beurkundet, 
dass  er  dem  Kloster  Schonthal  von  seinetn  Weinberg  am  Stiftberg 
jdhrlich  auf  Martini  2  Schilling  Heller  schtildet  und  vermacht  den- 

10  selben  mit  Zustimmung  seiner  Frau  Adelheid  und  seiner  Kinder  nach 
seinem,  seiner  Frau  und  seiner  Tochter  Adelheid  und  Hiltegund  Tod 
dem  Kloster.  —  Zeugen:  Heinrich,  Schultheiss,  Friedrich  von  Ditzen^ 
bach  (Titembach),  Ritter,  H,  d.  a.  Strullo,  H,  Wicmar,  Gerhard^ 
Hart.   Lamelin,   H,   von  Gmiind,  Hart.    Vahinger,  H.  Lorher,   und 


*)  K.  Rudolf  urkundet  in  Htilbronn : 

(1274  Mars  23.  nicht  in  Heilbronn,  sondem  Oelhausen.  —  Bdhmer^ 
Redlich  n.  72.) 

1283  Jan.  15.  fur  Kloster  Simau.  —  (Diehl)  Esslingtr  U.B.  i,  66  n.  180. 
Jan.  18.  filr  Egon  von  Furstenherg,  —  B-R.  n.  1769. 

1284  Aug.  25.  beurkundet  einen  Bechtsspruch.  —  n.  1856. 
Aug.  26.  far  Erauenthal.  —  n.  1867. 

Aug.  27.  far  Konrad  von  Teck.  —  n.  1858. 

Aitg.  30.  fur  Esslingen.  —  n.  1859.    Esslinger  U.B.  i,  72  n.  192^ 
Wieder  Sept.  It.  fur  Ludwig  von  Idstein  und  Rabo  und  Gerung  von 
Helmstadt   —  n.  1861  f. 

Sept.  13.  schreibt  an  den  Amman  von  Ulm.  —  n.  1863. 
1267  Nov.  18.  urkundet  sein  Sohn  Albrecht  von  Lowenstein  fur  das 
Kloster  Lichtenstem.  Zeugen:  Konig  Rudolf  Deutsehordens* 
prdzeptor  Konrad  von  Feuchtwangen,  die  Graf  en  Heinrich  von 
Sponheini  und  Eberhard  von  KateeneUehbogen  und  ewei  Konrad 
von  Weinsbergy  Edelleute,  —  n.  2131. 

Nov.  27.  der  Konig  far  Markgraf  Rudolf  von  Baden.  In  der 
Erkldrung  des  Markgraf  en  Zeugen  und  Mitsiegler:  Erzb^ 
Heinrich  von  MainZy  Bischof  Konrad  von  Strassburg^  Mark- 
graf Hesso  von  Baden,  Graf  Eberhard  von  Katzenellenbogen.  — 
n.  2132. 

Dez.  3.  {nicht  1288)  fur  Augsburg  —  vgl.  n.  2134. 

1288  post  Martini    recessit    Hailprunnam.       Chron.  Sindelfing.    — 
n.  2199  b. 

Dez.  18.  (nicht  in  Gmund,  me  Redlich  hat)  far  Otto  Amman- 
in  Ulm.  —  n.  2201. 

1289  Apr.  4.  far  Albrecht  von  Hohenberg.  —  n.  2222. 


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14  1284  Jan.  14  —  1286  Jiili  12. 

Hermann  Smirer^  Burger  tmd  Bichter  zu  Heilbronn,  u.  o.  —  Sfadt- 
mgel.  —  1284  (feria  6*'  post  octavam  epiphanie  domini)  Jan.  14. 

SLA,  Schonthalf  60.     Or.j  Pg.,  Siegel  urspr.  ahhangend,  abgerissm. 

38.  Diether  von  Wunnensteiti  und  seine  Frau  Mathild,  Burger 
zu  Heilbronn,  schenken  dem  Kloster  Adelberg  ihre  Giiter  zu  Jetten-  5 
bach  (Gettembach)  vor  den  Richtern  (jurati)  der  Stadt  Heilbronn 
mit  Zustimmung  des  Bitters  Heinrich  von  Neipperg  und  des  Edlen 
Ulrich  von  Sternenfels.  —  Zeugen:  Friedrich  von  Ditzenbach,  Herr 
Gebzo,  Monch  zu  Lorch,  Meister  Heinrich,  canonicas  ecdesiae 
flocularis  daselbst,  Hartmud  Botegalle,  Hei^irich  Lorclier,  Heinrich  10 
ron  Gmilnd,  Gerhard,  Heinrich  StruUe,  Hennann  Smierer,  Hein- 
rich Wibiche  und  Wolfram  genannt  Cappelan,  Burger  zu  Heilbronn, 

u.  a.  —  Actum  et  datum  Heilbronn  1284  (feria  tercia  post  quasi- 
modogeDiti  proxima)  Apr.  18. 

St^A.  Adelberg  14.  Or.,  Pg.,  mit  6  Siegeln  (WunnensUdn,  Sternenfels,  16 
Neipperg,  Propat,  Konvent  und  Stadt),  1.,  3.  und  6.  an  gelben,  die  andem  an 
blauen  Seidenfaden,  das  1.  am  reehten  und  linksn,  das  6.  am  rechten  Band, 
das  2.  am  linken,  das  6,  an  beiden  obem  Ecken  beschadigt,  das  4.  serbrochen, 
die  obere  IWfte  noch  vorhanden.  —  In  der  Urkunde  von  1310  (feria  secunda 
post  ascensionem  Domini)  Juni  1,  worin  Wolf  vom  Stein  auf  seine  Outer  eu  20 
Jettenbach  su  Gunsten  des  Klosters  Adelberg  verziehtet,  sind  Zeugen  u,  a.: 
Konrad  genannt  Aigerer,  SchuUheiss  su  Heilbronn,  Gebewin  und  Wigmar  ge- 
nannt Sndke,  Burger  daselbst.  -—  Ebd.  Or.,  Pg.,  mit  verkehrt  aufgedrUcktem  Siegel. 

39.  Simony  Abt,  und  Konvent  von  Comburg  verkaufen  an 
Buger,  Schultheiss  zu  Ingelfingen,  2  Morgen  Weingdrten  am  Stiff-  26 
berch  bei  Heilbronn  um  26  Pfund  Heller.  —  Zeugen  u.  a.:  Hein- 
rich genannt  Groz  und  Heinrich  genannt  Lamlin,  Bxirger  zu  Heil- 
bronn. —  Kocherstein  (apud  praeposituram  in  Stein  supra  Cocum) 
1285  (4.  idus  julii)  Juli  12. 

Gedr. :  Wibel  2  Cod.  JDipl.  96  n.  79.  Heinrich  Groee  begegnet  als  Zeuge  30 
far  Kraft  von  Hohenlohe  1290  Juli  16.  —  (Weller)  Hohenloh.  U.B.  1,346. 

40.  Heinrich  genannt  Strulle,  Biirger  zu  Heilbronn  (Halic- 
brunnen),  fnit  seiner  Frau  Kunigunde  genannt  von  Hall  lermachen 
dem  Kloster  Lauffen  fiir  ihr  Seelenheil  ihre  Giiter  zu  Heilbronn, 
Flein,  Sillzbachy  Wimmenthal  und  Gebnersbach,  geben  jdhrlich  ein  36 
Pfund  Wachs  Zins  auf  Martini  und  behalten  das  liecht  der  Ver- 
ausserung  lebensldnglich.  —  Zeugen:  Heinrich,  Schultheiss,  Friedrich 


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1285  Nov.  14  —  1387  Dcz.  17.  15 

von  Ditzenhach  (Titenbach),  Hartmnd,  genannt  Botegalle,  RUter, 
Hermayin  genannt  Smierer,  Hartmiui  genannt  Leinmelin,  Wolfram 
genannt  Fr'tge^  Hartmud  genannt  Vaihinger  (Vahinger)  Gerhard, 
und  Heinrich  von  Gmund  u.  a,  —  Siegler  die  Stadt  Heilbronn,  der 
5  Deutschordenscomtur  daselbst  und  der  Dominikanerprior  von  Wimp/en. 
—  1285  (io  crastino  sancti  Bricii  episcopi)  Nov.  14. 

Sua.  Lauffen  1.  Or,,  Fg,  Am  ersten  Siegd  das  linke  Eck  und  der  rechte 
Rand,  an  den  beiden  andem  der  Band  oben  beechddigt 

41.  Agnes,    Priorin   von  Sirtiau,   beurkundet  tine   Schenkung 
10  von  60  Pfund  Heller  durch  Berchta,  Herrn  Hermonns  von  Heilbronn 

Frnu,  gegen  ein  jdhrliches  Leibgeding  von  6  Pfund  fur  $ie  und  ihren 
Sohn  Herrn  Konrad.  —  1285. 

Gedr, :  (Diefd)  EasUnger  U,B.  1,  74  n.  196. 

a)    Konrad   Hedbronner   kommt   ah    Batsmitglied    eu    Esslingen    vor 
15  1297  Apr.  1  und  1301  Mai  23,  —  (DieM)  Esslinger  U.B,   1, 126  n.  295  und 
1, 151  n.  343. 

42.  Su^iker  von  Gemmingen,  Landrichter,  BittetBabono  genannt 
Goler  von  Bavensberg  und  Heinrich,  Schultheiss  zu  Heilbronn,  beur- 
kunden   die  eidliche  Aussage  der  von  Konig  Budolf  gegebenen  und 

20  vor  dessen  Stellvertreter  Graf  Albert  von  Haigerloch  beeidigten  Kund- 
schafter  wegen  der.  dem  Kloster  Maulbronn  vom  K'dnig  tauschweise 
gegebenen,  jetzt  teiltceise  entfremdeten  Giiter  zu  Heilbronn,  des  Bitters 
Friedrick  von  Ditzenbach,  Hermanns  genannt  Smierer  und  Heinrichs 
genannt  Stupphil,  Bilrger  und  seniores  daselbst:  dass  eine  Hube  oder 

25  ein  Mansus^  ehemals  vom  Heri'n  von  Schlossberg  besessen,  dem  Beich 
und  dem  Kloster  gehore  und  die  bisherigen  unrechtmdssigen  Besitzer 
filrderhin  dem  Kloster  integi'o  cen8U  subjacere  et  servire  soUen.  — 
Zeugen:  Hartmud  genannt  Bottigalle,  Hartmud  Lemmelin,  Heinrich 
von  Gmilnd,  Wolfram  genannt  Frige  u.  a.  —  Siegler  die  Aussteller, 

30  der  erste  mit  dem  Siegel  des  koniglichen  Gerichts  zu  Wimpfen,  der 
letzte  mit  dem  seiner  Stadt.  —  Heilbronn  1287  (feria  quarta  qua- 
tuor  temporum)  Febr.  26?  Mai  28?  Sept  17?  Dez.  i7? 

StJi.  Maulbronn  2  b.    Or.,  Pg.,  das  1.  Siegel  am  Band  beschddigi^  das  2. 
abgegangen,  —  Beg.:  Klunzxnger,  Maulbronn  21  zu  Sept.  17. 
35  &)  Heinrich,  ehemals  Schultheiss  eu  HeUbronn  und  vom  Konig  Budolf 

zum  Landvogt  von  Franken  bestelU,  zugleich  mit  der  Untersuchung  der  An- 
sprUche  des  Klosters  Maulbronn  auf  den  Mansus  Wilhdms  von  Neckarelz 
(Ellence)   betraut,   bestdtigt  die   Aussage  der»  beeidigten    Kundschafter  Bitter 


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16  1287  Nov.  11  —  1288  Dez.  88. 

Friedricha  von  Ditzenbach  und  Hermanns  genannt  SmireVf  Burgers  eu  Heilbronn, 
doss  diese  GiUer  zum  Hubgeld  gehoren,  vom  Konig.  dem  Kloeter  gegeben  warden 
seien,  und  dass  sie  selbsi  und  andere  jdhrlich  35  Malter  Frucht  davon  bezogen 
haben,  —  Zeugen:  Wertiher  Strullo,  Hartmud  Lemmelin,  Gebewin  Gebewins 
Sohn,  Geschworene  der  Stadt.  —  Heilbronn  1389  (in  die  beati  Briccii  episcopi  5 
et  confessoris)  Nov.  13. 

Ebd.  Siegel  abgerissen.  —  Eeg. :  Klunzingtr  h  c.  22,  —  Dereelbe  nUein- 
rich  von  Heilbronn^  Landvogt  Ma  Wimpfen^^^  entscheidet  euHschen  dem  Kdnig 
und  der  Stadt  Wimp/en  1289  Nov.  29.  Baur,  Hess.  Urk.  i,  142  mit  falschem 
Datum  (1291  Nov.  27)  (oiunzig  an  ein  jar).  10 

43.  Konig  Rudolf  wiederholt  die  Belehming  seines  Sohnes  Albert 
nut  der  Grafschaft  Lotcenstein,  dem  Zehnten  zu  Heilbronn  und  allem 
Zubehor  und  verleiht  der  Stadt  Lowenstein  die  Freiheiten  von  Weins- 
berg.  —  Lowenstein  1287  Nov.  11. 

Beg.:  Acta  Theod.'Falat.  1,335.    Bdhmer-Redlich  n.  2129.  1> 

44.  Derselbe  tkut  denen  von  Heilbronn  zu  wissen,  dass  er  seinen 
Sohn  Albert  mit  dem  Zehnten  in  Stadt  und  Pfarrei  Heilbronn  samt 
der  Herrschaft  'Lotvenstein  nebst  Zubehor  belehnt  habe.  —  Mainz 
1288  Jan.  18. 

Beg.:  Acta  Theod.-Palat.  1,331.    Bohmei-Bedlich  n.  2143.  20 

45.  Derselbe  verleiht  der  Stadt  Heilbrofin  einen  Markt  auf 
Michadis.  -   Speier  1288  Dez.  25. 

St.A.  Kaiserselekt.  Or.y  Fg.,  mit  zerbroehenem  Majestdtssiegel  on  gelber 
und  grUner  Seidenschnur.  —  Gedr. :  Lunig,  Beichsarchiv  13, 883.  Beg. :  Bohmer- 
Bedlich  n.  2202.  25 

Radolfus  Dei  gracia  Romanorum  rex  semper  augustns  prnden- 
tibns  viris  . .  sculteto,  consnlibus  j  et  nniversis  civibus  de  HeilprtiDDeD 
dilectis  suis  fidelibus  graciam  suam  et  omne  boDum.  {  BenigDa  gracie 
Dostre  provisio,  qnam  sub  quodam  humane  dileccionis  amplexu 
regalis  fortune  fastigium  elementer  amplectitnr,  snbjectorum  conmodi-  30 
tatibus  condescendit  tanto  libentius  et  ad  fideles  nostros  se  natural! 
quadam  necessitate  debet  proteudere,  quanto  magis  eos  in  obse- 
quiorum  exhibicione  precipuos  invenimus  et  tarn  devoeione  quam 
opere  clariores.  Sane  ut  emencium  atque  vendentium  procuretur 
utilitas  et  altema  conmoditas  augeatur.  nos  reipublice  bono  statui  35 
cupientes  assidno  increraento  salubriter  providere  ob  grata  que  nobis 
impendistis  obsequia  et  adhuc  impendere  poteritis  graciora,   devotis 


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1289  Aug.  4  —  1290  Febr.  28.  17 

vestris  supplicacionibns  inclinati  in  oppido  HeilpraDnen,  ntpote  ad 
id  loco  apto,  nundinas  trium  ebdomadarum,  yidelicet  singulis  annis 
ante  festnm  beati  Michahelis  ad  unam  ebdomadam  et  post  idem 
festum  ad  duas  ebdomadas  duximus  edicendas  volentes   et   presenti 

^  edicto  mandantes,  quod  omnes  et  singuli  ad  dictas  nundinas  pro 
empcionis  et  vendicionis  conmercio  exereendo  ad  dictum  oppidum 
nostrum  Heilprunnen  confluxerint,  in  personis  et  rebus  nostra  et 
imperii  speciali  protectione  congaudeant  et  forensium  privilegio  liber- 
tatum.    In  cuius  rei  testimonium  presentes  litteras  conscribi  et  sigillo 

10  nostre  majestatis  fecimus  consignari.  Datum  Spire  8.  kalendas  januarii 
indictione  secunda  anno  Domini  millesimo  CCLXXXVIII,  regni  vero 
nostri  anno  16. 

J:6»  Bitter  Racano  von  Neuen.stein  ilbertrdgt  mit  Zustimmuiuj 
seiner  Genmhlin  Hedwig  and  seiner  Sohne  Bcfveno,  Herald  und  Kon- 
15  rad  dem  S.  Klarakloster  bei  Flein  das  Rechty  die  Giiter,  die  seiner 
Schwester  Mechtild  selig,  Gemahlin  Konrads  von  Thalheifn,  ziigewiesen 
tvaren  und  auf  ihren  Sohn  Konrad  genannt  den  Kleinen  iiberge- 
gangen  sind,  ntn  50  Mark  Silber  zu  losen.  —  1289  (pridie  nonas 
augusti)  Aug.  4. 

20  St, A,  HeilbronnlV.  Klarakloster,   Or,,  Pg,    Vom  Siegel  das  rechte  Obereck 

abgebrochen. 

47,  Vohnar  Lemelin,  Biirger  zu  Heilbrofm,  und  seine  Frau 
Liutgardis  geben  dem  Kloster  Maulbronn  2  Teile  Weingdrten  bei 
Heilbronn  am  Zendesbrotes  filr  ein  ewiges  Licht,  das  zu  ihrem  Seelen- 
25  heil  auf  dem  Kirchhof  iinterhalten  werden  soil  und  behalten  d^ts 
Recht  lebensldnglicher  Nutzung  um  25  Schilling  Heller  Zins  und  der 
tybertragung  derselbeti,  sowie  des  Widerrufs  der  ScJienkung,  wenn 
die  Bedingung  nicht  erJ^Ullt  wird,  —  Siegler  Abt  und  Kon  vent  von 
Maulbronn.  —  1290  (pridie  kal.  martis)  Febr,  28, 

30  St.A.  MauXbronn  48,     Or,,  Pg,,  heide  Siegel  abgerissen,  —  Beg,:  Klun- 

zinger,  Maulbronn  22. 

48*  Wicnand  von  Flein,   Biirger  zu   Heilbronn j   verkauft   an 

das  Kloster  Lichtenstern  2  Hduser  und  Garten  zu  Flein  und  einen 

dritten  Garten  dabei,  der  Schwester  Diethers  von  Wunnenstein,  Fran 

35  von  Entringen,  mit  2  Tuchstiefeln  (sSgetae)  zinsbar,   um  10  Pfund 

Heller,   die   lebemldngliche  Nutzung   con   2  Morgen   Weingdrten   am 

Wllrtt.  Geachichtsquellen  VI.  2 


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18  1291  Juli  4  -  1292  Febr.  27. 

Hagelsberg  wit  dem  Beckt  der  Verdusaerung  im  Not/all  und  den 
Zins,  ein  Drittel  des  ErtragSy  von  einem  halben  Morgen  nebenan.  — 
Zetcgen :  Bruder  C.  von  Krautheim,  Comtur  zu  Heilbronn,  die  Brnder 
Friedrich  und  C,  Priester^  Babino,  Chuno  und  Engelhard,  Wemher 
StruUe,  Hartmud  Lemelin  und  sein  Bruder  Vohnar  w.  a.  —  Siegler  5 
Comtur  und  Stadt  —  Acta  1291  (4.  non.  jul.)  Juli  4. 

St^,  Lichtenstern  L  Or,,  Pg,,  daa  zweite  Siegel  rechts  beschddigt  — 
Craft  von  Krautheim  kommi  ah  Comtur  zu  Heilbronn  vor:  1^88  (Philippi  und 
Jacobi)  Mai  1.  ah  Zeuge  in  einer  Schenkung  Beriholde  von  Neuffen  an  den 
JDeutsehordtn,  Breitenbaehsche  Sammlung  (im  St.A.)  1,164;  und  1291  (in  divi-  10 
sione  apostolorum)  Juli  15  ah  Zeuge  in  einem  Vergleich  dee  KloeUrs  ChMtden" 
thai  mit  dem  Pfarrer  zu  Kochereteinsfeidy  ohne  Nennung  seiner  Abetammung. 
TeiUoeise  gedruckt  bet  Wibel,  Hohenloh.  Kirchenhiet  2,114  n.  97, 

49.  Heinrich   von   Flein   genannt   Hofmann   und  seine   Frau 
Iladewig  verzichten  nach  dem  Urteil  der  Schiedsrichter  Konrads  ton  15 
Weinsberg  d,  a.,   Bruder   Bertholds    von    Gebzenstein,    Bitters,   vom 
Deutschorden,   Bitter   Siegfrieds  genannt   Stammler  von   Weinsberg, 
Bitter  Konrads  genannt  Vogt  von  Bockingen  und  Hartmuds  genannt 
Lambelin,  Biirgers  zu  Heilbronn,  auf  ihren  Ans2>ruch  an  3  Morgen 
Weingdrten  und  den  vierten  Teil  EinkUnfte  zu  Flein  mit  Ausnahme  20 
des   Weinzehnten ,  —  Sieglerin   die   Stadt  Heilbronn,    —    Acta  1292 
(feria  quarta  post  dominicam  invocavit)  Febr,  27,  —  Zeugen  ausser 
den  Schiedsrichtern:   Heinrich  genannt  Brusse,  Schultheiss,  Gerhard 
und  Heinrich  genannt  von  Gmiind,  Bilrger  zu  Heilbronn,  Wichmar, 
Pleban  daselbst,  die  Briider  Siegfried  und  Berthold,  Priester,  Moncke  25 
zu  Matdbronn,  Heinrich  Hofmann  ton  Flein  u.  a, 

St,A,  Lichtenstern  1,  Or,,  Pg,,  Siegel  abhangend  unien  beschddigt.  — 
Ebd.  die  Gegenurkunde  der  Abiissin  Elisabeth  und  des  Konvents  von  Lichten^ 
stem,  die  ah  Abfindungssumme  20  Pfund  Heller  zahlen.  Die  Lage  der  Wein- 
berge  angegeben :  an  der  Schenkenhalde  (in  shenchenhaldon).  —  Siegler  Konrad  30 
d.  a.  von  Weinsberg  und  die  Abtissin,  Datum  verschrieben  1272,  sonst  i^ber* 
einstimmend,  —  Or,,  Fg,,  die  Siegel  abhangend,  da^  erste  unten  beschddigt. 


SO*  Konrad  von  Thalheim  genannt  der  Kleine,  Bitter,  weist 
seiner  Schicester  Adelheid  von  Neuenstein  nach  seinem  Tode  jdhrlich 
1  Karrate  Wein,  je  4  Malter  Kom,  Dinkel  und  Haber  von  G  liter n  35 
zu  Flein,  die  der  Frau  von  Matter  (Mur)  gehorten  mid  die  jetzt 
das  St,  Klarakloster  baut,  als  Leibgeding  an;  die  Abtissin  Gertrud 
und  der  Konient  verpflichten  sich  darauf.  —  Siegkr  der  Aussteller 


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1292  -.  1293  Febr.  24.  19 

und  der  KonvenL    —   Zeugen:   Bruder  Albert   con  Neuenstein   und 
£ruder  Geniod.  —  1292  s.  d. 

St.A.  Heilhronn  IV.  Klarakloater,     Or,,  Pg.^  die  Siegel  ahhangend,  das 
ert^   auf  beiden  S^itm  beechadigt,    Aussen,   17.  Jhr,  Von  eiDem  soldat<^n? 
>  (miles!)  von  ThalheiuL 


SI.  Bitter  Konrad  von  Thalheim  giebt  seinen  Hof  zu  Flein 
und  Guter  zu  Abstatt  dent  St  Klarakloster  daselbst  urn  ein  Leih- 
(/(.ding.  —  Heilbronn  1293  Febr,  24. 

St  A.  Heilbronn  IV,  Klarakloster.    Or,,  Pg.,  mit  schon  erhalienem  Siegel, 

10  Ich  Gflnrat  von  Talhein  ein  riter  genant  der  Clein,   ein  vrier 

barger  des  riches  £e  Heilprounen  dfln  knot  alien  den,  |  die  disen 
brief  ansehent  oder  horent  lesen,  die  ieze  sint  oder  bernach  kument, 
daz  ieh  den  armen  vrowen  von  Vlin  |  sant  Claren  ordens  gegeben 
ban  minen  hove   da  ze  Vlin,  der  da  lit  obertalbt  minre  kelter,   ze 

15  rehtem  eigen  yrilicb|6»^^  uade  ledeclicbe  ane  alle  anspracb^  nnde 
alleS;  daz  drin  boret  gesacht  unde  angesacfat^  also  daz  sie  mir 
allein  ze  mim  libe  sollen  geben,  die  wil  icb  lebe,  aebzeben  matter 
der  drier  korae  iegeliches  gelicfa^  nnde  me  allez  daz  gfit,  daz  icb 
unde    die   vor    genanten    vrowen   kobfften   mit   ein   ander   da    ze 

20  trabstat^>^}  umme  bern  Thietber  den  riter  von  Wunenstein  genennet 
der  alt  Wolve,  gib  ich  oeb  den  vor  genanten  vrowen  in  alien 
dem  rebt  als  is  ban  vrilicbe  unde  ledeclicbe  vur  ein  rebt  eigin 
ane  alle  ansprache,  dur  miner  sele  willen  unde  aUe  (!)  miner  alt- 
vordern.    Diz  sint  gezige  ber«>  Raven  ein  riter  genennet  von  Nuwen- 

25  stein,  her  Tfaieter  ein  riter  von  Tbalbein  genennet  der  Dumbe, 
Hainricb  Bmze  der  scbalteis  von  Helbrunen,  Wolfram  der  Vri,  ein 
rifater,  her  Heinrich  von  Oemnnte,  ein  ribter^  her  Heinrich  Stmlle 
genennet  der  vogt,  Heinrich  Wigmar,  ein  ribter,  unde  HartmAt 
Wigmar.     Daz  diz  allez  stete   in  belibe,  so   gibe   [icb]    in   disen 

30  brief  verinsigilt  mit  mime  insigel.  Dirre  brief  wart  geben  ze 
Heilbrunnen  do  man  zalt  nab  unseres  berren  geburte  dusent  jar 
zweihnndert  jar  unde  nunzig  jar  unde  in  dem  driten  jar  an  sant 
matbis  dage. 


a)  Baaur.    b)  nach  ze   Heine  Batmr,   t   bttuaer,   vertciitchty  spelter  ein^eaetztf    c)  Baven  suerst 
kUin  angefangen:  ra. 

*)  Abstatt  odtr  der  AbstiUterhof  beim  Wunnensfein,     Eine   beiliegende 
Copie  von  1747  von  Konfessarins  Eiederer  liest:  zu  der  Abstat. 


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20  129B  Mara  23  —  1293  Aug.  10. 

S2*  Konig  Adolf  ilherldsst  Gerlach  von  Breubeiy,  bis  er  in 
ruhigen  Besitz  der  Burg  Magenheim  laid  der  Stadt  Bonnigheim  kommt, 
die  er  con  Albert  Graf  von  Lowensfein  und  seiner  Geinahlin  Luckardis 
gekauft^  den  friiher  von  Albert  an  Luckard  als  Wittum  verschriebenen 
Frucht'  und  Weinzehnten  zu  Heilbronn  nnd  verspncht,  ihn  dabei  zu  5 
schntzen.  —  Heilbronn  1293  (10.  kal.  apr.)  Mdrz  23.  ^) 

Gedr,:  Joannis,  Spicilegium  SSU,    Reg,:  Bohmer  n.  111. 

S3*  Albrecht    von  Ehersberg  schenkt  dent  Deutschen  Hntis  zu 
Heilbronn  seifi  Dorf  Schwaikheim.  —  1293  Aug.  10, 

St,A,  Deutschordens-Neckaroheramtf  6'ontfietm,     Or.,  Pg,,  mit  2  Siegeln.  10 
I){i8  erste  am  rechien  Rand,  da8  zweile  unten  und  links  stark  heschddigU    Fiir 
£tcei  ireitere  Siegel  ist  Raum  gelassen,  aber  keine  Einschnitte  vorhanden. 

In  deme  naiiien  des  Vaters  unde  des  Suns   unde  des  heiligeH 
Geisteis   amen.     Wir  Albreht   von    Ebersberch,   ein  vrier  man,   tun 
kunt  alien  den,   die   disen   gegen.wertigen  brief  sehen  oder  h&ren  15 
lesen,   daz   wir  mit  vrien   willen  nnde   gesundem   libe  lutherliehen 
durch  Got  ze  einem  rehten  almusen  umme  unser  unde  unserre  {  vor- 
dern  sele  heil  mit  gesamenter  hant  unde  mittebellunge  unseiTe  wir- 
tinne  Irmendtrude,   unserre   kinde,   unde   aller   unser   erben   baben 
gegeben  ze  rehtem  eigen  |  daz  dorf  Sweikbein,  daz  unser  vriez  eigen  20 
ist,  nnde  allez  daz  gut,  daz  dazu  gehoret,  mit  allem  dem  rebte,  mit 
aller  der  vribeit,  mit  alien  den  geribten,  mit  alien  den  niitzen,  mit 
alien  den  luten,  die  dazii  geb&ren,  mit  den  zebenden,  mit  den  voge-  * 
teien,  ze  bolze  unde   ze  velde,    mit  wasen   unde   mit   zwigen,   mit 
wazzer  unde  mit  miilen,  genant  unde  ungenant,  gesubt  unde  unge-  26 
suht,   mit  wunne  unde  mit  weide,   unde  mit  aller  ebaft,   swie  man 
ez  genennen  kan,  den  brudern  von  deme  tutschem  huse  dez  spitals 
sante  Marien  von  JeMisalem,  mit  namen  deme  buse  ze  Heilicbbrunne, 
unde  deme  convente,  also  bescbeidenlicben,  daz  wir  nit  w611en,  daz 
man  daz  vor  genante  alm&sen  unde  die  gift  icht»>  entfremede  von  30 
dem  ordene  des  vorgenanten  tutbscben  buses  umme  kauf  oder  umme 
websel,  wan  daz  ez  ewiclicben  bliben  sol  dem  ordene  dez  vorgenanten 
buses,  unde  also  antwurtben  wir  an  disem  gegenwertigen  brieve  daz 

a)  irh. 

»)  K.  Adolf  urkundei  am  gleichen  Tag  fiir  Albert  von  Hohenberg,  Bohmer 
Add,  1  n.  415,  fiir  die  Burger  von  WarzhHrg,  Fries,  Wiirzb,  Chronik  1, 4(J6 
und  nochmals  zu  Heilbronn  1295  Mai  23  fiir  Kloster  Lauffen,    Bohmer  n.  279, 


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1295  Nov.  11.  21 

vorgenante  dorf  mit  allem  dem  ass  vorgesprochen  ist,  den  vor- 
genanten  bnidern  unde  dem  ordeo  des  tuthschen  huses  unde  yerzihen 
nns,  UDsere  wirtinne,  anserin  kint  unde  alle  unsere  erben  eweclicbe 
aller  der  herscbaft  unde  allez  des  rehtes,  daz  wir  an  dem  vorgenanten 

5  giite  beten  oder  nocb  mAbten  gewinnen.  Aller  dirre  vorgenanten 
dingen  sint  gezuge  die  ersamen  geistlicbe  lute  bruder  65tfrit  yon 
Hobenloeb  der  laanteommendur  yon  Franken,  br&der  Craft  yon  Crut- 
bein,  der  conmendur  von  Heiliebbranne,  binder  Bartbolomeos  nnde 
bmder  Jobannes  die  priestere,  bruder  Boppe  yon  Lewensten,  unde 

10  bruder  Engelbart  yon  Nibercb,  ber  Reinbote  yon  Windecke,  ber 
Reinbote  von  Glingenbercb;  ber  Cunrat  der  Gleine  yon  Tailbein^  ber 
Ounrat  yon  Eycholyesbein,  die  rittere,  ber  Heinricb  Bruze  der  scbult- 
beize  yon  Heilicbbmnne,  ber  Heinrieb  StruUe,  Cunrat  Gebewin,  Hart- 
mut  Wicmar,    burgere  yon  Heilichbrunne,   unde   ande   ersame  lute 

15  genuge,  die  diz  borten  unde  saben.  Daz  diz  stete  unde  unzebrocbeu 
blibe,  so  geben  wir  disen  brief  besigelt  mit  unserme  insigele  unde 
mit  Cunrades  des  eltem  unde  aucb  C&nrades  des  jungeren  yon  Wins- 
berg  gemeinem  ingesigele,  unde  Ludewiges  yon  Sebopbfenke  unser 
tohter  mannes  unde  mit  Wolyes  yon  Ebersbercb  unsers  bmder  suns 

20  ingesigelen,  mit  der  gunste  aucb  di8e'>  gift  gescbeben  ist,  unde  mit 
dem  ingesigele  der  stat  yon  Heilicbibrnnne.  Unde  wir  die  vor- 
genanten Cunrat  und  Cunrat  yon  Winsberg,  Ludewich  und  Wolf 
yerjeben  des,  daz  dise  yorgenante  gift  gescbacb,  da  wir  gegenwertich 
waren,  unde  mit  unserm  willen  unde  yerziben  aller  der  anspracben, 

25  die  wir  baben  mdbten  an  dem  yorgenantem  gute  ze  Sweikbein.  Unde 
dureb  daz  ze  eineme  urkunde  so  ban  wir  unsere  ingesigele  an  disen 
gegenwertigen  brief  gehenket.  Diz  gescbacb  nacb  Gotes  geburte  tusend 
2wehundert  unde  driu  unde  nunzicb  jar  an  sante  Laurencien  dage. 

54.  Die  Edlen  von  Neippenj  verkaufen  Outer  zn  Stockheim 
30  an  da^  Deutsche  Haus  zu  Ulm,  —  Zeugeti:  Bruder  Ar  von  Oden- 
dorf  J  Bruder  WaUher  von  Horn  burg,  Bruder  Kraft  von  KrauthehUy 
Bruder  Ulrich  und  Konrad  von  Waldejistein,  Ulrich  von  Schauenstem, 
Bitter,  Briider  des  Hauses  zu  Heilbrotin,  Herr  Beinbote  der  alte,  Herr 
Engelhard,  Herr  Beinbote  der  junge  und  Herr  Konrad  von  Watden-- 
35  stein,  Bitter  von  Neijyperg,  Herr  Heinrich  Brisse,  Herr  Heinrich  H7- 
bech,  Herr  Gerhart,  Herr  Wiknanl  von  Flein  **>  und  Herr  Konrad  Kiibel, 
Burger  zu  Heilbronn  w,  a,  —  1295  (sant  Martins  dage)  Nov.   11, 

ft)  ton  deratlbm  Hand  «fer  der  ZtU*  MnHnoorr,        b)  yiine,   nieht  Ulme  i»t  zu  Itsen;  im  Ttxi 
ttum  M  nieht  untergekieden  wtrdtn;  rpt.  n.  4if. 


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22  1295  Nov.  28  -  1997  Mfira  21. 

£lt.A.  Cop.B.  dee  Deulschen  Hauses  zu  Uhn  (Anfang  15,  Jh,)  Fol  39  h, 
—  Gedr.:  (Preasel)  Ultner  U.B.  1,222.  —  Ob  die  Urkunde  riehiig  iAeriiefert 
ist  ?  Aus  den  Vertcandiachaftsverhaltnissen  der  Neipperg  wird  man  nicht  klar, 
Aiich  Idge  es  nahe,  einen  der  beiden  Konrad  von  Waldenstein  zu  tttreichen, 
aber  ein  Conradus  de  Nydherg  dictus  (de)  Waldenstein  kommt  atich  sonst  vor :  5 
13(J2  non,  jun,,  richtiger  1300  2.  non,  jun.,  im  Arch,  /.  hess.  Gesch.  5,  1, 36, 

SS,  Schultheiiis  und  GeAchworeue  zu  Heilbroun  beurkundeftf 
(lass  Kimo  genannt  Hevcner,  Hugo  von  Brackenheim,  Bitter,  Bruzo 
und  Wemher  SfniUo,  Burger  zu  Heilhronn,  fur  den  Verkavf  von 
G titer n  zu  Miihlhausen  [am  Neckar]  durch  Ulrieh  von  Magenheim  1^ 
Biirgen  geworden  sind,  mit  der  VerpJUchtnng  zxim  Einlager  in  Heil- 
hronn.  —  1295  (feria  2.  ante  festum  beati  Andree  apostoli)  Xov.  28, 

Beg.:  Oberrhein  14,168.    Die  Be^inwiung   iiber  das  Einlager  wortlich 
aufgenommen, 

S6»  Graf  Ludwig  von  Ottingen  kauft  von  Graf  Albrecht  von  lb- 
Lfhvenstein  den  Weinzehnten  zu  Heilbronn,  der  vom  Reieh  zu  Lehen 
geht,  um  4150  Pfund  Heller.  —   1296  s.  d. 

Grupp,  Ouing,  Begesten  106.    Mat.  z.  6Ug.  Gescfu  4y  98, 

SVm  Bruder  Basilius,  Erzbisehof  der  Armenier  zu  Jerusalem, 
die  Bischbfe  Adam  von  Martirano  (MarcuranensisX  Bruder  Maurus  20- 
von  Amelia,  Bruder  Lambert  von  Vegtia,  Sabba  von  Mikto  (Militensis), 
Salernus  (!)  von  Telese,  Johannes  von  Capaccio  (Capadaquensis), 
Bruder  Romanus  von  Croia,  Stephan  von  Oppido  u.  Cyprian  von  Bova 
(Bonensis)  ^)  verleihen  zur '  Forderung  des  Besuchs  der  Kilianskirche 
in  Heilbronn  und  der  Verehrung  daselbst  alien  reumUtig  Beichtenden,  25- 
die  sie  an  den  Festen  der  Geburty  Auferstehung  und  Himmelfahrt 
Christi,  Pfingsten,  der  Mutter  Gotten,  Kiliani,  Katharind,  Alter 
Heiligen  und  der  Apostel,  der  Kirchweihe  und  den  Oktaven  Gebet-s 
halbur  besuchen,  40  Tage  Ablass,  tvenn  die  Genehmigung  des  Did- 
zesanbischofs  hinzutritt.  —  Rom  1297  Mdrz  21.  30 

Heilhronn,  Gymn,  Bibl,    Or^  It,  Pg.    An  10  gelbgrimen  SeidenschnQren 
lauter  rote  Siegelreste.    Die  Vomamen  der  Bisehdfe  in  Majusktln, 


*)  Wohl  Bova,  was  neben  Oppido  gut  passi  (Neh&r,  Statistik  i,  169 : 
Cantelius  habe  Bona  statt  Bova),  eher  als  Bona  =  Hippo,  Ein  Bischof  da- 
selbst 1297  nicht  nachweisbar.  1292  ein  Ciprianus  Vovensis  neben  Komanus 
Crohensie,  Ablassbrief  fUr  Bechiolshtim,  Arch.  /.  hess.  Geseh.  14,726,  offenbmr 
derselbe. 


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12d7  Juni  24  —  1298  Jan.  18.  23 

38.  Diether,  Bitter  von  Sternenfels,  schenkt  zu  seimm,  seiner 

Frail  Elisabeth  und  seiner  Vorfahren  Seelenheil  dem  Deutscheti  Haus 

ZH  Heilbronn  das  Patronatsrecht  an  der  Pfarrkirche  zu  Kurnbach  ^) 

(Quirenbach  Spirensis  diocesis).  —  1297  (in  die  joannis  baptistae) 

5  Juni  24, 

St.A.  Deutschmeister  7.  Abschr,  16,  Jh, 

a)  Papst  Bonifaz  [VIIL]  beatdtigt  dem  Camtur  und  den  BrAdem  des 
Deutschen  Houses  eu  Heilbronn  auf  ihre  Bitte  diese  Schenkung  und  nimtnt  sie 
in  Schute.  —  Bom  bei  St.  Peter  (5.  idus  janaarii  pontificatus  nostri  anno 
10  tcrtio)  U^96  Jan,  9.  —  ,Ciira  a  nobis  petitur."  —  Ebd,  desgl, 

68  a,  Papst  Bonifaz  VIIL  erlaubt  dem  Bischof  von  WUrzbury, 
die  Ehe  Gerhards  von  Heilbronn  (Eleprune)  tnit  Aliede,  Tochter  des 
verstorbenen  Wenier  ge)iannt  Engelinger  nachtrdglich  fiir  gvltig  zu 
erkldren,  obwohl  Hartmud  Lemlin  (quidam  Artinodas  dictus  Leminenni) 
15  der  Jiifigere,  Aleids  erster  Maun,  mit  Gerard  im  4,  Grad  blutsver- 
wandt  wary  da  diese  Ehe  nicht  voUzogen  warden  war.  —  Bom  bei 
St.  Peter  1297  Dez.  12. 

Begistres  de  Boniface  VIII  n,  2194.     Vjsh.  1896,  419. 

59,  Konig  Adolf  weist  u.  a.  Konrad  von   Weinsberg   bis   zur 

20  AbzaJdung  der  ihm  schvldigen   15000  Pfund  Heller  1500  Pfwul 

jdhrlich  von  den  Beichseinkiinften  der  Beichsstddte  Heilbronn,  Hall, 

Wimpfen,  Mosbach,  Sinsheim  und  anderer  Beichsdorfer  an,  —  OjypeU' 

heim  1298  (15.  kal  febr.)  Jan.  18. 

Gedr.:    Hansdniann,    erlaut.    und    verteid.    Landeshoheit    des    Hauses 
25  Hohenlohe   2, 133.   —    Reg. :  Ludetcig,    Reliq.  Manuscr,    12, 563  (Hall  fehlt)  : 
Bohmer  n.  391. 

60*  Heinrich  Capelan,  Bilrger  zu  Heilbronn,  giebt  seiner  Fran 
Irmentrud  von  Ehrenberg^^  40  Mark  von  2  Morgen  Weingdrten  zu 
Boikartswiesen^^  *)  und  zu  Kirsenbach^^^)  und  auf  ein  Gut  16  SchiU 


a)  Ehrenberq  fehlt,  B.        b)  Bowhatttt.  —  B.        o)  Kiuenbach.  B. 

')  Die  tutschen  herren,  die  1369  Mai  25  su  Humes,  Hutnbaterberg  Mar- 
hung  Kurnbach,  liegende  Gruter  haben  (Oberrhetn  1, 352,  Feigenbute,  Kraichgau 
152)  sind  also  die  von  Heilbronn.  —  ')  Kann  auch  Borhards  —  latUen:  es 
ist  das  abgegangene  Burkhardsioiesen  Markung  Etthofen.  —  ')  1405  Juli  3 
freit  E.B.  Johann  von  Mains  der  neugestifien  Kaplanei  zu  Neuenstadt  Guier 
eu  Dahenfeld  und  Kirsenhach  (St.A.  Schonthal) ;  der  abgeg.  Ort  also  in  dieser 
Gegend. 


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24  1298  Jan.  25  —  1302  Jan.  3. 

ling  und  4  Heller  und  einen  Acker  ztt  Dahenfeld  vnd  vermacht  ihr 
seinen  Hof  zu  Odhelm,  —  Zeugen:  Herr  Heinrich  der  Landvogt, 
Herr  Brusse  der  SchuH/ieiss,  Heinrich  von  Gmiind,  Konrad  Wich- 
mar,  Heinrich  Wichmar,  Hartmut  Lemblin,  Heinrich  Lembelin  sein 
Bruder,  Herr  Albrecht  Bottegalle,  "^  Gebwin  und  Herr  Heinrich  Wie-  ^ 
bach,  alle  Bichter  und  Burger  zu  Heilbronn.  —  Sieglerin  die  Stadt. 
—  1298  (sanct  Pauls  tag)  Jan,  25. 

St,A.  Cop.B.  KlaraklosUr  Fol  36,     Ms,  127'  (Jager,  UlmensiaJ  1,  411. 

61»  Bruder  Jo/iann,  Comtur,  und  die  Brik/er  des  Veutschen 
Houses  zu  Heilbronn  verkaufen  an  Abt  Wfalchunus]  von  Schon-  1^ 
thai  und  Wolfram,  des  alien  Wolfram  von  Bielriet  Sohn,  Gilter, 
die  ihnen  Albrecht  von  Amorbach,  seine  Sohne,  die  Briider  ihres 
Ordcns  sind,  und  seine  Frau  zu  einem  Seelgerate  gegeben  haben, 
gelegen  zu  Enslingen,  freies  Eigen  der  Geber,  und  zu  Bernsbach 
(Berolfesbach),  Lehen  von  den  Schenken  zu  Limpurg,  urn  450  Pfund  1^ 
Heller.  Biirgen:  Heinrich  der  Lecher,  Herr  Heinrich  von  Elchingen 
der  alte,  Herr  Heinrich  sein  Sohn,  Hermann  Sohn  der  Frau  von 
Crailsheim.  Zeugen:  Herr  Konrad  der  Munzmeister  an  den  Staff eln, 
Herr  Heinrich  von  Tullawe,  Herr  Bertolt  Mtdin,  ^)  —  1299  (freitag 
vor  allerheiligen)  Okt.  30.  20 

St,A.  Schonthalcr  Cop.B.  von  1612,  Fol,  467,  Gedr.:  WiH.  Franlen 
1663,  VIL 

a)  Die  Vei'sichtsurkunde  der  Bruder  Ftiedrich  und  Ulrich,  Schenken 
zu  Limpurg  1299  (8.  idus  novembris)  Nov.  6.  im  Or,  St.A.  Schonthal  50, 
gedr.  a.  a.  0.  mit  falschem  Jahr  1298.  25 

62.  Bischof  Mangold  von  Wiirzburg  giebt  seine  nachtrdgliche 
EimvilUgung  zur  Verlegung  des  St.  Klaraklosters  von  Flein  nach 
Heilbronn.  —  1302  Jan.  3. 

StJL.  Heilbronn  I.  KUrahlostei'.     Or,,  i^.,  wt^  Siegelresten. 

M.  Dei  gratia  episoopus  Herbipolensis  tenore  presentiuni  recog-  3i) 
noscimus  et  publice  profitemur  ac  ad  noticiam  universorum  tam  pre- 
sentium  quam  |  etiam  futuronini  volnraus  pervenire,  quod  cum  religiose 
domine   .  .  abbatissa   et   conventus   dominarum   monasterii   in   Flin 
nostre    dyocesis  juxta   opidum  |  Heilicbrunne   ordinis    sancte    Clare 


a)  BotUgaUe.  B. 

*)  Sind  keine  Heilbronner,  sondern  Uallei-  Bilrger. 


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1302  Jan.  3.  25 

diligenti  deliberacione  prebabita  se  et  snum  monasterium  a  dicto 
loco  Flin  in  dictum  opidum  Heilicbrnnne  nostre  |  dyocesis  transtulis- 
sent  et  de  novo  locum  sibi  et  monasterium  in  dicto  opido  ob  reveren- 
tiam  omnipotentis  Domini  erexissent,  ordinassent  ac  etiam  constrn- 
5  xissenty  ex  parte  abbatisse  sanctimonialium  predictarum  nobis  fuit 
humiliter  supplicatum,  ut  huiusroodi  ordinacioni  ac  constructioni  earum 
auctoritatem  et  consensum  nostrum  dignaremur  divine  remuneracionis 
intuitu  inpertiri.  Nos  yero  quia  cultum  divini  numinis  nostris  tempo- 
ribus  augeri  cupimus  sacramque  religionem  fovere  modis  omnibus 

10  intendimus,  prout  officii  nostri  debitum  exigit  et  requirit,  piis  earum 
desideriis  justisque  peticionibus  favorabiliter  annuentes  translacionem, 
ordinacionem  ac  constructionem  sanctimonialium  predictarum  suique 
monasterii  in  dicto  opido  Heilicbrnnne  propter  urgentem  necessitaten 
et  eridentem  utilitatem  provide  et  racionabiliter  factas  ratas  et  gratas 

15  habemus  eisque  prehabito  consilio  premature  auctoritatem  et  consen- 
sum nostrum  presentibus  adbibemus  assumentes  ipsas  sanctimoniales 
earumque  monasterium  predictnm  de  novo  nt  predicitur  in  dicto  opido 
Heilicbrnnne  constructum  ac  etiam  ordinatum  in  nostram  ac  succes- 
sorum  nostrorum  protectionem  et  defensionem  specialem^  ut  eo  liberius 

20  in  ipso  loco  Domino  perpetuo  valeant  famulari.  Et  quia  quod  seme! 
Deo  dedicatum  est,  amplius  ad  bnmanos  usus  redire  non  debet,  volu- 
mus  quod  siquid  de  dicto  loco  Flin  est  consecratum,  id  aliqua  clau- 
sura  circumdetur  ac  altare  ibidem  consecratum  ab  eis  honorari  divi- 
norum  obsequio  procuretur,  prout  eas  sua  consciencia  duxerit  infor- 

25  mandas.  Ut  autem  premissa  perpetuam  roboris  babeant  firmitatem 
et  inviolabiliter  de  cetero  observentur,  presentes  litteras  ipsis  sancti- 
monialibus  earumque  monasterio  damus  nostri  sigilli  munimine  robo- 
ratas  in  testimonium  super  eo.    Datum  anno  Domini  MCCG  secundo, 

'     tercio  nonas  januarii,  pontificatus  nostri  anno  quartodecimo. 

30  63.  RitUr  Ulrich    von  Magenheim  verkanft  mil  Zustimmung 

seines  Bruders  Erkinger  seine  Giiter  zu  Kirchhausen,  Hatis  und 
Garten,  wo  die  Bremnerin  wohnt,  je  1  Morgen  Acker  neben  deneii 
des  Sesseler,  des  Wolfram  genannl  Hund  und  des  jungen  Nice,  vnd 
das  Patromitsrecht  zu  Kirchhausen  an  den  Propst  von  Adelberg  urn 

35  ei^ie  von  Bitter  Eberhard  von  Zimmem  und  Gebewin,  BUrger  zu 
Heilbronn,  noch  zu  bestimmende  Summe.  —  Zeuge^i:  die  beiden  eben 
genannten,  Heinrich,  Kanoniker  zu  Adelberg,  imd  sein  Bruder  Hart- 
mtidj  Burger  zu  Heilbronn,  Sohne  der  Adela,  Witice  Ilartmuds 
genannt   Wicnutr   zu    Heilbronn,    Bruder    Berthold  genannt    Xifer, 


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26  1303  Jan.  24. 

Laienbruder  (converans)  der  genannten  Kirehe  u.  a.  —  Sief/Ur  Ul- 
rich  nnd  Erkinger.  —  Bmckenheim  1303  (ra  die  beati  Tiraothei 
apo0toli)  Jan.  24. 

StJL  Cop.B.  Kirchhausen,  Fol,  1. 

a)  Erkenger  von  Magenheim,  verkauft  seinen  Besiiz  zu  Kirchhausen^  ^ 
den  Nicenhof  und  den  itchten  Teil  des  Zehnten,  sotcie  eine  Huhe  zu  BolUngen, 
jahrlich  mii  je  7  MaUer  Kom,  Dinkel  und  Hdber  zinsbar,  an  das  Klosler 
Addberg  und  Gdrtoin,  Burger  zu  HeUbronn,  urn  156  Pfund  gtder  Denote.  — 
Magenheim  1306  (m  festo  beati  Kiliani)  JuU  8.  —  StJi.  DeuUchardens-Neckar- 
oberamt  64.  Or.^  Pg.  Vom  Siegel  nur  noch  der  SchUd  erhalten.  Auesen:  ^^ 
16.  Jh.:  Ad  aram  beatae  Mariae  virginis. 

b)  Erkenger  von  Magenheim  verkauft  an  das  Kloster  Addberg  und  Gebe- 
win.  Burger  zu  Heilbronn,  2  Hdfe  zu  Kirchhausen,  Beringers  des  Hoschelars 
und  Eberhard  Tinddmchers,  und  V«  a**  grossen  und  kleinen  ZehnUn  vom  Dorf 
um  236  Pfund  5  Schilling  HeUerj  imw  Anna,  Witwe  Erkingers  von  Magen-  15 
hdnif  [woM  des  Oheims  des  AussteUers],  thre  Sdhne  Johannes,  I*riedrich  und 

Ulrich  und  ihre  Tochter  anerkennen^  und  stelU  als  Burgen  Hug  von  Bracken- 
Jieim,  Hans  vom  Bamsbach,  Wolfram  den  Gregken,  Konrad  von  Oicisheim 
(Ewens-),  Edelknechie,  Konrad  den  Snider,  Berthold  den  Kommar,  EHawin, 
Konrad  den  Kazthover,  Eberhard  den  Fladen,  Burger  zu  Brackenheim,  mit  20 

Verpflichtung  zum  Einlager  zu  Heifbronn,  Criiglingen,  Brackenheim  oder  Gariach 
unter  Lunenburg.  —  Siegler  Erkenger  und  sein  Bruder  Johannes.  —  1306 
(nahsten  mantage  nach  dem  ostertage)  AprU  15. 

Ebd.  Or.,  Pg.  Das  erste  Siegd  am  Unken  Rand  stark  beschddigt,  das 
ziceite  abgeschnitten.  Aussen  von  spdterer  Hand:  Ott«rgutlein.  Die  Urkunde  25 
ist  teilweise  vermodert  und  schwer  leserlich.  —  Kiunzinger,  Zdbergdu  4,200 
?utt  eine  im  ganzen  ubereinsiimmende  Urkunde  von  1302,  ebenfaUs  von  einem 
Erkenger  ausgestelU,  „mit  Genehmigung  seiner  Sdhne  Johann^  u.  s.  to.  Wenn 
auch  das  ahtenden,  die  Jafireszahl  obiger-  Urkuude,  nicht  mehr  gui  erkennbar 
ist,  so  ist  doch  nicht  anzunehmen,  doss  Kl.  falsch  gelesen  hdbe,  sonden  es  muss  30 
wegen  dee  VenvandtschaftsverhAltnisses  eine  andere  Urkunde  zu  Grunde  liegen. 
Erkinger  von  1302  ist  dann  der  1306  ah  verstorben  genannte  Mann  Annas* 

64»  Abt  Oepze  und  Konvent  des  Klosters  Lorch  leihen  detn 
Heinrich  Wibeche,  Biirger  zu  Heilbronn  (Heilkprunne),  ihren  Hof 
(gesesse)  daselhst  beim  Burgenthor,  das  tieue  Haus,  in  dem  die  Kelter  35 
steht  ob  dem  Brunnen,  Scheuem,  Stdlle  und  was  dazu  gehort  um 
5  Pfund  Heller  und  5  Gdnse  Zins  auf  St.  Martins  Nacht  ^)  Schieds- 
mariner  sind:  Propst  Heinrich  von  Adelberg,  Herr  Beinbot  von 
Klingenberg,  Herr  Wolfram  vom  Stein,  Bitter,  Meister  Priunnich, 
Schulmeister  von  alien  Heiligen  zu  Speger,  Meister  Durnich,  Chor-  40 
herr  zu  torch,  Heinrich  Priisze,  Biirger  zu  Heilbronn.  —  Zeugen: 


>)  Nov.  10. 


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1303  Juli  16  —  1303  Aug.  12.  27 

Meister  Wernher  StruUe,  Chorherf  zu  Neuhausen  bei  Worms,  Meister 
Konrad  von  Gmiind,  Chorherr  zu  Faumdau  (furnda^),  Meister  Hein- 
rich  Wichmar  von  Heilbronn,  Herr  Heinrich  von  Vellberg  (Velle-X 
KeUner  zu  Lorch,  Konrc^d  Minister  genannt,  Hartmut  Lembelin,, 
5  Heinrich  Wichmar,  Herr  Liupolt,  der  alten  Schultheissin  Sohn^ 
Burger  zu  Heilbronn,  Wilhelm  Schultheiss  zu  Wimpfen,  —  Siegler 
Abt,  Konvent,  Propst  Heinrich  von  Adelberg,  Bitter  Woifram  oom 
Stein  und  fUr  Heinrich  Wibech  Konrad  Fiitr,  Schtdtheiss,  der  Bat 
und  die  Bilrger  mit  dem  StadtsiegeL  —  Heilbromi,  im  Barfilsser' 
10  haus  1303  (an  dem  nehsten  ding  dage  nach  sante  Margareten  tach) 
Juli  16. 

St.A,  Lorch  1  a.    Or,,  Fg,    An  eweiter  Stelle  Shgelsireifen,  8on8t  ubtrali 
Emschnitte. 


6S.  Konig  Albrecht^)  verleiht  der  Stadt  Eppingen  auf  Bitten 
15  der  Witwe  Ottos  von  Ochsenstein  Bechte  und  Freiheif-en  der  Stadt 
Heilbronn  [ohne  ndhere  Bestimmungen].   —   Speier  1303  (2.  idus 
auguBti)  Aug.  12. 

Acta  acad.  Theod.-Falat.  3,  78.    Beg. :  Bohmer  n.  444. 
a)  Kaiser  Ludtcig  [I  V.J  hestatigt  die  Bechte  der  Stadt  Eppifigen,  ohne 
20  Nennung  Heilbronns.  —  M&nchen  1331  Jan.  15.  —  Ebd.  2,  79.    Beg. ;  B6hmer 
n.  1241. 


*)  Konig  Alhrecht  urkundet  zu  Heilbronn: 

130()  Mare  8.  fUr  Eberhard  von  Kaizenellenbogen.     Bohmer  n.  2Q8f, 
Mdre  10.  fiir  PhiUpp  von  J^'alken^ein.    Ebd.  n.  270. 
'  Mare  10.  fur  die  Juden  im  Beich  wegen  des  Kloatera  Ehers- 
'^      bach.    Ebd.  Add.  2  n.  661.    (B&hmer  Ada  402), 
Miirz  11.  fur  die  Unterthanen  in  Seeland  und  den  *  Graf  en  voti 

Flandem.    Ebd.  n.  2^1  f. 
Mdre  12.  fiir  die  Unterthanen  in  Hennegau  und  den  Grafen 

von  Flandem.    Ebd.  n.  273  f. 
Sept.  24.  fUr  Aibrecht  von  llohenlohe.    Ebd.  n.  312.    (HohenL 

U.B.  1,445.) 
Sept.  26.  fur  die  Bruder  von  Bamswaag.    Ebd.  Add,  1,  n.  622. 
1301  Dee.  3.  fiir  Hermann  von  Brandenburg.    Ebd.  (n.  363.)    Add,  2. 
n.  677. 
Dee.  6.  fur  denselbm  und  den  Biachof  von  Wikrehwrg.   Ebd.  n.  364. 
1305  Mai  15.  fUr  Kloater  Volkenrode.    Ebd.  n.  604. 

Juni  24.  far  den  Bisehofvon  Wurzburg  und  die  Stadt  Weieaen- 

burg.    Ebd.  n.  508—10. 
Juni  25.  fiir  die  Bitrger  von  Eger.    Ebd.  n.  511. 


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28  l^>^  J^i  13  —  1305  Mai  8. 

b)  Kaiser  Karl  [IV.]  verkiht  Eppingen,  Heitbronner  Stadtrecht,  BeuU 
lingtn  1360  Sept  9.  —  Glafey,  Anecd.  339;  Beg,:  Bohmer-Huber  n.  3296  und 
Ergdnz.  n.  7041.  —  Bestdtigt  (mit  Jneerat)  von  Konig  Buprecht,  Heidelberg 
1405  Nov,  13.  —  Chmel  n,  2092. 

66.  Zeisolf  ron  Magenheim,    Ed-elnwmiy   beurkundef,   dass  Al-    5 
brechtj  Bitter,   von  Neipperg,  Reinbots  Solm,   mit  seiner  und  seiner 
Magen  Zustimmung  an  Diether  Vederwische  und  seine  Frau  Mathilde, 
Biirger  zu  Heilbronn^  von  den  zwei  Neubriichen  (niuiriuten)  zii  Hansen 
bei  Massenbacfi,  die  Albrecht  von  ihm  zu  Lehen  hat,  6  Matter  Roggen 
Geld'S  Heilbronner  Mass  um  eine  von  ihm  eingenommene  (nicht  geiwnnte)  10 
Summe  verkauft  hat,     Wenn  Diether  oder  seine  Erben  an  der  Bin- 
ziehung  dieser  Giilte  gehindert  werden,    sollen  sie  die  wette   darnff 
slahen  mit  solichem  rehte  als  ze  Husen  unde  in  dem  lande  darumbe 
von  alter  here  gewonlichen  ist.   —  Zeugen:  Ludwig  der  Nest  von 
Obrigheim,    Warm^unt    Ritter   von    Neipperg,    Wilhelm   genannt   das  15 
Uberbein,  Edelknecht,  Zizze  Gerhart,  BUrger  zu  Heilbronn,  Albrecht 
von  Dahenfeldf  Heinrich  W^ste   von  Hausen.  —  Siegler   der   Aus- 
steUer,   Warmunt    und    Albrecht    von    Neipperg,    —   1304    (nehsten 
mantage  nach  sant  Kylianes  dach)  Juli  13, 

Sua,  Brackenheim  W.  38,     Or,^  Pg,    Die  3  abhangend  befesiigten  Siegel  20 
sind  abgegangen. 

67.  Abt  Reinhard  und  Konvent  von  Matdbronn  geben  ihren 
vom  Reich  gegen  G  titer  zu  Weissensteiti  bei  Neuburg  (der  nuwin 
burg)  ertauschten  Hof  zu  Heilbronn,  den  bisher  Adelheid,  WiUve 
Konrads  des  Schultheissen  ron  Heilbronn,  innegehabt,  an  ihren  Sohn  25 
Lupolt  um  57  Pfund  Heller  Zins,  in  gleichen  Teilen  auf  Maria 
Geburt,  Lichtmess  und  Pfingsten  zu  entrichten,  als  Erblehen.  Etwaigen 
Schaden,  Hagel,  Krieg  (reyse),  Brand  u.  s,  w,  soil  das  Kloster  nicht 
am  Zins  entgelten.  Bei  Versdumnis  der  Zinszahlung,  versuchter  Ver- 
dmserung  und  Entfremdung  oder  Teilung  unter  die  Erben  fdllt  30 
der  Hof  zuriick,  —  1305  (nehesten  sameztage  nach  sant  Walpurge) 
Mai  8. 

Der  folgenden  Urkunde  ineeriert, 

a)  Lupolt  der  alte  SchuUheiss,  Burger  zu  Heilbronn,  erhdlt  den  Hof 
unter  denselben  Bedingungen  aU  Erblehen,  zahlt  aber  3  Pfund  mehr  Zins,  well  35 
daa  Kloster  noch  eine  Hofstatt  dazu  geUehen.  —  Siegler  der  Austeller  und  Abt 
Beinold  von  SchonthaJ,  —  1335  (nehesten  dinstage  vor  sant  Andreas  tage) 
Nov.  28.  —  St. A.  Heilbronn  IV,  Maulbronner  Hof  Or.,  Pg.  Das  sweite  Siegel 
unten  beschddigt. 


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1306  April  23.  29 

b)  Deradbt  und  seine  Frau  Addheid  erhalien  den  Hofunter  den  gleichen 
Bedingungen  tote  unisr  a)  cds  ErhUhen  von  Aht  Konrad  von  Tf^lheim  und 
Konvent  des  Klosiers  Maulbronn.  —  /Siegler  Lupolt^  aein  Schtcager  Wigmar 
Bemharty  Burger  zu  Heilbronn.  —  1336  (sameztagc  noh  sant  Walpurge  tage) 
5  Mai  4,  —  Ebd.  Or.,  Pg.,  mit  Siegeln,  —  DupUkat  HeUbronn  Lade  53,  mii- 
besiegelt  von  Abt  Reynold  von  Schonthal,  Eben  sein  Siegel  (an  .  2,  Stelle)  ah- 
geris8en.  —  „Schwager^  nur  in  A. 

68.  Der  Rat  von  HeUbronn  stiftet  ein  Spital  in  der  Stadt,  — 
1306  April  23. 

10  HeUbronn  Lade  20   V  C.     Or,,  Pg.,  Stadiaiegel. 

Wir  .  .  die  burger  von  dem  rate  ze  Hailprunnen  tnon  alien  den 
die  disen  brief  gesehent  oder  geh&rent  kunt,  daz  |  wir  mit  gemaineni 
rate  unde  mit  gftter  betrahtunge  Qberainkomen  sin,  daz  wir  durch 
unsers  hailes  unde  aller  der  behaltnusse  willen^  die  unz  darzuo  irn 

15  gnnst,  helfe^  sture,  oder  rat  gebent,  dareh  armer  lute  unde  ellender 
siecben  menschen  |  pflege  unde  nerunge  in  der  ere  sante  Katherinen 
in  unserre  stette  ze  Hailigprunnen  der  vor  genanten  wellen  heben 
unde  roaehen  ainen  spitale  in  sollichem  gedinge  unde  rehte,  daz 
wir   unde   unser    nachkomen  .  .   burger  in  dem    vorgenauten  rate 

20  ze  Hailigprunnen  in  der  stat  den  vor  genanten  spital  mit  amptluten 
unde  mit  anderen  rehten,  die  der  selbe  spital  haben  sol,  besetzen 
unde  entzetzen  suln  ane  allermauigeliehes  widerrede  unde  straffe. 
Wirt  5eh  dekain  gftt  an  husern,  an  velde^  an  holze,  an  wassere^ 
bi  wasen  oder  bi  zwige,  ecker,  wisen  oder  wingarten  benemmet  oder 

25  unbenemmet,  ligende  in  der  stat  unde  in  der  marche  ze  Hailig- 
prunnen durch  Got  unde  sante  Katherinen  an  den  vor  genanten  spital 
gegeben,  daz  sol  man  naeh  unserme  unde  nach  unserre  naehkommen 
rate  inre  jaresfriste  verkouffen  unde  sol  man  umbe  die  selben  pfennings 
andrin  gtiter  koffen,  du   usserhalp   der  vorgenauten   marche  ligenir 

30  unde  gelegen  sint.  Wir  wellen  och  den  selben  spital  rait  unsers  herren 
heme  Albrehtes  von  Gottes  gnaden  ains  r6meschen  kuniges  gunste 
und  willen,  unde  och  mit  sinen  brieven  best&ten  unde  fri  machen 
vor  sture,  vor  wahte,  vor  zinse  unde  vor  anderen  rehten,  die  dem 
vorgenauten  unserme  herren  .  .  dem  kunige  oder  unz  odere  anderen 

30  luten  von  der  hovestette,  da  der  spittal  uflFe  stat,  i&rgeliches  gen 
oder  gevallen  solten  sus  oder  so.  Wir  haben  och  mit  gemainem  rate 
dem  ereb&ren  priester  heme  Hainrichen  von  HeiTcnberge,  unserme 
getriwen  frnnde^  cure  unde  pflegunge  urhabes  unde  anevanges  de& 
vorgenauten  spittales  bevolhen  in  gfiten  triwen,  hovestette  ze  kouffen- 


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30  1306  Dez.  24  —  1307  April  29. 

ne  UDde  ze  buwenne  nach  unsermc  rate,  siechen  ze  empfaben  unde 
ander  notdurfte  dem  spitale  ze  werbenne,  als  es  Gotte  node  sante 
Katheiinen  unde  och  unserre  stette  der  vorgenanten  lobelich  und  . 
•erliche  si  unde  &cb  uns  unde  ime  niitze  node  bailsam  werde  an  selen 
unde  an  liben.  Das  diz  war  8i  ande.  state  belibe,  darumbe  baben  ^ 
wir  nnserre  stette  ingesigele  an  diesen  brief  gehenket  ze  ainem 
«taten  urkunde,  der  wart  gegeben  in  dem  jare  do  man  zalte  von 
Gottes  gebiirte  dfisent  driahundert  jar  unde  sehs  jare  an  sante  Georigen 
'dage  in  dem  manode  apprellen. 

69*  Papst  Clemens  V.  gestattet  Gewhiy  Pfarrrektor  zu  Heil-  10 
hronnj  Diakon  der  Diozese  Wiirzburgj  auf  Bitten  Konig  AlbrechtSy 
(lessen  Nofrrr  und  Familiar  und  jetzt  Gesafidtei'  an  den  Papst  er  ist, 
der  ohne  Priesterweihe  die  Pfarreien  Heilbronn,  Westheim  und  Weissen- 
burg  und  ohne  Dispens  die  Kanonikate  zu  Weissenburg,  Solothurn, 
Neuhausen  und  Wimpfen  erworben,  spdter  die  beiden  letztgenannten  15 
Pfarreien  aufgegeben  hat,  seine  Pfriinden  zu  behalfen  und,  wenn  er 
im  Dienst  des  Kbnigs  bleibt,  die  Priesterweifie  noch  3  Jahre  aufzu- 
schieben,  —   Villandraut  13(>6  Dez.  24. 

Beg.  Clem.   V.  n.  2U1.     Vjsh.  1896,  421. 

70.  Renhard  der  Fleiner  von  Altenburg  verkauft  an  das  Kloster  20 
Bebe^ihausen  und  Konrad,  Liitwins  Sokn  von  Heilbromi,  die  HCilfte 
der  Hofstatt  zu  Altenburg^  tea  die  Kelter  bei  der  Kirche  steht,   urn 
r>0  Pfund  Pfennig    Holler  Miinze.   —    13(/7  (nahsten   samstag  vor 
sant  Mathins  tag)  Febr.  18. 

Gedr.:  Oberrhein  15,363.  25 

71.  Konig  Albrechi  t^ilt  getiannten  Herren  uml  Stddten,  dar- 
unter  Heilbronn,  die  Errichtung  elites  Landfriedens  fiir  Schwaben 
von  1306  Dez.  25.  bis  1309  Mai  18.  mit  und  bestimmt,  dass  auch 
von  den  BUrgern  von  Heilbronn  ein  Bitter  von  der  wegen,  die  in 
Konrads  von  Weinsberg  ^)  Gebiet  sind,  iiber  den  Landfrieden  gesetzt  30 
uerden  soil.  —  S^yeier  1307  April  29. 

Mon.  Germ.  LL. 2,486.  Reg.:  B6hmern.o69.  Easlinger  U.B.ed.  DiehllTO. 

72.  Hedwig  von  Schrozberg  (Scrotesbergck),  genannt  von  Neuen- 
.^tein,  gesessen  zu  Neuenfels,  vennacht  fiir  ilir  und  ihres  verstorbenen 

*)  Landvogt  in  Kiederschwahen. 


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1306  Mai  80  —  1S06  Juli  U.  31 

Mamies  Raban  von  Neuensteiuy  Seelenheil  4  Pfund  Heller  zu  Set- 
bach  und  Zhmnern  (Frauemiutmemjy  vom  Kaplan  zu  Neuenfels  ein- 
zunehmen,  wo  con  10  SchiUing  den  BarfiiSHern  zu  Hall,  die  am 
Montag  in  der  Woche  ?iach  Martini  den  Jahrtag  begehen  sollen, 
5  30  Heller  nebsi  Kost  den  4  vom  Guardian  zu  sefidenden  BrUdern,  filr 
10  Schilling  Brot  an  Anne  nach  dem  Rat  der  dlteaten  Frati  auf  der 
Burg  Neuenfels  zu  geben  si)id,  10  Schilling  dem  Kaplan  selbst  fur 
zweimolige  Verkostigung  der  Brilder  zufallen,  2  Pfund  jdhrlich  ihrer 
Tochter  Hedwig  im  Klarakloster  zu  Heilbronn,  nach  deren  Tod  d^^r 

iO  Tochter  eines  ihrer  Sohne  oder,  tcenn  mehrere  ihrer  Enkelinnen  im 
Kloster  sind,  alien,  von  der  dltesten,  die  am  Idngsten  im  Kloster  iat, 
zu  teilen,  wenn  keine  darin,  dem  Kloster,  10  Schilling  filr  Fische 
den  Frauen  zu  Trost  uml  30  SchiUing  der  Abfissin  zu  geben  sind, 
dixmit  sie  es  unter  die  Frauen  teile,   dass  sie  ihrer  und  ihres   rer- 

lo  storbenen  Manns  gedenken.  Bei  Versdumnis  soil  das  filr  den  Ka- 
plan bestimmte  Geld  der  dortigen  KapeUe,  tcenn  dort  nicht  sicher, 
dem  Born  zu  Wiirzburg  zuf alien,  —  Siegler  ihre  Sohne,  die  Riffer 
Raban,  Herolt,  Konrad  und  Schrot  von  Neuenstein.  —  1308  (donners- 
tag  vor  pfingsten)  Mai  30, 

20  Regesten   dee  Fra^icisk.'Kl   in  Hall,  in  Wirt.   Franken  N.F.  IV.   :>7 

nach  Cop.B.  dee  Fr.-Kh  im  SUA, 

73*  Graf  Lvdwig  von  Ottingen  verspricht,  seinen  Hof  zu  Heil- 
bronn  wie  andere  BUrger,  nach  der  Schdtzung  der  vom  Rat  verordneten 
zu  versteuem,  weder  bei  Kaisern  und  Konigen  noch  bei  Landvogten  Frei- 
25  heit  dagegen  zu  suchen,  solches  auch  zu  halten,  wenn  er  oder  einer  seiner 
Erben  selbst  Landvogt  wUrd^,  geniesst  dagegen  Eigentwnsschutz  wie 
andere  Biirger,  of  net  der  Stadt  und  ihren  Bitrgern  seine  Feste,  —  1308 
(an  dem  nahsten  tage  nach  sante  Margareten  tage)  Juli  14. 

SiJL.  Heilbronn  I,  Wtinsehnten,     Or.,  Pg,,  Siegel  gerbrochen.    Auseen, 

30  ^'  HaHfte  15,  Jh.:  Weinzehndhove. 

bl)  DereeXbe  ecMieeH  mU  Konrad  Fiur  , .  dem  BUr germeister  und  dem 
Bat  und  den  Biirgem  der  Stadt  Heilbronn  einen  Vertrag,  wonach  er  seinen 
Hof  daselhst  von  der  Scheuer  bis  an  die  Straese  banen  darf,  mit  Stein  oder 
Holz  wie  andere  Biirger,  auch  von  der  Scheuer  bis  an  die  Stadtmauer  eine  Matter 

35  oder  Zaun,  auf  Verlangen  aher  mit  einer  Durchfahrt  f&r  einen  Wagen,  zieJten 
darf;  giebt  jdhrlich  10  Pfund  Steuer,  ist  dafur  von  alien  andern  Diensten  frei, 
Wenn  er  einen  Burger  iw  dieaen  Hof  setzt,  soil  dieeer  sein  Gut  verateuern  wie 
andere  Burger,  ein  fremder  nur  das,  waa  er  mitbringt,  der  Hof  aoll  bei  einander 
bleiben:   verspricht  ohne  WiUen  der  Burger  keins  nachsusuchen.  —   (nehsten 

40  freitag  vor  sant  Michels  taeh)  Sept,  26. 


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32  1309  Marz  12  —  1309  Aug.  2. 

Ebd.  desgh,  Sitgel  abfiangend,  oben  und  unten  durch  Heraissreissen  dss 
Siegelstreifens  beschddigt.    Auasen  tcie  vorhin. 

Nach  einer  NoHz  im  aUen  Repertorium  in  KeUbronn  beide  Urkunden 
gedruckt  bei  Sorge^  Allerlei  aus  dem  mittUren  Zeitalter  1765. 

74.  K,   Heinrich  [  VI I.  ]    versimchty   die  Stadt  Heilbronn   in    & 
dnm  Zu.Hand    und   den  Gewohnheiten  zu  lassen,  die  sie  unter  seinem 
Vorydnger  gehubt.  —  Speyer  1309  Mdrz  12. 

St. A.  Ileilbronn  I,  Prioil.  Or.,  Pg.y  das  Majestdtssiegel  zerbrochen,  wUen 
rechts  einige  Stilcke  abgebrockelt.  —  Heg.:  Bdhmer  n.  51. 

Heinricus  Dei  gracia  Romanonim  rex  semper  augustus.  Prudenti-  10 
bas  viris  .  .  sculteto,  |  consulibas  et  nniversis  civibus  de  Heilprunnen, 
dilectis  suis  fidelibus,  graeiam  Buam  et  omne  |  bouum.  Koverit  vestra 
fidelitas,  quod  in  eo  statu  et  consuetndine^  in  quibas  sub  dive  |  recorda- 
tionis  Alberti  Romanorum  regis  antecessoris  nostri  regimine  fneratis^ 
vos  et  vestrani  civitatem  Heilprunnen  stare  volumus  pariter  et  manere,  l'> 
harum  testimonio  litterum.  Datum  Spire  4«  idus  marcii,  regni  nostri 
anno  primo. 

7o.  Bilrgermeister,  Rat  und  Biirger  ron  SpeieVy  Heilbronn, 
W'impfen,  Mosbnch  und  Sinsheim,  schliessen  wegen  Streitigkeiten  Uber  20 
Vertrdge  und  Kdufe,  da  inique  arrestaciones  7iicht  angehen,  einen 
Vertrag  auf  10  Jahre,  wonach  jeder  Biirger,  der  etwas  vertatischt, 
verkauft  oder  borgt,  sich  Bilrgschaft  leisten  lassen  soUe,  damit  nicht 
ein  Dritter  beldstigt  oder  in  Haft  genommen  werde,  sondern  nur  der 
Hauptschiddner  in  seiner  Stadt  nach  deren  Becht  und  Gewohnheit  25 
nach  rechtmdssiger  Ladung  Becht  leiste.  Auf  d^s  kirchliche  Gericht 
soil  da^  nicht  amgedehnt  werden.  —  1309  (in  vigilia  pentecostes) 
Mai  17. 

Gedr.:  ScMab,  rhein.  Stddtebund  2,79.    (Hilgard)  Siteyerer  U.B.  195, 

76.  Ki'mig  Heinrich  [VIl.J  gebietet  seinen  Beamten  und  den  30 
Biirgern  von  Heilbronn  und  Gmi'mdy  die  von  ihm  verliehene  Immunitdt 
des  Domikanerinnenklosters   zu  Gmiutd  nicht  zu  cerletzen.    —    An.s- 
lingen  1309  Aug.  2. 

Reg.:  Bdhmer  n.  133. 

77.  K'Onig  Heinrich  [VII.  J   nimmt  das  St.  Klarakloster  zu  So 
Heilbronn  in  Schutz,  erkldrt  alle  Auflagen  von  seifen  der  Stadt  fi'ir 


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1309  Aug.  13.  33 

ungultig   und  befreit   seine  Outer   con  Reichsstetiern.   —    Heilbromi 
1309  (iduB  augusti)  Aug.  13. 

St.A.  Heilhronn  I P^  Klarakloster.    Transsumpt  von  Konrad  von  Weins- 

berg,  Landrichter  (judex  provincialis)  in  Schwaben,  der  ea  an  den  Kaiser  schickt,  *) 

5  —  1313  (quinto  idus  aprilis)  Apr.  9.  —  Pg.  mit  Siegel.    Beg. :  Bdhtner  n.  136. 

Heinricus  Dei  gi-acia  Romanorum  rex  semper  augustus  uni- 
versis  sacri  RomaDi  imperii  fidelibus  presentes  litteras  inspecturis 
graciam  suam  et  omne  bonum.  Si  ad  hoc  in  solio  regie  dignitatis 
divina    providencia   constitnit   nos^   ut   universaliter  cunctis  christi- 

10  colis  regalis  munificencie  graciam  inpendamns,  eorum  niminim  pro- 
fectnm  et  conmodum  specialius  et  f erven  ciori  desiderio  intendimus 
preparare,  quorum  suflfragiis  apud  redemptorem  nostrum  multipliciter 
speramus  et  credimus  adiuvari.  Gonsiderantes  igitur  sereno  vultu 
ac  pie  pensantes,  quod  devote  et  in  Ghristo  nobis  karissime  abbatissa 

15  et  .  .  conventus  sanctimonialium  ordinis  sancte  Glare  conmorantes  in 
Heilicprunna  relictis  temporalibus  gaudiis  et  oblectamentis  seculi  spe 
mercedis  eterne  divinis  ohsequiis  taliter  sunt  innixe,  quod  exteriorura 
accionum  active  vite  nil  eisdem  amplius  pertractare  liceat  nee  curis 
insistere^  quibus  valeant  se  in  temporalibus  adiuvare,  ex  innata  nobis 

20  clemencia,  ut  mente  libera  laudibus  ac  desiderio  conditoris  sui  quiecius 
inherere  possint  ac  pro  nostra  nee  non  indite  Margarete  coUateralis 
nostre  nostrorumque  liberorum  salute  divinam  misericordiam  desiderabi- 
lius  exorare  delectentur,  eisdem  sororibus  oportuno  presidio  duximus 
succurrendum.    In  primis  quidem  omnes  promissiones  ac  condiciones 

25  et  pacta,  quibus  civibus  in  Heilicprunna  eo  pretextu,  quod  eisdem 
locum  habitacionis  in  civitate  prestiterunt  ac  liberaliter  indulserunt, 
ut  ibidem  habitare  sibique  de  cetero  pacifice  conmorari  debeant  dicte 
sorores  obligantur  vel  modo  quolibet  astringentur,  auctoritate  regia 
revocamus  ac  nuUius  decernimus  existere  firmitatis,  recepcionem  earum 

30  et  habitacionem  intra  menia  civitatis  predicte  loco  quem  nunc  possi- 
dent  laudantes  et  favorabiliter  approbantes,  banc  eciam  ex  uberiori 
dono  sibi  graciam  facientes,  quod  de  omnibus  bonis  ac  possessionibus 
suis  intra  vel  extra  muros  Helicprunne  positis,  que  in  presenciarum 
possident  et  specialiter  de  bonis  earum  in  Northein   nuUas  deinceps 

35  sturas  contribuciones  vel  exacciones  nobis  vel  aliis  personis  quibus- 
cunque  persolvere  teneantur,   sed  ab*>    huiusmodi   contribucione   et 


a)  folgi  elsdom,  aua  ei  et'ti  h  corr.,  das  Wort  unUrstrichtn. 

*)  Da  das  Or.  felilt,  das  Transsumpt  vorhanden  isl,  so  wurde  ersteres 
an  die  kaiserliche  Kanzlei  geschickt. 

want.  Oeschichtflquellan  V.  3 


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34  1310  Okt  11. 

quolibet  alio  servicio  sint  libere  penitus  et  exempte.  In  cuius  rei 
testimonium  presentes  litteras  scribi  et  nostre  magestatlB  sigillo  iussi- 
mus  roborari.  Datum  in  Heilicprunna  ^)  idu3  agusti  anno  Domini 
1309,  regni  vero  nostri  anno  primo. 

78.  Papst    Clemeiis  [V,]   hestdtiyt  dem  St.  KlaraUoster  zu    5 
lleilbronn  (Holpraune),  ad  Romanam  ecclesiam  nuUo  modo  pertinent], 
die  von  seinen   Vorgdngern  verliehenen  Freiheifen  iind  die  von  welt- 
lichen  Fursten  gewdhrten  Immunitdten,  —    Vienne  (p.   idus   octobris 
pontificatus  nostri  anno  sexto)  1310  Okt.  11. 

„Solet  aimuere  sedei^  apostoUca/*  10 

St  A.  Heilbronjif  Klarakl,    Or,y  It.  Pg.^  Bulk  an  gelt-  and  roier  Seiden- 
schnur.    Auf  dem  Bug :  R.  G.  vioarius.    Aussen :  Johannes  de  Ancona. 

79.  Konrad  genannt  Ktibely  Biirger  zu  Heilbronn,  *)  verniacht 
den  Klosteni  Schouthal  und  Oberstenfeld  seinen  Hof  zu  Heilbronn 
neben  den  Deutschherrn,  dem  ersteren  die  Kelter  mit  deni  Haus  dor-  15 
ilbeTj  den  Keller  unter  der  Scheuer  und  den  Teil  der  Scheuer  iiber 
dem  Keller  und  den  Stall  zwischen  Kelterhans  und  Scheuer,  letzterem 
den  andern  Teil  der  Scheuer;  der  ilbrige  Teil  des  Hofs  vom  Thor 
bis  ans  Ende  der  Kelter  (bis  wo  die  kelter  windet)  und  zwischen 
Kelter  und  Stall j  der  Garten  dahinter  und  der  Gang  iiber  den  Hof  20 
.<?o/few  gemeinsanies  Eigentum  bleiben,  sein  fahrendes  Gut  nach  seinem 
Tod  ds7i  Klostem  je  ztir  Hdl/te,  sein  Hausrat,  Betfen,  Trinkgefdsse 

u.  s.  w.  dem  Kloster  Schonthal  in  das  Sieclienhaus  zufaUen.    Konrad 
Agerer,  Schxdtheiss  zu  Heilbronn,  bezeiigt,  dass  Kubel  die  Giiter  vor 
ihm  aufgegeben  und  von  den  Klostem  um  je  P/a  Pfund  Waclis  Zins  25 
als  lebensldngliches  Lehen  znrilckerhalten  habe.  —  Zeugen  der  genannte 

*)  Heinrich   VII.  urkundet  ausserdem  in  Heilbronn: 
13(J9  Aug.  13.  fitr  Wetzlar.     Bohmer  n.  137. 
(Aug.  14.  fur  den  Abt  von  Konigssaal.) 

Aug.  15.  fur   die  Kloster   Frauenzimmcrn  febd.  n.   138)    und 

LauffeUj  Addit.  2  «.  6'^^>,  und  fiir  das  Kloster  Gnadenthal 

(18.  kal.  sept.). 

*)  Dtrselbe  schenkt  dem  Klostur  Schonthal  3  Morgen^Wiesen  zwischen 

Weinsbtrg  und  Erlenbach  zu  seinem  und  seiner  Vorfahrm  Seelenheil.    Zeugen : 

Kraffto,    Comtur  zu   Heilbronn,   Bruder  Engilhard  von   Neipperg  (Nitberg), 

Hartmann  genannt  Lemmelin,  THether  genannt   Vedenoisch,  Heinrich  genannt 

StruUe  u.  a.  —  1294  (crastiuo  sancti  Johannis  baptiste)  Juni  25.  —  StJL  Schon- 

t?i€d  51.     Or.,  Pg.j   mit  dem  JS'iegd   der  Stadt.     Teilw.  gedr.:  Wirt.  Franhen 

1863,  267. 


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1311  Mai  7.  35 

Konrad  Et/erer,  Heinrich  Wigmar  und  die  nachgenannten  Bichter 
zu  Heilbronn:  Herr  Gebmn,  Hartmut  Gerhart,  Walther  Bernhart, 
Burkart  Wigmar,  Sitze  Gerhart,  Luppolt,  Burkart  Beutinger,  sein 
Bruder  Fritz,  Wemher  Strulle,  Heinrich  Clanke  u.  a,  —  Sieglerin 
die  Stadt  —  1311  (fritage  nach  sant  Walpurge  tag  allernehest)  Mai  7. 

St, A.  Schonthal  60,     Or.,  Pg,    Am  Siegel  doe  Unke  Eck  abgeschlagen. 

m)  Konrad  Eyerer,  SchuUheisa,  und  die  Bichier  eu  Heilbronn  beurkunden, 

doss  ihr  Burger  Konrad  Kubel  und  seine  Frau  Adelheid  vor  sie  gekommen 

aeien,  Utetere  all  ihre  Habe  ihrem  Sohn,  Abt  Konrad  und  dem  K loafer  Schon- 

10  thai  vemuicht  und  mit  ihrem  Mann  gegen  Vs  Pfund  Wachs  Zins  aU  Lehen 
zuruckempfangen  habe^  und  doss  diese  und  beider  Ilau^rat  nach  ihrem  Tod  an 
das  Kloster  in  das  SUchenhaus  fallen  soUen,  —  Zeagen,  Siegel  und  Datum 
trie  vorhin,  —  Ebd.  Or,,  Pg. 

b)  Abtissin  Adelheid  und  Konvent  von  Obtrstmfdd  verkaufen  die  ihnen 

15  von  Konrad  Kubel  selig  eugifallene  Hofreite  zu  Heilbronn  mit  2  Scheuern, 
Stall  und  Gdrtlein  an  Abt  Walther  und  das  Kloster  Schonthal  um  25  Pfund 
Heller,  quittieren  daruber  und  setzen  zu  Stattung  dii  Herren  Burkard  Wigmar, 
SchuUheiss,  und  Grtbmn,  Burger  zu  Heilbronn.  —  Zeugen:  Heinrich  Schaffner 
(shaffener)  zu  Binswangen,   Herr  Heinrich  der  Holzerer  von  Weinsberg,  Herr 

"20  Johannes  von  Oberstenfeld,  Priester,  Herr  Liupolt,  Biirgermeister  zu  Heilbronn, 
Gerhard,  Knecht  des  genannten  Gebwin,  und  Eberlin,  Knecht  dis  Klosiers 
Oberstenfeld.  —  Heilbronn  1314  (sant  Jacobes  tage)  Juli  25,  —  Ebd.  Or.,  Pg,, 
mit  Siegeln  der  Abtissin  wid  des  Konvents,  —  Obersetzung  bei  Kremer,  Chron, 
Schonthal.  535. 

26  0)  Bruder  Anaheim  von  Urbach,  Comtur,  und  die  BrOder  des  Deutschen 

Hauses  zu  Heilbronn  vergleichen  sich  mit  dem  Kloster  Scf^dnthal  wegen  desszn 
von  Konrad  Kubel  selig  herrilhrender  Hofreite:  die  Traufe  am  vordem  Haua 
bis  an  die  Strasse  soil  Grenze  sein,  das  Kloster  bei  etwaigem  Neubau  mit  dem 
Griebel  nicht  daruber  bauen  und  bei  einem  Neubau  des  hintern  Hauses  nichl 

30  wetter  gehen  als  die  Traufe  fdllt,  wo  die  SchweUe  liegt :  der  Brunen  soU  gemein^ 
sam  sein,  die  Kosten  bei  Verbesserung  desselben  und  die  einer  etioa  zu  errichten- 
den  Mauer  oder  eines  Zauns  von  beiden  Teilin  gleichmdssig  getragen  tcerden, 
—  Zeugen:  Ludwig  von  Aub  (Awe),  Comtur  zu  Horneck,  Bruder  Eberhard 
und  Bruder  Albrecht,  Priester,  Bruder  Johann  von  Waldenstein  u.  a,  —  1314 

35  (sant  Nycolas  abent)  Dez,  5.  —  Ebd.  Or,,  Pg,,  mit  abhangendem  Siegel  des 
Comiurs, 

80,  Abtissin  und  Konvent  des  Klosters  BlUigheim  verzlchten 
auf  die  von  K'dnig  Heinrich  erworbene  Freiheit  ihrer  Gilter  in  Stadt 
und  Mark  Heilbronn  und  versprechen,  sich  filrderhin  weder  heimlich 
40  nach  laiit  um  Freiheiten  zu  bewerben  and  ihre  Giiter  zu  verstettern, 
140  Pfund  Heller  wegen  der  von  der  von  Ochsenberg  stammenden 
Giiter  atisgenommen,  die  gefreit  sein  sollen.  Die  Guter  aitsserhalb 
der  Mark  sollen   zwei  Bilrger  einschdtzen,    wenn   sie   dieselben   von 


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86  1311  Mai  24  —  1311  Aug.  19. 

Heilbronn  atis  bauen,  yeschieht  das  nicht  und  fiihren  sie  auch  deu 
Ertrag  nicht  in  die  Stadt  ein,  ausser  mit  Genehmigung  den  RatSy  so 
haben  sie  dieselben  auch  nicht  zu  Heilbronn  zu  versteuern.  —  1311 
(montage  aller  nehest  nach  uneers  herren  Afferte  tag)  Mai  24, 

Heilbronn  Lade  53,  Billigheim  1,     Or.,  Pg,^  mit  iSiegeh  5 

81.  Priester  Heinrich  genannt  Herrenberger,  Burkard  Wigmar 
und  Otto  genannt  Atzmann,  Biirger  von  Heilbronn,  Pfieger  (procura- 
tores)  nnd  ordentlicke  Meister  des  Spitals  daselbst,  verkaufen  an  Abt 
Walther  und  das  Kloster  Schonthal  den  Hof  des  Spitals  zu  Bockingen 
unter  Zustimmung  des  Schultheissen  Konrad  genannt  Eyegerer,  der  10 
Gesch women  und  des  Bnt^  um  24  Pfund  Heller,  worxiber  »ie  quittieren. 
—  Siegler  Spital  und  Stadt.  —  1311  (feria  sexta  proxima  post 
festum  sancti  Jacob!  apostoli)  Juli  30, 

St, A,  Schonthal  37,     Or,,  Pg.,  das  zweite  Siegel  unten  etwas  beschddigt. 

a)  Adclheid  von  Cannstatt,  WiUre  FHedrichs  von  KUngenberg,   hcgieht  15 
sich  jeden  AnsprucJM  auf  den  Hof  und  verspricJU,  das  Kloster  Schonthal  in 
dessen  Besitz  nicht  tnehr  bu  beiifen.  —  Siegler  die  minderen  BrOder  bu  HeU- 
bronn.  —  J31J2  (sant  Katharinen  tage)  Nov,  25,  —  Ebd.  Or,y  Pg, 

82.  Luccardis,   Grdjin   von   Lbwenstein,   vergleicht  sich  unter 
VermitUung  Konrads  von  Weinsberg  mit  dem  Pfarrer  zu  Heilbronn  20 
wege^i  gewisser  Zehntstreitigkeiten  1311  (donnerstag  vor  Bartholomai) 
Aug,  19. 

Beg, :  Acta  acad.  Theod,'Palat.  i,  335. 

83.  Richard   genannt  von  Flein  (Vlin)  und  Heinrich  genannt 
der  Hofmann  von  Eisesheim  (Isensheim),  sein  Schwdher,  Biirger  zv  25 
Heilbronn,  verkaufen  an  Frau  Alhuse  von  Bachenstein  geyiannt  von 
Enslingen  von  ihren  Giitern  zu  Flein   je  12  Matter  Koggen,  Dinkel 
und  Haber  um  60  Pfund  Heller,  woriiber  sie  quittieren.     Richards 
Acker  liegen  am  Rutenberg,    am  Thalheimer  Berg,   am    Wolfgraben, 
atn  Thalheimer  Holz,  an  der  Hart,  an  dem  Bingen,  einer  ist  genannt  30 
des  Scherers  Morgen  und  einer   der  Anwand;   des  Hofmanns  G  titer 
liegen    am    Heilbronner   (Hei[l]kpruner)    Weg   am   Miihlenpfade,    zu 
IViwer,  zu  Trewisen,  am  Clebum,  zu  Grafenbrunnen,  zu  dem  Sewe,  am 
Grafenberg,  bei  der  Frauen  Holz  von  Flein,     Die   Verkdufer  haben 
das  RUckkaufsrecht  in  den  ndchsten  3  Jahren  und  stellen  als  Biirgen  35 
Volmlin,    Gebwins   Tochtermann,    Heinrich,    des  Hidwers   Sohn    von 


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1312  Febr.  14.  37 

Schotzach  (Schothzach)  genannt,  und  Heinrich  den  Kelner,  Burger 
zu  Heilbronn.  —  Siegler  der  Comtur  und  der  Guardian  im  DeiUschen 
Haus  zu  Heilbronn.  —  1312  (an  dem  montage  aller  nehest  nach 
dem  wizzen  suntage)  Febr,  14. 

5  St^.  Adelbtrg  13.     Or.,  Pg.,  mit  2  Siegdn.    Am  eraten  oben  und  rechts 

ein  Stuck  abgesMagetty  am  zweiten  der  Hand  beschadigt 


84»  Konrad  Eygerer,  Schultheiss,  und  die  Richter  von  Heil- 
bronn beurkufiden,  doss  vor  ihnen  der  Abt  von  Sch'Onthal  und  Frau 
Adelheid,  Lutz  den  Kellners  Witwe,  Biirgerin  zu  Heilbronn,  erschienen 

10  seien  mid  letztere  angegeben  habe,  sie  habe  dem  Kloster  einen  Wein- 
garten  am  Stiftberg  auf  Heilbronner  Markung  zwischen  den  Wein- 
gdrten  der  Nierin,  Wolfelin  Zwigges  and  unfer  dem  der  Kessin  um 
46  Pfund  Heller  verkauft;  da  sie  keinen  Bilrgen  haben  kann,  begehrt 
sie  zu  erfahren,  wie  der  Kauf  rechtskr&ftig  gemacht  werd^n  konne. 

15  Sie  wird  mit   Vrteil  angewiesefi,  ehafte  Not  zu  bereden,  die  sie  zum 

Verkauf  getrieben,  und  ihre  Morgengabe  zu  verschworen,  den  Wein- 

garten   nicht  mehr  zu  fordern;  was  geschieht.   —  Zeugen  Konrad 

der  Schtdtheissj  Gebwin,  Burkard  Wigmar,   Walther  Bemhart,  Sitze 

Gerhard,  Lupolt,  Burkard  Beutinger,   Fritz  sein  Bruder,   Gerhoch, 

20  Heinrich  Clanke,  Wemher  Strtdle  U7id  Gerhard  von  Wimp/en,  Richter 
zu  Heilbronn.  —  Stadtsiegel.  —  1312  (montage  aller  nehest  nach 
dem  wizzen  sflntage)  Febr.  14. 

St. A.  SchOntJuil  60.     Or.,  Pg.,  Stegel  abgegangen. 

85.   Abt   Friedrich    und  Konvent   des   Klosters   Lorch   geben 

li5  un  Heinrich  Remming,  BUrger  zu  Heilbronn,  und  seine  Frau  Adel- 

heid  folgende  Gilter  als  Erblehen:   ihre  MUhle  auf  dem  Griene  und 

die  Hofstatt  darunter  am  Neckar,   5   Pfund  Heller   und  5   Gdnse 

vom  Hof  der   Wibichin  bei  der  Briicke,   5  Schilling   auf  Kehterlins 

Haus  von   Gebwin,   Biirger   zu  Heilbronn,   von  3  Morgen  Acker  in 

30  der  Au  3  Matter  Habergfilt,   von   der   Miinzmeisterin   von  Hall   von 

einem  Morgen  ebendaselbst  ein  Matter  Habergillt  Heilbronner  Mass, 

PI 2  Morgen  Weingdrten  zu  Selebotenriufe,  1  Morgen  am  Hundsberg, 

den   Wemher  Schidtheiss  baut,   3  Morgen   zu  Buchhorn,   1  Morgen 

im  hinf^rn  Phill  neben  Rosenblaths  selig   Weingarten  auf  Bbckinger 

35  Markung,    auf  der   letzteren   an  Benselins  Halde   zwei  Morgen,   die 

Heinrich  Syfert  baute,  2  Huhner  von  demselben  von  Bdumen,  1  Huhn 

von    Vbtel  von  einem  Acker,   1  Einier   Wein   au/  der  Hirtin    Wein- 


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88  1314  Nov.  15  —  1314  Dez.  16. 

garten  zu  AtzmnnsclinyeUf  eiiie  Wiese  zu  Selehach,  die  Heinrich 
Wibiche  selig  luUte,  3  Morgen  Weingarten  zu  Flein  oh  dem  Kloster, 
2  Gdnse  von  einem  Acker  zu  Flein,  2  Morgen  „Lorcher  Wein- 
garten^ zu  Flein y  6  Schilling  von  einer  Hofsiatt  zu  Flein y  eine  Hube 
zu  Flein,  die  Eberlin  von  Soniheim  urn  die  Hdlfte  des  Erirags  ^ 
batity  zu  Bbckingen  zu  Erezlohe  einen  halben  Morgen  Weingarten, 
iiberhaupt  alle  G titer  zu  Heilbronn,  Bbckingen  und  Flein  ohne  die 
Eigenleute  urn  10  Pfund  Heller  Zins  auf  Martini,  der  Stadt  lied- 
bronn  an  Bede  und  Steuer  unschddlich,  Bei  Sdunmis  fallen  die 
Outer  lieim.  —  Zeugen:  die  Klosterbriider  Riidger  von  AdelmannH-  1^ 
felden  und  Beinhard  von  Cannstatt,  Burkart  Wiginar,  SchultheisSy 
Gebv'in,  Lujjolt,  Burkard  und  Fritz  Butingery  Richter  zu  Ueilbronn, 
Briider  Berthold  von  Adelberg.  —  Siegler  Abt,  Convent  und  Stadt, 
—  1314  (fritage  aller  nehest  nach  sant  Martins  tag)  Nov.  15, 

Heilbronn  Lade  26.     Or.,  Pg.,  das  dritte  Siegel  ahgerissen.  15" 

86»  Schultheiss,  Bat  und  Biirger  von  Heilbronn  und  die  Frauen 
von  St.  Klara  kommen  in  ihrem  Streit  tvegen  der  Bede  vom  Hof 
des  Klosters  in  der  Stadt  auf  B ruder  Albrecht,  Guardian  im  Haus 
zu  Wilrzburg,  Herold  und  Raban,  alle  drei  Gebriider  von  Neuen- 
steiuy  GebwiUy  Burchard  Wig7nm%  Schultheiss,  Lutwin  den  alien  und  20 
Konrad  den  alien  Hultver,  Biirger  zu  Heilbronn,  iiberein  und  ver- 
.^precheUy  sich  deren  bis  (ahtoden  tage  des  8ber8ten  tages)  Jan.  13  zu 
erwartendern  Urteil  zu  filgen.  Bestimmung  ilber  SteUung  von  Ersatz- 
miinnern.  —  1314  (montage  allernehest  vor  sant  Thomas  tag)  Dez.  16. 

iSt.A.  Heilbronn  IV,  KlaraklosUr.    Or.y  Pg.,  das  Stadtstegel  am  linken  Eck  25- 
heschiidigt  und  zerspi'ungen^  die  der  Abtisain  und  des  Konvents  ahgegangen. 

a)  Schultheiss,  Bilr germeister,  Bat  und  Burger  von  Heilln'onn  vergleichen 
sich  mit  dem  St.  Klaraklosier,  dasselbe  solle  steutrfrei  sein,  Korn  und  Wein 
einfiihren  und  6  Binder,  20  Schafe  und  20  Schweine  oder  mehr  halten  durftn: 
femer  soil  frti  sein,  was  geistliclie  Person^  Mann  oder  Weib,  zu  ihnen  gieht,  30» 
wenn  sie  in  der  Markung  keine  Nutzung  hat.  Was  die  Fraueti  fortan  erwei-ben, 
sollen  sie  vtrkaufen  oder  versieuem.  Dafilr  treten  sie  dtr  Stadt  eine  auf  Mar- 
tini fdUige  Giilte  von  12  Pfund  Hellern  von  dqn  H&usei-n  am  Markt,  des  DieU 
manns  Haus  u,  a.,  ab,  und  da  diese  vorldufig  vom  Kloster  und  andem  Leuten 
bekummtrt  ist,  weisen  sie  die  Stadt  auf  ihre  4  Hofe  zu  Bockingen  an.  —  35 
1315  (ahtodeu  tage  des  obersten  tages)  Jan.  13. 

Ebd.  Or.,  Pg.,  Stadtsiegel  ztrhrochen,  an   dem  der  Abtissin  unteii  ein 
Stuck  abgebrochen,  das  des  Konvents  ganz.  —  Beide  Urkunden^   die  ei'Ste  mit 
den  falschen  Namen  Qaben  und  Hueber,  gednickt  in  der  lieplik  des  Klara- 
klosters  gegen  die  Stadt  Heilbrofin  puncto  violatae  clausurae  et  immunitatis  etc.  4o 
an  kaiserliche  MajesU'it  (von  1724)  S,  41  f. 


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1315  Juli  1  —  1316  Marz  9.  39 

87.  Konig  Friedrich  hefreit  die  Sfadt  EssUngen  von  Teilnahme 
an  Zngen  gegen  Heilbronn  imd  Hall,  —  Mengen  1315  Juli  1. 

Gedr,:  (Diehl)  EssUnger  U.B,  l,2()o  n.  446,    Beg.:  Bohmer  n.  47, 

88.  Biirgermeister,  Bat  and  Burger  von  Heilbronn  besclUiesaen, 
5  es  diirfe  kein  Burger  den  andern    vor   das  geistliche   oder   welUiche 

Gericht  zu  Wiirzburg  laden,  ausser  in  geisUichen  Sachen,  bei  Strafe 
von  10  Mark  Silber  oder  Peinigung  am  Leibe  nach  Gutdilnken  des 
Rats.  —  1316  (fritage  vor  unsrere  frowen  tage  kerzewihe)  Jan,  30, 

Heilbronn^  Lade  19, 1,     Or,,  Pg,,  das  stark  heschadigle  Stadtsiegel  ah- 
10  hangend. 

89.  Erzbischof  Balduin  von  Trier  verspricht  der  Stadt  Heilbronn, 
den  Konig  Ludwig  zu  mahnen,  dass  er  der  Stadt  ihre  Freiheiten, 
Schenkungen  und  Gnaden  bestdtige,  —  Niirnberg  1316  ^)  (feria  tercia 
ante  diem  beati  Gregorii  pape)  Mdrz  9, 

15  St. A,  EeiVyrann  I,  Privilegien.     Or,,  Pg,,  mit  eingendhtem  zerbrochentm 

SiegeL 

90.  Konig  Ludwig  [IV.]  erldsst  der  Stadt  (.  .  consules  et  uni- 
versi  cives)  Heilbronn  tvegen  ihrer  puritas  fidei  et  constancia  incorrupta 
gegen    ihn    und   das  Reich   die  etwa    nock   riickstdndige  Steuer   und 

20  Aujlage  und  die  der  ndchsten  vier  Jahre,  setzt  dieselbe  fiir  die  Folge- 
zeit  auf  die  bisherige  Hohe  von  600  Pfund  Hellern  /est  und  ver- 
spricht, sie  nicht  zu  erhohen,  gestattet  der  Stadt,  damit  sie  ihre  grosse 
Schuldenlast  bequemer  bezahlen  und  ihni  besser  dienen  konne,  die 
Juden,  seine  Kammerknechte,  in  den  ndcksten  6  Jahren  urn  4000  Pfund 

25  Heller  zu  schdtzen,  so  dass  diese  nach  Einnahme  (extorserint)  dieser 
Summe  an  seine  Kammer  zuriickfallen,  erldsst  alle  Schulden  an  die 
Juden  in  der  Stadt  und  verleiht,  dass  kein  Biirger  vor  auswdrtiges 
weltliches  Gericht  geladen  werde  ausser  bei  Recktsverweigerung  vor 
Schidtheiss  und  Rat,  —  Niirnberg  1316  (7.  idus  nmrtii)  Mdrz  9, 

30  6%A,  Heilbronn  I  Privil,    Dr.,  Pg,,  Majestdtssiegel  am  Band  beschadiyt, 

—  Heilbronn  Lade  37 y  23  Vidimus  von  Abi  Bernhard  von  iSchdnthal  fiir  Htil- 
bronn^  Schonihal  14ti4  Mdrz  10,     Ztugtn:   Johann  Beiz  von  Niedcmhall  und 


V  Nach  dew  Trierer  Std  (Annuniiaiio)  w&re  es  1317,  ryl,  aber  die 
folgende  Urkunde  und  Gorz,  Htgettien  der  E.B,  von  Trier  68,  2sach  leizte^'em 
stelli  Balduin  am  selhen  Tag  zu  Niirnberg  tine  Urkunde  fiir  Augsburg  aus. 


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40  1316  April  26. 

Gtorg  Koch  von  Bieringen,  Diocese  Wiirzhnry,  Notar  Albert  Homer  von 
BoUenburg  a.  N.  Pg.  mit  Siegel  an  Hanfschnur  und  Notariatszeicthen,  — 
Gedr. :  Lunigy  Beichsarchtv  13, 884.    Beg. :  Bohmer  n.  192. 


91.  Elsheth  von  Both  verleiht  an  Ricluird  von  Fleirj,   Burger 
zu  Heilhronn,  die   von  ihn  urn  37  Pfmid  Heller  gekauften   Outer    5 
zu  Flein  (l^h  Morgen   Weingdrten,   Ritiyrektes  genannt,  frilher  dem 
alien  Hofmann  zu  Flein  gehorig,  Vs  zu  dem  Sek  nehen  den  Frauen 
von  Flein,  2  Morgen  Acker  neben  Gi'ttern  des  Spitals  und  der  Frauen, 
^/i  zum  Wolfsgraben,  Kunz  Gotleides  und  Alhrecht  Marquarts  Hans, 
Vh  Morgen  Weingdrten  am  Bunhilteberg  neben  Albrecht  Bruzze  an  10 
der  Schenkenhalde,  ^/i  neben  den  Frauen  von  Lichtensterny  8  Morgen 
Acker  zu  den  Binzen  und  am  Muhlenpfad)  urn  17  Eimer   Wein, 
des  besten  vorabe,  und  i  Matter  Roggen  Zins,  nach  ihrem  Tod  an 
das  St.  Klarakloster  zu  entrichten.    Richard  hat  das  Recht  der  Wieder- 
losung  auf  3  Jahre  von  der  Ausstellerin  oder,    wenn  sie  nicht  mehr  1*^ 
ist,  vom  Kloster.  —  1316  (nach  sant  Georgen  tag  aller  nehest  an 
dem  montage)  A2ml  20. 

St. A.  Heilhronn  IV,  Klarakloster.    Or..  Bg.,  Stadtsiegel  abkangend,  am 
Rand  und  am  untern  Ech  beschddigt. 


92  •   Elsbeth    von   Roth  genannt    von    Thalheim,  Burger  in    zu  20 
Heilbronn,   giebt   der   Abtissin    Gertrud   und   dem  St.    Klarakloster 
zu  Heilbronn  ihre  G  titer  zu  Thalhmn  (32  Schilling  Heller,  8  Gdnse, 
7  Hiihner,  10  Karren  Mist  von  den  Hdusern  Rugs  und  des  Kererers, 
dem  Hofstdttlein   Sigfrids   von   Neuenstein,   dem  Haus  des  Koches), 
einen  Garten  neben  dem  Ilsf elder,  Vlt  Morgen  Weingdrten  zu  Balden-  25 
hausen,    1  Morgen,    genannt   der   Heidelberger,    einen   zwischen   den 
Wegen  und  dem    Weingarten  der  Roten,  Ph  der  lange    Weingarten, 
in  der  Rfite,  35  Morgen  Acker,   die  des  Kochs   Witwe  zu  Thalheim 
baut,  3  Pfund  Heller  zu  Nassach  bei  Beilstein,  14  Schilling  zu  Hoch- 
bur,  5  zu  Lugersberge,  4  Morgen  Weingdrten  zu  Mundehheim,  8  Matter  30 
Roggen,   31  Schilling  und  3  Heller  zu  Bietigheim   von  Ritter  Hein- 
richs  von  Bietigheim  Hofund  einer  Milhle  daselbst,  6  Matter  Roggen, 
Dinkel  und  Haber  zu  Meimsheim  von  Konrads   von  Balshofen  Hof 
zu  einem  Seelgerdte  und  erhdit  sie  gegen  einen  halben  Eimer    Wein 
Zins  als  lebensld)igliches  Leheii  zuriick.     Abtissin  Gertrud  von  Roth  35 
und  das  Kloster  reversieren   und  errndchtigen  Elisabeth,   im  Not/all 
die  Giiter  zu  verkaufen,  aber  so,  dass  sie  nach  ihrem  Tod  ans  Kloster 


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1316  Juli  1  —  1318  Mai  11.  41 

fallen.  —  Siegler  Stadt,  Abtissin  und  KonvenU  —  1316  (dunerstage 
aller  nebest  vor  saut  Kylians  tag)  Jtdl  1, 

St. A,  HeUbronn  IV,  Klarakloster.  Or.,  Pg.^  das  zweite  Siegd  oben  links, 
das  driUe  oben  und  unten  etwas  beschadigi. 

5  93*  Heinrich   Lendin   und   seine   Frau   Adelheldj    Biiryer   zu 

Heilbronn,  verkaufen  mit  Genehmignng  der  Stadt  ihre  Kelter  und 
ihr  Kelterhaus  in  ihrem  Hof  bis  zur  Traufe  an  das  Deutsche  Haus 
um  55  Pfund  Heller,  worUber  sie  quittieren.  Die  Deutschherrn 
kaufen   das  Hates   ohne   alle  Steuer   und  Bede   und  zahlen  fiir  die 

10  Anerkennung  des  Kaufs  jdhrlich  30  Schilling  Heller,  auf  ihr  frilher 
der  Kerdelerin  gehbriges  Haus  uber  der  Wigmarin  am  Stadtbrunnen 
widerlegt,  auf  Martini  verfoUen.  Konrad  Fiire,  Schtdtheiss,  Sat 
und  Burger  geben  ihr  Einrerstdndnis  auch  dazu,  dass  das  Kelter- 
haus wie  ihre  andern  Hofraiten  bed-  nnd  steuerfrei  sein  soUe,    tceil 

15  die  Steuer  widerlegt  warden,  nur  solle  vom  Kelterhaus  keifie  Thure 
auf  die  Strasse  gehen.  —  Siegler  die  Stadt  und  der  Comtur  Ludwig 
con  Aub  (Owe)  und  die  Brilder  des  Deutschen  Hansen.  —  1318 
(sant  Walpftrge  tag)  Mai  1. 

St,A.  HeUbronn  /,  Bez.  e.  Deuischorden,     Or,,   Fg,,   das   zweite  Siegel 

20  o?^e»  und  links  beschddigt.  —  Copie  daselbst,  18.  Jh.,  hat  75  Pfund. 

94»  Heinrich  genannt  von  TuUawe  und  seine  Frau  Margret  und 
sein  Bruder  Walther  und  seine  Frau  Sabne,  Burger  zu  Hally  verkaufen 
an  Ulrich  den  Bader  zu  HeUbronn,  Hintersassen  Herrn  LAppolds,  zwei 
Morgen  Weingdrten  am  Hundsberg  neben  Weingdrten  des  Hans  von 

25  Eechberg  und  der  Kloster  Adelberg  und  Maulbronn,  um  35  Pfund  und 
13  Schilling  weniger  2  Heller,  woriiber  sie  quittiereri,  und  stellen  als 
Burgen  Peter  Munsmeister  zu  Hall  und  die  Heilbronner  BUrger 
Konrad  Sletz  und  Otto  Lerchenberg  mit  Verpflichtung  zu  Leistung 
fuxch  Hall  bezw,  Heilbronn.    G&te,  Konrad  Veldeners  Witwe  <aot»  Hall, 

30  giebt  ihre  EinwiUigung.  —  Siegler  Eberhard  Philipes,  Schidtheiss, 
B ur chart  genannt  Sulmeister,  Stadtmeister,  Heinrich  Lacker  der  Rittsr, 
Heinrich  Unmaz  der  Bitter,  der  gute  Egen,  Ulrich  von  GeUenkircheny 
Hermann  der  alte  Schidtheiss,  sein  Bruder  Konrad,  Konrad  Brune, 
Heinrich  Stdmeister,  Peter  Munsmeister ,  Walther  Sulmeister  und  Klein- 

35  kunz  Egen,  Ratsleute  zu  Hall,  mit  dem  Siegel  ihrer  Stadt,und  Heinrich 
von  Tullatve.  —  1318  (dunerstage  vor  sant  Gangolfes  tage)  Mai  11. 

Heilbronn  Lade  53,  BilUgheim  1.  Or.,  Pg.,  mit  Siegeln.  Am  ersten 
rechts  oben  das  Eck  abgebrochen. 


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42  1318  Okt.  19  —  1320  Mai  29. 

95.  Konig  Ludwig  [IV.]  giebt  seine  Znstimmitng  dozu,  dasff 
die  BUrger  von  Heilbronn  die  Giiter  der  heiligen  Patrone  ihrer  Kirche, 
wie  sie  Usher  gewohnt  waren,  fiir  das  neugegrUndete  Spttal  wie  fur 
die  notwendigen  Bediirfnisse  der  Kirche  selbst  verwenden^  verbietet 
dem  Kirchhern  Magister  Gebin  und  jedem  andern,  sie  widerrechtlich  5 
daran  zu  hindern  und  gestattet  den  Biirgerny  wenn  dies  vorkomtne, 
sich  dagegen  zusammenzuthun  (innnare)*^,  ohne  sein  MissfaUsn  zu 
gewdrtigen  zu  haben.  —  Im  Lager  vor  Wiesbaden  1318  (14.  kalen- 
das  novembris,  regni  anno  qnarto)  Okt  19, 

St  A,  Heilbronn  J,  Privil.    Or.,  Pg,,  Majestdtssiegel  heschadigt.  —  Gedr. :  1() 
Lunig  13,884.    Beg.:  Bohmer  n.  329, 

96.  Derselbe  verspricht  der  Stadt  HeilhronUy  keinew  MitbHrger 
(concives)  Steuerfreiheit  fUr  beweglirhe  oder  liegende  Giiter  in  oder 
ausserhalh  der  Stadf  zu  gewdhren.  —   Ebd.  eod.  d. 

EhiL  Or.^  Pg.,  das  Majestdtssiegel  ohen  und  rechts  durch  Herausreissen  15 
dtr  Pg.streifcn  heschiidigi.    Umschrift  links  ahgef alien.  —  Gedr. :  Lunig  13, 884, 
Beg.:  Bdhmer  n,  330. 

97.  Berthold  Halbysae  und  seine  Fran  Heile,  Biirger  zu  Heil- 
bronUy  schenken  dem  Kloster  Schonthal  ihren  Hof  zu  Heilbronn 
fieben  dem  Hof  des  Klosters  zu  einem  Seelgerdte  und  erhalten  ihn  20 
gegen  einen  Zins  von  zwei  Heller  (ds  lehenslangliches  Lehen  zurilcky 
unbeschadet  der  Kechte  der  Stadt.  —  Siegler  Konrad  Furer,  Schnlt- 
heissy  Bat  und  Burger  mil  dem  Stadtsiegel.  —  1310  (montag  aller 
neheet  vor  flnsers  herren  iiflFerte  tag)  Mai  14. 

6't.A,  Schonthal  60.     Or.,   Pg.,    Siegel   dbhangend^    die  Vorderseite    ah*  25 
geios't,  —   fibers,  hei  Kremer^  Chron.  Schonthal.  557, 

98.  Arnold  von  Saunsheim,  Comtur  zu  Heilbronn^  ist  u.  a. 
Schiedsrichter  zivischen  Philij)p  von  Falkenstein,  Gottfried  und  Kon- 
rad  von  Bickenbach  und  dem  Deutschorden,  —  1320  (die  jovis  post 
Urbani)  Mai  29. 

Beg,:  Gudenus,  CD,  Mogunt.  4^1030,  —  Arnold  von  S&nsheim,  Comtur  30 
(nicht  angegehen  wo),   Zeuge  fUr  Margaretfie^  Witwe  Konrads  x>on  Dorzbachy 
die  Giiter  zu  Igelstrut  und  Ozendorf  an  den  Deutschorden  verkauft.  —  1316 
(sonntag  vor  Margarethen  tag)  Juli  11.  —  Wirt,  Franken  5,  6,    Man  konnte 
vermuteti,  dass  er  1316  Comtur  zu  Heilbronn  irar ;  dem  widerspricht  aber  n.  93. 


a)  JHt  Drurkt  haben  iavare. 


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1320  Sept.  22  —  1322  Aug.  24.  43- 

99.  Dleiher  von  Ehrenherg,   Comtur  zu  Heilbronn,   1st  Zeuge 

far  Graf  Konrad  von   Vaihingen  und  seine  Fran  Elisabeth,   Gott- 

frieds  von   Schliisselberg   selig  Tochter,   die   das   Patro)iatsrecht   zu 

Nie4er'Prozelten  und  Faul(en)back  an  den  Deutschorden  verkaufen.  — 

5  i:i20  (Innae  ante  Michaelis)  Sept.  22. 

Beg.:  Gudenus,  CD.  Mogunt.  4, 103 J.   Reg.  Botca  6, 19:  Oki.  6  (Mantag 
ncLch  Micluidis). 


100.   Heilbronn   an  K.  Friedrich:   teilt   mit,    dass  es   ihn   als 

Kbnig  anerkennen  werdey  wenn  er  die  Oberhand  erUwgey   und  durch 

1^^  Vermitthmg  Graf  Eberhards  von  Wirtemberg  eitien  Vertrag  geschlossen 

habe,   tvonach   Heilbronn   im  Krieg  mit   K.  Ludwig   2  Jahre   unan- 

gefochten  gelassen  werden  solle.  —  1822  Juli  8. 

Reg.  Ltcknoicsky  Illh   n.  599  nach  dem  Or.  im  k.  k.  geh.  Arch.  Wim. 

15  101.  Konig  Ludwig  [IV.]  erlaubt  der  Stadt  Heilbronn^  iibel- 

thdtige  Letite  zu  fangen  und  zu  strafen.  —  Nilrnberg  1322  Aug.  24. 

8UA.  Heilbronn  J,  Primlegien.     Or.,  Pg.,  Majeetdtssiegel  mit  fast  gam 
abgebrockeltem  Schriftrand.  —  Reg.:  Bohmer  n.  463. 

Wir  Ludowich    von  Gots  genaden   romischer  cliunig  ze  alien 

20  zeiteu  merer  dez  ryches  verjehen  und  tun  chunt  |  alien  den,  die  disen 
brief  ausehent  oder  hSrent  lesen,  wan  wir  von  chlag  wegen  der 
weisen  l&ute  •  .  dez  schult|beizze,  .  .  der  purgermeister,  .  .  dez  rates 
und  der  purger  gemeinlichn  ze  Haylprunne  unserer  lieben  getrewen 
haben  verjnonien  und  verstanden,   daz   ir  stat  und   diu  gegent,   die 

25  bei  ir  ist  gelegen,  grSzlichen  sein  beswaert  uude  liberladen  mit 
rauben  mit  ubeltaetigen  und  vertanen  lauten  und  daz  si  und  daz  lant 
daz  sein  ze  schaden  chomen  und  taeglichen  noch  mereren  schaden 
nemen  und  wan  wir  solhen  gebresten  wellen  geminnert  werden  als 
unsern  chuniclichen  eren  wol  zimet,  daz  wir  denselben  unsern  purgern 

80  von  Haylprflnne  von  unserm  chunichlichem  gewalt  verleihen  unde 
verlihen  haben,  daz  si  von  vertanen  l&uten  in  irer  stat,  die  den  rat 
doselben  oder  den  mereren  teil  dunchet  auf  den  ayde,  daz  ir  sterben 
pezzer  sei  danne  ir  leben^  mugen  verderben  und  abeleib  tftn.  Als 
aber  irr  rat  oder  der  merer  tail  dez  rates  sprichet  auf  den  aytt,  daz^ 

35  g]  sterben  sullen  oder  daz  si  sei  mflgen  tiireu  oder  in  haltnuzze 
haben  nach  dez  rats  willen  und  heizze.  Auch  verleichn  wir  den 
selben  purgern  ze  Heilprunne,  daz  si  dheinen  der  sehedelich  waer 


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44  1322  Aug.  24  -  1322  Dez.  20. 

dem  reiche,  dem  lande  oder  irer  stat,  ez  waer  mit  raub,  mit  prande, 
Oder  gwie  daz  waer,  viengen  oder  in  gevangen  wiSrde  geantwortt, 
und  waer  daz  wol  daz  dem  dhein  chlage  volgte,  daz  si  den  aueh 
mflgen  verderben  als  ir  rat  oder  sein  der  merer  taile  chiuset  unde 
sprichet  auf  den  aytt,  daz  er  sterben  guile  unde  verderben.  Und  & 
swer  wider  disen  unsern  genaden  tfit  oder  hernach  taet,  der  schol  daz 
wizzen,  daz  der  unrebt  t&t  und  vellet  in  die  ungnade  unser  und  dez 
riches.  Dirre  dinge.  •>  Daruber  ze  urchfinde  geben  wir  in  diesen 
brief  versigelten  mit  unser m  insigel,  der  geben  ist  zu  Nurenberg 
an  sant  Bartholomei  tag  do  man  zalt  von  Christes  geburde  dreutzehen  10 
bundert  jar  daiiiach  in  dem  zwaiundzwaintzgestem  jar  in  dem 
achtenden  jare  unsers  riches. 

102.  Derselbe  erlaubt  dem  Bat  und  den  BUrgern   von  Heil- 
Ironn,    tvle   schon   seine    Vorfahren   gestattet   habefi,    nach   Belieben 
Biirger  mifzuneknien,  mit  dem  Vorbehdt,  Ausrichter   zu  sein,   wenn  15 
es  daruber  zu  Streit  kdme.  —  Niirnberg  1322  (sand  Bartholomei  tag) 
yiug.  24, 

Ubih  Or,,  Fg,j  MajestaUsiegd.  —  Gedr, :  Lunig  13, 885.    Beg. :  Bohnier 
n.  464,  —  Besgl.  der  Stadt  HaU  wie  Esalingeny  Htilbronn,   Gniiind  u.  a,   es 
tjiun,  —  NUrnberg  1331  Mai  25,    Gedr, :  Lunig  13, 90(),    Beg, :  Bohmer  n,  1304.  20 
(Diehl)  Esdinger  U.B,  i,  304  n,  613, 

103.  Konrad  Phinzig  der  Schultheiss,  Biirger,  Rat,  Schofen 
und  Gemeinde  von  Niirnberg  beurktoiden,  von  den  dlteren  Leuten 
ihrer  Stadt  erfahren  zu  haben,  dass  die  Biirger  von  Ileilbronn  ^^  bei 
ihnen  und  sie  bei  jenen  von  alters  her  zollfrei  seien  und  dass  der  25 
'erste  Heilbronner  BUrger,  der  nach  der  Michaelisniesse  mit  Kaufmann- 
.^chaft  nach  Niirnberg  komme,  jdhrlich  dem  Zollner  ein  Pfund  Pfeffer, 
zwei  iceisse  Handschuhe  and  ein  Stdblein  geben  solle,  —  1322  (sent 
Thomas  des  zwelfpoten  abent)  Dez.  20. 

Stji,  Hetlbronn  I,  Einungen,  Or.,  Pg.,  mit  am  rechim  Band  beschadigtem  30 
JStadtaiegel,  Gedr.:  Liinig  13,685.  Both,  Nui-nb.  Handel  4,25  mit  uherein- 
stimmender  Gegenurkunde  der  Burger  von  Heilhronn  vom  gleichen  Tag  (Beg. 
von  Icteterer:  Beg,  Boica  6,78)  ausgestellt  vom  Schultheissen  Lippolt:  sie  hat 
4ih  Termin  fUr  Entrichtung  der  Ehrengabe  ebenfalls  die  Michaelismesse  und 
bestimmt  ausdriicklich,  wer  nicht  Numberger  Burger  aei,  und  dtr  Biirger  von  35 
Niirnberg  FuhrleuU  sollen  d&n  gewohnlichen  Zoll,  vom  Wagen  8,  vom  Karren 
4  Heller  geben. 


a)  Keine  LUekt,        b)  Heilkpninnen,  nieht  Heilss-,  ioie  LUnig  hat. 


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1323  Febr.  15.  45^ 

HeiUM'onn  genannt  1333  Sept.  13, :  Besidtigung  der  ZoUfreiheit  an  ge- 
ftannten  Orien  fur  NUrnberg  durch  K,  Ludwig,  (Wolkern)  Hist,  Dixjlom, 
Nofimh,  281,  Reg.:  Bohmer  n.  1495:  und  1350  itn  Verzeichnis  der  zollfreien 
Stadie  bet  Roth  I.  c,  4,  5. 


5  J04.  Konrad  Flur,  Burger  zu  Heilbronn  (in  extremis  laborans);. 

tind  seine  Frau  Berchtradis  teilen  deni  Dompropsf  und  Archidurkon 
zu  Wiirzburg  rnit,  dass  sie  an  der  Kilianskirche  eine  Pfrmide  mit 
je  8  Malter  Korn,  Dinkel  und  Haber,  6  Pfund  Heller  und  einer 
Carrate  guten  Weisswein  Einkiinften,  von  den  Erben  ihrer  Outer 
10  jdhrlich  zu  entrichteny  gestiftet  haben,  und  bitten,  den  von  ihnen 
und  ihren  Sohnen  Konrad,  Gerhard,  Johannes  und  Konrad  genannt 
GebAr  prdsentierten  Priester  Konrad  genannt  Volgnand  von  Heilbronn 
zu  investieren,  —  Sieglerin  Berchtradis.  —  1323  (feria  tercia  post 
dominicam  qua  cantatur  invocavit)  Febr,  15. 

15  St. A.  Heilbronn  /,  Rel,  und  Kirchentoesen,     Or.,  Pg ,  mit  Siegel, 

d)  Bertradis,  die  Wittoe,  und  Heinrich,  Konrad,  Gerhard,  JohanneSy 
Konrad  genannt  Gebiir  und  Hildegund,  die  Kinder  dea  aeligen  Konrad  Fiur, 
Burgers  zu  Heilbronn,  tceisen  die  24  Malter  Korn,  Dinkel  und  Haber  EinkUnfte 
der   von   diesem  gestifieten  FfrHnde   am  Marten-   und  Leonhardsaltar  in  dtr 

20  Pfarrkirche  zu  Heilbronn  auf  ihre  Giiier  in  Neckargartach  an,  je  5  auf  den 
Billigheimer  Hof  daselbst,  je  2  auf  ihre  Guter,  von  denen  der  von  Strubenhardt 
die  andere  HcUfte  hat  (quorum  equiporcionem),  und  je  1  auf  die  obere  MUhle, 
letztere  aber  nur,  wenn  die  beiden  andsm  Guttr  nicht  24  Malter  geben  konnen, 
Korn  und  Dinkel  vor  Maria  Himmelfahrt,  Haber  vor  Maria  Geburt  von  den 

25  Bauem  dem  Priester  ins  Hatis  zu  lief  em;  vereprechen,  von  den  Giitern  nichts 
einzunehmen,  bis  der  Pfrundner  seine  Einkiinfte  habe,  geben  ihm  das  Recht 
zu  pfdnden,  versprechen,  ihm  zur  Erlangung  der  Einkiinfte  behilflich  zu  sein 
und  ihre  Bauem  besonders  darauf  zu  verpflicliten,  —  Hildegund  siegelt  nicht. 
—  1325  (feria  sexta  proxima  post  octavam  epyphanye)  Jan.  18.  —  Ebd.  Or,, 

^  Pg.,  mit  5  Siegeln,  das  zweite  abgegangen. 

lOS.  Graf  Nicolaus  von  Lowenstein  verkauft  an  Bertrad,  Kon- 
rad Fiurs  Witwe,  zu  der  von  diesem  gestifieten  Pfrilnde  eine  bisher 
von  Hug  von  K&nheim  zu  Lehen  getragene  Weingiilte,  1  Fuder  von 
den  Weingdrten,  die  Erbeimer  und  Kelterwein  geben  und  unter  die  Kelter 
35  oon  Hannebach  ')  gehoren,  wo  sie  gelegen  sind,  um  38  Pfund  Heller, 
worilber  er  quittieH,  und  verspricht,  jdhrlich  vom  ersten  Wein,  der 
ihm  fdllty  nach  dem  hergebrachten  Weintnass  das  Fuder  in  die  Stadt 
zu   lief  em,    —  Zeugen:    Graf  Budolf   sein    Brvder,  Hermann    der 


^)  Abgegangen  auf  Markung  WUlsbach  O.A.  Weitisberg. 


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1324  Jan.  8  —  1324  Miirz  25. 

Ffarrer,  Konrad  von  KnmJieim  (Krentze)  *)  Prie»ter,  Albrecht  der 
OeMvy  Heinrlch  der  Vogt,  Heinrich  von  lUingen,  Edelhiechte,  Walther 
Kudernetsche,  Kotirad  Stockelln,  der  Smit  an  dem  Thor,  Konrad 
Knolle,  die  RichUr  zu  Lbxvenstein  u,  a,  —  Siegler  der  AusatfeUer 
4ind  der  genannte  Hug,  der  auf  seine  etwaigen  Rechte  verzichtet.  —  5 
1324  (nehesten  niantage  nach  dem  &ber8ten  tage)  Ja7i.  8. 
Ebd.  Or,,  Fg,,  das  ziceite  Siegd  oben  hesch&digt, 

106.  Abt  Heinrich  wvd  Konvent   von  Manlbronn  kaufen  vom 
Klosfer  Hirsau  dessen  Hof  zu  Heilbro/in,  nicht  weit  von  der  Stadt- 
niauer  in    der  Stadf,    mit  Zubehor,   darunter  eine  Miihle   nicht  weit  10 
davon  auHserhalb  der  Mauer,  um  2500  Pfund  Heller  mit  Zustimmnng 
ihres  unmittelharen  Obern  Abt  Friedrichs  von  Neuburg  und  verkaufen, 
-da  sie  die  Suimne  nicht  bar  bezahlen  konnen,   dem  Kloster  Kaisers- 
Jieim  60  Morgen  Weingdrten^  die  von  diesem  ausgelesen  werden  durfenj 
<iuf  Heilbronner  Markung  mit  Haus,  Hofraite  und  Keller  links  vom  15 
Eingang  von  der  Strasse  aus,  die  ihm  nach  dem  Tode  Bertholds  von 
Filrstenberg  eigentiitnlich  zufallen,  und  eine  Hofraite  hinter  dem  Haus, 
worauf  eine  Kelter  steht,  um  800  Pfund,  icorilber  sie  quittieren,  mit 
der  Auflage,  jdhrlich  auf  Martini  und  Georgi  80  Pfund  Zins  heraus- 
zuzahlen,  tcenn  Berfhold  den  Hof  gerechter  oder  ungerechf^r   Weise  20 
in  Besitz  nimmt,  hei  Strafe  des  Verfall.^  der  Miihle  fur  die  betreffende 
Zeit  an  Kaisersheim,   und  zu  verhiiten,   dass  Berthold  den  Hof  mit 
List  Oder  unrechtmdssig  an  sich  bringe.    Nach  Berthold.*^  Tod  bekommt 
Kaisersheim  keinen  Zins  mehr,  tceyin  der  Ertrag  des  Jahres  letzterem 
zufdllty  bekommt  ihn  noch,  wenn  er  wdhrend  oder  nach  der  Weinlese  25 
stirbt.     Ein-   und  Ausgang    von   der  Strasse  zum  Haus,  Keller   und 
der  Kelter   ist  frei,    der  Baum    von   der  Kelter  bis   an  die  Strasse 
gemeinsam,  im  Herbst  nur  von  Kaisersheim  zu  beniitzen,  daher  darauf 
liegendes  Maulbronner  Eigentum  tcegzuschaffen,  nachher  wieder  gemein- 
sam,  von  Maulbronn  aber  nicht  zum  Schaden  der  Kaisersheimer,  also  30 
nicht   etua   zur    Errichtung   eines  Gebdudes,   zu    benutzen.     In   der 
Kapelle    im   Haus   dilrfen    die   Kaisersheimer  frei   celebrieren.     Die 
Verkdufer  leisten  satisdatio  =  werscbaft.  —  Siegler  die  Able  Heinrich 
und  Friedrich.  —  Maulbronn   1324    (in  annunciacione  beate  Marie 
matris  et  virginis  gloriose)  Mdrz  25,  35 

SUA,  Heilbronn  IV,  Kaisersh,  Hof,    Or,,  Py,,  das  erste  Siegel  abgegangen, 
das  zweiie  dtirch  Herausreissen  der  Siegelsireifen  beschddigt.  —  Reg,  Baica  6, 13fK 

*)    Trotz   der  Namensfoftn   kOnnte   man  wegen  der  Enifemung  aueh  an 
Grantschen  hei  Weinsherg  denken. 


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1B24  April  6.  47 

107.  Hartmut  Rotgaile  mid  seine  Frau  Lugart,  Burger  in 
Heilbronn,  verkaufen  an  das  Kloster  Kaisersheim  Hire  Lehenschnft 
iiber  4  Morgeti  Weingdrten,  3  im  Stalbuhel  zwischen  Heinrich  Wic- 
mar  und  Bruder  Heinrich  Richel,  den  vierten  an  der  Kurzen  Steige 

5  7ieben  der  Lederin,  die  ersteren  dem  Kloster  bisher  mit  einem  DriUel, 
der  letzte  mit  einem  Viertel  des  Ertrags  zinsbar,  um  33  Pfund  Heller. 
—  Zeugen  Konrad,  Dechant  zu  Oschelbronn,  Pfaff  Bertkold  von 
Griinbuch,  Konrad  der  Eygerer  und  Gerhard  Zisse  von  Heilbronn 
M.  a.  —  Siegler  der   Aussteller   und   Gottfried   von   Schdft^rsheim, 

10  Deutschordenscomtur  zu  Heilbronn.  —  1324  (nehesten  fritage  vor 
dem  palmetage)  April  6. 

Ebd,  Or.y  Fg.  Beide  Stegel  ahgegangen.  —  Beg. :  Beg.  Boica  6, 131  und 
(Uilweise  wmchtig)  Sehaidler,  Kaisersheim  62. 

108.  Abt  Heinrich  und  Konvent  des  Klosters  Maulbronn  ver- 
15  kaufen  mit  EinwiUigung  ihres   Visitators,  des  Abts  von  Neuburg,  an 

Bertradf  Konrad  Fiurs  Witice^  und  ihre  Kinder  zu  der  vo?i  Konrad 
gestifteten  Pfrilnde  4  Pfund  6  Heller  Zins,  auf  Martini  und  Petri 
vor  der  Fasten  [Febr.  22]  je  zur  Halfte  zu  zahlen,  auf  den  Hof 
des  Klosters   in  Heilbronn  angewiesen,  um  10  Pfund,   versprechen, 

20  den  Zins  von  der  Gulte  zu  entrichten,  die  ihnen  Berthold  von  FUrsten^ 
berg  von  ihrem  Hof  giebt,  wenn  e7'  wieder  zu  seinem  Hof  und  Gut 
kotnme,  bis  sie  sich  mit  ihm  geeinigt  haben  oder  bis  er  sterbe,  Jahr 
und  Tag  Gewdhrschaft  zu  leisten,  den  Sckaden  zu  ersetzen,  den  der 
Pfriindner  oder  Fiurs  Erben  durch  eine  Klage  von   ihnen  erleiden 

25  witrde.  Die  Zinspflichtigen  sind:  Pfaff  Heinrich  von  Roth  von  der 
Hofstatt  und  dem  Gesdss,  die  vorher  der  Salztnanin  gehorten,  neben 
Benz  von  B'dckingen  hinter  dem  Hof  der  Spetin;  Benz  von  Bockingen, 
di'V  Mann  der  Sifride  von  Lauffen  vom  Hof  neben  Pfaff  Heinrich; 
Konrad  Liitold  vom  Hof  der  Spetin  in  der  Judengasse;  Konrad  von 

*^^  Waiblingen  (Wbe  — )  von  dem  fruher  dem  Kime  gehorigen  Hof  beim 
Zehe  am  Brunnen;  Heinrich  der  Zehe  von  seinem  Hof  neben  dem 
genannten  Konrad}  der  Linke  von  seinem  Haus  neben  der  Stengerin; 
diese,  Qtlen  L'dfflers  Weib,  von  ihrem  Haus;  der  Hase  von  seinem 
Haus  und  der  Hofstatt  des  Seygers;  die  Modelerin,  Berthold  Ziisaes 

^^  Tochter,  von  ihrem  Haus;  der  Herlening,  Meinhart  von  Bockingen 
und  Gerhard  Holzapfel  von  ihren  Ho  fen;  Wirsich  von  seinem  fHlher 
Gerhard  Zi'isse  gehorigen  Hof;  die  Emehartin  in  der  neuen  Gasse 
von  ihren  Hdusern,  die  Merbotin  von  ihrem  Haus;  Konrad  der  Messer- 
schmid   von   einem  Garten   vor  dem   Sulmer  Thor;   der  Eesche   von 


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48  1324  Apr.  24. 

Beilstein  (Bille  — )  von  seineni  Hof  tor  dein  Hof  der  Gebwin;  Hirs- 
mann  der  Zimniermann  von  drei  Hofstdtten  unter  imd  fiber  dent 
Sesseler;  Hafemlete  von  seinem  ffaus  neben  der  Adelberger  Kelter; 
die  Frau  von  Ueinrieth  von  ihrem  Hof  neben  den  Barfussern,  der 
fruher  Heinrich  dem  Z6ten  gehorte;  Albrecht  der  Turinger  von  einem  & 
Garten  am  Fleiner  Thor;  Heinrich  Stechalp  von  seinem  Hof;  die 
Frau  Heinrichs  des  Zimnierers  iiber  Konrads  des  Benders  Haus  am 
Fleiner  Thor,  die  Lowerin  von  Beilstein  darnnter,  Konrad  der  Bender, 
Hidtver  von  Schotzach,  der  des  Kelners  Tochter  hat,  Teiting  von 
Flein,  R&gger  der  Saumer  von  ihren  Hdusem;  Erlewin  von  Lowen-  10 
stein  von  seinem  Garten  am  Fleiner  Thor  am  Graben  bei  Be.  Biutinger 
auf  Martini,  Wolfram  von  Gruppenbach  Grumades  Sohn  von  seinem 
Hans  vor  dem  Detitschen  Hates  neben  der  Halpisen;  Walther  der 
Lower  und  Klingenfels,  die  unter  einem  Dach  gehduset  sind,  von 
ihrem  Hans;  Gruppenbach  und  sein  Bruder  Heinrich  die  Gf^maden  15 
von  ihren  Hdnsern,  wo  frii/ier  Walther  Lewers  Scheuer  stand;  Bruder- 
holze  von  seinem  Hans  neben  Gerhoh  dem  Fischer,  Trumpel  vom 
Haus  neben  Hans  GrAmades  Garten  bei  Seitz  Kurse;  Engel  die 
Gemmingerin  von  ihrem  Haus  uher  der  Salzmanin  in  Remminges 
Gasse;  Heinrich  Renninger  von  dem  fruher  der  Salzmanin  gehorigen  20 
Haus  vor  seinem  eigenen  und  vom  offenen  Haus  des  Spitals  neben 
der  Hatprechtin;  Adelheid  die  Plecknerin  und  Emehart  Besenkeins 
Wirtin  von  ihren  Hdusem;  Wicmar  Snakes  Witue  vom  Haus  unter 
dem  letztgejuinnten,  wo  der  zerhackte  Beier  war  und  dem  Haus,  wo 
Jung  Rdpelin  war;  die  Lingkin  von  ihrem  Haus  und  ihrer  Kelter,  25 
Fritz  Hulwers  Frau  von  dem  Hoflein  und  dem  Hatis  iiber  der  genannten 
Kelter;  Berthold  von  Moringen  von  seinem  Haus  iiber  dem,  das  fruher 
dfr  Phugin  gehorte  —  auf  Feterstag,  teilweise  auch  auf  Martini.  — 
Zeugen:  .  .  der  von  Urach,  .  .  der  von  Thalheim,  der  Grosskellner 
istj  Bruder  Heinrich  von  Pfaffenhofen,  alle  drei  KlosterbrUder  zu  30 
Maulbronn,  H&rr  Johann  ane  win  von  Kaisersheim,  "^  Walther  Epelin, 
der  Schultheiss,  Konrad  Mihismeister,  Herr  Gebwin  sein  Bruder,  Kon- 
rad  Wicmar,  Richter  zu  Heilbronn,  Konrad  Dekcm  von  Oschelbronn 
(Eschelbrunnen),  Berchtold  von  Grilnbuch,  Pfaff  Walther  von  Lauffen, 
Pfaff  Trutwin,  Pfaff  Bur.  von  Rottweil,  Meister  Gebwins,  Kaplan,  35 
Pfaff  Konrad  der  Jude,  Sgbeneiche  u.  a.;  das,s  d^as  Siegel  des  Visitators 
nicht  anhdngt,  soil  dem  Kauf  nichts  schaden.  —  Siegler  Abt  und 
Kloster.  —  1324  (fritage  zfl  usgender  ostenvochen)  Apr.  20. 

Ehd.  Or. J  Pg.,  tnit  Siegd  des  Ahts :  von  einem  zweiten  keine  S^jur. 

H)  Ptrg.  durchlochert. 


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i6&i  Dez.  17  -  ia26  Jan.  14;  43 

109.  Adelhelm  von  B'dckingen  und  seine  Frau  Elimbeth  ver- 
kaufen  an  Erlwin  von  Lowensiein  und  Berthold  Bosenblat,  Burger 
zu  Heilbronn,  ihre  Miihle,  „die  niedere*',  zu  Neckargartach  urn  58Pfund 
5  Schilling  HeUer.  —  Bilrgen  Adelhelms  Bruder  Heim'ich  von  Bockingen, 

5  Gerhoh  Oruomades  Tochtermann,  und  Gerhoh  der  Fischer,  Burger  zu 
Heilbronn.  —  Siegler  Adelhelm  und  die  beiden  erstgenannten  Bilrgen,  — 
132i  (montage  vor  sant  Thomas  tage)  Dez,  17. 

St  A.  Heilbronn  I,  Neckargartach.  Or,y  Pg,,  das  2,  Siegel  am  Ma$td 
beschddigt, 

10  a)  Bans  Mutter^  WcUther  Mailers  seligsn  Sohn  von  Frankmbachy  seim 

Frau  K^nne  und  sein  Bruder  Walther  bekommen  von  Hans  Eygsrer  und  Hans 
Erlwin,  Burgem  zu  Heilbronn,  die  niedere  MUhle  su  Neckargartach  als  Erb- 
lehen  gegen  7  (davon  3  an  des  alien  Erlwin  seligen  Pfrunde  und  3  an  das  Spital) 
Ffund  Heller,  4  Fasnaehthuhner,  4  Kapaunen  auf  WeihnadUen  und  100  Eier 

15  auf  Ostem  Zins  und  mil  der  Auflage  des  Hauptrechts  (daa  beste  vih)  beim 
Tode  eines  der  Lehensinhaber,  jedem  Lehensherm  die  Halfte,  Die  MUhle 
soil  wenigstens  mit  2  Wirien  besetzt  sein;  sind  es  mehr,  so  sollen  sie  ent- 
sprechend  thun,  —  1378  (sant  Katherinen  abend)  Nov,  24,  —  Ebd,  Or.,  Pg,, 
mit  Siadtsiegsl. 

20  b)  Hans  Eygerer,  Bur  germeister,  und  der  Vormund  und  Pfleger  der  Kin- 

der Hans  Erlwins,  JDiether  Geunn,  Burger  eu  Heilbronn,  leihen  die  Muhie  urn 
denselben  Zins  (das  Hauptrecht  in  Geld,  8  Gulden)  an  Heine  den  Missener 
den  T&cher  und  Hans  Vinke,  BUrger  zu  Heilbronn,  Stirbt  einer  der  Lehens- 
inhaber,  so  erbt  der  dlteste  seines  Geschlechts  seinen  Teil :  wird  die  Muhle  ver- 

25  kauft,  so  sind  die  Lehensherm  zu  benachrichtigen  und  haben  das  Vorkaufs- 
reeht  wm  den  gebotenen  Preis,  —  1399  (dinstag  nach  sant  Walpurg  tag)  Mai  6, 
—  Ebd.  Or,,  Fg,,  mit  2  Siegeln, 

110.  Agnes,  Burkart  Butingers  Witwe,  BUrgerih  zu  Heilbronn, 
verkcivft  dem  Kloster  Schonthal  ihre  und   ihrer  Kinder  Scheuer  bei 

30  ihrem  Ilaus  mit  der  Hofstatt  von  der  Traufe  bis  vor  an  den  Weg 
als  bedhaftes  Gut  urn  25  Pfund  HeUer,  woriiber  sie  quittiert,  und 
zur  Wehrung  des  Kaufs  fiir  ihre  Kinder^  die  noch  nicht  zu  ihren 
Tagen  gekomtnen  sind  und  fiir  die  sie  keine  Bilrgen  haben  kann, 
kommt   sie   vor  Walther  Epplin,    Schultheissen,   und  die  Bichter  zu 

35  Heilbronn,  beredet  ehafte  Not,  die  sie  zum  Verkauf  trieb,  und  leistet 
den  Eid,  dass  sie  keine  Bilrgen  haben  konnte,  worauf  sie  das 
Urteil  erhdlt,  dass  der  Verkauf  rechtskrdftig  sei,  —  Sieglerin  die 
Stadt,  —  1325  (an  dem  nehsten  mentage  vor  sant  Antonien  tage) 
Jan,  14, 

40  St  A,  Schonthal  60,    Or,,  Pg,,  Siegel  urspr,  abJkangend  abgegangen.    Ober^ 

setzung  bei  Kremer,  Chron,  Schonthal,  686  (hat  2()  Pfund  HeUer). 

WUrtt.  GMOhichtiqutiUn  Y.  4 


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50  1325  April  4  ~  1328  April  8. 

111.  Kbnig  Ludwig  quittiert  den  Burgern  von  Heilbronn  uber 
die  Reichssteuer  von  einefn  Jahr  seit  der  Exetntion.  —  MuncJien  1325 
(in  coena  Domini)  April  4. 

Register  K,  Ludwiga  bei  Ofele,  SS,  rer.  Bote.   1,762.    Bohmer  n.  8(>4, 

112.  Abt  Heinrich  und  Konvent  des  Klosters  Maulbronn  (MiSn-  5 
bronnen)  verkaufen  an  Konrad  genarmt  Wicntar,  Bilrger  zu  Heil- 
bronn,  alle  Einkunfte  und  Zinse,  die  sie  bisher  auf  seinen  Outer n 
gehabt,  so  doss  er  sie  jetzt  zu  fordern  hat,  mogen  die  GUter  kommen, 
an  wen  sie  urollen,  und  quittieren  uber  die  bishei'ige  Entrichtnng 
des  Zinses,  —  1326  (feria  quarta  ante  nativitatem  beate  virginis)  10 
Sept.  3. 

St.A.  HeUbrann  IV,  Maulhronner  Hof.  Or.,  Pg.,  mit  abhangendem  Siegel 
dss  Abts. 

113.  Papst  Johann  XXU.    verleiht   Heinrich,   Liuiwins  selig 
Sohn,  von  Heilbronn,  ein  Kanonikat  zu  Xeumiinster  in  WUrzburg.  —  15 
Avignon  1327  (6.  id.  jan.)  Jan.  9. 

Reg. :  Wurttemb.  aus  rom.  Archiven  (Wiirtt  Geschq.  2)  3S5  n.  34. 

a)  Desgl.  ein  Kanonikat  zu  St.  German,  ausserhalb  der  Mauem  von 
Speier.  —  Avignon  1327  (2,  id.  jan.)  Jan.  12. 

Ebd.  386  n.  36.  —  In  den  Urkunden  von  1351  Juli  13,  worin  die  Kleriker  20 
der  DioMese  WUreburg  Prokuratoren  eur  Nacheuchung  der  Absolution  von  der 
Exkommunikation  bestellen,  und  Aug.  3,  worin  ihnen  dieae  von  Bischof  IfViedrich 
von  Bamberg  erteilt  wird,  kommt  auch  diestr  Heinriciis  de  Heilsprunna  und 
Ueilprunna,  das  zweite  mal  mit  einem  Johannes  de  Heilkprunna,  als  Kanoniker 
von  NeumUnster  vor,  —  Gedr. :  Mon,  Boica  41, 512  und  524,  25 

114.  Mechtild,    Abtissin,   mid   Konvent  des   St.  Klaraklosters 

zu  Heilbronn  gestatten  dent  Comtnr  und  den  BrUdern  des  Deutschen 

Hauses  daselbst,  das  Fuder  Wein  und  die  6  Pfund  Heller  Geld,  die 

sie  von  ihnen  gekauft,   vm  die  Kaufsumme  von   100  Pfwid  Heller 

jedes  Jahr  am  weissen  Sonntag  und  14  Tage  darnach  zurUckzukaufeii,  30 

—  Zeugen:  Konrad  Miinzmeister  und  Walther  Leutwin,  Biirger  zu 
Heilbronn.  —  Siegler  das  Kloster.  —  Heilbronn  1328  (an  dem 
fritage  in  der  osterwochen)  April  8. 

St.A.    Beutschordens'Neckaroberamt.     Dr.,  Pg.,   das  Siegel  bis   auf  ein 
kleines  Stuck   vom  rechien  Band  abgegangen.    Aussen,   von  dersdben  Hand:  35 
Wir  vrawe  Methilt  abte^sin  und  die  sameniinge  gemeinlich  von   zant  Clarcn 
ze  Heilbruune   vor^^ohen    auch,    swanne   die   vorgenanten  Theutschen  Herren 


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1828  Okt  7  —  1828  Nov.  27.  51 

den  vorgeschriben  kauf  wider  kauffen  umme  uns,  daz  wir  in  danne  die 
zwen  brief  sullen  wider  antwurten,  die  wir  dor  umme  inne  haben  on  wider 
rede.  —  MechtUd  erwahnt  noch  1331  bei  Wibel,  BoherUoh.  Kirclien-  und  Beform.- 
hist.  2, 288. 

5  115,  Kaiser  Ludwig  [IV,]   belehnt  die  Grafen  Rudolf  den 

lUteren  und  Nicolaus  den  jUngeren  von  Lowenstein  mit  der  Stadt 
Lowenstein^  Burg  und  Stadt  Murrhardt,  Burg  Gleichen  und  der 
Stadt  Heiligbruck,  wie  ihre  Vorgdnger  dies  vom  Reich  zu  Lehen 
hatten,  mit  dem  Zehnten  von  Frucht  (siligo)  und  Wein  (planstris  ^) 
10  vini)  und  alien  andem  Rechten  und  Diensten.  —  Lucca  1328  Okt.  7. 

Gedr.:  Acta  acad,  Theod.'Pdlat.  1, 367.  Es  kann  mit  Heiligbruck  niehta 
anderea  gemeint  eein  <Ua  HeUbronn  und  neich  den  andem  Lehenbriefen  (1283 
Mai  23,  1418  Jan.  8)  der  Zehwte  mu  Heilhronn.  —  Beg. :  Bohmer  n.  999. 

116.  Heinrich  Oberstenfeld  und  seine  Frau  Elsbeth,    Biirger 
15  zu  Heilhronn,  verkaufen  an  die  von  Konrad  Fiur  gestiftete  Pfriinde 

an  der  Pfarrkirche  zu  Heilbronn,  die  Jetzt  Konrad  Volknand  inne 
hat,  2  Pfund  Heller  GiUte  anf  dem  Haus,  worin  der  Blimer  ist, 
1  Pfund  aufKiliani,  dasandere  anf  Martini,  einesfUr  den  PfrUndner, 
das  andere  fUr  Wachs  zur  Altar beleuchtung,  setzt  zu  Stattung  seinen 

20  Hof,  aufdem  Heinrich  Fiur  1  Pfund  16  Heller  Zins  und  ein  Geschenk 
(wiset)  hat,  stellt  als  BUrgen  Lutz  den  Kiemer  und  Heinrich  Besenkein 
Schenkel  und  quitHert  ilber  die  Kaufsumme  von  22  Pfund  Heller.  — 
Zeugen:  Pfaff  Konrad  Lemlin,  Pnester,  Heinrich  Fiur  und  Gerhoh, 
GrUmades   Tochterman,  beide  Richter  zu  Heilbronn,    Volmar  nnter 

25  dem  Turin  (time),  Bertold  Rdsenblatt  und  sein  Sohn  u.  a.  —  Siegler 
Eberhard  con  Ebersberg,  Deutschordenscomtur  zu  Heilbronn.  —  1328 
(montage  vor  sant  Andrlstag)  Nov.  28. 

8t.A.  Heilbronn  I,  Bel.  und  Ktrehenwesen.    Or.,  Pg.,  Siegel  abgegangen. 

117.  Rafen  von  Hebnstatt  gross,  Rafens  seligen  Sohn,  Edelknecht, 
30  und  seine   Frau  C/tristine   von  Anglach   verkaufen   an    Gbtz  Fuchs, 

Hauscomtur,  und  den  Konvent  des  Deutschen  Hauses  zu  Heilbronn 
ihren  Hof  und  den  Burgstadel  zu  DUrrenzimmem,  die  dazu  gehoHgen 
Eigenleute,  den  Weingarten  zu  Stocksberg,  ein  Scheffel  Korn  Gillt 
zu  Neipperg,  die  G  titer  zu  Brackenheim,  diejdhrlich  10  Malter  Roggen, 
^  je  11  Malted'  Dinkel  und  Haber  giUten,   9  Gdnse  und  2  Sommer- 


*)  plauBtrum  =  Karrate,  Karren,  Fuder. 


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52  1829  Juni  2a  —  1329  Aug.  iS. 

huhiter  und  jedes  dritte  Jahr  6  Game  von  der  HUtte  am  ScheUekoff 
ausgenommen,  urn  244  Gulden,  woruber  sie  quitfieren,  und  Htellen 
ah  Wehrburgen  die  Edelknechte  Swiger  von  Helmstatt,  Diether  von 
Helmstatt  zu  Gimpern  (Guntpiir)  gesessen,  Hafias  von  Helnistatt  ge- 
nannt  oon  Rosenberg  und  Klein-Peter  von  Helmstatt,  —  Siegler  5 
Bafen  und  die  Bilrgen.  —  1329  (an  sant  Jobans  abent  ze  sungichten) 
Juni  23. 

iSt^A.  DeutschordenS'Keckaroberamt,  Or.^  Fy.,  das  erate  und  zweite  Siegtl 
grossenteila,  das  dntte  ganz  ahgegangen,  das  vierte  am  rechien  Sand  stark 
beschddigt,  das  letzte  unversehrt  10 

118»  Walther  Lutwin,  Bilrger  zu  lleilhronn,  hesfrifigt  den  Ver- 
kauf  seines  Hofes  an  das  Kloster  Maulbronn  und  verzichtet  auf  alle 
ferneren  Anspruche.  —  Die  Stctdt  Heilbronn  siegelt  mit.  —  1329 
(an  sante  Margareten  tage)  Juli  13, 

St,A,  Maulbronn  3  a,    Or,,  Pg.,  das  erste  Siegel  (das  d^^rStadt)  abgerissen.  15 

119*  Abt  Sigmund  con  Ilirsau,  Bvuder  Beinbot  Propst  zu 
Both,  Wiggelin  Propst  zu  Uolz,  Her  brand  von  Waldeck,  Albert  von 
Holzger[l]ingen,  Heinrich  von  Heilbronn  genannt  Setzer,  Konrad 
von  DinkelsbiilU,  Heinrich  von  Metzingen,  Bruder  Ulrich  von  Hor- 
burg  und  der  ganze  Konvent  [von  Hirsau]  verzichten  zu  Gunsten  20 
d^r  Kloster  Maulbronn  und  Kaisersheim  auf  Intervention  Bischof 
Wolframs  von  Wilrzburg  auf  ihre  Anspruche  an  deni  von  ihnen  ver- 
kauf  ten  Hof  zu  Heilbronn  und  auf  Schadenersatz.  —  Zeugen:  Bischof 
Friedrich  von  Augsburg  und  die  Burger  von  Heilbronn,  —  Siegler 
die  Bischofe,  Abt  und  Konvent,  Propst  Beinbot  und  die  Stadt  Heil-  25 
bronn.  —  Grilnitigen  1329  (vigilia  beati  Bartholomei  apo8toli)  Aug,  23. 

St,A,  Maulbronn,  Or.y  Pg.,  nur  das  zweite  Siegel  varhanden  und  am 
Band  rechts  ohen  beschddigt, 

aj  Abt  Sigmund  von  HirsaUy  Wiggelin  Propst  xu  Uolz,  Beinbot  genannt 
Kese  vot^nals  Propst  zu  Rothf  Herbrand  von  Waldeck,  Albert  von,  Holzgerfljingen,  30 
Heinricli  genannt  Setzer  von  Heilbronn^  Konrad  von  Dinkdsbuhly  Heinrich  vofi 
Metzingen,  Ulrich  von  Horburg,  Mangold  von  Calw,  Heinrich  Sohn  des  ,  . 
genannt  Rot  von  Calw  und  Volmar,  Briider  und  Monche,  und  der  ganze  Kon- 
vent von  Hirsau  eimeuern  wegen  Streitigkeiten  zwischen  ihnen  und  den  beiden 
genannten  Kldstern  ihren  Verzicht  auf  den  ,J{irsauer  Hof'*  zu  Heilbronn  85 
an  der  Neckarmauer  und  die  Muhle  dabei  und  alles  Zubehor  den  Kldstern 
Maulltronn  und  Kaisersheim  and  dem  Heilbronmr  Burger  Walther  Lutunns 
Sohn  gegtnubery  dfuen  Maulbronn  den  Hof  feihveise  veratisserf  hat,  und  be- 
stiitigen  mit  Genehnu'gung  Bischof  Wolframs  von  Wiirzburg  alle  Veriiusserungen, 


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1330  Jau.  4.  63 

—  iSiegUr  der  Bisehof,  Abi  utid  Konvent  von  Hiraau  und  die  Stadt  HeUbrotm,  — 
1331  (sabbato  proximo  ante  festum  assumpcionis  beate  Marie  virginis  gloriose) 
Aug.  10.  —  Ebd.  Or.,  Pg.,  das  erste  Siegel  eeraprungm,  heim  leteten  dw  linke 
Obereck  abgebrochen, 
5  b)  Hiraau  einer-,  Maulbronn  and  Kaiaersluim  andereraeita  erkennen  vor 

dem  bischoflichen  Gerickt  zu  Augsburg  (coram  judicibus  curiae  Augustensis) 
•ihren  Vergleich  Uber  den  Hirsauerhof  zu  Hetlbronn  an.  —  1331  (7.  idus  oct.) 
Okt.  9.  —  B9g.  Boiea  9, 386. 

120.  Kaiser  Ludwig  [IV.]  bestdtigt  der  Stadt  Heilbronn  ihre 
10  Privileyien.  —  Trient  1330  Jan.  4. 

StJL.  Heilbronn  7,  Prtvilegien.  Or.,  It.  Pg.  mit  goldetier  BuUe  an  rot- 
grilner  Seidenschnur  und  fim  Text)  kaiserlichem  Monogramm.  Unten  von  anderer 
Hand:  Ego  frater  Heinricns  sacre  theolo[g]ie  doctor  et  fungens  officio  can- 
cellarie  aule  imperialis  nomine  et  loco  archiepiscopi  Coloniensis  archicancellarii 
15  i)er  Italiam  recognovi.  —  Gedr. :  Lunig,  Reichsarchiv  13, 885.  Reg. :  Bohmer 
n.  1076  irrtiltnlich  zu  Jan.  5. 

Luidavicus  Dei  gratia  Bomanorum  imperator  semper  angustus. 
Prudentibus  viris  scolteto,  consnlibus  ceteriBqne  civibuB  oppidi  in 
Hailprunnen^  suie  et  imperii  ■  fidelibus  dilectis  gratiam  suam  et  omne 

20  bonam.  .  .  Solercia  imperialis  celsitudinis  ad  hoc  preeipuam  curis 
continnis  agitator,  qaaliter  fidelibas  ac  devotis  imperii  serenitas 
pacis  amene  ac  felicis  status  |  tranquillitas  suis  preparetar  temporibus 
et  ad  recompensandos  ipsorum  labores  largiflnis  consolationum  decoren- 
tar  mnneribns,  variis  qnoqne  beneiiciorum  donis  et  graciis  mnltiplicibus 

25  predoteritur.  Per  hoc  namqiie  principis  votum  |  desiderantis  subjec- 
tornm  conmoda  ampliare  gaudio  magno  et  leticia  uberi  adimpletur 
eius  qnoque  honor  et  gloria  malte  landis  preconiis  extollitur  et  varie 
exaltatnr  favoribns  subditornm.  Summe  igitur  diligencie  studio  cordis 
nostri  volumina   revolventes   invenimus  vos   per  facti  experienciam 

30  favorem  nostmm  inter  alios  fideles  imperii  aberius  meraisse.  Ob  qnod 
nostre  celsitudinis  brachiis  amplecti  vos  volentes  et  vestri  velud  illorum 
quos  in  gremio  imperatorie  claritatis  intendimus  giibemare  gerere 
soUicitudinem  atque  curam,  ut  membra  disposicione  capitis  a  noxiis 
preserventur^  fidelitatis  vestre,  cuius  sincerus  affectus  fidesque  pura  non 

35  claudicant,  peticionibus  pie  exaudicionis  januam  reserantes  vestrisque 
postulacionibus  auditum  porrigentes  benignum,  concessiones^  litteras, 
privilegia,  libertates  et  gratias  per  nos  ac  alios  predecessores  nostros 
vobis  quomodolibet  datas  vel  concessas,  ut  annis  singulis  nomine 
stftrae  sea  collecte  Romanis  regibus,  imperatoribus  sen  ipsorum  offi- 

40  cialibus  ultra  sexcentas  libras  hallensium  legalis  monete  quomodolibet 


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54  1330  Jan.  4. 

dare  non  teDeamini,  speciali  benivolencia  presentis  script!  patrocinio 
et  ex  certa  sciencia  coDfirmamas,  approbamns,  ratificamus  ac  etiam 
de  novo  concedimus  et  innovamus  de  nostre  imperatorie  plenitudine 
potestatis  inbibentes  oronino,  ne  qnisquam  vos  euiuscnmque  con- 
dipionis  existat  racione  stftre  alicuius  ultra  premissam  pecunie  sum-  5 
mam  aliqao  modo  impetat  vel  impugnet.  .  .  Sane  qnum  ampliarum  (!) 
liberalitatum  favoribas  illos  Dostram  per  clemenciam  convenit  circam- 
plecti  grateque  benignitatis  affectibns  grato  participio  decorari,  qui 
claritatem  iidei  et  debite  devociouis  constanciam  locis  et  temporibus 
oportunis  strenuitate  operum  magniiice  et  multipliciter  probavenint,  lO 
VOS;  quorum  promocionem  uberem  nostre  pietatis  gestamus  in  votis, 
hac  prerogativa  gratie  specialiter  prosequentes  et  honoris,  ut  annis 
singulis  juxta  concessionem  vobis  factam  per  dive  memorie  Rudolfum 
quondam  Romanorum  regem  predecessorem  nostrum  forum  generale 
seu  nundinas  incipientes  per  octo  dies  ante  festum  beati  Micbahelis  15 
arcfaangeli  et  per  qnindecim  dies  dictum  festum  inmediate  sequentes 
finientes  cum  omnibus  libertatibus  et  emunitatibus,  quibus  libertate 
sunt  per  divos  predecessores  nostros  Romanorum  reges  et  imperatores 
nundine  oppidi  nostri  Franckenfurg(!),  dictam  concessionem  ratam  et 
gratam  habentes  in  oppido  nostro  predicto  libere  possitis  habere  20 
eunctasque  mercaciones  et  mercimonia  vendere  ipsaque  publice,  sicut 
in  talibus  nundinis  moris  est,  vendicioni  possitis  exponere,  vobis 
vestrisque  successoribus  et  posteris  imperiali  clemencia  perpetuo  tenore 
presencium  indalgemus  .  .  advocatis  officialibus  nobilibus  ceterisque 
imperii  fidelibus  universis  status  et  condicionis  cuiuscumque  distrio-  25 
tins  inhibentes  gratie  et  favoris  nostri  sub  obtentu,  ne  vos  vestrosque 
successores  et  posteros  in  predictis  seu  ipsorum  aliquo  aut  contra  ea 
directe  vel  indirecte,  publice  vel  occulte,  aliquo  modo  impetant,  molestent 
vel  perturbent,  inmo  pocius  iuxta  suorum  (!)  possibilitatem  virium  vos 
in  eisdem  manuteneant  et  defendant.  . .  Nulli  ergo  omnino  hominum  30 
liceat^  hanc  nostre  confirmacionis,  ratificaciouis,  approbacionis  et  etiam 
nove  concessionis  paginam  infringere  vel  ei  ausu  temerario  contraire. 
Si  quis  autem  contravenire  presnmpserit,  indignacionem  nostram  et  pen- 
am  centum  marcarum  auri  puri,  quarum  medietatem  fisco,  id  est  nostre 
imperiali  camere,  reliquam  vero  injuriam  passis  applicari  volumus,  ipso  35 
facto  se  noverit  incnrsurnm.  In  cuius  rei  testimonium  presentes  con- 
scribi  et  nostra  bulla  aurea  ac  nostro  imperiali  signo  consueto  jussi- 
mus  conmuniri.  Datum  Tridenti  feria  quinta  post  circumcisionem 
Domini  sub  anno  Domini  millesimo  trecentesimo  trecesimo,  indiecione 
tercia  decima,  regni  nostri  anno  sexto  decimo,  imperii  vero  secundo.  40 


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1830  Miirz  7.  55 

121,  Bischof  Wolfram  von  Wiirzbury  bestdtigt  die  von  Konrad 
(jenannt  Ftlr  und  seiner  Frau  Bertrade,  Burgern  (opidani)  zu  Heil- 
bronn,  mit  Genehmigung  des  Bekiors  der  Pfarrkirche  Meisters  Gebwin 
und  ElnwiUigung  ihrer  Kir^der  und  Erben  Heinricky  Konrad,  Ger- 
5  hard,  Johann,  Konrad  genannt  Gebir  und  Hiltegund  gemachte  Stiftung 
fur  einen  St  LeonhardscUtar  in  der  Pfan-Jcirche,  bestehend  in  je 
8  Matter  Boggen,  Kom  und  Haber  Heilbronner  Mass,  6  Pfund  Heller 
and  einer  Karrate  guten  Welns  jdhrlichen  Einkunften  con  im  Stiftungs- 
brief  aufgezdhlten  Giltern   tfnd  die  Schenkung  der  Giiter  und  Ein- 

10  kiinfte  aclbst  an  deft  genannten  Altar  auf  Bitten  der  Stifter  und 
ihrer  Erben  und  bestimmt,  dass  die  PfrUnde  von  der  Pfarrkirche 
getrennt  als  beneficium  simplex,  ecclesiasticam  und  sacerdotale  ewig 
bestehen,  die  gegenwdrtigen  und  noch  zu  erwerbenden  EinkUnfte  kirch- 
liche  Immunitdt  geniessen  und  von  jeder  xoelUichen  Auflage  frei  sein, 

15  das  Patronatsrecht  der  zur  Zeit  der  Freiwerdung  des  Beneficiums 
dlteste  ufiter  den  Descendenten  der  Stifter  ausuben  wnd  dieser  einen 
geeigneten  Weltgeistlichen,  der  schon  Priester  sein  soil,  innerhalb  zweier 
Monate  votn  Tag  der  Erledigung  an  detn  Bektor  und  seinen  Nach- 
folgern  prdsentieren  solle,   bei  Strafe  des  Devolutionsrechts  fiir  den 

20  eitizelnen  Fall  bei  Verletzung  dieser  Bedingungen,  der  vom  Bektor 
instituierte  Pfrundner  innerhalb  Monat^frist  von  der  Institution  an 
in  Heilbronn  personliche  Be»id^nz  zu  halfen,  die  Oblationen  und  Mess- 
stipendien  (?  recommandationes)  filr  den  Altar  oder  fiir  die  Pfarr- 
kirche an  den  Pleban  oder  einen  Priester  der  Pfarrkirche  abzugeben 

26  habe,  bis  er  mit  eigenen  Messgewdndern  versehen  m,  andere  ihm  oder 
dem  Altar  gemachte  Zuwendungen  dagegen  fur  sich  oder  den  Altar 
verwenden  diirfe.  —  Wiirzburg  (MCCXXX  nonas  marcii  pontificatus 
noBtri  anno  sexto)  1330  ^)  Mdrz  7. 

Heilbronn  Lade  23^  17.     Or.,  Pg,    Siegel  urapr,  abhangend  ahgegange^h, 

BO  122.   GMa,    Priorin,    und   Konoent   des    Klosters    Steinheim 

verkaufen  dem  Kloster  Adelberg  ihren  Garten  zu  Heilbronn  vor  dem 
Sulmener  Thor,  Capplaungarten  genannt,  wo  letzteres  bereits  einen 
Garten  hat,  Schulden  halber  um  35  Pfund  Heller,  woriiber  sie 
quittieren,   und  verzichten  auf  Jeden  Bechtsvorteil,   der  den   Vertrag 

35  ungOltig  machen  konnte  (excepcioni  non  numerate,  non  solute  pecunie 
vel  in  U8U8  .  .  elaustri  non  converse,  beneficio  restitucionis  in  integ- 


«)  Nach  der  Schrift  aus  dieser  ZeU.   Ber  Stiftungsbrief  von  1328  Febr.  16 
Bischof  Wolfram  1322—1333,  1230  Bischof  Hermann. 


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56  1330  Mai  5  —  1330  Juni  11. 

ram,  decepcioni  ultra  dimidiam  ju8ti  precii,  accioni  sen  excepcioni 
doli  et  in  factum,  juri  dicenti  specialia  in  generalibus  non  venire 
vel  ea  in  ipsis  minime  oomprehendi,  condicioni  indebiti  sine  causa 
et  ex  justa  causa,  fori  privilegio,  omnibus  litteris  et  graciis  .  .  .  et 
specialiter  juri  dicenti  generalem  renuneiacionem  non  valere,  .  .  om-  5 
nibus  et  singulis  exoepcionibus^  cavillacionibus  et  defensionibus  juris 
canonici  et  civilis  ac  facti.)  —  Die  Stadt  Heilbronn  siegelt  mit.  — 
1330  (sabbato  post  festum  invencionis  sancte  crucis)  Mai  5. 

St,A.  Adelberg  16,     Or,,  Pg,   mit  2  Siegeln.    Das  SUsdtsiegel  an  erster 
Stelle  fferloren  gegangen:  ea  folgt  dann  daa  Siegel   dea  Kotwents,   dann  das  10 
der  Priorin, 

123*  Schwester  Heliciff,  Lingart^)  and  Hildegtmd,  Geschwister 
ZH  Griesheim,  genannt  die  Nagenlocherinnen,  schenken  dent  Kloster 
der  mitideren  Brilder  zu  Heilbronn  ein  Viertel  ihres  Hofes  zuOber- 
griesheim  (die  G  titer  werden  aufgezdhli).  —  Zeugen:  Luppolt  der  15 
Schultkeiss,  Heiurich  LiebUiy,  BUrgdrtneister,  Bruder  Ludwig  von 
Owe,  Guardian  des  genannten  Klosters,  Bruder  Johann  dsr  Herren- 
berger;  Lvppolt,  Procurator  dss  Klosters  leiht  die  Guter  an  Volz  von 
Griesheim  und  seine  Frau  Engelburg  gegen  eine  Giilte  von  4  McUter 
Roggen,  —  Siegler  Luppolt,  —  1330  (montag  vor  sant  Viti  tag  des  20 
marterers)  Juni  11. 

Kopialbueh  des  St,  Klaraklosters  fol,  79, 

124.  Erzbischof  Petrus   von  Nazareth,   die   Bischbfe    Thotnas 
von  Annaghdown  (Enachdunensis),  Bernard  von  Sebaste,  Salman  von 
Worms,  Meletius  von   Galiipoliy   Vincentins   von   Mariana  (Marane),  25 
Jordanus  von  Acerno,  Benedikt  von  Gardiki  (Cardicensis)   und  Jor- 
daniis    von  Colombo  Derleihen   zur  Forderung   des  Besuchs   und  der 
Verehrung  der  Kilianskirche  in  Heilbronn  alien   reumUtig  Beichten- 
den,  die  an  den  Festen  der  HeUigen,   auf  deren  Namen  die  Altdre 
Oder  Reliquien  geweiht  sind,   an   den  Festen  des  Herrn,  Kreuzerfin-  SO 
dung   und  -erhohung,    der   hL   Jungfrau,    Geburt   und  Enthauptung 
Johannis,  der  Apostel  und  Evangelisten,  der  hi,  Stephan^  Laurentius, 
Vincentius,  Georg,  Martin,  Nicolaus,  Gregorius,  Augustinus,  Hierony- 
mus,  Magdalena,  Kathanna,  Margarethe,  CdcUia,  Lucia,  Agatha,  Agnes, 
der  11000  Jungfrauen,  Allerheiligen,  den  Oktaven  dieser  Feste  und  35 
den  Sonntagen  Gebets  h<ilber  besuchen,  oder  der  Messe,  Predigt,  Matutin, 


»)  Or,  Luigart?. 


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1330  Sept.  9  —  1331  Jan.  25.  57 

Vesper  %ind  den  andern  Offizien  beitvohnen  oder  den  Leib  des  Herrn 
oder  das  heilige  01  zu  den  Kranke^i  begleiten  oder  beim  Abend- 
Iduten  nach  romiscker  Sitte  drei  Ave  Maria  oder  auf  dent  Kirchhof 
ieten,  endlich  alien,  die  fur  die  Fabrik  der  Kirche^  Lichter,  Oma- 
5  mente  und  fur  andere  Bediirfnisse  beisteuem,  im  Testament  oder  sonst 
Schenkungen  und  VerttUichtnisse  machen,  40  Tage  Ablass,  wenn  die 
Zustimmung  des  Diozesanen  hinzuko^nmt,  —  Avignon  1330  Sept.  9, 
Johannis  XXII  anno  14.  (statt  15.) 

Heilbronn  Gymn,  Btbl,    Or,,  It.  Pg,    An  gedrehten  SeidenschnUren  teil- 
10  weise  noch  rote  SiegelresU.    Die  Initialen  der  BischofasUze  rot  und  grUn,  die 
erete  ZeUe  Universis  sancte  matris  schdn  verziert,     Vom   em  Chrigtuskopf  in 
Fcarhen,  mit  langem  Gesieht,  sehr  regelmdssig  geordnetem  Haar  und  Bart, 

12S»  Heinrich  Wicmar,  Biirger  zu  Heilbronn,  bekommt  von  Ger- 
lack,  Dekan,  und  Kajntel  des  Stifts  zu  Wimpfen  5^U  Morgen  Wein- 

15  gdrten  zu  Heilbronn,  fruher  dem  Dekan  Burchard  zu  Wimpfen  und  devi 
Heilbronner  Biirger  Heinrich  Reminge  gehorig  (am  Stiftberg,  am  Nord- 
berg,  zu  Brettenloch,  am  Rudenberg  neben  Giitern  RatzemanSy  Syfrids 
von  Lauffen,  Heinrich  Zodes,  Heinrich  Dorwarts,  Albrechts  des  Hunrers, 
Konrad  Kubels  und  Heinrichs  des  Leders)  und  2  Morgen  Acker  und 

20  l^k  Morgen  Wiesen  zu  Horkheim,  zur  Widem  des  Gotteshauses  zu 
Horkheim  gehorig  und  friiher  im  Besitz  Walther  Eppelins,  Burgers 
zu  Heilbronn,  als  Erblehen  um  cineti  Zins  von  30  Elmer  Wein,  auch 
bet  Misswachs  zu  entrichten,  hat  die  Lese  mit  den  Furchgenossen  zu 
beginnen,    drei  Tage  darnach   den   Wein  nach   Wimpfen  zu  fuhreh, 

25  bei  Versdumnis  fur  Schaden  zu  haften  und  darf  die  Giiter  nicht 
teilen,  —  Siegler  Comtur  und  Schdtheiss  zu  Heilbronn,  —  1330  (sant 
Thomas  des  zwelfboten  tage  vor  wihennahten)  Dez.  21. 

Gedr, ;  Oberrhein  11, 169  nach  jUng,  Necrolog  von  Wimpfen  fol.  64, 

126.  Junte  genannt  die  Fiezsin,  Biirgerin  zu  Weinsberg,  giebt 
30  ihrer  Tochter  Anna,  Nonne  im  St,  Klarakloster  zxu  Heilbronn,  ihr 
Sechstel  vom  Zehnten  zu  Weinsberg  und  bestimmt,  da^s  dasselbe  nach 
ihr  beider  Tod  an  das  Kloster  fallen  solle,  Zeugen :  ihr  Oheim  Hein- 
rich Swarzenberg  und  Wemher  Erenberg,  Richter  zu  Weinsberg.  — 
Siegler  Benz,  Schultheiss  daselbst.  —  1331  (an  sante  Pauls  bekertem 
35  tage)  Jan.  25. 

St  A.  Heilbronn  IV,  Klarakloster.  (Jr.,  Pg.y  Siegel  ahhangefvd,  zerhrochen, 
Siegetstreifen  mit  dem  Bild  herausgerieeen.  Ehd.  Copie  aue  der  2.  Halfie 
des  15.  Jh. 


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58  1331  Febr.  8  —  1331  Mai  30. 

127.  Konrad  der  Kleine  (von  Thalheim),  Kdelknecht,  mid  sein 
Svhn  Konrad  verzichten  dem  St.  KlaraklosUr  in  Heilbronn  gegen- 
iWer  anf  aUe  Anspruchej  die  sie  auf  die  GUter  haben  komiten,  die 
des  ersteren  Voter  Konrad  der  Kleine  dem  Kloster  gegeben  hatte. 
—  Zeugen:  Burkq.rt  Sturmfeder,  der  untere  Lamlcogt  des  Landgerichts  5 
zu  Wimp/en,  Raban  von  Neuenstein,  Konrad  von  Neuenstein,  Ger- 
hart  von  Blankenstein,  Rigger  von  Tkalheim,  Albrecht  von  (Nitperch) 
Neipperg,  Ritter,  Heinrich  Fivir,  Konrad  Fivir,  Richter  zu  Heilbronn, 
n,  a,  fw.  —  Siegkr  Konrad  der  Kleitte,  Burkart  Sturmfeder,  Raben 
uiid  Konrad  von  Neuenstein.  —  1331  (an  dera  fritage  nach  unserre  10 
frauwen  tag  kertzewihe)  Febr,  8. 

St.A,   Heilbronn  IV,  Klarakloster,     (Jr.,   Pg.,    mit  4  Siegeln,    2  links 
obetif  3  links,  4  rechts  ohen  am  Rand  htscMdigt. 

12H*  Herzog  Otto  zu  Osterreich  undSUsyer  verJieisst  dem  Schult- 
heiss,  dem  Rat  und  den  Biirgern  von  Heilbronn,  die  ihm  zugeschworen  15 
haben,  alle  Freiheiten  von  Kaisern  und  Konigen,  besonders  die  von 
Konig  Ludwig,  zu  halten,  und  sie  cds  Pjleger  des  Reichs  zu  fordem, 
wenn  sein  Vicariaisamt  angehe.  —  Niirnberg  1331  (donrstag  nach 
uzgender  pfingstwochen)  Mai  30. 

8tJL.  Heilbronn  I,  Privilegien.     Or,,  Pg.,  Siegel  stark  beschddigi,   die  20 
obere  H&lfU  fehlt.    (HeUhronn,  Lade  1,  Copie  18.  Jh.  unrichtig  1333);  vgl. 
Esslinger    U.B.   1,304.   —   Fur    Colmar  gedr.:   LUnig,   Reichsarchiv  14,712 
fJuni  4). 

129.  Heinrich  von  Nordheim,  Biirger  zu  Heilbronn,  und  seine 
Frau  Innengard  vennachen  dem  Bruder  des  ersteren,  Eberhard  Hesse,  25 
Biirger  zu  Wimp/en  ihre  Gufer,  urn  damit  das  Seelgerdte  auszurichten, 
das  sie  selber  nicht  bezahlt  haben,  und  die  zwei  Priester  an  den  beiden 
von  ihnen  gesti/teten  P/rUfiden  zu   unterhalten.     Nach  seifiem    Tod 
soUen  die  Acker,  auf  denen  KortigiHten  fur  die  Pfrutulen  ruhen,  an 
diese  fallen  wid  nach  der  Handfeste  darilber  verteilt  werden,  ebenso  30 
2  Morgen  Wiesen  nach  der  Verschreibung  an  die  eine  Pfrufide,  und 
die  8  Morgen  Weingdrten  auf  Nordheimer  Markung  am  hiniern  Berg, 
Kiver  genannt,   von   denen  fur   eine   Pfrihide  1  Fuder   Wein   GiUt 
geht,  an  das  St.  Klarakloster  mit  der  Auflage,  das  Fuder  jdhrlich 
dem  Pfrilndner  zu  entrichten.     Hesse  kann  von   dem  Jahr,   in  dem  35 
er  stirbt,   den   Jjfberschuss   ilber   das  Fuder   vermachen   wem  er  will, 
wenn  er  die  Outer  in  voUem  Bau  hinterldsst.    Der   Weingarten  „diu 


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1331  Juni  23  —  1331  Juni  29.  59 

rfttc"  zu  Nordheint,  einer  Pfrunde  mit  2  Pfund  Heller ^  4  Morgen 
im  liapotenthal  zu  Hef'lbromi,  einer  Pfrunde  mit  einem  Fuder  WeiUy 
tind  ihr  Hans  zti  Heilbronn,  beiden  mit  4  tend  3  Pfund  zinsbnVy 
Hollen  den   betreffenden  Pfriinden   zufallen,   bei  letzterem  der   tJ^ber- 

5  9chuHi<  gleich  geteilt  iverden;  ferner  das  sag.  y,Konrad  Salzmanns*' 
Haus  zu  Heilbronn  neben  Walthev  Melwer,  einer  PfrUnde  mit  4  Pfund 
zinsbar  an  diese,  der  Weingarten  zu  Nordheim,  der  „Heinger,'^  zunschen 
der  Herbrandin  und  Berthold  von  Wimpfe7i  an  das  Spited  zu  Heil- 
bronny  1  Morgen  zu  Nordheim  am  Schechenhauserberg  zwischen  GUteni 

10  des  Klaraklosters  und  des  Cbestat  an  das  Spital  zu  Wimpfen,  der 
^Bretheifner^  Weingarten  den  Frauen  von  Gmiindj  Wolfelin  Frie7i 
Weingarten  den  Frauen  zu  Zimmern,  Von  drei  Morgen  Weingarten 
im  Rapetenthal  zu  Heilbronn  soUen  zwei  Pfund  Heller  fiir  ihren 
Jakrtag,  30  Schilling  filr  ein  ewiges  Licht  verwendet  werden,  nach 

15  Hesses  Tod  die  3  Morgen  an  die  beiden  Pfriinden  fallen  ufid  die  beiden 

Priester  die  3^ hi  Pfund  zahlen,   bei  Sdumnis  von  den  Lehensherrn 

'   der  Pfriinden  gestraft  werden   konnen,     Nach  Irmengards  Tod  soil 

das  von  Berthold^  Kremer  gekaufte  Ha  us  hinter  dessen  Ha  us  Irmelin 

Lieberlibin,   ihrer  Schwestertochter,    nach  deren  Tod  dem  Spital  zu 

20  Heilbronn  zufallen,  —  Siegler  die  beiden  Brilder.  —  1331  (sanct 
Johans  obent  baptisten  ze  sungibten)  Juni  23, 

Heilbronn  Lade  47.     Or,,  Pg.,  die  Sitgtl  ahgegangeti. 


130.  Die  Stddte  Esslingen,  Beutlingen,  Bottweil,  Weil,  Weins- 
berg,  Heilbronn,  Hall  und  GmUnd  schliessen  mit  Wissen  und  Willen 
25  des  Kaisers  einen  Landfriedensbund,  der  noch  ein  Jahr  nach  des 
Kaisers  Tod  wdhren  soil.  —  1331  (an  der  hailigen  zwelflTbotten  tag 
sant  Peters  and  sant  Panles,  der  an  dem  naehsten  samstag  was  nach 
sant  Johans  tag  ze  sungihten)  Jvni  29. 

SUA,  Heilbronn  J,  Einungen.    Or,,  Fg,,  Ausfertigung  dar  Stadt  Bottweil, 
30  Letztmals  gedr, :  Dield,  Esslinger  U,B,  1,  307, 

a)  Kaiser  Ludwig  beurkundet  den  von  eeinen  Sdhnen,  dem  Land  Ober- 
bayern,  dtm  Biachof  von  Augsburg  und  22  genannten  schwObischen  Stddten^ 
ddrunter  die  obigen  acht,  bis  2  Jahre  nach  seinem  Tod  geschlossenen  Land- 
friedensbund. —  Ulm  1331  Nov.  20.  —  Gedr. :  Winkelmann,  Acta  imperii  2, 335. 

35  Beg.:  Bdhmer   n.  1378,    Esslinger    U.B.   1,311.  —  Ebenso  Dez.  5.  Bdhmer 
n.  1388.    Esslinger  U.B.  ebd. 

b)  Derselhe  beurkundet  die  Emeuerung  und  Erweiterung  des  Landfriedens. 
—  Nordlingen  1340  Juni  17.  —  Gedr,:  (Vischer)  Eorsch,  d.  Gesch,  2,188, 
Beg. :  Bdhmer  addit,  3  n.  3447,  vgl.  Esslinger  U,B.  1, 346, 


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60  1381  Dez.  11  —  1888  Mai  28. 

131.  Engelhard  und  £hi(/elhard  Kanrad  von  Wehisberg  ver- 
kitufen  an  ihren  Wirt  LiHwin,  Burger  zu  heilhronn,  10  SchiUing 
Heller  Gi'dte  von  der  Milhle  zu  Neckargartachf  die  Misbak  inne  hat, 
urn  5  Pfund,  wor fiber  »ie  qnittieren.  Das  Geld  soil  stener-  und  bed- 
fret  sein.  —  1331  (an  der  nehsten  mitwochen  nach  sant  Nicolaas  5 
iaLs)\Dez.  11, 

Heilbronn  Lade  25,  42.  Or,^  Py,,  dcuf  isrgte  Siegel  abgegafhgen^  dcm  zweiit 
am  rechten  Ratid  htschUdigiy  ahhangend, 

182,  Markgraf  Hermann  von  Baden  rerkauft  an  Rudolf y  den 
Klankes  Tochtermann,   Biirger  zu  Heilbronn,   8  Pfund  Herrengult,  10 
Je  Vs  von  Roggen,  Dinkel  und  Haber  Heilbronner  Mass,  von  seinen 
G  liter n   zu  [Klein-JGartach    unter  Luneburg   und  Niederhofen    urn 
80  Pfund    Heller,    worilber  er   quittiert,   mit   W iederkaufsrecht   auf 
Georgii  in   den   ndchsten   2  Jahren    und  stellt   als  Burgen  Albrecht 
Priisse,  Benz  Honbt,  Heinrich  Vokelin,  Edelknechte,  Johann  Alwich,  15 
Biirger   zu    Heilbronn,    Wortwin,    den   Schultheissen,   Heinrich    den 
Moler,  Konrad  den  Durren,  Eberhard  Lnterstein,  HarUiep  den  Suter, 
Heinzelin  Werndruts  Sohn,  Konrad  des  Beyers  Sohn,  Konrad  Snelle, 
des  Lihte  Sohn,  Heinz  den  LAlen,   Kunzelin   R{ipe,   Vlrich  Knobe- 
lauch,  Sitze   ctew  Suter,  Konrad  den  Thiler  und  Rudolf  Biirger  zu  20 
Gartach  mit    V^e^-pflichtung  zum  Einlager  )'n  Heilbronn  zundchst  fiir 
die  genannten  Gartacher  Burger,  wenn  einer  oder  mehrere  die  Leistung 
versagen  oder  fiir  abgegangene  noch  kein  Ersatz  gestellt  ist,  auck  fiir 
die  andern    vier,  —  Siegler  der  Aussteller  und  die  Biirgtn,   die  15 
letztgenannten  mit   dem  Siegel  ihrer  Stadt  Gartach.  —   1332  (oster  25 
obent)  April  18. 

SLA.  Brackenheim  W.  21.  Or.,  Fg.,  idle  Siegel  ahgegangtn,  nnr  datt 
4.  hdngi  noch  an,  und  bei  diesem  ist  der  Sthildaiisgebrochcn.  —  Heg.:  Fester, 
Markgraf  en  von  Baden  n.  688, 

133.   Kaiser  Ludwig  giebt   t^einen   Consem   zum    Verkauf  des  30 
Dorfs  Bbckingen,  das  Reichslehen  ist,  durch  Graf  Nicolaus  von  Lowen- 
stein  an  Heilbronn.  —  Xurnberg  1333  (pfingestabent)  Mai  22. 

St.A.  Heilbronn  7,  Bockingen.     Or,,  Pg.,  MajestdUeiegtl. 

a)  Graf  Nicolaus  von  Ldwenstein  und  seine  Frau  WHleburgis  von  Wert- 
heim  verkairfen  an  BUr germeister,  SchuUheiss  und  Biirger  von  Heilbronn  das  35 
Dorf  BdcJkingen  mit  Zubehdr,  mit  lutea,  mit  gfiten,  mit  holzze  so  mit  velde, 
mit  wasser,  mit  weide,  mit  wisemat,  imd  mit  allem  dem,  das  darzd  gehoret^  ez 


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lafeMai  38.  6i 

sie  vogettey  oder  swie  es  genant  ist,  tote  sie  es  vom  Eeich  ais  Lehen  inne 
yehabt,  um  640  Pfund  Heller^  worUber  sie  quUtieren,  und  luiben  es  dem  Kaiser 
ah  Lehensherm  aufgegehen.  •—  1333  (saiuestag  in  der  phingestwochen)  Mai  29, 
—  Ehd,  Or.,  Pg.,  mii  den  Siegdn  der  Aussteller.  Aiissen  16,  Jh.:  Kaiifbrief 
5  uher  Aldten  Bockin^eD.  ' 

b)  Kaiser  Ludivig  versichert  den  GebrHdem  Albrtcht  und  Hartmann 
den  Bdckingem,  doss  sie  durch  den  Ankauf  des  Dorfs  durch  die  Stadt  HeU- 
hronn  nicht  beschwert  werden,  sondei'n  m  Gmuss  ihrer  dlthergebracMen  und 
von  ihren  Vorfahren  ererbten  Bechte  und  Gewohnkeiten  bleiben  sollen,  — 
10  OhHngen  1333  (saiiipUtag  nacli  Martini)  Nov,  13,  —  Ebd.  ()r,,  Pg,,  Majestats- 
siegd  eerbrochen. 


134*  Kfiiner  Ludwig  [IV,  J  verleiht  der  Stadt  Heilbrmm  eiueu 
Jahrmarkt  auf  Johannls,  —  NUrnberg  1333  Mai  28. 

Sua.  Hetlbronn  J,  PrivUegien.     Or,,  Pg,,  Majestatssiegd  mil  RUcksiegel 
15  an  rot',  gtlh-  and  blauseidener  Schnur,  unten  rechts  ein  Stuck  der  Umschrift 
abgebroekeU,  —  Gedr,:  Lilnig  13,886,     Reg,:  BShmer  n,  1548, 

Wir  Ludowig  von  Gotes  gnaden  Komischer  keyser  ze  alien 
ziten  meretr  dez  richs  verjehen  {  offenlichen  an  dieaem  brief  and  tQn 
knnt  alien  den  die  in  ansehent  oder  horent  lesen^  daz  wir  angejsehen 

20  haben  die  grozzen  danchgenamen  dienst,  die  uns  nnd  dem  riche  unser 
lieb  burger  ze  Hailprnnnen  j  getan  habent  und  durch  der  gnaden 
und  gunst  willen,  die  wir  zd  der  stat  and  den  burgern  baben^  in 
ein  solicb  gnaden  getan  baben  and  tdn  och  mit  disem  brief  yon 
unserm   keyserlichem  gewalt  und  haben   in  gegeben  und  geben  in 

25  och  ewiclich  einen  jarmarkt  ze  baben  und  ze  halten  und  der  sol  sich 
anheben  an  dem  nehsten  tag  nah  sant  Johans  tag  ze  sunnengihten 
und  sol  weren  und  sten  drei  gantz  wdchen  nah  einander  uiid  geben 
och  dem  selben  marcht  und  alien  den,  die  in  suchent,  alle  diu  reht/ 
yreynngC;  ere,  ehaft,  gewonhait,   gesetZ;  gelaitt  und  sioherhait,  die 

30  der  jarmarcht  in  unser  und  dez  richs  stat  ze  Franchenfurt  hat  und 
herbraht  von  alter  hat.  Und  den  selben  marcht  mit  den  vriheiten, 
geleitten  und  eren  kls  oben  benenet  ist^  bestetigen  wir  ewiclich  stet 
ze  haben  und  ze  halten  von  unserm  gewalt  mit  disem  brief  und 
wellen,   daz  iemand  dawider  si,   bi  unsern  und   dez   richs  balden. 

36  Und  daruber  ze  ein^m  urchfinde  geben  wir  in  disen  brief  mit  unserm 
keyserlichem  insigel  versigelten,  der  geben  ist  ze  Nurenberg  an  vri- 
tag  in  der  phingsten,  do  man  zalt  von  Ghristes  geburt  driuzehen 
hundert  jar,  damah  in  dem  driuundrdzzigestim  jar,  in  dem  niunssehen- 
dem  jar  unsers  richs  und  in  dem  sehsten  dez  keysertdmes. 


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62  ld88  Aug.  27  —  taii  Apr.  21. 

135.  Kaifer  Ludwig  [IV] »)  teidiiigt  zwischen  der  Stadt  Heil- 
bronn  and  detn  Comtur  und  Convent  des  Deutschen  Hatises,  dass  erstere 
den  Neckar  nach  Belieben  wenden  und  keren  nwge^  den  Deutschherrn 
fur  den  Schaden  an  ihrem  Wehr  das  frei  werdende  Belt  und  unter 

Umstdnden  nach  SchdUsung  von  vier  von  beiden  Parfeien  gestellten  5 
Schiedsmdnnern  noch  besonderen  Ersatz  geben,  ihr  Fischereirecht  lassen, 
und  wenn  der  WiderschwaU  von  den  wern  und  den  ♦rn  ihrer  MUhle 
schade,  eine  andere  Mtihlstatt  am  Neckar  nach  Anweisung  des  Kaisers 
in  derselben  Ndhe  und  Feme  geben  soUe.  —  Esslingen  1333  (freitag 
nach  sanct  Bartholomeos  tag)  Aug.  27.  10 

StA.  HeUbronn  J,  Bes,  z.  Deutschorden,  Or,y  Pg.,  Majeet&issiegel  zer- 
hrocften,  Der  BestcUigung  MaximUians  von  1500  Jan,  16  itiseriertj  dartMch 
gedr.:  Lunig  13,893  Eeg.:  Bohmer  n.  1571. 

a)  Dersdbe  entscheidet   zwischen  der  Stadt  und  dem  Deutschen  Haus 
wegen  des  Wassers,  das  durch  der  Deutschherrn  Widach  gebrochen,  die  Stadt  15 
tnoge  daselbst  ein  Wehr  nuichen,  die  Deutschherrn  das  Widctch  und  den  Gang 
des  AUwassers  von  einem  Gestade  bis  ans  andere  gegen  Bdckingen,  HeUbronn 
und  die  Halde  erhalten:  ware  der  Schaden  durch  d4M  Wehr  grosser  als  ditse 
Ergdtzungj  so  soil  jede  Partei  2  Schiedsriehter  henennen,  die,  wenn  sie  nicht  uber' 
einkommen,  die  Sachs  vors  Reich  bringen.  Falls  durch  das  Wehr  und  den  Wider-  20 
schwall  des  Wassers  den  Deutschherrn  ihre  MOhle  und  Muhlstatt  verdorben 
wird,  soil  ihnen  die  Stadt  eine  andere  in  derselben  Ndhe  und  Feme  geben.    An 
ihrem  IfHschwasser  sollen  die  Deutschherrn  durch  diese  Schiedung  kiinen  Schaden 
leiden.  —  Esslingen  1333  (sainpztag  vor  Mathei)  Sept.  18.  —   St.A.  Deutsch- 
ordenS'Neekaroberamt,  Bdckingen.    Or.yPg.  Am  Anfang  ist  ein  viereckiges  StOck,  25 
unten  der  Bug  mil  dem  Siegel  abgeschnitten  und  dbgerissen,  der  Text  unten 
ganz,  oben  nach  der  folgenden  Urkunde  zu  erg&nzen. 

b)  Karl  IV,  —  wSrUich  gleic?Uautend.  —  NUmherg  1347  (sand  Kathcrin 
tag)  Nov.  25. 

Ebd.  Or.,  Pg.,  zerrissen.    Siegel  an  gelb   und  rater  Seidenschnur  abge-  30 
gangen.     UnUrschrift  von  anderer  Hand:  £t  ego   Nicolaos   decanus  Olomu- 
censis  aule  regie  cancellarias  vice  et  nomine  reverendi  patris  domni  Gerlaci 
archiepiscopi  Maguntini  sacri  imperii  per  Germaniam  archicancellarii  recognovi. 

136.  Graf  Ludwig  der  dltere  von  Ottingen  verkauft  an  die 
BrOder  Ludwig  von  Brandenburg,  Stephan,  Ludwig  und  Wilhelm  35 
den  von  seinem  Voter  Ludwig  selig  von  Graf  Rudolf  von  Lowen- 
stein  gekauften  Weinzehnten  zxi  HeUbronn  urn  6000  Pfund  Heller.  — 
Siegler  der  AussteUer  und  [seine  Neffeh]  Ludwig  und  Friedrich  von 
Ottingen.  —  Passau  1334  (pfinztags  vor  sant  Georien  tag)  Ajyr.  21. 


*)  Der  Kaiser  war  kurz  vorher  zu  Heilbronn,  urkundet  daselbt  Aug.  16 
far  Wolf  stem  und  Kaiserslauiem.    Bdhsner  n.  2770. 


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1334  Juni  2  —  1336  Jnni  21.  63 

Beg,  Boica  7, 74.    Ma$,  z,  dtUng.  Gtsch.  4, 93. 

a)  Ludwig  der  junge,  Graf  von  Ouingen,  hestdtigt  den  Verkauf.  —  Eod. 
d.  —  Reg.  Baica  7,  76. 

137m  K.   Ltidmg  [IV.]  verleiht  HeUhronn   das  Privilegium, 

5  dass  kein  Burger,   er  sei  Pfaff  odei'  Laie,  in  weltltchen  Sachen   cor 

ein  geisUiches  Gericht  ausserhalb  der  Stadt  geladen   werden  soil  und 

Zuwiderhandelnde  dem  Reich  mit  10  Mark  Silbers  verfallefi  sollen.  — 

Cberlingen  1334  (domstSLg  vor  Bonifacii)  Juni  2. 

St.A.  HeUbronn  I,  Privitegten,    Or.,  Pg.,  MajestMssiegel  mit  RHeksiegel 
10  an  rater  Seidenscknur.  —  Gedr,:  Ltlnig  13,886.    Beg.:  B5hmar  n.  16iii. 

138*  Graf  Ludwig  von  Ottlngen  der  dltere  quittiert  dem  Bitter 
Heinrich  von  Gumpenberg,  Vitztum  von  Oberbayerft,  anstaft  des  KaiserA 
uber  3992  Heller  an  der  Wdhnmg  des  Zehnten  zu  Heilbronn.  — 
Augsburg  1334  (montag  naeh  den  snnbenttag)  Juni  27. 

15  Beg.  Boica  7,82. 

139.  Konrad  Wiggmar,  Burger  zu  Heilbronn,  schenkt  deni 
.  Kloster  BiUigheitn  seitien  Weinberg  an  der  Weissenhalde  (wibzen 
helden)  nebetx  einem  Weinberg  des  Klosters,  um  Gottes  wiUen  und 
weil  seine  Tochter  ins  Kloster  aufgenommen  warden.  Seine  Kinder 
20  Konrad,  Heinrich,  Jokann,  Katharina  und  Elisabeth  erkldren  sich 
einverstanden.  —  Siegler  sein  Mutterbruder  Liupolt  der  alte  Schult- 
heiss.  —  1335  (dinstage  nach  dem  sunnentage  so  man  singet  letare) 
Mdrz  28. 

HeUbronn  Lade  53,  BUligkeifn  2.   Or.,  Pg.,  Siegel  dbhangend  abgegangen. 

26  140.  Gebin  Miinsmaisfer,  Burger  zu  Heilbronn,  verkauft  seine 

GUter  zu  Hansen  [bei  Massenbach]  an  Graf  Ulrich  von  Wirtemberg 
um  30  Pfund  Heller,  woruber  er  quittiert.  —  1336  (fritag  vor 
Johannis  baptiste)  Juni  21. 

St.A.  Brackenheim  W.  38.     Or.,  Pg.,  Siegel  abhangend  abgegangen. 

30  141.    Gerhard,    Konrad,    Hildegund,    Anna,    Katharina    und 

Margret,  Gerhard  Fiurs  seligen  Kinder,  zu  Heilbronn  schulden  dem 
Kloster  Steinheim  6  Pfund  Heller  Zins  von  ihrer  Hofraite  zu  Heil- 
bronn neben  Hans  Fiur  und  beurkunden,  dass  verabredet  warden  sei, 


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64  138?  Febr.  7  —  ml  Dez.  1. 

ihre  Schwester  Klara  im  Kloster  soUe  dieses  Geld  genhasen  mid  ihr 
Gewand  damit  bessern  durfen,  die  Klosterfrauen  die  Erlaubntis  hiefur 
von  ihrer  Meisterschaft  einholen,  die  AussteUer  das  Becht  des  Ruck- 
kaufs  um  60  Pfund  bis  Georgii  fiber  2  Jahre  haben,  im  Fall  des 
Riickkaufs  die  Frauen  der  Klara  den  Zins  beweisen,  doss  $ie  sicher  5 
sei,  nach  ihrem  Tod  der  Zins  zu  einem  ewigen ,  Seelgerdte  fUr  die 
Verwandtschaft  aiis  Kloster  fallen,  —  Siegler  LupoU,  BUrgermeister, 
Heimlich  Fiur,  ihr  Vetter,  Seitz  Gerhard,  Konrad  Fiur  GebUr,  ihr 
Vetter,  Beinbot  Wigmar^  ihr  Buhle  [=  Vetter],  Bilrger  zu  Heilbronn. 
—  13^7  (fritage  nach  unserer  fraawen  tag  kertzewihen)  Febr,  7.      10 

St,A.  Stmnheim  16,  Or.,  Pg.y  die  Siegel  folgen  in  der  Meihe  (das  Hem- 
rich  I^urs  ahgegangen):  LupoU,  Wigmar,  Gerhard  und  Konrad  Fiur. 

142.  Abt  Sigmund  und  Konvent  von  Hirsau  beurkunden,  doss 
des  Klosters  Knecht  Hermann  genannt  Hagge  dem  Kloster  Kaisers- 
heim  gegenuber  um  22  Pfund  Heller  auf  seine  AnsprUche  auf  einen  15 

Weinberg  in  der  Pfarrei  Heilbronn  am  Berg,  der  ChretteMch  genannt 
wird,  verzichtet  habe,  —  Siegler  Abt  und  Konvent  von  Hirsau,  — 
Zeugen :  Abt  Beynold  con  Schonthal,  Propst  Wichard  in  Both,  Beinbot 
V071  Botenfels,  ehemals  Propst  daselbst,  Herbrand  von  Waldeck,  die 
BrUdir  des  Klosters,  L&twin  Lfitwins  Sohn,  Biirger  zu  Heilbronn,  20 
und  Bruder  BUrchard,  Priester  und  Monch  zu  Kaisersheim.  — 
Hirsau  1337  (in  erastino  beate  Marie  Magdalene)  Jtdi  23, 

Si,A.  UeUbronn  JF,  Kaisereheimer  Hof.     Or,,  Pg,,  mit  2  Siegeln, 

143.  Konrad  Schmid  (faber)  und  seine  Frau  Hiltegundis  ver- 
kaufen  mit  Zustimmung  ihrer  Kinder  Heinrich,  Konrad,  Hedwig  und  25 
Elisabeth  der  GeisUichkeit  an  St.  Kilian  zu  Heilbronn  ein  Pfund 
Heller  Zins  von  ihrem  Haus  neben  dem  Hof  der  Witwe  des  .  .  von 
Obrigheini  und  dem  der  .  .  Brimelin  um  11  Pfund  Heller,  woruber 
sie  quittierefi.  Das  Geld  soil  steuerfrei  sein,  sie  verzichten  auf  jed- 
weden,  Bechtworteil,  —  Siegler  Wolfram,  Dekan  des  Kapitsls  Weins-  30 
berg,  —  1337  (feria  secunda  post  festum  sancti  Andree  apostoli)  Dez,  1, 

Heilbronn  Lade  26, 44.  Or.,  Fg,,  Siegel  abhangend,  ohen  beschddigt, 
Nachachrift  von  dersdben  Hand:  Horum  duo  solidi  cedunt  paiiperibiu  hospi- 
talis  ibidem. 

144.  Lutze  Vierdunc,  Burger  zu  Heilbronn,   und  seine  Frau  36 
Mechtild    cerkaufen    an   Konrad    Kumpost,    Biirger  zu   Heilbronn, 


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1888  Jan.  17  -  1838  Juni  28.  65 

2  Pfund  Heller  Zins  auf  Martini  von  einem  Weingarten  am  Nordberg 
(Norperg),  zwischen  den  Weingdrten  Konrad  Wicmars  und  Konrad 
Gebwins,  unter  den  Bedingungen,  doss  sie  in  drei  Jahren  vom  ndchsten 
obersten  Tag  an  den  Zins  auf  andere  eigene  oder  fremde  Guter,  die 
6  ihn  tragen  konnen,  ubertragen  diirfen,  und  stellen  als  Biirgen  Konrad 
den  Hasen  und  Heinrich  den  Katen,  Burger  zu  HeUbronn.  —  Siegler 
Heinrich  Fiuwer.  —  1338  (nehsten  samsdag  vor  sant  Agnesen  dag) 
Jan.  17. 

StJi.  Adelherg  16.    HeUbronn.    Or.,  Pg.,  Siegel  frUher  ahhangend,  Siegd- 
10  streifen  auseinandergeriasen  und  das  Siegd  jeist  angebundm,  der  linke  Band 
zeratdrt. 

14Sm  Schrot  von  Neuenstein  verkau/t  mit  Wissen  seiner  [zweiten] 
Frau  Katharina  von  Bartenau  seinen  halben  Hof  zu  Odheim,  der  wei- 
land  Heinrich  Caplan  gehorte,  und  alle  Giiter  und  Rechte  daselbst, 

16  die  dieser  seiner  Frau  Irmentrud  von  Ehrenberg  gegeben,  die  mihr 
nach  seinem  tode  worden  zue  eim  ehelicben  weibe,  an  Burksint  von 
Waldstein  (Welt-)  und  ihr  Kloster  St.  Klaraordens  zu  Heilbronn  um 
47  Pfund  Heller y  woruber  er  quittiert,  und  befidlt  das  BUckkaufsrecht 
wdhrend  der  ndchsten   vier  Jahre.  —  Zeugen:   Bruder  Albrecht  der 

20  Guardian  zu  Wiirzburg,  sein  Bruder y  Konrad  von  Neuenstein,  sein 
Bruder,  und  Gemot  von  Bartenau,  sein  Schwiegervater.  —  Siegler: 
Aussteller  und  Zeugen.  —  1338   (an  sanct  Yalentins  tag)  Febr.  14. 

Cop.B.  dee  KlarakloHera  fol.  36. 

146*  Bischof  Otto  von  Wiirzburg  bevoUmdchtigt  den  Abt  Reinold 
26  von  Schonthal  zur  Translation  der  Pfarrkirche  von  Bockingen  nach 
Heilbronn.  —  Wiirzburg  1338  Juni  28. 

St. A.  Heilbronn  I,  Bdehingen.  Or,,  Pg.,  Siegel  abhangend,  zerbtochen^ 
Faat  gam  gedr. :  Wirt.  Franken  8, 85. 

Otto  Dei  gratia  episcopus  Herbipoleusis  dileeto  in  Ghristo  Reinoldo 
30  abbati  monasterii  Speciose  Vallis  |  sue  dyocesis  ordinis  Cysterciensis 
Balatem  in  Domino  sempiternam.  Quia  at  ecclesia  in  B&ckingen 
nostre  dyocesiB  |  magnis,  altis,  amplis  et  solidis  miiriB  ab  antiquo 
mnnita  in  loco  convallinm  et  nemoribus  vicino  et  |  ad  mallignandum, 
proch  dolor,  apto  sita,  matrix  quidem  sen  parrochia  ecclesie,  ymmo 
36  ecclesiaram  et  cappellarum  opidi  in  Heylprunnen,  ne  exinde  neces- 
sitas  .  .  persecutoram  dictum  opidum  in   suis  ecclesiis  sen  cappellis 

WArtt.  OeMhiohtMiMUen  V.  5 


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66  1938  Aug.  20. 

vel  .  .  personis  ecclesiasticis  et  secularibas  seu  bonis  suis  devastare 
valeat  sen  aliter  pregravare  et  ne  hostiles  .  .  iniariatores  et  .  .  depre- 
datores  malligni  receptaculum  valeant  in  eadem  habere,  prout  bac- 
tenus  verisimiliter  ac  probabiliter  timebatar,  ymmo  id  jamdudam 
ipso  sancto  sepius  daropnosius  est  conpertam,  ut  legitime  nobis  con-  5 
Stat,  sed  ut  eadem  ecclesia  parrochialis  et  per  consequens  prescrip- 
tum  opidum  in  .  ,  personis  et  bonis  sais  liberiores  et  secoriores  exi- 
stant  ab  hostilitatis  et  persecutionis  incursu  et  at  buiusmodi  pericu- 
lonim  dispendium  facilius  declinetur,  quinimmo  etiam  meliorationis 
evidentis  causa  et  gratia  frequentioris  et  securioris  concursus  seu  10 
accessus  .  .  hominum  nee  non  eorum  devotionis  maioris  atque  cultus 
divini,  ad  locum  intra  vel  extra  s[itnm]  prope  muros  diet!  opidi 
congruum  sive  aptum  debite  transferatur,  de  juris  permissione  rite 
decrevimus  et  presentibus  indulgemus,  ita  tamen  quod  cappelia  cum 
altari  et  cimiterio  in  priori  loco  suo  debite  perseveret  et  locus  seu  15 
superficies  inibi  Deo  semel  consecratus  seu  consecrata  amplius  ad 
humanos  sive  prophanos  usus  non  redeat,  sed  remaneat  perpetuo 
murorum  ambitu  circumdatus  et  nichilo  minus  divinum  officiura 
per  .  .  presbyterum,  ut  jus  exigit,  perpetuis  temporibus  peragatur 
ibidem.  Vobis  itaque  at  dictam  ecclesiam  in  B5ckingen  infringere  20 
valeatis  plenam  et  liberam  in  hiis  scriptis  concedimus  facultatem. 
Omnibus  quoque  vere  penitentibus  et  confessis  ad  eandem  confrac- 
tionem  confluentibus  et  manum  porrigentibus  adiutricem  viginti  dies 
criminalium  et  annum  venialium  iniuncte  sibi  penitentie  misericorditer 
in  Domino  relaxamus.  Datum  Herbipoli  anno  Domini  1338  4.  kalen-  25 
das  iulii  pontificatus  nostri  anno  quarto. 

147 •  Kaiser  Ludwig  [IV.]  geivdhrt  dem  Rat  und  den  Burgern 
von  Heilbronn  die  Vergiimtigung,  d^ss  sie  Hire  Mifbiirger  und  Surge- 
rinnen,  die  umb  soUich  sach;  di  unzeitlich  oder  unrediich  wern,  vor 
geidliches  oder  loelUiches  Gericht  geladen  werden,  auf  Kosten  der  30 
Kldger  verteidigen  dilrfen,  Erwdchst  der  Stadt  oder  den  Beklagten 
Schaden,  so  dUrfen  sie  sich  da  fur  an  Leib  und  Gut  des  SchuUligen 
halten,  bi^  ikm  da/ilr  eine  gerichtliche  Busse  auferlegt  unrd,  —  Frank- 
furt 1338  (dornstag  vor  sant  Bartholomestag)  Aug.  20. 

St.A.  Heilbronn  I,  Privil.     Or.,  Pg.y  Majestatssiegel  mil  ROcksiegel  an 
griin'  und  rater  Seidenschnur.  —  Gedr. :  LUnig  13, 886.    Reg,  Bdhmer  n.  1926.  35 

148*  Kaiser  Ludwig  I IV.]  bestdtigt  dem  Kloster  Kaisersheim 
seine  GiW  r  hvi  und  in  Heilbronn,  besonders  die  Hiiuser  und  (rebdude 


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1338  Nov.  19  -  1339  Nov.  24.  Ql 

vom  ehemaligen  Hirsatter  Hof  und  die  Weinberge  bel  der  Stadt  iyi 
und  amser  der  Mark  mit  alien  Rechten  und  Immunitdten,  —  Munchen 
1338  (in  die  beate  Elisabeth)  Nov.  19, 

HeUbronn  248  III,  2, 1.    Abschrift  aus  dem  18.  Jh.    Reg.  Boica  7, 228. 
5  Bdhmer  n.  1949.    Schaidler,  Kaiaersheim  68. 

14:9 •  Wblflin  Stameler  von  Weinsberg,  seine  Frau  Adelheid  und 
ihr  Sohn  Sifrit  ve^^kaufen  an  Pfaff  Albrechtj  Friihmesser  zu  Heilbronn, 
18  Schilling  Heller,  eine  Gans  und  5  SommerhUhner  GiUte:  10  Schilling 
und  2  Huhner  von  Manneus  Garten  zwischen  Stameler  und  Engels  Haus, 

10  und  8  Schilling,  3  Hiihner  und  eine  Gans  an  der  von  den  Erliwin 
gestifteten  Pfrunde  von  Cunz  Humpfers  Garten  Ziehen  dem  Eiesch 
um  8V2  Pfund  Heller,  wovon  sie  3  empfangen  /laben  und  geben 
die  Giiite  vor  ehrbaren  Leuten  auf.  BUrgen  zur  Wehrung  des 
Kaufs  Syfrit  der  Kem   und  Wolfelin    Veniger.    —    Siegler   Sifrit 

16  Wolfelin.  —  1338  (nebsten  montage  vor  sant  Eatherinne  tag)  Nov.  23. 

Heilbronn  Lade  25, 43.     Or.,  Fg.,  Siegel  dbhangend,  oben  beaehadigt. 

150.  Heinrich  und  Konrad  Fiuer,  Gebriider,  Burger  zu  Heil- 
bronn, verkaufen  an  das  Kloster  Schonthal  ihre  Hofraite  zu  Heilbronn 
zwischen  Volz  Zische  und  den   Waisenhindern  um  85  Pfund  Heller 

20  und  setzen  dasselbe  vor  Gericht  in  Bes/tz  ein.  —  1339  (nebsten  fritag 
vor  dem  pfingstag)  Mai  14. 

St. A,  Sehdntkal  60.  Dr.,  Pg.,  Siadtsiegel  abkangend,  beschddigt  und 
fast  unkenntlich.     Ubersetzung  bei  Kremer,  Chran.  SchSnthal  693. 

151.  Kaiser  Ludwig  [IV.]  beurkundet  die  Entscheidung  Briider 
26  Heinrichs  von  Zipplingen,  Comturs  zu  Ulm  und  Donauworth,  Diepolds 

des  Giissen  von  Leipheim  und  Dietrichs  von  Handschuhsheim  zwischen 
Engelhard  von  Weinsberg  und  den  Fiur  von  Heilbronn  wegen  des 
Dorfes  Neckargart^ch.  —  Speier  1339  Nov.  24. 

St.A.  Heilbronn  I,  Nechargartach.    Or,,  Fg.,  Hofgerichtssiegel  mit  Buck- 
30  8iegel    Reg. :  Bdhmer  n.  2034  nach  Jager  1, 118. 

Wir  Ludwig  von  Gotes  gnaden  R5miscber  Kaiser  alle  zeit  ein 

merer  des  richs  tfin  kunt  offenlicb  an  disem  brief  alien  den  die  in  | 

ansebent  oder  b6rent  lesen,  daz  unser  lieber  getriwer  Engelhart  von 

Winspercb  der  junge  geladen   bet  fur  unser  bofgeribt  Gbflnraden  | 

85  Fiur,  Jobansen  Fiur^   Gebur  Fiur  und  Eberhartz  seilig  des  Finrs 


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68  1389  Nov.  24. 

kinde,  unser  burger  von  HailprunneD,  umb  daz  dorf  Nekkargarjtach 
und  was  dazfl  geh6rt,  daz  si  im  vorheten  wider  reht,   als  er  jach, 
und  umb  die  nutze,  die   si   davon  vil  jar  eingenomen  heten.     Die 
selben  clag  und  mizzehellnnge  enphulhen  wir  unsem  lieben  getriwen 
haimlichera  brftder   Hainrichen   von   Zipplingen,   comentur  der  tut-    5 
scben  baser  ze  Ulm  und  ze  Werde,  Diepolden  dem  Guzzen  von  Lip- 
bain  und  Dietricben  von  Hentscb&cbsbein,   unserm  bofmaisier  undc 
beizzen  si  beider  tail  brief  verb&ren  und  sehen  und  daz  ribten,  ob 
si   m&bten  minneclicb  und  lieplicben.     Do   si   daz  getaten   und   ir 
briefe  also  gesaben  und  verborten,   do  giengen  si  beiderseit  willec-  10 
licb  und  umbetvungelicben  der   selben    anspracb   und   mizzebellung 
binder  die  selben  drie  und  gelopten  bi  iren  triwen  an  eines  aydes 
Stat,    swie   si   es   scbieden    oder   ribten,   daz    wolten   si  geren  stat 
balten,  Engelbart  von  Winspereb  fur  sicb    und   alle   sin   erben,   die 
vorgenanten    Fiur    fur   sicb   und   alle    ir   erben    und   auch   ffir  irs  15 
vorgenanten   brfider  kinde.      Daz  bant  si    gescbeiden   und  verribt 
mit  beider  tail   wizzen  und  willen,   also   daz  die  vorgenanten  Fiur 
und  irs  brftder  seilig  kinde  unde  alle  ir  erben  daz  dorf  Nekkergartacb 
und  was  dazft  geb5rt  ze  dorf,  ze  veld,  ze  boltz,  ze  waide,  ze  wasser, 
riscbentzen,   besftbt   und  unbesflbt,   inne   baben  snlen  und  innemen  20 
rait  rebten  und  redelicben  gulten  und  n&tzen  die  necbsten  abt  jar, 
die  nacb  anandern   koraent,  vSUiclicb   und  gar  an  alle  widerrede 
und  bindernuzze    und   swanne    sicb  diu  selben  abt  jar  vergangen 
bant  unde  uz  sint,  so  sol  daz  selbe  dorf  und  was  dazfl  geb6rt  besAbt 
und  unbesfibt  mit  alien  rebten  und  nutzen  angevallen  und  ledig  sein  25 
an  alle  widerrede  Engelbarten  von  Winspereb  und  alle  sin  erben, 
also  daz  die  egenanten  Fiur  nocb  nieman  von  iren  wegen  nacb  dem 
selben  dorfe  Nekkergartacb  und  was  dazfl   geb5rt  nimmerroer  kain 
anspracb  nocb  rebt  baben  nocb  gewinnen  sfllen,  aun  als  ferre  ob  si 
besunder  gflt  bi  sins  vater  ziten  Gbflnratz  von  Winspereb  seilig  da  30 
selben  gehapt  baben  oder  vor  oder  sider  kauft  heten,  da  sol  er  nocb 
sin  erben  si  nibtz  an  bindern   nocb    irren,    ez   si  danne,   daz   zinse 
oder  ander   dienst  davon  geb6ren,   die   sol  man  im  davon  tfln  als 
sittelicb  und  gewonlicb  ist,  und  sulen  alle  brief,  die  si  gen  anander 
gebapt  bant  oder  nocb  funden  ^rden,  die  biz  ber  uf  disen  tag  geben  85 
waren,   ab  sin  und  tode  und  furbas  kain  kraft  nocb   mabt  baben. 
Si  hant  aucb  gescbaiden,  daz  man  daz  bus,   daz  si  in  dem  selben 
dorfe  gebuwen   bant,    iezo   schetzen   sol   und   nocb   daruf  verbuwen 
salen  die  selben  Fiur  vierzig  pbunt  bailer  zfl  dem  daz  es  iezo  kost, 
und  swanne  die  vorgenanten  abt  jar  u%  sint  und  vergangen,  so  sol  40 


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.1339  Dez.  2  —  1840  Ok.  7.  69 

daz  hnse  sin  Engelhartz  von  Winsperch  und  siner  erben  nnd  sol  er 
in  danne  die  selben  haller  wider  geben.  Ez  sol  aucb  der  selbe  von 
Winsperch  zehant  iezo  in  dem  selben  dorfe  nemen  von  ainer  ieg- 
lichen  bube,   hofstet  oder  velde  ein  hfln  und  sol  daz  also  alliu  jar 

^  tfin  ze  ainem  urknnd  und  sicherhait  ze  siner  nutzlichen  gwer,  die 
er  daran  haben  sol.  Daz  in  daz  alles  beiderseit  also  stat  nnd  unzer- 
brochen  belibe,  haben  wir  in  disen  brief  ze  einem  urkund  gesehaft 
und  haiszen  geben  versigelt  mit  unsers  hofgeribtz  insigel,  daz  daran 
hanget.     Daz  geschach   ze  Spyr  do   man   zalt   von  Gristes  geburt 

10  driuzehen  hundert  jar,   dar  nach  in  dem  nfinunddrizzigosten  jar  an 

sant  Katherinen  abent 

a)  Die  genannten  drei  Schiedsmdnner  HelUn  Engelhard  eine  Urkunde 
Uber  das  UrteU  aus.  —  Eod,  d,  —  JEbd.  Or.^  Pg,y  das  erste  Siegel  am  rechten 
Band  beschddigty  die  heiden  andem  ahgegangen. 


fr>  15 2 •  Bruder  Syfrit  von  HaU  und  der  Konvent  der  minderen 

Bruder  zu  Heilbronn  oersprechen,  das  von  Fran  Katharinny  Fried- 
richs  von  Hdnrieth  Witwe,  laut  der  Handfesie  filr  ihr,  ihres  Gemahls, 
ihrer  Vorfahren  und  Nachkomtnen  Seelenheil  zu  einem  Jahrtag  und 
zur  Besserung  des  Mahls  der  Briider  gestiftete  Pfund  Heller  Zifis 

20  von  dem  Weingarten  Richolf  Wenserichs,  BUrgers  zu  Weinsberg  atn 
Lindowe  zu  Weinsberg  neben  MerkeUn  dem  Jdger  und  Hans  Elwik 
nicht  zu  verkaufen,  zu  versetzen  und  zu  verdndem;  so^ist  oder  bei 
Versdumnis  des  Jahrtags  verfaUt  es  den  Herren  an  d^r  Pfarrkirche 
zu  St.  Kilian,  —  Siegler  der  Konvent,  Herr  Liupold  der  alte  Schult- 

26  heiss  und  Herr  Konrad  MUnsmeister,  beide  Richter  zu  Heilbronn 
und  ihre  Prokuratoren,  —  1339  (donderstage  noch  sant  Andrestag) 
Dez,  2. 

St,A,   Heilbronn  I,  Franeiekaner,     Or.,  Pg.,  Siegelreste   an   ereter,  be- 
achadigte  Siegel  an  eweiter  utid  dritter  SteUe. 

30  1S3*  Bruder  Albert,  Bischof  von  Hippus  ( Ybunensis !),  Weih- 

bischof  des  Bischof s  Otto  von  Wurzburg^  verleiht  alien,  die  filr  die 
von  ihm  zu  Ehren  Aller  Heiligen,  der  hi,  Michael  und  Margaretha 
konsekrierte  KapeUe  auf  dem  Kirchhof  der  Pfarrkirche  zu  Heilbronn 
heisteuern  oder  sie  an  Ostem,  Pfingsten,  Weihnachten,  den  Festen  der 

35  Mutter  Gottes,  der  Apostel  und  der  Patrone  Gebcts  halber  besuchen, 
40  Tage  und  eine  Qtutdragene  (karena)  Ablass.  —  1340  (dominica 
die  proxima  ante  diem  sancti  Dyonisii)  Okt,  7. 


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70  1340  Okt.  20. 

HeCbronn,  Gymn,  Bibl.  Or.,  Pg,,  die  Siegeh  ursprunglich  ahhangendy 
abgerissen,  Spdter  an  dm  Ablassbrief  von  Okt  20  angmakU  —  Der  bisher 
als  Weihbischof  von  Wurzburg  nicht  bekannte  (bet  Reiniger,  Weihbischofe  von 
WUreburg  1865,  nicht  genannte)  Albert  ist  Albert  von  Beichlingm,  zugleich 
Weihbischof  von  Bamberg  und  Mainz  (Eubd,  Hier,  caih.)  5 


154.  Erzbischof  Nerzes  von  Mmumjardj  die  Bisclwfe  Johannes 
Scemariensis,  Gracia  von  Didcigno,  Petna^  von  Acerno,  Pefrus  von 
Montemarano,  Bernardus  von  Gaiios,  Benedlkt  von  Prischthia,  Sergim^ 
von  Pola  U7id  Thomas  von  Knin  (Tiniensis)  verleihen  zttr  Forderimg 
des  Besuchs  und  der  Verehrung  der  auf  dem  Kirchhof  von  Heilbronn  10 
gelegenen  Kapelle,  die  zu  Ehren  des  Erzengels  Michael,  After  Heiligen 
nnd  der  Jungfrau  Margareta  geweiht  ist,  alien  reumiitig  Beichtenden, 
die  dieselbe  an  den  Festen  der  Patro7ie,  des  Herni,  Kreuzerfindung 
und  -erhohnng,  Maria,  Gehnrt  und  Enthauptting  Johannes  des  Tdufers, 
aller  Apostel  mid  Evamjelisten,  Allerheiligen  und  Allerseelen  und  dem  15 
Tag  der  Weihe  der  Kapelle,  ivdhrend  der  Oktaven  dieser  Feste,  die 
eine  solche  haben,  an  den  Festen  der  Heiligen  Stephanus,  Laurentius, 
Georg,  Martinus,  Nicolaus,  Gregorius,  Augustinus,  Maria  Magdalena, 
Katharina,  Margareta,  Lucia  und  der  11000  Jungfrauen  und  deti 
Sonntagen  besuchen,  die  der  Messe,  Predigt,  Matutin,  Vesper  oder  20 
den  andem  kirchlichen  Tagzeiten  anwohnen,  die  den  Leib  des  Herrn 
oder  das  heilige  01  zu  den  Krafiken  begleiten,  die  beim  Abendlduten 
nach  r'&tnischer  Weise  knieend.  drei  Ave  Maria  sprechen,  die  zur 
Fabrik,  fxXr  Lichter  mul  Ornamente  beisteuern,  die  im  Testament  oder 
sonst  Gold,  Silber,  Kleider,  Biicher,  Kelche  und  andere  notivendige  25 
Dinge  schenken,  jeder  40  Tage  Ablass,  wenn  die  Zustimmung  des 
Didzesanen  hinzukommt  —   Avignon  1340  Okt,  20, 

Heilbronn,  Ggmn,  Bibl.     Or,,  It.  Pg.,  die  9  Siegel  sind  abgegangen,  die 
Farbe  der  Seidenschnilre  ist  nicht  tnehr  kennUich.    In  der  Initiale  U  Margaretha 
mil  Buch,  Lanee  und  Drachen,  Michael  mit  Drachen  und  ein  knieendtr  Mdnch,  30 
darunter  Katharina  mit  Bad  und  Palme,  auf  der  andem  8eite  Johannes  der 
Taufer  mit  dem  Lamm,  in  Farben,  Facsimile  bei  Dilrr,  HeUbronner  Chronik  44146. 

a)  Bischof  Otto   von  WUreburg  bestdtigt   diesen  Ablassbrief  und  fUgt 
noch  40  Tage  hinzu.   —  Wurzburg  1341   (pontif.    anno  7.;   nonis   februarii) 
Febr.  5.  —  Or,,  Pg.,  mit  rot  und  gr finer  Seidenschnur  an  den  Ablassbrief  an-  35 
gesiegelt,  Siegel  abgegangen. 

155,  Adelheid  die  Hillwerin  und  Konrad  Reminge,  Bilrger  zu 
Heilbronn,  teilen  unter  einander  die  Miihle  auf  dem  Grien,  Reminge 
erhdlt  da^  obere  Bad  mit  den  beiden  Legschiffen  am  Fach  und  d<is 


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1341  Febr.  5  —  1341  MSrz  12.  71 

Reuseloch   am  Muhlbett,  Adelheid  und  ihre  Krben   oder  wer  die  2 

oder  3,  wenn  es  soviel  werden,  untern  Rdder  inne  hat,  soUen  ihn  am 

obern  Bad  befachen.    Am  Muhlbett  soil  tmch  Amahl  der  Rdder  bei- 

getragen  werden,     Bei  Strelt  wegen  des  Befachens  sollen  Sitze  Ger- 

5  hart,  Diether  Gewin  und  Heinrich   Wickmar  der  Volmerin  Tochter- 

mann  entscheiden  ufid  die  Inhaber  der  2  oder  3  untern  Rdder  nach 

deren  Amahl  am  obern  Rode  bessern  heissen,  ebenso  wenn  das  BUrger- 

fach  bricht,  sollen  die  Inhaber   nach  dem  Entscheid  der  drei  nach 

Vermbgen  helfen,     Geht  eifier  der  3  Schiedsrichter  ab,  so  sollen  die 

10  Inhaber  innerhalb  eines  Monats  einen  Naehfolger  bestellen,   andem- 

falls  thun  es  die  beiden  ubriggebliebenen  selbst.    Die  Teilung  soil  dem 

Lehensherrn   und  der  Stadt   nicht  schaden.    —    1341   (sant  Agaten 

tag)  Febr.  5. 

HeUbronn  Lade  26,     Or,,  Pg,,  das  Stadtsiegel,  urspr.  af)?utngefuiy  ahge- 
15  rissen.    Dabti  erne  Emeuerungj  wortUeh  ubereinstimmendy  aus  dem  Anfang  des 
nachstm  Jahrhunderta  mil  anhangendem  Stadtsiegel. 

IS 6,  Konrad  Volhutnd  selig,  Vikar  am  St.  Leonliardsaltar  in 
der  Pfarrkirche  zu  HeUbronn,  hat  auf  dem  Todbett  fUr  sich  und 
seine  Eltem  einen  Jahrtag  gestiftet  und  der  Kirche  fur  seinen  Jahr- 

20  tag  (er  starb  an  Cathedra  Petri,  Febr.  22)  10  Schilling  Heller  Zins 
vom  Haus  des  Walther  Steinmetz  (lajflcida)  fiir  die  Prdsenz,  2  Unien 
Wein  von  der  Witwe  des  Walther  Cerdo,  eine  halbe  Ume  und  6  Heller 
Don  der  Kossin,  ebensoviel  von  Heinrich  Munech  und  eine  Ume  von 
der  Begine  gen.  Herrenbergerin  und  fiir  den  Jahrtag  seines  Vaters 

25  (gestorben  an  Vincenztag,  Jan.  22)  10  Pfund^^  Heller  GUlte  von  .  . 
genannt  Vogeler  von  Bbchingen  angewiesen.  Wolfram,  Dekan  des 
Kapitels  Weinsberg,  Konrad  von  Kurnbach  und  Walther,  Vicare  an 
der  Pfarrkirche,  vom  Verstorbenen  als  Testamsntsvollstrecker  (fidei- 
commissarii)   bestellt,   weisen  Pfarrer   und   Vicare   der  Kilianskirche 

30  in  korperlichen  Be»itz  dieser  Einkiinfte  ein.  —  1341  (feria  tercia 
post  dominicam  qua  cantatur  reminiscere)  Mdrz  12. 

StJL  HeUbronn  I,  Religionswesen.    Dr.,  Pg.^  mit  3  beschddigten  Siegdn. 

IS  7.  Konrad   Wigmar,    Burger  zu  HeUbronn,   verkauft   dem 

Kloster  Steinheim  seine  GUter  zu  Rietenau  (RietenoTir),  um  18  Pfund 

35  Heller,  worilber  er  quittiert,  stellt  als  Wehrbilrgen  Liupolt  den  alten 


a)  Wird  ipohl  soHdoB  atatt  librai  h^an^n  mAMen. 


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72  1341  Mai  18  -  1341  Jnni  1. 

Schulfheissen,  Hans  Alwig,  und  Hans  Finer,  Burger  zu  Hellbronn,  mU 
der  Verpflfchtung  zum  Einlager  In  Heilbronn.  —  Siegler  die  Burgen, 
1341  (an  dem  nehsten  fritag  nacb  dem  uffert  dag)  Mai  18. 

St. A,  Steinheim  13.     Or.y  Pg.,   am  ersten  Sitgel  der  gauge  Rand  ahgt" 
brochen,  am  dritten  links  unten  heschddigt.  5 

IS 80  Ejigelhard  von  Weinsherg  und  seine  Frau  Hedwig  verkaufen 
ihr  Dorf  Neckargartach  mit  allem  Zubehor  nach  Inhalt  des  Schteds- 
briefs  Kaiser  Ludwigs  ^)  an  die  Biirgenneister,  den  Bat  und  die 
Burger  von  Heilbronn  ze  ainem  rebten  lehen  aim  oder  me,  alz  danne 
der  .  .  rat  ze  Haylprunnen  baisst^  .  .  .  daz  sie  ez  von  mir  und  roinen  10 
erben  und  von  unsern  nacbkomen  sullen  ze  lehen  baben  ze  glicber 
wise  alz  vorbescbaiden  ist,  alszo  daz  icb  und  min  erben  und  unser 
nacbkomen  den  von  Haylprunen  daz  selbe  leben  firbass  tragen  sullen 
von  dem  lebenherren,  von  dem  wirs  ze  leben  baben,  um  120()  Pfund 
Helkr,  woruber  sie  quittieren.  —  Siegler  die  A^^steller,  das  geistliche  16 
Gericht  zu  Wimpfen  im  Thai,  die  Stadt  Wimpfen  und  die  beiden 
Richter  Schenk  Koyirad  von  Erbach,  Engelhards  Schwdher,  und 
Dietrich  von  Gemmingen.  —  1341  (fritag  in  der  pfingestwochen) 
Juni  1. 

SUA.  Heilbronn  J,  Neckargartach.     Or,,  Pg.,  das  7.  und  4.  Stegel  zer-  20 
brochen,  das  2.  sehr  heschddigt,  das%3.  ahgegangen. 

a)  Dieselben  versprechefi  der  Stadt  fiir  sich  und  ihre  Erhen,  wenn  das 
Dorf  von  Jemand  angewonnen  wiirde,  hinnen  eines  halben  Jahres  die  Kat^fsumme 
zurOckeusahlen,  andernfaUs  mag  die  Stadt  sie  ohne  Klage  und  ohne  Zom 
pfdnden.  Dies  gtU  von  Katharinsntag  an  2  Jahre  6  Wochen  und  3  Tage.  26 
Die  Stadt  behdlt  dann  das  Euchkaufsrecht  auf  Jahr  und  Tag.  Wird  das  Dorf 
in  der  genanten  Zeit  von  niemand  angewonnen,  so  soil  die  Urkunde  heraus- 
gegeben  werden  oder  tot  und  vertUget  sein.  Sie  versprechen,  hei  Klagen  wegen 
des  Dorfes  vor  Gericht  zu  kommen,  um  den  Kauf  zu  wehren,  und  toenn  sie 
das  Dorf  auf  die  getiannte  Weise  toieder  bekommen,  den  armen  Leuten  daselbst  30 
ein  Jahr  lang  keine  ungewohnte  Schatzung  aufzuerlegen.  —  Siegler  die  AuS' 
steUsTy  Konrad  von  Helmstatt  und  Dietrich  von  Gemmingen.  —  1345  (an  der 
mitwochen  vor  sant  Kattrinen  tag)  Nov.  23.  •)  —  Ebd.  Org.,  Pg.,  das  1.  Siegel 
am  Rande  stark  heschddigt,  vom  2.  StUcke  abgebrockelt,  das  3.  und  4.  ah- 
gegangen. 35 


")  1339  Nov.  24.  —  »)  Woher  Jager  1, 119  dm  Termin  2  Jahre  6  Wochen 
15  Tage  und  das  Datum  1345  dinstag  nach  sant  agneten  tag,  Jan.  26,  hat, 
ist  nicht  erfindlich.  Da  die  von  ihm  S.  116  und  119  angefAhrten  Stmke  nach 
der  Angahe  auf  dem  Umschlag  des  Faszikels  von  Beeht  schon  zu  seiner  ZeU 
bei  einander^  sonst  aber  keines  in  dem  Faszikel  war,  muss  ein  Versehen  vor- 
liegen,  mdglicherweise  auf  Grund  des  alien  Repertoriums. 


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1342  Jan.  19  —  1342  Febr.  17.  7^ 

b)  Bisehof  Dietrich  von  Worfns  heurkundet^  doss  Heilbronn  das  Dorf 

Neckargartachy  das  von  seinem  Stift  zu  Lehen  gekt^  ewig  von  der  Herrschafi 

Weinsberg,  und  loenn  diese  es  nicht  mehr  zu  Lehen  hat  oder  ausstirbtf  voni 

Bisehof  seJbst  zu  Lehen  hahen  soU.  —  1361  (sant  Jacobs  abend  des  heiligeu 

5  zwolf  botten)  Jtili  24. 

Ebd.  Copie  von  1734,  von  J.  Ph,  JPregizer  beglauhigt.  —  DesgL  der 
BemUigungsbrirf  des  Dekans  und  Kapitels  vofi  Worms,  dass  das  Dorf  voni 
Stift  ledig  getoorden  set  und  vom  Bisehof  aUein  verliehen  werden  dUrfe,  —  Eod. 
d,  —  AUere  Copien  im  Bedbuch  von  1399  fol  136 ff.,  Heilbronn  Kasten  462, 

10  139.  Graf   Ulrich  von   Wirtemberg   eignet   den  BUrgem   von 

Heilbronn  die  Vogtei  zu  Bbckingen,  die  sein  Lehensmann  Johann  von 
Bockingen  innegehabt  und  an  die  Stadt  verkauft  half  so  dass  Wirtem- 
berg fortan  kein  Recht  inehr  darauf  liat,  —  lSi2  (nehsten  samstag 
vor  sant  Agnes  tage)  Jan.  19. 

15  St^   Heilbronn   I,    Bdckingen.      Or.,    Pg.,   mit   Siegel,     Reg.:    WiH. 

Franken  8, 86, 

a)  DesgL  die  Vogtei  zu  Bdckingen,   die  Konrad  Geivinn  von  ihm  zu 

Lehen  gehabt  and  an  die  Stadt  verkauft   hat.  —  1343  (nehsten   samstag  vor 

aant  Jobans  tage  baptisten)  Juni  21. 
20  Ebd.  Siegel  zerbrochen.  —  Reg.  a.  a.  0.  —  Vgl.  das  Wirt.  Lehenbuch 

von  1344  (ed.  Schneider,  Vjh.  8)  S.  115:  Item  Gfinrat  Gewin  von  Heilprunnen 

hat  ze  lehen  ein  halben  hofe  ze  Beggingen  und  swas  darzA  gehort  und  die 

wisen  am  Neker  zwischen  den  zwaien  varen.  —  Desgl.  S.  138,  zunschen  1370 

und  72,  dazu  noch  einen  Hof  zu  Horkheim. 

25  ^  160.  Markgr of  Rudolf  von  Baden  und  Graf  Ulrich  con  Wirtem- 
berg offnen  die  Wurm,  Nagold,  Enz  und  den  Neckar  fiir  die  Flosserei. 
—  Stuttgart  1342  Febr.  17. 

St. A.  Heilbronn  I,  Neckar  u.  s.  w.     (Jr.,  Pg.,  mit  2  Siegeln.     Gedruckt 

mit  Weglassung  des  auf  Heilbronn  bezUglichen  Satzes  und  zu  1322:  Reyscher, 

30  Gesetzessammlung  17^1,1:  zu  1342:  Moser,  Forstarchiv   12,64.    Die  andern 

Drueke  und  Reg.  bd  Fester,  Markgrirfen  von  Baden  100  n.  994.    Das  Datum 

ist  also  sieher  gestellt. 

Wir  margrave  Rfldolf  von  Baden  und  wir  grave  Ulrich  von 
Wirtenberg  verjehen  offenlich  an  disem  brief  fiir   uns,   unser  erben 

35  und  alle  unser  |  nahkomen  und  tftn  kunt  alien  den^  die  in  immer 
ansehent,  lesent  oder  h5rent  lesen,  als  wir  durch  nutze  und  frumen 
unserre  erben  und  |  aller  unsere  nahkomen  and  ouch  duroh  beit  der 
ersamen  wisen  lutte  .  .  der  burgermeister  .  •  des  rates  and  der  burger 
gemeinlich  zu  Heilprunen  sien  fibereinlkomen  umb  das  fl6ssen  uf 

40  der  Wirme,  uf  der  Nagelt,  af  der  Entze  und  uf  dem  Nekker,  also 


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74  1342  Febr.  17. 

das  wir  die  Belben  wasser  and  ouch  die  strazzen  uf  den  selben 
wassern  haben  ^affent  und  geuffet  und  das  es  immer  me  ewiclich 
ein  geoffentiu  iind  ein  geuffentia  strazze  uf  den  selben  wassern  sin 
sol  and  beliben  ze  gelicher  wise  als  hernah  geschriben  stat.  [1] 
Von  erst  so  baben  wir  die  Wirme  geuflfent  bis  gen  Pfortzhein  in  5 
die  Entze  and  swer  daraf  floseen  wil,  der  sol  von  iedem  handert 
ziromerboltzes  oder  von  iedem  handert  dylen  geben  ze  zoUe  ze 
Llebenegge  an  dem  were  sehse  haller.  [2]  Damah  so  haben  wir 
die  Nagelt  geuffent  bis  gen  Pforfzhein  in  die  Entze  and  swer  dar- 
af fl6s8en  wil,  der  sol  von  iedem  handert  zimmerholtzes  oder  von  lo 
iedem  handert  dylen  geben  ze  Liebencelle  an  dem  were  ze  zolle 
sehse  haller  and  ze  Wissenstein  zehen  haller.  [3]  Damah  so  haben 
wir  die  Enze  geuifent  als  verre  man  daraf  gefl5ssen  mag,  bis 
gen  Besenkein  in  den  Nekker.  [4]  Darnah  so  haben  wir  den 
Nekker  geuifent  ze  Besenkein  bis  gen  Heilprnnen  an  die  stetmAre  15 
mit  solcher  bescheidenheit,  swer  daraf  fl6ssen  wil,  der  sol  von  ie- 
dem handert  zimmerholtzes  oder  von  iedem  handert  dylen  geben 
ze  der  Nuwenbarch  ze  zolle  von  zwaien  weren  zweinzig  haller,  dar- 
nah ze  Pfortzhein  von  vier  weren  vierzig  haller,  ze  Utingen  von 
einem  wer  vier  haller,  ze  Niefern  von  einem  wer  vier  haller,  20 
ze  Durmentze  von  einem  were  vier  haller,  ze  Loraershein  von  einem 
wer  vier  haller,  ze  Mnlhusen  von  einem  were  vier  haller,  ze  Rosse- 
wage  von  einem  were  vier  haller,  ze  Vaihingen  von  zwaien  weren 
zweinzig  haller,  ze  dem  Obern  Ruxingen  zehen  haller,  zfl  dem  Nidern 
Haxingen  von  einem  were  vier  haller,  ze  Remikein  von  einem  were  25 
vier  haller,  ze  Biissingen  von  einem  were  vier  haller,  ze  Besenkein 
von  zwaien  weren  zweinzig  haller.  [S]  Es  ist  auch  gerette,  ze 
swelhem  were  man  zol  git,  als  vor  geschriben  stat,  da  sol  ieder 
herre  oder  ieder  arme  man,  dem  man  den  zol  git,  schatzbreter  an 
das  selbe  were  machen,  das  zwischant  den  sulen  si  zwelf  schahc  3() 
wit,  and  sain  die  schatzbretter  bflwen  and  machen  ane  der  fftrlutte 
schaden.  Man  sol  ouch  zA  deheinem  vischevache  noch  iendert  anders 
denne  als  vor  geschriben  ist  deheinen  zol  noch  nihtsit  geben.  Were 
onch  das  das  wasser  iendert  vergriisse  oder  vergriente  werde  oder 
sas  annutze  werde,  daz  man  niht  wol  gefldssen  m6hte,  bi  wes  were  35 
oder  muln  das  geschehe,  der  sol  es  africhten  and  vertig  machen  ane 
der  f&rlutte  schaden.  Es  ist  oach  gerette,  swas  af  den  fl6zzen  lit 
angeverlich  von  holtze,  es  si  af  dem  zimmerholtze  oder  af  den  dylen, 
oder  were  das  man  scheltich  oder  legschiiFe  an  die  fldsse  hanckte^ 
das  sol  alles  frilichen  and  ane  alien  zol  varen  and  gan  and  sol  anch  40 


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1342  Febr.  17.  75 

niemant  den  andem  verbieten  noch  bekumbern,  das  an  den  fl6zzen 
geirren  oder  gehindern  moht  in  deheinen  wege  ane  alle  geverde.  Es 
ist  aach  gerette,  swas  uf  den  fl&ssen  lit  von  holtze  oder  swas  dar- 
nf  vert  von  f&rlutten,  das  sol  nf  und  abe  fride  und  geleit  baben  vor 
5  aller  menglieh,  es  si  in  kriege  oder  ane  kriege.  Dasselbe  geleit 
suln  ouch  die  kouffelutte,  die  holtze  kouffent  oder  ungeverlich  kouffen 
wellen^  sie  varen  uf  den  fl6zzen  oder  si  gangen  oder  si  riten  uf  dera 
lande,  uf  oder  abe  haben  ane  alle  geverde.  Swer  aber  dawider 
leite  und  den  fride  und  daz  geleite  uberfure  oder  breiche^  das  soln 

10  wir  margrave  Rftdolf  von  Baden  und  wir  grave  Ulrich  von  Wirten- 
berg  und  unser  erben  und  alle  unser  nahkomen  weren  und  wenden 
als  verre  wir  kunnen  und  mugen  ane  alle  geverde.  Were  ouch  das 
iemant  fur  Heilprunen  ab  fl6ssen  wolt,  das  sol  zolfri  und  ane  alle 
irrunge  der  stet  ze  Heilprunnen  gan  und  varen.     Des  ze  urkunde 

15  und  ze  einer  ewigen  geziuchnust  haben  wir  margrave  Rftdolf  von 
Baden  und  grave  Ulrich  von  Wirtenberg  die  vorgenanten  disen  brief 
besigelt  mit  unsern  insigeln  die  daran  hangent,  der  geben  ist  ze 
Stfltgarten  an  dem  wisen  sunnentag  do  man  zahlt  von  Christes  ge- 
biirte  driuzehenhundert  jare  und  in  dem  zway  und  vierzigostem  jare. 

20  161.  Gertrud  von  Be7nchmge7i,  ihr  So  fin  Johann  von  Bockinyen 

und  Hiltgardf  dessen  ehellche  Wirtin,  verkciufen  an  die  Stadt  He'd- 
fjronn  urn  240  Pfund  Heller,  was  sie  von  Graf  Ulrich  von  Wirtemberg 
zu  Lehen  gehaht:  30  Schilling  Heller  vom  Schiitzenamt,  12  Schilling 
Heller  und  4  Sommerhilhner  anf  seinem  Ham  und  seiner  Hofraite 

25  vom  Gelter,  10  Schilling  Heller  von  2  Garten  von  der  Kophin,  4  Schil- 
ling HeUer,  1  FasnachU  und  1  Sommerhuhn  vom  GrUbener,  30  Heller 
von  der  Sybotin  von  ihrer  Hofraite,  18  Heller  von  der  Gelterin  von 
ihrer  Hofraite,  3  SchiUiug  Heller,  3  Sommerhilhier  und  2  Simri 
Haber  von  Dietrich  SArnj)  von  einem  Garten  und  einer  Halde,  3  Schil- 

30  ling  von  Gyllin  Krutzlins  Tochter  von  einem  Garten^  3  Schilling  Heller, 
2  Sommer-  und  1  Fas^iachthuhn  von  Emhart  von  seiner  Hofraite, 
18  Heller  vom  Schaiffener  von  einem  Acker,  1  Schilling  und  1  Sommer- 
huhn von  Auwes  seligen  Wirtin  von  ihrer  Hofraite,  8  Schilling  Heller, 
5  Sommerhilhner,   4  Simri  Haber   von  Breht  Gemminger  von  einem 

35  Acker  bei  der  Kapelle  und  einem  Garteti,  7  Schilling  und  2  Sommer- 
hilhner  von  der  Stailkin  und  2  Gdnse  und  4  Simri  Haber  von  Hammel- 
man  je  vo7i  eine^n  Garten^  2  Gdnse  von  Bochin  von  einer  Halde, 
2  Gdrten,  das  Burgstadel  zu  Bockingen,  die  zwei  Teile  [Drittel] 
einer  Halde  und  ein  Siebentel  voraus,  die  Eigenleute:  drei  Lbterer, 


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76  1342  Febr.  21  ~  1342  Juni  29. 

Hnrtmut  Gn'ibener,  den  Jungen  Hai/se,  zwel  Striibiche,  zwei  Vogeler, 
Heinrich  Syhotes  Sohn,  drei  Etnhart,  Heinrich  Haphe  und  den  Miirer, 
quittiert  fiber  die  Knufisumme  und  f/iebt  der  Stadt  alien  auf  mil 
gesamenter  hant)  mit  mundcn,  mit  handen  und  mit  halme  an  dez 
kunges  strassen,  ale  die  rihter  daht  daz  ez  kraft  and  macht  haben  5 
86It.  —  1842  (nehsten  dunderetage  nach  dem  wisscn  santage)  Febr.  21, 

St,A.  Heitbronn  /,  Bdckingen.     Or.^  Pg.^  mit  3  Siegeln^  das  erste  ser- 
broehen.  —  Beg. :  Wirt.  IVanken  6, 85. 

162.  Backer  Flhxer,  Biirger   zu   Weinsberg,   und  seine   Frau 
Elsbet   verkaufen   an  das  St.   Klarakloster  in   Heilbronn   4  Pfund  10 
HeUer  GiUte  von  Giitern   zu   Weinsberg  (am  Steinweg,   hinter  dem 
UssetzeUiausey  am  Heilbron'ner  Weg,  hinter  dem  Lindach,  am  Hunen- 
acker  iieben  Giitern  Heinrich  Senfts  des  P/arrers,  Eberhart  Mege's,,^ 
Ko7irads  des  Schwaben,  Werner  Embergifis,  Budolf  Beckers  Tochter- 
mantis,  Konrad  Benders,  Sgfried  Stuckbrots)  um  40  Pfund  und  steUen  15 
ah  Biirgen   ihren  Sohn   Hartmut,   Backers  Bruder  Konrad,   seinen 
Schwager  Heinrich  Hug  und  Wolflin  Veniger,  BUrger  zu  Weinsberg. 
—  Siegler  der  AussteUer  und  Benz  Haupt,  Biirger  zu  Weinsberg.  — 
1342  (an  der  nechsten  mittwochen  nach  sant  Walpurgen  tag)  Mai  8. 

StjL,  HeUhronn  IV ^  Klarakloster.     Copic  aus  der  Mitte  des  15.  Jahr-  2() 
hunderts. 


163.  Konrad  von  AscJihausen,  Edelhiecht,  mit  seiner  Frau  Els- 
beth  verkauft  an  Erlwin  den  alteren,  Biirger  zu  Heilbronn,  ein  Pfund 
Heller  von  seiner  Hofraite  zu  Weinsberg  auf  dem  Wiwer  zwischen 
Sigfried  dem  StAmeler  und  Konrad  Wernher  um  8  Pfund  Heller,  25 
Mid  kauft  darum  die  andere  Hdlfte  der  Hofraite,  die  sein  Bruder 
Heinrich  geerbt  hatte.  Burgen  der  genannte  Bruder,  Diether  Bircri- 
sach  u)id  Wolfelin  Veninger  mit  der  Vetpflichtung  zum  Einlager  in 
Weinsberg.  —  Siegler  Benz  Houbt  von  Weinsberg  und  des  Ausstellers 
Bruder  Heinrich  von  Aschhausen,  —  1342  (sant  Peters  tag  vor  der  30 
emte)  Juni  29. 

Heilbronn  Lade  25,44.     Or.,  Pg.^  mit  Siegeln. 

164.  Heinrich  Feuwerer  und  Berihold  Bosenblatt  der  alte, 
Burger  und  Pfleger  des  Spitals  zu  Heilbronn,  verkaufen  die  dem 
Spital  von  Sigewin  von  Schluchtern  geschenkte  Scheuer  zwischen  dessen  35 


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1848  Jan.  7  —  1343  Mlrz  la  77 

und  R&fs  des  Lewers  Wohnhatis  an  den  letzteren  urn  17  Pfund  Heller, 
—  Siegler  Spital  und  Stadt.  —  1343  (dez  dinstagez  nach  dem  obersteu 
tage)  Jan.  7. 

St.A.  SchSnthal  60.     (h',y  Pg.y   das  trste  SUgel  oben   eiwwt  beachadigi, 
5  ifbersetzung  6«  Kremer,  Chron.  Schdnthah  71&. 

16S.  Kaiser  Ludwig  [IV J  erldsst  dem  Burggrafen  Johann 
con  Nilrnberg  alle  Judenschtdden,  darunier  die  bet  Mogsse  von  Heil- 
bronn.  —  Scherdingen  1343  (gant  Agatbe  tag)  Febr.  5, 

Gedr. :  Monum.  Zoller.    3, 105  n.  109  nach  Spiessy  archiv.  Ncbenarheiten, 
10  1,118.  —  Beg.:  Spiker,  Lags  des-  Juden  in  DeutscJUand  116:  Wiener,  Beg.  z, 
Geseh.  d.  Juden  46  n.  142:  BShmer  n.  J931. 

a)  Ders.  gebietei  den  Juden,  daranter  dem  genannUn  Mogeee,  die  ScJmld- 
und  BUrgscheine  uber  die  Schulden  dea  Burggrafen   aueztd^fem  und  keine 
AnsprHche  mehr  zu  erheben.  —  Eod.  d.  —  Ebd.  108  n.  110  nach  dem  Or.  in 
15  Mitnchen, 


166.  Merclin  Bellinger  und  sein  Sohn  Johann  erkalten  vom 
Kloster  BiUigheim  die  HcUfte  von  dessen  Weinberg  am  Geroldesberg 
zu  Heilbronn  als  lebensldngliches  Lehen  urn  ein  Drittel  des  Ertrags 
von  der  Keller,  sind  verpflichtet,  denselben  in  rechtem  Bau  zu  halten; 

20  das  Kloster  fHhrt  jdhrlich  32  Karren  vom  Mist,  der  den  Lehens- 
inhabem  gehort,  und  die  Pfdhle  hinaus,  hat  ersteres  bet  Verhinderung 
wegen  Unfriedens  ndchstes  Jahr  nachztiholen,  bei  mutwilUger  Unter- 
lassung  bleibt  der  Mist  den  Lehensinhabern.  Wenn  diese  den  Wein- 
berg in  Unbau  lassen,  fdllt  er  heim,  ebemo  nach  beider  Tod,  ausser 

25  sie  lassen  es  der  hauwe  folgen.  —  Siegler  Gebewin  Milnzmeister 
(Muzemester).  —  1343  (nehesten  tage  nache  sante  Gregorien  tage) 
Mdrz  13. 

Heilbronn  Lade  53,  Billigheim  1.     Or.,  Pg.,  Siegd  dbhangend. 
§)  H<tinrich  Swencer  und  seine  Tochter   Elabeth  gane  ebenso   V«  dee 
30  genannten  Weinbergs   —   dem  enteprechend  16  Karren  Mist.    •—   Eod.  d.  — 
Ebd.  2.  das  Siegel  Miingmeisters  grdsstenteils  abgegangen. 

167.  Hermann  Kaufman  und  seine  Frau  Agnes,  BUrger  zu 
Heilbronn,  schulden  der  GeisUichkeit  an  der  Pfarrkirche  jdhrlich  ein 
Pfund  Heller  auf  Georgii  von  ihrem  frilher  dem  alten  Horning  ge- 

35  horigen  Haus  neben  Heinrich  dem  Dantz  und  Wernher  Wei^kotz  zu 
einem  Seelgerdte  fur  Btirkelin  ^ernhart  mit  Singen  und  Lesen,  und 


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78  1849  April  4  -  1343  Mai  28. 

Iiaben  die  Verpjlichtung,  dazu  ein  Pfund  Wachs  zu  Icaufen,  da  ihnen 
Bernhard  Burkelins  Bruder,  15  Pfund  bezaJUt  hat,  —  Siegler  Lhipott 
und  Gebwin  Munmiaister,  Burger  und  Richter  zu  Heilbronn,  —  13i3 
(fritag  vor  dem  palme  tag)  April  4. 

Heilbronn  Lade  25, 42,    Or,,  Pg.,  van  den  ahhangendm  Siegeln  dcuf  zweite    5 
ganz  unhennUieh,  das  erste  am  rechten  Rand  ohen  heschddigt. 

168.  Heinrich  Cremer  und  seine  Frau  EUe  beurkunden,  dftss 
sie  das  bisher  dem  Heilbronner  Bilrger  Heinrich  Rebstock  gegebene 
Pfund  Heller  von  ein&t'  Wiese  gegen  Borghards  Wiese  *)  zwischen 
Heinrich  ByUngaw  dem  jungen  und  Konrad  Hunpher  auf  dem  Wier  10 
auf  Weifisberger  Marktmg  fortan  dem  St,  Klaraklosier  in  Heilbronn 
schuMen,  —  Siegler  Benz  Hdpt,  Edelknecht,  und  Rugger  Fliner, 
beide  Richter  zu  Weinsberg,  —  1343  (an  dem  palmabent)  April  5, 

Si,A,  Heilhronn  IV,  Klaraklosier,    Or.,  Fg.,  mit  gut  erhaUenen  Siegeln. 

169,  Albret  Pirgker,  Bilrger  zu  Weinsberg,  und  seine  Frau  Junthe  15 
verkaufen  an  die  Geistlichkeit  an  der  Kilianskirche  zu  Heilbronn  ein 
Pfund  Heller  auf  ihrem  Weingarten  am  Gebklinsberg  zwischen  deuen 
ihrer  Tochter  Else  und  des  Tetingers  von  Hall  auf  Weinsberger 
Mnrkung  um  10  Pfund;  bei  Versdumnis  verfaUt  der  Weingarf-en 
zu  Fronhanden,  —  Biirgen:  Hetmann  von  Steinsfeld^  Schtdtheiss  zu  20 
Wrinsberg,   wnd   Wolfelin   Veninger,  Biirger  daselbst,   mit  der  Ver- 

pJUchtung  zum  Einlager  in  Weinsberg.  —  Zeugen:  Benz  Hopt,  Rugger 
fliner  und  Konrad  Hidwer,  Richter  und  Biirger  zu  Weinsberg  u.  a. 
—  Siegler  Benz  Haupt  und  Rugger  FUner,  —  1343  (nehsten  fritag 
n^ch  unserz  herren  offarttag)  Mai  23,  25 

Heilbronn  Lade  25,44,  Or.,  Pg,,  das  eweite  Siegel  ohen  heschadigt, 
Aussen  aus  demselben  Jahrhundert:  Domine  Johannes  noveritis  quod  senior 
Pickriscr  resij^navit  omnibus  iuribus  istius  vinee  coram  Ruggero  Fliner  H. 
Hug..,.. 

170»  Konrad  Roller  tind  seine  Frau  Hedwig,  Biirger  zu  Weins-  80 
berg,  verkaufen  an  die  Abtissin  Elsbeth  und  Konvent  des  St,  Klara- 
Hosiers  zu  Heilbronn  10  Schilling  Heller  Gillte  auf  ^U    Weingarten 
am   Steinwerd  hinter  der  Burg  zu   Weinsberg  neben  der  Reinbotin 


*)  Das  ahgegangene  Burkhardswiesen,  Marhung  Ellhofen   O.A,  WHns- 
berg,     Beschreibung  des  K,R.  WUrUemberg  3,249. 


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1348  Juni  28  ~  1844  Febr;  6.  79 

litn  5  Pfund  Heller  und  stellen  als  Burgen  die  Weinsbergei'  Burger 
Wolfelin  Veniger  und  Konrad  KraboU,  —  Siegler  Benz  Hauj)t, 
Edelknecht  und  Rugger  Flinner,  Burger  und  Richier  zu  Weins- 
berg.  —  1343  (nehsten  montag  f5r  sant  Johans  tag  dez  th6ffer8) 
5  Juni  23. 

8tJL.  HeUbronn  IVy  Klarakloster.    Or.,  Pg,^  Stegel  ahlumgendj  d<i8  gweiie 
am  Unken  Band  beschadigt. 


171.  Albrecht  tier  Hooewart,  Ritter^  gelobt  fur  sich  und  seine 
Erben,  alle  Flosse  dsr  von  Heilbronn  von  Lciuffen  an  abwarts  zoll- 

\(Xfreifahren  zu  lassen  und  diese  Verpjlichtung  fUr  jeden,  an  den  er 
die  Stadt  Lauffen  versetzen  oder  verkaufen  wilrde,  in  den  Vertrag 
au/ztmehmen.  —  1343  (an  der  nehsten  mitwochen  nach  sant  Niclaus 
tag)  Dez.  10. 

SLA.   Heilbronn   J,   Xeckar  u.  ft.  w.      Or.,    Pg.,    Stegel  abhangend   in 
1&  Blechkapsd. 

172.  Konrad  Hiinpher  und  seine  Frau  Adelheid,  BUrger  zu 
Weinsberg,  verkaufen  an  Pfaff  Heinrich  von  Sontheim  zu  Heilbronn, 
der  da  besinget  die  phrunde  der  erberen  fr&wen  der  Gunzinne  leter- 
met,  fiir  die  Pfrunde  ein  Pfund  Heller  GOlte  von  ihrem  Weingarten 

20  an  der  Degkei'halde  zu  Weinsberg^  1  ^k  Morgen  zwischen  den  Wein- 
gdrten  der  Tochter  dtr  Stollin,  den  Konrad  Vdlger  baut,  und  des 
Heinrich  Knorle,  um  9  Pfund.  Der  Weingarten  soil  ungeteilt  bleiben. 
Gesckehen  zu  Weinsberg,  gefertigt  vor  dem  Gericht.  —  Siegler  Hein- 
rich Cappelan  und  Bugger  Fliner,   Richter  zu  Weinsberg.   —   1344 

25  (mantage  naeh  deme  obersten  tage)  Jan.  11. 

•  Heilbf'onn  Lade  25,44.     Or.,  Pg.,  beide  Stegel  zerbrochen,  abhangend. 

Dagwisefien  scheint  noch  ein  Stegel  gewesen  su  sein,  jetzi  dbgerissen.  Das  erste 
hat  aber  die  Umechrift  HEINRICI  DCI  C  .  .,  vom  Britten  nichis  kenntlich. 

173.  Wgmar  der  Wymerin  seligen  Sohn,  Bxirger  zu  Heilbronn, 
30  und  seine  Frau  Adelheid  verkaufen  an  das  St.  Klarakloster  1  Pfund 

Heller  GUlte  von  Giitern  zu  Frankenbach  neben  dem  Deutschherrnhof, 
den  Heinz  Schetze  inne  hat,  um  10  Pfund.  —  Siegler  Geunvin  Munss- 
maister  und  Seitz  Gerhart,  Richter  zu  Heilbronn.  —  1344  (an  dem 
nehsten  fritag  nach  sant  Agathen  tag)  Febr.  6. 

36  St. A.  Heilbronn  IV,  Klarakloster.    Or.,  Pg.,  das  zweite  Stegel  am  Unken 

Hand  beschadigt.    Ausstn,  Ende  des  15,  Jh.:  Heiuz  Eberlin. 


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80  134^  Juli  8-1844  Nov.  8. 

174.  Kaiser  Ludwig  [IV.]  besidiigt  dem  Burchard  Sturmfeder, 
der  die  Miihle  oberhalb  der  BrUcke  zu  Heilbronn  vom  Abt  von  Hirsau 
(jekmifi  hat,  die  herkommlichen  Rechte  und  Freiheiten  derselben.  — 
Le^igenfeld  1344  (samptztag  nach  sant  Peter  and  PauU  tag)  Jtdi  3, 

HeUbronn  Lade  26.     Or,,  Pg.,  Siegel  in  leinenes  SOekchen  eingendfU.         5 

175.  Konrad  Wirse,  BUrger  zu  Heilbronn,  sckenkt  dein  Kloster 
Billigheitn  seinen  Weingarten  an  der  Weissenhalde  neben  dem  des 
Sohnes  des  StruUe  und  erhdlt  ihn  mif  seiner  Fran  Gertrud  urn  einen 
Zins  von  einem  Vierling  Wachs  auf  Lichtmess  als  lebensldfigliches 
Lehen  zurUck.  Nach  ihrem  Tode  fdllt  er  zuriick,  der  Wein  in  den  10 
Fdssem  ausgenomtnen,  wenn  sie  ihn  aber  weiter  geliehen  haben,  soil 
der  hauwen  ihr  Teil  folgen.  Das  Kloster  soil  ihren  Mist  und  ihre 
Pfdhle  hinatiS'  und  den  Wein  in  ihre  Kelter  hereinfUhreyi,  Ver- 
steuert  wird  der  Weinberg  von  ihnen  selber,  —  Siegler  Luppold  und 
Konrad  Wigniar.  —  1344  (nehstem  tage  nache  sante  Reinsiode  tage)  15 
Jtdi  16, 

Heilbronn  Lade  53,  Billigheim  1.     Or.,  Pg,,  mil  2  Siegtln, 

176b  Propst  Rudolf  und  Konvent  des  Kloster s  Adelberg  erhalten 
von  Kmirad  Gebwin,  Burger  zu  Heilbronn,  5  Pfund  Heller,  bisher 
auf  seinem  Hof  zu  Sontheim,  und  2  Matter  Korn  GUlt  der  drei  20 
Friichte  auf  2^h  Morgen  Acker  unter  dem  Fleiner  Weg  unter  der 
Halde  am  grossen  Acker  zwischen  Ackern  seiner  Geschwister  wider- 
legt,  —  1344  (neihsten  miti^che  nach  aller  heiligen  tag)  Nov.  3. 

SUA.  Adelberg  16.     Or.,  Pg.^  mit  2  Siegeln,  am  ersten  der  rechte  Rand 

und  oben  und  unten  Splitter  mit  den  SiegeUtreifen  abgebrdcktU.  ,    25 

• 

177*  Hermann  von  Steinsfeld,  seine  Frau  Hiltgund  und  seine 
Schuneger  Mechtild  getiannt  die  Frechin,  Biirger  zu  Weinsberg,  ver- 
kaufen  mit  Genehmigung  Gutas  der  Diiringin,  der  Schwester  Hiltgunds, 
an  die  Abtissin  Elsbeth  und  den  Konvent  des  St.  KlaraUosters  zu  Heil- 
bronn 3^1%  Pfuful  1  Schilling  Heller,  10  Gdnse,  7  Fasnachthilhner,  30 
10  Simri  Haber,  1  Simrl  Ohringer  Mass  ungeschlagene^h  6ls  und 
22  Sommerhuhner  Giilte  von  ihren  GUtem  zu  Scheppach  bei  der  Burg 
Adolzfurt  (Adelharts-)  um  56  Pfund  Heller,  quitUeren  daruber  und 
stellen  als  BUrgen  Wolflin  Venier,  Heinrich  und  Konrad  genannt 
Wortzel,  Gebruder,  und  Heinrich  von  Steinsfeld^  Burger  zu   Weins-  35 


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1345  Jan.  10  —  1345  April  10.  81 

berg.  —  Siegler  Heinrich  Kaplan  tmd  RAgger  Fliner,  Burger  und 
Richier  zu  Weinsberg.  —  1345  (neibsten  montag  nach  dem  6ber8ten 
tag)  Jan.  10. 

St. A.  Heilhronn  IV,  Klarakloeter.     Or.,  Pg.,  mtt  6'iegeln. 

5  178.  Adelheid  StemeleriUf   Wolflln  Stemelers   IVitive,   tind  ihr 

Sohn  Siegfried  zu  Weinsberg  cerkaufen  an  Pfaff  Johann  Tieringer, 
Fruhmesser  zu  Heilbronn,  10  Schilling  Heller  und  4  Huhner  GrtUte 
auf  Martini,  7  Schilling  und  3  Hiifiner  avf  dem  Garten  des  Bloss 
und  der  Wiese  daran,  die  auch  ein  Garten  war,  und  3  Schillifig  mid 
10  ein  Huhn  von  Heinrich  Megders  Haus  und  seinem  Garten,  bei  ihrer 
Kelter  gelegen,  urn  5  Pfund  weniger  5  Schillifig.  —  Siegler  Adelheid 
und  Riigger  Fliner,  Richter  zu  Weinsberg.  —  1345  (ahten  tag  der 
ephiphanie)  Jan.  13. 

Heilbronn  Lade  26, 42.     Dr.,  Fg.^   tnit  2  Siegthi,   dcis   erste   am  linken 
15  Band  beschddigt. 

179.  Adelheid  Kellnerin  genannt  von  Heilbronn  schenkt  ihrer 
Brudertochter  Antta,  Klosterfrau  zu  BiUigheim,  und  dem  dortigen 
Kloster  einen  Morgen  Weingarf^n  an  der  Waldsteige  auf  Bockinger 
Markung  zwischen  Heinrich  Fiir  und  Gebwin  Munzmeister,  Burgern 

20  zu  Heilbronn.  Wenn  m  stirbt,  soil  das  Gut  an  Anna,  9iach  deren 
Tod  an  das  Weinkelleramt  von  BiUigheim  fallen.  DafUr  soil  man 
ihr  beider  Jahrtag  begehen,  und  an  diesem  Tag  oder  um  diese  Zeit 
den  Klosterfrauen  den  Wein  von  dem  Gut  geben,  bei  Versdumnis 
des  Jahrtags  soil  der  Wein   an  das  Spital  zu  Heilbronn  fatten.  — 

25  Siegler  die  Heilbronner  BUrger  Konrad  Gebewin  und  Nicolaus  Lute- 
win.  —  1345  (virzehen  tage  nach  ostern)  April  10. 

Heilbronn  Lade  63,  BiUigheim  3.  Dr.,  Fg.^  beide  Siegel  abhangend, 
das  zweite  stark  beschddigt. 

180*  Adelheid  die  Kellnerin  zu  Heilbronn  schenkt  den  arrnen 
30  Siechen  im  Spital  zu  Heilbronn  den  25.  Teil  der  Weinbede  zu  Gross-' 
gartach,  so  dass  sie  ihnen  aUe  Jahre  2  Eimer  Wein  geben  muss; 
nach  ihrem  Tod  geht  ihr  Eigenktmsrecht  an  den  Spital  Uber.  Damn 
bekommen  die  Siechen  an  den  vier  Tagen  in  der  Fastenzeit  [Ascher- 
mittwoch  und  die  drei  folgenden  Tage]  Wein,  so  lange  er  reicht. 
35  Wenn  die  Spitalpfleger  die   WeingiUte  versetzen  oder  verkaufen  oder 

Wftrtt.  GescbichtoquellMi  Y.  6 


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82  1345  Juli  4  —  1346  Dez.  13. 

den  Wein  nicht  austeilen,  verfallt  sie  dem  Pfrmdner  an  der  Pfarrei 
zu  Heilbronn,  —  1345  (sant  Ulrichs  tag  des  byschofs)  Julf  4, 

St.A,  HeUbronn  J,  Spttal     Or,,  Pg,,  das  urspr.  dbkangend   befesiigte 
Spitalsiegel  ahgegangen, 

18t.  Nach  schiedsrichterlichem  Spruch  der  Stddte  E!<slhigen,  r> 
ReuUingeUj  Rottweilj  Weil,  Gniund,  Hall,  IVhnp/en  und  Weinsbery 
zwfschen  Engelhard  von  Weinsberg  und  Heinrich  Harsch,  Burger  zu 
Heilbronn,  wegen  des  Dorfes  Biberach  soil  heute  Kundschaft  ver- 
nomme^i  werden,  ob  Engelhard  von  Weitisberg  selig,  Vetter  des  genanuten, 
das  Dorf  als  eigenes  oder  nur  als  Pfandgut  innegehabt  habe,  Engel-  lO 
hard  erscheint  mit  semen  Zeugen,  sein  Gegner  bleibt  au4<,  tvoruber 
Meister  Hei'tnann,  Richter  am  geistlichen  Gericht  des  Propsts  Peter 
von  Mauer  (Muwer)  zu  Wimpfen,  ehie  Urkunde  ausstellt.  —  134fi 
(santag  nach  sant  Andres  tag)  Dez,  3, 

a)  Kaiser  Ludwig  gebietet  genanntem  Engelhard,  den  Harsch  an  Leib  15 
und  Gutern  zu  aichem,   bis  er  ihm  (Engelhard)  einen  dritten  Mann  gebe  und 
Kundschaft  vernommen  sei.  —  Nurnberg  (fritages  vor  dem  palmtage,  33,  Jahr 
seiner  Reiche,  20,  des  Kaisertums)  1347  M&re  23. 

b)  Eberhard  genannt  Biirgertneister  von  Esslingen,  Walther  Golgge  von 
BeuUingen,  Berthold  der  Boiler  von  RottweU,  Gerlach  der  SchuUheiss  von  WeU,  20 
Johann  von  Binderbach  von  Gmund,  Johann  Fritze  von  Wimpfen  und  Konrad 
der  Halwtr  von  Weinsberg  entscheiden,  votn  Kaiser  beaufiragt,  zwischen  Junker 
Engelhard  von  Weinsberg  und  Heinrich  Harsch,  Albrecht  Brussen  Sohn,  Biirger 

ZH  Heilhronn,  wegen  des  Dorfes  Biberach :  Harsch  verzichtet  urn  230  Klorenzer 
Gulden  auf  das  Dorf  in  dem  Umfang,  trie  er  es  innegehabt,  und  ist  verpflichtet,  25 
es  zu  ledigen,  wenn  es  von  ihm  aus  versetzt,  haftbar  oder  ansprflchig  wdre,  — 
Siegler  die  Auss teller  mit  Ausnahme  Hulwers^  der  kein  eigenes  Siegel  hat,  — 
1347  (neclisten  sunnentag  vor  unser  frowen  tag  als  sie  gebom  wart)  Sept,  2, 
Alle  drei  StUcke  aus  Albrecht,  Weinsberger  Regesten  (Mscr,  off,  Bibl, 
Stuttgart) ;  das  leteta  im  U,B,  desselben  1, 193  (liest  unrichtig  Brascheu).  30 

182,  Heinrich  Stirbe  und  seine  Frau  Mechtild,  Biirger  zu  Weins- 
berg, verkaufen  an  Pfaff  Johannes  Dieringer,  Pfrilndner  an  der 
Pfarrkirche  zu  Jleilbronn,  30  Schilling  Heller  weniger  16  Heller  tun 
14  Pfund  und  vier  Groschenguter  und  geber  Heller  Weinsberger  Wdh- 
*rimg  von  den  Garten  bei  der  Lohmiihle,  wovon  WolfUn  von  Gundels-  85 
heim  10,  Konrad  Repplin  6  Schilling  weniger  4  Heller,  Diem  Rappe  4, 
Konrad  Dechant  5  und  Heinrich  Zimniermann  4  Schilling  giebt,  — 
Siegler:  Rugger  Fliner,  Richter,  und  Siegfried  Stemler,  Biirger  zu 
Weinsberg,  -—  1346  (sant  Lucien  tag)  Dez,  13. 

HeUbronn  Lade  25, 42.     Or,,  Pg.,  beide  Siegel  ahgegangen,  40 


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1346  Dez.  29  —  1347  Marz  23.  83 

a)  Kunz  Stirp  und  seine  Fran  Anna,  BUrger  zu  Weinsberg,  verJtaufen 
an  die  Pfarrkirche  su  Heilbrann  ein  Pfund  HeUer,  das  ate  selbst  versteuem, 
jdhrlich  von  ein&r  Wiese  zu  EUhofen  ztoiachen  LiUwin  von  Heilbrann  und 
Heinrieh  dem  SchuUheissen  um  12  Pfund  8  Schilling  und  geben  aU  BUrgm 
o  seinen  Bruder  Hans  und  Hans  Granshcin,  BUrger  zu  Weinsberg,  mit  der  Fer- 
pfiichtung  zum  Einlager  in  Weinsberg.  —  Siegler  Konrad  HUlwer  und  Kanrad 
WyUr,  Eichier  zu  Weinsberg.  —  1357  (neihsten  dindtag  vor  sant  £Ddre8  tag 
dez  heilgen  zwelfboten)  Nov,  28.  —  Eb.  43.     Or.,  Pg.,  mii  Siegeln. 

183*  Albrecht  Hirt  der  nlte  und  seine  Firm  Katharina,  BUrger 
10  2u  Heilbronn,  verkaufen  an  die  Pfarrkirche  10  Schilling  Heller  Zins 
auf  JVa  Morgen  Weingdrten  am  Stiftberg  auf  Sulmer  Markung  von 
Peter  von  Sulm  und  dem  Heller ,  BUrgern  zu  Heilbronn,  um  5  Pfund 
5  Schilling,  woriiber  sie  quittieren.  —  Siegler  Gebwin  Munsnieister  und 
dessen  Schunegersohn  Heinrieh  Wigmar.  —  (nechsten  fritag  nach  dem 
15  hailgen  tag  ze  wihennahten  1347)  1846  Dez.  29. 

StJL.  Heilbronn  I,  Rdigionswesen.    Or.,  Pg.,  das  zweite  Siegel  oben  und 
links  beschddigt. 

t84»  Herzog  Stephan  von  Buy  em  beMdtigt  dem  Graf  en  Albrecht 
von  Oftingen  und  dem  JtiJsn  Pfefferchoren  von  Triidingen  den  ihnen 
20  von  Kaiser  Ludwig  versetzten  Weinzehnten  zu  Heilbronn.  —   Donau- 
worth  1347  (freitag  nach  sant  Gregorien  tag)  Mdrz  16. 

Beg.  Boica  8,99. 

1H5.  Kaiser  Luduig  [IV.]  verleiht  dem  Rat  und  den  Biirgern 
von  Heilbronn  die  Gnade,  dass  BUrger,  Bilrgerinnen  oder  sonst  Je- 
25  ma7id  zu  Heilbronn,  die  eine  Messe  stiften,  eine  Prdsenz  oder  ein  Seel- 
gerdte  setzen  und  geben  toollen,  dies  nur  von  ihren  Giitern  ausserhaib 
der  Mark  thun  diirfen  und  dass  die  in  der  Mark  gelegenen  von  alters 
her  steuerbaren  Gilter  nicht  steuerfrei  werden  soUen.  —  NUrnberg  1347 
(fritages  vor  dem  palmetage)  Mdrz  23. 

80  St.A.  Heilbronn  I,  Privilegien.     Or.,  Pg.,  Majestdtssiegel  mt  Rucksiegel 

an  rot  und  grUner  Seidenschnur,  Umschrifi  beschddigt.    Gedr. :  LUnig  13, 887. 
Meg.:  Bohmer  n,  2562. 

186.    Elsbeth   von   Bockingen,    Adtlhelms    Witwe,   Kunz   und 

Johannes,  ihre  Sbhne,  Edelknechte,  Biirger  zu  Heilbronn,  verkaufen 

35  an  Konrad  Fiuwer,  ebenfalls  Biirger  daselbst,  einen  Zins  von  einem 

Erntehuhn,  einem  Martinshuhn  und  einem  Fasnachthuhn  von  d-er  MUhle 


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84  1347  April  22  ~  1348  Jan.  7. 

zu  Frankenbachf  die  frUher  Heinrich  der  Lotterer,  jetzt  Waliher  der 
MiiUer  inm  hat,  und  '/i  der  Vogtei  auf  der  MUhle,  urn  3^1%  Pfund 
Heller.  —  Zeugen:  Gebewin  MAnzmeister,  Heinrich  Wiginar,  Wolflin 
der  Lorcher,  Bichter  zu  Heilbronn.  —  Siegler  Elsbeth  und  die  Zetigen. 

—  1347  (an  sant  Gerigen  abant)  April  22.  ^ 

St  A,  Heilbronn  IV,  Klarafilosler,    Or.,  Pg.,  die  3  ersten  SiegelheschadigU 

187.  21  Stddte,  darunter  Heilbronn,  verbunden  sich  nach  dem 
Tode  des  Konigs  zu  gegenseitigem  Schutz  und  gemeinsamem  Vorgehen 
in  der  Frage  der  Anerkennung  eines  neuen  Kbnigs,  —  1347  (man- 
tags  nach  Gallen  tag)  Okt.  22.  10 

Die  Quelle,  Drucke  und  Eegesien  bei  DiM,  Eselinger  U.B.  1,436  n.  867. 

—  ErweiUri  und  bis  Georgii  1353  verldngert  1349  (Laurencien  tag)  Aug.  18.  EbtL 

188.  Volz  Zische,  BUrger  zu  Heilbronn,  und  seine  )Frau  Elisa- 
beth weisen  der  Geistlichkeit  an  der  Pfarrkirche  eine  Gulte  von  einem 
Pfund  Heller  auf  Frauent-ag  in  der  Ernte  an  auf  V It  Morgen  Wein-  15 
gdrten  am  Hagelsberg  auf  Sontheimer  Markung  neben  Heinrich  Wig- 
mars  Acker  und  V«  Morgen  Acker  zu  Bbckihgen  auf  der  Lachen 
zwischen  der  Voltnarin  und  dem  alien  Scheiffener.  Das  Pfund  ver- 
machte  sein  Schwdher  Bruder  BichUn  selig.  ^  Siegler  Gebwin  MUnss- 
fnaister  und  Heinrich  Wigmar,  Bichter  zu  Heilbronn.  —  1347  (neihsten  20 
dinstag  vor  sant  Thomas  tag  dez  zwelfboten)  Dez.  18. 

Heilbronn  Lade  25,42.     Or.,  Pg.,  das  zweite  Siegel  abgeriseen, 

189.  Heinrich  Hirt,  Bilrger  zu  Heilbronn,  und  seine  Frau  Elz 
verkaufen  der  Geistlichkeit  an  der  Pfarrkirche  daselbst  10  Schilling 
Heller  Zins  von  '/i  Morgen  Weingdrten  am  Stiftberg  auf  SOlmer  25 
Markung  zwischen  den  Weingdrten  des  Vincke  von  Menzingen  und 
des  Ebingers  und  Jauche's  urn  5  Pfund.  —  Siegler  Gebwin  MilnS' 
meister  und  Diether  Gebwin,  Bichter  zu  Heilbrann.  —  1348  (neihsten 
montag  naoh  dem  &b^sten  tag)  Jan.  7. 

Heilbronn  Lade  25, 43.     Or.,  Pg.,  mit  Siegeln,    Das  erste  am  rechten  30 
Band  beschddigi. 

190.  Die  Pfalzgrafen  Budolf  und  Buprecht,  GebrOder,  u^nd 
Buprecht  Herzog  Adolf s  seligen  Sohn  verzichten  zu  gumten  der  Her- 
zoge  von  Bayern  Ludwig  [von  Brandenburg],  Stejfhan  und  Lndwig 


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1348  Jan.  16  —  1348  Febr.  19.  85 

ixuf  Niederbaj/em  um  60  000  Gulden  und  6000  Mark  Silber,.  wofur 
iknen  u,  a.  der  Zehnte  zu  Heilbronn  verpfdndet  wird.  —  Ingohtadt 
1348  (mitwochen  vor  sant  Agnetis  tag)  Jan.  16. 

Gedr. :  Quellen  und  Erdrt.  e,  hayr,  und  deutschen  Gesch.  6,  403  naeh 
5  dem  Or,  im  h.  g.  Hauaarchiv  Miinckm. 

a)  Die  BrUder  St^phan  und  Ludwig  van  Bayern  bmachrieMigm  den 
Rat  und  die  Gemeinde  »u  SeObronn  davcn.  —  IngolHadt  1348  (donnerstag 
Tor  sant  Agnefeifi  tag)  Jan.  17.    Beg.  Boiea  8j  123. 

191.  Kmig  Karl  [IV.]  bestatigt  der  Stadt  Heilbronn  ihre 
10  Freiheiten,  Gewohnheiien,  Rechte  und  Briefer  verspricht^  nichts  daran 

zu  dnd&m  noeh  zu  verkUmmem,  die  Stadt  in  keiner  Not  des  Reichs 
zu  verkaufen  oder  zu  versetzen  noeh  sonst  jemand  fur  ihn  und  das 
Reich  pfanden  zu  lassen,  aagt  sie  von  oiler  biaher  verfaUenen  Reichs- 
steuer  und  der  Hilfe,  die  sie  etwa  von  den  Juden  fur  den  Schinn 
15  erhalten,  ledig,  und  erlaubt,  dass  die  andern  StacUe,  denen  er  auch 
sokhe  Brief e  gegeben,  ihr  beholfen  seien^  wenn  »ie  jemand  vofh  diesen 
Freiheiten  drdngen  woUe.  —  Ulm  1348  (nehesten  snntage  vor  uiwerr 
frowen  tag  za  liehtmessen)  Jan.  27, 

StJL  ReUhrtmn  J,  Briml.     Or.,  Pg.,  MajestatesiegtH  an  rot  und  geJher 

20  Seidensehnur.  -*  Gedr.:  Lunig  13,887.    Reg.:  Bdhmer-Huber  n.  680.  —  Ahn- 

Uehe  Frivikgien  fur  23  sehwahiaehe  Stddte,  darunter  Heilbronn,  von  1348  Jan.  9 

und  Jan.  27;  vgl.  fVischer)  Forech.  z.  Deutachen  Geechichte  2  n.  30  und  31. 

Bohmer'Huher  n.  546  und  566, 

192.  Konig  Karl  [IV.]  bejiehlt  den  Stddten  Esslingen,  Rent- 
"25  iingen,  Rottweil,  Hall,  Gmiind,  Heilbronn,  Wimpfen,  Weinsberg  und 

Weil,  nachdem  sie  ihm  durch  ihre  Bevollmdchtigten  gehuldigt,  seinen 
Laiidvogten  den  Grafen  Eberhard  und  Ulrich  von  Wirtemberg  an 
seiner  statt  zu  schworen  und  zu  hiddigen.  —  Vim  1348  (nehflten 
mitwochen  vor  unser  frowen  tag  der  liechtmesse)  Jan.  30. 

^  Gedr,:  SaiOer,  Grafen  1,137  n.  108,  —   Reg.:  Bohmer-Huber  n.  591: 

GUnter,  RoUweOer  U.B.  1,98  ».  218;  DieM,  Esslinger  U.B.  1,440  n.  880. 

193.  Bischof  Albert  von  Wiirzburg  bestdtigt  die  Stiftuiig  einer 
Pfrunde  an  der  St.  Johanniskapelle  zu  Heilbronn.  —  Wiirzburg 
1348  Febr.  19.  ^ 

85  Heilbronn  Lade  25, 35.    Or.,  Pg. ,  Siegel  an  rot  und  gruner  Seidemeeknur. 


^)  Moglich  iet  auch  Febr.  20,  da  man  manchmal  den  Sehalttag  wie  einm 
gewdhnlichen  Tag  eahUe.    Grottfend,  Zeitreehnung  1,167, 


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86  1*^8  Fcbr.  19. 

In  Dei  nomine  amen.  Albertns  Dei  gracia  electas  in  episcopnn^ 
Herbipolensem,  confirmataS;  ad  rei  memoriam  sempiternam.  Quoniam, 
ut  sacer  canon  testatur  |  bone  rei  dare  patrociniam  sea  consnltam  et 
presentis  vite  subsidium  optinere  et  eteme  remnneracionis  premium 
cernitnr  expectare,  quia  igitur  certa  bona  inmobilia  I  et  anni  redditns  5 
ac  census  sufficientes  ad  fnndacionem  seu  dotacionem  beneficii  ecclesia- 
stici  sacerdotalis  simplicis  non  curati^  raissarie  cappelle  sancti  Jobannis 
baptiste  site  intra  muros  opidi  Heilprunnen  nostre  dyocesis  instituendi 
de  novo  in  laudem  omnipotentis  Dei  et  gloriosissime  virginis  Marie  geni- 
tricis  eiusdem  beatique  Johannis  baptiste  predicti  ac  totius  ierarchye  lo 
celestis  necnon  ob  divini  numinis  cultus  augmentum  a  discreto  viro 
Heinrico;  nato  quondam  Heinrici  dicti  Wigmar  opidano  ibidem  in 
Heilprunnen  zelo  devocionis  accensso  pro  sue  et  snorum  .  .  progeni- 
torum  .  .  antecessornm  et  successorum  animarum  remidio  salutari 
annue  donati  et  deputati  existunt,  prout  documentis  annuis  ^^  nobis  15 
constat;  nos  itaque  Deum  habentes  pro  oculis,  divinum  quoque  cultum 
in  nostro  episcopatu  temporibus  nostris  augeri  ex  iniuncti  nobis  desuper 
pastoralis  officii  debito  desiderabiliter  affeetantes  necnon  huiusmodi 
missarie  fnndacionem  seu  dotacionem  ratificando  et  gratificando  in 
Domino  collaudantes  ad  ipsius  fundatoris  seu  dotatoris  predicti  suppli-  20 
cacionem  votivam,  huiusmodi  missarie  beneficium  ecclesiasticum  sim- 
plex non  curatum  prespiterale  in  cappella  sancti  Johannis  predicti  de 
consensu  honorabilis  (jlrici  de  Wirtenberg,  rectoris  ecdesie  parrochialis 
ibidem  in  Heilprunnen  expresse  et  rite  adbibito  super  eo,  in  nomine 
Patris  et  Filii  et  Spiritus  sancti  canonice  sub  hiis  scriptis  instituimus,  25 
intytulamus,  auctorisamus  ac  eciam  confirmamus  perpetuis  quidem 
temporibus  divina  favente  clemencia  duraturnm.  Jus  patronatus  autem 
huiusmodi  midsarie  ad  Heinricum  fundatorem  predictum  quoad  vixerit 
et  post  moilem  ipsius  ad  propinquiorem  seu  proximiorem  in  linea 
consanguinitatis  sue  descendentem  ab  eo,  masculini  sexus  dumtaxat,  SO 
ut  patronos  ipsius  missarie  perpetuo  pertinere  debebit,  ita  videlicet, 
quod  idem  patronus,  qui  pro  tempore  fuerit,  ydoneum  .  .  clericum 
secularem  actu  prespiterum  existentem  vel  saltem  infra  annum  a  tem- 
pore adepte  pacifice  possessionis  beneficii  huiusmodi  numerandum 
utique  prespiterandum,  legitimo  tamen  inpedimento  cessante,  ad  35 
huiusmodi  missarie  beneficium  quociens  vacaverit  pro  missario  infra 
mensem  ab  ipsius  beneficii  vacacionis  tempore  conputandum  loci  .  . 
ordinario  seu  •  •  archidiacono  presentare  debebit,   alioquin  eiusdem 


a)  Solltt  icohl  certift  heisiteti ;  rtrm'twitbtn  in  tiedattktn  an  dnn  nirhevgett^iult  unnue. 


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1348  Febr.  19.  87 

beneficii  provisio  ad  loci  dyoceBanum  pro  ilia  vice  tantummodo  per- 
tinebit.  Statnendo  quoque  irrefragabiliter  ordinamus,  quod  qnilibet 
missarius  buinsmodi  ibidem  in  Heilprannen  residenciam  faciat  per- 
sonalem  eontinuam  absque  vara  quodque  ipse  missariuB  in  dicta 
5  cappella  cottidie  nisi  legitime  inpediatur  missam  suam  habeat  sive 
dicat,  ilia  hora  videlicet,  que  ipsi  •  .  rectori  seu  plebano  ibidem  in 
suo  inre  seu  alias  absque  vara  preiudicari  non  possit,  quod  quoque 
ipse  missarius  una  cum  rectore  seu  plebano  diete  parrocbialis  ecclesie 
in  ea  presertim  in  diebus  dominicis,  celebribus  et  festivis,   in  vigi- 

10  liis  quoque  suis^  divinorum  (!)  officiis  tarn  diurnis  quam  nocturnis 
nee  non  generalibus  processionibus  debitis  et  consuetis,  legitime  tamen 
inpedimento  cessante  reverenter  intersit,  indutus  superpellicio  clericali 
legendo  et  cantando  debite  una  secum,  ut  divina  officia  ibidem  eo 
devociuS;  sollempnius  et  decencius  celebrentur,  quivis  eciam  missarius 

15  huiusmodi  universas  et  singulas  oblaciones  ae  missarum  conparaciones 
seu  animarum  reconmendaciones  quecumque  sibi  pnblice  vel  oculte 
facte  fuerint  seu  oblate  ibidem^  statim  totaliter  et  absque  vara  seu 
fraude  ipsi  . .  rectori  seu  plebano  defferat  et  presentet.  Preterea 
huiusmodi  missaria  eciam  alias  quam  ut  predicitur  in  *^  preiudicium 

20  sive  dampnum  ipsius  parrocbialis  ecclesie  suique  .  .  rectoris  seu  pie- 
bani  exnunc  vel  inantea  minime  redundare  debebit.  In  quo  ipsius 
missarii  cuiusque  conscienciam  strictius  oneramus.  Porro  bona  et 
redditus  sive  census,  cum  quibus  dicta  missaria  exnunc  dotata  est  ac 
amplius    dotabitur   in   futnrum,   revera   fore   ecclesiastiee   libertatis 

25  decemimus  et  pronunciamus  legitime  in  hiis  scriptis,  eximentes  ea 
et  presentibus  promulgantes  exempta  a  precariis,  sturis,  hcrbergis  seu 
hospiciis  ac  universaliter  ab  omni  jugo  seu  onere  cuiuslibet  layce 
seu  illicite  potestatis.  In  quorum  omnium  et  singulorum  premissorum 
testimonium  perpetuum  atque  robur  has  litteras  desnper  conscriptas 

30  mandavimus  nostri  sigilli  appensione  muniri.  Datum  Herbipoli  anno 
Domini  millesimo  CCCXL"**  octavo,  11.  kalendas  marcii. 

194.  Elz  ByrkeriUf  Burgenn  zu  Weinsberg^  verkauft  dem  Pfarrer 
tmd  den  Pfriindnern  an  der  Pfarrkirche  zu  Ileilbronn  10  Schilling 
Heller  Gulte  und  Vorgeld,  die  Kunz  Tilman  fiir  seinen  und  seiner 
35  Mutter  Jahrtag  gekaiift  hat,  von  ihrem  Weingarten  zu  Weinsberg 
zwischen  denen  des  Klosters  und  Siegfried  Engels  um  o^li  Pfnnd 
Heller  kleines  Geld.     Strafe  bei  Versdumnis  der  Zinszahlung  Verfall 


a)  dicitar  in  anf  liatur. 


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$8  1348  Jiini  4  —  1349  Marz  12. 

des  Weingartens  zu  Fronhanden.  Burden  ihr  Bnider  Albrecht  Byrker 
and  Wolflin  Venh%ger,  Bilrger  zu  Weinsberg,  mit  der  VerpJUchtung  zum 
Einlager  nach  Weinsberg.  —  Siegler  Syfrid  Stameler,  Edelhiecht,  uud 
Rugger  Fliner,  Bichter  zu  Weinsberg,  —  1348  (an  der  neihsten  mit- 
wohe  vor  dem  pfingstag)  Juni  4.  5 

Heilhromn  Lade  35,42,     Or,,  Pg.,  das  erste  Siegel  abgegangtn, 

19S.  Konig  Karl  [IV.]  beurkundet,  dasa  da^  Paironatsrecht 
und  die  Kollation  an  der  Pfurrkirclie  zu  Heilbronn  ad  epiBCopum 
et  ecclesiam  Herbipolenses  de  jure  pertioet  ac  pertinuit  ab  antiquo, 
pront  legitime  nobis  constat,  und  verzichtet  zu  gunsten  des  Bistums,  1^ 
tint  jeden  Zweifel  zu  beheben^  auf  alle  Recfife,  die  er  und  das  Reich 
an  der  genannten  Kirche  haben  soUten.  —  Eisenach  1349  (14.  kal. 
febr.)  Jan,  19, 

Gedr,:  Mon,  Boica  41^376  ex  or.  —  Heg,  Boica  6,161.    Bohtner-Huber 
M.  838,  —  Daselbst  ist  nock  eine  zweite  Ausfertigung  nach   dem  Kopialhuch  15 
Lupoids  von  Bebenburg,  wonach  der  Konig  das  Fatronats-,  Kollations-  und 
jedes  andere  Recht  an  der  genannten  Kirche,  das  bisher  ihm  und  dem  Reich 
gehdrte,  dem  Bistum  schenkt.  —  Eod.  d. 

196*  Burkart  der  Snider  von  Heilbronn  und  seine  Kinder  Hans, 
Adelheid  und  Burkard  terkattfen  an  Cunz  den  Cleberer  10  Schilling  20 
Heller  Giilfe,  vom  weissen  Sonntag  an  uber  3  Jahre  in  Kraft  tretend, 
um  3^h  Pfund  Heller,  woriiber  ste  quittieren,  und  weisen  ihm  die 
GiUte  an  auf  ihre  Wiesen  zu  Nordkeim;  er  erhalt  sie  von  Heinrich 
Schimgke  auf  Maria  Himmelfahrt.  Die  Verkdufer  behalten  das  Recht 
des  Rnckkaufs,  Zeugen  der  Aufgabe  sind:  der  Pfarrer  twn  Nord-  25 
keim,  Konrad  der  Hase,  Heinrich  Schupke,  Heinrich  Hagerer  und 
Kune  Rih  zu  Nordkeim,  —  Siegler  der  Pfarrer,  —  1349  (sant  Gre- 
goren  dag)  Marz  12, 

Heilbronn  Stiftungspflegregistratur,  Fasz.  125,2.  Or,,  Pg.,  Siegel  m»* 
dem  Bug  abgerissen.  —  Schimgke  und  SchUpke  wohl  ideniisch,  30 

197.  Utrich,  Propst  dss  Stifts  zu  Stuttgart,  *)  schenkt  der  Stadt 
Heilbronn  seine  Hduser  daselbst  zwischen  Reinbot  Wigmars  Anwesen 
und  EUins  von  Binswangen  Hans  mit  der  Verpflichtung,  jdhrlich 
15  Pfund  Heller  Heilbronner  Miinze  zu  verwenden,  1  fiir  den  Pfarrer 

*)  Stammi  aus  Heilbronn,  ein  Priestersohn,  zugleich  Pfarrer  zu  Bretteti. 
Wilrtt,  aus  rom,  Archiven  (Wiirtt.  Geschq,  2)  426 f.  n.  124 f. 


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1349  April  1  —  1849  April  14.  89 

find  die  Pfrundner  an  der  Pfurrkirche  zu  einem  Jahrtag  fUr  ihn, 
seine  Mutter  und  seine  Vorfahren,  das  sie  auch  auf  andere  sicker e 
Outer  anweisen  kannen,  1  fUr  den  Bau  der  Neckarbriicke,  w%d  13 
fUr  die  Strassen  in  und  ausser  der  Stadt,  wo  es  nbtig  ist,  und 
5  bestimmt,  dass,  wenn  dieses  Geld  nicht  verwendet  werde,  es  an  den 
Pfarrer  und  die  Pfriindner  an  der  Pfarrkirche  fallen,  und  wenn  sie  das 
Geld  anderswo  anlegen,  die  dlteren  Brief e^  deren  er  und  die  Priesterje 
einen  haben,  vemichtet  toerden,  auf  jeden  Fall  ungMiig  sein  sollen.  — 
1349  (nehsten  mitwochen  tage  vor  dem  palmen  tage)  April  1, 

10  HeUbronn  Lade  J^3, 20.    Or.,  Pg.,  vam  Siegel  oben  ein  Stuck  abgegangen. 

Die  uberdnetimmende  Urkunde  dee  Scktdtheissen,  dee  B&rgermeieters  und  des 
Bate  van  HeUbronn  1349  (an  der  asscherigen  mitwochen)  Febr.  26.  Lade  25, 42. 
Or.,  Pg.,  das  dreiecbige  Stadteiegel  abhangend,  an  den  Bdndem  beschddigt. 

198*  K.  Karl  [IV.]  bestdtigt  dem  Kloster  Maulbronn  die  von 

15  seinen  Vargdngei-n  verliehene  Steuerfreiheit  seiner  Giiter  zu  Heilbronn. 

—  Speier  1349  (des  nehsten  sunabent  vor  dem  palme  tag)  April  4. 

St.A.  HeUbronn  /F,  Maulbronner  Hof.  Or,,  Pg,,  Maieatdteeiegel.  Ein 
auf  dem  Umschlag  encdhntes  Vidimus  von  1349  (feria  quarta  ante  diem  Lau- 
rentii)  Aug,  5,  ebenfaUs  zu  Speier  ausgeetelli,  ist  mcki  mehr  vorhandm. 

20  199.  K'Onig  Karl  [IV.]  giebt  Elisabeth,  der  Frau  Engelhards 

von  Hirschhom,  das  Uaus  des  reiche^i  Juden  Nat/utn  zu  Heilbronn 
gegeniiber  dem  Haus  des  Rottinger  als  rechtes  Eigen  und  gebietet  der 
Stadt,  sie  dabei  zu  schHtzen.  —  Speier  1349  (dienstage  in  der  oster- 
heiligen  tagen)  Apr.  14. 

126  St.A.  Heilbronn  I  Weineehnten  u.  s.  w.  Absehrift  aua  neuester  Zeit  aus 

Darmstadt,  Beg. :  Bohmei^tiuber  n.  934  fnach  Or,  Darmstadt) :  Archiv  /.  hes$. 
Geech.  10, 108  nach  Hiraehhomer  Cop.B.  61, 

200.  Propst  Burkhard  und  Konvent  des  Klosters  Adelberg 
verkaufen  an  Ludtoig,  Lutzen  Sohn,  Biirger  zu  Heilbronn,  PIz  Morgen 

30  Weifhgdrten  am  Stalbiihel,  ebensoviel  am  Lintberg  und  *'/i4  im  Seilach 
auf  Heilbronfier  Markiing  ztcischen  denen  Bemharts,  Konrad  Erie- 
wins,  Diether  Gebwins,  Beinhards  von  Eppingen  und  Heinrich  Mil- 
smaltz's  als  Morgengabe  fUr  seine  Frau  Elsbeth,  Konrad  Gebewins 
Tochier,  urn  183  Florentiner  Gulden.    Propst  Burkhard  und  Bruder 

35  Johannes  genannt  der  Ruhe  geben  die  Giiter  vor  Gebewin  MUnzmeister, 
Diether  Gebewin,  Hans  Fiuwer,  Gerhard  von  Waiblingen  und  Folmar 
Lemlin,  Richtem  zu  Heilbronn,  auf.  —  Zeugen  die  Richter,  ferner 


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90  1349  Mai  7  -  1549  Nov.  3. 

Albrecht  mid  Hartmut  die  Bockingery  Gebruder,  Brttder  Heinrick  und 
Bruder  IValther,  beide  Pfleger  des  Hofes  zu  HeUbronn,  Bruder  DiepoM 
von  Metzisweiler  (Metzlins  wyler)  der  NiHter  w.  a.  —  Siegler  die  Aus- 
stdler  und  die  Richter.  —  13i9  (nehsten  danrestag  nach  dez  heiligen 
cruces  tag  ale  ez  fnnden  wart)  Mai  7,  5 

St. A.  Addberg  16.  Or.,  Pg,^  am  i.  Siegd  der  Rand  ohen,  am  Utsten 
rechts  unten  heschddigty  am  3,  der  Schild  und  der  Band  oben  und  links  mii 
den  Siegtlgtreifen  herauagerisstn, 

m)  JJesgL,  steUen  dls  Burgen  die  genannten  5  Richttr  (der  UizU  bloss 
Folmar  genannt),  den  alien  Bockinger  und  aeinen  Bruder  Hartmut  Bockingtr,  lo 
Burger  zu  HeUhronn.  —  Siegler  die  AusHeUer  und  die  Burgen,  die  beiden 
letzien  in  umgekehrter  Beihenfolge,  —  Eod.  d,  —  Ebd.  Or,,  Pg,,  am  5.  Siegel 
der  rechte,  am  S.  der  obere  Band  beschddigt,  beim  7.  von  oben  bia  unten  der 
Siegelstreifen  herauegerissen. 


201.  Markgraf  Ludwig  von  Brandenburg  beurkundet,  dass  er  15 
und  seine  Bruder  ihre  Lande  geteilt  haben,  so  dass  u.  a.  der  Zehnte 
zu  Heilbronn  ikm,  Ludwig  dem  Rmner  luid  Otto  dem  jUngeren  bleibt. 
—  Landsberg  1349  (n&bsten   sunntages  nab  unserer  fra'^n  tag  als 
si  geborn  ward)  Sept.  13. 

LetztmaU  gedr. ;  QueUen  und  Erort.  z.  hayr.  und  deuischen  Gesch.  6, 407.  2k\ 

202*  Die  Graf  en  Eberhard  und  Ulrich  von  Wirtemberg  ver- 
sprechen,  wenn  Markgraf  Ludwig  von  Brandenburg  und  seine  Bruder 
den  Weinzehnten  zu  Heilbronn  um  3000  Ffund  Heller  von  Graf 
Albrecht  von  Ottingen  losen  wolleii,  denselben  [den  sie  als  Afterpfand 
von  Albrecht  inne  haben]  herauszugeben;  wenn  sie  aber  mit  Ludwig  25 
ntid  seinen  Brudern  ubereinkomnien,  dass  der  Weinzehnte  von  ihnen 
gelost  werden  solle,  so  soUe  Albrecht  ihnen  den  Pfandbrief  herausgeben 
und  nichts  mehr  damit  zu  schaffen  haben.  —  Geislingen  1349  (necbsteo 
affcermontag  nacb  aller  beiligen  tag)  Nov.  3. 

Gedr.:  Ofele  SS.  rer.  Bote.  2,177.     Vgl.  Stalin  3,248.  30 

203*  Wigmar  Gerhart  genannt  von  S insheim  (8\m%hem)  und 
."^eine  Fran  Katharina,  Biirger  zu  Heilbronn,  verkaufen  an  Lutz  von 
Lauffen  den  Jungen,  ebenfalls  Biirger  daselbst,  15  Schilling  Heller, 
ein  Fasnachthtdhn  und  ein  Herbsthuhn  jdhrlichen  Zins  vom  Haus 
Heinrich  Nagelspergs  in  der  von  GrAningen  Gasse  um  10  Ffund  35 
Heller t    worUber  sie  qnittieren,    mit   dem    Wiederkaufsrecht  fiir   die 


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1340  Dez.  24  —  1350  Jan.  31.  91 

ndchsten  3  Jahre  vom  obersten  Tag  an  und  siellen  ats  Wehrburyen 
Johann  Fuer  tmd  Kunz  Wigniar,  setnen  Schwager,  Burger  in  der 
genannten  Stadt.  —  Siegler  der  Aussteller  und  Johann  Fuer.  —  1349 
(an  dem  heilgen  abent  ze  wihennahten)  Dez.  24. 

5  St  A.  Addberg  16.    Or,,  Pg.,  an  beiden  Siegeln  der  Schrif fraud  grossten- 

ieils  abgesprungen. 

a)  J&t  Nagdspergin  und  ihr  Sohn  Hairttoig^  Burger  zu  HeUbronn,  ver^ 
kaufen  an  Luis  von  Lauffen  den  jungen,  auch  Burger  daselbst,  6  Schilling 
HeUer  Zins  von  ihrem  Hau9  in   der  Gruningen  Gasse  zunschen  Pfaff  Joliann 

10  Stupfe  und  Johann  von  Sontheim  urn  3  Pfund  HeUer,  woruber  sie  quittieren, 
und  behaUen  sick  das  Ruckkaufsrecht  fur  die  ndchaten  drei  Jakre  auf  LichU 
mess  vor.  —  Siegler  Diether  Gebwin  und  Volmar  Lendin,  Miehter  zu  Heilbronn: 
—  1350  (neihsten  dinstage  vor  imser  frawen  tag  kerzwihe  vor  vasennaht) 
Jan.  26.  —  Ebd.     Or.,  Pg.,  am  zureiten  Siegel  der  Schild  und  die  Umsehrift 

15  oben  und  unten  in  der  BreUe  der  Siegelstreifen  mit  diesen  kerausgerissen. 

204*  Bruder  Johann  von  Dachenhaiisen,  Kommismdr  Erzbischof 
Balduins  von  Trier,  absolviert  Klerus  und  Volk  von  Heilbronn  von 
alien  geistUchen  Strafen,  die  sie  sich  in  der  Angelegenheit  K,  Ludwigs 
zugezogen  haben.  —  Esslingen  1350  (prima  die  januarii)  Jan.  1. 

20  StA^  Heilbronn  I,  Beligionstoesen.     Or.,  Pg.,  mil  unten  rechts  beschd' 

digtem  Siegel. 

20S»  Anfia,  Konrad  Keirchers  Witwe,  Biirgerin  zu  Heilbronn^ 
verkauft  an  Konrad  Schoning,  Burger  daMlbst,  1  Pfuiid  HeUer  GOlte 
und  Vorgeld,  auf  Martini  zu  zahlen,  avf  ihrem  etwa  14  Morgen 
25  grossen  Acker  zu  Grossgartach  zu  der  Hart  urn  12  Pfund  HeUer ^ 
worilber  sie  quittiert,  und  setzt  als  Wehrbiirgen  ihre  Stiefbriider  Peter 
und  Hans  fUr  Jahr  und  Tag.  —  Siegler  Diether  Gewin  und  Hans 
Fuer,  beide  Richter  zu  Heilbronn.  —  1350  (an  dem  nehsten  samp^- 
tag  vor  unser  frawen  tag  kertzwihe)  Jan.  31. 

30  StA..  Heilbronn  II,  Grossgartach.     Or.,  Pg.,  das  1.  Siegel  links  unieUy 

das  2.  oben  beschddigt. 

206*  Innengard  die  Bederin  zu  Heilbronn  im  BiUigheimer 
Hof  verkauft  an  die  Abtissifi  Elsbeth  und  d-en  Konvent  des  Klosters 
Billigheim  einen  Morgen  Weingarten  am  Stalbilhel  zwischen  Konrad 
35  Lutwin  und  Benz  von  Bockingeu,  behdlt  d^s  Recht  des  Ritckkaufs 
um  die  genannte  Stmime,  nach  ihrem  Tode  faUt  der  Weinberg  aber 
jedenfalls  an  das  Kloster.  —  Siegler  Gewin  Munssnieister  und  Diether 


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92  1350  Pebr.  8  —  1860  Apr.  17. 

pan  Obrighehn  (Oberkein)j  Bichter  zu  Heilbronn.  —  1S50  (mantag 
nach  der  pffaffen  vasenacht)  Febr.  8* 

Heilbronn  Lade  53,  BiUigheim  1.     Or,,  Pg.,  mit  Siegeln. 

207.  Pfalzgraf  Ruprecht  behalt  sich  bet  seinem  Schiedaspruch 
zwiscken  Markgraf  Ludwig  von  Brandenburg   und  Konig  Karl  IV.    5 
u.  a.  die  Entscheidung  iiber  den  Zehnten  zu  Heilbronn  vor.  —  Bautzen 
1350  Febr.  14, 

Der   Urkunde  vom  Febr.  1$,  worin  der  Markgraf  den  Schiedsepruch 
anerkennt,  ineerurt  und  mii  dieaer  gedr,:  Sommersbtrg,  SS.  rer.  Sties.  1^981; 
Lunig  CD.  Germ.  1,1066;  Riedel  CD.  Brandenburg.    2  b,  274.     Vgl  femer  10 
sur  Oberlieferung  Bohmer-Huber,  Eekhssachen  n.  117  f.  -^  Karl  besiatigt  den 
SchUdssprueh  Febr.  14.    Bohtner-Huber  n.  1218. 

208.  Markgraf  Ludwig  von  Brandenburg,  zugleich  filr  seine 
Brilder,  die  zu  ihm  geteiU  8ind,  bevoUmdcktigt  mnen  Vetter  Pfalz- 
gi'of  Ruprecht  den  dlteren,  den  von  seinem  Vater  um  3000  Pfund  15 
Heller  versetzten  Zehnten  zu  Heilbronn  von  Wirtemberg  oder  Ottingen, 
uer  ihn  gerade  inne  habe,  zu  losen.  —  Nfmiberg  1350  (gamsstag 
vor  jabiiate)  Apr.  17. 

St.A.  Heilbronn  II,  Wurtt.  Pfleghof.     Dr.,  Pg.,  mit  Siegel 

a)  Desgl.   ohne  Erwdhnung  der  Bruder,  eod.   d.  —  IJbd.  Dr.,  Pg.  mit  20 
Siegel.  — Reg.:  Koch-Wille,  PfaUgrafen  1,161  n.  26.^4. 

b)  Dere.  gU^t  dem  Graf  en  Albrecht  von  Ottingen  davon  Nachrichi  und 
hittet,  den  Pfalegrafen  nicht  an  der  Losung  zu  hindem,  —  Innsbruck  135() 
(nehsten  freytag  nach  sunt  Peter  und   sand  Pauls  tag)  Juli  2»  —  Ebd.  Or., 
Pg.,  Siegel  uf  dem  rucgen  mit  Pergamentdecke,  —  Gedr. :  Oberrhein  9, 315.  —  25 
Reg.:  a.  a.  0.  n.  2662. 

e)  Markgraf  Ludtoig  der  Romer  von  Brandenburg  entldsst  den  Graf  en 
Albrecht  van  OtHngen  aus  seinem  Lehensverband  wegen  des  Zehnten  su  Heilbronn 
und  weist  ihn  an,  kUnftig  seinem  Bruder  Markgraf  Ludwig  damit  su  Diensten 
zu  sein.  —  Luckau  1351  Dee.  24.  —  Reg.  Boica  b,  228.  —  Gehort  sum  TeUungs-  30 
vertrag  aber  die  bayrischen  Lands  vom  gleichsn  Tag.  Qu.  und  Erori.  sur  bayr. 
und  deutseh,  Gesch.  2,  416.    Bdhmer^Huber,  Reichssachen  n.  149. 

209.  Engelhard,  Heinrich,  Burgsint  und  Anastasia,  die  Kinder 
Konrads  von  Helmund,  verkaufen  an  das  St.  Klarakloster  30  Schil- 
ling Heller  Giilte  [Clever- J Sulzbacher  Wdhrung  und  2  Fasnacht-  35 
hiihner  von  ihren  Gutern  zu  Sulzbach,  die  Vasolts  Tochter  und  Fritz, 
der  Btibin  Sohn,  bauen,  um  15  Pfund  Heller  und  stellen  als  Bilrgen 
Pfaff  Heinrich  Schlegel  von  Lowenstein,  Rfldger  den  Roscher,  Ritter, 


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1350  April  17  —  1351  Febr.  17.  93 

und  Glaus  von  Emlinyenf  Edelknecht.  —  Siegler  die  Brud^r  uftd  die 
Burgen,  —  1350  (neiheten  sampstag  vor  sant  Georgen  tag  dez  heilgen 
marterere)  April  17. 

St. A.  HeUbrann  IV,  Klarakloster.  O.,  Pg,,  am  ersim  Siegd  links,  am 
5  zweiten  links  und  ohen  SUUke  abgebrochen^  das  dritte  unten  gerbrochen,  das 
vierte  abgerissen,  das  fiinfte  hat  einen  Sprung,  Aussen  u.  a. :  Den  26.  aprilis 
anno  1723  in  der  renovationspubli cation  ist  in  gegenwarth  heim  vogts  von 
Weinsperg  der  verglieg  geschehen,  das  ein  fasnachtshune  nmb  8  kreuzer  zolle 
bezahlet  werden  oder  zolle  zelbige  in  der  natur  lieferen. 


10  210.  Pfaff  Gebtvin,  Gebwin  Husen  seligen  Sohn,  verkauft  an 

Elsbeth,  Konrad  Vederers  Witwe,  auch  Biirgerin  zu  Heilbronn,  ein 
Pfund  Heller  Zins  von  seinem  Hat4S  Uber  dem  Keller  hinter  Gerhard 
Fuers  Hofraite  zwischen  seinem  andern  und  seiner  Schwester  Haus 
urn  11  Pfund,  —  Siegler*:   Konrad  Gebwin  und  Heinrich   Wigmar, 

15  Burger  und  Richter  zu  Heilbronn,  —  1351  (neihsten  dinstag  vor 
dem  5ber8tag  tag  ze  wihennahten)  Jan,  4, 

Heilbronn  Lade  25, 43.     Or.,  Fg.,  mit  Siegeln  in  umgekehrter  Folge, 

211.  Johann,  Konrad  Fuers  Sohn,  Bilrger  zu  Heilbronn,  ver- 
kauft an  die  Pfarrkirche   10  Schilling  Heller  Zins  von  einem  Hof 

20  des  Spitals  zu  Frankenbach,  verfallen  auf  fibersten  [Jon,  6],  urn 
6  Pfund  Heller  und  stiftet  fur  sich  und  seine  Frau  Adelheid  einen 
Jahrtag  mit  einer  auf  Martini  verfaUenen  Gulte  von  11  Schilling^ 
4^li  avf  MArschen  Hof,  3  Schilling  und  3  Heller  auf  des  Kochs 
und  ebensoviel  auf  der  Herbstin  Hof,  aUe  zu  Frankenbach.  —  Siegler: 

25  Konrad  Fuer,  Vater,  und  Johann  Fuer,  Vetter  des  Ausstellers,  Richter 
zu  Heilbronn.  —  1351  (an  dem  nechsten  d&nderstag  vor  sant  Peters 
tag  dez  hailgen  zwelfboten  alz  er  ze  babst  erhfiht  wart)  Febr.  17. 

SLA.  Heilbronn  I,  BeUgionswesen,  Or^  Pg,^  beide  Sitgel  ahgtgangtn. 
Aussen  2.  HiOfte  des  15.  Jh, :  R.  Adelheidis  Rugerin  et  GAntheri  de  Leuwenstein. 

30  212.  Pfaff  Johann  Stupf,  Pfrundner  an  der  Pfarrkirche  zu 

Heilbronn,  schenkt  vor  den  Richtern  Konrad  und  Diether  Gebwin,, 
Gebrudern,  dem  Kloster  Adelberg  Bremensteiger  Ordens  */4  Morgen 
Weingdrien  am  Lerclienberg  zwischen  denen  der  Pfarrkirche  wid 
Konrad  Hirts   und   ^/g   am  Hundsberg  (buns-)   zwischen  denen  des 

35  Klosters  Billigheim  und  der  Kinder  Hartmuds  von  Waiblingen  und 
bekommt  sie  als  hhensldngliches  Lehen   urn  ein  Fasnachihuhn  Zins 


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•94  1351  Juli  12  —  1351  Anjr.  81. 

zuriick.    Bet  ehafter  Not  darf  er  sie  verkaufen  oder  rersefzen,  nach 
seinem  Tod  fallen  sie  ana  Kloster.  —  Siegkr  die  beiden  Richter,  — 
1S51  (neiliBten  diostag  Tor  Bant  Margarethen  tag  der  heilgen  jftng- 
frawen)  Juli  12. 

StJL,  Addhtrg  16.      Or.,  Pg.,  am  erstm  Siegel  der  Rand  links   unten     5 
^bgebrochen. 

213*  Wolf,  Tochtermann  Heinrichs  von  liockingen,  und  seine 
Fran  Sonne,  Biirger  zu  Heilhronn,  verkaufen  an  die  GeisUichkeit 
an  der  Pfarrkirche  daselhst  10  Schilling  Heller  Zins  com  Weingarten 
j^eines  Bruders  Dietrich  StoUe  am  hintern  Stiftberg  auf  Sillmer  Mar-  10 
kung  neben  Gebur  Fuers  seligen  Meingarten  und  der  Hainrichin,  urn 
5  Pfund  8  Schilling  und  stellen  als  Burgen  Heinrich  von  Bockingen, 
IVolfs  Schwdher,  und  Heinz  Riilin,  Biirger  zu  Heilbronn,  mit  der 
Vetyflichtung  zum  Einlager  in  Heilbronn.  —  Siegler  Hans  Fuer  und 
Gerhard  von  Waiblingen,  Richter  zu  Heilbronn.  —  1H51  (neihsten  1^ 
<l&nderstag  vor  sant  Laurencien  tag  dez  heilgen  marterers)  Aug.  4. 

Heilbronn  Lade  25, 43.    Or.,  Pg.,  mit  Siegeln.    Das  ersle  ohen  be^chadigt. 
Aussen  aus  dem  14.  Jahrhundert:  littera  Rudolfi  Messcnerz. 


214*  Elsbeth,  Abtissin,  und  Konvent  von  Billigheim  verkaufen 
an  ihre  Mitschwester  und  Sangfrau  Anna  Liitewinin  von  Heil-  20 
bronn  ^/a  Morgen  Weiyvgdrten,  vonnals  Heinrich  Sweuden  gehorig,  am 
Grnningesthal  neben  dem  von  Gruningen  um  22  Pfund  Heller;  nach 
ihrem  Tod  soil  der  Weinberg  an  das  Prioramt  ^)  fallen,  der  Wein 
den  Schwestern  in  das  Refektorium  (den  rebentir)  gegeben  und  Antias 
.und  ihrer  Base  Adelheid  Kelnerin  Jahrtag  begangen  werden,  bei  Ver-  25 
saumnis,  ebenso  wenn  ihn  das  Kloster  versetzen  oder  verkaufen  will, 
der  Weingarten  an  die  beiden  Pfriinden  zu  St.  Nikolau^  in  Heilbronn 
fallen.  —  1351  (an  der  mltwochen  nach  sende  Bartolomeus  tage) 
Aug.  31. 

Heilbronn  Lade  53,  BiUigJ^eim  3.     Or.,  Pg.,  mit  2  Siegeln,  30 

213»  Ko7irad  Teiting  und  seine  Frau  Anna,  Biirger  zu  Heil- 
bronn, verkaufen  an  die  GeisUichkeit  an  der  Pfarrkirche  zu  Heilbronn 
5  Schilling  Heller  Gillte  und   Vorgeld  von   ^U  Morgen   Wiesen  zu 

*)  Dies  ist  vielleicht  der  Sin7i,  das  Wort :  das  pal,  uber  dem  p  ein  Haken, 
.honnte  ich  nicht  entziffem,  =  priol?  dann  muss  man  Amt  erg&neen. 


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1352  Miirz  16  —  1358  Mai  10.  95 

Flein  am  Greifenbrunnen  um  2  Pfund  15  Schilling  guter  alter 
Heller,  znm  Jahrtag  von  Pfoff  Hertrichs  KeUnerin  von  Lauffen 
gehorig,  und  stiften  ebensoviel  dazu  fitr  einen  Jahrtag  fUr  seinen 
Voter  Konrad  Teiting.  —  Siegler  Hans  Fuer  und  Wiginar  von  Sins^ 
5  heim,  Richter  zu  Heilbronn.  —  1352  (neihsten  fritag  vor  mitter- 
vasten)  Marz  16. 

Heilbronn  Lade  iio,  44.    Or.,  Pg.,  das  zweite  Siegel  am  Band  heschddigt. 


216.  Heinrich  Misseback,  geses.^en  zu  Neckargartach,  schuldet 
der  Pfarrkirche  zu  Heilbronn  einen  jdhrlichen  Zins  von  einetn  Pfund 

10  Heiler  von  seiner  Miihle  zu  Neckargartach,  der  unteren  am  Bach, 
und  der  Wiese  dabei,  das  er  bisher  deni  Konrad  GebAr  Fuer  selig 
gegeben  und  dieser  der  Prdsenz  zu  einem  Seelgerdte  vermacht.  — 
Siegler  sein  Pfarrer  Herbort,  Kammerer  zu  Neckargartach,  und  Hans 
Fuer,    Richter  zu  Heilbronn.    —    1352  (neihsten   dinstag  vor   sant 

15  Martinstag  dez  heilgen  byschofs)  Nov.  6. 

Heilbronn  Lade  ^5,  43.    Das  erste  Siegel  ahgegangen,   das  gweite  stark 
heschddigt. 

217.  Pfoff  Walther,  Pfriindner  am  St.  Katharinenaltar  der 
Pfarrkirche  zu  Heilbronn,  Heinrich  Wigmar  und  Heinrich  Strulle, 

20  Burger  daselbst,  teilen  auf  Bitten  der  Pfriindner  an  derselben  Kirche 
Heinrich  Milchsmaltz  und  Dietz  von  Bonniglieim  die  zu  deren  PfrUnden 
gehorigen  GUter:  die  des  Dietz  erh&lt  von  der  andern  jdhrlich  15  Schil- 
ling  Heller  und  zahlt  jdhrlich  ein  Pfund  an  die  des  P faff  en  Johann 
Tieringer,     Trauf  und  anderes   Wasser  von  der  Hofraite  des  Diez 

25  hat  seinen  Weg  durch  den  Teil  der  Hofraite,  der  zu  des  Milchsmaltz 
Pfrimde  gehort.  —  1352  (nehsten  dinstag  nach  sant  Martinstag) 
Nov.  13. 

Heilbronn  Lade  26^43.     Or.,  Pg.,  das  erste  Siegel  zerbrochen. 

218.  Konig    Karl  [I  V.J   bestdtigt   dem    Kloster   Kaisersheim 
30  die  Brief e  von  seinem  Stifter  und  dessen  Nachkommen,  von  romischen 

Kbnigen  und  Reichsstddten  und  u.  a.  den  Besifz  von  2  Hdusern, 
2  Kellern  und  60  Morgen  Weingdrten  zu  Heilbronn.  —  Prag  1353 
(freitags  nach  des  heiligen  cruczis  tage  als  es  funden  wart)  Mai  JO. 

Beg.  Boica  8,268.    Bdhmer-Huber  n.  1558. 


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96  1353  JuH  8  —  1368  Dez.  5. 

219*  Markgraf  Ludtcig  von  Brandenburg  bevoUmdchtigt  den 
Herzog  Albrecht  von  Osterreich,  in  aeinen  Misshellungen  tnit  Konig 
Karl  [IV.]  zu  entscheiden,  7tnd  unterwirft  sich  dessen  UrteU.  — 
Passau  1353  (montag  vor  sant  Margarethen  tag)  Jidi  8. 

Gedr,:  Sommersberg,  SS,  rer,  SUesiac.  3^6L  Eeg.:  Lichnotosky,  Hobs-  5 
harg  3, 483  n.  1638  (mU  JuliSoder  16  ;  letgtere$  i8t  auageschlossen,  da  Margarethe 
am  13.  und  in  Passau  am  12.  Juli  gefeiert  wurde).  —  Hieher  gehdrt  die  ^un- 
datierte  alte  Ahschrift^  bet  Kurs,  Osterreich  untt^  Albrecht  dem  Lahmen  364: 
Ludwig  hevoUmdchiigt  .  .  .  fwie  oben)  und  bittet  u.  a.,  dass  er  den  vom  Kdnig 
an  Wirtemberg  iibergebenen  Zehnten  zu  Heilbronn  Idsen  dUrfe.  10 

a)  Herzog  Albrecht  von  Osterreich  entscheidet  zwischen  Markgraf  Lud» 
wig  und  Konig  Karl  [IV,]  u.  a.  toegen  des  Zehnten  zu  Heilbronn  (zum  heiligen 
brnnn),  dass  ung&Uig  sein  und  der  Konig  widerrufen  soUe,  was  er  nUi  der 
Lehenschaft  und  dem  Zehnten  gegen  den  von  Wirtemberg  gethan,  dass  der 
Markgraf  den  Zehnten  um  die  Summe,  um  die  i?m  sein  Voter  versetzty  losen  15 
konne  und  der  Konig  ihm  dabei  behUflich  sein  solle,  —  Passau  1353  (frytag 
vor  sant  Jacobs  tag)  Jtdi  19.  —  Gedr. :  Sommersberg  I.  e.  5, 60,  Riedel,  CD. 
Brandenburg.  2,2,348.  —  Beg.:  Lichnowsky  I.  c,  n.  1640;  Reg.  Boica  8^278: 
Bohm^'Huhtr,  Beichssachen  n.  177. 


220.  Vohnar  Lemlin  und  seine  Frati  Agatha,  Biirger  zu  Heil-  20 
hronn,  verkaufen  an  Bitter  Hofwart  von  Lauffen  ihre  Hofraite  in 
der  Stadt  Lauffen,  wo  das  ThUrlein  hineingeht,  ihre  Hofstatt  im  Dorf 
Lauffen  an  der  Steige^  ihre  Giiter  in  diesen  beiden  Orten  und  zn 
Besigheim  (BayBenkein)  und  Hansen  um  170  Pfund  Heller,  worubei- 
sie  quittieren,  und  stellen  als  Wehrburgen  Heinrich  Wigmar  den  alien  25 
ScktUtheissen,  L&twin  den  jungen  und  Gebwin,  des  AussteUers  Bruder, 
Biirger  zu  Heilbronn.  —  Siegler  der  Aussteller  und  die  BUrgen.  — 
1353  (an  sant  Nycoiaus  abent  dez  beilgen  byechofs)  Dez.  5. 

Sua.  Lauffen  1.     Or.,  Vg.,  das  1.  und  3.  Siegel  abgegangen,  die  beiden 
andtm  stark  beschddigt.  30 

221.  Konig  Karl  I IV J  erlaubt  dem  Bikrgermeister,  dem  Bat 
mid  den  Burgern  zu  Heilbronn,  einen  Bosewicht,  der  Mord  oder  andere 
Bosheit  mit  '^  Vorsatz  gethan  und  ins  Kloster  der  Dentschherrn  fliehe, 
darauszu  nehmm,  unbeschadet  des  Asylrechts  (mit  beheltnuss  dem  selben 
closter  siner  freyheit)  des  Klosters,  das  nur  fur  Leute  gilt,  die  wegen  35 
Schulden,  Totschlags  und  anderer  Dinge,  die  ohne  Vorsatz  geschehen, 
dahin  geflolien  sind.   —  ScMettstadt  (im  achten  unarer  riche,  dez 


»)  LSnig  rahtchlich  witr. 


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1354  Mai  10  —  1354  Sept.  30.  97 

nehesten  samsstages  vor  ^>  dem  sontage  als  man  singet  cantate  Domino) 
1354  Mai  10. 

Si,A.  Heilbronn  I,  Privilegien,  Or,,  Pg,  mit  Besten  des  aufgedriickten 
Sekreis.  Heilbronn,  Lade  42  Vidimus  von  Joseph  MuUer  von  Wolfegg  von 
5  1425  (Johans  tag  ev.)  Dez,  27,  eugleich  mit  dem  Priv,  von  1359  Juni  2, 
Ebd,  Vidimus  des  Ahts  Georg  von  Schdnthal  von  1509  (montag  nach  Bartholo- 
meus  tag)  Aug,  27,  Lade  1  Vidimus  desselben  von  1510  (donnerstag  nach 
sant  Gallen  des  hayligen  abts  tag)  Oki.  21.  —  Der  Bestatigung  K,  Maxp- 
milians  von  1510  Oki.  26  inserieri,  mit  dieser  gedruckt:  Lunig  BA,  13,894^ 
10  Beg.:  Bohmer-Huber  n.  1840. 


222.  Hans  gesessen  zu  EhershuU  und  seine  Fran  Anna,  Rup- 
recht  Wyneiges  Witive,  verkaufen  an  die  Geistlichkeit  an  der  Pfarr- 
kirche  zu  Heilbronn  ein  PfundHeUer  Giilte  von  l^h  Moryen  Wein- 
ydrten    an    der  Bremenhalde   (heilde)   auf  G elmersbacher  Markung 

15  nebeti  Heinrich  Dyeprehts  Weingarten  urn  10  Pfund,  je  10  Schilling 
(hcon  zu  den  Jahrtagen  fiir  Priester  Burkard,  der  das  Pfund  gestiftet 
/uit,  und  Adelheid  von  Binswangen.  —  Biirgen  Heinrich  Wiss,  Walther 
Hepfenkein  und  Konrad  Pfender,  gesessen  zu  EberstadL  —  Siegler 
Pfaff  Albrecht,  Pfarrer  zu  Eberstadt,  und  Konrad  Holzeler,  Biirger" 

20  nieiMer  zu  Heilbronn.  —  1354  (dunderstag  in  der  heilgen  pfingst- 
wochen)  Juni  5. 

Heilbronn  Lade  25,  43,  Or.,  Pg.,  das  erste  Siegtl  durch  Htrausreissen 
des  Siegelstrei/ens  stark  beschddigt. 

223.  Abt  Reynold  und  Konvent  des  Klosters  Schdnthal  beur- 
25  kutiden  eine  Stiftung  von   100  Pfund  Heller  durch  Konrad  Ludolt 

und  seine  Frau  Kimigunde,  ivovon  das  Kloster  jdhrUch  am  Karfrei- 
tag  filr  6  Pfund  Heller  von  seinem  Hof  zu  Bbckingen  Hellerbrotc 
an  die  Armen  zu  Heilbronn  zu  verteilen  und  die  etwa  iibriggebliebenen 
dem  Spital  zuzuweisen  hat.  Bei  Versdumnis  soil  das  Spital  die- 
30  Stiftung  ausfiihren.  —  1354  (nehsten  tag  nach  sant  Michels  tag) 
Sept.  30, 

Schonthahr  Layerb,  v.  1487;  Diplomaiar  von  1691  nennt  den  iStiftar 
Landolt.     Vbcrsetzung  bei  Kremer,  Chron.  Schdnthal.  849. 

a)  Biesdben  bmrkunden  di^  Stiftung  von  100  Pfund  Heller  dwch  Kon- 

35  rad  Ludolt  selig  und  seine  Frau  Kunigunde,  Burger  zu  Heilfjronn,  fiir   ihre 

alien  HeUigtn  gewtihte  KapeUe  in  ihrem  untern  Hof  zu  Heilbronn,  womit  das 

Kloster  denen  von  Thalheim  ihren  Hof  zu  Flein  abkaufte,  und  versprechen,  eincit, 


a)  eoiT.  au8  ftaeh. 

Wttrtt.  Geschiohtsquellen  V. 


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98  1355  Miirz  1  —  1355  Aug.  1. 

tigenen  Friester  dasdbsi  zu  hcUten  und  bei  Unterl(iS8ung  oder  wenn  3  MontUe 
keine  Mease  gelesen  werde,  dem  Spital  zu  HeUhronn  ^  Ffund  vom  genannten 
JSof  zu  Flein  zu  zahlen.  —  1361  (an  sanct  Gerdruden  tag  der  heyligen  jungk- 
frawen)  Marz  18, 

Schonthaler  Lagerb,  von  1487  zu  136 L  Am  ScJdusa  spdier  vermerkt:  5 
NB.  SupersuBt  literae  scriptae  ante  hoc  P.  Bernard!  Vilheuers,  opus  insigne : 
quae  dicnnt  scriptas  et  datas  esse  anno  1361.  Ulis  ergo  credendum  dico. 
—  Diplomatar  von  1512  Fol.  41  hat  1371,  das  von  1691  Foh  127  hat 
1371,  LandoU,  und  bloss  in  unserni  hof.  Ubersetzung  bei  Kremer,  Chron. 
Schonthal.  907  zu  1361,  Reynold  resignierte  1365,  ivomit  die  Frage  einfach  10 
erledigt  ist. 


224.  Konrad  Ratgebe,  seine  Fran  DetntU  und  seine  Mutter 
Elle,  gesessen  zu  Eberstadt,  verkaufen  an  Wenidrut,  Kellnerin  des 
Ffaffen  Johann  Tieringer  zu  Heilbronn,  10  Schilling  Heller  Giilte 
von  zwei  Hdtisem  zu  Eberstadt  urn  4  Pfund  16  Schilling  (an  vier  15 
sell,  fiimf  pfund),  und  stellen  als  Biirgen  Heinrich  Eeynisen  und 
Konrad  Wist,  Richter  zu  Eberstadt,  mit  der  Veiyflichtung  zu  Leistung 
nach  Weinsberg.  —  Siegler  P/aff  Albrecht,  Pfarrer  zu  Eberstadt, 
—  1355  (neihsten  meintag  vor  dem  sftntag  so  man  singet  oculi  in 
der  vasten)  Marz  1.  20 

Heilbronn  Lade   25, 44,     Or.,   Fg.,  Siegel   abhangend,   links   unien   der 
Band  abgebrochen, 

223.  Kaiser  Karl  [IV.]  bejiehlt  den  Stddten  des  Laudfriedens 
zu  Schwa  ben,   besonders   Augsburg,    Vim,   Esslingen,  Heilbronn   und 
Kordlingen,  das  Kloster  Kaisersheim  zu   beschiltzen,   —   Regensburg  25 
1355  Juli  25. 

Beg,  Boica  8, 325.    Bohnier-Huber  n.  2196,    Fsslinger  U.B.  1,  524. 


226.  Kaiser  Karl  [IV.]   besfdtigt   der   Stadt  Heilbronn   auf 
ihre  Bitte  alle  Briefe   und  Freiheiten   vom  Reich,    uie  er   schon   als 
Konig  gethan.   —   Sulzbach  1355   (an   santh  Peters   tag   den   man  so 
nennet  vincula  Petri)  Aug.  1. 

Sua,  Heilbronn  I,  Frivil,  Or.,  Pg.,  Majestdissiegel  mil  BUcksiegel  an 
rot  und  gelber  Seidenschnur,  in  Leder  eingendht  in  Holzschale.  Auf  dem  Bug : 
Per  dominum  Joannem  Luthomisliensem  episcopum  caucellarium  Joannes 
Eystctensis.  Aussen:  liegistrata  Volpei-tus.  —  Beg,:  Bohmer-Huber  n.  1910  35 
£1354  nach  Jdger  1, 131]  und  Ergzg.  n.  6838  nach  (Lindner  im)  Neuen  Archiv 
f,  d.  deutsche  Geschkde.  8,263, 


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1356  Aug.  4  —  1356  Nov.  9,  99 

22 7 •  Heinrich  Lutz  and  seine  Frau  Ac/ties  tind  ihre  Kinder 
Bi^dger  und  Heidwig,  gesessen  zu  Bollingen,  erhalten  vom  Kloster 
Billigheim  den  halben  Hof  daselbst  als  lebensldngliches  Lehen  gegen 
einen  jdhrlichen  Zins  von  je  6  Matter  Korn,  Dinkel  und  Haber,  in 
:5  den  Hof  des  Klosters  zu  Ueilbronn  zu  liefem.  Bei  Versdumnis  des- 
selben  und  tmch  dem  Tode  atter  vier  fdllt  der  Hof  heim.  —  Siegler 
ihr  Pfarrer  Herbot.  —  1355  (neihsten  dinstag  vor  sant  Laurencien 
tag)  Aug.  4. 

Heilbronn  Lade  53,  Billigheim  5.     Or,,  Pg,,  mil  dbhangendem,  stark 
10  heschddigUm  Stegel. 

228.  Kaiser  Karl  [IV,]  verleiht  dem  Biirgermeister,  de^n  Ami- 
mann,  dem  Bat  und  den  Burgern  von  Heilbronn  die  Gtuide,  doss 
niemand  sie  vor  dem  Landgericht,  andern  auswdrtigen  Gerichten  oder 
dem  Hofgericht  verklagen  darf  sondern  jeder  sein  Recht  vor  ihrem 

16  Schultheiss  und  ihr  en  Richtern  nehmen  soil  und  alle  andern  Prozesse 
ungUltig  sind,  ausser  es  werde  dem  Kldger  zu  Heilbronn  das  Recht 
verweigert  oder  wider  Recht  und  Gewohnheit  verzogen,  bei  Strafe  von 
10  Mark  lotigen  Goldes,  zur  Hdlfte  aji  die  kaiserliche  Kammer,  zur 
andern  an  die  Stadt  zu  zahlen,  —  Niirnberg  1355  (des  nehsten  mith- 

20  wochen  noch  santh  Niclos  tag)  Dez.  9. 

StA,  Heilbronn  7,  Privilegien,  Or,,  Pg.,  Majestdtssiegel  mii  RUchsiegel 
an  gelher  Seidenschnur^  unten  beschadigt  Auf  dem  Bug:  Per  dominum  .  . 
iiuigistrum  curie  Johannes  de  Glatz.  Aussen:  Registrata  Hertwicus.  —  Heil- 
bronn Lade  19  Vidimus  des  Hofrichters  Johann  von  Sidz  zu  BottweUj  zusammen 
25  mit  der  Urkunde  K,  Friedrichs  von  1442  Juli  20  von  1448  (nechsten  vritags 
vor  dem  hailigen  pfingstag)  Mai  10.  —  Gedr. :  Liinig  13 ^  888.  Reg. :  Bohmer- 
Huber  n.  2324. 

229*  Bischof  Albert  von  Wiirzburg  gestattet  dem  Kloster  Schon- 

thai,  in  seinem  Hof  zu  Heilbronn  an  einem  geeigneten  Ort  eine  Kapel/e 

30  zu  errichten  und,  jedoch  ohne  Beeintrdchtigung  der  Rechte  der  Pfarr- 

kirche,   einen  Priester  zu  halten.    —    Wiirzburg   1356   (feria  quarta 

ante  diem  beati  Martini)  Nov.  9. 

Sua.  Schonthal  60.  Or.,  Pg.,  Siegel  abhangend,  zerbrochen.  Die  Stiicke 
sind  durch  das  h.'rumgewickelte  Werg  zusammengehalten.  —  Kopie  Kremir, 
55  Chron.  Schonthal.  858.  —  Enccihnt :  Schonthaler  Ohleybuch  bei  Wibel,  Hohenloh. 
Kirchen*  und  Beform.hi8t.  4j:i9  zu  1351. 

a)  Bruder  Berthold,  Bischof  von  Cygana  (Zygenensis),  Weihbischof  des 
Bischof 8  von  Wiirzburg ,  Alberts  von  Hohenlohe^  verleiht  alien  reumiitig  Beichten- 
deny  die  am  jdhrlichen  Fest  der  Weihe  von  Kapellc  und  Altar  eur  heiligen  Jung^ 


57880^ 

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100  1357  Febr.  1  —  1357  April  22. 

frau^  Kathari/iaj  Agnes  und  alien  Heiligen  im  Hof  dea  KloHers  Schonthal  zu 
HeUbronn  t€iln.'hmen,  oder  den  Ori  an  den  vier  Feattagen  Martens  und  d.r 
genantUen  Heiligen  besuchen  oder  milde  Gaben  reichen,  oder  abends  beim  Glockcn- 
zeichen  nach  rdmischem  Branch  knieend  deti  englischen  Grass  beteny  40  Tagc 
Ablass  von  Tod-y  1  Jahr  und  1  Quadragene  von  Idsslichen  Silnden.  —  1357  5 
(in  die  festi  dicti  divisionis  beatorum  omniam  apostoloram)  Juli  15.  —  Ehd. 
Or.j  Pg.y  Siegel  abhangend.  Kopie  bet  Kremer  I,  c.  861.  Cygana  (nach  Wiltsch) 
unbekatifity  DiUcese  Iberien  am  schwarzen  Meer  (Reiniger,  Weihbischdfe  von 
Wiirehurg), 

230*  EiujeViard  von  Weinsherg  eignet  Heinrlch  Wigmar  dem  10 
altenj  Schultheisen  zti  HeUbronn,  ivegen  trener  Dienste  die  blsher  von 
det'  Herrscha/t  IVeinsberg  zu  Lehen  getragene7i  Zehnten,  je  ein  Vierfel 
am  grossen  und  kleinen  zu  Sillzbach,  Wimmeyithal  und  Grantschen, 
die  Wigmar  mit  4^k  Morgen  Wiesen  zu  Lehen  aufgetragen  haU  — 
Vio7  (an  unser  frawen  abende  kerzwihe)  Febr.  1.  15^ 

St.  A.  Schonthal  82.    Or.,  Pg.,  der  ohere  Band  des  Siegels  durch  HerauS' 
reissen  des  PgMreifens  beschddigt. 

a)  Der  genannte  Heinrich  Wigmar  und  seine  Frau  Agathe  verkau/en 
diese  Zehnten  und  einen  Morgen  Wtingdrten  zu  Sidzhach  an  das  Klosier 
Schonthal  um  267  kleine  Flortntiner  Gulden  und  stdltn  als  Wchrbiirgen  Hein-  20 
richs  Bruder  Reinbol  Wigmar^  Lutwiny  Gerhard  von  Waiblingen  und  Konrad 
Holzererj  alle  Richter  und  Biirg^r  zu  Heilbronn.  —  Siegler  Wigmar  und  die 
BUrgen.  —  1357  (nehsten  sambsta^  nach  sant  Agatlien  tag)  Febr.  11.  —  Ehd. 
Or.,  Pg.y  das  i.  Stegel  ohen  und  rechts  unten,  3.  und  4.  rechts^  o.  oben  heschddigt. 
—   Uliersetzung :  Kremer^  Chron.  Schontfial.  863.  25- 

231*  Biirgermeister  und  Rat  von  Heilbronn  henrknnden,  da.'fs 
ihr  Biirger  Walther  Halle  von  den  PJlegern  von  St.  Kilian,  Koftse 
und  Hans  TMlaive  um  30  Pfund  eine  Gillfe  von  3  Pfund  Heller 
gekauft  hat  und  die  Pfieger  filr  diese  Giilte  in  dem  kernder  vor 
dem  gebein  ^)  ein  ewiges  Licht  brennen  sollen,  bei  Versdumnis  der  30 
Inhaber  dieses  Briefs  die  Giilte  fi'ir  das  Jahr  abverlangen  und  das 
Licht  selber  stellen  honne.  —  1357  (an  sant  Oeorgen  abent)  uApril  22. 

St. A.  Heilbronn  I,  Religions wesen.     (Jr.,  Pg.,  Stadtsiegel  abhangend^  die 
obern  Ecken  ahgesprungen, 

232.  Die  Geistlichkeit  zu  St.  Kilian  in  Heilbronn  gelobt,  den  35 
Jahrtag  Jar  Gebwin  Munsmeister  und  die  von  Gemmingen,  seine  Fran, 
und  ihre  Kinder  jdhrlich  zweintal,   um  Kreuzerfindung  und  Magd^i- 

*)  Kenidcr  =--  Beinhau.^. 


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1357  April  26  —  1358  Dez.  20.  101 

ienetitag,   zu   begehen   und  erhdlt  dafur  30  Schilling   Heller   Giilte. 

Bei  Versaumnis  fdUt  diese  fur  das  betreffende  Jahr  ans  Sj)itaL  — 

Siegler  Konrad  Teingeler,  Pfarrer   zu  Heilbronn,   und  Gemot,   und 

Wigmar  Bernhard,  Pfriindner  daselbst.  —  1357  (neihsten  mitwoche 

S  nach  sant  Georgen  tag  dez  heilgen  marterers)  April  26. 

Heilbronn  Lade  :iOf  44,    Or,y  Pg,j  die  3  Siegel  aXle  am  Rand  heftchddigt, 

233»  Heduig,  Abtissin,  und  Konvent  des  Klosters  Billigkeim, 
verkaufsn  an  Kunigimde  von  Amorbach  und  Hedwig  von  Mosbach, 
Klosterf ratten,  und  Bruder  Peter  1  ^/a  Morgen  Weingdrten  zu  Neckar- 

10  elz  (Ellentz)  in  der  Au  urn  45  Gulden;  tcenn  eines  derselben  stirbt, 
soil  das  Gut  an  die  andern,  nach  aller  Tode  an  das  Befectorinm 
(rebenter)  des  Klosters  halb  auf  Nicola i,  halb  als  man  singet  von 
nnsers  herren  wftnden,  ^)  fallen,  Wenn  Abtissin  oder  Meisterschaft 
das  Gut  aber  verkaufen  wollten,  so  dass  die  Priorin  nicht  nach  dieser 

15  Bestimmung  thun  konfite,  verfdllt  es  dem  Pfarrer  zu  Billigheim,  — 
1358  (nehsten  tage  vor  sanct  Georien  tage)  April  22. 

Heilbronn  Lade  53,  Billigheim  3.  Or.,  Pg,,  mil  Siegeln,  das  des  Kon- 
veiits  auseinandergebrochen. 

234.   Hilgunt   die    Xonne    von  Nordheim  giebt    vor   Heinrich 

20  Wf/gmar,  Bilrgermeister,  und  Bernhard  von    Waiblingen,  Richter  zu 

Heilbronn,  dem  St.  Klarakloster  daselbst  ihre  Gilter  auf  und  empfdngt 

sie  gegen  einen  J dhr lichen  Zins  von  einem  Huhn  als   lebensldngliches 

Lehen  zuriick,  —  Siegler  die  genannten  Biirger,   —   1358  (an  sanct 

'  Thomas  abent  des  beiligen  zwelfboten)  Dez.  20. 

25  Kopialbuch  des  St,  Klaraklosters  fol.  110.    Jdger  i,  124  und  ohne  Zweifel 

darnach  O.A.B.  Brackenheim  369  fdUcfdich  zu  1338. 

at)  Hans  Mettner  und  seine  Frau  Anna,  gesessen  zu  Kordheim,  erhalten 
vom  St.  Klarakloster  dessen  Hof  zu  Nordheim,  102  Mo^rgtn  Acker,  8  Morgen 
Wiesen  und  6  Morgen  Wald,  den  vor  her  Peter  vom  Reine  innegehabt,  als  Erb- 

SO  lehen  um  je  6  Malter  Roggen,  Dinkel  und  Haher  und  6  Stinn  Erhsen  Zins. 
—  Siegler  Konrad  Sunssheim  und  Heinz  von  Hausen,  btide  Richter  zu  Heil- 
bronn. —  1413  (sant  Michels  abend)  Sept.  28.  —  Ebd.  Fol.  117. 

235*  Albrecht   Rotgalle,  Biirger   zu  Heilbronn,    iiberldsst   den 

Herrn    von    Adelberg    lO^U    Morgen   Acker    hinter   dem    Zaun,    am 

35  Silchenbrunnen,  oben  an  Benz  Iliinrer  und  am  Silchenhach  auf  lie il- 


*)  Kach  Grotefend,    Zeitrechnung  1,  63   der   zweite  Freitag  nach  Fran- 
Lichnam.     In  Wiirzhurja'  MissaUtni  fand  ich  das  Fest  nicht. 


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102  1359  Jan.  9  —  1359  Juni  2. 

bronner  Markung,  den  Morgen  um  12  Pfund  Heller,  fiir  einen  von 
seiner  Hofraite  schuldigen  Zins  von  5  Pfund  Heller,  der  zu  50  Pfund 
Kapital  angeschlagen  wird,  und  [73  Pfund]  Schnlden,  die  er  dem 
Orden  und  dem  Kloster  schuldig  war,  —  Slegler  der  Aussteller  und 
Hans  Liitwin,  Richter  zu  Heilbronn,  —  1359  (neihsten  mitwche  ^ 
nach  dem  6ber8ten  tag)  Jan.  9. 

St.A.  Addherg  16.    Or,,  Fg,,  d<ia  1,  Siegel  dbgegangen,  das  2,  am  ganzen 
Hand  beschddigU 

236.  Pfaff  Albrecht  Bockinger,  Kirchherr  zu  Helnrieth,  und 
sein  Bruder  Hans  iibeiiragen  das  Pfund  Heller,  das  Konrad  Kfrnx-  Id' 
post  selig  von  ihren  verstorbenen  Elfern  Albrecht  dem  Bockinger 
und  Adelheid  gekauft  und  das  auf  den  zwei  Lehen  zu  Hofen  (Hof- 
hein)  stand,  auf  ihre  Wiesen  zu  Bochingen  neben  ihrem  Vetter  Hart- 
mut  dem  Bockinger  und  RtUin  von  Bockingen,  die  Biidger  Htine  um 
30  Schilling  Zins  von  ihnen  zu  Lehen  hat;  sic  sind  ve)yjlichtet,  das  1& 
Pfund  Jdhrlich  auf  Martini  an  Meister  und  Pfleger  des  Adelberger 
Hofs  zu  Heilbronn  zu  eitiem  Seelgerdt  fur  Kumpost  und  sein  Ge- 
schlecht  zu  zahlen.  —  1359  (neihsten  sampstag  vor  sant  Agneten 
tag  der  heilgen  jimgfrawen)  Jan,  19. 

St.A,  Ehd.  Or.,  Fg.,  am  ersten  Siegel  der  Rand  fast  gam  ahgebrockdt,  20' 
da^  zweite  abgegangen. 

237.  Elsbeth  Boj^j^in,  genannt  von  Gelmersbach,  stiftet  der  Pforr- 
kirche  10  Schilling,  nach  ihrem  Tod  1  Pfund  Heller  Zins  von  einem 
Morgen  WeingdHen  am  Tetzberg  zu  Gelmersbach  neben  Heinrich  25^ 
Spidel  und  Gem  Sohn  von  Erlenbach.  Bei  Versdumnis  verfdllt  der 
Weinberg  zu  Fronhanden.  —  Siegler  die  beiden  Hans  Fuer,  Onkel 
und  Neffe,  Richter  zu  Heilbronn.  —  1359  (neihsten  dunderstag  vor 
dem  palmetag)  Ajn-.  11. 

Heilbronn  Lade  25,  43.     Or.,  Fg.,  heide  Siegel  stark  heschfidigt.  80 

238.  Kaiser  Karl  [IV.]  verleiht  den  Burgern  von  Heilbronn 
die  Gnade,   dass  iveltliche  Pfaff  en   oder  andere  geistliche  Leute,  die 

Wein,  Getreide  mid  anderes  Gut  Geicinnes  halber  kaufen,   und  die, 
welche  solche  Habe  in  deren  Hdusern  einlegen   und  Gewinnes  halber 
verkaufen,  da  von  an  Stadt-  und  lieichssteuer  leiden  sollen  was  jeder  35 
andere  BiXrger  daselbst.  —  Prag  1359  (nehesten  suntage  nach  dem 
heiligen  auffarttage)  Juni  2. 


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1359  Juni  6  —  1359  Nov.  19.  103 

St. A,  HeUbronn  /,  Privil.  Or,^  Pg.,  Siegd  unter  PapierdecJee  aussen 
angedruckt.  Untm:  Per  domiDum  luagistrum  curie  Heinricus  Australia.  -— 
Heilbronn  Lade  42  Vidimus  von  Johannes  Multer  von  Wolfegg  von  J425 
(Johans  tag  cv.)  Bez.  27,  zugleich  mit  dem  PrivUeg  von  1354  Mai  10,  Pg. 
mit  Siegelresten.  Unten:  Der  keyserlich  brief  gehort  wider  der  deutscheii 
barren  erst  ansprach.  Der  koniglich  brief  gehort  wider  der  deutschen  heiTcn 
vierde  ansprach,  nemlich  von  dez  Kolners  wegen.  —  Gedr,:  Lilnig  13,889, 
Reg,  Bdhmer-Huher  n.  2959. 


239.  Kaiser  Karl  [I  V.J  gestaftet  der  Stadt  Heilbronn,  die  den 
10  (irafen  Eberhard  und  Ulrich  von  WiHemberg  schuldige  Reichssteuer 
mit  der  bei  ihnen  zur  betreffenden  Zeit  gangbaren  MUnze  zu  zahlen, 
—  Prag  (nnserr  reiche  in  dem  dreutzenden  uud  dez  keisertums  in 
dem  funften  jare  —  an  dem  achten  tage  nacb  unsers  herren  auffart- 
tage)  1359  Juni  6. 

15  Heilbronn  Lade  37,27,     Or.,  Pg.,   aussen  Siegel  unter  Papierdeche.  — 

Unten:  Per  dominum  magistnim  curie  Heinricus  AustraHs. 


24:0.  Ileinz  Beyer  und  seine  Frau  Greth,  BUrger  zu  Sulnif 
verkaufeu  an  das  St,  Klarakloster  zn  Heilbronyi  30  Schilling  Heller 
Zins  von  12  Aforgen  Ackern  zu  Reisach  neben  Walther  Salzmann 
20  an  der  Binswanger  Halde  um  16  V2  Pftmd  Heller  und  stellen  als 
Bilrgen  Heinnch  Sickblock,  Biirge^-meister,  Wernher  Vetter^^  und 
Fritz  den  Fiess,  Biirger  zu  Sulm.  —  Siegler  Konrad  von  Thalheiniy 
Biirger  zu  Sidm,  und  Heinrich  yVigmar,  Bilrgermeister  zu  Heilbronn, 
—  1:^59  (sanct  Peters  und  Pauls  abent  zweger  zwolfboten)  Juni  28. 

25  St. A.  Kop.B,  Schotithal  von  1512  Fol.  59.     Ubers,  bei  Kremer,  Chron, 

Schonth.  888.    Falsches  Regest  Schonhuth,  Schonthal  89  (als  ob  d^r  Zins  direkt 
an  Schonthal  verkauft  wordcn  ware), 

a)  Das  St.  Klarakloster  verkauft   den  Zins  *)  um   16  Pfund  Heller  an 
das  Klosttr  Schonthal.  —  1361  (pahnabendt)  Marz  20,  —  Kop.B,  Schonthal  I  c. 


30  241.  Mintz    die  Jiidin    und   ihr  Sohn  Abraham,   geses.sen   zu 

Heilbronn,  qnittieren  Engelhard  von  Weinsberg  iiber  50  Gulden  rilck- 
gezahlte  Schulden,  —  1359  (sant  Elzbethen  tag)  Nov.  19. 

Reg. :  Wiri,  Frankcn  5,  373. 


a)  Krtmer:  Vetzer. 

*)  Nicht  die  12  Morgen  Acker,  wie  es  im  Kop.B.  hcisst. 


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104  1360  Miii-z  15-1360  April  22. 

242.  Walther  Wigmar,  Bilrger  zii  Heilbronn,  uud  seine  Fran 
Anna  verkaufen  an  das  Stift  zu  Wimpfen  im  Thai  18  Fasnackt- 
hilhner  von  der  Bilt  in  den  Bodern  auf  Eisesheimer  Markung  um 
14  Pfund  Heller  und  stellen  als  Biirgen  Hans  Fihver  d.  j.  und  Gewin 
Wigmar,  Bilrger  zu  Heilbronn.  —  Siegler  der  Aussteller  und  die  5 
Biirgen.  —  1360  (ze  mittervasten)  Mdrz  15. 

St. A.  Heilbronn  /,  lieUgionswesen.     Or,,  Pg.,  alle  3  Siegel  ahgegangen. 
Aussen:  u.  a.  16.  Jh.:  Eiseslioim  superiiis. 

243.  Raven   von  Daisbach   (Taspach),  Edelknecht,   und  seine 
Fran  Anna  verkaufen  Hire  Gilter  und  Zinse  zu  Bollingen,  die  Mi'ihl-  10 
statt   ausgenommen,   an   Volmar  Lemblin,  Bilrger  zu  Heilbronn^  um 
120  Gulden^   xvoriiber  sie  quittiereyi,   tnit   beiderseitigem  Kiindigungs- 
recht  auf  10  Jafire,  je  2  Monate  vor  Georgii.     Im  Falle  des  Biick- 
kaufs  dilrfen  die  schaff,  die  Volmar  gende  habeii;  voile  degen  *)  bis 
Martini.     Lemlin  kann  ein  Hans  unter  12  Pfund  Heller  bauen  und  15 
erhdlt  beim  Biickkauf  eine  von  2  Schiedsleuten  und  einem  von  diesen 
geudhlten  Obmann   zu  bestimrnende  Summe.     Die   Verkdufer  tcehren 
die  GUter,   solange   sie   bloss    verpfdndet   sindj   und  geben   sie   dann 
dem  Lehensherrn  auf     Biirgen:   Beringer   von   Kirchkausen,   Kunz 
und  Bernhard  Strube  von  Thalheim,  beide  zu  Kirchhausen,  und  Bein-  20 
bot  von  Klingenberg,  Edelknechte,  mit  der  Verpjlichtung  zum  Einlager 

in  Heilbronn.    —   Siegler  Aussteller  und  Biirgen.  —   ISflO   (sambs- 
tage  in  der  osterwochen)  April  11. 

Heilbronn,  Stiftungspflegregistraiur  Fasz.  127^  7,    Or.,  Pg.^  von  den  Siegeln 
nur  das  vorhtzie  erhalten  und  dieses  am  linken  Rand  hesch/idigt.  25 

244.  Kraft  von  Baj/pach,  Kdelknechty  weist  der  Pfarrkirche 
zu  Heilbronn  8  Schilling  4  Heller  Zins  fir  den  Stiiuffer  an  auf 
20  Moy^gen  Acker,  von  denen  von  Staufen  gekauft,  genannt  „ausser  detn 
halben  Hof^,  und  1  V2  Morgen  Wiesen  neben  der  Kochin  und  7ieben 
Berth  old  Teipischer,  hinter  der  Burg  dem  Bach  zu,  alles  in  Franken-  30 
hacher  Mark.  —  Siegler  der  Aussteller  u)id  die  Heilbronner  Bichter 
Beinbot  Wigmar  und  Heinrich  Wigmar.  —  13f)0  (sant  Georgen 
abent)  April  22. 

SLA.  Hdlbronn  I,  R4igions'Wt'sen.     Or.,  Pg..    did  Si^'gel   alle   am  UaKd 
heschddigi.  35 


*)  (le^en  mufts  hier  gldchhcdeutend  scin  wit  ^Wtiih  hahen"\ 


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1360  Juni  29  —  1360  Juli  20.  105 

24S.  Kaiser  Karl  [IV,]  belehnt  Leutwein  Nachst  ^)  von  HeiU 
hronn  mit  einer  Muhle  diesseits  der  Briicke  vor  der  Stadt,  die  ihm 
durch  seines  Grossvater's^^  Konrad  Leutwein  Tod  zugef alien  ist.  — 
Niirnberg  1360  (sand  Petri  und  Pauls  tag)  Juni  29. 

5  Glafey,  Anecdota  371  n.  176.    Beg. :  Bohmer-Huber  n.  3196. 

24:6.  Derselbe  benrkundet,  dass  der  Edle  Burkhard  Stunnfeder, 
dem  vom  Reich  die  Dbrfer  Duttenberg  (Tutemburg),  Offenau(-hQim)y 
Ober-  %ind  Niedergriesheim,  Bache7iau('heim),  Jagsffeld,  Richaczbusen, 
KaczzentaP)   wnrf  alle  Eigenlente,   die  nach  Wimpfen  gehoren,   und 

10  die  Vogtei  der  drei  dem  Reich  gehorigen  (unser)  Hofe  zu  Flein  urn 
IGOO  Pfund  Heller  verpfdndet  sind,  ihn  gebeien,  die  Pfandschaft 
auf  Elsbeth,  die  Fran  seines  Sohnes  Burkhard,  Tochter  Engelhards 
von  Hirschhorn,  zu  ubertragen,  teas  mit  Vorbehalt  des  Losungsrechts 
des  Reichs  geschieht.  —  Niirnberg  1860  (sand  Ulrichs   tag)  Jxdi  4. 

15  Gedr.:  Glafey,  Anecdota  337,  —  Beg.:  Bdhmer-Huher  n,  33()1, 

247.  Derselbe  quittiert  der  Stadt  Heilbronn  ilber  600  Pfund 
Heller  bezahlte  Reichssteuer,  —  Niirnberg  1360  (nebesten  mantag 
vor  sant  Marien  Magdalenen  tag)  Jidi  20, 

Beg, :  Glafey j  Anecdota  378  n,  183.    Wegelin,  Landvogtei  3,  71.    Bdhmer* 
20  Huher  n.  3338. 

248.  Berthold  Loterer  von  Horkheiin  und  seine  Frau  Gertrud 
verkaufen  an  die  Geistlichkeit  der  Pfarrkirche  zu  Heilbronn  10  Schil- 
ling Heller  Gillte  von  2  Morgen  Acker,  der  Wicmarin  Acker,  auf 
Horkheimer  Markung  neben  St.  Georgs,  des  von  Rot  und  des  Brenner s 

25  Giltern  um  5  Pfund  Heller,  woriiber  sie  quittieren,  mit  jiihrlichem 
KUndigungsrecht  von   seiten    der  Kdufer  14   Tage   vor  Georgii,  und 

a)  Bohmer-ffuber:  ifohMea  ;  M  heisst  aber  ane. 

*)  Kachst  ist  ein  Familienname,  der  sonst  in  Heilbronn  gar  nicM  vor- 
kommt :  moglichenceise  liegt  ein  Schreihfehler  in  der  Kanzlei  oder  heim  Heraus' 
geher  tor.  —  '')  Bichartshausen  und  Katzenthal  sind  vielleicht  ahgegangene  Orte 
auf  der  Markung  Kochendorf  So  O.A.B.  Neckarsulm  337.  Beicherishausen  0.A, 
Neckaraulm  war  hohenlohisch^  Beichartshausen  B,A,  Sinshetm  (so  O.A.B.  383 
vei'mutetj  und  Katzenthal  B,A,  Mosbach  dadurch  ausgeschlossen,  dass  nach 
Beg,  Boica  9j  65  (Urk,  von  1363  Juni  17)  die  ohengenannte^i  Dorfer  ,.auf  der 
Kben  gen  Wimpfen  auf  den  Sal  gehfir(en'\  was  bet  diesen  nicht  der  Fall  war, 
Vgl,  Kriegery  Topogr,  Wdrterbuch  von  Baden  s.  v. 


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106  1360  Aug.  10  —  1360  Nov.  13. 

sfellen  uls  Biirgen  Worz  und  Heinz,  die  Sohne  der  aiten  WdrziUy 
mit  der  Verpflichtmig  ziim  EifUager  in  Heilbronn,  —  Siegler  Gernolt, 
Kirchherr  zu  Horkheim,  und  Simon  von  Sot,  —  1360  (saiit  Lau- 
rencien  dagg)  Atig.  10, 

Heilbronn  Lade  22,  6,     Or,,  Pg,,  das  erste  Siegtl  oben  und  unten  durch    5 
Ueraunreissen  der  SiegeUtreiftn  heschadigt, 

249.  Kaiser  Karl  [IV.]   belehnt   Rudolf  der   Goczin   Sohn 
von  W'dssiagen  (Wes  — )  auf  seine  Bitte  ynit  dem  Ladmnt  zu  Heilbronn 
und  Zubehohr,  das  Conz  Leder,  sein  Schiiager,  innegehabt  hatte  und 
nun  an  Rudolfs  Weib  gef alien  ist,  —  Oppenheim  1360  (in  die  sancti  10' 
Michaelis)  Sq)t.  29. 

Glafey,  Anecdota  369  n.  253.     Reg.:  Bohmer-Huher  n.  3327. 

230.  Derselbe   erlaubt   der   Stadt   Heilbronn^    die   Sfeine   der 
gebrochenen  Feste  Klingenberg  an  irer  stat  nuz  und  bau  zu  venvenden. 

—  Lauffen  *)  1360  (allerheiligen  abend)  OH.  31.  15- 

Sua.  Heilbronn  I,  Frivilegien.     Dr.,  Fg.,  auf  dem  Bug:  Per    dominuni 
imperatorem  Heinricus  Aiistralis.    Aussen  Spuren   des  aufgedrUckten  Stkrets. 

—  Beg.:  Bohmer-Huber  n.  3765  fdlschlich  nach  Jdger  I,  137  zu  1361.  Be- 
richtigi  Ergdnzungslieft  1  n.  7037. 

a)  Derselbe  gebietet  den  Stddten  Heilbronn,  Wimp  fen  und  Weinsbtrg  20- 
jsu  verhindern,  dass  Reinbot  von  Klingenberg  oder  sonst  jematid  seine  im  letzteti 
Krieg  gegen  Wirtemberg  zugleich  tregen  des  Raubes  zerstfirte  Burg  icieder  auf- 
bane,  da  er  ihm  nur  gestattet  habe,  ein  schlechies  Viehhaus  von  Holzwerk,  den 
SUIdten  und  dem  Reich  ohne  Schuden^  zu  bauen.  —  Niirnberg  1361  (UDser 
frawcn  abent  zu  lichtmosse)  F'ehr.  1.  —  Ebd.  Or.,  Pg.,  auf  dem  Bug:  Per  25 
dominniii  ile  Homburg  Heinricus  Australis,    Aussen  Sekret  unter  Papierdecke. 

—  Beg. :  Bohmer-Huber  n.  3543  und  Ergdnzungsheft  n.  7041. 

231.  Derselbe  gestattet  der  Stadt  Heilbronn,   das    vom  Reich 
an  Wirtemberg  urn  1500  Pfund  Heller  verj)fd7idete  Schultheissenarnf 
zu  Heilbronn  uni  diese  Summe  zu  losen,  behdlt  dem  Reich  das  Recht  30 
auf  IViederlosung  vor,  verspricht  aber,  es  sonst  niemand  zu  losen  zu. 
geben.  —  NUmberg  1360  (die  sancti  Briccii)  yov.  13. 

Gedr.:  Glafey  428  n.  307.     Reg.:  Bohmer-Huber  n.  3409. 
a)  Die  Graf  en  Eberhard  und  Ulrich  von  Wirtemberg,  Gebriider,  bekennen, 
dass  Heilbronn  das  ihnen  vom  Reich  verpffindete  Schultheissenami  mit  Einver-  35 


*)  Bohmer-Huber  hat  den  Aussiellungsort  nicht.    Da  der  Kaiser  wdhrend 
diefter  Zeit  zu  Niirnberg  iveilt,  hat  man  Lauf  ostUch  von  Niirnberg  anzunehmen. 


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1360  Nov.  30  —  1361  Jan.  25.  107 

stdndnis  des  Kaisers  um  1500  Ffund  Heller  von  ihnen  gelost  habe.  —  1361 
(men tag  nah  unsers  heren  lich names  tag)  Mai  31.  —  St. A,  Htilbronn  /,  Schult- 
heissenamt.  Or,,  Pg,,  tnit  den  Btittrsiegeln  der  heideti  Grafen^  das  erste  ohtn 
hescMdigt, 

5  262.  Kaiser  Karl  [IV.]  beurkundet,  dass  Graf  Albrecht  von 

Loivenstein  den  Zeknten  zn  Heilbronn  in  Feld,  Mark^^  und  in  der 
Stadtf  klein  und  gross,  den  er  voni  Beich  zu  Lehen  hatte,  ihm  auf- 
yeyeben  hahe,  und  belehnt  auf  seine  Bitten  Engelhard  von  Hirsch' 
horn,  —  Niirnberg  1360  (die  sancti  Andree  apostoli)  Nov.  30. 

10  Gedr  :  Glafey,  Anecdota  46Z    Reg, :  Bdhmer-Huher  n,  3436. 

233.  Die  Abtissin  Hedwig  von  Billigheim  beurkundet  mil 
dem  Konventf  dass  ihnen  Bruder  Heinrich  Frevel,  ihr  Kaplan,  von 
dent  Geld,  tvomit  ehrbare  Letite  ihnen  eine  Kaplanei  gestiftet  und 
3  Zentner  Butter  verschrieben,  8  Pfund  geliehen  habe,    Dafiir  giebt 

15  sie  dem  Konvent  einen  halben  Morgen  Weingdrten  zu  Neckarelz  (Elnz)- 
am  Heineberg,  den  Claus  von  Muckenthal  und  seine  Fran  Liphus 
nm  2  Pfund  Heller  Zins  auf  Snoppelers  nnd  Swenden  Haus  zu  Heil- 
bronn, an  die  Pittanzmeisterin  zu  geben,  gekauft  haben.  —  1360  ohne- 
Tagesdatum. 

20  Heilbronn  Lade  53,  BiUigheim  3.     Or.,  Pg.,  mit  2  Siegeln. 

254.  Johann  Pretach,  Heinz  Pretachs  des  Schneiders  Sohu,. 
Bilrger  zu  Heilbronn,  bestimmt,  dass  die  drei  Acker  und  die  Wie^e 
[zu  Brettach],  die  einst  seiner  Mutter  Heiratgut  gewesen,  ivenn  er  sie 
nicht  aus  Not  verdussern  miisse,  nach  seinem  Tod  an  seine  Muhmen 

25  Hedwig  und  Adelheid,  Konrad  Schmids  von  Griqypenbach  Tochter, 
fallen  sollen,  ebenso  die  bis  dahin  anfgelaufenen  Elnkiinfte,  die  er  auf 
ein  Haus  zu  Heilbronn  anlegen  will,  —  Siegler  Jolwnn  Fiiwer  d.  a, 
und  Gerhard  von  Waiblingen,  Richter  zu  Heilbronn,  —  1361  (sant 
Pauls  tag  als  er  bekert  ward)  Jan.  25, 

30  Schonthaltr   Diplomatar   von    1691   FoL   401.     Ubers>iizung  bet  Kremevy 

Chron.  Schonthal,  902. 

a)  Johann  Pretiach  dtr  alie,  Schulmeisier  zu  Marbach,  dtr  Heinz  Weschcr  ^) 
und  dessen  Frau  Adelheid,  seintr  Muhme,  Biirgern  zu  Heilbrotm,  6  Gulden, 
bis  Johannis  Bapistd  zuruckzuzahlen,   schuldet,   verpfdndet  dafiir  die  Mitgift 

35  seiner  Matter,  3  Acker  und  eine  Wiese  zu  Brettach  —  Siegler  Kunz  Leydtr 
und  Konrad  Hirt,  Richter  zu  Heilbronn,  —  1392  (nehsten  dynstag  vor  sant 
Niclaus  tag)  Dez,  3,  —  Ehd,  Fol.  401.     Uben<etzung  bei  Kremer  lo66, 

a)  marckt  bei  G la fet/  jeden falls  vtrschriehtn,        }>)  Kremer:  Wechter. 


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108  1361  April  4  —  1361  April  22. 

25S»  Bernger  von  KUngenberg  und  seine  Sohne  Bernger  und 
Hans,  Edelknechte,  verkaufen  an  Kunz  Kaufmann,  Burger  2u  HeiU 
bronn,  6  Schilling  Heller,  eine  Gans  und  ein  Fasnachthukn  von  Hof- 
statt,  Garten  und  WiesenstUck  Jieben  Otto  Lise  zu  Nordheim  beiin 
Miihlbrunnen  um  7  Schilling  und  4  Pfund  Heller  und  ver^prechen, 
den  Kauf  Jahr  und  Tag  zu  fertigen.  —  1361  (sant  Ambrosien  tag) 
April  4. 

Heilhronn  Unt.  Gew.  Lade  42.     Or.,  Pg.^  mii  Siegel  Beritigers. 


256.  Die  Stadt  Heilbronn  leiht  die  Brot-  und  Fleiachbdnke 
tvieder  aus.  —  1361  Api\  22,  10 

Heilhronn  105,  Metzger  6.  Or.,  Pg,,  in  doppelter  Atufertigung  von  der^ 
selben  Hand  fur  heide  Zilnfte.  Bet  beiden  das  dreieckige  Stadtsicgel  an  den 
oberen  Ecken  heschddigU 

Wir  der  burgermeister  und  geraeinlichen   der  rat  der  stat  ze 
Heilprunne  vergeben  offenlichen  an  disem  brieff  umbe  die  brotbencke  15 
und  umbe  die  fleischbenke,  die  unser  vorgnanten  stat  ze  Heilprunne 
eygenlichen  vervallen  und  ze  fronhanden  gangen  warn,  das  wir  der 
ersamen  Iiite  der  zweire  ziinfte  antwerg,   der  brotbecken   und   der 
metzler  unser  lieben  mitbflrger  bet  und  flehde  angesehen  haben  und 
haben  in  und  alien  irn  nachkomen   die  vorbenenten   brotbenke,   der  20 
sehtzig  ist,  der  geben  zehen  ze  sehs  schillingen  und  die  andern  ze 
funf  scbillingen,  der  sflmme  ist  sehtzehendhalp   pfftnt  und  vellet  ze 
pfingsten,    und   die  fleischbenke,    der  S.htundzweintzig   sin,    der   git 
ieglicher  zehen  schillinge,  der  sumrae  ist  vierzehen  pfftnt  und  vellet 
uff  sant  Martins  tag,  wider  gelihen  haben  und  lihen  sie  in  auch  mit  25 
disem  brieflf  also  das  under  den  vorgenanten  antwerken  keiner   me 
haben  soil  denne  ein  brotbank  oder  ein  fleischbang  und  welher  under 
in  me  heit  oder  gewunne,  sie  vieln  in  von  erbs  wegen  uft'  oder  wie 
sie   im  wurden,   der  oder  die  soUen  den  bang,   ob   er  vor  ein   hat, 
darnach  ze  hant  verkauflFen  und  an  werden,   so  sie  schierst  mogent  30 
ungeverlichen.     Und  welhe  under  in   ir  benke  verkauffent  und   an 
werdent,   der  oder  die  selben,   die  denne  verkauflfent  und   kaufl^ent, 
sollent  zft  den  bruckenmeistern  gen  und  soUen  sie  do  vor  in  uflFgeben 
und  empfahen  nach  unser  stet  reht.    Weire  auch  ob  under  dem  vor- 
gnanten brothuse  und  fleischhfls  der  benke  deheinre  erblos,    miissij^  35 
oder  wuste  lege  oder  ligende  wurde,  das  sol  unser  stat  an  dem  vor- 
gnanten zinse  ze  keim  schaden  komen    und   sollent  die  brotbecken 


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1361  Mai  18  —  1361  Sept.  6.  109 

Oder  die  metzler,  die  denne  benke  under  den  husern  haben,  die 
miissigen  bencke  mit  den  andern  irn  benken  gemeinlicben  verzinsen. 
in  dem  rehten  als  ir  benke  ungeverlichen.  Me  ist  geredt  und  ge- 
dinget;   das  die  brotbecken   das  brotbiise  und  ir   bencke  und  die 

5  metzler  das  fleischus  und  ir  bencke  furbas  me  eweclichen  bflwen^ 
decken  und  machen  sollen  von  ir  koste  an  unser  stet  schaden,  es 
weire  denne  das  wir  von  unser  stet  wegen  der  huser  eins  oder  sie 
beiden  abbrechen  und  daruff  bflwen  wolten,  des  soUen  sie  uns  nit. 
wern  und  sollen  aucb  sie  des  selbs  bflwes  kein  scbaden  haben,  das 

10  mal  ze  decken  und  sollent  auch  in  die  benke  darunder  bliben  stende 
in  dem  vorgeschriben  rebten  und  wenne  der  selbe  hd  volget  und 
bereit  wirt,  so  sollen  sie  damach  aber  die  huser  decken  und  ir  bencke 
macben  als  vorgeschriben  stet  ungeverlichen.  Und  des  ze  urkunde 
80  geben  wir  den  vorgnanten  antwerken  ir  ieglichem  dirre  brieflf 

15  ein  mit  unser  stet  gemeinem  insigel  besigelten,  das  heranhanget,  der 
geben  ist  an  sant  Oeorgen  abent  nach  Cbristus  gebnrt^  do  man  zalt 
driitzehenhfindert  und  einundsehtzig  jar. 

257*  Heinrich  Mulbeyer,  Burger  zu  Heilbronn,  giebt  vor  Kon- 
rad   Gewin   und  Reinbot  Wigmar,    Bichtern   daselbst,   dem    Klosfer 

20  Billighehn  1  ^h  Morgen  Weingdrten  am  Limperg  auf  Hellbronner 
Markung  neben  Pfoff  Johann  Sfiipf  und  einen  halben  Morgen  oben 
an  der  kurzen  Sfeige  neben  seiner  Bruderstochter  Ellin  Beyerlin^ 
Klosterfrau  zu  Billlgheim,  und  erhdlt  sie  als  Leibgeding  um  einen 
Zins  von  einem  Emtehuhn  in  Geld  zuriick,     Nach  seineni  Tode  soil 

'25  die  Hdlfte  an  das  Siechenhaus  zu  Billigheim,  die  andere  an  Ellin,  nach 
deren  Tode  ebenjalls  an  das  Siechenhaus  fallen,  —  1361  (nehsten 
dflnderstage  vor  dem  heiligen  pfingstage)  Mai  13, 

Heilbronn   Lade  53,   BiiUgheim  3.     Or,,  Fg,,    heim   ersten  Siegel,    dim 
Gewins,  votn  Schild  ein  Stiick   abgesprungsn,   am  zweiten,  dem  Wigmars,  ein 
30  Stiick  vom  Hand  links  abgebrochen, 

238.  Engelhard  von  Bachenstein  beurkundet,  dass  seine  Feste 
DoUingen  (Tettingen)  ewig  beim  Reich  und  des  Reiches  Stddteyi  bleiben 
und  fur  sie  ein  offenes  Hans  sein,  aber  mit  dem  zugehorigen  Gut 
seinen  rechUniissigen  Erben  bleiben  soil.  —  Siegler  der  Aussteller, 
35  die  Stadt  Heilbronn  und  Lutewin,  frfiher  Bilrgermeister  daselbst,  — 
Heilbronn  1361  (nechsten  gutemtag  vor  unserer  frowen  tag  als  sie^ 
gebom  wart)  Sept,  6. 


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1 10  1361  Dez.  5  —  1362  Juni  4. 

St^  Heilbronn  I,  Einungen.  Or.y  Pg,,  das  3.  6' i  eg  el  oben  bescMdigt. 
Jitissen  au8  dem  16.  Jh.:  Dass  die  veste  zu  Beckingen  den  reichssteten  eiu 
offen  hauss  sein  soil.  —  Meg.:  Wirt,  -PVaniew  8y86  zu  1371,  liest  ebenfalls 
Bockingen, 


259.  Kaiser  Karl  [IV, J  erlaubt  der  Stadt  HeilbrouHy  sich  5 
^egen  uuyerechten  Angriff  zu  wehren  und  den  Angreifer  wieder  zu 
schddigen,  schddlicke  Leute,  wo  sie  solche  erfahren,  zu  fangen  und 
mit  ihnen  nach  Stadtrecht  zu  verfahren,  und  Burger,  die  »ich  gegen 
den  Bat  auflehnen,  zu  strafen,  dock  ohne  Schaden  der  Beckte  des 
Kaisers    und  lieichs,    seiner  Landvogte,   Amtieute    und  des  Schult-  10 

Jieissen.  —  Nilrnberg  1S61  (neehsten  suntag  vor  santh  Nyclaus  tag) 
Dez.  5. 

St, A,  Heilbronn  I,  Privilegien,     Or,^  Pg,,  stark  bescMdigtes  Majestdts- 
siegel  mit  Riicksiegel,    Auf  dem  Bug:   Per  dominum  imperatorem  Johannes 
Eyfitetensis.    Aussen:  R.  Johannes  Saxo.  —  Gedr.:  Liinig,  Beichsarchiv  13,869;  15 
Reg,:  Bdhmer-Huber  n.  3784- 

260.  Berthold  Basenplat,  Bilryer  zu  Heilbronn,  iibertrdgt  die 
4)on  Botbiir  selig  fur  die  Geistfichkeit  an  der  Pfarrkirche  fiir  ihrc 
Prdsenz  gestifteten  30  Schilling  Heller  von  einem  Morgen  Weingarten 
am  Lerchenberg  auf  G (iter,  die  er  von  Kunz  Widelbach,  Burger  zu  20 
Weinsberg,  gekauft,  und  stiftet  zu  seinem  Seelenheil  noch  ebensoviel 
dazu.  —  1362  (an  des  heiligen  crutz  tag  nach  ostern)  Mai  3. 

Heilbronn  Lade  25,44,     Or,,   Pg,,   mit  abhangendem  Siegel,   der  Band 
■ganz  abgebrockelt, 

261.  Johann  genannt  Bohenkein,  Priester  und  Pfarrer,  und  25 
Beinbot  genaymt  Strtdle,  Biirger  zu  Heilbronn,  Kommissdre  des  er- 
wdhlten  und  bestdtigten  Bischofs  Albert  von  Wurzburg,  teilen  diesein 
mit,  dass  Dietrich  von  Bonnigheim  das  zu  seiner  Pfrilnde  yehorit^e 
Hans  neben  der  Hofstatt  des  Konrad  genannt  Niere  um  150  Pfund 
Heller  verkauft  habe,  was  sie  als  der  Pfriinde  niitzlich  vorbehdltlich  30 
der  Genehmigung  des  Bischofs  bestdtigt  haben,  und  dass  um  diese 
Summe  1  ^/a  (alterum  dimidiura)  Morgen  Weingarten  zu  Flein  an  der 
Schenkenhalde  um  26,  2  zu  Nordheim  um  105  und  daselbst  ^U  um 
25  V2  Pfund  Heller  gekauft  warden  seien,  —  1362  (in  vigilia  penthe- 
Jiosten)  Juni  4.  35 

Heilbronn  Lade  25,  44,     Dr.,  Pg.,  heide  Siegel  abge^nssen. 


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1362  Juni  17  —  1362  Dez.  8.  Ill 

262.  Burkhard  Stiirmfeder,  Bitter,   Elsbeth,  Engelhords   von 

Hirschhorn  Tockter,  seine  Frau,  iind  sein  Sohn  Burkhard  bekennen, 

doss  Erzbischof  Gerlach  von  Mainz   die  ihnen  verpfdndeten  Dorfer 

[1360  Juli  4 J  und  die  3  Hofe  zu  Flein  gelost  hat,  —  1362  (fritag 

5  nach  unsers  herren  licham  tag)  Jvni  17. 

Beg,  Boica  9,65.     BeiMuzichen  ist   die    Urkunde  KarU  IV.  von  1362 

Mdre  21  ebd.  9,  69,  wonn   er  dem  Ergbischof  Gerlach  von  Mainz  gesiattet, 

die  an  Burkhard  Sturmfeder  verpfdndeten  Dorfer  zu  losen,    Katzenthal  und 

die  drei  Hofe  zu  IPlsin  werden  nicht  genannt,   vielleicht  tceil  sie  von  Sturm- 

10  ftder  hereiis  weiter  verpfdndet  waren  fine  Bichartshausen  Juni  17,  ebd.  9,  65), 


263.  Bernyer   von   Klingenberg,   seine   Frati  Anna   und   ihre 

Sohne  Bernger  und  Hans  begeben  &ich  zu  gunst&n  der  Kloster  Adel- 

berg  und  St.  Klara  zu  Heilbronn  ihrer  Ansprilche  auf  Wiesen  und 

Almende  zn  Klingenberg,  Bockingen  zu  gelegen,  —  1362  (sant  Jacobs 

15  abend  des  heiligen  zwelfboten)  Juli  24, 

St. A,  Heilbronn  IV,  Klarakloftter.  Or,,  Fg,,  das  2,  und  3,  Siegel  am 
Band  beschiidigt,  das  4,  fast  ganz  ahgegnngen, 

264:m  Jute,  Abfissin,  und  der  Konvent  des  Klosters  Billigheim 
verkaufen  an  ihre  Klosterfrauen  Anna  Philipsin  von  Hall  und  Elisa- 

"20  beth  ton  Wittsta tt  (W idichQtat)  genan?it  Engelhards  Tochter  V h  Morgen 

Weingdrten  auf  Heilhronner  Markung  an  der  Waldsteige  neben  dem 

Jungen  Lutwin  u?id  Sanct  Nicolaus  und  das  Glirnlim  zwischen  Hein- 

rich  Weger  und  Konrad  Mimssmeister  aufGerendenberg  um  55  Pfund 

Heller  tnit  dem   Versprechen,  den   Wein  heim-  und  den  Mist  hinaus- 

"25  zufuhren,  ferner  3  Pfund  Heller  Zins  von  ihren  Giitern  zu  Urbach 
um  30  Pfund,  mit  der  Zusage,  den  Zins  zu  ergdnzen,  wenn  er  nicht 
ganz  bezahlt  werde.  Die  G  liter  fallen  nach  dem  Tode  der  beiden 
Schwestern  ivieder  ans  Kloster,  —  1362  (sanct  Eucharius  tage)  Dez,  8. 

Heilbronn  Lade  53,  Billigheim  1.     Or,^  Pg.,  mit  Stegeln,     Vom  zweiien 
^0  die  uniere  Hcilfie  ahgehrochen. 

265.  Heinrich  der  Goler  von  Neipperg,  Edelknecht,  und  sein 
Sohn  Heinrich  verkaufen  an  Kunz  Kaufmann,  Hans  Singers  Tochter- 
mann.  Burger  zu  Heilbronn,  eine  Giilte  von  12  Mass  Weifi  Schwaigerner 
(Swegerer)  Mass  und  einer  halben  Gans  vom  „breiten^  Weingarten 
35  zu  Nordheim  neben  Heinrich  dem  Miilner,  den  Gotz  von  Schwaigern 
baut,  um  3  Pfund  Heller,  ivoruber  er  quittiert,  —  Siegler  Heinrich 


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112  1362  Dez.  23  —  1363  April  21. 

(d,  a,)  —  1362  (nechsten   fritag  vor   dem  heilgen   tag   ze  wyhen- 
nahten)  Dez,  23. 

StA,  Heilbronn  JK,  Klaraldoster.  Or.,  Pg,,  mit  Siegel  Amstn  a.  a. 
Ende  des  15.  JahrhunderU :  Klarakloster. 

266.  Gute   Veldnerin  genannt  die  Pfdliyi,  Bllrgerin  zii  lleil-    5- 
bronn,  verkauft  an   Walther  Senft,  Burger  zu  Hall,  die  Hdlfte  der 
Kelter  hinter  Bocke,  genannt  die  Spitzkelter,    urn   16  Pfund  Heller. 

— >  Siegler  die  Ausstellerin   und   Volmar  Lemmlin,   Bilrger   zu  Heil- 
bronn, —  1362. 

Beg. :  Gabelkhover,  Kollekt.  3,  49  (Mscr.  off.  Bibl.  Stuttgart).  10 

267.  Graf  Albrecht  von  Lmcemtein  verkauft  an  Lutwin  von 
Heilbronn  seine  Fisckenz  zwischen  Wiwpfen  und  Offenheim  auf  Wieder- 
kauf  —  1363  April  21. 

Oberrhein  N.K  10,  Mittlg.  95. 

a)  Luticin  der  dltere  von  Heilbronn  verkauft  an  Konrad  t^on  Gosheim  !,> 
genannt  von  Heimberg,  Edelknecht,  seine  Eischenz  von  Wimpftn  bis  Offenhetm 
und  2  Fischenzen  zu  Griesheim,  die  er  vom  Graf  en  von  Lowenstein  gekauft, 
mit  Wiederkoufsrecht  fiir  2  Jahre  und  Vorbehalt  d&s  Wiederkaufsrechts  fur 
din  Grafen  von  Lfnoenstein.  —  Zeugen  Erhard  Lutmn,  R.,  Walther,  Kunz 
und  Sttphan  Lutwin^  Kirchherr  zu  Beihingen.  —  1374  (sainsta^  vor  Walpurj^s)  20- 
Mdrz  24. 

Stacker y  Gemmingen  II  2,11.  —  Clous  und  Lutwin,  Lutwins  seltgen  Sohne 
verkauftn  als  Vormiinder  dtr  Kinder  ihres  virstorbenen  Bruders  Herold  lOSchtl" 
ling  von  der  Miihle  zu  Gosheim  urn  o  Ffund  an  Konrad  von  Gosheim  wiui 
sind  Bilrgen,  bis  die  Kinder  zu  Jahren  kommen.  —  1374  (donnerstag  vor  25 
pfingsten)  Mai  18.  —  Ebd.  —  Lutwin  der  ciltere^  BUrger  zu  Heilbronn,  giebt 
Ffalzgraf  Ruprecht  [IIL]  einen  Hof  zu  Kapfenhardt  als  Lehen  auf.  — 
Zwischen  1398  Jan.  10  und  1401  Aug.  21.  —  Koch-Wille,  Pfalzgrafen  1  n.  6494 
nach  Buprechts  Lehenbuch.  —  .  .  Sturmfeder,  *)  Engelhards  von  Hirschhovn 
seligen  Tochtermami  und  seine  Frau  Elisabeth  verkaufen  an  Itel  Lutwin,  30 
Burger  zu  Heilbromi^  . .  .  und  30  [34,  wie  sich  au^  dem  Kauf schilling  ei-giebi] 
Pfund  Heller  Zins  zu  den  30^  die  »ie  ihnen  schon  schuldm^  von  ihren  Leuten 
und   Giittrn   zu   Gruppenbach    und  Steitenfels    mit   ewigem   Losungsrecht    urn 

340  Gulden,  und  stellen  als  Biirgen mit  der  Verpflichtung  zum  Einlagir 

in  Htilbronn.  —  Heilbronn  Unt.  Gew.  452.    Einband  eines  Auszugs  aus  einem  35' 
Bedbach  von  1399  aus  der  ziveiten  Hdlfte  des  15.  JahrhundaHs.     Der  Schluss 
mit  dtn  Namen  der  erst  bei  der  Siegelung  genannten  Biirgen  und  dem  Datum, 
ebenso  vom  ein  Streifen  in  der  Brdite  von  3  Fingern  ist  abgeschnitten.     Dtr 
Schrift  nach  ist  die  Urkunde  aus  dtr  ziceiten  Hdlfte  des  14.  Jahrhunderts. 

*)  Ohne  Zweiftl  Burkhard  Sturmfeder,  der  sich  1372  Ftbr.  5  {Fkin^. 
AnhangJ  als  Schwiegersohn  Engelliards  bezeichnet. 


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1363  April  26  —  1363  Okt.  19.  113 

268.  Hans  von  Munchingen,  Biirger  zti  Heilbronn,  verkauft 
10  Pfund  Heller  und  20  Hiihner  Gillie  von  Giitern  zu  Whnmeyithal 
urn  120  Pfund  Heller  an  Baven  von  Nenenfels,  Edelknecht,  —  Buryen: 
Volmar  Lemlm,  Seitz  Gerhart,  Hans  Fuer  der  junge  und  Hans  Lut- 
5  u'lnj  Burger  zu  Heilbronn,  —  Siegler  der  Aiissieller  und  die  Biirgen, 
Die  Urkunde  soil  Kraft  kaben,  solange  ein  oder  mehrere  Siegel  ganz 
sind.  —  1363  (mitwoche  nach  sant  Georgen  tag)  Ajml  26, 

St. A.  Schonthaler  Diplomatar  von  1512:  BL  91;  von  1691:   1  Bl.  244. 


269.   Pfalzgraf  Buprecht  [I,]   befieldt  der  Stadt  Mosbach^ 

10  von  der  jdhrlichen  Stetier  60  Pfund  Heller  an  Volmar  LeMin,  Biirger 

zu  Heilbronn,   auszuzahlen^    bis   die    600  Pfund,   die  er  genannten 

Heilbronner  Bilrgern  schuldet,    abgelost  seien.  —  Mergentheim  1363 

OkL  2. 

Beg.:  Koch-Wilhy  FfaUgrafen  1,207  n.  3473. 
15  a)  Derselhe  verschreibt  seinem  Wirt  Volmar  Lemel,  Burger  en  Heilbronn^ 

€0  Gulden  von  der  gewohnlichen  Steuer  zxi  Moshach  fur  seine  Schuld  von 
tJ<XJ  Florentiner  Gulden.  —  Heidelberg  1365  Mai  29.  —   Ebd.  1, 212  n.  3561. 

b)  Derstlbe  versichert  Mosbach,  dass  diese  Summe  von  der  Steuer  ab- 
gehen  solle,  —  Eod.  d.  —  Ebd.  n,  3562. 

20  270^  Biirgermeister  und  Rat  von  Heilbronn  befreien  Haus  und 

Hofraite  des  Klosters  Kaisersheim  in  ihrer  Stadt  zwischen  den  Hof- 
raiten  Kunz  Rulins  von  Bdckingen  und  Heinrich  Wigmars,  welch 
letztere  man  St.  Johanns  Hof  heisst,  hinten  an  das  Spital  stossend, 
wovon  das  Kloster  einen  Ted  von  dem  gena^mten  Wigmar  gekauft  ^) 

25  und  bisher  Bede  gegeben  hat,  wie  sie  jetzt  gegen  St.  Johanyis  Hof 
und  die  Strasse  bezimmertj  beschwellt  und  ummauert  sindy  gegen  ein- 
malige  Zahlung  von  50  Pfund  Hellerji  von  alien  Steuern  und  Ab- 
gaben  und  gestatten,  im  Bediirfnisfall  ein  neues  Haus  dafiir  zu  bauen. 
-  1363  (sant  Gallen  tag)  Okt.  10. 

30  St. A.  Heilbronn  IV,  Kaiser sheimer  Hof.    Dr.,  Pg.,  Siegel  fast  ganz  ab- 

gegangen.  —  Beg.:  SchaidUr,  Kaisersheim  80. 

a)  Die  zu  Ultn  versammelten  Siddie  des  schwdbischen  Bundes  entscheiden 
in  der  Klage  des  Klosters  Kaisersheim  gegen  Heilbronn  loegen  der  Steuerfrei- 
heit  seines  Hofs,   seines  Teils  am  Hirsauer  Hof  an  der  Necharmauer,  seiner 


*)  Heinrich  Wikmar,  Burger  zu  Heilbronn,  verkauft  dem  Kloster  Kaisers- 
heim das  JUecht  an  einer  Hofstait.  —  1339.  —  Eepertorium  der  Stiftungspfleg- 
regisircUur.    Die  Urkunde  (Fasz.  126)  fehlt. 

Wflrtt.  Geschichtsquellen  V.  8 


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114  1364  Juli  13  —  1364  Dez.  4. 

63  Morgen  Weingdrten  und  des  Zinses  vom  KloHer  Hirsau  auf  Gmnd  obiger 
Urkunde  zu  gunsien  des  Klosters.  —  1381  (sunn  en  tags  vor  unser  fro  wen  tag 
als  siu  geborn  wart)  Sej)t.  1.  —  Ehd.  Or,,  Pg.,  mit  Siegd  Ulms.  —  Reg.: 
I  c.  91, 

b)  Heilbronn  vergleicht  sick  mit  dem  Kloster  Kaiserslieim  dahin,  dass  5 
dieses  seine  GiUer  auf  Heilbronner  Markung  haben  soil  wie  zur  Zeity  ejie  sie 
mit  einander  Streit  bekommen,  wofUr  das  Kloster  der  Stadt  300  fl.  leihen  soU, 
die  fUr  beide  Teile,  je  tin  halb  Jahr  vor  Weihnachten,  kimdbar  sindj  womit 
dann  die  Ansprilche  jedes  TeHs  toieder  aufleben,  —  1382  (sant  Gall  en  tag) 
Oku  16.  —  Ebd.  Or.,  Pg.,  mit  am  rechten  Obereck  heschddigtem  Sladtsiegel.  10 


271.  Burkard,  Fritz  U7id  Sturmfeder,  Gebrilder,  Burkards 
.^eligen  Sohne,  Edelknechte,  verkaufen  d^r  Stadt  Heilbronn  ihren  Teil 
und  ihr  Recht  an  der  MUkle  oberhalb  der  Brilcke  tmd  am  Nordberg 
mit  den  zugehorigen  Giitern  um  445  Pfund  Heller,  worUber  sie  quit- 
tieren,  und  versprechen,  den  Kaiif  gegen  Anspriiche  ihres  Bruders  15 
Burkards  des  jiingern  oder  ihrer  Schwestern  Anna  von  Gundelfingen 
Oder  Elsbeth  von  Erbach   (Elrbach)   auck   nach  Jahr  und  Tag   zu 

fertigen.  —  13G4  (sant  Margarethen  tag  der  beiligen  jungfrawen) 
Juli  13. 

Heilbronn  Lade  26.     Or.,  Pg.,  mit  3  Siegeln,  alle  am  Bande  bescMdigt.  20 
—  Reg.:  Wirt.  Franken  7,237,  —  Da  3  Siegel  anhangen,  ist  an  der  Richtig- 
keit  des  Anfangs  der  Urkunde  (die  Aussteller)  nicht  zu  zweifeln, 

272.  Ludwig  genannt  der  Siviiier,  Bilrger  zu  Heilbronn,  ver- 
zichtet  nach  dem  Urteilssi>ruch  der  Schiedsrichter  Budolf  von  Horn- 
burg,  Landvogts  in  Unterschwaben,  Konrad  Geicin,  Volmar  Lemplin  25 
und  Hans  Lutwin,  Bilrger  zu  Heilbronn,  zu  gunsten  des  Klosters 
Steinheim  auf  seine  Ayisprilche  an  cine  Wiese  im  Badgarte?i  zu  Stein- 
hehn  gegen  7  Pfund  Heller  als  Ersatz  fiir  seine  Kosten.  —  Siegler 
die  Schiedsrichter.  —  Heilbronn  1364  (an  der  nS-chsten  mitwochen 
vor  sant  Nyclaus  tag)  Dez.  4.  30 

St.A.  Steinheivi  3.     Or.,  Pg.,  mit  4  Siegeln. 

273.  Kaiser  Karl  [IV.]  erlaubt  der  Stadt  Heilbronn  mit  Rilck- 
^icht  darauf,  dass  einige  Ubelthdtige  Leute  uegen  Mords  ins  Deutsche 
Hans  entwichen  waren  und  das  Asylrecht  (die  freyheit  die  darinne 
ist)  geltend  gemacht  katten,  bei  Mord,  Brand,  Raub,  Diebstahl  und  35 
Kofzucht,  die  mit  Vorsatz  und  Bedacht  geschehen,  woriiber  der  Rat 
zu  entscheiden  hat,  den  Missethdter  aus  dem  Haus  zu   nehmen   und 


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1364  Dez.  24  —  1365  Dez.  30.  115 

2'w  bestrafen,  und  widerruft  alle  von  ihm  dem  Deutscken  Haus  in 
diesen  Sachen  ettca  verliehenen  Privilegien,  Im  ubrigen  bleibt  das 
Asylrecht  in  kraft.  —  Prag  1364  (hayligen  christabend)  Dez,  24, 

St  A,  Heilbronn  /,  Privil  Or.,  Pg.,  MajestdUsiegd  mit  BUcksiegel  (Adler). 
^  Auf  dem  Bug:  Per  dominum  cancellarium  Guntherus  de  Balling.  Atissen: 
K.  Petrus  scholasticus  Lubicensis.  —  Heilbronn  Lade  1  und  42  gwei  Vidimus 
von  Abt  Georg  von  Schdnthal  von  1509  (montag  nach  sant  Bartholomeus  tag) 
Aug,  27  und  1510  (dienstag  nach  sant  Gall  en  tag)  Okt,  22,  Pg,  Siegel  am  ersten 
fast  ganz  abgegangen,  am  zweiien  eerbrochen,  —  Der  Beetdtigung  K.  Maxi- 
10  milians  von  1510  Okt,  26  inseriert  und  mit  dieser  gedruckt :  Lunig  BA,  13, 894. 
Beg.:  Bohmer-Huber  n.  4101. 

274.  Bafan  von  FUrfeld  {Yx\x\itnk\i)  und  seine  Sohne  Diether 
tind  Wilhelm,  Edelknechte,  verkaufen  an  Heinz  Bechan  von  Neckar- 
yartach  ihr  Drittel  am  Bollinger  Hof  um  54  Pfund  Heller,  —  Siegler 
15  Bafan  und  Dietrich  und  Eberhard  von  Me7izingen,  Bitter j  und  Ger- 
hard von  Nordheim,  Edelknecht.  —  156*5  (fritdage  vor  dem  obersten 
dage)  Jan,  3. 

Heilbronn  Stiftungspflegregistratur  Fasz,   127, 12.     Or.,   Pg.,  die  beiden 
ersten  Siegel  an  den  Bdndern  beschddigt.  —  Erwdhnt :  Stocker,  Gemmingen  113,86. 

20  275.  Kaiser  Karl  [IV,]^)  verkaiift  das  Schtdtheissenamt  zu 

Heilbronn  um  2000  Pfund  Heller  und  1000  Gulden  an  die  Stadt, 
hehdlt  aber  dem  Beich  das  Becht  auf  Wiederlosung  vor.  —  Prag 
(1366,  im  20.  unserer  Beiche,  im  11.  des  Kaisertums,  dienstage  nach 
dem  heiligen  criststage)  1365  Dez.  30. 

25  StA.  Heilbronn  /,  Schidtheissenamt.    Or.,  Pg.,  Majestdts-  und  BUcksiegel. 

Auf  dem  Bug :  Per  dominum  .  .   de  Koldicz  Johannes  Eystettensis.  Aussen : 

R.  Voltzo  Wormaciensis.    —   Beg,:  BShmer-Huber  n.  4460   zu  1366  Dez.  29 

nach  Jdger  1, 149,  setzt  aber  in  Klammer  bei  1365  ? 

a)  Berselbe  verpfdndet  das  Schultheissenamt  um  3000  Pfund  Heller  und 
30  1000  Gulden  an  die  Stadt,  behdlt  aber  dem  Beich  das  Becht  der  Wiederlosung 

nach  Verfiuss  von  3  Jahren  vor.  —  Nurnberg  1368  (nehsten   donerstage   vor 

vasnacht)  Febr.  17. 

Ebd.  Or.,  Pg.,  Majestdts-  und  Rucksiegd.   Auf  dem  Bug :  Per  dominum  .  . 

de  Koldicz  Nicolaus    de  Cropicz.    Aussen:   R.  Johannes   de  Geylnhusen.  — 
50  Beg.:  Bohmer-Huber  n.  4611. 


')  I)er  Kaiser  tear  1365  Apr.  19  zu  Heilbronn,  urkundet  filr  de7i  Deutsche 
ordensmeister  und  das  Kloster  Schonthal:  Bohmer-Huber  n.  4146  f.  und  fur 
das  Kloster  Gnadenthal  (Samstag  nach  Ostem) :  Wibel,  Hohenloh,  Kirchen-hist. 
2, 204  ohne  Tag ;  das  Datum  aus  dem  Gnadenthaler  Copb.  im  St.A. 


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116  1366  Febr.  10  —  1367  Jan.  18. 

276.  Kunz  Strecker  von  Flein  zu  Heilbronn  cerkauft  dem 
Schiller  Heipfrich  von  Mosbach  und  den  nachfolgenden  Inhabern  der 
Pfriinde   der  GUntzin  ein   Pftind  Heller  Giilte   von   einem  Morgen 

Weingdrten  zu  Flein  an  der  Steige  neben  denen  der  Frauen  von 
Heilbronn  und  der  von  Blankensfein  urn  10  Pfund  mit  dem  Biick-  5. 
kavfsreckt  in  den  ndchsten  8  Jahren,  mid  stellt  als  Burgen  fiir  Weh- 
rung  des  Kmtfs  Berthold  Weschemer  und  Kunz  Bretach  von  Flein, 
Bilrger  zn  Heilbronn,  mit  der  Verpflichtung  zum  Einlager  daselbi^t, 
—  Siegler  Hans  Lutwin  und  Getvin  Wigmar,  Richter  zu  Heilbronn,  — 
1366  (neihsten  dinstag  vor  der  vasenaht)  Febr,  10,  lO 

Heilbronn  Lade  25^  44.  Or,,  Pg.,  das  trste  Sicgel  am  linken  Rande  he- 
sch^'digt,  heim  zweiten  der  Schild  und  Oherrand  mit  den  Siegelstreifen  hcraus' 
gerissen. 

277.  Abtissin  Alheit  und  Konvent  des  Klosters  Billigheim 
verkaufen  aus  Armut  an  Heinrich  Negelin,  Burger  zu  Hall,  filr  seine  15* 
Tochter  Elisabeth  tend  Anna,  ihre  K  lost  erf rauen,  nach  deren  Tode  der 
Klosterfrau  Anna  von  Worth,  ikren  Weingarten  zu  Heilbronn  an  der 
Lerchenbergersteige  zwischen  Konrad  Zinser  und  Hans  Creuzer  um  69 
Pfund  Heller,  veraprechen,  davon  der  Stadt  Bede  zu  zahlen  und  den 
Mist  hinauS'  und  den  Wein  heimzufuhren  wie  a'ndern  Schwestern,  die  20' 
dort  Weingdrten  hahen.  Xach  aller  dreier  Tod  fdllt  er  wieder  ans 
Kloster.  —  1366  (an  sant  Walpurge  tage)  Mai  1, 

Heilbronn  Lade  63,  Billigheim  2.  Or,,  Pg.,  mit  Si  eg  tin,  das  ersie  untcn 
hescMdigt, 

278.  Kaiser  Karl  IV,  genehmigt  die  Erhebung  con  Oberscheff-  25- 
lenz  zur  Stadt,  erlaubt,  dieselbe  zu  befestigen,  Wochenmdrkte  zu 
halten,  Stock,  Halsgerickt  und  alle  andern  Gerichte  zu  haben  und 
zu  gebrauchen  und  vor  der  Stadt,  doch  in  deren  Gebiet,  Galgen  zu 
errichten  und  Rader  zu  setzen  und  verleiht  ihr  das  Becht  der  Beichs- 
stddte  Heilbronn  und  Wimpfen,  —  1367  Jan,  18,  30* 

Obtrrhtin,  SiadtredUe  Ij  117. 

279.  Gottfried  von  Hanau,  Komtur,  und  die  Briider  des  Hauses 
zu  HeilbroJin  geben  ihre  Fischenz  daselbst,  die  Peter  Pletzer  und  dvr 
Hunder  inne  haben,   und  ein  durch  einen  Graben  davon   getrenntes, 
zum  Fang  gehoriges  Unterwerdlein  um  7  Pfund  Heller  Zins  und  mit  3S 
der  Auflage  von  4  Diensten  jdhrlich,  jeder  1  Pfund  oder  mehr  wert, 


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1367  Juli  25.  117 

<nif  Martini y  Weihnachfen,  Achttaymitlwoch  *)  tmd  Osteni  ah  Leib- 
f/eding  an  Albrecht  Gerach  tmd  seine  Sbhne  Peter,  Hartmud  tind 
Heinrichj  Biirger  zu  Heilbromi,  wa^^  aber  erst  nac/t  dem  Tode  der 
yenannten  Inhober  in  Kraft  tritt,  und  veri)Jlichten  dieselhen  zur  Be- 
^  ivahrung  des  dazu  gehbngen  Widachs,  —  Zeiigen:  Albrecht  von  Wil- 
j)€rth,  Siegfried  Womoldt,  Hauskomtur,  und  Dietrich  von  SternenfelSy 
Bruder  des  Hanses  zu  Heilbronn.  —  ^567  (sanct  Jacobus  tag  dea 
hailgen  zwelfboten)  Jidi  25. 

St.A,  Deutschordens-Neckaroberamt,     Kopien  von  Lehen-  und  Bestand- 

10  Ijriefen   der  Kommende   Heilbronn  65.    —    Gottfried   von  Hanau,    Komtur  zu 

Heilbronn  and  Uhn,  urkundet  in  Angelegenheiien  seiner  Familie  1370  Juni  24 

und  1373,  und  tcird  erwdhnt  1372  OkL  6:  Hessisches  U.B.  II  3,  701,  778,  759 

( Pablik.  a.  d.  jyreuss.  Staatsarchiven  Band  60). 

280*  Abt  Johann   und  Konvent   con  Maulbronn    belehnen   die 

15  Stadt  Heilbronn  mit  ihrem  Hof  daselbsty  den  bisher  Lupolt  der  alte 
f>chtdiheiss  und  seine  Erben  innegehabt.  Die  Stadt  hann  frei  iiber 
ilenselben  verfilgen  mit  AuHnahme  des  halben  Waldes  auf  dem  Nord- 
herg  und  der  62  Ffund  14  Schilling  9  Heller,  die  attf  dem  Hof 
stehen,  und  setzt  dafdr  die  andere  Hdlfte  des  Waldes  auf  dem  Nord- 

20  berg^  den  sie  von  denen  von  Ebersberg  genannt  Ktirtzin  gekauftj  und 
die  beiden  ausserhalb  der  Stadtmauer  am  Neckar  einander  gegeniiber- 
gelegenen  Miihlen  ein,  zahlt  jdhrlich  auf  Martini  60  Pfund  Heller 
Heilbronner  oder  je  fur  18  Schilling  1  Gulden  Speierer  Wdhrung, 
bei  Versdumnis  iiber  4   Wochen  das  Doppelte   bet  Strafe   des  Biick- 

25  falls  des  Hofs  an  das  Kloster,  Gehen  die  Miihlen  ab  and  uerden 
an  einem  andern  Platz  in  der  Mark  neue  gebautj  so  sollen  diese  a  Is 
Pfand  dienen.  Die  Zinse  sollen  bei  einander  bleibeUy  jeder  neue 
Biir germeister  sich  vom  Abt  belehnen  lassen,  und  beide  Parteien  sich 
mit  ihren   Urkunden  aushelfen,  icenn  es  notwendig  ivird.     Die  Zinse 

30  stnd:  von  Hdusern  zusammen  39  Pfund  13  Schilling  8  Heller  und 
7  Pfund  9  Schilling  filr  die  IVlset  [Gexchenk]  von  der  Bernhartin 
ran  der  mittleren  Badstube  in  der  Bach,  con  Rein  hold  Siitor  von 
llsfeldj  Anna  MetnianniUy  Wolf  Klaus  und  Eberhard  Kupferschmid, 
Hermann  Gnlndeler,  Walther  Halle,  Kiinzlin  Dieme,  Hans  Bot,  Heinz 

35  rou  Diirrmenz,  Begger  Schmit,  Gcivin  Schletz,  der  Kckartin,  Jakob 
Vierdungj  dem  alten  Sasse,  Winmar  Tath,  Hans  Niere,  Hans  Sasse, 

*)  Gemeint  iftt  der  Aschermittivoch  and  das  M'ort  rcrsthrichen  fi'tr  nchz- 
tn^,  s,  Grotefend,  ZeiirecJinunr;  1,  3,  oder  ixr^chuxiX. 


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118  1368  Febr.  17  —  1368. 

Riilin  Bender,  der  Liitzin  von  Lauffen,  von  GrAmads  seligen  Haus^ 
Hans  Burk  zwischen  Hatis  Hulwer  und  der  Lorcherm  und  Heinz 
Schmit  von  seinem  Haas  vor  Heinz  Magner  dem  Siter;  Gartenzinse 
zusammen  4  Pfund  3  Schilling  8  Heller  von  dem  Wescher,  der 
Hungerlerin,  Wernher  Gepper,  Hans  He/ener,  Hans  Fiiwers  Erben,  5 
Botgalle,  Abelin  Keller,  dem  Nordelinger,  dem  Schilsseler,  Peter 
Becker,  Heinz  Singer,  Reinhot  Wigmar  (Garten  vor  dem  Fleiner 
Thor  am  Graben,  an  der  Leimgrube,  am  Sulmer  Thor  bei  der  Fuwer 
MUhle  am  Bach);  Weingartenzinse  zusammen:  10  Pfund  7Va  SchiU 
ling  von  Hans  Lindelin,  Wolf  Wolplin,  Konrad  Wolplin,  Biiseler,  10 
Diemar  Karcher  und  Heinz  Syfrid  (Weingdrten  am  Nordberg  zwischen 
Giltern  des  Nyffers,  des  Kolters,  des  Liebenliebe,  Beinbot  Wigmars, 
der  Deutschherrn  und  des  Klosters  Adelberg).  —  Siegler  Aid  und 
Konventy  die  Able  Marquard  von  Au  Diozese  Speier  und  Konrad 
von  Schonthal  als  Verordnete  des  Ordenskapitels  und  Berthold  von  15- 
Bronnbach,  —  1368  (donderstag  vor  sant  Peters  tag  deu  man  nennet 
zu  latin  cathedra)  Febr,  17, 

St.A.  Heilbronn  IV,  Maulhronner  Hof.     Or,,  Pg.,  1.  und  o.  Siegd  ob&n 
beschddtgt,   3,   dbgegangen.    —   Ehd,  Gegenurkunde    Heilbronns   vom  gleicht-n 
Datum,    Or,,  Pg,  mit  den  in  Leinwand  eingendhten  Stegeln  der  Stddte  Heilbronfij  20 
Wimpfen  und  Weinsberg, 

a)  Kaiser  Karl  [IV.]  bestdtigt  den  Verkauf,  —  Nurnberg  eod.  d,  — 
Ebd,  Or,,  Pg.  mit  Majestdts-  und  Biicksiegel.  Auf  dem  Bug:  Per  dominum  .  . 
(le  Kolditz  Nicolaus  de  Cropitz.    Aussen:  R.  Johannes  de  Goylnhusen.. 

281.  Konrad  von  Hornberg,  Edelknecht,  mit  scinen  Schwestern  25» 
Anna,  Wbrtweins  Witwe,  und  Elsa,  Frau  des  Heinz  von  Mainz, 
iibergiebt  die  Giiter,  die  sie  von  ihrer  Schwester  Jtdiane,  Seiz  Ger- 
harts  Witwe,  geerbt,  an  Konrad  Gebtvin,  Burger  zu  Heilbronn.  — 
Siegler  der  Aussteller  und  die  Briider  Hans  und  Albrecht  von 
Honhardt,  —  13()8  s.  d.  30 

Reg.:  Gabelkhover,  Kolleki.  2,529  (Mscr,  off.  Bibl,  StuUgari), 

282.  Lupolt  Tiivel,  Biirger  zu  Nordlingen,  und  seine  Schwester 
Kunna,  Blirgerin  zu  Heilbronn,  verkaufen  dem  Pfarrer  und  den 
Priestern  der  Pfarrkirche  zu  Heilbronn  zwei  Schillingy  zwei  Fasnacht- 
und  zwei  Sovtmerhiikner  Gi'dte  von  ihren  Giitern  unter  Helfenberg,  35. 
Zullen  Giiter  genannt,  um  6  Pfund  Heller,  woriiber  sie  quittieren, 
und  stiften  10  Schilling  Heller  Giilte  und  das  Hnuptrecht  auf  den 
genannten  Giitern  in  der  H'Ohe  von  3  Schilling  zu  einem  Jahrtag  filr 


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1369  Nov.  15  —  1369  Dez.  28.  119 

Meister  Hermann  den  Arzt  (arzat)  genannt  den  Tiivelj  seine  Iran 
unci  Kinder.  Burgen:  Hans  Adelhebn  und  Kunz  Phedelbach,  beide 
Burger  zu  Heilbronn.  —  Siegler  LtipoU  und  Adelhelm,  —  1369 
(nehsten  dnnderstag  nach  sant  Martins  tag  des  heiligeD  byschoffs) 
5  yov.  15, 

Heilbronn  Lade  23, 18,  Or.,  Fg.,  das  erste  Siegel  am  Bande  beschMigt, 
das  ztceite  dbgegangen. 

283.  Engel/iard  der  dltere  von  Weinsberg  und  seine  Sohne 
Engelhard  der  jiingere,   Konrad,  Domherr  zu  Mainz,    und  Konrad, 

10  Domherr  zu  Wilrzburgy  beurknnden,  dass  Albrecht  der  Nailinger, 
BUrgermeister  zu  Esslingen,  Hans  Burger,  Taler  genannt,  Burger- 
meister  zu  Gmiiml,  Albrecht  Sattler,  Biirger  zu  ReuUingen,  Burchard 
Esslinger,  Biirger  zu  Eottweil,  Hans  Lecher,  Burger  zu  HaU,  und 
Albrecht  Kirchherr,  Biirger  zu  Weil,  ztvischen  ihnen  und  denen  von 

15  Heilbronn  getddingt  haben,  verpflichten  sich  eidlich,  diesen  und  ihren 
Heffern  Freund  zu  sein  und  bis  Ostern  auf  einen  Tag  zu  Esslingen 
zu  kommen,  too  die  genannten  Batsherrn  ihren  Handel  mit  der  Stadt 
und  den  frilhereu  mit  dem  Heilbronner  Biirger  Heinrich  Harsch 
untersuchen  sollen,  und  sich  dem  Urteil  der  Mehrheit  zu  unterwerfen, 

20  Kommen  die  Schiedsrichter  zu  keinefu  Entscheid,  so  sollen  sie  einen 
siebenten  Mann  hinzunehmen  und  einen  andern  Tag  setzen,  Wer 
nicht  erscheinen  kann,  hat  8  Tage  zuvor  abzusage7i,  Ettva  notwendigen 
Ersatz  eines  Schiedsmannes  stellt  der  Rat  seiner  Stadt,  Zur  Ver- 
handlung  mit  den  Gefangenen  tvird  der  Palmsonntag  als  Termin  an- 

25  gesetzt,  Engelhard  erkldrt  sich  unschuldig  an  der  Nahwe,  die  zu 
Buch  geschehen  ist,  ist  aber  bereit,  seinen  Sohn,  den  Domherrn  zu 
Mainz,  zu  Ersatzleistung  anzuhalten,  ivenn  die  Schied^trichter  diesen 
fiir  schuldig  erkldren,  —  1369  (nehsten  fritag  nach  dem  heilicgen 
cristag)  l)ez.  28. 

30  St,A,  Heilbronn  I,  Kriege,  Fehden.    Or.,  Fg.,  das  ziceite  Siegel  abgegangen. 

—  Zu  1369  und  nicJU  1368,  weil  die  ^ntsprechende  Urkunde  der  Stadi  Heilbronn 
von  1369  dinstage  nach  sant  Kathrinen  tag,  Nov.  !i7,  (Albrecht,  Weinsberger 
Jieg.  2, 113,  Or.  in  Ohrtngen)  und  der  Spruch  der  Schiedsrichter  von  1370 
Jan,  11  ist.  —  Erwcihnt  Ludwig,  rel.  manuscr.  i;^,  695. 

35  a)  Die  genannten  Schiedsrichter  (fiir  Hans  Lecher  Walther  Stnft,  Bilrjer 

£u  Hall)  enischeiden  zioischen  den  genannten  von  Weinsberg  und  der  Stadt 
Heilbronn:  1)  Kein  Teil  soil  gegen  den  andern  Ehrenriihriges  reden,  nitmand 
das  beim  Auszug  Vorgefallene  rdchen  (geafem  nocli  gerechen) ;  4^j  alle  Gefangenen 
sollen  freigelassen  iverden;   3)  was   der  Domherr  eu  Mainz   beim  Angrif  auf 

40  seinen  Vaitr  zu  Buch  dem  Kunz  von  Buch  genommen  hat,  soil  er  zurUcJigehtn, 


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120  1370  Mai  2  —  1871  Febr.  23. 

iPenn  Kunz  damdls  Heilhronner  Biirgtr  war,  und  wenn  es  nicht  tnehr  t?or- 
handen  isty  den  ran  Kunz  und  2  unhescholtenen  Mannen  beschworenen  Werty 
ahtr  nicht  iiber  138  Ffund  herauszahhn :  ebenso  dem  Eigenmanu  des  Harsch 
von  Heilbron7i  daSj  ivas  er  zu  Buck  genommen  hat^  oder  10  Pfund:  4)  wegen  dtr 
Stosse  Engdhards  mit  Uarsch  wegen  dessen  Giitern  zu  Buck  sollen  bMe  Par-  5 
teiiti  zweij  Heilhronn  den  Volmar  Lemlin  als  filnft^n  Mann  sielhn  und  diese 
nach  Einzuhung  von  Kundschafi  bis  weissen  Sonntag  etilscheiden ;  abgekende 
Schiedsrichier  trsetzin  die  Farieien,  den  Obmann  die  obgenannten  SchiedsrichUr  ; 
o)  uenn  der  junge  He)T  von  Weinsberg  den  Schaden  nicht  ersdzty  soil  ihn  sein 
Vater  dazu  anhalten :  6)  Totschlag  und  Nahme,  die  sonst  geschehen  sind,  sollen  10 
ah  sein  und  ungerdcht  bleiben.  —  1370  (riechsteii  fritaj^  nacli  dem  obcnsten 
tag  zu  wilieimaclit)  Jan.  11,  ~  Ebd.  Or,,  Pg.,  das  1.,  5.  und  6,  Siegel  be- 
schiidigt,  das  2.  abgegangnn. 

284.  Biiriienneider,  Hat  und  Biirger  ran  IleilhroHn  cerhlinden  15 
f^ich   mil   Kaiser  Karl  [IV.]   zu   Ililfeleidung  (jeyen  Angriffe   auf 
seine  liechte  und  Gilter  dieseits  des  hohmischen    Waldes.   —  [Xiirn- 
hery]  1370  Mai  2. 

Gedr. :  Beichstagsakten  1, 64.  —  Vgl.  die  Bemerkungen  daselbst  1, 61, 
wonach  Heilbronn  trie  dk  andern  Stiidte  vom  Kaiser  das  Vers/yrechen  erhalten  20 
half  die  Stadt,  solange  er  lebe,  bei  ihren  GUiern  und  Bechien  zu  schiltzen  — 
tvohl  vom  sel ben  Datum,  und  1,63/.,  wonach,  wohl  am  gleichen  7a//,  IJeilbronn 
und  Konig  Wenzel  sich  zu  gegenseitigem  Schutz  vom  Tode  Karls  bis  zur 
nCichsten  einmiitigen  Konigstvahl  verba ndet  haben. 

285.  Biurklin  Mefner^  Bilryer  zu  Heilbronn ,  und  seine  Fran  25 
Katharina   erwerhen   mit   Genehmiyuny   des  Komturs  Gottfried   und 
der  Br  if  der  im  Deutschen  Ha  us  von  Pffjf  Hans  Suntheim  das  zur 
Pfriinde  am  Spital,  die  von  den  Deutschherrn  zu  Lehen  yehtj  ye/toriye 
Haus  urn  ei)ien  dem  Inhaber  der  Pfriinde  auf  Martini  zu  reichenden 
Zins   von   2  Pfund  4  Schilliny   2  Heller  mit   den  Bedinyunyen   des  30 
liiickfalls,  uenn  mit  der  Zinszahluny  ilher  8  Taye  ye.^dumt  wirdy  und 
scltriftUcher  Ahmachuny,    urnn    am    Haus   etwas  yedndert    u'ird.  — 
Zeugen  Pfaff  Vierdunk  ^  ('^ )y  Hans  von    Uherlinyen,  Pfarrer,   und 
Pfaff  Kcke,  ^)   Kaplan   zu  Heilbronn,    Heinrich    Gerach    und  Abelin 
Gerach.  —  Sieyler  Konrad  Gewin    und  Gewin    Volmar,    Ri elder   zu  35 
Heilbronn.    —  1371  (siintag;  nach  kathedra  Petri)  Febr,  23. 

St.A.  Heilhronn  I,  Bcligionsinsen.  Or.,  Pg,,  beide  Siegel  abgcgangen. 
Aussen:  ^.  IhlU'te  des  Id.  Jh.:  Zu  sant  Katberina  ptVuml  in  dem  apital  zu 
lleilprun. 

*)  Die  Xante n  sind  nndcuflir/i,  h^i  er.^'tivem  ist  das  Pergament  gefdliet; 
daher  trgdnzi  au^  n.  310. 


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1371  Dez,  15.  121 

286.  Berthold  von  Massenbach  der  jilngere  nnd  scin  Vetter 
DIether  verlrtnfen  an  Konrad  und  Peter,  Sieglers  Sohne  vom  M(fssen- 
hach,  Burger  zu  Heilbronn,  um  104  gute  kleine  Gulden  Acker  zu 
Schluchtern :  elnen  Acker  am  Schivaigerner  Weg  zivischen  der  Breg- 
5  schin  ufid  Berthold  (deni  Aussteller),  ungefdhr  3  Morgen  da  ruber 
zivischen  der  Krichin  und  Berthold^  3  daselbst  neben  Berthold,  2  im 
Rinspul  neben  dem  Strubenhart,  l^h  daselbst  nebeyi  Berthold,  2  am 
Bluesberger  Weg  zwischen  Berthold  und  Widman,  5V2  auf  dem 
Lerchenberg  zuuschen  der   Krichin   und  der  Brmschln,   1   zu  Hof- 

10  stetten;  hn  andern  Flnr:  3  Morgen  hinter  der  Kirche  im  Kirchgrund 
neben  Berthold,  V2  bei  den  Zewren,  ^1%  neben  der  Kirche,  1  am 
Kirchberg  neben  Hertlin,  2  hinter  Zeuters  Garten,  3  am  Massen- 
bacher  (-begger)  Weg  neben  Berthold,  2  in  der  Klaye  neben  dem 
Spital  von  Heilbronn,  1  V2  auf  der  Mulwen  neben  dem  Hosser,  V2  am 

15  Mettelweg  neben  ITiltberg,  V2  im  Siphengrund;  im  dritten  Flur  dem 
Heuchelberg  zu:  l^h  Morgen  bei  der  Miihle  an  den  Wiesen,  V2  am 
Burgweg  neben  Berthold,  1  Va  daselbst  neben  demselben,  V2  an  der 
Halde  am  Weingarten,  V2  mtter  dem  Slag  neben  der  Breitnerin, 
V2  hinter  der  Ruche   am  Slachj)hatt  (•=-  l)fad)y   1    am  Ritpfad  am 

20  Schaltacker.  —  1371  (nehesten  guten  tag  nach  sant  Lucien  tag  der 
heiligen  juncfrinven)  Dez.  15. 

Hdlbrmin  Lade  25,  38.  Or.,  Fg.,  heide  Siegel  sehr  heschddigt.  —  Schon 
1351  ((Treg:<)rien  tag  des  liohen  lerers)  Mdrz  12  hatte  ein  Heilbronner  Biirgtr, 
Heinrich  Schalle,   mii  seiner  Frau   Irviel,   vom  Johanniterhruder  Konrad  von 

25  iJorzbach  eintn  Hof,  der  des  von  Rot  und  Konrads  v^terltchss  Krhe  war,  tim 
150  Ffund  gekanft.  —  1357  (unser  fraiien  abend  lichtniess)  verkaufi  Konrad 
Gewin,  Biirger  zu  Heilbronn,  an  Berthold  liosenplat,  desgL,  15  Mailer  Frucht 
nnd  100  Kier  Zins  von  der  Hofraite  zu  Schluchtern,  wo  Kunz  Pfauen  Sohn 
sitztj  und  von  3  Morgen  am  Karih/iuser  Weg  um  100  Gulden.    Bottenplat  und 

30  Johann  Besemer  schenken  die  Gnlte  den  Kranken  im  Spital  zu  IhilbronUf 
denen  in  der  Fasten  schon  Brot,  zu  Osttrn  die  Eier  gereicht  werdeti  sollen: 
bei  Versdumnis  verfiiUt  sie  halb  an  die  von  Rosenplats  Vetter  gestiftete  St.  Martins- 
pfrunde  an  der  Pfarrkirche,  halb  an  die  von  Besemer  gestiftete. Heiligkreuzpfriinde 
vor  d^r  dusseren  Briicke  zu  Esslingen.     Der  Kaplan  von  Esslingen  hat  jahr- 

.35  lich  nach  Heill/ronn  zu  reiten,  um  sich  uber  lieichung  der  Gi'tlte  zu  rergewissern, 

und  bekovimt  von  den  Pflegern  1  oder  2  Tage  Kost.  —  Sieglerin  die  Stadt.  —  1359 

(Michels  abend)  Sept.  28.  —  iJiesr  Stiick-i  werden  schon  im  alten  Repertorium 

d/r  Stiftungspflegregistratut'j  woraus  die  Angaben  stammen,  als  fehJeud  bt'Ziichtiet. 

a)  Kunz  Siglin  von  Massenbach  und  seine  Frau  Demut,  Biirger  zu  Heil- 

40  bronn,  verkaufen  ihre  von  Massenbach  gekauften  Guler  zu  Schluchiern,  die 
Alhrecht  Ruhe  baut,  mit  Ausnahme  ron  2  Morgen  zu  Hofsietten  and  am  Bliiweh- 
berg^  zusammen  21  Morgen  in  den  Fluren  gagen  Schwaigern^  Schlade  im  Rode 
und  Massenbach  um    lOb  Pfund  an    die  GeistlichkHt   an   der  Pfarrkirche   zu 


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122  1371  Dez.  28. 

Heilhronn  utid  stellen  als  BUrgen  Gernold  Hemmerlm  und  Ahtlin  Wegener, 
Burger  zu  Heilhronn.  —  Siegler  Hmift  Almg  genannt  KuUrhrunn  und  Kunz 
Hirtj  Richier  dasdbsL  —  1384  (unserer  frawen  abend  der  jungern  als  sie 
geborn  wart)  Sept,  7.  —  Ebd,  Or.,  Pg.,  mit  Siegeln, 

b)  Peter  Siglin  und  seine  Frau  EUheth,  Burger  su  Heilhronn,  desgleichen    5- 
J2:2  Morgen  und  2  Wiesen^   die  Bilrck  haul,   um  90  Pfund  3  Schilling  Heller. 
Biirgen  die  Heilbronner  Burger  Heinrich  Kriech  und  Hans  Zeisolf,  —  Siegler 
und  Datum  wie  vorhin,  —  Ebd.  Or.,  Pg,,   das   erste  Siegel  rechts  und  unien 
hescMdigt. 

287m  Kaiser  Karl  [IV-]  yiebt  der  Stadt  Heilhronn  eine  neue  10 
Verfassuny,  —  Bautzen  1371  Dez.  28. 

St. A.  Heilhronn  I,  Pnvilegien.  Or.,  Pg.,  doppelt,  das  erste  mit  Maje- 
siatS'  und  Rucksiegel,  das  Bweite  mit  dem  Sekret,  von  dtrselhen  Hand.  Auf 
dem  Bug  hei  beiden:  Ad  relacionem  domiiii  .  .  Prageusis  archiepiscopi  Petrus 
propositus  Olomiicensis.  Aussen  beim  ersten :  K.  Johannes  Saxo,  heim  zioeiten:  15- 
II.  Johannes  Lust.  Das  Zeichen  I  dentet  den  Zeilensclduss  in  B  an.  Heilhronn 
Lade  19  Vidimus,  filr  die  Stadt  und  den  Stadtschreiher  Gabriel  Flins  ausge- 
stellt  von  Abt  B&'nhard  von  Schonthal,  well  die  Urkunde  an  den  kaiserlichen 
Hof  geschickt  werden  muss.  Zeugen:  Thomas  Ydt,  Prior,  und  Johann  An* 
ipyler,  Bursarius  des  Klosters.  Notar  Albrecht  Horner.  —  14S3  (dinstag  vor  20' 
circuincisionis  Domini)  Dez.  30.    Beg.:  BGhmer-Huhtr  n.  o()12. 

Wir  Karl  von  Gotes  gnaden  Romischer  keiser  zu  alien  zeiten 
merer  des  reichs  und  kunig  zu  Bebeim  bekenuen  und  tun  kunt  offen- 
lich  mit  diesem  briefe  alien  den,  die  yn  sehent  oder  horent  lesen, 
das  wir  umb  die  stozze,  |  missehe  lunge  und  uflFleuffe,  *^  als  die  von  25 
Heilprunne  die  burger  doselbest^)  an  einem  teil  und  die  gemeinde 
doselbest  an  dem  andern  teil  mit  einander  bisher  uflF  diesen  heutigen 
tag  gebabt  ban,  sie  mit  einander  geirichtet  baben  :  lieplicb  und 
freuntlich  als  bernacb  gescbreben^^  stebet.  [1]  Czu  dem  ersten  so 
scbeiden  und  ricbten  wir,  das  die  seebsundzwenczig,  die  yeczuud  30 
von  den  burgern  und  der  gemeinde  an  dem  rate  und  an  dem  |  gericbte 
doselbest  siczen,  \  bleiben  sullen  unz  uflF  sant  Jobans  tage  sunnwende 
der  scbierest  kunflftig  ist  und  acbt  tage  vor  demselben  sant  Jobans 
tag  sullen  die  burger  die  ussern  und  die  innern  unter  yn  ander  drey- 
zeben,  die  des  jares  nicbt  an  dem  rate  nocb  an  dem  gericbte  gewesen  35 
sein,  kiesen  und  welen  uflF  ir  eide  und  die  selben  dreizeben,  die  also 
us  den  burgern  gekorn  werden,  sullen  secbs  ricbter  und  einen  burger- 
meister  us  yn  kiesen.  So  sullen  aucb  die  gemeinde,  die  hierczwiscben 
an  dem  rate  und  gericbte  bleiben  sullen,   aucb  ander  dreiczeben  us 

a)  B  ufflowffe.        b)  B  doselbirt.        c)  B  geochriben. 


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1371  Dez.  28.  123 

der  gemeinde^  die  des  jares  nicbt  an  dem  rate  noch  an  deiu  gerichte 
gewesen  sein,  kiesen  und  welen  uff  ir  eide  und  dieselben  dreizehen^ 
die  also  us  der  gemeinde  gekorn  werden,  sullen  auch  sechs  richter 
und  einen  burgermeister  us  yn  kiesen  und  welen  uflF  ir  eide,    [2] 

5  Und  wenne  sie  also  gewelt  werden,  so  sullent  denne  die  burger- 
meister, der  rat  und  die  richter  zu  den  beiligen  sweren  gereehte  eide 
mit  uffgeboten  vingem  zu  riehten  und  zu  raten  dem  armen  als  dem 
reichen  an  alles  geverde,  und  die  zwelflf  richter  sullen  sprechen  dem 
armen  als  dem  reichen  uff  ir  eide^  die  sie  gesworen  hant^  und  dorumb- 

10  weder  golt  noch  silber  nemen  noch  dheinerleye  myete,  und  sullen 
also  die  burgermeister;  der  rat  und  die  richter  an  den  rat  und  an 
das  gerichte  treten  an  sant  Johans  tag  sunnwende  als  vorgeschriben  •^ 
stehet  und  bey  rat  und  gerichte  bleiben  als  vorgeschreben  stat  bis 
von   sant  Johans   tag   zu  sunnwenden   dem   nehesten   uber  ein  jar 

15  dornach  und  wenn  das  kumpt  zu  jare  zu  sant  Johanns  tag  zu  sunn- 
wenden acht  tag  vor  die  nechsten,  so  sullen  die  burgermeister  und 
der  rat  us  yn  ietwederin  teil  ander  dreiczehen  kiesen  und  welen  uff 
ir  eide  in  aller  der  mazze  als  davor  geschriben  stehet  und  sullen 
furbas  mer  alle  jare  burgermeister,   rate  und  gerichte  also  geendert 

20  werden,  als  vorgeschriben  stehet.  [3]  Und  were  das  sache,  das 
einer  oder  mere  us  den  vorgenanten  partyen  sturbe  und  abgienge, 
so  sullen  die  andern  derselben  partien  einen  andern  oder  mere  als 
vil  ir  gestorben  were  us  irem  teil  kiesen  und  welen  ynnewendig  acht 
tagen  an  desselben  oder  derselben  abgestorben  stat  und  das  sal  ge- 

25  scheen  als  offte  des  not  wirdet,  also  das  allewege  die  gancz  czal  der 
dreiczehen  uff  iedem  teil  sein  sal.  [4]  Und  also  sal  die  enderung 
und  alle  vorgeschriben  artikel  furbas  bleiben  und  bestan  und  wes 
denne  die  czwene  burgermeister  und  der  rat  oder  ir  der  merer  teil 
ubereinkomen,  das  sol  also  bleiben  und  bestan  und  sullen   auch  uff 

30  dieselben  eide  wochenlich  ane  vorrate  an  dem  dinstag  ungeboten  rat 
haben  an  geverde  und  sullen  also  hefftig  sache  und  der  stete  not- 
durffte^>  vor  alien  dingen  dorynne  ustragen  ungeverlich.  [5]  Und 
so  der  rat  also  geseczet  wirdet,  °>  so  sullen  denne  alle  burger  und 
gemeinde  reich  und  arme  den  burgermeistern  geloben  gehorsam   zu 

35  sein,  wes  der  rat  oder  der  merer  teil  zu  rate  wirdet  oder  wurden*^^ 
ist,  alles  ungeverlich.  [6]  Were  auch  das  sulche  grozze  sache  wurde 
und  uffstunde,  das  die  sechsundzwenczig  oder  dem  merer  «^  teil  deuchte 
und  erkente,  das  sie  mere  leute  darzu  bedorfften  und  notdurfftig  weren, 

a)  B  vorgeschrebeu.        b)  B  notdorfft.         c)  B  vvirt.        d)  B  worden.        e)  B  der  meron. 


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124  1371  Dez.  28. 

so  mugen  sie  als  dykke  sie  wellen  den  alten  rat  der  nechste  vor  yn 
gevvesen  ist  oder  den  merer  teil  dams  an  geverde  zu  yn  heischen 
und  zu  yn  neraen,  der  denn  mit  yn  uber  die  sache  sitzen  sal  und  yn 
lielifen  raten  und  tun  was  in  der  sache  furzuwenden  und  zu  tun  sei 
ungeverlich.  [7]  Es  sullen  die  burgermeister  und  czwene  uswendlg  5 
rates,  einer  von  den  burgern  und  einer  von  der  gemeinde,  die  der 
rat  dorzu  keuset  und  seczet,  alle  slussel  haben  zu  toren,  zu  turmen, 
zu  inzsigel  und  zu  briefen,  und  das  der  rat  furbas  mer  alle  jar  alle 
ampte  uswendig  rates  von  den  burgern  und  von  der  gemeinde  gleich 
beseczen,  und  das  sie  vier  rechener  seczen  alle  jar,  auch  zwene  von  10 
den  burgern  und  zwene  von  der  gemeinde,  die  der  stette  gut  alles 
ynnemen,  beide,  steur  und  von  den  ampten  die  yn  gehorsam  sein 
sullen  das  zu  zeichen  und  alle  ander  zuvelle  und  dieselben  vier 
rechener  sullen  denn  auch  dem  rate  zu  ieder  fronfasten  widerrechen,  *> 
was  sie  der  stete  guts  yngenomcn  haben  ungeverlich.  Auch  sullen  15 
sie  in  der  vorgenanten  stat  Heilprunne  an  wachen,  an  graben  und 
an  alien  andern  notlichen  buwen  und  ander  sachen,  der  sie  notdorff- 
tig  sind,  der  der  rat  oder  ir  der  merer  teil  zu  rate  werden  und  sich 
erkennen,  das  notdorfftig  sind,  einen  pfennig  tragen  als  der  ander 
ungeverlich.  /  8]  Tete  oder  wurbe  einer  oder  mere,  die  ir  burger  20 
weren  oder  ir  burger  gewescn  weren,  von  den  burgern  oder  von  der 
gemeinde  Avidcr  diese  vorgeschriben  sachen  dheine,  das  sal  allzumal 
abe  sein  und  keyn  kraflft  haben  und  derselbe  der  das  tete  und  uber- 
fiire,  sal  dorzu  meineydig,  trewlos  und  erlos  sein  und  alles  sein 
gut  vorvallen  sein,  halbes  in  des  reiches  kamern  und  das  ander  halb  25 
teil  der  vorgenanten  stat  zu  Heilprunne,  und  sal  er,  sein  weib  und 
kinde  die  an  seinem  brote  sein  auch  ewiclich  die  stat  raumen  uzzer- 
halb  der  mark  und  nimmermer  daryn  komen.  Und  alle  disc  vor- 
geschreben  geseczte  und  rechte  sullen  die  burger  und  alle  gemeinde 
reiche  und  araie  in  der  stat  zu  Heilprunne  zu  den  heiligen  sweren  30 
steet^^  zu  halden  und  zu  haben  an  alle  geverde,  und  wenn  sie  die 
bctesteur  swerent  oder  gelobent,  so  sullent  sie  auch  diese  recht  und 
gesecze  in  denselbcn  eidcn  oder  geliibdcn*^^  neraen  steet  zu  halden 
und  zu  haben  an  geverde.  [9]  Auch  scheiden  wir,  das  keyn  zuuft 
do  sein  sal,  als  wir  sie  mit  rechter  wissen  abgenomen  haben.  Mit  35 
urkunt  ditz  briefos  vorsigelt  mit  unsir  keisirlichen  majestat  ingsigel,  ^^ 
der  geben  ist  zu  Budissyn,  nach  Grists  geburte  dreizehenhundert  jar 
darnach  in  dem  zweynundsibenzigsten  jare  an  der  heiligen  kindelin 

ft)  B  — recbenen.         b)  B  ^tote.         c)  B   golobden.        d)  B  rait  unserin  kleinen  anbaujfenden 
ing>:iijrel. 


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1372  Jan.  13  —  1372  Marz  12.  125- 

tag  unsir  reiche  in  dem  secbsundzwenczigsten  und  des  kaisertums  in. 
dem  sibenczehenden  jaren. 


288»  Lutz  Liter  und  seine  Fran  Gut,  zii  Grossgartach  gesessen, 
verkaufen  an  Pfarrer  und  Pfriindner  an  der  Pfarrkirche  zti  Heil- 
5  bronn  30  Schilling  Heller  Zins  von  GUtern  zu  Grossgartach  zxcischea 
Herni  Brun  von  Wimpfen,  LMwin,  Biirger  zu  Heilbronn,  Albrecht 
Plenger  und  Henslin  Klecker,  am  Heilbronner  Weg  und  avf  der 
Viehweide,  uni  24  Pfund  Heller  und  stellen  als  Biirgen  Heinz  Jos- 
tin  und  Kunz  Luer  zu  Grossgartach  mit  Ve^-pflichtung  zum  Einlager 
10  in  Heilbronn,  —  Siegler  der  Official  zti  Wimpfeti  im  Thai  und  Pfaff 
Gernod,  Kirchherr  zu  Horkheim,  —  1372  (nebsten  dinstag  nach  gant 
Erbartz  tag  dez  beiligen  byscboflFs)  Jan,  13. 

Htilhronn  Lade  21  ^  18.     Or.^   Pg,^    mit  heschMigten    und  mideutlichen 
Siegeln. 

15  289.  Wilhelm  von  Kirchhausen  zu  Frankenbach  und  seine  Fran 

EUbeth,  Krafts  von  Bappach  seligen  Tochter,  verkaufen  an  Riidger, 
Walther  Miillers  Sohn^  Biirger  zu  Heilbronn^  ihre  Rechte  avf  der 
Miihle  zu  Frankenbach  um  37  Pfund  Heller  Heilbromier  Wdhrung, 
und  stellen  als  Biirgen  Hartmut  den  B'ockinger   und  BiUin  Bender, 

20  Biirger  zu  Heilbronn.  —  Siegler  die  Aussteller  und  Biirgen.  —  1372: 
(frytag  nacb  mitterfasten)  Mdrz  12. 

St. A.  Heilbronn  I,  Frankenbach.    Or.,  Pg.,  die  3  ersten  Siegel  am  Band 
beschddigt. 

a)  Ludwig  Miiller  und  seine  Frau  Anna  und  Hans  von  Nordheim  und 
25  seine  Frau  Els,  Biirger  zu  Heilbronn,  bekommen  von  ihrer  Mutter  und  Schwieger- 
mutter  Katharina,  Budiger  Miillers  Witwe,  Biirgerin  zu  Heilbronn,  die  MuMe 
zu  Frankenbach  und  das  zugehorige  Lehen  um  15  Gulden  Zins  mit  dtr  Ver- 
pflichtung,  sic  (Katharina)  zu  verkdstigen.  —  Sieghr  Peter  von  Berlichingen 
und  Heinz  von  Hausen,  Bichter  zu  Heilbronn.  —  1413  (sant  Endres  abent) 
30  Noo.  29,  —  Ebd.  Or.,  Pg.  mit  Siegeln.  —  Ludivig  wid  Els  sind  die  Kinder 
Kaiharinas. 


290.  Ileinrich  Harsch,  Biirgermeister  zu  Heilbronn,   bekennt, 

durch  acht  ehrbare  Manner  mit  der  Stadt  verglichen  warden  zu  sein, 

und  verzichtet  auf  a  lie   iveiteren  Forderungen  wegen   seines  Dienstes.. 

35  —  Siegler  der  Aussteller  und  der  Grawe, ')   Vogt  im  Zabergdu,  sein 

*)  Siegel:  Waltheri  dci.  Grae. 


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126  1372  Mai  5  —  1373  Mai  5. 

Okehn.  —  1372  (nehsten  dingtag  nach  des  heiligen  crutz  tag  als  es 
fiinden  wart)  Mai  5. 

Heilhronn  Lade  54.    Or,,  Pg,,  das  erste  Siegel  am  linksn  Band  beschddigt, 

291.  Reinbot  von  Klingenberg,  Edelknechf,  und  seine  Fran  Agnes 
stiften  den  minderen  Briideni  zu  Heilbronn  fUr  ihrer  Vorfahren  Seelen-  5 
heil  und  zu  einem  Jahrtag  fur  den  Bruder  und  den  Sohn  ReinbotSj 
Friedrich  und  Bernger,  3  Pfund  Heller  Zins,  1  von  und  auf  der 
Milhle  zu  Nordheim  und  2  auf  der  Wiese  dabei,  und  bestiminen,  wenu 
sie  Oder   ihre  Nachkommen   ohne  leibliche  Erben  abgingeu,   solle   die 

Wiese  ans  Kloster  fallen   und  der  Zins  von  der  Miihle  fortdauern.  10 
—  Siegler  Reinbot  und  der  Richter  zu  Wimpfen  im  Thai.  —  1372 
(pfingsteabent)  Mai  15. 

St. A.  Heilbronn  IV,  Klarakloster.  Or,,  Pg.,  das  zweite  Siegel  ringsum 
beschddigt,  unten  ein  StUck  abgebrochen.  Die  InhaUsangahe  aussen  aus  dem 
16.  Jh,  daiivri:  anno  137^  fur  der  reformation.  15 

292.  Wigmar  Lemblin,  Biirger  zu  Heilbronn,  und  seine  Fran 
Ursula  verkaufen  an  das  St.  Klarakloster  4  Pfund  Heller  Zins  von 
3  Weingdrten  (hinter  d^r  Kirche  zu  Flein  zwischen  der  Guntzin  und 
dem  Vogt  zu  Beilstein,  am  Remmingsberg  zwischen  den  Weingdrten 
der  Heiligen  und  der  Friihmesse  und  am  Grafenberg  zwischen  denen  20 
von  Lichtenstern  und  der  GUntzin)  um  60  Pfund,  uoriiber  sie  quit- 
tieren,  und  stellen  als  Biirgen  Heinz  Wisse  von  Besigheim  und  Hans 
Kosse,  beide  Biirger  zu  Heilbronn.  —  Siegler  der  Aussteller  und  die 
Biirgen.  —  1373  (nehsten  donderstag  nach  sant  Walpurg  tag)  Mai  5. 

Si  A.  Heilbronn  IV,  Klarakloster.     Or.,  Pg.,  das  erste  Siegel  am  Rand  25 
beschddigt,  beim  dritten  der  Schild  abgesprungen. 

a)  Berthold  von  Nordheim  and  seine  Frau  Mechtild,  Burger  eu  Heilbronn, 
hekentien  dem  St.  Klarakloster  von  ihrem  Weingarien  auf  Fleiner  Markung 
am  Grafenberg  zwischen  den  Weingarien  der  Fraueti  von  Lichtenstern  und 
Koiirad  Wikmars,  den  sie  von  Ursula  Wikmarin  gekauft  habeti,  30  Schilling  30 
Heller  Zins  schuldig  zu  sein.  —  Siegler  Heinrich  Futvr  und  Konrad  Fiiwr 
gcnannt  Wigmar.  —  1406  (dornstag  vor  sant  Michels  tag)  Sept,  23. 

Ebd.  Or,,  Pg.,  das  erste  Siegel  oben  und  unten  beschddigt,  das  zweite 
ahg.'gangen. 

293.  Bischof  Echard  von  Worms  absolviert,  soweit  er  es  kann,  35 
den  Heymo  von  Heilbronn  und  seine  Mitschtddigen,  die  Heymos  Xeben- 
huhler  Stahd  mit  bewaffneter  Hand  in  der  Pfarrkirche  zu  Bockingen 


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1373  Mai  28  —  1374  Miirz  10.  127 

ennordet  nnd  diese  dadtirch  entweiht  habeHj  und  yestattet  dem  Pleban, 
die  beiden  nachsten  Jahre  die  Messe  an  einem  geeigneteyi  Ort  im  Dorf 
auf  einer  beweglichen  Altarplatte  zu  lesen,  da  er  zur  Zeit  keinen 
Weihbischof  habe,  urn  die  Kirche  rekonziliieren  zu  konnen,  FUr 
o  letzteres  haben  die  Missethdter  binnen  2  Jahren  zu  sorgen.  Den  Geist- 
lichen  seiner  Diozese  verbietet  er,  sich  in  die  Ileilung  des  Schadens 
Oder  die  Absolution   der  Schuldigen  einzumischen,  —  1373  Mai  28, 

St.A,  Heilbronn  I,  Bdckingen.     Or,,  Pg.  tnit  beschadigtem  Siegel. 

294b  Heinrich  Heper,  Burger  zu  Heilbronn,  tauscht  mit  Jokanu, 
10  Abtf  und  Konvent  des  Klosters  Maulbronn  und  giebt  ihnen  ein  Pfund 
Wachs  von  seinem  Haus  zu  Haslach  zwischen  Ziegelnmns  und  Walther 
Fuchsmafis  Hdusern  urn  1  Pfund  Wachs,  das  bisher  Peter  Hert- 
schuch  und  der  WSgar,  Burger  zu  Heilbronn,  von  einem  Weingarten 
in  Wiminental  (6y-)  gegeben  haben,  —  Siegler  die  beiden  Pfarrer 
15  Gerlach  zu  Haslach  xmd  Konrad  zu  Heilbronn,  —  1373  (an  sant 
Nycolaus  tag  dez  hailigen  byschofz)  Dez,  6, 

St  A.  Maulbronn  44.     Or,,  Pg,,  das  erste  Siegel  abgegangen, 

295.  Konrad  Gewin  und  Volmar  Lemblin  und  ihre  Sohne 
Gewin  Lemblin,   Hans   Wigmar   und   Gewin   Sletz   bekennen,    durch 

20  Bischof  Adolf  con  Speier,  zugleich  Verweser  des  Erzbistums  Mainz,  und 
Eberhard  voji  Wirtemberg  mit  der  Stadt  Heilbronn  gerichtet  warden 
zu  sein:  ihre  G  titer  in  Stadt  und  Markung  werden  ihnen  von  der 
Stadt  zurUckerstattet  nnd  sind  die  nachsten  6  Jahre  steuerfrei,  was 
aber  neu  encorben  wird,  steuerbar;  sie  selber  bleiben  ausserhalb  der 

25  Stadtj  der  Grdben  und  Gartenzduney  bis  die  genannten  Herren  das 
Betreten  der  Stadt  erlauben;  Klagen  auf  ihre  Giiter  verkundet  ihnen 
die  Stadt  nach  Sulm  und  macht  ihnen  ein  Gericht  an  der  Ziegelhiitte, 
bei  dessen  Entscheidung  es  bleiben  soil,  ebenso  umgekehrt;  der  Stadt 
bezahlen  sie  ihre  Schulden,  ebenso  umgekehrt;  ihre  Weiber,  Knechtc, 

30  Mdgde  und  Ehehalten  dilrfen  zu  Heilbronn  aus-  und  eingehen,  dort 
wohnen,  die  Felder  bestellen,  milssen  aber  schworen,  der  Stadt  keinen 
Schaden  zu  thun;  sie  selber  schivoren,  Bernhard  Hiinrr,  Kunz  Hug, 
Kunz  Billin  und  Hartmut  ron  Waiblitigeyi  nicht  zu  raten  noch  zu 
helfen,  bis  sie  auch  an  dieser  SUhne  tednehmen,  —  Stdm  1374  (nechsten 

35  fritag  vor  dem  gunntag  letare  in  der  vasten)  Mdrz  10. 

Heilbronn  Lade  54.  Or,,  P(j,,  1.  und  4.  Siegd  oben  hescJiiidigt,  2.  ab- 
gegangen. 


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128  1374  Marz  12  —  1375  Juni  17. 

a)  Volmar^  Volmar  Lemblins  seligen  Sohn  von  Heilbronn^  beschtrort  diese 
Siihne  ebenfalls  (Adolf  ^Ertcdhher  von  Mainz^),  —  1379  (nehsteii  sambstage 
vor  sant  Vites  tag)  Juni  11,  —  Ebd,  Or,,  Pg,  mil  Siegel, 


296.  Kaiser  Karl  [IV.]  hebt  alle  Kla^e,  Urteil  und  Anleite 
geijen  Graf  Eherhard  von  Wirtemberg  und  seine  G  liter ^  besonders  den  5 

Weinzehnten  zu  Heilbronn,  worauf  Bitter  Albrecht  von  Ntmsherg  vor 
seinem  Ilofgericht  zu  Niiklberg  yiamens  Jes  Herzogs  Albrecht  von 
Bayern  geklagt  fiat,  bis  nehsten  tag  nach  dem  wissen  suntag  [1375 
Mdrz  12]  auf  und  erklart  Jedes  ettva  schon  eiugeleitefe  Verfahren 
fur  ungiiltig,  —  Berlin  1374  (sante  Gregorien  tag  des  heiligen  10 
babstes)  Mdrz  12. 

StA,  Heilbronn  II.  Or.,  Pg.,  Majestdtssiegel  nur  noch  zur  Halfte  vor- 
handen.  Auf  dem  Bug:  Per  doniiniim  .  .  <le  Koldicz  Couradiis  do  (yvsinheim. 
Aussen:  R.  Voltzo  de  Wontiacia,  —  Reg.:  Bohmer-Huber  Ergdnzungsheft  1 
n,  7397,  15^ 

297.  Albrecht  Schieber J  Biirger  zu  Heilbronn,  und  seine  Fran 
Innel  verkaufen  an  LI  Bopfinger  und  seins  Fran  Adelheid,  Biirger 
zu  Heilbronn,  den  Kunz  K'dlter  zu  gelegenen  Teil  ihres  Hauses  um 
i)5  Pfund  Heller.  Bei  kilnftigen  Bauten  soil  die  Mauer  zwischeu 
Schiebers  Hans  und  dem  cerkauften  Teil  gemeinsam  sein  und  von  20 
beiden  Seiten  je  zur  Halfte  darauf  gebaut  werden  durfen.  —  Siegler 
Gerliard  von  Waiblingen  und  Hans  Beilstein,  Richter  zu  Heilbronn. 
—  1374  (nehsten  donderstage  vor  sant  Georien  tag)  April  20. 

Heilbronn  273  I  D  1,  Or,^  Pg.  mit  Siegeln,  das  erste  oben  und  unten 
durch  die  Sieyelatreifen  beschddigt.  --^ 

298.  Die  Stddfe  Esslingen,  Reutlingen,  Bottweil,  Gmi'nid,  Hall, 
Heilbronn,  Weil,  Wimpfen,  Weinsberg,  Nordlingen,  Worth,  Dinkels- 
biihl,  Bopfingen  und  Aalen  einigen  sich  mit  Graf  Eber hard  von  Wirtem- 
berg bis  Jakobi  [Juli  25]  1376,  wenn  der  Konig  die  Einung  nicht 
widerruft.  —  Stuttgart  1375  (nehsten  suntag  vor  sant  Johans  tag  30 
ze  sunwenden)  Juni  17. 

Gedi'.:  Satiler  Graf  en  1  Betl.  n.  167. 


299.  Herzog  Otto  von  Bayern  und  seine  Vettern  Stephau, 
Friedrich  und  Johann  versjyrechen  dot  Grafen  Eberhard  und  Ulrich 
von  Wirtemberg,    bis  kommende  Sonnenwende  die  7350  Gulden,   die  35 


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1375  Okt.  13  —  1376  Jiili  28.  129 

fiie  ihnen  von  der  Nutzung  des  ZoUs  zu  Miinchen  schidden,  und  die 
3000  Pfund  Heller  tvegen  der  Losung  des  Heilbronner  Zehnten  zu- 
ruckzuzafUen,  und  verpfdnden  dafur  einstweilen  den  Weiyizehnten  zu 
Heilbronn,  —  Ehingen  1375  (samstag  vor  Gallen  tag)  Okt.  13. 

5  Beg.  Boica  9,333. 

a)  Die  beiden  Graf  en  von  Wirtemherg  ver^jjrechen  den  genannten  Herzogen 
von  Bayem,  die  Losung  des  Weinzehnien  jtderzeit  zu  gestatten.  —  Eod.  d. 
—  Ehd. 

300*  Mnrgarethe,  Witwe  des  Benz  con  Bockingen,  Biirgerin 
10  zu  Heilbronn,  verkmift  an  Wolfram  Schad,  Pfrundner  zu  Wimpfen 
im  Thai,  ihren  Hof  zti  Bbllingen  um  150  Pfund  Heller  Heilbronner 
Wdhrung  und  stellt  als  Biirgen  Hans  Bernhart,  Bernharts  seligen 
SohUy  Glaus  Mercklin  und  Hans  Mercklin,  Bilrger  zu  Heilbronn,  — 
1376  (an  sant  Mathis  abend  dez  heiligen  zwelflfboten)  Febr.  24. 

15  St.A.  Stift  Wimpfen.     (Jr.,  Pg.y  die  Urkunde  zutn  Teil  unUserlich,  die 

Siegel  abgegangen.  Dahei  eine  Kopie.  Auf  dem  Or.  aiissen  u.  a. :  Ad  vicariam 
Wolframi  Schaden  fundatoris  ad  altare  8.  Joannis  baptiste. 

301b  Adelheid  von  Heilbronn,  Klosterfrau  zu  BilUgheimy  leiht 
mit  Erlaubnis  ihrer  Abtissin  dem  Hans  Zeyhe,  Bilrger  zu  HeilbronUy 

20  Vli  Morgen  Weingdrten  am  Lietberg  zwischen  der  von  Biich  und 
Enlin  Siiterltn  und  Va  Morgen  am  Kungsberg  zwischen  Heinz  Nyfer 
und  der  Reinsin,  erhdlt  davo7i  jdhrlich  ein  Drittel  und  zivei  Eimer, 
cerspricht  (nach  ihrem  Tode  das  Kloster),  ihm  Mist  und  Pfdhle 
hinauS'  mid  den  Wein  in  die  Kelter  des  Klosters  zu  Heilbronn  heim- 

25  zufiihren.  Nach  seinem  Tode  mogen  seine  Erben  die  Weingdrten 
cUts  Jahr  vollends  behalf sn  oder  sich  nach  dem  Urteil  zweier  Manner 
fiir  ihre  Arbeit  entschddigen  lassen,  dann  sollen  sie  an  Adelheid  bezw. 
das  Kloster  zuruckfallen.  —  1376  (nehsten  donderstag  vor  sant  Marien 
Magdalen  tag)  Juli  10. 

30  Heilbronn   Lade   53,  Billigheim  3.     Or.,   Pg.,  Siegel   der   Abtissin   ab- 

hangend  beschctdigt. 

302.  Kaiser  Karl  [IV.]  befiehlt  der  Stadt  Heilbronn,  den 
Edeln  Borsso  von  Riesenburg  U7id  Kraft  von  Hokenlohe  zu  seines 
Sohnes  Handen,  der  zu  Frankfurt  geivdhlt  und  zu  Aachen  gekront 
35  warden,  zu  huldigen  und  ihnen  eine  Urkunde  da  ruber  auszustellen,, 
wie  Aachen,  Frankfurt  (inseriert)  und  Niirnberg  gethan.  —  NUrn- 
berg  1376  Juli  28. 

WUrtt.  Geschichtsquellen  V.  9 


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130  1376  Juli  28  —  1377  Auj,'.  17. 

Reg,:  Bohmer'Uuber  n.  5659  nach  dem  Register  in  Munchen,  VgL 
Reichsiagsakten  1, 163  (Befehl  an  Rothenburg  gedruckt), 

303.  Konig   Wenzel  bestdttgt  der  Stadt  Heilbronn  alle  Bn'efe 
und  Freiheiten  seines    Vaters   tmd  seiner   Vorgdnger   und   verq)ncht, 
sie  dabei  zu  schiitzen.  —  Nurnberg  1376  (nehuten  montag  nach  sant    5 
Jacobs  tage)  JiUi  28. 

Si. A,  Heilbronn  /,  Privilegien.  Or.,  P^.,  zersprungenes  Majestdtttsiegel 
mit  Riicksiegel,  Auf  dem  Bug:  Per  dominiiin  regem  Nicolaiis  Camericensis 
prepositus.  Ausaen:  R.  Wilhehnus  Kortelangen.  —  Wenzel  1377  in  Heilbronn? 
(Lindner  1,390):  ea  handelt  sich  um  das  Kloster  Heilsbronn,  10 

304.  Kunz  Lutwin  und  Stephan  Lutwin,  Kirchherr  zu  Beihingen, 
des  (dten  Lutwin  Sohne  von  Heilbronn^  verkaufen  an  Graf  Eberhard 
von  Wirteniberg  ihre  G liter  zu  Grossgartach  um  200  Gulden,  —  Siegler 
die  Aussteller,  Berthold  der  Kolter,  der  Heilbronner  BUrgermeister  Kunz 
Niere,  und  die  Vettern  der  AussteUer  Hans  Lutwin  und  Hans  RUxinger,  15 
—  1376  (nehsten  suntag  nach  sant  Elizabethan  tag)  Nov,  23, 

StJL,  Brackenheim  W,  17,      Dr.,  Pg.,  nur  das  3.  Siegel  noch  vorhanden 
und  dieses  am  Rand  beschddigt,  —  Der  alte  Lutwin  von  Heilltronn  desgl.,  um 
2(M)  Gulden,    Mit  ihm  siegeln  seine  Sohne  Kunz  und  Stephan,  —  1376  (nehsten 
mandag  nach  sant  Lucien   tag)  Dez.  15,  —  Ebd,  Or,,  Pg.,   alle  Siegel   abge-  20 
gangen.  —  Erwdhnt  Steinhofer  384,  4()8. 

305.  Kaiser  Karl  IV,  bestdtigt  den  Stddten  Heilbronn,  (hniind, 
Hall,  Dinkelsbiihly  Wimp/en,  Weinsberg  tmd  Bopfingen,  die  ihm  treu 
(jeblieben    und   nicht   zu   den^n    von    Vim   und   andern   schwdbischen 
Stddten  iibergegangen   sind,   ihre  Privilegien,    verspricht,   sie   bei  der  25 
herkommlichen  Reichssteuer  zu   behalten,   sie   nicht   durch    Versetzen, 

VergebeUj  Verwechseln  oder  sonst  zu  trennen,  sondern  immer  beim 
Reich  zu  behalten,  gestattet  Selbsthilfe  gegen  Einfdlle,  Rduberei  und 
Unrechtj  verbietet  aber,  sich  mit  XJlm  und  den  schwahischen  Stddten 
zu  verbiinden.   —   Tangermilnde  1377  Juni  1,  30 

Gedr, :  Reichstag sakien  i,  103,    Reg, :  Bohnter-Huber  n,  5778, 

306.  Heilbronn   tritt   dem  Bund  der   Stddte   Ulm,    Konstanzy 
Esslingen,  Reutlingen,  Weil,  Oherlingen,  Memmingen,  Biberach,  Ravem- 
burg,    Lindau,   St,   Gallen,   Kempten,  Kaufbeuren,    Leutkirch,   Isny, 
Wangen  und  Buchhorn  bei.    —    1377    (montag  nach    unser  frawen  35 
himmelfahrt)  Aug,  17, 


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1377  Sept.  12.  131 

Notiz  in  der  Schmidsehen  Sammiwng  1  n,  60  (im  StJL.).  —  JReg. :  (  Vischtr) 
For8chungen  zur  deutschen  Gesch,  2, 183  n.  104,  Bdhmer-HuheTf  Eeichssachen 
n.  637. 

a)  Die  Pfalzgrafen  Ruprecht  der  altere  und  der  jUngere,  Ji^riedrich,  Jo- 
-5  hann  und  Ruprecht  der  jOngate  und  Marhgraf  Bemhard  von  Baden,  dieser 
zugleieh  fiir  setnen  unmUndigen  Bruder  Rudolf,  einigen  sich  tnit  den  genannten 
u,  a.  Stddten  bis  1365  Apr,  23,  —  Baden  (sand  Ulrichs  tage)  Juli  4.  —  Gedr, : 
Bait,  de  pace  imp,  publica  39;  vgl,  (Vischer)  I,  c.  2^137.  Reg,  neuestens: 
Koch'Wille,  Pfalzgrafen  n,  4295;  Fester,  Marhgraf  en  von  Baden  n.  1326, 
10  b)  Die  schwdbischen  Stddte,  darunter  Heilbi-onn,  einigen  sich  tnit  den 

rheinisclien,  Mainz,  Strassburg,  Worms,  Speier,  Frankfurt,  Hagenau,  Weissen- 
burg  und  Pfeddersheim  bis  1384  Dez,  25.  —  Speier  1381  Juni  17, 

Letztm^ls  gedr, :  (Boom)  Wormser  U.B,  2, 517  tnit   dem  Nebenvertrag  : 

der  Reivers  der  rheinischen:  (Fritz)  Strassburger  U,B,  6,17,  —  Vgl,  (Vischer), 

15  I  c,  2, 140,  —  VerUngerung  dieser  Einung  bis  WeihnachUn  1391 :  1382  Okt,  8, 

Gedr, :  (Boos)  L  c.  2,  539 :  Revers  der  rheinischen  vom  mitwoch  nach  Dionysii, 

Okt,  15,  bei  (Fritz)  I.  c,  6,  64,  —  Vgl,  (Vischer)  I,  c,  2, 145. 

c)  Graf  Eberhard  von  Wirtemberg,  die  Lowen-,  die  St.  Wilhelms-  und 

die  St,  GeorgsgeseUschaft  einigen  sich  mit  den  schwdbischen  Stddten  und  Herzog 

20  Leopold  von  Osterreich  bis  1384  Jan.  6,  —  1382  (nechsten  mittwoch  nach  dem 

hailigen  ostertage)  Apr,  9.  —  Gedr,:   Datt  I.  c,  42;  Sattler,  Graf  en,   1,  BeiL 

n,  171,  —  Die  Urkunde  Leopolds,  Ehingen,  vom  gleichen  Tag:  Sattler  n.  172. 


307.  Ltitwin  von  Heilbronn  der  altere  bekenntj  der  Klara 
Fuwenn,  Klosterfrau  zu   Steinkeim,   auf  Martini  6  Pfund  ewigen 

25  Zins  und  auf  Maria  Himmelfahrt  (frawentag  den  erren  .  . .  assumpcio) 
i  Pfund  und  4  Matter  Dinkel  Leibgeding  schiddig  zu  seiUy  verpfdndet 
dafiir  Haus  und  Hofreite,  die  bei  Versdumnis  iiber  14  Tage  an  Klara 
verf alien  und  zu  Fronhanden  gehen  sollen,  und  hat  die  6  Pfund  nach 
ihrem  Tode  ans  Kloster  zu  geben,  —  Siegler  der  Aussteller,  Ham^ 

•30  Fiiwer,  Kunz  Alwig  und  Peter  Schenkel,  Richter  zu  Heilbronn,  — 
1377  (nehsten  samsstag  nach  unser  frawen  tag  der  j&ngern  alz  su 
geborn  wart)  SejH,  12, 

St.A,  Steinheim.     Or.,  Pg.,   das    1,  Siegel  ohen  heschddigt.     Nach  einer 
Bemerkung  aussen  sind  die  6  Pfund  urn  24  Gulden  ahgelost  worden  [lo]C8 
35  (frytag  nach  Katherin)  Dez,  1, 

308.  Graf  Eberhard  von  Wirtemberg  quittiert  den  Bilr germeister  n, 
Ricktern,  Ratgeben  und  Biirgern  von  Heilbronn  iiber  1000  von  den 
4760  Gulden,  die  er  filr  sie  vor  etlichen  Jahren  zu  Speyer  auf  seinen 
Schiddschein  und  seinen  B Urge) i  entlehnt  hat  und  deretwegen  sieihu, 

40  seinen  Bilrgen  und  seine  Brief e  losen  sollen,  und  verspricht,  fiir  die 


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132  1377  Nov.  24  —  1378  Juni  5. 

Stadt  den  jdhiichen  Zins  von  den  1000,  100  Gulden,  nach  Speyer 
zu  zahlen,  —  Siegler  der  Aussteller  ufid  sein  Sohn  Ulrich,  —  1377 
(sant  Katherinen  abend  der  heiligen  jungfrawen)  Nov.  24, 

Heilbronn  42,  Paasiva  1,     Or.,  Pg.,  mit  Siegeln, 

a)  Derselbe  und  sein  Sohn  Ulrich  desgleichen.  —  Ltonberg  (Lowenberg)    » 
1378  (nachsten  s^ntag  nach  sant  Martins  tag)  Nov,  14.  —  Ebd.  desgl. 

b)  Wortlich  gleich  wis  a).  —  Stuttgart  1379  (sant  Nyclaus  tag)  Dez.  6. 

—  Ebd.  desgl.  das  Siegel  Ulrichs  hat  hier  auch  Helm  und  Heltnzier. 

309*  Biirgermeister  und  Bat  von  Heilbronn  verkau/en  Wegzins 
und  Giilteny  bisher  auf  Mittfasten  entrichtet,  an  die  Eigentutner  der  10 
Outer,  worauf  sie   rnhen:   an  Hans  Wilst  1   (je  um  das  lOfache, 
tcenn  nichts  bemerkt  ist),   Schlapsiis  5,    Kunz  Kolb  3,  Heinz  Lutz 

1  Schilliyig,  Berchtold  Biitinger  28  Heller,  den  Heifener  von  Schotzach 
3^1%  Schilling,  Heinz  Sckall  18  Heller,  Walther  Erlwin  2,  Hans  von 
Ma^senbach   1,   Bellinger   3,    Kunz  Walther  1,   Peter   Brackenheim  15» 

2  Schilling,  Ror  15  Heller,  Benzlifi  Becker  1,  den  Steinbrecher  5, 
Walther  Lauwers   Wirtin  3,   Walther  Schider  und  Hans  Wicmar  *> 

3  Schilling  auf  Ritlers  und  20  Heller  auf  Werner  Milrers  Haus, 
Peter  Hiiser  1  auf  Klaus  Nests  Scheuer,  Kunz  Spenlin  6,  Hans  Rot 
d>en  Bender  2,  den  Schmerwer  und  den  Griindeler  2  Schillmg,  Lutz  20 
Mailer  27,  Heinz  Wescher  und  Kunz  Henffner  18  Heller  um  1  Pfund, 
Hans  Singer  3  Schilling^  Peter  Pletzer  9  Heller  um  10  Schilling, 
Hermann  Kint^^  uf  den  Zehen  4,  Hans  Klegger  13^h  Schilling  um 
8^h  Pfund,  Heinz  Hunger  1,  Heinz  Seyler  3  Schilling  und  an  den 
Kegeler  am  Hundsberg  einen  frilher  Stahel  gehorigen  Morgen  Wein-  2r> 
gdrten  um  15  und  ein  frilher  Klaus  Nest  gehoriges  Haus  in  des 
Steinbrechers  Gasse  um  12^ h  Pfund  Heller,  worilber  sie   quiitieren. 

—  1378  (sant  Marx  tag  des  heiligen  evangelisteu)  Ajml  25. 

StJL.  Heilbronn  I,  Weinzehnten  u.  s.  lo.     Or.,  Pg.  mit  Stadt  siegel 

310*  Vertrag  zwischen  den  Priestern  an  der  Pfarrkirche  und  30 
der  Stadt  Heilbronn.  —  1378  Juni  5, 

Heilbronn  Lade  23, 1.    Or.,  Pg.,  row  Siegel  oben  ein  Stiick  abgebrochen. 

In  Gotes  namen,  amen.  Wir  Arnoldus  Linck  von  Winsshein,  kirch- 
herre  der  pfarrekirchen  ze  Heilpiiinne,  pfaif  Gernolt  |  Plenger,  pfaff  Con- 
rad Vierdung,  pfaflF  Heinrich  Heiller,  pfaflF  Heinrich  Nier,  pfafif  Heinrich  3^ 


»)  Ttxi:  Winmar.         b)  rieilcicht  verscftrieboi  fUv:  Kimt. 


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1378  Juni  5.  133 

Waltz,  pfaflF  Conrad  von  |  Klaubern,  pfaff  Dietz  Schenck,  pfaflF  Conrad 
Eck,  pfaff  Sifrit  Busenhart,  pfaff  Ulrich  Schnitzer,  pfaff  Heinrich  Ofter- 
dinger,  pfaff  Johans  von  t^berlingen,  pfaff  Conrad  von  Bilchein,  pfaff 
Johans  SOnthein  und  pfaff  Philips  Helt,  capplan^  altaristen  der  capellen 
b  nnd  altare,  die  z&  der  vorgenanten  pfarrekirchen  gehdren,  von  eim  teil^ 
und  wir  die  bOrgermeister,  die  rihter  and  der  rat  gemeinlichen  der  selben 
8tat  Heilprflnne  von  dem  andern  teil  tftn  ze  wissen  und  bekennen 
offentliehen  mit  disem  brieff  alien  den,  die  in  sehent  oder  h5rent  lesen 
und  besunder  den,  den  dise  nachgeschriben  ding  z&geh5ren  oder  kn- 

10  berurent,  daz  wir  durch  fride,  fruntschaft  und  eynmutekeit  mit  ein- 
ander  zfl  beiden  siten  willeclichen  lieplichen  und  friuntlichen  dirre 
nachgescbribenen  vereynigflnge  dinge  und  gedinge  nbereinkomen 
sin:  [1]  Z(i  dem  ersten  daz  alle  die  g&t  nnd  gulte,  domit  die  pfrunde 
nnd  messe  zA  den  altarn  und  cappellen  alien,  die  zfl  der  vorgenanten 

15  pfarrekirchen  geh6ren,  heft  nnd  sture  und  anderre  weltlichen  scheit- 
zAnge  und  dienstberkeit  fry  sin  sollen  in  alter  der  wise  und  forme, 
als  sie  von  den  stiftern  gewidemt  und  von  bischoffen  besteitigt  sint. 
[2]  Item  welich  gflt  an  der  pfrunde  dehein  von  ir  stiftern  geben 
weren  und  also  von  bischoffen  auch  besteitigt  weren,  daz  sie  gewon- 

20  lich  bet  geben  sollen  oder  ob  die  egenanten  priester  und  altaristen 
deheinerley  leysch  gflt  beseczzen,  die  zfl  irn  pfrimden  und  gotesgaben 
nit  geh6rten,  es  were  erbe  oder  eygen  oder  gekauft  gflt,  ligende  oder 
varnde,  was  sie  derselben  gflt  in  der  vorgenanten  stat  und  marg 
heiten,  dieselben  gflt,  ir  were  wenig  oder  vil,  8611en  dieselben  priester 

25  und  altaristen,  wenne  die  bflrger  das  an  sie  vordern,  ahten  und 
scheitzen  vor  irm  pferrer  uf  ir  ampt  und  eyde  als  liep  sie  in  denne 
sint  on  geverde  und  alle  argeliste  und  nach  der  scheitzflnge  sollen 
sie  danne  und  ir  ieglicher,  der  s&licher  gflt  besitzer  ist,  von  iedem 
pfflnde  geben  zfl  bet  und  sture   ierglichen  uf  sant  Martins  tag   als 

30  vil  als  danne  ander  burger  geben  von  dem  pfflnde  zfl  der  bet  uf 
sant  Martins  tag  allein  nnd  domit  furbas  das  jar  dovon  sin  von  alien 
stureu  und  beten,  wiewol  daz  were  daz  ander  bflrger  in  der  stat 
mer  oder  dicker  des  jars  bet  geben,  zfl  welcherley  sachen  daz  were 
in  der  stat  on  geverde.     Ob   auch  were   das   der  priester   deheinre 

35  ligende  barschaft  heite,  es  were  pfenning,  golt  oder  silber,  wil  er 
domit  kauffen  oder  gremppen  in  dem  jar,  so  sol  er  die  auch  ver- 
beten  als  von  der  varnden  habe  vorgeschrieben  stet;  w61t  er  aber 
domit  nit  kauffen  oder  gremppen  in  dem  jar  und  seite  daz  uff  sin 
ampt  und  uf  sinen  eyt,  so  bedarff  er  die  das  jars  nit  verbetten.    Were 

40  aber,  daz  der  priester   deheiner  an   der  egenanten   seheitzftng  siner 


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134  1378  Jiini  5. 

gAt  sich  vergeisse  Tind  sie  nit  scheitzte  als  zitlich  were,  so  solt  eiir 
pferrer  einen  us  dem  rat  nemen  und  der  rat  einen  us  den  priestern 
und  die  zwen  soUen  solich  vergessAnge  ansehen  und  sie  also  beesern, 
daz  den  priestern  und  der  stat  geliche  beschehe.     [3]  Item  were 
daz  daz  der  vorgenanten  priester  deheinre  mit  deheim  burger  in  der   & 
vorgenanten  stat  ihtes  ze  schicken  oder  ze  scbaffend  heite  in  welt- 
lichen  sachen,  derselbe  priester  sol  von  demselben  burger  vor  welt- 
lichem  geriht  vor  dem   schultheissen  und  rihtern  in  der  stat  reht 
vordern  und  nemen  und  niergen  anderswohin  laden  oder  triben,  es 
were  denne  ob  man  sin   reht  verscbluge  an  dem  weltliehen   geriht  lO 
oder  in  mit  geverden  an  dem   rehten  sumet.     Ob   auch  ein  burger 
zfl  schicken  heite  mit  der  obgenanten  priester  deheinem,  dem  sol 
er  nit  gebieten   fur  weltlich  geriht,   er  sol   in  beclagen  vor  sinem 
geistlichen  rihter,  der  danne  uber  die  sache  z(i  sprechend  hat.    Auch 
mogent  sie  ein  willekure   tftn   an  geistlich  oder  weltlich  schiedlute  15 
und  vor  den  reht  nemen,  ob  sie  woUen  in  solichen  sachen,  darinne 
daz  von  erlaubftnge  des  rehten  sin  mag.     [4]  Item  were   daz   der 
vorgenanten  priester  deheinem   an   sinem   zinse  oder  gulte,   der  zft 
siner  pfrund  gehSrt  oder  an  die  presentz  die  der  priester  gemeinlich 
ist,  zfi  kurtz  beschehe  oder  bruch  wurde  von  eim   burger,   der  die  20" 
gult  oder  zinse  nit  rihten  wolt  und  nit  laukent  er  were  sie  schuldig, 
wenne  danne  derselbe  priester  oder  die  presentzmeister  oder  ir  bot- 
schaft  das  dem  rat  verkuntent  und  begertent  darzil  furdernisse   und 
hilffe  von  dem  rat,  so  sol  der  rat  dem  oder  denselben  priestern  unver- 
zogenlichen  ir  boten  und  amptlute,   die   darzft  geh6rent,   lihen,   daz  25 
die  umbe  dieselben  unlauckenbaren  zins  und  gulte  pfant  oder  pfennige 
geben  und  antwurten  sSllen  on  geverde.    Wer  in  aber  des  lauckenber 
were,    an  demselben  mogen   sie   des  mit  reht  erholen,   als  sie   daz 
allerfiigsamst  duncket  an  geistlichem  oder  an  weltlichem  geriht.    [S] 
Item  wer  in  gulte   oder  zinse  innehibe  uff  dem   lande,   der  unser  30 
burger  nit  were,   vSrderten  danne  die  priester  das  an  den  rat,   so 
sol  der  rat  in  geben  der  stat  briefe  und  getriiwelichen  in  helflfen  vor 
dem  solich  gulte  und  zinse,  als  vil  als  dick  sie  daz  begerent,  doch 
under  der  priester  koste  und  botschaft  und  des  zfl  widerlegfinge  und 
etlicher  ander  sache  so  sollen  die  vorgenanten  priester  jerlichen  geben  35 
von  ir  presentz  der  vorgenanten  stat  aht  pfunt  heiller  der  stet  weriinge 
uff  sant  Martins  tag.    /  6]  Item  die  genanten  priester  sollent  furbas 
in  der  stat  und  der  stat  marg  kein  ligend  gfit  kauffen  oder  in  gever- 
den pfanden,    es   bescheih    denne   mit  des  rats   urlaub   und  willen. 
/  7]  Item  was  den  priestern  furbas  an  ir  presentz  gegeben  wirt  von  40 


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1378  Juni  5.  135 

ligenden  guten  oder  uflf  ligenden  gflten,  daz  sollen  sie  in  jars  frist 
yerkau£fen  and  on  werden,  teiten  sie  des  nit,  so  sollen  die  selben 
gfit  der  Stat  danne  yervallen  sin  als  die  briefe  sagent,  die  die 
Stat  von  keysern   und   von   kunigen   daruber   hat.     Ob   auch  were, 

5  daz  der  egenanten  priester  deheinen  erbe  und  eygen  anviel  in  der 
stat  oder  der  stat  marg,  daz  mag  er  verkauffen  ob  er  wil,  wolt 
aber  er  des  nit  tfln,  so  sol  er  dovon  sture  and  bet  geben,  als  dicke 
und  als  vil  als  danne  ander  burger  in  der  stat  tftn  von  im  guten 
on    geverde.     [8]    Item    ein    schultheisse,    burgermeister   und   rat 

10  soUent  die  egenanten  priester,  ir  libe  und  gftt  und  brSter  getruwe- 
lichen  schirmen  als  ander  ir  burger  an  geverde.  Und  dirre  wille- 
kurter  vereinfinge  zft  urkunde  und  gflter  gezugnisse  so  ban  wir  die 
vorgeschribenen  priester,  wanne  wir  eygens  insigels  nit  haben, 
gebeten  die  ersamen  geistlichen  frawen  die  eptissin  des  frawenclosters 

15  in  der  obgenanten  stat  Heilprunne  sant  Claren  ordens,  daz  sie  ir 
insigel  durch  unser  bet  hat  gehangen  an  diesen  brieflF.  Und  wir 
die  ietztgenante  eptissin  bekennen,  daz  wir  dflreh  bet  der  egenanten 
priester  unser  insigel  gehangen  ban  an  diesen  brieflF  zft  urkunde 
und  gfiter  gezugnisse  der  vorgeschribenen  dinge.    Dicz  geschaeh  und 

20  wart  dirre  brieflF  geben  nach  Cristi  geburt  do  man  zalt  druezehen- 
hundert  und  in  dem  ahten  und  sibenczigsten  jar  an  dera  heiligen 
pfingstabent. 

a)  Die  Priester  an  der  Pfarrkirche  und  den  zugehMgen  Kapellen :  Xi- 
claus  I'Schoning,    Pfarrer^  zugleich  Kaplan  an  St  Michael,  Sifrit  von  Heidels- 

25  heim  (Heidolffsliein)  am  St.  Katharinenaltar  in  der  Pfarrkirche,  Peter  Eckhart, 
am  gleichen  Altar  verpfriindet,  Joliann  Eckhart  am  St.  MaHinsaltar,  Niclaus 
Ji&m  am  St,  Mand-Magdalendaltar,  Konrad  LUtfried  am  Altar  des  von  Magen- 
hetm,  *)  Berthold  Miinch  am  Peter-  und  Paulsaltar,  Peter  Sess  und  Heinrich 
Miinch,   beide  am  St,  Peter saltar,  Johaim  Steinbrecher   und  Peter  Streler  am 

30  Niclausaltar,  Konrad  Engelmann  und  Johann  Baibuwer  *)  am  Marienaltar,  Jo- 
hann  Rulin  am  Leonhardsaltar,  Burkard  am  Heiligkreuzaltar,  alle  in  und 
auitser  der  Pfarrkirche,  Konrad  von  Buch  in  dtr  St.  Joskapelle,  Hans  Winm^r 
im  Spital  am  Katharinenaltar,  Peter  Merklin  am  St.  PetersaUar,  Hans  Holz- 
apfel  am  Elisabeihenaltar,  Heinrich  Kiirsner  am  Leonhardsaliar,  alle  im  Spital, 

35  Stcphan  Schriber  an  der  Niclauskapelle  auf  dem  Altar  im  Char,  Erhart  LUt- 
fried am  Katharinenaltar,  Wiglin  am  Jacobsaltar  und  Peter  Biiitinger  zu 
Bockingen  am  Katharinenaltar  verpflichten  sich  auf  den  Vertrag,  de7i  ihre 
Vorgdnger  mii  der  Stadt  HeUhi-onn  eingegangen.  —  140:^  (an  sant  Onwaltz  tag) 
Aug.  6.  —  Ebd.  ^.    Or,  Pg.,  mit  Siegd  der  Pra'saiz.  —  Ehenso  Burgermeist(^r 

40  ^nd  Bat  von  Heilhronn,  Unter  demselhen  Datum.  —  Ebd.  (Jr.,  Pg.  mit 
Stadtsiegel. 


*)   Dionysiusaltar.  —  -)  =  Boitwar. 


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136  1378  Okt.  10  —  1378  Dez.  20. 

311»  Herzog  Friedrich  von  Bayern,  Landvogt  in  Ober-  vttd 
Niederschwaben,  verspricht  den  Stddten  Esslingen,  Reuflingen,  Rott- 
well,  Weil,  Hall,  Heilbronn,  Wimp/en,  Bopfingen,  Weinsberg,  Gmiind, 
Aalen,  Dinkelsbiikl  und  Nordlingen,  denen  er  von  Kaiser  Karl  [IV-] 
ah  Schirmer  und  Versprecher  gegeben  uorden  sei,  ihnen  und  auf  5 
Verlangen  jeder  einzelnen  Stadt  eine  Urkunde  auszusteUen,  ivie  er 
den  Stddten  in  der  obern  Landvogtei,  die  er  schon  vorher  innegehabt, 
gethan  habe,  und  beurkundet,  dass  sie  ikm  als  Landvogt  gehuldigt 
haben,  —  Knchkeim  1378  (sontag  nach  Dyonisii)  Okt,  10. 

Gedr.:   Datt,  de  pace  imp.  puhlica  37:  danach  (Wegelin)   Landvogtei  10 
3y  48 :  Sattler,  Graf  en,  2  Beilage  n.  163. 

312.  Hans  Wortz  und  seine  Fran  Katharina  zu  Bockingeu 
verkaiifen  dem  Spital  zu  Heilbronn  30  Schilling  Heller  Heilbronner 
Wdhrung  Gulfe  von  2  Morgen  Acker  im  Michelflnr  an  der  Klausin 
Sohn,  ^U  im  obern  Flur  neben  Walther  Gartach  und  ihrem  Baumgarten  15 
zu  Bbckingen  neben  der  Hofraite  der  Lauchin  und  von  ihrer  Hof- 
raite  daselbst  neben  der  Hofraite  des  Klosters  Schonthal  um  15  Pfund 
Heller  mit  Vorbehalt  ewigen  Riickkaufsr edits  und  der  Pjiicht  des- 
selben  nach  litdgiger  Mahnung  vor  Martini.  —  Bilrgcn  Hans  Wagen- 
bach  und  Heinz  Griibner  zu  Bockingeu.  —  Siegler  Peter  Ruprecht  20 
und  Kunz  Graulocke,  Richter  zu  Heilbronn.  —  1378  (sant  Thomas 
abend  des  heiiigen  zwelfboten)  Dez.  20. 

Heilbronnj  Stiftungspflegregisiraiur  Fasz.  136, 17.  Or.,  Pg.,  die  Siegd 
ahgerissen. 

313.  Agatha  Volmarin  von  Heilbronn  giebt  ihre  G  titer y  Vogtei  25 
und  Rechte  zu  Grossgartach,  die  teiUveiiie  ihre  Morgengabe  icaren 
und  die  sie  an  das  Kloster  Odenheim  verkauft  hat,  mit  Zustimmung 
ihrer  Tochtermdnner  Hans  Bernhart  und  Hans  Eygerer  ^)  und  ihrer 
Kinder  Volmar,  Anna,  Klara  und  Else  auf,  als  man  dann  morgengabe 
reht  imd  billigen  uffgeben  sol  in  dem  egenanten  dorffe  zu  Gartach  und  30 

*)  Hans  Eygerer,  Burger  zu  IltiVjronn,  kauft  von  Swiggcr  von  V&nningm 
und  seiner  Frau  Agnes  des  Siceintrs  seligen  Tochter,  und  Erphe,  Eherhards  von 
Venningen  seligen  Sohn,  ihre  Outer  zu  Grossgartach  (Teile  an  Vogtei,  Bede, 
eysclie,  Wein-  und  Korngeld,  Eigenhute)  um  160  Gulden.  —  Biirgen:  die 
Bruder  Berthold  und  Jniedrich  von  Mass<nhach  und  Rafen  Gyner.  —  1397 
(neclisten  dornstajf  nach  dem  wisseii  .sunta«?)  Mdrz  15.  —  Ehd.  Or.,  Pg.  mii 
6  Siegeln  (dtr   Verk^ufer  und  Biirgen).  —  Klunzinger,  Zahergdu  U,  212. 


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1379  Febr.  26  —  1379  April  2.  137 

beschw'&rt  ihren  Verzicht.  —  Siegler  die  Ausstellerin  und  die  beiden 
Tochtermdnner.  —  1S79  (nehsten  samsstag  vor  dem  wissen  sftndag) 
Febr,  26. 

St.A.   Brackenheim,    Geistl.  12.      Or,,   Pg,,   nur  das   eweite  Siegel  ist 
5  erkalten, 

et)  Eberhard,  Volmar  Lemlins  aelig  Sohn,   erkennt  den  Verkauf  dieser 

Outer   durch  seine   verstorbene  Mutter  Agatha  an.  —  Siegler  der  AussteUer, 

Hans  Alwig  genannt  Kolbr&n  und  Kung  Luphrit,  BiclUtr  zu  Heilhronn.  — 

1383   (ipso    die  Agnetis   vjrginis)  Jan,  21,   —   Ehd,    Or,,   Pg.   mil  schon  er- 

10  haltenen  Siegeln. 


314.  Konz  Heifener  der  Weingdrtner,  Biirger  zu  HeilbronUf 
beurkundet,  von  Hans  Kesing,  Burger  daselbst,  einen  halben  Morgen 
Acker  zu  Horkheim  zu  den  Hecklenden  zwischen  Hans  Fuwers  Kindern 
und  Ham  von  Neidlingen  urn  6  Schilling  Heller  Giilte  als  Erblehen 
15  erJialten  zu  haben,  —  Siegler  Bernhard,  Bernhards  seligen  Sohn,  und 
Wernlin  Kramer,  Richter  zu  Heilbronn,  —  1379  (nehsten  dinstag 
vor  sant  Gregorien  tag)  Mdrz  8, 

Hetlbronti  Lade  25^  44,    Or.,  Pg.j  am  zweiten  Siegel  die  obere  Hdlfte  der 
Vorderseite  abgebrochen,  — 

20  31S»  Jakob  Grawe  und  seine  Fran  Liickgart,  Biirger  zu  Heil- 

bronn, kaufen  den  Weingarten  am  Gernoltsberg  zwischen  Kunz  Kleiber 
und  dem  getriiwen  dienst  von  Walther  Bender  und  seiner  Frau 
Katharina  und  bauen  ihn  um  ein  Drittel  fiir  das  Kloster  Billigheim, 
solang  Bender  oder  seine  Frau  lebt,  nach  deren  Tod  er  ans  Kloster 

^hfdllt;  sie  thun  jdhrlich  1600  Pfdhle  und  16  Karren  Mist  darein, 
die  der  Pfieger  im  Billigheimer  Hof  hinaus-,  ebenso  wie  den  Wein 
in  die  Klosterkelter  oder  eine  andere  hereinfuhren  lassen  soil.  Wird 
ihnen  durch  die  Furchgenossen  bewiesen,  dass  sie  das  Gut  nicht  in 
rechtem  Ban  halten,  so  kann  sie  das  Kloster  unter  der  Kelter  nach 

4^0  nnbuwes  reht  pfdnden.  —  Siegler  Hans  Erlewin  und  Kleinrot,  Richter 
2u  Heilbronn,  —  1379  (palmabend)  April  2. 

Heilbronn  Lade  53,  Btlligheim  2.     Or,,  Pg,  mit  Siegeln. 

316.  Engelhard  von  Neideck,  Domherr  zu  Wiirzhurg,  und  IVal- 

ram  von  Hundsbach,  Scholastikus  zu  Ansbach,  erwdhlte  Schiedsrichter 

35  zwischen  Arnold  Link,  Rektor  der  Pfarrkirche  zu  Heilbronn,  einer- 

und  den  Pfriindnern    und  Altaristen  daselhst   andererseits   in    ihrem 


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138  1379  Juni  11. 

Streit  ivegen  Einsammlung  tuid  Verteilmig  der  Prdsemgelder  bestimmenr 
Jede  Partet  bestellt  einen  AlUiristen  ah  Prokurator,  die  die  Schliissel 
und  Register  der  Prdsenz  haben;  beide  Parteien  miteinander  undy 
wenn  sie  nicht  einig  werde7i,  die  Prokuratoren  oder  der  Pfarrer  ntit 
ihnen  oder  einem  von  ihnen  einen  Bursarius  zur  Evmummlung  und  & 
Verteiltmg,  die  er  nach  Belieben  vornehmen  kann;  die  Verteilung  hat 
aber  mindestens  zweimcd  wochentlich  stattzufinden.  Die  Prokuratoren 
diirfen  dem  Bursarius  nichts  dareinreden  und  soUen  ihm  hei  der  Ein- 
sammlung und  Eintreibufig  behilflich  seiii.  Bis  Oktav  vcn  Epiphanie 
findet  wegen  der  Nachldssigkeiten  bei  Zahlung  der  Prdsenzgelder  keine  10 
Verteilung  statt,  damit  von  da  an  die  Distributionen  an  den  Jahr- 
tagen  und  zu  ihrer  Zeit  erfolgen  konnen,  Der  Btirsarif^s  soU  nicht 
mehr  als  5  Pfund  currentis  pagamenti  bei  sich  behalten,  sondern  die 
Gelder  in  die  Klausur  thun,  dem  Pfarrer  und  den  Altarist^n  Redlich- 
keit  bei  Einsammlung  und  Verteilung  versprechen  und  an  Andrea  und  15i 
Johannis  Baptistd  Rechnung  ablegen.  Die  Kosten  dieses  Streits  trdgt 
die  Prdsenz.  Die  Schiedsrichter  behalten  sich  die  Entscheidung  vor, 
wenn  iiber  diese  Bestimmungen  Streit  entMilnde.  —  Datum  et  actum 
1379  (die  sabbati  post  diem  corporis  Christi)  Juni  11, 

Heilbronn  Lade  23,  7,     Or.,  Pg.  mil  2  Siegeln.  20 


5/ /.  Ilerzog  Friedrich  von  BayerUj  oberster  Landvogt  in  Ober- 
nnd  Niederschwaben,  mit  Ulrich  dem  Bessrer,  Biirger  zu  Ulm,  von 
seiner,  Graf  Rudolf  von  Sulz  und  Ileinrich  von  Freyberg  zu  Lei}}- 
heim  von  Eberhards  von  Wirtemberg,  und  Hans  dem  Ehinger  von 
Mailand,  Burger  zu  Vim,  und  Itel  Huntpis,  Stadtamman  zu  Ravens-  25 
burg,  von  des  Stddtebunds  Seite  entscheidet  1)  in  der  Klage  der  Stadt 
Heilbronn  filr  ihren  Biirger  Hans  von  Riexingen  wcgen  G litem  zu 
Meimsheim  (Memmentzhein):  dieser  solle  bis  in  3  Tagen  und  6  Wochen 
vor  Ulrich  Bessrer,  in  dessen  Abwesenheit  vor  Hans  Ehinger  oder 
dem  Ulmer  Biir germeister  Lufz  Kraft  erweisen,  dass  er  seit  14  Jahren,  30 
seit  ihm  die  Giiter  ausstehen,  jdhrlich  Anq)mch  erhoben  habe^  und 
Ulrich  Bessrer  das  Urteil  anheimgegeben  werden,  andernfalls  die  Giiter 
Eberhard  bleiben;  2)  in  der  Sache  des  Kunz  von  Neipperg  und  wegen 
des  Zehnten  zu  Lanffen  und  Zimmern:  es  solle  bis  in  dreimal  vier- 
zehn  und  drei  Tagen  durch  Kundschaft  erwiesen  werden,  ob  die  strit-  85- 
tigen  Giiter  wirtembergisches  Lehen  oder  Eigengut  dieses  Heilbronner 
Burgers  seien,  und  Bessrer  das  Urteil  sprechen;  3)  in  der  Klage 
der  Witu'c  von  Urbnch  von  Heilbronn  und  Albrechts  des  alten,  seines- 


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1379  Juni  19  —  1380  Marz  17.  139' 

Bruders  Hans,  des  alien  Hans  und  seines  Bniders  Klein- Albrecht 
von  Liebenstein:  die  Sache  solle  in  45  Tagen  zu  T/ialheim  durch 
Schiedsgericht  beendet  werden,  —  Siegler  der  Herzog,  liudolf  von 
Sidz  und  Bessrer.  —  1379  (nehsten  sunentags  vor  sant  Johans  tag 
5  ze  snniwenden)  Juni  19. 

StjL,  Heilhronn  II.  Or.,  von  den  aufgedruckten  Siegeln  nur  noch  das 
1,  untir  .Papierdecke  vorhandm. 

318.  Pfifff  Diez  Schenk,  Pfarrer  zu  Bimnigheim,  jetzt  zu 
Heilbronn  gesessen,  verkauft  an  Pfarrer  und  Pfriindner  an  der  Pfarr- 

10  kirche  zu  Heilbronn  5Va  Pfund  Heller  Heilbronner  Wdhrung  zu' 
Weinsberg  mil  den  Brief  en  dariiber  um  63  Pfund,  worilber  er  quittiert, 
und  verspricht  den  Kaiif  Jahr  und  Tag  nach  Weinsberger  Becht  zu 
wehren,  —  Siegler  der  Aussteller,  Hans  Kosse  und  Peter  Diez,  Richter 
zu  Heilbronn,  —  1379  (nehsten  donderstag  nach  sant  Bartholomeus- 

15  tag  dez  heiligen  zwelfboten)  Aug,  25. 

Heilbronn  Lade  25,42,     Or,,  Fg.^  die  Siegel  alle  beschddigt. 

319*  Margarethe  von  Augsburg,  genannt  die  Scheffnerin  ^^' 
stiftet  der  Pfarrkirche  zu  Heilbronn  1  Pfund  Heller  Zins  von  ihren 
'/i  Morgen  Weingdrten  zu  Binswangen  an  der  Steig  neben  den  Kloster- 
20  frauen  und  Wernher  Erke,  worauf  bereits  eine  Abgabe  von  eifiem 
Eimer  Wein  ruht,  zu  einem  Jahrtag  an  der  ndchsten  Vigil  nach 
Weihnachten,  —  Siegler  Hans  Bernhart  und  Hans  Kozze,  Bichter 
zu  Heilbronn.  —  1379  (nehsten  sampstag  vor  sant  Nyclaus  tag)  Dez,  3, 

St.A.   Htilhronn  I,   Heligionaxcesen,     Or.,    Fg.,    heide   Siegel   am   Rand 
25  beschddigi. 

320.  Pfajf  Johann  von  KUngenherg  und  Bernger  von  Klingen- 
berg,  Edelknecht,  Gebriider,  verkaufen  an  das  St.  Klarakloster  zu 
Heilbronn  2^h  Pfund  Heller  Zins  Heilbronner  Wdhrung  von  Lutz 
Strul  und  Hans  Peter  gesessen  zu  Neckargartach  von  Misselbacks 
30  seligen  Garten  und  Kydelender  zu  Neckargartach  beim  Grijnbrunnen 
neben  dem  alien  Peter  um  30  Pfund  Heller  und  stellen  ah  Biirgen 
Kunz  Neipperg  d.  a.  und  Hans  Xeipperg  im  Spital  zu  Heilbronn. 
—  Siegler  Aussteller  und  Biirgen.  —  1380  (an  dem  palraeabend)* 
Marz  17, 

a)  Teilweiiie  durch  einen  TinUnfteck  rtrdtckt,  der  Xume  (iNsaen  16.  Jh. 


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140  1380  Juli  1  —  1381  Marz  27. 

StJi,  Heiibronn  IV,   Klarahloater.     Or,,  Pg,   mil   4   Siegeln.     Aussen 
u.  a.  17,  Jahrh.:  Das  closter  gcniest  nichts  darvon. 

321.  Margareth,  Schenkm  von  Erbach,  Frau  zu  Hirschhorn, 

stiftet  in  ihrem  Testament  n,  a,  Seelenmessen  zu  Heiibronn.  —  1380 

Juli  1.  5 

Ihitck   bet  Baur,   hess,  Urh,  1, 471.    Eben   dieaer  Passua   durch   eine 
Bemerkung  in  einer  Note  abgemacht. 

322m  Katharina  Stnibin,  Biiryerin  zu  Heiibronn,  bekennt,  dasi^ 
^ie,  als  sie  noch  Wittce  war,  ihrem  Schwestermann  Heinz  Klecker, 
Bilrger  daselbst,  das  von  ihrem  Mann  Hans  Resch  geerbte  Fisch-  10 
wasser  zu  Neckargartach  an  Sulmer  Anwand  verkauft  habe  und  ver- 
zichtet  abermals  darauf,  —  Siegler  Peter  Bu2)recht  und  WernVm, 
Richter  zu  Heiibronn,  —  1380  (sant  Lucien  tag)  Dez,  13, 

Sua.  Heiibronn  I,  Neckar  u.  s.  tr.     Or,,  Pg.,   beide  Siegel  abgegangen, 

323m  Abt  Volkhart  zu  Lorch  giebt  die  bisher  von  Adelheid  15 
der  Mangoltin  innegelwbte  Miihle  auf  dem  Grrien  zu  Heiibronn  mit 
den  zugehorigen  Giltern  unter  denselben  Bedingungen  an  die  beiden 
Heilbronner  Bilrger  Kunz  Muller  den  Zimmermann  und  Hans  Klecker, 
y,den  Mann  seiner  Schwdgerin,"  als  ewiges  Zinslehen.  —  1381  (an 
der  nehsten   mittwochen  vor  unser  frawen  tag  lichtmess)  Jan,  30.  20 

Heiibronn  Lade  26,     Or,,  Pg.  mit  Siegel, 

aj  SchuUheiss  und  Bichter  von  Heiibronn  entscheiden  auf  das  Vorbringen 
der  Eheleute  Hans  Schenk,  ihres  Mitburgers,  und  Katharina,  des  verstorbenen 
FVitz  Striille  Tochter,  dass  sie  dem  Hans  Klecker  ihren  Teil  an  der  Miihle 
auf  dem  Grien  urn  lOO  Pfund  Heller  verhauft  haben,  aber  zur  Wehrung  des  25 
Kaufs  keine  Biirgen  bekommen  und  nicht  toissen,  me  sie  die  GOter  aufgeben 
und  wehren  sollen :  die  beiden  soUen  beschivoren,  dass  sie  keine  BUrgen  bekommen, 
und  die  G titer  vor  dem  Gericht  aufgeben,  jedem  Britten  unschddlich,  was  ge- 
schieht,  —  1389  (nehsten  meintage  vor  mittervasten)  Miirz  22,  —  Ebd.  desgl, 
mit  Stadtsiegel.  30 

324.  Metze  Riidin,  Abtissin,  nnd  Konvent  des  Klosters  Billig- 
heim  verkaufen  an  Konrad  Hartlieps  Sohn,  Minderbruder  zu  Heil- 
hronn,  etwas  weniger  als  zwei  Morgen  Weingiirten  am  Wedtenherg 
zwischen  Heinz  Huse  und  Peter,  beide  von  Sontlieim,  um  130  Pfund 
Heller  Heilbronner  Wdhrung,  —  1381  (der  nehsten  mittwochen  nach  35 
unser  frawen  tag  in  der  vasten  den  man  nennet  in  latvn  annunciacio) 
M(irz  27, 


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1381  Juni  18  —  1881  Dez.  2.  141 

HeUhronn  Lade  55,    BUUgheim  1,      Or,,   Fg,^   beide   Siegel  am   Band 
hescMdigU 


32S.  Heinz  vom  Stein,  Burger  zu  Heilbronn,  und  seine  Iran 
Klara  Volmarin  verkaufen  an  ihren  Mitburger  Hans  Eyrer  die  Halfte 
5  der  Outer  zu  BblUngen,  die  vorher  Klaras  Eltern  innegehabt  hatten, 
in  und  ausser  der  Mark,  Vogtei,  Gericht,  Zehnten  u.  s.  w.  urn  200 
Pfund  Heller  Heilbronner  Wdhrung,  woriiber  sie  quittieren,  geben 
sie  zu  Heilbronn  an  des  Seiches  Strasse  auf  und  versprechen,  sie 
Jahr  und  Tag  nach  Landes-  und  Stadtrecht  zu  fertigen,  —  Siegler 
10  der  AussteUer  und  die  Heilbronner  Bichter  Albrecht  Botgalle  und 
Peter  Schenkel.  —  1381  (neaten  dinstag  vor  sant  Johans  tag  ze 
sungihten)  Jimi  18, 

Heilbronn  J   Stiftungspflegregistratur  Fasx.   127,8,     Or,,  Pg.,   die  beiden 
ersten  Siegel  am  Band  beschddigt, 
15  bl)  Eberhard  Volmar,  BUrger  zu  HeUhronn,  und  seine  Frau  Anna  von 

Massenbach  desgl.  die  andere  Hdlfte,  die  er  von  eeinen  Eltern  geerbt,  urn  350 
Pfund  Heller,  —  Siller  die  Auseteller  und  die  Heilbronner  Bichter  Hans  ErW 
loin  und  Kunz  Hirt,  —  1384  (unser  frawen  abeDd  als  sie  geborn  wart)  Sept.  7. 
—  Ebd,  9,     Or.,  Pg,,  das  vierte  Siegel  abgerissen, 

20  326.  Dekan  und  Kapitel  des  Stifts  Wimp/en  quittieren  Budiger 

Duchscherer,  Burger  zu  Heilhronn,  ilber  12  Pfund  Heller^  womit  er 
einen  Zins  von  1  Pfund  von  der  Milhle  zu  Frankenbach  gekauft,  — 
Siegler  das  Kapitel,  —  1381  (feria  secnnda  post  festum  beati  Andree 
apoBtoli)  Dez,  2. 

25  St. A,  Heilbronn  I,  Frankenbach,     Or,,  Pg,,  Siegel  abhangend, 

327.  Kunz  Fuwerer,  Biirger  zu  Sulm,  bestimmt,  dass  die 
3  Pfund  Heller  Zins,  die  das  Kloster  Schonthal  auf  seinen  ihm 
gerichtlick  gegen  Konrad  BUlin  zugesprochenen  Gilteryi  zu  Bockingen 
(1  Morgen  Weinberg  am  Hundsberg  utui  am  Lowenherz}  12^ k  Morgen 

30  Acker  in  der  Leimengrube,  Lenzlins  Acker,  Mergelacker,  im  Geissloch,. 
beim  Burgmal,  hinter  der  Kirche,  zu  der  Hofstatt;  l^h  Morgen  Wiesen 
an  der  Breit  und  3^k  Morgen  Wald)  hat,  zu  gleichen  Teilen,  je 
1  Pfujid,  von  Ackern  und  Weinbergen,  vom  Wald  und  von  der  Wiese 
gehen  soUen.    Hans  Kessler  und  Kunz  Gurther,  Burger  zu  Heilbronn^. 

35  kaufen  die  Wiese  und  erhalten  sie  von  Burkhard,  Pfleger  des  Schon- 
thaler  Hofs  zu  Heilbronn,  gegen  einen  jdhrlichen  Ziyis  von  1  Pfund. 


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142  1382  Febr.  12  -  1382  Mai  31. 

—  Siegler  der  Aussfeller,  Hans  Kessler  toid  Johann  Sei/tze,  Richter 
zu  Heilbronn.  —  1S82  (an  der  nechsten  mitwochen  vor  sant  Valen- 
tins  tag)  Febr,  12. 

Schdnihaler  Diplomaiar  von  1513,  FoL  45.    UnvollstHndige  IJbersetzung 
bet  Kremer,  Chron.  Schonthal.  1037.  5 


328.  Seyfried  Wanboldt,  Komtur,  Gotz  TruchsesSy  Hauskomtiir, 
und  die  Herren  des  Deutschen  Hauses  zu  Heilbronn  geben  an  Kunz 
Dueringer  und  seine  Frau  Alhause,  Biirger  zu  Wimpfen,  ihren  Hof 
zu  Michelbach  als  Erblehen  urn  12  Matter  Roggen,  7  Matter  Haber 
und  ein  Fa^nachthuhn  Zins.  —  Siegler  Kunz  Alwig  *^  und  Heinz  van  10 
Hausen,  Richter  zu  Heilbronn.  —  1382  (an  sanct  Gregorien  abent) 
Mdrz  11. 

St.A.  DeutschordenS'Neckaroberamt.   Lehen-  und  Bestandbriefe  der  Kom- 
mende  Heilbronn  S.  107. 

329.  Arnold  Link,  Kirchherr  zu  Heilbronn,  und  die  Pfrilndner  15 
an  der  Pfarrkirche  daselbst:  Gernold  Bleinger,  Helmich  Nger,  Kon- 
rad  von  Kleebronn  (Klaibern),  Konrad  Eck,  Nikolaus  Milchsmaltz,  Hein- 
7ich  Heller,  Ulrich  Sngfzer,  Johann  von  Uberlingen,  Johann  Sunther, 
GemUg  von  Mockmiihl,  Heinrich  Oftertinger,  Konrad  von  Buch,  Siegfried 
von  Heidelsheim,  Nikolaus  Schoning,  Philipps  Helt,  Alhrecht  Kelter,  Jo-  20 
hann  Bylstein  und  Johann  Rillin  verkaufen  an  Rudiger  MiUler,  Biirger 
zu  Heilbronn,  ihren  Teil  an  der  Mtlhle  zu  Frankenbach  und  einen 
Zins  von  Gerhard  Fiur  um  70  Pfund  Heller.  —  Siegler  der  Kirch- 
herr  und  das  St.  Kkirakloster.  —  1382  (nehsten  sarapstag  nach  dem 
heiligen  pfingstag)  Mai  31.  25 

St  A..  Heilbronn  I,  Frankenbach.    Or.y  P</.,  das  erste  Siegel  schon  erhalten, 
-das  sweite  zerbrochen. 

330.  Wilhebn  von  Eisesheim  und  seine  Frau  Katharina  von 
Hehnstatt  verkaufen  an  Anna  von  Gundelfingen,  Burkart  Sturmfeders 
seligen  Tochter,  2  Simri  Heilbronner  Mass  01  Gillte  von  Hans  Ochsen-  30 
ierg  und  seiner  Fran  Luck  von  den  ^k  Morgen  Wiesen  in  der  Glamme 
zu  Bbllingen  zwischen  den  Wiesen  der  von  Billigheim  und  der  Prediger 
zu  Wimpfen  um  21  Pfund  Heller,  woriiber  sie  quittieren,  und  stellen 
als  Wehrbiirgen  Albrecht  (Albirhten)   tind  Hans  Harsch,   Gebriider, 


a)  Die  Kopie  lint  Alwieger. 


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1382  Juni  23.  143 

Wilhelms  Vettern,     Anna  achenkt  die  Giilte  zu  ihrem  und  ihrer  Vor- 
Jhhren  Seelenheil  an  das  Barfusserkloster  zu  HeUbronn.   —  Siegler 
Wilhelm  und  die  Burgen,    Katharina  fuit  hein  eigenes  Siegel,  —  1S82 
(an  sant  Johans  abende  baptisten)  Juni  23. 

.^  St, A.  Heilbronn  IV,   Klarakloster,     Or.,  Pg.  viit  Siegeln,  das  erste  am 

linken  Band  etwaa  heschddigt. 

331.  Anna  von  Gundelfingen,  Burkhard  Sturmfeders  Witwe, 
Ketzt  Arnold  Link,  Klrchherni  zu  Heilbronn,  Albrecht,  Kammerer 
zu  BoUwar  (—  bur),  Siegfried  von  Heidehhein,  Pfriindner  zu  HeiU 

10  bronn,  und  Kunz  Hirt,  Burger  daselbst,  als  Vormunder  und  Seel- 
wdrter  nach  ihrem  Tode  ein,  mn  folgende  Stiftungen  zum  Vollzug 
zu  bringen,  wenn  sie  es  nicht  noch  selber  thut:  fiir  die  Pfarrkirche 
zu  Heilbronn  ein  Messgeioand  mit  einem  Kreuz  von  vergoldeten 
Spangen,  zwei  Chorrocke  mit  zwei  Stricken  und  einem  Querstrich  ilber 

15  den  Biicken  von  vergoldeten  Spangen  und  eine  Ckorkappe  von  schwa rzem 
glattem  Samt  (seymit);  fur  das  Spital  daselbst  an  den  Elsbethen- 
altar  4  Messgewdnder  von  schwarzcm  glattem  und  rotem  Samt  und 
weisem  und  blauem  Seidentuch  mit  einem  Kreuz  von  anderm  Tuck 
und  kleinen  vergoldeten  Spdnglein  auf  dem  Kreuz ,  einen  Kelch,   ein 

20  gutes  Messbuch  toid  zu  jedem  Messgewand  eine  Albe;  fiir  die  Armen 
im  Land  40,  die  armen  Siechen  im  Spital  zu  Wein,  Brot  und  Fleisch  100, 
die  Barfiisser  10,  die  willigen  Arinen  zu  Heilbronn  2,  die  Barfusser 
zu  Esslingen  20,  die  Prediger  daselbst  10,  die  Karmeliter  (unser 
frawen   briidern)   und  August iner   daselbst  je  20,   die  Prediger   zu 

"25  Wimpfeti  20,  den  Einsiedel  im  Kaltenberg,  die  Klausnerin  zu  Bott- 
war,  die  zu  Beilstein  und  die  willigen  Armen  zu  Wimpfen  je  2  Pfund, 
dem  Kloster  Zwiefalten  zum  tdglichen  Almosen,  das  man  Oblegia  heisst, 
100,  den  Paulinern  im  Gundelsberg  und  denen  bei  Waldenburg  je 
4  Pfund  rauher  Heller,  dem  Kammerer  zu  Bottwar  ein  goldenes  Mess- 

^0  gewand  und  40  Pfmd  zu  einer  ewig en  Giilte  fiir  ihren  Jahrtag  und 
100  Pfund  fiir  eine  ewige  Messe  [Pfrfinde],  und  was  noch  iibrig  ist, 
fiir  arme  Leute.  Stirbt  oder  rerzichtet  einer  der  Testaments vollstrecker, 
so  haben  die  andern  Vollmacht  dazu.  Sie  behcilt  sich  vor,  an  der  Stiftung 
zu  andern,  zu  mehren  und  zu  mindern.    Und  ditz  ist  min  testament 

35  und  min  lester  wille;  ob  das  nit  d6hte  nach  reht  eins  testaments, 
iedocb  wil  ich  daz  es  t6ge  und  bestee  nach  reht  eins  ieglichen  eins 
andern  mins  lesten  willen,  ob  es  von  mir  by  lebendem  libe  nit  were 
noch  wurde  alz  vorgeschriben  stet.  —  Zeugen:  Nikolans  Schoniug 
und  Johann   Hentschfiher,   Pfriindner   zu    Heilbronn.    —    Notariats- 


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144  1382  Aug.  7  —  1383  April  25. 

instrument  ausgefertigt  von  Jakob  Schriber  zu  Heilbronn.   —    HeU- 
bronn  in  der  Pfarrkirche  1382  (sant  Afran  tag)  Aug,  7  nach  der  Vesper 

Heilbronn  Lade  :i4^1.     Or.,  Fg.  mit  Notariatszeiehen.  —    Vgl    Wii^U 
lYanken  7,236. 

332.  Konrad  Munzmeister,  Biirger  zu  Hall,  verkauft  die  5- 
10^1%  Pfund  und  1  Heller  Zins  von  den  Hdusern  vor  dem  Brothaus 
zu  Heilbronn,  die  an  Adam  Bernhart  verp/dndet  und  durch  seine 
Frau  Adelheid  die  Bernhartin  an  ihn  gekommen  sind^  wieder  an  die 
Stadt  Heilbronn  um  die  lOfache  Sutnme,  behdlt  sich  aber  entsprechende 
Entschddigung  vor,  wenn  der  Kauf brief  ausweise,  dass  die  Giilte  um  !()• 
einen  hoheren  Preis  verkauft  warden  sei.  —  Siegler  der  Ausstelier, 
Kunz  Peter  und  Vlrich  Schultheiss,  —  1382  (samstag  vor  sant 
Katherinen  tage)  Nov.  22. 

St.A.  Heilbronn  J,  Weinzehnten  u.  s.  w.     Or.,  Fg.y  das  1,  Siegel  abge- 
gangen,  das  2.  zerbrochen,  das  3.  am  Band  beschiidigt.    Aussen  aus  dem  15.  Jh.:  15 
Diss  sol  nit  wider  die  stat  sin. 


333.  Elsbeth  Schmerwerin,  BUrgerin  zu  Heilbronn,  verkauft 
an  Heydel  Kaufmdnnin,  BUrgerin  daselbst,  1  Pfund  Heller  Zins 
von  ihrem  Hav^  in  der  Grilninger  Gasse  zwiscJien  Hans  von  Pforz- 
heim und  Eberlin  Radspinner,  wovon  bereits  2  Pfund  fur  die  Bar-  20' 
fusser  und  die  Prdsenz  gehen,  um  13  Pfund.  —  Siegler  Hans  Alwig 
genannt  Kidnbrunn  und  Kunz  Liitpfrit,  Richter  zu  Heilbronn.  — 
1383  (Anthonien  tag)  Jan.  17, 

Heilbronn  Lade  25,43.     Or.,   Pg,,  am  ersten  Siegel  die  untere  Halfte 
abgebrochen,  25» 

334.  Diether  Rilde,  Edelknecht,  und  seine  Frau  Elisabeth 
verkaufen  an  die  Prdsenz  der  Pfarrkirche  zu  Heilbronn  ihren  Teil 
am  Weinzehnten  zu  Flein  um  100  Pfund  Heller  Heilbronner  W'dhrung; 
Elisabeth  weist  die  von  ihrem  ersten  Mann  vermachten  10  Schilling 
und  den  von  ihr  gestifteten  ^)  gleichen  Zins  auf  diesen  Teil  an,  um  30 
d^n  Jahrtag  filr  sich  und  ihre  Mdnner  begehen  zu  lassen,  und  uird 
dieses  Pfundes  ledig  gesprochen.  —  Siegler  Diether  und  filr  seine 
Frau.  die  kein  eigenes  Siegel  hat,  Kunz  Egerer,  ihrer  Schtcester  seligen 
Sohn.  —  1383  (sant  Marx  tag  des  heiligen   evangelisten)  Apr.  25. 

Heilbrofm  Lade  21,  6.     Or,,  Pg.  mit  Siegeln.  35- 

*)  Eine  Urkunde  darUher  isi  nicht  vorhanden. 


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1383  Mai  9.  145 

33S.  Die  Stadt  Heilbronn  stiftet  eine  ewige  Messe  am  Drei- 
faltiyke'iUaltar  im  Chor  in  der  St.  Nikola uskapelle  unit  Genehmigung 
des  Kirchheim  Arnold  Link,  hegabt  die  Pfriinde  mit  8^1%  Morgen 
Weingdrten  (am  Staufenberg  zwischen  der  Steige  und  dem  Weinberg 
5  des  SpitalSj  und  denen  der  Barfilsser  und  Heinz  Kriechs,  Erblehen 
Ulrich  NibelungSy  zu  Fteifi  am  Greifenberg  zwischen  denen  Gerhards 
von  Waiblingen  und  Hans  Beilsteins,  Erblehen  Heinz  Langes,  hinter 
dem  Nordberg  zwischen  den  Wegen  zwischen  Heinz  Gruppenbachs 
Weingarten  und  Kunz  Giinthers  Acker,    Erblehen  Hans  Krutheims, 

10  Je  gegeyi  Va  des  Ertrags,  am  Weckenberg  [=  Wettenberg]  zwischen 
denen  der  Deutschherrn,  des  Klosters  Billigheim  und  Heinz  Wegers, 
nicht  verliehen)  und  S  Morgen  Acker  im  Botel  zu  Sulm  zwischen 
Kunz  Gewins  und  Hans  Erlwins  Ackern,  an  Heinz  Schlappus  um 
^k  von   der  Tenne   als  Erblehen  gegeben,   zusammen   auf  mehr  als 

15  700  Pfimd  Heller  geschdtzt,  hat  mit  bischoflicher  Genehmigung  das 
Patronatsrecht  und  hat  im  Fall  der  Erledigung  dem  Bischof  einen 
Priester  oder  einen,  der  es  in  Jahresfrist  werden  kann,  zu  prdsen- 
tieren.  Der  Pfriindner  hat  dem  Hauptgottesdienst  an  Sonn-  und 
Festtagen,  den  gemeiniglich  schiddigen  [Offizien]  und  den  gewbhnlichen 

20  Prozessionen  anzuwohnen.  —  Siegler  Stadt  und  Kirchherr,  der  seine 
Einwilligung  erteilt  —  Geschehen  und  gegeben  1383  (piiDgstabend) 
Mai  9. 

Heilhy-onn,  Lade  26, 36,     Or.,  Pg.  mit  Siegdn. 

a)  Bischof  Gerhard  von  Wtlrzhurg  eirichtet  die  Pfrunde  als  beneficiuin 

25  simplex  Don  curatum  presbyterale  und  erteilt  das  Patronatsrecht  an  die  Stadt, 
die  innerhalh  eines  Monats  [nach  der  Erledigung]  einen  Pnester  oder  einen, 
der  es  in  Jahresfrist  werden  kann,  zu  prdsentieren  hat.  Der  Inhaher  hat 
Besidenz  zu  hdlten,  zur  gewohnlichen  Tageszeit,  quotiens  sibi  Dominus  inspira- 
verit,  zu  celeh'ieren,  an  Sonn-  und  Festtagen  und  Vigilien   den  Offizien  und 

30  den  Prozessionen  im  SuperpelUcium  anzuwohnen,  muss  dem  Pfarrer  schworen,. 
die  Oblaiionen  und  Messstipendien  (missarum  coinparationes  seu  animarunx 
reconmandationes)  ganz,  Geschenke  und  Vermdchtnisse  (leganda  et  donanda) 
halb  an  die  Pfarrei  ahzuliefern,  darf  keine  Sakramente  spenden,  ehe  der  Pfarrei 
genug  gethan,  keine  Geschenke  von  Sterhenden  annehmen  und  sich  nicht  in  Aus- 

35  Hbung  der  liechie  und  Einnahme  der  Einktlnfte  des  Pf aiders  mischen  ausser 
in  den  vom  Gesetz  vorgesehenen  Notf alien.  Dem  Pfriindner  toird  aufs  Gewissen 
gelegt,  den  Einkilnften  die  Immunitcit,  die  der  Bischof  hiemit  verleiht,  zu  wahren. 
(Folgt  die  AufzfiMung  der  Guttr  wie  ohen.)  Auf  Bitten  der  Stadt  verleiht 
der  Bischof  die  Pfrande  dem  Priester  Stepfian  Helinger  und  beauftragt  den 

40  Pfarrer  mit  der  Investitur.  —  1383  (teria  tercia  proxima  post  festum  sancti 
Petri  ad  vincula)  Aug.  4.  —  I]bd.  37.  ()r.,  Pg.,  Siegel  an  rotgrunen  Seiden- 
schniiren. 

WOrtt.  GeBchichtsquellen  "W.  10 


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146  1383  Okt.  24:  —  1384  Febr.  16. 

336.  Hans  SleZy  Biiryer  zu  Hall,  reversiert  sich  geyenuber  dem 
Grafen  Eberhard  von  Wirtemberg  iiber  die  Belehnung  init  ^U  des 
Zehnten  zu  Bockingen,  ^)  das  vorher  Albrecht  Harsch,  Burger  zu 
Wimpfm,  innegehabtj  und  hiddigt.  —  Schortidorf  1383  (samstag  vor 
Symons  et  Jude)  Okt  24.  5 

Sua.  Lehenleute  I,  Ehrenberg.  Or.,  Fg.,  das  SitgelfaM  ganz  abgegangen, 
nur  noch  das  Schildbild  sichtbar. 

a)  Hans  Slez  von  Hall  reversiert  sich  gegenilber  demselben  fiber  die  Be- 
lehnung tnit  V4  des  Wein-,  Kom-,  grossen  und  kleinen  Zehnten.  —  Stuttgart 
1392  (nientag  vor  frowentag  assumpcionis)  Aug.  12.  —  Siegd  oben  beschddigi.  10 

b)  WiUieim  Slez^  des  Hans  seligen  Sohn,  BUrger  zu  Hall  —  wie  vorhin. 
—  1412  (donerstages  vor  sant  Sixtes  tage)  Aug.  4.  —  Siegel  unversehrt. 

c)  Wilhelm  Slez  von  Hall  ebenso.  —  Stuttgart  1418  (mentag  nach  oster- 
tag)  Mdrz  28.  —  Siegel  unkenntlich. 

d)  Michel  Schletz  von  Hall  reversiert  sich  gegenilber  dem  Grafen  Ludwig  15 
von  WiHemberg  zugleich  far  dessen  Bruder,  Ulrich  iiber  die  Belehnung  mit 

V*  des  Zehnten:  ebenso  (in  einer  besondern  Urkunde)  Wilhelm  Sletz  [loohl 
Miehels  BruderJ.  —  1428  (frytag  vor  dem  palmtag)  Mdrz  26.  —  Die  Siegel 
unversehrt. 

e)  Hans  Schletz  von  Hall   ebenso.  —  Siegler  Hans  Zobel.  —  Stuttgart  20 
1428  (donrstag  nach  Margrethen  dag)  Juli  15.  —  Siegel  unversehrt,   —  Diese 
Urkunden  alle  Or.y  Fg.,  ebd. 

337.  Ulrich  von  Hohenlohe   hekenni,  den  Siddten  Bofenburg, 
Windsheim,  Dmkelsbilhl,  Hall,  Heilbronn,   Wiynpfen  und   Weinsberg 
15  000  Gulden  rheinisch,  vom  weissen  Sonntag^)  an  in   10  Jahren  2a 
zu  zahlen  und  auf  Martini  mit  12  ^/o  ztt  verzinsen,  zu  schulden.  — 
1384  (^(feria  tertia  ante  Petri  ad  kathedram)  Febr.  16.  *) 

Beg.:   Beiclistagsakten   1,430  Anm.  1.  —  Die  Verpfdndung  der  Stadt 
CraUsheim  und  der  Burg  Werdeck  an  Hall,  Heilbronn,  Wimpfen  und  Weinsberg 
1387  (an  Heilbronn,  Hall,  Weinsberg,  Eoienburg  und  Windsheim  1384  ?)  Wibel  30 
4, 9(J,  steht  wohl  nicht  damit  im  Zusammenhang,  da  Ulrich  und  Friedrich  von 
Hohenlohe  die  Aussteller  sind. 

338.  Konrad  von  Seckendorff  genannt  Aberdar,  Landrichter 
zu  Nilrnberg,  entscheidet  in  der  Klage  Wilhehns  von  Bebenburg  be- 
treffend  die  Gilter  Engelhards  von  Hirschhorn   mit  den  zugehorigen  35 
Pfandschaften,  darunter  die  an  Hof  und  Zehnten  zu  Heilbronn,  dass 


*)  Altbochingen.  —  *)  Invocavit  Febr.  28.  —  ')  Nach  einer  ebd.  erwdhn- 
ten  Aufzeichnung  haben  ihm  fiir  seinen  Eintriit  in  den  schwabischen  Bund 
geliehen:  Hally  Heilbronn,  Wimpfen,  Weitisberg  9000  Gulden,  die  andem  6000. 


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1384  April  1  —  1384  JuU  22.  147 

er  sie  abtreten  konne,  wein  er  wolle,  und  Wilhelm  ubergiebt  sie  dem 
Burggrafen  Friedrich  [  V.]  von  Nurnberg.  —  1384  (freytag  vor  dem 
palmtag)  Apr,  1. 

Gedr. ;  Monum.  ZoUer,  5, 136  n.  134.    Reg.  Boica  10, 130,  —   Wilhelm 

5  von  Bebehburg  hatte  1380  Dez.  6  seine  Guter,  darunter  also  auch  die  g&nannte 

Pfandschaft,  an  den  Burggrafen  verkauft,    Ebd,  5,  78  n,  72,    Beg,  Boica  10, 64. 

339.  Priorin  und  Konvent  des  Klosiers  hanffen  einer-,  Hans 
Alwig  genannt  K^llabrunnen,  Burger  zu  Heilbronn,  und  seine  Frau 
Adelheid  andererseUs  vergleichen  sich  uber  70  Gulden,   die  Alwigs 

10  Schwdher  Meister  Heinrich  selig  von  Ohringen,  ein  Arzt,  gestiftet 
und  das  Kloster  an  Wiesen  zu  hauffen  (am  Segraben,  am  Bach,  an 
der  Selach)  angelegt  hat.  Die  Schiedsrichter  Hans  Kriech,  Vogt  zu 
Lauffen,  Hans  Bemhart,  Hans  Nyperg  d,  a.  und  Hans  Eyerer, 
Bilrger  zu  Heilbronn,  erUdren  alle  alien  Briefe  Uber  diesen  Streit 

lo  fur  ungilltig;  Alwig  soil  auf  die  70  Gulden  verzichten,  das  Kloster 
soil  far  Meister  Heinrich  den  Jahrtag  mit  Seelmesse  und  Vigilie  be- 
gehen,  bei  Versdumnis  des  Jahrtags  oder  wenn  die  GefSlle  von  den 
Wiesen  an  diesem  Tag  nicht  den  Klosterfrauen  zum  Tisch  gegeben 
werden,  die    Wiesen  dem  Spital  zu  Heilbronn  verfallen.   —   Siegler 

20  die  Parteien  und  die  Schiedsrichter  (Adelheid  siegelt  nicht).  —  1384 
(nehsten  fritag  nach  des  heiligen  crutz  tag  invencionis)  Mai  6. 

Sua,  Kloster  Lauffen  2,  Or.,  Pg.  mit  7  Siegeln.  Das  erste  zerhrochen, 
das  sechsie  auf  die  Ruckseite  des  Wachses  aufgedrilckt, 

340»  Konig  Wenzel  belehnt  auf  miindlich   vorgebrachte  Bitfe 
25  seinen  Getreuen  Hans  von  Bockingen  mit  dem  durch  Wickmar  Lem- 
lins  Tod  erledigten  Lad-  und  Eichamt  zu  Heilbronn,   —  Heidslberg 
1384  (Marien  Magdalenen  tage)  Juli  22. 

St  A,  Neuwurttemhergische  Lehen  2,     Or,,  Pg.  mit  Majestatssiegel  mit 

Sekret    (Rucksiegel),     Auf   dem  Bug:    Per    dominum    dueem    Teschinensem 

30  Conradus  episcopus  Lubicensis.  Aussen:  R.  Wenceslaus  de  Jenykow.  — 
Vgl,  n,  347. 

341.  Graf  Eberhard  von    Wirtemberg  und  sein  Sohn   Ulrich 

verpfd?iden  fur  die   von   Heinrich    Hdntschuher^^   und  seiner  Frau 

Grete,  Bilrgern  zu  Gmilndy  entlehnten  3000  ungarische  und  bohmische 

35  Gulden    ein   Drittel   vom    Weinzehnten    zu    Heilbronn,    den    sie   von 


a)  Senckenberp:  Zemaschurchen  I 


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148  13B4  Dez.  6  —  1885  Mai  25. 

den  Herzogen  Stejfhan,  Friedrich  und  Hans  von  Bayern  pfandwei^ 
innehaben,  mit  den  gleichen  Rechten,  wie  sie  ihn  hatten,  besonders 
der  ZoUfreiheit  diirch  Wirtenberg,  behalten  sich  das  Becht  der  Wieder- 
losung  nach  8  Jahren  vor  und  stellen  als  Burgen  Konrad  von  Rech- 
berg  von  Wdschenburg,  Georg  von  Wollwarth,  Bernold  Schenk  von  & 
W inter stetteny  Fritz  Sturmfeder,  Heinrich  Truchsess  von  Hefingen, 
Ilofmeister,  Erpf  Truchsess  von  Hefingen,  Wilhehn  von  Rechberg 
von  Faurndau,  Hans  von  Rechberg  von  Reckberghausen,  Ulrich  von 
Schdchifigen,  Albrecht  von  Renhardstceiler,  Eberhard  von  Urbach,  Fritz 
von  Schlath,  Kunz  von  Stetten,  Renhart  von  Hokenscheid,  Hans  von  10* 
GiUUingen  von  Ditzingen  und  Hermann  von  Sachsenheim,  ihre  Schult- 
heissen  und  je  12  geschworne  Richter  in  ihren  Stddten  Marbach, 
Schorndorf  und  Goppingen,  —  Siegler  die  Aussteller  und  die  Burgen^ 
die  letztgenannten  mit  den  Siegeln  ihrer  Stddte.  —  1384  (sant  Ni- 
claus  tag)  Dez.  6.  15- 

St.A,  Heilbronn  11,  Pfleghof,  Or,,  Pg,  mit  21  Siegeln,  die  dei-  Stddie 
in  umg^kehrter  Rtihenfolge;  das  13.  (Eherhards  von  Urbach)  oben  beschddigt 
—  Beg. :  Senckenberg,  Selecta  jur.  et  hist,  2, 256. 

342.  Fritz  und  Burkard  Stnrmfeder  und  des  letzteren  Sohne 
Hans  und  Fritz  verkaufen  Vogtei,  Gericht  und  die  20  Pfund  Heller,  20» 
die  sie    in  Dorf  und  Mark  Flein    vom  Reich  zu  Lehen  haben,  an 
Heilbronn   um  350  Gulden,   woriiber  sie  quittieren,    und  geben   das 
Lehen  dem  Konig  auf,  —  1385  (sant  Urbans  tag)  Mai  25, 

SUA,  Heilbronn  I,  Flein,  Or.,  Pg,^  das  erste  Siegel  abgegangen.  Beg,: 
Wilt,  Franken  7,237.  25^ 

a)  Konig  Wenzel  thut  kund,  dass  Burkard  Sturmfeder  ihn  schriftlich 
von  dem  Va-kaaf  betiachrichtigt  und  gebeten  habe,  die  Siadt  zu  belehnen,  und 
bestelU  deti  Burger  Hans  Eyrer^  der  vor  ihm  erscheint  und  huldigt,  als  Lehen- 
irdger  fUr  die  Stadt.  —  Wurzburg  1387  (siinabend  vor  oculi)  Mdrz  9. 

St.A.  Neuwilrttenibergische  Lehen  1,    Or,,  Pg,  mit  Majestdts-  und  Ruck-  30 
siegel  (Sekret),    Auf  dem  Bug:  Ad  mandatuiu   domini  re^^is  Joannes  Cami- 
nensis  clericus  cancellarius.     Aussen:  U.  Bartholomeus  de  Nova  Civitatc. 

343.  Gerhart   von   Strubenhart,   Edelknecht,    und  seine  Fran 
Anna  von  Bach  und  Sirube  ihr  Sohn  verkaufen  6  Malter  Heilbrotmer 
MatiH  Frucht  Giilte  von  Giltern  zu  Neckargartach,  an  denen  Konrad.  35- 
Fuuer  und  seine  Frau  Brethild  friiher  Antheil  hatten, ')  xind  1  Malter 


»)  der  geteilit  etwan  hat;  ^eteilit  kann  ..Teilgenossenschaft,'*  aber  auch 
ein  hestimmies  abgeteiltes  Stuck  bedeuitn. 


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1386  Juni  13  —  1387  MHrz  20.  149 

Wimp/ener  Mass  Roggeyi  in  Geld  von  der  obern  Miihle,  die  Kunz 
dem  Midler  gehort  und  Heinz  Sneller  bautj  an  Hans  Smalzhart, 
Burger  zu  Heilbronn  um  HO  Gulden,  —  1386  (an  der  nechsten  mitt- 
woch  vor  sant  Vits  tag)  Juni  13. 

5  Heilbronn  Lade  21, 14,     Or,,  Pg.  mii  3  Siegeln. 

34:4.  Hans  Erlewin  und  seine  Frau  Katharina,  Biirger  zu 
Heilbronn,  lerkaufen  an  die  Pfarrkirche  daselbst  1  Matter  Roggen 
und  je  12  Simri  Dinkel  und  Haber  Zins  von  Giitern  zu  Franketi- 
bach  (Fliir  gegen   da^  Holz:   am  Latter   und  am  Liister;  Flur   im 

10  Michelthal:  neben  denen  von  Gemmingen;  dritte  Flur:  bei  der  Miihle, 
beim  Kreuz,  neben  der  Kochin,  auf  dem  Hiltberg,  am  Ristenbach, 
zwischen  der  Bnrg  und  der  Miihle)  um  75  F/und  Heller  Heilbronrier 
Wdhrung  und  stellen  als  BUrgen  Itel  Bernhart,  Bernharf^  seligen 
Sohn,   und  Diether   Gewin^    Biirger   zu   Heilbronn.    —   Siegler   die 

15  Aussteller  und  die  Biirgen,  —  1380  (sant  Thomas  abent  des  zwelf- 
boten)  Dez.  20, 

Heilbronn  Lade  21^8.     Or,^  Pg.,  das  dritte  Siegel  abgegangen. 

345.  Jungfrau  Adelheid  Fuwerin,  Biirgerin  zu  Heilbronn, 
verkauft  an  die  Jungfrau  Guie  Aiypenthekerin,  Biirgerin  zu  Heilbronn, 

20  2  Pfund  Heller  Zins  von  ihrem  Haus  und  Baumgarten  zwischen 
Konrad  Genius  tind  der  von  Urbach  Hofraite  um  30  Pfund  Heller 
mii  RUckkaufsrecht.  —  Siegler  Albreckt  Rottgalle  und  Hans  Alwig 
genannt  Kulnbrunn,  Richter  zu  Heilbronn.  —  1387  (unser  frowen 
abent  kertzwihe)  Fehr.  1. 

"25  Heilbronn  Sttftungspflegregistratur  Fasz.  126, 24.    Or.^  Pg.,  beide  Siegel 

abgerissen. 

346.  Konig  Wenzel  bestdtigt  39  Stddten,  darunter  Heilbronn, 
ihre  Privilegien^  verspricht,  sie  beim  Reich  zu  behalten  und  gegen 
Angriffe  zu  schiltzen.  —  Niirnberg  1387  Mdrz  20, 

30  Sua.  Heilbronn  I,  Pnvilegien.    Or.-  Vidimus  des  Hofrichters  Rudolf  von 

SuIb  zu  Roitweil  fur  Heilbronn  von  139()  (zinstag  nach  fronlichams  tag)  Mai  30. 

—  Druck :    Reichstagsakten   1,  547.    Daselbst  die   Lrkunden  und  Drue  he  und 
Regesten.     Seifdetn  Reg.  in  U.B.  RotUreil  1,^11  n.  536. 

a)  Die  39  Stddie  versprechen  dem  Konig,   ihm  gegen  Angriffe  auf  sein 
35  Konigtum  in  Deutschland  zu  helfen.  ~  [Xiirnberg]  13ti7  MHrz  21.  —  Ebd.  1,  54b. 

—  Nach  1,546  tear    Vertreter  Heilbronns  Hans  Ayrer. 


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150  1387  Aug.  16  —  1388  Aug.  4. 

347.  Herzog  Friednch  von  Teck  entscheidet  als  SteUvertreter 
Konig  Wenzels  zii  Niifnberg  wegen  des  Lad-  und  Eichamts  zu  HeU- 
bronn  zwischen  Kunz  Fetcer,  Burger  zu  Heilbronn,  Vertreter  Ursulas, 
der  Witwe  Weikmar  LemlinSj  deren  Lehenstrdger  Herbot  Hilbsch  es 
gegenwdrtig  inne  hat,  und  Hans  Sneyder  von  Bockirtgen,  die  beide  & 
als  von  Konig  Wenzel  belehnt  darauf  Anspruch  machen,  ^)  Das 
letzte  Uofgericht  hatte  die  Sache  auf  Zeugenbeweis  vertagt  und  Fewer 
Idsst  seinen  von  1387  (sand  Syetes*)  tag)  Apr.  27  datierten  Kund- 
schaftsbrief  verlesen,  worin  die  Stadt  Heilbronn  dem  Pi^imissel,  Herzog 
zu  Teschen  und  Herrn  zu  Glogau,  Hofrichter,  mitteilt,  das  Lad-  10 
und  Eichamt,  das  halb  dem  Weikmar  gehort  habe,  sei  ein  Zinslehen, 
gUlte  jdhrlich  eine  Mark  Silber  oder  3  Pfund  Heller  an  das  Schult- 
heissenamt  und  sei  kein  Mannlehen;  worauf  das  Ami  Ursula  zuge- 
sprocfien  wird,  —  1387  (freytag  nach  unser  frawen  tag  assumpcionis) 
Aug.  16.  15 

Heilbronn  Lade  29.     Or.,  Pg.  tnit  HofgerichUsiegeL    Auf  dem  Bug  von 
derselben  Hand:  Seyfridus  Stcinheymer. 


348*  Biirgermeister  und  Bat  von  Heilbronn  teilen  ihren  Eid- 
genossen  mitj  dass  das  Volk  Herzog  Bup-echts  des  dlteren  und  des 
jungen  Markgrafen  [Budolf  VIL]  von  Baden  am  montag  nach  ad  20 
vincula  Petri  [Aug.  3]  vor  uns  geherrschet ')  und  uns  gebrennet 
hat,  und  bitten  sie,  zusainmen  mit  den  Eidgenossen  jenseits  des  Bheins 
die  Feinde  zu  schddigen.  —  [1388]  (dinstage  vor  Sixti)  Aug.  4. 

Beg.:  Fester,  Markgrafen  von  Baden,   151   n.  1455  nach  gleichzeitiger 
Kopie  in  Frankfurt.  25* 

a)  Johann  von  Widdel  berichtct  an  Frankfurt  und  andere  Stddte,  dass 
dem  Vernehmen  nach  Bfalzgraf  Buprecht  der  alt  ere  und  der  junge  Markgraf 
morgeti  mit  grossem  Volk  iiber  die  vofi  Heilbronn,  Wimpfen  und  Weinsberg 
Ziehen  und  ihre  Weingarten  verwUsten  tvollen.  —  Speyer  [136SJ  dominica  ante 
Laurentii)  Aug.  9,  *)  —  Meg.  ebd,  152  n.  1457  nach  gleichzeitiger  Kopie  in  30 
Frankfurt. 


*)  Vgl.  n.  340,  ')  Sita,  geiviihnlich  Zitta,  Acta  Sanctorum  April  3,  497  ff. 
Der  Umstand,  dass  nach  diesei'  Heiligen  in  Deutschland,  wie  es  scheint,  nicht 
datiert  wird  fltei  Groiefend  II  2, 186  kein  Beispiel),  die  Genetivfornu,  das  Zu- 
sammenireffen  mit  dem  Datum  des  Urteils  lasscn  Sixtes  tap,  August  6,  als 
annehmbarer  erscheinen.  —  ■)  hersen  =  hergen,  lieren  verheeren.  —  *)  Ich 
mochie  eher  Aug.  2  vermuteti;  dann  wilrde  das  Datum  mit  der  Vtrheeriuuj  am 
3.  August  zusammenstimmen.  Da  Laurentii  am  10.  Aug.  ist,  ist  die  Datierung> 
^Sonnt^g  vor  Laurentii'^  am  2.  wohl  moglich. 


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1389  Jan.  20  —  1389  Mai  5.  151 

b)  Gemeine  Stadte  des  Bundes  zu  Sehwahen  utUer  dem  Siegel  von  Ulm 
an  die  rheinischen :  nachdewy  wie  aie  bereits  geschi'ieben,  Pfalzgraf  Buprecht 
dtr  dlterty  Markgraf  Rudolf,  Graf  Wolf  von  Eberstein  und  andere  Hermy 
Bitter  und  Knechte  ihnen  Fehde  angekundigt  und  Heilbronny  Wimpfen  und 
5  Weinsberg  mil  Brand  und  andern  Sachen  angegriffen  ?Mben,  habe  ihnen  jetzt 
auch  Buprecht  der  junge  tcidersagt  und  mit  ihm  vide  andere  Bitter  und  Knechte 
( Verzeichnis  beiliegendj,  mahnen  um  HiJfe,  —  Ulm  [1388]  (sonnentag  vor  sant 
Lanrencien  tag)  Aug,  9. 

Beg.  nach  gleichzeitiger  Kopie  in  Strasaburg:  Koch-WiUey  Pfalegrafen 

10  395  n.  6726;  Fester  152  «.  1458:  (Fritz)  Straasburger  U.B.  6,236,  —  Ebenso 

an  Frankfurt,    Eod,  d.  —  Fester  I,  c.  nach  gleichzeitiger  Kopie  in  Frankfurt, 

349.  Hans  Wiglin,  Bfmjer  zu  Heilbronn,  reversiert  sich  fiir  sich, 
seine  Fran  Amia  und  sein  Kind  Elselin  gegenuber  dem  Kloster  Billiy- 
heim  und  Bruder  Konrad,  dem  Pfieger  des  Klosterhofs  zu  Heilbronn, 

15  ilber  den  Enqjfayig  von  ungefdhr  ^m  Morgen  Weingdrten  in  der  Atzmans- 
klinge  neben  Konz  Liitfrit  und  einen  halben  Morgen  am  Lintberg 
zuischen  Hans  Kercher  und  Hans  Merze,  als  lebensldngliches  Leib- 
gediny,  so  lange  eines  von  ihnen  am  Leben  ist;  alle  drei  versprechen, 
alle  Jahre  10  Karren  Mist  fiir  den  Morgen  und  Pfdkle  genug  hinaus- 

20  zuthun,  die  ihnen  das  Kloster  hinaus-,  ebenso  tcie  den  Wein  herein- 
fiihren  ktssen  soil,  und  von  jedem  Fuder  einen  Eimer  Kelterwein  zu 
geben,  Wenn  sie  den  Weinberg  nicht  in  rechtem  Bau  halten,  diirfen 
sie  unter  der  Keller  nach  unbuwes  gewonheit  gepfdndet  werden.  — 
Siegler  Diether  Gewin   und  Peter  Dietz,  Richter  zu   Heilbronn,    — 

25  1889  (sant  Agnesen  abend)  Jan.  20. 

Heilbronn  Lade  53,     Billigheim  3.     Or.,  Pg,  mit  Siegeln. 

350.  Der  Rat  von  Wi7npfen  an  die  von  Weissenburg:  teilt 
mit,  dass  der  Herzog  [Ruprecht  d.  a.  von  der  Pfalz],  der  Bischof 
von    Wilrzburg  und  [Eberhard]  von    Wiriemberg  mit  starker  Macht 

30  sich  vor  Wimpfen  und  ihre  Freunde,  die  von  Heilbronn,  geschlagen 
haben  und  letzteren  die  Weingdrten  beschddigeu,  die  Frucht  auf  den 
Ackern  abmdhen  und  (jrossen  Schaden  thun,  wie  sie  vor  Wimpfen 
am  Donnerstag  vor  Walpurgis  [Apr,  29]  auch  gethan,  ferner  dass 
der  Feind  starker  als  je  vor  Heilbronn  sei.    Die  vo?i  Heilbronn  haben 

35  an  Wimpfen  geschrieben  mit  der  Bitte,  es  den  rheinischen  Stadte n 
zu  verkiinden;  sie  mogen  sich  darnach  zu  richten  icissen.  —  (feria 
quaita  post  inventionem  sancte  cnicis)  [1889]  Mai  5. 

Gedr.:  f Fritz)  Sirasshurgt^r  U.B.  6,279  nach  der  Abschn'ft,  die  Hagenau 
an  Sirasshurg  schickte. 


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152  1389  Okt  20. 

331.  Kunz  Steinbrecher  und  seine  F)'au  Anna  Nyperginy  Burger 
ZH  HeUbromiy  verhaufen  an  ihren  Mitburger  Hans  Klecker  7^h  Matter 
Roggen  Gillte  von  der  Miihle  auf  dem  Grien,  l^h  Morgen  Acker  in 
der  Au,  ^/i  Morgen  Weingdrten  im  SelbetertH,  Va  am  Pholn,  ^U  im 
Rapotenthal,  Vs,  den  der  Swencker  baut,  Va  Eimer  Wein  Giilte  von  5 
einem  Weingarten  am  Stein werd  von  Ulrich  Schtdtheiss  von  HaU, 
1  Pfund  5  Schilling  und  ^U  Gdnse  Giilte  vom  Spitalhof,  15  Heller 
vom  Hans  der  Hunderin,  alles  den  Herrn  von  Lorch  mit  2^l2  Pfund 
zinsbar,  urn  140  Pfund  Heller  Heilbronner  Wdhrungy  worilber  sie 
quittieren,  und  stellen  als  Bilrgen  Heinnch  Fiiuer  und  Hans  Nyperg^  10 
Bilrger  zu  Heilbronn,  ffir  deren  etwaigen  Schaden  sie  ihr  Gut  zu 
Gartach,  1  Morgen  Weingarten  am  kleinen  Stiftberg  (Stiff-)  und  je 
Pit  Morgen  Acker  in  der  Au  und  am  Silchenbach  neben  Giitern 
Reinbot  Wihnars,  Kunz  Mutters  und  Hans  Seilers  veipfdnden.  — 
Siegler  der  Ausstellery  die  BiirgeUy  Volmar  Lemlin  und  Gewin  Gem"  15 
minger,  Richter  zu  Heilbronn.  —  13S9  (nechsten  mitwochen  nach 
sant  Gallen  tag)  Okt,  20. 

Heilhronn   Lade  26.      Or,,   Pg.,    das   2.,   3.    und   4,  Sie  gel  ohen  ettreis 
heschddigt. 

a)  Dieselhen  erhaUen  von  Hans  Klecker  und  seiner  Frau  Katharina  20 
die  Erlaubnis,  die  genannten  Zinse  und  Giiier  bis  Georgii  von  alien  Pfand' 
schaften  ledig  zu  viachen^  was  nach  dem  Kaufbrief  bereits  hdtie  gsschehen 
sollen,  stelhn  als  Biirgen  Heinnch  IPiiwer^  Hans  Nyperge  und  Ihinrich  Stein^ 
brecher,  Burger  zu  Heilhronn  mit  der  Verpflichtung  zum  EirUager  in  Heilhronn, 
geben  Klecker  das  Recht,  einen  Monat  nach  dsr  Mahnung  (zum  Einlager)  sie  25 
und  die  Bilrgen  zu  p/dnden,  his  die  Zinse  und  Giiier  frei  seien,  und  vers})rechen, 
diese  Jahr  und  Tag  zu  fertigen.  —  Siegler  der  Anssidltr  und  die  htiden  erst- 
genannten  BUrgm.  —  139J2  (dornstag  nach  sant  Walpurg  tag)  Mai  2.  —  Ehd. 
Unteres  Geurolhe  Lade  29,     Or.,  Pg.y  das  dritie  Siegtl  ohm  hcschadigt. 

Sola.  Brucler  Seifrid  von  Venninr/en,  l)eut>fchordeHi>meisier,  BO 
tritt  den  Kirchensatz  und  Zehnten  und  alle  andern  Zinse  und  Giilten, 
die  das  Deutsche  Haus  zu  Heilhronn  bisher  zu  Kilrnhach  gehabt  hat 
oder  von  Rechtn  wegen  haben  sollte^  an  das  Deutsche  Haus  zu  Horn- 
eck  ab  und  zahlt  dem  Haus  zu  Heilbronn  dafiir  1000  Frankfurter 
Gulden,  die  von  diesem  zu  einem  Giiterkauf  in  Horkheim  rerwendet  35 
werden,  mit  Eat  und  Wissen  Fried richs  von  Egloff stein,  Landkomturs 
in  Franken,  Ludwigs  von  Wertheim,  Komturs  zu  Niirnberg,  und 
Dietrichs  von  Venningen,  Komturs  zu  Mergentheim.  Konrad  von 
Breitenbach,  Komtur  zu  Heilbronn,  and  die  Brilder  daselbst,  er- 
kennen  den  Kan/  an.  —  Siegler  alle  die  genannten  Herrn.  —  Horn-  40 


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1389  Okt.  23  —  1892  April  80.  153 

eck  1389  (nechsten  sambstags   nach  der  hailigen   eilftansent  meide 
tag)  Okt.  23. 

Sua.  DeutschtMtster  7,    Abachrift  aus  dem  16.  Jh. 

352.  Anna  von  Stetten,  Abtissin,  und  Konvent  des  St.  Klara- 
5  klosters  in  Heilbronn  verkaufen  ihren  Teil  am  Korn-  und  Weinzehnten 

zu  Weinsberg  niit  allem  Zubehor  am  Steinwerd  oder  HUnerberg  und 
anderstvo,  uie  er  ihnen  und  Albrecht  Burker  bisher  gereicht  tvurde, 
an  Kunz  Scherer  von  Weinsberg  um  70  Pfund.  Heller  Heilbronner 
Wdhrung  zu  lebensldnglicher  Nutzung.  —  1390  (an  den  ascherigen 
10  niitwechen)  Febr.  16. 

St. A.  Heilbi'onn  /K,   KlaraklosUr.     Or.,  Pg.  mxi   zersprungenem  Kon- 
veniasiegtl. 

353.  Erzbischof  Konrad  von  Mainz  und  PfalzgrafRup^'echt  [IL] 
nehmen  die  Stddte  Heilironn  und   Wimp/en  uegen  des  herrschenden 

15  Unfriedens  auf  Anrufen  in  ihren  Schutz;  Heilbronn  hat  auf  Mah- 
nung  5,  Wimp/en  2  Gleven  zu  stellen,  nur  nicht  nach  Hessen  und 
Bayern;  ausgenommen  sind  Konig,  Reich  und  der  Landfriede.  — 
1392  (mitvvoch  vor  sant  Georgen  tag)  April  17. 

Reg.:    Oberrhein  23,468:  Koch-Wille  1,328  n.  5417 ;  (ausfUhrlicher :) 
20  Th.  Lindner,  Wenzel  2, 122  nach  dem  Maimer  Register  in  WUrzburg  (Ingrossan 
turbtAch  12  Bl.  153 f.) :  Scriba,  heas.  Regeaten  1, 121 ;  Joannis,  Rev.  Mogunt. 
vol  1,706. 

354.  Peter    Wigmar,   genannt   Riech,    und  seine  Frau   Anna 
Greckifi  vermachen  von  ihren  2^/2  Pf und  Heller  vom  Holz  zu  Griqypen- 

"25  bachf  das  zu  der  gesungenen  Friihmesse  an  dem  Marienaltar  in  der 
Pfarrkirche  zu  Heilbronn  gehort,  zu  ihrem,  ihrer  Vor/ahren  und 
Nachkommen  Seelenheil  ein  Pfund  an  die  genannte  Messe,  so  dass 
sie  nur  noch  30  Schilling  bekommen.  —  Siegler  der  Aussteller,  Hans 
Eijgerer  und  Itel  Gewin,  der  Schtvager  des  Ausstellers.  —  1392  (sant 

■30  Walpurg  abend)  April  30. 

Heilbronn  Lade  25,42.     Or.,  Pg.,  beim  ersten  Siegel  der  Schild  mit  dem 
Siegelstreifen  htrausgerissen. 

355.  Die  Herzoge  Stephan,  Friedrich  und  Johann  teilen  Bayern 
nnter  sich,   Stej)han   und  Johann    bekommen  Oberbayern   und  damit 

35  den  dazu  gehorigen  Zehnten   zu   Ifeilbronn,   der   versetzt  ist.     Jeder 


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154  1392  Nov.  19  —  1394  Miirz  20. 

der  beiden  kann  ihn  losen,  wenn  er  tvill,  soil  aber  dann  dem  andern 
die  halbe  Losung  um  die  entsprechende  Summe  gestatten,  —  MUnchen 
1392  Nov.  19, 

Gedr. ;  Quellen  und  Erort.  zur  hayr.  und  deutschen  Gesch.  6,  551. 


3S6»  Elsbeth  von  Gemmingen,  Abtissift,  und  Konvent  des  Klosters  b- 
BiUigheim  verkat^fen  an  Heinrich  Bgsenbiich,  ihren  Hofrneister,  und 
seine  Tochter  Engelin,  ihre  MitschwesteVj  drei  Weingdrten:  einen  zu 
Heilbronn  am  Steinweg  um  80  Pfund  Heller  Alsbacher  Wdhrung, 
einen  zu  Buck,  der  der  von  Heilbronn  selig  war,  um  25y  und  einen 
zu  Neckarelz  (Elnz),  Kammerforst  genannt,  nm  20  Pfund  Heller,  la 
Nach  beider  Tod  fallen  sie  an  das  Kloster  zuriick,  bis  dahin  ver- 
pflichtet  sich  das  Kloster  zu  den  iiblichen  Leistungen  (vgl.  z.  B. 
n.  349.)  —  1393  (sant  Michels  tag  des  heylgen  ertzengels)  Sq)L  29. 

Heilbronn  Lade  oc/,  BiUigheim  1.  Or.,  Pg.,  beide  Siegd  am  rechten 
Band  heschadigt.  15" 

3S7.  Kunz  von  Helmstatt,  Edelknecht^  und  seine  Frau  Felici- 
tas  von  Thalheim  verkaufen  mit  Einivilligung  Gerhards  von  Thai- 
heim  ihre  34  Morgen  Wald  zu  Bdllingen  zwischen  dem  Holz  Hans 
Eygers  an  diesen  um  119  Pfund,  geben  ihn  an  des  Reichs  Sfrasse 
auf  und  versprechen,  den  Kauf  Jahr  und  Tag  zu  wehreu.  Biirgen:  20 
Kunz  und  Gerhard  mil  der  Verpfiichtung  zum  Einlager  in  Heil- 
bronn. —  Siegler  Kunz,  Gerhard,  Berthold  von  Massenbach  und 
Kunz  Zopf  —  1394  (nechsten  fritag  vor  der  phaflfen  vasnaht) 
Febr.  27. 

Heilbronn,    StiftungspfleyregistraUir    Fasz.    127, 10.      Dr.,  Pg.,    erhalten  25 
das  zweiie  und  vierte  Siegel;  letzteres  am  Rand  heschadigt. 

35H.  Peter  Fuer,  Burger  zu  Hall,  verkauft  an  seinen  Mil- 
bilrger  Heinrich  Eberhart  2  Fuder  vom  Heilhronner  WeinzehnteH^ 
Lehen  der  Herrschaft  Lowenstein,  die  er  von  seinem  Schwdher  Hans 
MangoU  zu  Lehen  hat,  um  169  Gulden  rheinisch.  —  Siegler  der  30 
Aussteller  und  sein  Schivager  Kunz  MangoU.  -  1394  (fritage  vor 
unser  frauwen  tag  in  der  vasten)  Mdrz  20. 

Heilbronn  I,  Weinzehnttn.  Dieses  und  die  folgendm  Stiiche  in  Abschriftcn 
und  Regesien  aus  neutsier  Zeit  nach  den  Or.  in  Dai-mstadt  und  dein  Birch- 
homer  Copb.  35 

a)  Einmllignng  des  Kunz  MangoU.  —  1394  (samstag  vor  . .  .)  Mdrz  2U 


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1394  Marz  31  —  1894  April  6.  155' 

b)  Einwilligung  des  Lehenshei'rn  Crraf0n  Heinrich  van  Lotoenstein.  — 
Siegler  der  AussteUeVy  Kraft  von  Eschenau  und  Hans  von  Bockingen,  —  1398 
(nesten  dinstag  nach  sant  Katherin  tag)  Nov.  26.  —  Graf  Heinrich  verkauft 
1399  Mdrz  27  weiiere  6  Fader  vom  Wtinzehnten  an  den  genannten  Eherhart. 
5  c)  Heinrich  Eherhart  verkauft   die  2  Fuder  Wein  Gi'ilte  vom  grossen 

Weinzehnten  zu  HeUbronn  an  Bitter  Johann  von  Hirschhom  und  seine  Fraw 
yiande,  Wildgrdfin  von  Dhaun.  —  1402  (dinstag  nach  unser  lieben  frauwen 
tag  lichtmesse  genant  zu  latin  purificacio  Marie)  Fdyr.  7. 

d)  Diese  schenken  sie  detn  Kloster  Hirschhom,  —  1409  (unser  lieben 
10  frauwen  tag  den  man  nennet  zu  latin  annunciacio)  Marz  26, 

359.  Bernger  von  Bietighelm  begiebt  sich  zu  gunsten  des  St,  Klara- 
klosters  zu  HeUbronn  seiner  Ansprtiche  atif  ein  Pfund  Heller  Zin-s 
von  einer  Wiese  zu  Nordheim  oben  im  Katzenthal,  die  jetzt  der  Schoj)- 
rekt  hat,  woriiber  er  einen  etwas  dlteren  Brief  hat,  und  verzichtet 
15  zugleich  fur  Pfoff  Johann  von  KUngenberg.  ^)  —  Siegler  der  Aus- 
steller  und  die  Heilbronner  Richter  Heinz  von  Hansen  und  Konrad 
Metfelbach,  —  1394  (nechsten  dinstag  nach   mitterfasten^  Marz  31. 

St.A.  HeUbronn  IV,  Klarakloster.     Or,,  Pg.,  die  Siegel  am  obtrn  Band, 

durch  die  Siegelstreifen  beschddigt.    Aussen  urn  160():  Northeim.    Hans  Knapp 

20  sint  die  2V«  schiling  der  frumess  verweschelt  und  ist  der  brief  fur  ansprach 

gut.  —  Beg,:   Klunzinger,  Zabergdu  2,147  unrichtig  „zu  gunsten  dlterer  An- 

sprUcJie  des  Klosters"^. 

360*  Konrad  Winsheimer,  Pfarrer  zu  [Xeckar-JSulm,  ver- 
kauft umb  gut  priesterlich  fruntschaft   an  die  Pfarrkirche   zu  Heil- 

25  bronn  den  halben  Fronhof  zu  Kirchheim  (Neckarkirchen)  urn  115 
Gulden  und  giebt  seinen  Kaufbrief^)  heraus.  Die  Pfarrkirche  iiber- 
nimmt  die  Verpjlichtung  zu  einem  Jahrtag  mit  langer  Vigilie  und 
gesungener  Seelniesse  fiir  den  Verkdufer  und  seine  Vorfahren  am 
Freitag  cor  oder  nach  Michaelis.    Bei  Versdumnis  rerfdllt  das  Pfund 

30  Heller,  das  an  die  Prdsenzherren  verteilt  wilrde,  an  das  Spital.  — 
Siegler  Hans  Bernhart  und  Hans  Liitpfrid,  Richter  zu  HeUbronn,  — 
1304  (mondtag  nach  sant  Ambrosien  tag)  Apr,  (J. 

HeUbronn  Lade  21, 19.  Or.,  Pg,,  das  1.  Siegel  oben  und  unten  beschddigt, 
das  2.  jeizt  in  Holzkapsel  mil  abgefallener,  noch  vorhandener   Vordtrseite. 


^)  Bruder  Bemgtrs,  siehe  n.  320.  —  ^^)  Winsheimer  kauft  dieses  Gut 
mit  eintr  eivigen  Gulte,  Erblehen  Bylslein  Hofmans,  der  3  Mailer  Boggen, 
18  Malter  iJinkel  und  6  Malier  Haber  giebt,  um  115  Gulden,  ran  Konrad, 
Herrn  zu  Lupfen  und  Eherhard  genannt  Br  line.  Bar  gen  die  Briidcr  Albrecht 
und  Hans  von  Liebenstcin,  —  1393  (mitwochen  nach  Mathyas  dag)  Fel/r.  26„ 
—  Ebd,  Or.,  Pg.  mit  4  bescJiddigten  Siegeln  (der   Verkdufer  und  Biirgen). 


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156  1B94  April  10. 

361.  Kiinz  von  Hebnstatt,  Edelknecht,  und  seine  Frau  Felicitas 
von  Thalheim  und  ihr  Bruder  Gerhard  von  Thalheim  verkaufen  an 
Hans  Harsch  als  Pfieger  des  Barfiisserhauses  zu  Heilbronn  ihren, 
„der  von  Thalheim  Hof^,  den  Italwin  von  Neckaryartach  bant,  und 
ein  Drittel  der  Vogtei  zu  BblUngen  urn  100  Goldgulden,  woruber  5 
sie  qtiittieren,  und  stellen  als  Burgen  die  Bruder  Hans  und  Konrad 
die  Grecken  (Flur  gegen  Neckargartach  29^ k  Morgen  bei  der  Kirche, 
am  Frankenbacher  Weg,  auf  dem  Steinsfeld,  am  tiefen  Weg,  am  Her- 
wegy  fiber  den  breifen  Weg,  am  Graben  auf  Frankenbacher  Hohe, 
beim  Gartacher  Holz,  auf  Wimpfener  Hohe,  neben  Gutern  des  10 
Klosters  Adelberg,  der  Hertwigin,  des  Schin,  Heinz  Walfinaus,  des 
Eggerers,  Dinkelsbilhls  und  der  Heiligen  von  Bollingen;  Flur  gegen 
die  Hellgruben  22^h  Morgen  am  Westerweg,  im  Grihidelin,  im  Krebs- 
yrund,  bet  der  Hellgruben,  ob  dem  Virlerbj'unnen,  neben  Gfitern  des 
Klosters  Adelberg,  Heinz  S chins  und  Eygerers;  Flur  gegen  das  Holz  15 
hinaus  auf  dem  Westerfeld  35  Morgen  bei  der  Warthiltte,  zu  den 
Dachslochern,  am  Biberacher,  am  dussern  Biberacher  und  Westerweg, 
an  der  Kopfshalde,  im  Vorsee,  unter  der  Kefersteig,  ober  den  Wein- 
gdrten  neben  G  litem  Eygerers,  Fritz  Reches,  Heinz  Nantzen,  dem  Widem 
der  Deut^chherrn  und  Heinz  Swals;  6  Morgen  Wiesen  am  Egelsee  20 
und  Virlibrunnen   und  der   „untere    Werd*" ;    Haus,  Hof]  Scheuern 

u,  s,  u\;  Zinslehen:  das  des  KniUle,  2  Morgen  Acker  und  ein  Garten 
nm  8  Schilling  Zins  von  seinem  Drittel  am  Wasser  zu  Bdllingen; 
das  des  Hans  Sckmit  zu  Neckargartach,  9^k  Morgen  bei  der  Hell- 
yruben,  vor  dem  Bollinger  Holz,  in  der  Au  beim  Bild,  bei  der  Wart-  25 
hUtts,  ayn  Biberacher  Weg,  ober  den  Weingdrten  und  ein  Garten  am 
Ofenrein;  das  des  Heinz  Schine  zu  Stdm,  der  je  1  Simri  Haber  und 
lioggen  Wimpfener  Mass  und  ein  Fasnachthuhn  Zins  giebt,  4^h  Morgen 
Acker  im  Grund  hinter  der  Kirche,  am  Biberacher  Weg,  im  ndheren 
Krebsgrund,  am  Eisisheimer  Weg  neben  Giltern  des  Klosters  Billig-  30 
Jieim,  der  Hartwigin  und  des  Eyyerers,  1  Moryen  Wiesen  und  10  Morgen 
Holz  im  Gem),  —  Siegler  die  Aussteller  und  die  Burgen,  —  1394 
(uechsten  fritag  vor.  dem  heiligen  palmtag)  Apr,  10. 

St.A.  Heilbronn  IV,  Klaraklostei',    Or.,  Pg,,  das  J,  und  5.  tS'iegel  unteti 
beschddigt.    Die  BUrgen  siegdn  in  umgekehrter  Reihmfolge,   —   In   demselben  35 
Jahr   kaufte   das  BarfUsserkloster   das  Lautenhacher   Lehen   um   25  Gulden. 
Mepert.  des  Klaraklosters  von  1740.     Die  Urkunde  nicht  mehr  vorhanden. 

362.  Heinz   Burger  von  Dinkelsbilhls   Biirger   zu   Heilbronn, 
rermacht  mit   Wissen  Anna  Mettelbachs,  seiner  Fran,  dem  Barfiisser- 


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1394  April  25  —  1394  Okt.  24.  157 

Hosier  ein  Pfund  Heller  Zhis  von  seinem  Hof  zu  Bollingen,  den  er 
von  Hans  Ebenvin  zu  Wimpfen  gekauft  hat,  zu  einem  Jahrtag  fur 
ihrer  Beider  Geschleckt  am  Dienstag  nach  dem  heiligen  Palmtag,  und 
bestimmen,  das  der  Jahreszins  bei  Versdumnis  dem  Spit-al  zufalle^i, 
5  und  beim  Tode  eines  Teils  die  Barfiisser  vor  seiner  Herberge  eine 
Vigilie  lesen  und  morgens  eine  Seelmesse  singen,  den  Siebenfen  und 
Dreissigsten  begehen  und  dies  jedesmal  vor  her  verkiinden  soUen.  — 
Siegler  Heinz  von  Hansen  und  Konrad  Mettelbach,  Richter  zu  Heil- 
bronn.  — 1394  (an  dem  nehsten  samstag  nach  sant  66rgen  tag)  Apr,  25. 

10  St. A.  Heilbronn  IV j  Klarakloster.     Or,,  Pg,  mit  Siegdn,    AiMsen  u.  a,, 

aus  dem  17.  Jh,:  Das  Gloster  geniost  nichts  davoD.     Vgl,  n.  36S, 

363.  Heinz  Burger  vo)i  Dinkelsbiihl,  Burger  zu  Heilbronn, 
stiftet  mit  Genehmigung  seiner  Frau  Anna  Mettelbach  zu  einem  Seel- 
gerdt  fur  sich  und  seine  Verwandten  dem  Spital  zu  Heilbronn  einen 

15  Hof  zu  Bollingen,  den  er  von  Hans  Eberwin  von  Wimpfen  gekauft 
hat  und  den  Walther  Weildner  von  Neckargartach  baut.  Das  Spital 
soil  jdhrlich  auf  Martini  den  Barfiissern  laut  des  Briefs,  den  er  ihnen 
vonnals  gegeben,  ein  Pfund  Heller  geben,  und  die  armen  Siechen 
seiner  und  seiner  verstorbenen  Angekorigen  in  ihren  Gebeten  und  guten 

20  Werken  gedenken.  —  Siegler  Heinz  von  Hansen  und  Konrad  Mettel- 
bach, Annas  Vater,  Richter  zu  Heilbronn,  —  1394  (nehsten  fritag 
vor  sant  Urbans  tag)  Mai  22, 

Heilbronn  Stiftungspflegvegistratur,  Fasz,  127, 1.  Or.,  Pg.,  Siegtl  ah^ 
gtrissen.  —  Vgl,  n.  362, 

25  364.  Albrecht  von  Liebenstein  der  junge,  Edelknecht,  und  seine 

Frau  Christine,  zu  Beilstein  gesessen,  verkaufen  an  die  Prdsenz  zu 
Heilbronn  ihr  Lehen  zu  Auenstein  (Osthein),  friiher  dem  alien  Her- 
niann  von  Sachsenheim  gehorig,  jetzt  von  Heinz  Hartmann  urn  je 
2  Malter   Eoggen   und  Dinkel   und    12  Mailer   Haber   gebaut,    urn 

30  35  Gulden,  versprechen  den  Kauf  zu  vertreten,  dass  das  Gut  nicht 
Mannlehen,  auch  nicht  Morgengabe  oder  Heimsteuer  der  genannten 
Frau  Christina  von  Weiler  sei,  und  geben  es  auf  auch  wenn  dies 
der  Fall  ware.  Biirgen:  Hafis  von  Wioinenstein,  genannt  von  Ost- 
heim,  Edelknecht,  Heinrich  Kruse  zu  Ostheim  und  Kunz  HiUzelbach 

35  zu  Beilstein  mit  der  Verpflicht^ing  ziim  Einlager  in  Heilbromi.  — 
Siegler  der  Aussteller  und  Hans  von  Wunnenstein.  —  1394  (samps- 
tag  nach  sant  Lucas  tag)  Okt.  24. 


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158  1394  Nov.  19  —  1395  Febr.  22. 

Heilbronn  Lade  21,1,     Or,,  Pg,,  das  ztoeite  Siegd  abgegangen. 

a)  Desgh  die  andere  Halfte  dieses  Lehens;  wartlich  gleichlautend.  BUrgen 
JSndris  und  Wilhelm  von  Weiler,  —  1400  (sant  Philippes  und  sant  Jacobs 
4;ag)  Mai  1.  —  Ebd.  Ch\,  Pg.,  alle  drei  Siegel  abgegangen. 

365.  Getvin  Gemminger,  Burger  zu  Heilbronn,  beurkundet,  der  6 
AUerheiligenkapeUe  im  Schonthaler  Hofzu  Heilbronn  1  Pfund  Wachs 
Zins  auf  seinem  Weinberg  an  der  toeissen  Halde  zwischen  den  Herren 
von  Wimpfen  und  Kunz  Lomre*^  schtddig  zu  sein.  —  Siegler  der 
Aussteller  und  die  Heilbronner  Richter  Diether  Geuin  und  Konrad 
Lutfried.  —  1394  (sant  Elsbetten  tag)  Nov.  19.  10 

Sua.  Schonthal  60,  Or.,  Pg.  mil  3  Siegeln.  —  Hberseteung  bei  Kremer, 
<!hron.  Schonthal  1095. 

366.  Stephan  Wigmw,  Reinbots  seligen  Sohn,  und  seine  Frau 
Margarethe,  Hei^iann  Orters  seligen  Tochter,  zu  Wimpfen  verkaufen 
ihren  Hof  zu  Frankenbach,  den  Kunz  SchAler  von  Heilbronn  uni  15 
i5V2  Matter  dreiertei  Frucht  Zins  baut,  um  80  Gtdden  an  die  Pfarr- 
kirche  zu  Heilbronn  mit  Vorbehalt  des  RUckkaufs,  wenn  sein  Bruder 
Jakob  noch  am  Leben  ware  und  er   oder  Stephans  Sohn,   der  jetzt 

in  Rom  ist,  wieder  ins  Land  kdme  und  Anspruch  erhobe,  und  stelten 
als  Bfirgen  Gerhard  Ruprecht  und  Hans  Dyeman,  ihren  Tochter-  20 
mann,  Bilrger  zu  Heilbronn.  —  Siegler  der  Aussteller  und  filr  die 
Blirgen  Johann  Riissinger  und  Kunz  Liitpfrid,  Richter  zu  Heilbronn. 
—  1395  (sant  Peters  tag  den  [man]  zu  latin  nennet  kathedra  petri) 
Febr.  22. 

Heilbronn  Lade  21^  8.     Or.,  Pg.,  das  erste  Siegel  unkenntlich,  die  beiden  25 
w^dern  abgegangen.  —  Der  Name  des  j^eiten  BUrgen  lauiet  sonst  Diemar. 

367 •  Die  Biirgermeister,  der  neue  und  alte  Rat  von  Heilbronn 
beurkunden,  dass  ihr  Mitbiirger  Hans  Fiiwer  genannt  Xijperg  zum  Dank 
fUr  empfangene  Woldthaten  d-em  Spital  alle  seine  Giiter  (3  Morgen 
Weingdrten  am  Buchhorn  und  der  Sanzensteige,  12  Morgen  Acker  30 
neben  der  Wiese  der  Deutschherrn.  auf  der  Slichte,  ob  Kulnbrunns 
Acker,  an  der  Neckargartacher  Almende,  wovon  3  Matter  zu  Land- 
acht  und  2  Matter  Korn  Giilte  gehen,  2  Stiicke  Garten  innerhalb 
der  Briicke  und  vor  dem  Fleiner  Thor  nnd  eine  dem  Magdalenen- 
<iltar  mit   18  Schilling   zinsbare  Scheuer   am   Sontheimer    Thoiiein)  35 


a)  Kremer:  Laurentius. 


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1395  Juli  13  —  1396  Sept.  8.  159 

mit  Vorbehalt  seiner  Schulden  und  Barschaft  gegeben-  hat  Dafilr 
erhdlt  er  eine  Pfrunde  im  Spitaly  wie  sie  ein  Meister  hat,  der  uber 
andere  Knechte  ist,  Uiglich  ehie  Mass  Wein  und  behait  lebenslanglich 
die  Nutzung  der  Giiter,  die  er  selber  versteuert  Was  er  von  der 
5  Nutzung  eriibrigt,  soil  er  mit  Wissen  und  Willen  der  Pfleger  filr 
das  Spital  anlegen.  Findet  der  Rat,  dass  es  ihm  nicht  fiiglich  ware, 
im  Spital  zu  sein,  so  soil  er  ohne  Widerrede  daraus  gehen,  seine  Outer 
aber  dennoch  bis  auf  18  Gulden^  die  er  vermachen  kann  wem  er  will, 
nach  seinem  Tod  ans  Spital  fallen.  —  1395  (sant  Marien  Magda- 
10  lenen  tag)  Juli  22. 

Heilhronn  Stiftungspflegregtsti-aiur  126.  Or.,  Pg.,  das  Stadtsiegel  ist 
dbgegangen. 

368.  Die  Stadt  Heilbroun  an  Strassburg:  teilt  auf  Anfrage 
mit,  dass  sie  nicht  wisse,  ob  die  den  schwdbischen  Sfddten  im  Krieg 
15  mit  der  Wilhelms-,  Gear  gen-  und  Lbwengesellschaft  von  den  rheinischen 
geliehenen  hundert  Gleven,  die  eine  Zeit  lang  zu  Rotenbnrg  und  auch 
zu  Heilhronn  gelegen  seien,  den  gleissenden  Wolf  geschddigt  haben. 
—  (feria  sexta  ante  omnium  sanctorum)  [1395]  Okt.  29. 

Auszug:  (FritzJStrassburger  U.B,  6,587, 

20  369*  Els  LutziUy  Bilrgerin  zu  Heilbronn,  cerkauft  an  Berthold 

Klinyenberger,  Bilrger  zu  Heilhronn,  3  Pfund  Heller  Zins  von  ihrem 
Haus  in  der  Judengasse  am  Eck,  hinten  an  Heinz  Hungers  Hof  an- 
stosssend,  um  30  Pfund  und  verspricht  den  Kauf  Jahr  und  Tag  zu 
ferfigen.  —  Siegler:  Kunz  Mettelbach  und  Seitz  Bender,  Richter  zu 

25  Heilhronn.  —  1395  (sant  Lutzien  tag)  Dez,  13. 

SLA.  Heilhronn  I,  Religiofistaesen,    Or.,  Pg.,  das  erste  Siegel  dbgegangen. 

370*  Elsbeth  von  Gemmingen,  Ahtissin,  und  Konvent  des  Klosters 
Billigheim  hestimmen,  dass  der  Wein  von  ihrem  Weingarten  zu  HeiU 
bronn  an  der  Atzmansklinge,  Kunz  Kegels  Erblehen,  zwischen  denen 

30  von  Adelberg  (Magdelberg),  Kunzlin  Hertwig,  Hans  Weigel  und  Hans 
Reynman  an  ihre  Mitschwester  Barbara  von  Hundelsheim  und  nach 
deren  Tod  an  das  Pitanzamt  fallen  soil,  um  den  Jahrtag  der  von 
Mockmiihl,  der  der  Weingarten  ehedem  gehorte,  des  Zentgrafen  (tzenck- 
grefen)  und  seiner  Frau  mit  Messe,   Wein  und  Brot  zu  begeken.  — 

Hb  1396  (unser  frawen  tag  alz  sie  geporn  wart)  Sept.  8. 

Heilhronn  Lade  53,  Billigheim  2.     Or.,  Pg.  mit  Siegeln. 


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160  1396  Okt.  25  —  1397  Dez.  20. 

371*  Fritz  von  Westerstetten  genannt  Schopjlin  verqmcht  der 
Stadt  Hellbro7in,  dem  Kunz  von  Neideck  nicht  inehr  geyen  sie,  Wimpfen 
und  Welnsberg  zu  helfen  und  die  Feindschaft  tvegen  seines  KnechUs 
Abelin  Glaiz  wie  dieser  selbst  aufzugebeUj  der  seine  tehde  mit  Heinz 
Bitter  aiistragen  konne  wie  er  wolle.  Dagegen  Uxssen  die  Stddte  seine  5 
Knechte  Kunz  von  Badhatis  (-hausen)  und  t^lin  Nagelroffte  frei,  — 
1396  (mitwoch  vor  Syomonis  et  Jude  zweier  heiligen  zwelfbotten  tag) 
Okt.  25. 

St.A.  Heilbronn  I,  Kriege,  Fehden.     Or.,  Pg.  mit  Siegei. 

372.  Zeisolf  von  Magenheim  stiftet  fiir  sein  und  seiner  Vor-  10 
fahren  Seelenheil  15  Eimsr  Wein  Gi'dte  vom  Acktel  des  Weinzehnten 

zu  Bockingen  auf  Peter  MerkUns  Teil  an  die  St.  Johanns-  und  Diony- 
siuspfrUnde  an   der  Pfarrkirche  zu  Heilbronn,   die   er   von   neuem 
gestiftet  hat.   —   Mitsiegler  die  Abtissin  des  St.  Klaraklosters   und 
Johannes,  Stadtschreiber  zu  Heilbronn.  —  1897  (sant  Gregorie  tag  1» 
des  heiligen  lerers)  Mdrz  12. 

Heilbronn  Stiftungspflegregistratury  Fasz.  125^  13.  Or.,  Pg.,  alle  Siegei 
ahgegangen.  —  Da  dm-  Bdckinger  Zehnte  in  Sechstel  geteUt  war,  so  ist  hier 
AUbockingen  gemeint,  wo  er  (1510^  Staaisarch.  Heilbronn  I,  Bockingen)  in 
Achtel  und  Sechzehnitl  zzrfitl.  —  Hieher  gehoren  die  im  Repertorium  der  20 
SUftungspftege  erwahnten,  nicht  mehr  vorhandenen  Urkunden:  Zeisolf  von 
Magenheim  kauft  15  Eimer  Erbwein  zu  Bdckingen  von  Heinrich  von  Heinriet, 
1389.  Det'selbe  stiftet  die  HSlfte  seines  Sechsiels  am  grossen  und  kleitten  FruclU- 
und  Weinzehnten  zu  Flein  dem  DionysiusaJtar  zu  HeUbronn,  1393.  Derselbe 
vergleicht  sich  mit  .  .  .  Sturmfeder  wegen  des  Anteils  des  Klosters  Lichten-  2S 
stern  am  Weinzehnten  zu  Flein,  1403.  —  1397  stiftet  derselbe  der  PriUenz 
10  Crulden.    Ebd. 

373.  Hans  Stor,  Bilrger  zu  Heilbronn^  und  seine  Fran  Katharina, 
und  Anna,  Hans  Sickingers  Witwe,  vermachen  ihre  2^k  Morgen 
Acker  zu  Bollingen  neben  der  en  von  Adelberg  Gut,  die  sie  als  Leih-  30 
geding  innehaben,  dem  Spital  zu  Heilbronn.  —  Siegler  Hans  Bern- 
hard  und  Heinz  von  Husen,  Bichter  zu  Heilbronn.  Diese  bekalten 
dem  PIdug  sein  Recht  vor.  —  1397  (nechsten  dinstag  nach  sant 
Johans  tag  ze  sungihten)  Juni  26. 

Heilbronn  Sttftungspflegregistratur,  Fasz.  127,3.  85- 

374.  Bischof  Gerhard  von  Wiirzburg  errichtet  eine  Pfrilnde 
an  der  Heiligkreuzkapelle  vor  der  Stadt  Heilbronn  und  inkoijwn'ert 
sie  der  Pfarrkirche.  —  1397  Dez.  20. 


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1897  Dez.  20.  161 

Heilbronn,  Lade  24.  Pergatnent- Vidimus  votn  6.  Januar  1398,  alterius 
inanu  factum,  „auskulUert  und  konsigniert^  votn  geschwarenen  Notar  der  Stadi 
Heilhronn,  Johann  von  Ptterahauam  (Petridomus,  Didzeae  Konstam)  auf  Bitten 
und  in  Gegenwart  Sifrieds  von  Heidelsheiniy  PfrHndners  an  der  Pfa}'rkirche. 
5  Zeugen:  Ulrich,  Prokurator  von  St.  Antonius,  die  Priester  Peter  MUnckein 
von  Hall  und  Martin  van  Nisdemhalh 

In  Domine  Domini,  amen.  Gerhardus  Dei  graeia  episcopus 
Herbipolensis  ad  rei  memoriam  sempiternam.  Inter  sollicitodineS; 
qnibns  ad  presens  nog  pastorale  premit  officium  et  debitum  injuncte 

10  servitutis  astringit,  ilia  corde  nostro  precipue  insidet,  ut  gregi  nobis 
Dei  graeia  et  apostolice  sedis  disposicione  conmisso  divinam  ealtum 
augeamas  ac  clericis  et  beneficiatis  desolatis  subventum  et  reforma- 
cionis  graciam  realiter  faeientes  per  hoc  roeritum  acqnirere  valeamus. 
Quod  indubie  peragimus,  dum  beneficinm  bene  fnndatum  legitime  et 

15  dotatum  nostre  eonfirmacionis  presidio  roboramus,  pront  sacer  canon 
hoc  insinuat  manifeste  diceus^  bone  rei  dare  patrocininm  et  consul- 
turn  et  presentis  vite  subsidium  obtinere  et  eteme  remuneracionis 
premium  cernitnr  exspectare.  Gum  igitnr  certa  bona  mobilia  et  in- 
mobilia  ac  annui  fructus^  redditus  et  proventus  ac  peccuniarum  cen- 

20  sus  ad  fundacionem,  dotacionem,  ereccionem,  creacionem  et  construe- 
cionem  beneficii  ecclesiastici  simplicis  et  non  curati  altaris  et  cap- 
pelle  sante  crucis  noviter  constructe,  erecte  et  edificate  in  suburbiis 
opidi  Heiligprunnen  nostre  dyocesis  et  infra  limites  ecclesie  parro- 
chialis  ibidem  instituendi  quidem  de  novo  pro  beneficio  et  in  bene- 

25  ficium  in  laudem,  reverenciam  et  honorem  omnipotentis  Dei  et  gloriose 
virginis  Marie  genetricis  sue  et  totius  ierarcliie  celestis  ob  divinique 
numinis  cultus  augmentum  ac  specialiter  et  singulariter  in  honorem 
et  laudem  sancte  crucis  nee  non  pro  meliore  sustentacione  et  rele- 
vacione  clericorum,  qui  in  dicta  cappella  divinum  officium  celebrare 

BO  tenebuntur,  juxta  tamen  et  secundum  ordinacionem  nosti*am  infrascrip- 
tam^  per  providos  nobis  in  Christo  dileotos  magistros  civium  ac  con* 
sules  et  universitatem  opidi  supradicti  de  bonis  suis,  elemosinis  a 
diyersis  christicolis  ad  dictam  cappellam  interim  elargitis,  in  suarum 
suorumque   progenitorum   et  successorum  ac  benefactorum   nee  non 

35  divinis  officiis  in  dicta  cappella  celebrandis  interessentium  animarum 
remedio  salutari  legitime  dotati,  traditi,  dati  et  deputati  existant  et 
in  posterum  erunt  indubie  peramplius  deputati,  prout  de  hiis  legitime 
fuimus  ac  sumus  informati  et  plenarie  certificati,  cumque  nobis  per 
dictos  fundatores,  dotatores  et  constructores  cappelle  memorate  fuerit 

40  et  sit  humiliter  supplicatum,  ut  fundacioncm,  dotacionem,  ereccionem 

WflrU.  GMohiohtiqu«U«n  V.  11 


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162  1897  Dez.  20. 

et  creacionem  beneficii  sea  cappelle  snpradicti  anctoritate  nostra  ordi- 
naria  ratas  et  gratas  habere  ac  illas  admittere,  approbare,  ratificare 
et  totaliter  coDfirmare  benivole  dignaremur:  nos  Denm  pre  ocalis  nostris 
babentes  divinumque  caltam  in  nostro  episcopatu  temporibus  nostris 
augeri,  pront  ex  injuncti  nobis  desuper  pastoralis  officii  debito  astringi*  5 
mnr,  cordialiter  nt  premittitur  affectantes  et  ob  hoc  eiosdem  bene- 
ficii sen  cappelle  fundacionem^  dotacionem,  ereccionem,  creacionem 
ac  construccionem  approbantes,  ratificantes  et  in  Domino  collaudantes 
ac  eciam  ob  prefatorum  magistrornm  civium,  consiliariomm  ac  uni- 
versitatis  snpplicacionem  votivam  et  instanter  nobis,  nt  prefertnr,  10 
exhibitam  ac  ob  ipsoram  et  omnium  alioram  dictam  cappellam  visi- 
tancium  animarum  salatem  hujasmodi  cappellam  altaris  sancte  crucis, 
de  qua  supra  fit  mencio  specialis,  in  beneficium  simplex  non  curatum 
nitaris  sancte  crucis  de  consensu  eciam  nobis  in  Christo  nobis  dilecti 
Conradi  de  Ochsenfurt  prefati  opidi  parrochialis  ecclesie  rectoris  ad  15 
hoc  specialiter  adhihito,  in  nomine  Patris  et  Filii  et  Spiritus  Sancti 
canonice  et  legitime  in  hiis  scriptis  auctoritate  nostra  ordinaria 
creamus,  instituimus,  erigimus,  facimus,  intitnlamus  et  ordinamus  ac 
sic,  ut  premittitur,  institutum  auctorizando  confirmamus  et  forma,  modo, 
via,  jure,  eflTectu  ac  efficacia  melioribus  quibus  possumus  et  debemus  20 
perpetuis  quidem  temporibus  divina  cooperante  clemencia  duraturum. 
Verum  ut  in  dicta  cappella  sen  beneficio  sic  per  nos  confirmato 
divinorum  officia  eo  sedulins  et  frequencius  celebrentur  ac  sollemp- 
nius  peragantur,  quo  plures  ad  divina  officia  inibi  peragenda  servi- 
tores  deputantur,  volumus,  statuimus,  disponimus  et  auctoritate  nostra  25 
ordinaria  irrefragiabiliter  ordinamus,  quod  deinceps  et  inaiitea  perpe- 
tuis futuris  temporibus  in  dicta  cappella  sen  beneficio  in  qualibet  septi- 
mana  infra  primam  et  secundam  missas  in  dicta  parrochiali  ecclesia 
more  solito  atque  presto  celebrandas  et  non  [antea]  vel  post  quovis 
modo  quatnor  misse  ad  minimum  per  beneficiatos  sen  cappellanos  30 
tantuminodo  ecclesie  parrochialis  supradicte  ad  hoc  deputandos  et 
ordinandos  juxta  et  secundum  vias,  modos  et  ordinaciones  per  pre- 
fatum  ecclesie  rectorem  sen  eius  vices  gerentem  nee  non  ipsos  cappel- 
lanos et  beneficiatos  in  eadem  de  consilio  tamen  consulum  opidi 
raemorati  exnunc  vel  pro  tempore  existentium  inveniendos,  quibus  85 
rectori  sen  eius  vices  gerenti  ac  capellanis  et  beneficiatis  sen  maiori 
parti  eornndem  tantum,  quo  omnes  in  unum  nequirent  concordare  vel 
nollent,  plenam  super  hoc  tenore  presencium  concedimus  potestatem, 
canonice  celebrari  debeant  et  soUempniter  celebrentur;  ita  tamen 
quod  oblaciones  omnes  et  singule,  que  tunc  infra  quatuor  missas  sen  40 


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1997  Dez.  90.  163 

earum  quamlibet  infra  dictam  cappellam  super  altari  dari  et  offerri 
coDtigerit  per  quoBcamqne,  cedant  et  cedere  debeant  iDtegraliter  pre- 
fato  rectori  sen  eius  vices  gerenti  pro  tempore  existentibns  tantnm- 
modo  et  non  aliis  absque  detraccione  et  diminutione  quacumque, 
5  qnas  eciam  oblationes  prefati  celebrantes,  quilibet  videlicet  id  quod 
recipit  et  oblatum  existit,  illico  et  statiin  dicto  rectori  sen  eius  vices 
gerenti  ipsius  nomine  dare  et  presentare  tenebuntur,  fraude  et  dolo 
penitus  circumscriptiS;  et  qnibns  tamen  missis  rectorem  et  eius  vices 
gerentem  pro  tempore  existentem  eximimus  et  ad  illas  dicendas  eura 

10  teneri  et  obligari  nolumus  quovis  modo,  cum  alias  legitime  propter 
onera  sibi  cottidie  racione  sue  ecclesie  predicte  incumbencia  satis 
gravatus  existat.  Porro  bona  mobilia  et  inmobilia  ac  fructus,  reddi- 
tns  et  proventus  ac  census  nee  non  bona  omnia  et  singula,  cum 
quibus  dicta  cappella  est  dotata  et  cum   qnibus   amplius   dotabitur 

m  Deo  propicio  in  futurum,  decernimus  ac  pronunciamus  legitime  in 
hiis  scriptis  fore  et  deinceps  esse  debere  ecclesiatice  libertatis  et  gaudere 
illis  iibertatibus,  inmunitatibus  et  privilegiis,  quibus  cetera  bona 
ecclesiastica  gaudent  et  gaudere  debent  de  jure  scripto,  eximentes 
ea  omnia  et  singula  et  presentibus  pronunciantes   exempta  a  pre- 

20  cariis,  steuris,  inposicionibus,  berbergis  seu  bospiciis  ac  nniversaliter 
ab  omni  jugo  seu  onere  cuiuslibet  layce  seu  illicite  potestatis.  In- 
super  quamvis  in  prefata  parrochiali  ecclesia  opidi  supradicti  nostre 
dyocesis  temporibus  jam  dudum  lapsis  pro  maiore  divini  cultus  aug- 
mentacione  in  divinis  officiis  inibi  soUempniis  peragendis  quam  pluri- 

25  ma  fuerint  et  aint  benefieia  ecclesiastica,  cappellanie  et  altaria  bonori- 
fice  et  soUempniter  instituta  adeo  quod  ilia  tunc  tenentes  bene,  congrue 
ct  deceuter.  sustentari  poterant  de  eisdem,  expost  tamen  et  exnunc 
f rw^tuS;  r^ddittts  jet  proventus  eorundem  beneticiorum  seu  bona,  ex 
qnibus  iriyeredebuerunt,  et  census  annul  turn  propter  monete  deterio- 

80  racioneul .  turn  propter  hostiles  incursus  et  •  gwerrarum  mociones, 
que  in  illis  et  istis  partibus  quam  pluribus  pro  tbolor  temporibus 
vigUerunt,  adeo  i9unt  tenues  et  exiles  ac  ad  talem  debilem  statum, 
quod  dolentes  referimuS;  devenerunt,  quod  nonnuUi  beneficia  tenentes 
buiusmodi  cum  magna  penuria  ipsorum  vitam  ducunt,  nonnuUi  eciam 

35  propter  dictorum  beneficiorum  exiguitatem  et  tenuitatem  notoriam  ilia 
dimittere  sunt  coacti  in  obrobrium  deri  suum  victum  querentes  mendi- 
cando,  quorum  occasione  divinus  cultus  in  dicta  parrochiali  ecclesia 
sepius  est  obmissus  et  inantea  plus  solito  obmitteretur,  nisi  beneficia 
et  beneficiati  eiusmodi  sufficienti  remedio  contigerit  subvenire,  prout 

40  per  dictorum   magistrorum  civium,   consulum  et   universitatis   opidi 


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164  19^7  Dez.  20. 

snpradicti  insinnacionem  lainentabilem  ad  nostram  audienciam  fuit 
et  est  deductam  nobis  eciam  ob  hoc  sapplicancium  bnmiliter  et  in- 
stanter,  ut  predictis  beneBciatis,  cappellftnis  et  clericis  eornndem  sic 
desolatis  et  depauperatis  sine  tamen  ipsorum  culpa  paterno  conpas- 
sionis  ^^  affectu  de  remidio  celeri  providere  cnraremuS;  dictam  cappel-  5 
lam  cQin  snis  fructibus,  redditibus  et  proyentibus,  juribus  et  obventi- 
bus  universis  et  singulis  ipsis  pro  consolamine  et  relevamine  eornn- 
dem largiendo  et  legaliter  condonando,  presertim  cum  ipsorum  et 
rectoris  predicti  voluntas  et  consensus  expresse  ob  id  accedat:  qua- 
propter  cum  predictorum  clericorum  egestati  succurere  et  eorum  10 
necessitati  proyidere  ac  eorum  miserie  misereri  ex  juris  debito  tene- 
amur,  presertim  ne  ipsi  propter  eorum  inopiam  predicta  sua  beneficia 
deserant  et  dimittant  et  ob  hoc  divinum  officium,  quod  ab  olim  in 
dicta  ecclesia  per  beneficiatos  ibidem  sollempniter  fuerat  celebratum, 
relinquatur  incultum,  cumque  dicti  cappellani  et  beneficiati  deinceps,  15 
ut  premittitur,  prefatam  cappellam  in  missarum  sollempniis  inibi 
perpetuo  peragendis  debeant  procurare,  ut  prefertur,  debito  ^>  jurique 
et  racioni  congruat,  ut  qui  altari  servit,  vivere  debeat  de  eodem,  ^) 
cum  eciam  secundum  apostolum:  „Qui  ad  onus  eligitur,  repelli  non 
debeat  a  mercede^  ^)  et:  „0s  bovis  ligari  non  debeat  triturantis^,  ^)  20 
volumus^  disponimus  et  statuimus  et  irrefragabiliter  et  inviolabiliter 
in  perpetuum  statuendo  ordinamus,  quod  omnes  et  singuli  redditus, 
fructus  et  proventus,  obventus  et  emolumenta  nee  non  annul  redditus 
sive  census,  qui  pro  nunc  ad  fundacionem  et  dotacionem  dicti  bene- 
ficii  dati  et  deputati  existunt  sen  futuris  temporibus  perpetnis  dari  25 
et  deputari  contigerit  quovismodo,  oblacionibus  tamen  infra  missarum 
sollempnia  in  dicta  cappella  inantea  celebranda  factis  et  datis  ex- 
ceptis;  in  hac  causa  deinceps  et  inantea  ac  perpetue  cedant  et  cedere 
debeant  rector!  nee  non  eius  sociis  sibi  in  cura  et  regimine  dicte 
ccclesie  existentibus  nee  non  omnibus  et  singulis  cappellanis  et  80 
beneficiatis  ecclesie  parrochialis  snpradicte  in  relevamen  et  conso- 
lamen  eornndem  pro  cottidianis  distribucionibus  dandis  interessentibns 
divinis  officiis  in  ecclesia  parrochiali  memorata  certis  tamen  hoiis 
ad  hoc  deputatis  et  deputandis  juxta  et  secundum  vias,  modos  et 
ordinaciones  per  rectorem  sen  eius  vices  gerentem  ac  cappellanos  et  85 
beneficiatos  supradictos  pro  tempore  existentes  de  consilio  etiam  si  opus 


a)  Or. :  coDpati**"-        b)  proourare  Hmtlo^  wUeUrkolt, 

»)  Deut  18, 1 :  1  Kar,  9, 13.  —  «)  Nach  Matth.  10, 10.  —  «)  (Deut.  25, 4) 
1  Kar.  9,9:  1  Tim.  5,18. 


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1897  Dez.  20.  165 

est  magistrorum  civium  et  consulum  opidi  supradicti  pro  tempore 
existeDtinm  inveniendos  super  quibas  eciam  prefato  rectori  seu  eius 
vices  gerenti  ac  beneficiatis  et  cappellanis  supradictis  vel  maiori 
ipsorum  [parti];  si  in  UDnm  omnes  nolint  vel  neqneant  concordare, 
5  plenariain  concedimns  potestatem.  Quibus  omnibus  ct  singulis  pre- 
sentibus  et  futuris  in  virtute  sancte  obediencie  et  sub  pena  excom- 
municacionis  districte  precipiendo  mandamus,  quatenus  Deum  pre 
oculis  habentes  et  cor  ad  ipsum  tendentes  huiusmodi  divinis  officiis 
abinde  et  presertini  exequiis  et  vigiliis  defunctorum   devote,  caste, 

10  sobrie  et  laudabiliter  intcrsint,  abinde  sine  manifesta  causa  raciona- 
biliter  non  recedant  nullasque  insilencias,  burdas  seu  trufas,  fatua,  *^ 
vana  et  inutilia  colloquia  et  fabulaciones  inmiscendo,  quorum  occasione 
divinum  officium  perturbari  seu  impediri  posset  quovis  modo,  sed  illud 
ostendant  in  opere,  quod  ^^  gerunt  in  ore,  ut  sic  layci  eorum  exemplo 

15  inducti  ad  maiora  remedia  et  consolamina  ipsis  facienda  provocentur. 
Prefatosque  fructus,  redditus  et  proventus,  jura,  obventus  et  emolimenta 
ipsius  cappelle  sancte  crucis,  quos  et  que  pro  nunc  obtinet  et  habet 
seu  ad  earn  devenire  contigerit  in  futurum,  oblacionibus  tamen  ex- 
ceptis  ut  prefertur,  prefatis  beneficiatis  ac  capellanis  ac  ilia  canonice 

20  tenentibns  eo  modo  quo  prefertur  distribuendos  pro  ipsorum  susten- 
tacione  meliore  unimus,  damns  et  incorporamus  in  perpetuum  et  in 
eternum  eciam  modo,  forma,  jure,  via,  effectu  et  efficacia  melioribus 
quibus  possnmus  et  debemus,  jure  nostro  nobis  et  successoribus  nostris 
ex  lege  dyocisana  vel  jurisdictione  conpetente   in  beneficium  seu 

25  cappellam  supradictam  nobis  et  successoribus  nostris  plenarie  tamen 
reservato.  Et  insuper  ut  beneficiati  ac  cappellani  supradicti  huiusmodi 
divina  officia  eo  devocius  et  sollempnius  peragere  sint  astricti,  quo 
maiore  subventu  et  subsidio  sunt  fulciti,  volumus,  disponimus,  ordi- 
namus  et  statuimus  irrefragabiliter   et   perpetuo   duraturum    in   hiis 

30  scriptis,  quod  quocienscnmque  unum  vel  plura  beneficium  vel  bene- 
ficia  ex  cappellanis  seu  beneficiis  predictis  simul  vel  successive  et 
quovismodo  preterquam  per  resignacionem  ex  causa  permutacionis 
fiende  factam  vacare  contigerit  ex  nunc  seu  in  perpetuum,  fructus, 
redditus  et  proventus  huiusmodi  beneficii  sic  vacantis  cedant  et  cedere 

35  debeant  per  unum  annum  continuum  a  die  obitus  defuncti  conpu- 
tandum  beneficiatis  et  cappellanis  supradictis  pro  cottidianis  distribu- 
clonibus  inter  eos,  qui  tamen  divinis  officiis  certis  horis  intersint, 
distribuendos  juxta  ordinacionem,   viam  et  modum  per  rectorem  vel 


ft)  Or. :  ffttl**-        b)  Or. :  quia  qood,  atUi^^aehHeben. 


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166  1B97  Dez.  21. 

eius  vices  gerentem  ac  ipsos  beneficiatos  invenieodoB  nt  prefertur. 
Postremo  ut  indultani;  conccssio;  ordinatio  sea  statutum  nostrum  eo 
melius  suum  consequi  valeat  et  consequatur  affectum  ac  inviolabiliter 
et  in  perpetuum  observetur,  volumus,  statuimus^  ordinamus  et  districte 
precipiendo  mandamus,  quod  nullus  de  ectero  et  inantea  ad  aliquod  5 
beneficium  sen  cappellaniam  quocnmque  modo  vacantia  seu  quicumque 
modus  vacacionis  occurerit^  illo  tamen  modo  de  quo  supra  fit  mencio 
tantummodo  excluso,  nostra  vel  successorum  *>  nostrorum  anctoritate 
admittatur  vel  recipiatur  quovis  modo,  nisi  prius  juret  ad  sancta  Dei 
evangelia  presens  nostrum  statutum  et  ordinacionem  nostram  inmediate  10 
inviolabiliter  observare  et  in  perpetuum,  fraude  et  dolo  in  illo  et 
circa  illud  penitus  circQmscriptis.  Ultimo  finem  litibus  inponere  et 
subditos  nostros  ab  biis  precavere  in  quantum  possumus  cupientes 
declaracionem  et  discussionem  omnium  et  singularum  questionum 
et  dubiorum  emergencium  occasione  premissorum  quovis  modo  nobis  15 
et  successoribus  nostris  pro  tempore  existentibns  specialiter  et  sin- 
gulariter  reservantes,  cum  illius  cuius  est  condere,  Dei;  et  declarare 
existat  juxta  canonica  instituta.  Datum  anno  Domini  niillesimo 
COCLXXXX  septimo  in  vigilia  beati  Thome  apostoli.  ^) 

37 5.  Hans  Burgkj  Buryer  zu  Heilbronn,  stiftet  der  Pninenz  20 
zu  Ileilbronn  zn  selnem  Seelenheil  5  Schilliny  Heller  GiUte  con  einem 
halben  Moryen  Weinyarten  im  Geistloch  neben  der  Hirtin  Sohn  vom 
derzeitiyen  Inhnber  Frantzis  Schmaltzhart,  Buryer  zu  Heilbronn,  datnit 
die  Geistlichen  seiner  und  seiner  Verwandten  nach  Sitte  und  Gewohnheif 
yedenken.  —  1397  (nehsten  fritag  vor  dem  heilige  cristag  zu  wihen-  25 
nacht)  Dez,  21. 

Heilbronn  Lade  26,44,     Or,,  Pg,,  Siegel  ahJiangendy  unkenntlich. 

376.  Pfarrer  und  Priester  der  Priiscnz   der  Pfurrkirche   zu 
Heilbronn    oerspnxhen   den  Biiryermeiskrn    und   dem   Rat,    die   von 
diesen    der   Prdsenz   als   eiyen   zuyewiesene  *)    Heiliykreuzkapelle   vor  30 
der  Stadt   statt   Hirer  yeyen  Papst,  Bischof,  iliren  Kirchherrn  Kon- 
rad    von   Ochsen/urt   und  Jeden   auf  eiyene  Kosten    vor  Gericht   zu 


a)  Ttxt:  •abditomm. 

*)  Die  Endungen  der  Worie  sind  meiat  ahgekUrgt,  daher  wdre  ynanch- 
mal  eine  andere  moglick.  Wo  solclie  stehen,  sind  nie  vielfach  unrichtig  und 
daher  hier  tttillschweigend  verbessert  —  ■)  In  der  folgenden  Urkunde  ist  nur 
von  einem  Konsens  die  Rede. 


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Jan.  7  —  1398  Jan.  21.  167 

vertreten,  —  Siegel  der  Prdsenz,  Notariatsinstrument  von  Johann 
von  Petershnusen,  geschworenem  Stadtschreiber  zti  Heilbronn,  —  1398 
(nechsten  dinstag  nach  dem  obrosten  tag  ze  wyhennaht)  Jan,  7. 

HeQbrmm  23, 19,     Or,,  Pg,  mit  Siegel. 
5  a)  DieaeWen  versprecheuy  wochentlich  4  Messen  in  der  KapeUe  und  Bwar 

zwiscken  der  FrUhmease  und  dem  Fronamt  in  der  Pfan'kirche  lesen  gu  lassen, 
damU  das  Almoaen  auch  verdient  wsrde^  und  wenn  der  fUr  die  Woche  besteUte 
Prieeter  sdumig  wdre,  dem  SpUal  einen  Gulden  eu  geben,  Damit  die  Kapellc 
besser  versefhen  sei,  soUenf  tceil  nctch  Laut  dea  Besidtigungsbriefs  des  Bischofs 
10  von  WUrzburg  der  Rat  mitzusprechen  hat,  je  ztcei  von  der  Prdsenz  und  vom 
Rat  die  vorhandenen  und  noch  zu  erwerbenden  GUter  in  ewigen  Renten  an- 
legen,  —  Siegei  u.  s,  w,  wie  oben,  —  Ebd,  desgl. 

377.  Kbnig  Wenzel  verleiht  den  Stddten  Heilbronn  und  Wimpfen 
dan  Rechtf  wenn  jeinand  sie  anspreche  oder  Recht  von  ihnen  keiscke, 

16  iiich  durch  einen  BUr germeister  und  zwei  voni  Rat  vertreten  zu  lassen, 
und  die  Gnade,  keinen  Schaden  zu  haben,  wenn  sie  unwissentlich 
einem  Ackter  Geleit  geben,  cerbietet  aber,  eifiem  Achter,  der  ihnen 
verknndet  worden,  Geleit  zu  geben  und  ihn  zu  behalten,  gestattet,  im 
Xeckar  nach  Nutzen  und  Bequemlichkeit  Brucken  und  Facher,  *>  aber 

20  ohne  besondere  Erlaubnis  keine  Manern  und  Grdben  zu  bauen,  und 
bestdtigt  alle  Rechte  und  Freiheiten,  —  Frankfurt  am  Main  1398 
(sand  Agnezen  tage)  Jan.  21, 

StJL,  Heilbronn  I,  PrivHegien,    Or,,  Pg.y  Majestdtssiegel  and  Rucksiegel. 

Auf  detn  Bug:  Per  dominum  Fridericum  comitem    de  Ottiogen  Bor[8iwoi]  de 
25  Swinar  Nicolaus   de  Gewicz. '>)    Aussen:  R.  Petrus  de  VVysschaw.  —  Gedr.: 

Liinig,  Reichsarchiv  13,889. 

a)  Konig   Ruprecht  erneuert  das  Pnmleg  (gleichlautend,   ohne  die  Ur- 

kunde  seines   Vor gangers  zu  erwdhnen),  —  Bdnnigheim  1401   (nehsten   soiitag 

vur  sant  Laurentien  des  heiligen  mertlers  tag)  Aug,  7. 
.SO  Ebd,  Or.,  Pg,,  Majestdtssiegel  an  blaugelber  Seidenschnur,  abgegangen. 

Auf  dem  Bug :  Ad  mandatum  domini  regis  Nicolaus  Human.    Aussen :  K.  Ber- 

tholdus  Dftrlach.  —  Reg,:  Chmel.  n,  712. 

378.  Wypert  Kaplan,  Pfrilndner  zu  Odheim,  verzichtet  um  des 
Friedens  willen  freiwdlig  in  die  Hdnde  des  Plebans,  der  Pfrilndner 

35  und  Kapldne  zu  Heilbronn  zugleich  fiir  selnen  Bruder  Johann,  Rein- 
bots  Sohn,  der  zurzeit  an  der  romischen  Kurie  oder  auf  detn  Weg 
dahin  (romispeta!)  ist,  auf  alle  durch  die  Bestdtigungsbulle,  die  Prokla- 
mation   und  Investitur   oder   Remission   an   den    Archidiakon   durch 


ft)  vftob«,  Micht  nachen,  wit  LUnig  hat.        b)  LUniy:  Oelbie. 


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168  1398  Jan.  21  —  1399  Febr.  3. 

Bischof  Gerhard  von  Wiirzburg  und  die  [thatsdcldiche]  Investitur 
oder  korperlicke  BesitzeinwemuKj  durch  den  Archidiakon  erlangten 
Rechte  an  der  Helllgkreuzkapelle  aiisserhalb  der  Stadtniauer.  —  Zeugen: 
Konrad  von  Lorch,  Pleban  zu  Odheim,  mid  Konrad  Wetzel,  Pleban 
zii  Neuenstadt  am  Kocher.  —  Heilbronn  Im  Lichtensteiner  Hof  in  6 
stapa  hyemali  1398  Jan,  21. 

Heilbronn  Lade  24.  Or.,  Pg.  mU  Siegel;  zugUich  aU  Notariatsinstru- 
ment  ausgefertigt  vom  geschworenen  HeUbromier  Stadtschreiber  Johann  von 
Petershausen, 

379*  Heinz  Kottler,  Heiligenpfleger  zu  Flein,  nrkundet  fur  den  lo 
Abt  Volkard  von  Lorch  Uber  die  Belehming  seiner  Heiligen  mit  dem 
halben  GUttein  zu  Walkendorf  gegen  einen  Zins  von  eimm  Vierling 
Wachs.  Pfaff  Christian  Krieg  von  Geislitigen,  Kirchherr  zu  Flein, 
genehmigt  die  Belehming  und  bestimmt,  dass  das  Giitlein  wieder  zu- 
riickfallen  (ledig  sein)  solU,  wenn  es  nicht  in  Jahresfrist  von  dem  15 
Heiligenpjteger  in  Empfang  genonwien  sei,  —  Siegler  der  Kirchherr 
utid  Herr  Berthold  von  Westerstetten.  —  1398  (sant  Georien  tag) 
April  23. 

SiA.  Lorch  23.    Or.,  Pg.,  die  Siegel  abgerissen. 

380.  Die  Stadt  Heilbronn  schliesst  mit  Wimpfen  eine  Einiing  20 
auf  8  Jahre  vom  Datum  des  Briefs   an.      Wenn   die  von    Wimpfen 
in  Feindschaft  kommen,  ihnen  aber  so  viel  Recht  geboten  wird^  dass 
sie  es  annehmen  komien,   sollen  sie   dem  Spruch  Heilbronns  folgen. 
Bei  Irrungen  zwischen  beiden  Stddten  solicit  einem  Wimpfener  Bats- 
mitglied  je  2  Rate   aus   den  Stddten    beigegeben  werden   und  deren  25 
Schiedsspruch  die  Sache  endigen,  tvenn  die  Stddte  sie   nicht  giitlich 
beilegen  konnen.     Ansprilche  einzelner  gehbren  vor  das  Gericht  des 
Beklagten.      Wenn  Wimpfen  Leute  nehmen  will,  soil  es  stets  halb  so 
viel  haben  als  Hi  ilbronn.    Wdhrend  der  Einung  entstandene  Streitig- 
keiten  wird  Heilbronn  auch  nachher  austragen  helfen.    Ansgenommen  30 
sind  Konig  und  Reich.  —  1399  (sant  Plasien  tag)  Febr.  3. 

St  A,  Heilbronn  /,  Verirage.  Abschrift  aus  neuester  Zeit  nacJi  dem  Or. 
in  Darmstadt,  —  Die  ubereinstimmende  Gegenurkunde  Wimpfens  ebd.  (Stuit- 
gart).     Or.,  Pg.  mit  Stadtsiegel. 

a)  Wimpfen  erneuert  die  vor  Zeiten  mit  Heilbronn  geschlosaene  Einung,  35. 
die  nach  ihrem  Ahlauf  von  Jahr   zu  Jahr   erneuert   umrde,    bis  Georgii  Uber 
10  Jahre  (1438  Apr.  23).  —  1427  (dinstags   vor  sant  Egidyen   tag)  Aug,  26. 
—  Ebd.  Or.,  Pg.  mit  Siegel  der  Stadt  Wimpfen. 


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1399  Febr.  18  —  1399  Okt.  27.  169 

381.  Die  Stadt  Heilbronn  befreit  die  Outer  des  Klosters  Sckdn- 
th<d  auf  ihrer  Markung  von  alien  Abgabeii,  Bede,  Bodenpfennig,  Zoll 
tind  alien  anderti  Diensten  mid  nimmt  das  Kloster  und  seine  Outer 
zu  Heilbronn  unter  ihren  Schutz  gegen  einmalige  ZaJilung  von  6(H)  Gtd- 

5  den  mit  dem  Becht  des  Biickkaufs  im  Quartal  vor  Georgii,  aber  ohne 
KUndigungsrecht  des  Klosters,  —  1399  (nechsten  dinstag  nach  dem 
wissen  sannentag)  Febr.  18. 

iS>t.A,  Schonthal  60.    Or.y  Pg,,  das  Stadtsiegd  abgegangen,    Oheti:  Dieser 

freiheitsbrief  ist  auf  der  stat  tedigimg  mit  600  fl.  zurttckgegebeo  und  cassirt 

10  worden  vermOg  verglichs  d.  d.  dinstag  nach  sant  Bartholomes  tag  [Aug.  36] 

1516.    Adnotatum29.  September  1774.—  Uberaetzang:  Kretner^  Chron.  Schdn- 

thai  1113  mit  dem  irrefUhrenden  Datum  die  martis  post   dominicam  iq  albis. 

382.  Abtissin  Amia  zu  Heilbronn  und  ihre  Schwester  Guta 
von  Stetten,  Klosterfran  daMlbst,  verkaufen  an  den  Marienaltar  in 

15  der  Kapelle  der  Veldnerin  zu  Hall  7^1%  Pfund  und  1  Fasnachthuhn 
Zins  von  der  Miifde  des  Spitals  urn  100  Pfund  Haller  Wdhrtmg, 
—  Siegler  die  Abtissin,  Abt  Erkinger  von  Comburg  und  Peter  von 
Stetten,  B ruder  der  Ausstellerin.  —  1399  (donnerstag  vor  sant  Marien 
Magdalenen  tag)  Jtdi  17. 

20  Beg,:  Wirt.  Franhen  8,95. 

383*  Fiinf  Schiedsrichter  entscheiden  in  gegenseitigen  Anspr lichen 
Eber hards  von  Wirtemberg  und  der  Stadt  Heilbronn.  —  Bracken- 
heim  1399  Okt.  27. 

Heilbronn  Lade  38, 5.     Or.,  Pg.,    mit   6  Siegeln ;   Duplihat  SUA.  Heil- 
25  bronn  II  mit  5  Siegeln.  —  Steinhofer  2,  556. 

Wir  Diehter  grave  zu  Katzzenelnbogen,  grave  Rfidolff  von 
Sultz  der  alt^  Engelhait  here  zii  Winsperg;  Hans  von  Lflstna&we  and 
Giintz  Zopf,  bfirger  zu  Wimpfen^  tun  kunt  menclich  mit  diesem  briefif 
alien  den  die  in  sehent  |  oder  h&rent  lesen  umb  sdllicb  zjisprucbe, 

30  ansprach  und  vordemnge,  als  der  edel  wolgeborn  here  grave  Eber- 
hart  von  Wirtelaberg  unser  lieber  here  den  erbem  wisen  burger- 
maigtem,  dem  raut  und  den  burgern  gemeinlichen  {  der  stat  zii  Heil- 
prunn  zuzusprechen  gehabt  bat  und  die  erbem  wisen  bnrgermeister, 
der  raut  und  die  burger  gemeinlich  der  stat  zu  HeilpHin  dem  edeln 

35  wolgeborn  beren  grave  Eberharten  von  Wirtemberg  obgnant  wieder- 
umb  I  zuzusprechen  gehabt  haben,  derselben  zuspruch,  ansprach  und 
vorderunge  sy   uns  vorgnanten  funffen   getruwet  und   der  gentzlich 


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170  1399  Okt  27. 

hinder  uns  gegaDgen  sind,  sie  dorumb  zu  entscheiden  und  zu  riehten 
mit  dem  reliten  oder  gutlich,  welches  lins  daz  gefelligest  ist,  and 
wie  wir  sy  von  beiden  teiln  dor&mb  riehten  und  entscheiden,  daz  sie 
daz  dann  von  beiden  teiln  fur  sie  und  alle  die  iren  halten  and  daby 
beliben  wollen.  Die  zuspriich  dann  hernoch  an  ieglichem  artickel  5 
angefanget  sind  zii  mercken,  die  wir  dann  gericbt  haben ;  mit  namen 
sind  diez  die  zuspriich  dez  obgnanten  unsei's  herren  von  Wirtenberg, 
dez  ersten :  Also  wie  daz  die  von  Heilprunn  sinen  anherren  und  vater 
seligen,  dez  er  ein  rehter  erbeherre  sy,  bekrieget  haben  wieder 
gelimpff,  reht  und  bescheideuhcit,  wieder  daz  sie  nie  kein  rcht  an  10 
sie  noch  an  in  gevordert  haben  und  sien  sie  and  ir  diener  etwie 
ofFt  in  ir  lant  gezogen  mit  ufifgeworffener  banner  junge  und  alt,  und 
haben  sie,  ir  lant  und  lute  mit  brande,  mit  nome,  mit  r&ube,  die 
iren  erslagen,  gefangen  und  beschetzt,  dez  er  z&  schaden  kommen 
zehentusent  gulden  etc.  Zu  dcm  andem  mol  als  die  yon  Heilprunn  15 
in  dem  leuwenkriege  in  und  sinen  armen  l&te  zu  Eselsperg  und  zu 
Steinbach  und  anderswa  geschediget  haben,  ir  viehe,  rinder  and  an- 
der  sache  mee  dann  fiinfifhundeii;  guldin  wert  Aber  daz  daz  sin  an- 
herre  selige  mit  der  leuwengeselschafft  nit  zii  geschafifen  hetde  etc. 
Zu  dem  drietten  mol  als  die  stete  ir  diener  und  ir  s51dener  schickten  20 
gen  Eslingen,  daz  da  die  von  Heilprun  und  ir  diener  zAgen  uff  in 
und  sin  armen  lute  und  in  sin  lant  und  schedigten  in  wol  umb  funff- 
tusent  gulden  etc.  Zu  dem  vierden  mol  als  die  von  Heilpr&nn  die 
edelen  wolgeborn  unser  lieben  frauwen  von  Wirtenberg  von  Mcylant 
und  ir  armen  lute  schedigeten  wol  umb  zweihiindert  gulden  zu  25 
Buttickein  etc.  Zu  dem  funfften  mol  als  die  von  Heilprun  hern 
Walther  seligen  von  Sahssenheim  und  andere  sin  armen  lute  erslagen 
solten  haben  etc.  Zu  dem  sebsten  mol  als  die  von  Heilpr&n  im  sin 
armen  l&te  und  sin  diener  und  die  iren  geschediget  solten  haben 
zu  Kurnbach,  daz  setzzen  wir  uss  und  scheiden  nichtz  zu  diesen  ziten  80 
dorumb  wann  es  unser  here  von  Wirtenberg  obgnanter  in  sinen  zu- 
spruchen  stielle  sten  gelassen  h&t  Anzugesprochen.  Z&  dem  sieben- 
den  mol  als  die  von  Heilprun  geschuldet  solten  haben  uff  sin  diener 
die  er  zu  Brackenhein  liegen  hetde  etc.  Zu  dem  abten  mol  als  die 
von  Heilprun  C&ntzen  schultheissen  von  Brackenhein  in  irer  stat  zu  85 
Heilprun  enthalten,  gehuset  und  im  mit  grossem  g&t  enweg  geholffen 
solten  haben  etc.  '  Und  von  dez  K61ters,  von  der  judenbrieff  wegen, 
die  die  von  Heilprun  inne  solten  haben,  die  unserm  heren  von  Wirten- 
berg sagen,  und  von  der  juden  wegen  Boriess  und  Jdselins  haben 
wir  uns  behalten  und  dorfimb  s&nder  ussspr&che  getan  als  der  uss-  40 


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1899  Okt.  27.  171 

spruchsbrieff  wol  wiset,  den  wir  in  von  beiden  teiln  dorumb  gegeben 
haben.  So  sind  diez  der  erbern  wisen  bfirgermeister  dez  raiitz  nnd 
der  bArger  gemeinlich  der  stat  zu  Heilprun  zusprucb,  als  sie  dann  auch 
zugesprochen  haben  dem  obgnanten  unserm  lieben  heren  von  Wlrten- 

5  berg,  die  zusprfiche  dann  an  iegliehem  artickel  auch  angefanget  gin 
zu  mercken,  die  wir  dann  auch  gerieht  haben.  Zu  dem  ersten  als 
unser  here  von  Wirtenberg  obgnanter  vor  H&uwenstein  lage,  da  neme 
in  sin  gewalt  dez  selben  mols  zweier  h&ndert  gfildin  wert  viehs 
zii  Northein  etc.     Zii  dem  andern  mol  als  sie  hern  Wilhelmen  von 

10  Sasshenhein  vor  Bunieckein  pfenten,  da  ylet  sie  unser  here  von 
Wirtenberg  und  wurde  im  verkunt  daz  sie  ez  weren  nnd  hetden 
nihtc  mit  im  zu  schaifen  dann  gfitz,  uber  daz  jeucht  er  in  ire  pfert 
abe  und  schediget  sie  wol  umb  zweihundert  guldin  etc.  Zii  dem 
drietten  mol  als  der  Nidecker  ir  vint  were,  da  enthielten  in  nnd  sin 

15  helflFer  unser  here  von  Wirtenberg  zu  Marppach  zu  Weiblingen  und 
in  andern  sinen  slossen  nnd  daz  sie  von  im  doruss  und  dorin  ge- 
schediget  wurden  umb  drutusent  guldin  etc.  Zu  dem  vierden  mol 
als  unser  here  von  Wirtenberg  zoch  uff  die  slegelgeschelschaSt  an 
den  Kochen  und  die  Jagst,  da  schediget  er  und  sin  diener  sie  und 

20  die  iren  wol  umb  zweitusent  guldin  etc.  Zii  dem  fiinfften  mol  als 
sie  in  dem  leuwenkriege  sie  und  die  iren  von  unserem  hern  von 
Wirtenberg  und  den  sinen  geschediget  wurden  wol  umb  viertusent 
guldin  etc.  Zu  dem  sebsten  mol  als  irer  burger  zwen  ufif  des  richs 
frien  strassen  duch  genommen  wurde  und  daz  gen  B&blingen  kerne 

25  in  nnsers  hern  von  Wirtenberg  sloss,  daz  schetde  in  funfftzig  guldin 
etc.  Zu  dem  siebenden  mol  als  sie  Erckingern  von  Mogenhein  dem 
rich  zii  einem  burger  zii  Heilbriin  enpfangen  hetden,  da  schickten 
sie  iren  gebutdel  gen  Brackenhein  und  daz  er  in  daz  beluten  sSlle, 
da  wurde  im  ein  ore  abgesniteu  etc.     Zii  dem  ahtenden  mol  als  in 

30  ire  dorflfe  Neckergartach  von  unserm  heren  von  Wirtenberg  und  von 
den  sinen  verbrent  wurde  in  den  dingen,  daz  sie  mit  im  nihtz  zii 
schaffen  hetden  dann  giitz,  daz  schetde  in  zweitusent  guldin.  Und 
limb  diese  obgeschriben  artickel  wie  die  mitclage  und  entwort  fur 
lins  kommen  sin  als  sie  uns  von  beiden  teiln  die  dann  beschriben 

35  gegeben  haben  nnd  wir  die  verh5rt  haben,  da  entscheiden  und  riehten 
wir  sie  gutlich  von  beiden  teiln  also,  daz  der  obgnante  unser  here 
von  Wliienberg  fur  in  und  die  sinen  der  vorgnanten  von  Hcilpriin 
und  der  iren  gnediger  here  sin  sol  und  daz  die  obgnanten  von  Heil- 
prun f&r  sie  und  die  iren  der  obgnanten  unsers  hern  von  Wirtenberg 

40  und  der  sinen  gute  frunde  wiederumb  sin  s511en   und  daz  alle  ob- 


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172  1899  Okt.  27. 

gescbrieben  artickel  ziisprucb  anspracb  und  vorderunge  als  uds  die 
beschribeu  gegeben  and  hie  vor  an  disem  brief  geanfanget  sin  als 
wir  die  verh5rt  baben,  von  beiden  teiln  und  partien  geneinander 
gentzlich  und  gar  verrieht,  tode  und  ab  sin  sdllen  und  daz  entweder 
teil  zii  denoi  andcrn  teil  von  der  zuspruch  und  obgeschriben  sache  5 
wegen  furbass  mee  nummer  kein  vorderunge  noch  ansprache  haben 
sfillen  in  dehein  wise  on  alle  argeliest  und  geverde.  Und  dieser  dinge 
zii  urkunde  und  rehter  warbeit  so  geben  wir  obgnanten  schiedliite 
iedwedem  teil  diese  riebtunge  versiegelt  mit  unsern  anbangenden 
eigin  insiegeln.  Datum  et  actum  zii  Brackenhein  vigilia  apostolornm  lo 
Symonis  et  Jude  anno  Domini  millesimo  GGC  nonagesimo  nono. 

384.  Dieselben  desgleichen  in  Anspriichen  wirtembergischer  Unter- 
thanen  an  Ileilbronn,  —  Unter  demselben  Datum, 

Ehd,  6,    Or,y  Pg,^  das  erste  und  dritte  Siegd  am  Eande  heschddigt.    Von 
anderer  Hand  als  die  vorige  Urkunde^  wie  auch  die  Orthographie  zeigt.    Dupli-  15 
hat  SLA.  Heilbronn  II  mit  5  Siegeln. 

Wir  Dietber  granff  zft  Katzenelnbogen,  graufif  RAdoIf  von  Sulz 
der  elter,  Engelbart  ber  zft  Winsperg,  Hanns  von  Lustnow  und  Cftnz 
Zopf  burger  zft  Wimpfen  |  tftn  kunt  menglicb  mit  disem  brief  alien 
den  die  in  sehent  oder  borent  lesen  umbe  solicb  zflsprueb,  so  der  edel  20 
wolgeborn  ber  granff  Eberbart  von  Wirtemberg  zftgesprocben  baut  | 
den  ersamen  wisen  dero  burgermaister,  dem  raut  und  den  burgern 
gemainlich  der  stat  ze  Hailprunn  von  des  K&lters,  siner  busfrowen 
und  ir  kind  wegen  und  des  die  von  Hailprunn  {  obgnant  geantwArt 
baben  als  sy  uns  daz  von  baiden  tailn  bescbriben  geben  haben  in  25 
irrn  zflspriichen  und  ant^rten,  als  wir  denn  daz  verb6rt  baben  nach 
clag  und  ant^rt,  do  sien  wir  obgnanten  funf  ainmiitig  worden  und 
spreehen  gutlich,  w&rr,  daz  die  von  Hailprunn  dem  K61ter,  siner  hus- 
frowen  und  iren  kinden  iht  genomen  hetten  nach  der  zit  als  er  burger 
zu  Brackenbain  worden  waz  und  in  daz  verkunt  worden  ware,  daz  30 
sollen  sy  wider  geben  und  keren.  Wes  sy  aber  dubt,  daz  sy  in 
(larnach  nit  genomen  hetten,  da  sullen  sy  in  sweren  und  daz  reht 
dafur  tftn,  und  daz  reht  sullen  sy  tftn  mit  irem  taglichem  raut, 
also  daz  der  vierundzwaintzig  sy  an  all  geverde.  Watr  aber,  daz 
sy  daz  relit  also  nit  t&ten  und  vollfurten  uff  den  tag  als  wir  denn  35 
bernacb  gesetzt  baben,  daz  denn  unser  her  von  Wirtemberg  erwisen 
und  kuntlich  machen  m&ht  mit  erbrer  kuntscbaft  als  reht  ist,  daz 
sullen  sy  im  geben  und  keren,  daz  dann  dem  K&lter,  siner  busfrowen 


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1899  Okt.  27.  173 

und  iren  kinden  genomen  w&re  n&ch  dem  als  vorgeschriben  staut 
an  geverde.  Und  umbe  die  judenbrief  als  unser  her  von  Wirtem- 
berg  obgnant  den  von  Hailbrann  vorgnant  zAgesprochen  haut^  daz 
sy  die  innbaben,  die  da  im  sagen,  und  die  von  Hailbrann  geant^rt 

5  baben  daz  sy  der  kain  haben  als  sy  uns  des  ir  zAspruch  und  ant^rt 
bescbriben  geben  baben  und  wir  daz  verb6rt  haben  n&cb  clag  und 
ant^rt,  da  sien  wir  ainmiitig  worden  und  sprechen  giitlich,  w&re, 
daz  die  von  Hailprunn  judenbrief  innhetten,  die  unserm  heren  von 
Wirtemberg  seuen  oder  den  sine  ungeverlich,   daz  sy  in  die  wider 

10  geben  sullen,  wair  aber  daz  sy  der  brief  dehainen  hetten,  w61t  denn 
unser  her  von  Wirtemberg  sy  des  rehten  darunibe  uberhaben,  so 
sullen  sy  im  darumbe  sweren  und  daz  reht  dafiir  t&n  in  der  masz 
und  uff  den  tag  als  wir  den  hernaeh  gesetzt  haben,  daz  sy  der  kain 
haben  ku  all  geverde  und  wenn  sy  daz  get&n  baben,   so  sullen  sy 

15  unserm  herren  von  Wirtemberg  von  der  sach  wegen  enbrochen  und 
nihtzit  schuldig  sin«    Und  von  der  juden  wegen  ^Borichs  und  J6slin7^ 
als  unser  her  von  Wirtemberg  obgnant  den  von  Hailprunn  vorgnant 
z&  gesprochen  baud  und  die  von  Hailprunn  geantwrt  hand,  als  sy 
uns  ir  zflsprftch  und  antwrt  bescbriben   geben  und  wir  daz  verh6rt 

20  haben  n&ch  clag  und  ant^t,  da  sy*wir  ainmutig  worden  und  sprechen, 
ware  daz  die  von  Hailprunn  den  obgeschrieben  juden  iht  genomen 
hetten  in  der  zit,  als  sy  unsers  herren  von  Wirtemberg  ingesessen 
juden  und  burger  gewesen  sint;  daz  sy  in  danu  daz  keren  sullen, 
w&re  aber,  daz  sy  in  nihtz  genomen  hetten  in  der  zit  vorsten,  denn 

25  die  von  Heilprann  des  sweren  und  ir  reht  dafur  tAn  in  der  masz 
als  vorgeschriben  staut,  und  ufif  den  tag,  als  wir  den  hernaeh  gesetzt 
haben,  so  sint  sy  unserm  herren  von  Wirtemberg  nihtzit  schuldig 
darumbe  zt  keren.  W&re  aber  daz  sy  des  nit  taten,  daz  denn  unser 
her  von  Wirtemberg  erwisen  und  kuntlich  niachen  mfiht  mit  erbrer 

30  kundschaft  als  reht  ist,  daz  sullen  sy  im  keren,  und  von  J&slins  des 
juden  wegen  als  unser  her  von  Wirtemberg  obgnant  den  von  Hail- 
prunn vorgnant  zflgesprochen  haut,  wie  daz  Cuntz  Schnler  ir  burger 
ain  schuldbrief  babe,  der  Maigern  dem  juden  von  Rotemburg  sage, 
daran  er  im  schuldig  sy  zwelfif  guldin   und  ahtzig'pfunt  n&ch  des 

35  selben  briefes  usswisung  daran  J&slin  obgnant  ain  tail  babe,  und 
die  von  Hailprunn  des  geantwrt  haAd,  als  sy  uns  ir  zAspriich  und 
antwrt  bescbriben  geben  und  wir  daz  verh5rt  haben  n&ch  clag  und 
antwrt,  da  sien  wir  ainmutig  worden  und  sprechen  gutlichen,  daz 
die  von  Hailprunn  Gflntzen  Schftlem  iren  burger  vorgnant  dem  ob- 

iO  gnanten  juden  J&slin  zA  Hailprunn  vor  dem  geriht  zA   dem  rehten 


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174  1400  Febr.  17. 

stellen^  ob  er  daz  erfordert  and  begert,  und  im  darumbe  ains  unver- 
zogeDD  rehten  behelffen  und  im  dar  and  dannen  aiu  fries  gelait 
geben  sullen  fur  sy  und  die  iren  die  schuld  ze  erfordern  nach  deni 
rehten  und  wann  sy  daz  tfln  and  getan  baben,  daz  sy  denn  unserni 
heren  von  Wirtemberg  furbaz  darumbe  nicbtz  mee  schnldig  sien.  5 
Und  dise  obgesehriben  reht  die  sullen  die  von  Hailprann  tfln  und  voll- 
fum  uif  den  nehsten  zinstag  vor  sant  Lucien  tag  nehst  kompt  [Dez.  9] 
ze  Hailprunn  und  den  tag  alien  [verkunden]  und  da  sol  der  vorgnant 
unser  her  von  Wirtemberg  ufif  den  selben  tag  ainen  oder  zwen  von  sinen 
vergen  schiken  mit  sinem  offenn  gewaltzbrief^  die  die  reht  vou  den  von  10 
Hailprann  in  nemen  naeh  dem  als  wir  denn  an  disen  ussspruch- 
brief  gesprochen  baben.  Und  des  ze  urkund  und  diss  ussspruchs 
zfi  ainer  waren  gezugniiss  so  baben  wir  vorgnanten  schidlut  unsre 
aigne  insigel  gehenkt  an  disen  brief.  Datam  et  actum  Bracken- 
hain  in  vigilia  apostoloiiim  Symonis  et  Jude  anno  Domini  millesimo  15 
GCC  nonagesimo  nono. 

3S3.  Bischof  Gerhard  von  Wurzhurg  hestatifft  die  Statnten 
der  BruderHchaft  der  Geistlicheii  an  der  Pfarrkirche  zn  Heilhroan, 
—  1400  Fehr.  17. 

HeUbrofin  Lade  23,  S,     Or.,  Pg.  mit  VikariaUsiegel.     Unien  links  ron  20 
dtrselbm  Hand:  Uniira  florennm  et  4  solidos  (lenarionim. 

In  nomine  Domini,  amen.  Gerhardus  Dei  gracia  episcopus 
Herbipolensis.  Cupientes  augeri  cultum  divinum  nostris  temporibus 
ad  laudem  et  honorem  oiQnipotentis  |  Dei,  in  quo  est  retribucio  om- 
nium bonorum,  quo  attestante  beato  Aagustino  omnium  Ghristianomm  25 
apes  in  futuram  tempus  extenditur,  ut  quod  hie  servimns  Deo,  alibi 
nos  I  servisse  letemur,  juste  siqaidem  et  provide  divina  sapiencia 
distinxit  tempus  laborum  et  premii,  hie  ergo  laboremus,  hie  servia- 
mus  Deo^  hie  mutna  {  caritate  oremus  pro  invicem  et  ubi  frater  adja- 
vety  finem  multum  perficit  congregacio  devotorum.  Et  quia  omnes  30 
manifestari  nos  oportet  ante  tribunal  distincti  judieii,  ut  recipiat  unus- 
quisque  prout  gessit  sive  bonum  sive  malum,  hoc  perpendentes 
multum  devoti  in  Ghristo  plebanus  pro  tempore  existens  ac  altariste 
et  beneficiati  in  oppido  Heilprun  nostre  diocesis,  et  quia  non  est 
accepcius  Deo  opus  qyam  misericordia,  que  exhibetur  animabus  exatls,  35 
que  tum  uberrime  refluit  in  sinum  facientium,  ideo  plebanus  et  omnes 
beneficiati  pro  presentibus  et  futuris  et  eorum  successoribus  facientes, 
disponei^tes   et  ordinante9   unam   confraternitatem  ordinaoipnem>.  (!)    ^ 


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1400  Febr.  17.  175 

dum  ingrediuntur  viam  caniiB.  Primo  ordinamus:  decambens  in  lecto 
egritudinis  conveniant  omnes  confratres^  transeant  superpelliciati  una 
cnm  Sacramento,  astantes  devote  et  antequam  communicetur,  fratres 
alternatim  legant  psalmum  „Deu8  miseriatur"  etc.,  cum  dominica 
5  oracione,  cum  versiculo  „Panem  cell"  (!)  etc.  collecta  subsequent! 
^Deus  qui  nos  (!)  sacramento  mirabili''  etc.,  et  communicate  legant 
psalmum  ,,Landate  Dominum  omnes  gentes"  etc.  cum  versiculo  ;,Sal- 
vum  fac  famulum  tuum^  et  collecta  ^Precende  Domine  famulo  tuo^ 
etc.   Gonfrater  vero  inungendus  iterum  conveniant  induti  superpelliciis 

10  et  astantes  in  ungendo  legant  penitenciales  alternatis  vicibus  cum 
letaniis  et  aliis  consuetis.  Dum  agonizat  confrater,  si  affectat  *>  depu- 
tentur  duo  de  confratribus  ordinati  sen  ordinandi  a  provisoribus  con- 
fraternitatis  legentes  passionem  vel  alias  oraciones  placentes.  Item 
primo  die  obitus  iterum  conveniant   omnes   confratres  et  provisores 

15  confraternitatis,  ordinent  singula  necessaria  specialiter,  si  opus  fuerit, 
induatur  corpus  exuti  ornamentis  sacerdotalibus,  pulsu,  candelis  et 
funus  deferatur  processionaliter  ad  ecclesiam  ab  omnibus  confratri- 
bus et  cantentur  vigilie  novem  leccionnm  in  ecclesia  et  non  pre  fori- 
bus  defuncti.    Item  dum  elevatur  sacrum  dominicum  in  summa  missa, 

20  quatuor  de  confratribus  elevent  feretrum  cantantes  antiphonam ;, Domine 
suscipe  me^  trina  vice.  Item  omnes  confratres  legant  missas  pro 
defunctis  et  quicumque  de  confratribus  non  habent  graciam  legendi 
missam  prima  die,  legant  sequent!.  Gompletis  itaque  missis  et  habita 
benediccione  omnes  confratres  induantur  albis  et  stolis  et  quatuor  de 

25  confraternitate  ordinati  a  provisoribus  deferant  corpus  ad  sepulcrum 
legentes  et  cantantes  responsoria  et  alia,  que  eontinentur  in  exequiali 
et  pre  ^^  se  deponant  corpus  ad  sepulcrum  cum  calice  cereo  et  bostia 
et  seppeliatur  in  parroehiali  ecclesia  et  non  alibi.  Item  in  septimo 
die  obitus  iterum  conveniant  confratres  et  de  sero  cantantes  vesperas 

30  defunctorum  et  de  mane  vigilias  novem  leccionum  cum  uno  ^Venite" 
et  omnes  habentes  graciam  legendi  missam,  legant  pro  defunctis  et 
omnes  confratres  persistant  per  totum  officium  et  nuUus  abinde  rece- 
dat.  Gompletis  itaque  divinis  officiis  devote  visitent  sepulcrum.  Et 
simili  modo  conveniant  in   tricesimo   die   prout   in   septimo.     Item 

85  omnes  confratres  per  totum  tricesimum  defuncti  omni  die  orent  vigilias 
et  quocienscumque  babeant^^  graciam  legendi  missam  infra  tricesi- 
mum, adjungant  collectam  ob  commemoracionem  defuncti.  Item  omnes 
existentes  in  confraternitate  quam  diu  vixerint  habeant  universalem 


a)  Am  dem  Wort  M  radiert.        b)  Or.:  per.         c;  Or.:  htkhneraLUt  voh  andtttr  HuHd  auf  BoBur. 


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176  l^WO  Febr.  17. 

memoriam  confratrum  tarn  vivorum  quam  defunctoram.  Item  omnes 
confratres  oonveniant  quater  in  anno  tercia  feria  post  octavas  pasche, 
tertia  feria  post  festum  corporis  Ghristi,  tercia  vice  in  tricesima  die 
beate  Marie  virginis  scilicet  assampcionis  et  tercia  feria  post  con- 
eepcionem  beate  Marie  Virginia  et  qualibet  vice  cantent  de  sero  5 
vesperam  defunctornm  et  de  mane  vigiliam  novem  leccionum  majorera 
cnm  una  missa  defunctornm  et  summa  missa  cantetur  prout  vide- 
bitur  expedire.  Item  omnes  de  confVaternitate  decedentes  habentes 
t<antum  de  facultatibus  ordinent  ut  distribuantur  pro  ipsis  prima  die 
obitus  duo  maldra  spelte  septtma  tantum  et  in  tricesima  tantum,  et  10 
si  quid  ab  ipsis  confratribus  vel  ab  aliis  personis  extra  confraternitatem 
existentibus  legatnm  vel  donatum  special'iter  ad  confraternitatem  fuerit, 
possunt  provisores  confraternitatis  distribuere  secundum  quod  vide- 
bitur  expedire  omnibus  existentibus  in  confraternitate.  Et  quicumque 
de  confraternitate  transgressus  fuerit  aliquot  predictorum,  qualibet  1*^ 
vice  puniatur  pena  presenciarum  consweta.  Et  quia  noli  bene  coli- 
tur  auctor  pacis  nisi  tempore  pacis,  volurous  nunc  futuris  et  perpe- 
tuis  temporibus,  quod  sit  unum  velle  et  nolle  inter  confratres  et  nullus 
molestet  alium  verbo  nee  facto  et  si  inimicus  homo  seminaret  ziza- 
niam  discordie,  quod  absit,  extunc  confratres  et  provisores  confra-  20 
temitatis  sedant  et  tranquillant  sic  discordantes,  nisi  existentes  buius- 
modi  propter  que  necesse  esset  implorare  patrocinium  superiorum 
nostrorum,  contra  quos  in  biis  nee  in  nullo  recalcitramus,  quibus 
merito  in  omnibus  obedire  tenemur  tamquam  veri  filii  obediencie 
salvo  nostro  jure  episcopali.  Ut  autem  presens  ordinacio  durative  25 
perseverety  volumus  ut  de  cetero  nullus  beneficiatorum  admittatur  ad 
consuetam  distribucionem  presenciarum,  nisi  prius  promittat  fide  data 
nomine  juramenti  inviolabiliter  banc  caritativam  ordinacionem  servare 
sine  fraude  et  dolo.  Nos  vero  Gerhardus  episcopus  prefatus  atten- 
dentes  dictam  ordinacionem  seu  confraternitatem  fore  consonam  racioni  30 
et  [juri]  eandem  auctoritate  nostra  ordinaria  confirmamus,  ratificamus 
et  approbamns  Dei  nomine  in  biis  scriptis,  in  quorum  omnium  et  singu- 
lorum  evidens  testimonium  ad  preces  dictorum  confratrum  dictas  litteras 
sigillo  nostri  vicariatus  fecimus  conmuniri  anno  Domini  millesimo  qua- 
dringentesimo  feria  tercia  post  diem  beati  Valentini  martiris.  35 

386.  Gewin  Gemminger  tind  Hiltp-ant,  St.  Kilians  Pfleger  zii 
Heilbronn,  beurkundeyi  mit  Geheiss  tmd  Genehmigung  der  Burger- 
meister  and  des  alien  nnd  neuen  Rats  die  Stiftung  von  50  Gulden 
fur  ein  euHges  Licht  durcfi  Kunz  Leyder  und  seine  Frau  Adelheid 


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1401  Jan.  25  —  1401  JuH  20.  177 

Benihartj  Biirger  zu  Heilbronn,  im  Ckor  der  Pfarvkirche  vor  iiufieres 
Herni  Leichnam  zu  Lob  und  Ehren  Gottes,  seiner  Mutter  Maria  und 
des  yanzen  himmlischen  Heenf,  iknen,  ihren  Altcordern  und  Xach- 
kommen  und  alien  glduhi(jen  Seelen  zu  Trost  und  Hilfe  zu  brennen, 
5  versprechen  das  Licht  stets  zu  unterhalten  und  bei  Versiiumnia  ran 
8  Tagen  jedesnial  einen  Scheffel  Roggen  an  das  Spital  zu  liefern.  — 
1401  (gant  Pauls  tag  als  cr  bekert  wart)  Jan.  25. 

Heilbronn,  Lade  J^4f  o,     Or.j  Py.  mil  Stadtntiegd. 

a)  Pfaff  Konrad  Klinyenbwg,  Biirger  zu  Heilbronn,  verkauft  an  die 
10  ohen  genanntjn  Richier  5  Ffund  4  iS chilling  twn  seinem  Vater  Bertold  geerbien 
Zins  von  Haiie  Oftertingers  Eckhaus  in  der  Judengasse  n:fbtn  Heinrich  Honiger 
und  dem  Haas  am  Lichtensterner  Hof  neben  dem  Schneller,  das  Heim  Scherer 
voti  der  Schelerin  geerbt  hat,  um  J20  Gulden.  —  Siegler  Peter  von  Berlichingcn 
und  Seiiz  Bender,  Richie}'  zu  Heilbronn.  —  14{j8  (tVitag  vor  letare)  Mdrz  23. 
15  —  St, A.  Heilbronn  I  Religionswesen.     Or.,   Pg.,    das  erste  Siegd  abpegangen. 

387.  Elsbeth  von  Thalheim,  Abtissin,  und  Konrent  des  Klosters 
BiUigheim  verkaufen  an  ihre  Mitschwestern  Katharina,  Margareihe 
und  Peterse  von  Wiirzburg  zwei  Stilcke  Weingarten  zu  Heilbronn, 
eines  neben  Gewin  dem  Arzt  und  Han,^  Bernharf,  das  andre  neben 

20  Pf(fff  Milnch  tend  dem  Gemminger  als  Leibgeding  um  40  Pfund  Heller 
und  versprecheHj  dacon  Bede  zu  zaklen  und  Mist  und  Pfahle  hinaus- 
zuthun  wie  andern  Schwestern;  nach  ihrem  Tode  sollen  die  Gilter 
heimfallen.  —  1401  (sant  Gerdruten  tage)  Marz  17. 

Heilbronn  Lade  68,  BiUigheim  J.     Or.,  Pg,  mit  Siegeln,  das  erste  oben 
25  beschcidigt, 

388.  Konig  Euprecht  verleiht  Herolt  Wickmar  genatmt  von 
Ohm  (Ornne)  ein  Fischivasser  zu  Heilbronn  von  der  Miihle  abwdrts 
bis  zum  Gartacher   Wasser,  —  Horneck  1401  Juni  25, 

Reg.:  Chmel  n.  481  aus  ReicJisregistraturbuch  B, 

30  389.  Konig  Buprecht  belehnt  den  Bitter  Hans  von  Hirschhorn 

fiir  sich  und  die  Kinder  seines  Bruders  mit  dem  Zehnten  der  drei 
FrUc/ite,  dem  Meinen  Zehnten  und  dem  Zehnthof  bei  der  Pfarre  zu 
Heilbronn,  dem  Dorf  Rotenberg  (Rodenburg)  mit  Gericht  und  Zube- 
hor,  Hainbronn  (Hunebronn),  Finkenbach  und  dem  Weiler  Mulnbronne. 

35  —  Heidelberg  1401  Juli  20, 

Reg,:  Chmel  n,  573  aus  Reichsregistraturbuch  B;  unvoUstdndig.  Arch, 
f.  hess,  Gesch,  10, 138  aus  dem  Hirschhorner  Kopb.  in  Darmstadt.  —  Nach  einer 

Wtlrtt.  Geschichtsquellen  V.  12 


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178  1401  Auk.  7  —  1401  Aiij?.  10. 

Xotiz  am  Idzteren  Ort  146  die  Bdchnung  mit  dem  Zehnten  14()4  enteuert ,  hei 
Chmel  keine  Urkand'f. 

a)  Derselhe  erlaubt  dem  Bitter  Eberhard  von  Hirschhorn,  seine  Halfte, 
ndmlich  Vo  «»*  Zehnten  zu  Heilhronn,  der  vom  Heich  zu  Lehen  geht,  den  Heil- 
hronner  Bilrgern  Ulrich  von  Heimherg  und  Hans  von  Stetten  zu  verpfdnden. 
—  Heidelberg  1404  Juli  5.  —  lieg. :  Chmel  n.  17U7.    Arch.  /.  Jiess.  Gesch.  10, 146, 


390»  Konig  Ruprecht  besUitigt  der  Stadt  Heilhronn  die  Frei- 
heiten  und  Briefe,  die  sie  con  Kaiser  Karl  [IV,]  und  deasen  Vor- 
ijiingern  erhalten,  ~  Bonnigheim  1401  (suntag  nehst  vor  sant  Laurentien 
tag  des  heiligen  mertelers)  Aug.  7.  10 

Si.A.  Heilbronn  I.  Privilegim.  Or.,  Vg.,  das  urspri'tngUch  an  blau-gelber 
Seidifischnur  anhangende  Majestdtssiegel  isi  abgegangen.  Aiif  dem  Bug:  Per 
(lominum  Rabanum  episcopum  Spirensem  cancellarium  Nicolaus  Biiiiian.  Aussen : 
R.  Johannes  de  Landauwen.  —  Beg.:  Chmel  n.  708.  —  Beide  Privilegien 
(dieses  n.  n.  377  a)  warden  Uberbracht  von  Wiprecht  von  Bischofsheim,  Konrad  15 
von  Weinsberg,  Diether  con  Gemmingen,  Eberhard  von  Xcipperg,  Kunz  Milnch 
[con  Rosenberg]  u.  a.     Klunzinger,  Zabi^rgciu  1,89. 

a)  Derselbe  tccist  die  Stadt  Heilbronn  an,  seinem  B^^vollmiichtigten  Bitter 
Hans  von  Hirschhorn  eidlich  an  seiner  sfatt  zu  huldigen.  —  Bonnigheim  1401 
(sonta^  vor  Laurcntii)  Aug.  7.  —  Beg.:  Bdchstagsakten  5,4<)  (rgl.  4^:212)  und  20 
Chmel  n.  707. 


391.  Derselhe  nimmt  18  .^chicdbische  Reichsslddte,  darnnter 
Heilbronn,  in  seine  und  des  Reichcs  Iluld,  verspricht  sie  zu  schiitzen, 
nicht  zu  versetzen,  zu  verkavfcn,  zu  verkiimmern  nock  zu  vetpfdudeUy 
erldsst  ihnen  die  terfullenen  Reichssteuern  und  etwa  erhobene  Juden-  25 
gelder  und  yestattet  Selbsthilfe  gegen  Beeintrdchtigung  dieser  Artikel. 
—  Ulm  1401  Aug.   U). 

Teihreise  gfdr.:  Beichstagsakten  5,42.  —  lieg,  Chmel  n.  72iy.  —  Vgl. 
daeu  das  Biindnis  von  12  schwdblschen  Stddten,  daranfer  Heilbronn,  von  1402 
P'ebr.  4.     Beg.  Beichstagsakten  a.  a.   O.  30 

392»  Markart  Scheck  von  }seipperg  der  Eicher  uml  seine  Frau 
Adelheidf  Biirger  zu  Heilbronn^  verkaufen  an  das  Kloster  Adelbery 
urn  31  Gulden  Outer  zu  Flein,  die  es  bereits  a  Is  Pfand  inne  hat: 
2  Morgen  Weingdrten  am  Alten  Berg,  ^U  Morgen  M^iesen,  ^U  Morgeu 
Garten  auf  dem  Rosenberg,  St.  Kilian  mit  18  Hellern  zinsbar,  und  35 
7^  It  Morgen  Acker  j  2  da  von  am  Hausener  (HUser)  HVy,  neben  Giitem 
Konrad  Geivins,  Hans  Obersteiifelds,  Streakers,  Hochbeins  und  der 
Kloster  Bi/ligheim   und  Adelberg.    —   Siegler  Hans  der  Kosse   und 


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1401  AwiT.  23  —  1402  Febr.  16.  179 

Klaus  SeileVj  Bichter  zu  Heilbromi.    —   1401  (Bartholomeus  abent) 
Auff.  23. 

SLA.  Adelberg  13.     Or.,  Fg.  mil  Siegeln. 


393.  K'Onig  Ruprecht  vedeiht  Konrad  von  Tiefenbach,  Lund- 
h  schreiber  zu  Heidelberg,   das  Fund-  und  Ladamt  zu  Heilbronn   auf 
Widerruf.  —  Amberg  1401  Aug.  24. 

Beg.:   Chmel  n.  872  ous  Reich^registrainrhuch  B.   —  Vant:    .^Xaiural- 
ertriignis  von  Grand  und  Boden.^*     Le.ver. 


394:.  Pfalzgraf  Ladioiyy  Reichsvikar  fiir  seine n    Vaier  Konig 
10  Ruprecht,   iveist  die  Stadt  Heilbronn  an,   die   an  Martini  verfallene 
Reichssteuer  an  Bechtold,  Keller  seines  Vaters  zu  Dilsberg,  zu  zaJden; 
tve7in  es  geschehen,  soil  dieser  Brief  als  Quittung  gelten.  —  Heidel- 
berg 1401  (Katherinen  tag)  Xor.  25. 

Heilbronn  Lade  37,31.     Or.,  Pg.,  Siegd  rechts  ohen  heschadigt. 

15  d)  Konig  Ruprecht  desgleichen  betr.  die  Zahlung  der  an  Martini  fdllig 

werdenden  Reichssteuer  an  Albracht  von  Bertcangen,  seinen  Hofmeister  zu  Heidel- 
berg. — -  Heidelberg  14()2  (sant  Laurencieii  abent  dez  heiligen  mertelers)  Aug.  9.  — 
Ebd.  32.  Or.,  Pg.  mit  Majestntssiegel.  Auf  dem  Bug:  Ad  mandatum  domiiii 
regis  Johannes  Winhcira.  Aussen:  U.  Bertlioldus  Durlach.  —  Reg.  Chmel  n.  1258. 

20  Scriba,  hess.  Reg.  1, 128. 

b)  Derselbe  ebenso  betr.  die  Zahlung  der  ncicJisten  Steuer  an  seinen  Haus- 
hofmeister  zu  Heidelbei'g,  Heinrich  zur  Huben.  —  Alzey  1403  (mittwocheu  nach 
sant  Remipus  tage)  Okt.  3.  —  J*Jbd.  33.  Or.,  P</.,  Siegel  abgerissen.  Kanzlei- 
retmerk  toie  vorhin.  —  Reg.  Chmel  n.  1572. 

25  c)  Derselbe  wcist  die  Stitdte  Esslingen,  Hall   und  Heilbronn   an  —  %cie 

unier  b).  —  [Heidelberg]  1404  Juni  22.  —  Reg.:  Chmel  n,  1784  aus  Reichs- 
registrainrbuch  C. 

d)  Derselbe  quittiert  dir  Stadt  Heilbronn  ilber  die  jetzt  schon  bezahlte 
nachste  Jahressieuer.  —  Heidelberg  1404  Juli  7.  —  Ebd.  n.  1801. 


30  395.  Pfalzgraf  Ludwig J  Reichsverweser,  belehnf  die  Stadt  Heil- 

bronn auf  viiindlivhe  Bitte  Hans  Eyrers  mit  Vogtei,  Gericht  und 
20  Pfund  Hellern  zu  Flein  und  mit  Bockingen  und  bestellt  den  ge- 
nannten  als  Lehenstrager.  —  Heidelberg  14o2  (donerstag  vor  remi- 
niscere)  Febr.  16. 

35  St. A.  lieuwiirttbg.  Lehen  1.     Or.,  Pg.,  mit  Siegel.  —  Reg.:  Chmel,  Rup^ 

recht  n.  1142. 


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180  1^02  Juli  9  —  1402  Aug.  21. 

396.  Marqiainl  von  Leonbenj,  Koncentbnuler  zu  MaidOron/t, 
Pflcfjer  der  Giiter  dcs  Klo.sfers  Lichtendeni  zu  Ileilbronn  und  am^ser' 
ludhy  elnerseits,  Konrad  Liitfrid,  Pfn'indner  am  Altar  Sf.  Johannis 
Baptistae  in  der  Pfarrkirche  zu  Ileilhronn,  und  sein  Voter  Kunz, 
Li'itfriedy  Biirf/errne inter  und  von  des  Bats  tcegen  Pjieyer  des  elenden  5- 
Ifauses  daselhst,  andererseits,  heurkunden,  dass  das  Kloster  Lichten- 
stern  Ve  des  Weins  ton  dem  Sechzehntel  des  Fleiner  Zeknten,  das 
die  Sturmfeder  an  Zeisolf  von  Magenheiin,  den  Sfifter  der  genannten 
Pfriinde  und  des  genannten  Spitals^  verkauft  hatteUy  beanspruchtj 
beide  Parteien  sick  auf  Beringer  von  Bietigheim,  Hiiwenloch  von  10 
uAffaltrach  und  Gerhard  von  Waiblingen  als  Schiedsrichter  geeinigt 
und  diese  zu  Gunsten  des  Klosters  entschiedeUy  die  Sturmfeder  dafilr 
dem  Zeisolf  eine  entsprechende  Summe  widerlegt  haben.  —  Auf  Bitten 
Marquards  wird  da  r  fiber  durch  den  Notar  Joseph  MMfer  von  Wolf  egg, 
(jeschworenen  Stadtschreiber  zu  Ileilbronn,  ein  Notariatsimtrument  ir> 
ausgefertigt,  —  Zeugen:  Wilhelm  von  Stetten  von  Hall,  Priester,  Konrad 
von  Buchy  Kaplan  an  der  St,  Jos-Kapelle  auf  dem  Kirchhof  zu  Heil- 
bronn,  und  Peter  Eckhart,  Pfrundner  am  St.  KatharinenaUar  an 
der  Pfarrkirche.  Siegler  die  beiden  Liiffried.  —  Ileilbronn  im  Haus 
Hans  Egrers  1402  Juli  9.  2(^ 

tS'i.A.  Lichtenstern  :i.     Or.,  Pg.,  Beiilc  Sieyd  ahgcyatujeii. 

397.  Kunz  Wilde  und  seine  Frau  Adelheid,  Biirger  zu  Ileil- 
bronn, verkaufen  an  Hans  Bernhard,  Biirger  zu  Ileilbronn,  1  Gulden 
GiUte  von  ihrem  Haus  in  der  Judengasse  zwischen  Heinz  Vichberg 
und  Kunz  i^yffer,  woraus  zugleich  ein  Pfund  Wachs  fiir  St.  Kilian  25» 
geht,  um  14  Gulden,  tvorilber  sie  quittieren.  —  Siegler  Kunz  Fiiivr 
and  Kunz  Rihne,  liichter  zu  Heilbronn.  —  1402  (mentag  vor  sant 
Bartholomeus  tage)  Aug.  21. 

Heilbronn,  Lade  ii2,4.     Or.,  Pr/.,    beide  Siegel  abgegangen.    Aussen,  an- 
fangs  des  16.  Jahrhunderts:  Das  ist  der  brief  uber  den  giilden  (if  sant  Katherin  ,30 
pfrund  bus.     Aus  dem  16.  Jahrh under t :   1  gulden  Hans  Ilayd   uf  Kiliani  von 
acinera  haus  in   der  judengassen  nnd:  Der  Vrelenmacbeu  in  der  judngassen. 
—  liechtolt  Kempf. 


398.  Peter  Waltnunin  und  seine  Frau  Katharina  zu  Eisesheim 
reversieren  s^ich  gegenuber  dem  P faff  en  Burkard  von  HeilbronUj  Pfarrer  35 
zu  Sontheim  und  Pfrundner  am  Ileiligkreuzaltar   auf  dem  Lettner 
in  der  Pfarrkirche  zu  Ileilbronn,  ilber  die  Belehnung  mit  2  Wiesen 


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1402  Okt  11  —  1402  Nov.  2.  181 

an  der  Hertgasse  zu  Obereisesheimy  der  Pfriinde  mit  6  Sc/u'lling,  1  Fas- 
nacht'  und  2  Sommerhuhnern  yultbar,  und  versprechen,  den  Zins, 
2^h  Pfund  Heller  Ileilbronner  Wdhrnnyy  nach  seinem  Tod  an  seine 
Muhme  Mechtild,  nach  deren  Tod  alles  miteinander  an  die  Pfriinde 
-5  zu  entrichten.  —  Siegler  Abt  Albrecht  von  Maulbronn,  Lehensherr 
der  Pfriinde.  —  1402  (nehsten  mitwoch  nach  sant  Dyonisien  tag) 
OkL  11, 

St. A,  Hailhronn  J,  Beligionsweaen.     Or.,  Fg,  mit  heschddigtem  SiegeL 

a)  Johann  Prackenhein  und  seine  Fran  Elisahethy  Bilrger  zu  Heilbronn, 

10  verkaufen  2  Malier  Frucht  Giilte  ron  Gutern  zn  Ohereis&sheim  an  die  Fraaenz 

um  14^1^  Gulden,   —  Siegler  Ulrich  Nennitiger  und  Hans  Diemar,  Richter  zu 

Heilbronn,  —  1448  (Liicastag)  Okt,  18,  —  Heilbronn,  Stiftnngspflegregistratur 

Fasz.  126,  41.     Or,,  Fg.,  Siegel  abgegangen, 

399.  Diether   von  Berlichingen,   Edelknecht,   verkanft   an   das 

15  BarfiXsserkloster  zu  Heilbromi  sein  halbes  Giitlein  zu  Obergriesheim, 

das  Kunz  Volz  baut,  tmd  die  Hdlfte  von  je  1  Matter  Boggen  ')  und 

Haber  Giilte  von  Heinz  Zettler  daselbst,  wovon  die  andre  Hdlfte  seiner 

Schwester  gehorty  ivdhrend  die  Fruchtgiilte  filr  das  ewige  Licht  vor 

dem  Ludwigsaltar  im  Kloster  iiber  dem  Grab  Hans  Bernharts  bestimmt 

•20  istj  um  60  Gtdden,  die  er  von  Hans  Bernhart,  dem  Pfieger  des  Klosters 

erhdlf.  —  Zeiigen  Heinz  Zettler  und  Werner  Lutz,  beide  Bichter  zu 

Obergriesheim,  und  Kunz  Volz..  —  Siegler  der  Aussteller,  die  Edel- 

knechte  Fritz  von  Domeneck  (Tummeck)  U7id  Bnrkard  von  Wittstadt 

und  die  Heilbronner  Biirgenneister  Kunz  Legder  und  Kunz  Luff  rid. 

25  —  1402  (allerseelentag)  Nov.  2, 

Kopialbuch  des  Klaraklostirs  Bl.  62. 

a)  Gotz  von  Fschelbach  (Espel-),  Edelknecht,  und  seine  Frau  Anna  von 
Berlichingen  verkaufen  die  andere  Hcilfte  von  den  GiitetTi  zu  Obergriesheim  an 
Hans  Bernhart  als  Ffleger  des  Barfusserklosters  zu  Heilbronn  um  57  Gulden. 
30  —  Siegler  der  Aussteller  und  die  Edelknechte  Burkard  von  Wittstadt  und 
Fder  von  Berlichingen,  —  14()5  (zwolfboten  abend  Sinionis  und  Judae)  Okt.  27. 
—  Ebd.  Bl  84, 

4:00m  Das  Kloder  Billigheim   giehf   an  Hans  llebner,   Bilrger 

zu  Heilbronn,  2  Morgen  Weingdrten  im  Selbjeterriite  zwischen  Ulrich 

•35  Schultheiss   von  Hall  und  Sgfer  Koler   ron  Heilbronn   als  Erblehen 

*)  Der  Te.rt  isi  hier  unklar,  eine  Zeile  dopjiell  geschrieben;  das  richtu/e 
aus  der  Abschrift  im  andern  Kopialbuch  und  aus  dem  folgenden  Stack  iu 
ersehen. 


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182  1403  Aug.  24  —  1404  Mai  U). 

um  ein  Drittci  des  Ertnujs  und  einen  Eimer  Keltcvwcin  von  jedem 
Fuder.  Verselbe  soil  jdhrlich  15  Karren  Mist  und  Pfahle  hinaus- 
fJiun^  die  das  Klosfer  hinaus-  wie  den  Wein  hereinfiihren  Idsst,  bei 
Unbau  kann  das  Kloster  ihn  nach  dem  Urteil  der  Fivrchgenossen 
unter  der  Kelter  pfdnden.  —  1403  (Bartholomeus  tag)  Aug.  24, 

HeiJbyonn  Lade  o3,  Billigheim  1.     Or.,  Pg.j  heide  Siegel  obeii  hesch&digt. 


401*  Ulrich  von  Ileimberg  iiberldsst  Engelhard  con  Weinsberg 
das  Dor/  Schluchtern  ^)  wieder,  das  er  von  ihm  und  sei^iem  Sohn 
Konrad  gchanfty  um  das  Fischwasser  zu  Kleineisesheinif  das  Heinz 
Wolf  ran  von  Wimpfen  inne  hat,  wtd  die  Garten  vor  dem  Briickenthor  10 
zu  Heilbroun,  die  ehemals  Engelhards  Bruder  Konrady  der  zu  Ileil- 
bronn  gesessen  war,  gehorten.  —  Siegler  der  Aussfeller,  Hans  von 
Stetten  und  Hans  Eigerer.  —  1403  (Kathrin  dag)  Nov.  25. 

AlhrecfU,   Wehiftberger  U.ll.  i  llandschnfi  k.  off.  Bihl)  ^,27. 


402.  Pfaff  J  oh  an  n  Kraft  von  Beihtein  genannt  des  alien  Vogts  15- 
Sohn  von  Marbach  verkauft  dem.  Kloster  Adelberg  5  Morgen  Acker 
auf  Fleiner  Markung,  4  gegen  Zeissolfs  Baum  am  Weg  und  den 
letzten  im.  Binzach  am  Graben,  durch  den  der  IVeg  gegen  Sontheim 
durchgeht,  die  er  von  seinem  Grossvater  Walther  Glockner,  eingessenem 
Bilrger  zu  Heilbronn,  geerbthat,  mit  Ausnahme  des  Zehnten  um  8  Gidden.  20 
—  Siegler  der  Aussteller^  Konrad  Neijq)erg  und  Klaus  Segler,  Bichter 
zu  Heilbronn.  —  1404  (samstag  nach  uffartlag)  Mai  10. 

St  A.  Adelberg  13.    Or.,  Pg,  mit  3  am  Rand  ettcas  heschddigten  und  un- 
deutlicheh  Siegdn.  —  Reg.:  Gahelkhovtr  Kollekt.  4,407. 


403.    Konig   Buprecht    verpfdndet   dem   Hitter  Eberhard   von  2> 
Hirschhorn,  der  ihm  500  Mark  Silber  Augsburger  Geicicht  geliehcn, 
um  das  von  Karl  IV.    verjfdndete  Arnmannamt   und  die  Steuer  zu 
Ulm  ^)  von   Wilhelm  und  seinem  Sohn  Heinrich  von  Bechberg  einzu- 

')  Er  hatte  daasdhe'  1403  (mitwoch  vor  Miehaelis)  Sept.  26  nthst  dem 
Dorf  Biherachj  Gufern  zu  Gross-  und  Kieineisesheinif  3  Morgen  Wiesen  eii 
Heilbronn  und  2  Fuder  S  (eigentlich  8^1^)  Eimer  Weingidte  zu  Grossgartach 
(Tworben.  Ber  Kaitfbrief,  Or.,  Heilbronn  Lade  21, 12.  —  -)  Vgl.  den  Vertrag 
des  Konigs  mit  dan  Rechberg  1401  Sept.  15  (donnerstag  nach  exaltacionis) ;  Or. 
ebd.,  Reg.  Chmel  m.*  HGT,  ferner  n.  1146  von  1402  Miirz  1. 


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1404  Jimi  29  —  1404  Jiili  7.  183 

loseUy  die  jdhrliche  Beichssteuer  zu  Heilbronn  und  Whnpfen  *)  mil  Vor- 
behalt  der  Wiederlosung  erst  nach  Kberhards  Tod,  wenn  er  nicht  vorker 
seller  zustimmty  und  gebietet  den  Stddten,  die  Steuer  an  Eberhard  zu 
zahlen  undQuittung  dafilr  zu  7iehmen,  und  daz  oflF  uns  und  unser  nach- 
5  kommen  an  dem  riche  selbs  qnitancien  nit  zu  verziehen.  —  Heidel- 
berg 1404  (sant  Peters  und  Panels  tag)  Junl  29, 

St. A.  Heilbronn,  Beiclissteuern.    Or.,  Pg,  mit  Majestdtasiegel.     Auf  dem 
Bug:  Ad  niaudatum  domini  regis  Johannes  Winheim.    Auasen:  K.  Bertholdus 
Durlach.  —  Beg.  Chmel  n.  179Z    Scriba,  hess.  BegesUn  i,  130.    Archiv  f,  hess. 
10  Gesch.  10,146. 

a)  Die  WilUbrhfe  der  Kurfursttn: 

Buprechts  als  Pfalzgrafen.  Heidelberg  1404  (mandag  nach  sand  Ulrichs 
tag)  Juli  6  (auf  dem  Bug:  Ad  niandatum  domini  regis  Emericus  de  Mosscheln). 

Erzhischof  Johanns  von  Mainz:  EhrenfeU  1404  (ipsa  die  boati  Cilermani 
15  episcopi  et  confessoris)  Juli  31  (auf  dem  Bug:  Johannes  Bensheim). 

Erzbhchof  Werners  von  Trier:  Stolzenfels  1404  Aug.  4. 

Erzbischof  Fnedrichs  von  Koln:  Niirburg  (in  castro  nostro  Nurbergh) 
1404  (feria  quarta  post  diem  beati  Petri  ad  vincula)  Aug.  6  (unter  dem  Bug: 
Per  dorainum  Coloniensem  Walramus). 
20  Kouig  Sigmunds   von    Ungarn   als  Marhgraftn    von  Brandenlmrg:    da 

er  mit  glaubhaften  Briefcn  wU^rrichtet  set,  dass  Konig  Buprecht  vor  Zeiten 
Eberhard  von  Hirschhorn  erlaubt  habe,  das  Ammannamt  und  die  Steuer  za 
Ulm  von  Wilhelm  und  Heinrich  von  Rechberg,  denen  sie  Kaiser  Karl  vtrpfdndet, 
einztdoscn^  und  dass  der  Konig,  nach  dem  jener  die  genannten  Kinki'oifte  einige 
25  Zeii  innegehabtj  ihm  nunmehr  dafiir  die  Beichsteuern  zu  Heilbronn  und  Wimpfen 
versetzt  habe.  —  Of  en  1410.  (Laiirencien  abent)  Aug.  9  (auf  dem  Bug:  Ad 
mandatiim  domini  regis  Georgius   vicecaucellarius).    —    Reg.:  Altmann  n.  11. 

Herzog  Budolfs  von  Sachsen  auf  miindliche  Bitte  Eberhards:  Heiddberg 
1414  (Matlieus  abende)  Sept.  20.  —  Diese  Stiiche  alle  ebd..  Or.,  Pg.  mit  Siegeln. 

30  404.  Konig  Buprecht  erhdlt  von  der  Sfadt  Heilbronn  1500  Gul- 

den und  schldgt  dieselben  auf  das  von  Kaiser  Karl  IV.  an  die  Sfadt 
verpfdndete  SchuWieissenamty  so  dass  esjefzt  vom  Reich  urn  3000  Pfund 
Heller  Landeswdkrung  und  2500  rheinische  Gulden  einzulosen  isf.  — 
Heidelberg  1404  (mantag  nach  sant  Ulrichs  tag)  Jidl  7. 

35  St.A.  Hdlbronn  I,   Schultheisscnamt  u.  s.  v\     Or.,  Pg.,  Majestdtssitgel. 

Auf  dem  Bug:  Ad  mandatum  domini  regis  Emericus  de  Mosschchi.  Aussen: 
K.  Bertholdus  Durlach.  —  Rtg.:  Chmel  n.  ISOO. 

40o.  Diether  con  VenningeUj  Abtj  und  Konoent  des  Klosters 
Odenhcim  verkaufen  an  Hans  Eygcrcr,  Biirger  zu  Heilbronn  (Hayl- 

')  Die  Reichssteuer  betrug  auch  untcr  Konig  Ruprecht  zu  Heilbronn  600, 
zu  Wimpfen  300  Pfund  Hdler.  Verseichnis  dtr  rcichsstikliischen  Stturrn  bei 
Chmel  Seite  232. 


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184  U04  Juli  25  —  1405  Juni  1. 

prflnden),  Hire  Landachty  Giilten  tind  Zhiae  zu  Nechuryartach  iwi 
150  (ridden,  woriiher  sie  qulttieren  iind  gegen  Heraiisgahe  ihres  alien 
Kaufhriefs  und  Verzicht  auf  Vogtei,  Gericht  und  Zhise  zii  Gross- 
gartack,  die  Eyrer  von  Swicker  und  Erjife  von  Venningen  und  des 
ersteren  Fran  Agnes  nm  160  Gulden,  die  nun  dem  Kloster  heraus-  5 
zugeben  slnd,  gekauft  hatte  und  verburgen  sich  selbst  filr  die  Wehrung, 
—  1404  (sant  Jacobs  dag  dez  heyligen  zwolfboten)  Juli  25. 

Heilbronn  Stiftungspflegregiatratur^  Fasz.  126, 36,  Or.^  Pg.^  heide  Siegel 
ahgcrissen, 

406.  Hans  Biittenkein  zu  Bockingen  recersiert  sich  Peter  von  lo 
Berlachingen  und  Hllprant,  Biirgern  und  PJlegern  d^s  Spitals  zu  Hell- 
bronn,  gegeniiber   fiber  die   Belehnung   mit   110  Morgen  Acker   und 
10  Morgen  Wiesen  in  alien  drei  Fluren  zu  Bockingen  auf  12  Jahre  um 
je  12  Malter  Roggen,  Dinkel  und  Haber,  von  der  ndchsten  Ernte  bloss 

12  Malter  Haber,  und  nach  den  12  Jahren  noch  je  12  Malter  Boggen  15 
und  Dinkel  und  50  hasten  (burdin)  Stroh,  Jdhrlich  soil  er  zwei 
Morgen  Acker  diingen  und  einen  mergeln  oder  diingeny  den  Morgen 
mit  30  Karren  Mist,  —  Sieyler  Hans  Harsche  und  Kunz  Hiert^ 
Richter  zu  Heilbronn,  —  1405  (iinser  frawen  tag  kerzwihe  zfi  der 
liehtmisse)  Febr.  2.  20 

Heilhronn  Stiftungspflegregistratur,  Fasz.  126,37.  Or.,  Ftj.,  das  erste 
Siegel  ahgegangen,  das  ziceite  mit  dem  Bug  ahgcrissen. 

407.  Kunz  von  Klingenberg,  Edelknecht,  verkauft  sein  Sechstel 
am  grossen  Kornzehnten  und  am  kleinen  Zehnten  zu  Bockingen,  Lehen 
vom  Graf  en  Bernhard  von  Eberstein,  um  410  Gtdden  an  seiner  Schvester  25 
Sohn  Hans  von  Mainz  (Mentze),  Biiryer  zu  Heilbronn.  —  Siegler 
der  Aussteller  und  die  Htilbronner  Burger  Hans  Harsch  und  Hans 
Eygerer.  —  1405  (mantag  vor  dera  pfingstag)  Juni  1. 

St. A.  Heilhronn  /,  Bockingen.  Dr.,  Fg,,  das  zweite  Siegel  beschadigi. 
—  Reg. :  Klunzinger,  Zahergr'lu  4,  79.  30 

aj  Graf  Bernhard  von  Fjber stein  gieht  dieses  Lehen  auf  Bitten  Konradft 
von  Klingenherg,  dessen  Vorfahren  es  hishtr  von  den  seinigen  innegehabi,  an 
Hans  von  Mainz  als  Mannlehen  und  Idsst  sich  von  ihm  huldigen.  —  14fJ5 
(feria  secunda  proxima  ante  diem  beati  Laurenti  martyris)  Au'/.  3.  —  Ebd. 
Or..  Pg.  mit  Siegel.  35 

b)  Die  Graf  en  Bernhard  und  Wilhdin  ron  EhersteiUj  Gehrilder^  eignen 
Hans  MenUtr  auf  Konrads  von  Klingenherg.  Siegfried  Osterhorns  von  liiexingen 
und  seine  eigenc  Bitte  dieses  Lehen.  —  112:2  (Matthys  dage)  Fehr.  24.  —  Ehd. 
Or.,  Fg.  mit  Sitgdn. 


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1405  Jimi  19.  185 

408»  Knnz  Zopf)  Obmunn  des  Schiedsgerivhfn  ztrischen  den 
Stddten  Heilhronn  und  Weinsberr/,  srpricht  den  Boch'nr/er  Berg  der 
ersteven  zu.  —  1405  Juni  19. 

Heilhronn  Lade  12,     Vidimus  von  1441  Juni  9,   ausfjeftldlt  vom  Xotar 

5  Nicolaus  Zudel  von  Heidelberg  anf  dam  Ffarrkirchhof  zu  Heilhronn  fur  die 

Bnrgermeister  Vlrich  Nenningtr  und  Kaapar  Mettelhach,    Sieglur:  Graf  Hein- 

rich  von  Lowenstetn   und  Stoicker  Sturmfeder,    Zeugen:   Kum  Mangoli  und 

Jorg  von  Hamhach  (Hanne-),  Altachultheiss  zu  Lowensiein. 

Es  ist  zu  wissen   umbe  solich   zweyunge,   als   die   voa  Hcyl- 

10  prunnen  uf  eyn  syten  und  die  stat  zu  Winsperg  uf  die  andern  syten 
rait  einander  gehabt  hant  von  eyues  berges  wegen,  darumbe  ine  unser 
gnediger  herre  der  Romische  kung  eynen  gemeynen  niann  geben  hat 
mit  namen  Contzen  ZopflF  von  Wiinphen  und  zu  dem  hant  sich  beide 
vorgenanten  stette  sechB  erber  manne  zu  schidliiten  vereynt  mit  namen 

15  dryer  von  Esslingeu  us  dem  rate  und  dryer  von  Wimpfcn  us  dem 
rate  und  also  sin  wir  sieben  manne  nidergesessen  zii  Heylprunnen 
in  der  stat,  do  kam  fur  uns  des  ersten  die  vorgenanten  von  Heyl- 
prunnen mit  fiirsprechen  und  sprachen  den  von  Wiusperg  zii,  wie 
daz  sie  sy  irten  an  irem  berge,  den  man  nennet  den  Bockinger  berg, 

20  den  sie  zu  dem  dorf  B6ekingen  umbe  die  herschaft  von  Leowenstein 
erkauft  haben  und  hetten  auch  des  einen  giiten  besigelten  kaufbrief 
und  das  wer  auch  lehen  von  dem  heiligen  Romischen  riche,  des 
selben  kaufs  hette  auch  der  herschaft  von  Leovvenstein  und  den  von 
Heylpriinn  unser  gnediger  herre   keyser  Liidweg  selig  gegimt  und 

:25  auch  den  confirmirt  und  bestettigt,  des  sie  auch  sin  brief  hant.  ^)  Zii 
allem  dem  zugen  sie  sich  der  sach  uf  erber  lute  zii  eyner  kiint- 
schaft  und  baten  uns  brief  und  kiintschaft  darumbe  ze  verhorent. 
Die  selben  beide  brief  und  auch  die  erber  liite,  daruf  sie  ziigen  zu  eyner 
kuntschaft  und  die  auch  darumbe  swuren  zii  den  heyligen,  ein  war- 

30  heit  zu  sagen,  haben  wir  sieben  manne  verhSrt  und  eygentlich  ver- 
nommen.  Und  uf  das  verentwiirten  die  von  Winsberg  die  clagc 
also,  wie  daz  sie  den  selben  berg  ynne  und  herbracht  hetten  fiir 
eygen  und  auch  den  in  gewalt  und  in  uiitzlicher  gewer  besessen 
und  genossen  hetten  hundert  jar  und  lenger  denn  kein  maun  gedenken 

35  mag  ungeirret  allermenklich  und  wolten  auch  das  dafiir  beheben,  wie 
sich  die  sieben  oder  der  merer  teil  erkanten.  Und  als  wir  sieben 
manne  beider   stette   clage,    brief,   kiintschaft   und   entwiirt   dazemal 

*)  Di^s  ist  die  aitschtidcndp  St  vile  im  Streit  flher  Bochingen  und  Alt- 
hockingen. 


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186  1405  Jiiiii  9. 

verh6rt  und  genomnien  und  auch  die  gelegenheitcn  und  sachen  vor 
und  nach  gesehen  und  gehort  haben  und  besiiuder,  daz  ir  steingrube 
und  galg  uf  deraselben  berg  stett  und  ist,  das  alles  die  brief  und 
kimtsebaft  und  alle  ander  sachen^  sehen  wir  ane  und  nemmen  daz 
ze  hilfe  und  uf  das  alles,  so  haben  wir  dry  von  VViuiphen  mit  namen  5- 
Wilhelm  R6ber,  Hans  Bruning  und  Cuntz  PfeflFer  uns  gar  eygentlich 
erfarn  an  erbern  wysen  luten,  edeln  und  unedeln,  gelerten  und  un- 
gelerten,  und  kiinnen  nit  anders  erfinden  nach  gewist  werden,  so 
erfinden  wir  auch  in  unser  eigen  gewissny  nit  bessers  und  sprechen 
auch  das  zuni  rechten  uf  unser  eyde,  denn  mag  der  biirgermeister  10 
einer  ze  Heilprimne  dar  sten  und  mit  im  einer  irs  rates  und  einer 
irs  gerichts  und  sich  der  ebny  underziehen  und  underscheyden  als 
verr  sie  meynent  daz  sie  ir  si,  doch  nit  verrer  denn  in  der  mass 
als  sie  uns  vor  gewyst  und  gezeugt  bant  darunter  und  nit  darobe 
und  daruf  zu  den  heiligen  sweren,  daz  in  kunt  und  wissend  sy,  daz  15 
der  berg  in  der  vvyte  als  vor  beseheyden  ist,  von  alter  her  zu  dem 
dorf  Bockingen  gehort  babe  und  noch  darzii  geh6re  und  auch  anders 
nit  enwissen,  des  sollen  sie  denn  billich  genicssen  und  was  sie  des 
mit  dem  rechten  also  beheben,  an  dem  sollen  die  von  Winsperg  die 
von  Heilprunnen  fiirbass  mer  ungeirrot  und  ungeangt  lassen  ane  alle  20 
geverde.  Und  des  zu  urkiinde  ban  ieh  Wilhelm  Rober  von  unser 
aller  drj-er  wegen  min  ingesigel  gehangen  an  disen  brief,  der  geben 
ist  an  sant  Agathen  tage  *)  anno  Domini  millesimo  quadringentesimo 
quinto. 

Es  ist  zii  wissen  von  der  zweyungen,  als  die  von  Heylprunen  25 
auf  einer  syten  und  die  von  Winsperg  uf  die  andern  syten  mit  ein- 
ander  gehebt  bant  von  des  berges  wegen,  der  zwischen  Heilpronnen 
und  Winsperg  gelegen    ist,    den    man    nennet   den  Boekinger   berg, 
darumbe  sie  zu  beyder  syte  seehs  manne  mit  namen  dryer  von  Ess- 
lingen  us  dem  rate  und    dryer  von  Wimphen   us   dem   rat  zii   dem  30 
rechten  darzu  gesetzt  ban  und  als  min  gnediger  herre  der  Romisch 
kiing  mich  Cuntzen  ZopflF  von  Wimphen  zii  einem  gemeiu  manne  zii 
dem  rechten   darzii  gegeben  haben  und    als   ieh   nu  mit  den  obge- 
schriebenen  sechs  mannen  alle  clag  und  entwiirt  beider  obgenanten 
party  en,  red  und  widerred,  kauf  brief  und  lehenbrief  und  kimtsebaft  35 
vorhSrt  und  ingenomen  ban,  wan  sich  nii  die  obgeschriebenen  sechs 
manne  geteylt  haben  und  die  dry  von  Esslingen  ein  urteil  gosprochen 
haben  und  die  dry  von  Wimphen  ein  ander  urteil  gesproehen  haben,  wyl 

»)  I-tbr.   .->. 


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1405  Juli  1  —  1448.  187 

mi  yedie  partye  ir  iirteil  uns  als  einem  gemeinen  manne  geentwiirt  hat^ 
die  selben  urteil  beidiu  ban  ich  gezeiget  herren,  rittern  und  knechten, 
wysen  und  gclerten  luten  und  der  rate  darinne  gehabt;  als  icb  nii 
dcr  urteil  einem  gesten  sal  und  kein  besunders  spreehen,  nach  dem 
5  als  ich  niich  dan  erfarn  ban  und  mich  min  eygniu  verstentnisse 
wyset,  so  dunket  micb,  daz  der  dryer  von  Wimpben  urteile  dem 
recbten  das  glicber  sy  und  gesten  auch  dem  selben  urteile.  Des  ze 
urkunde  so  ban  icb  min  eygen  insigele  gebangen  an  diesen  brief. 
Geben  an  frytag  nechst  nach  sant  Vits  tag  des  beyligen  mertlers 
10  anno  Domini  millesimo  quadringentesimo  quinto. 

409*  Bnider  Konrad  Ger  von  Sulzbach,  znr  Zeit  Tnqrpier 
und  Vorseher  des  Deutschen  Hniises  zu  Heilbronn  und  der  Konvent 
(jeben  Gerlach  von  Steinbach,  Burger  zu  Heilbromiy  avf  Bitten  einen 
Brief  fiber  das  Weidach  zu  Sontheim  (zwischen  der  llalde  und  dem 

15  Weidach  der  Deutschherrn  und  der  Fischer ^  stosst  oben  an  Sf.  Johanns 
Briinnlein  und  die  Almende,  vnten  an  die  Wiesen  der  Hofleute  zu 
Sontheim  und  an  Kunz  Hofmann),  das  er  und  seine  Fran  Engelin 
Kessin  vom  cerstorbenen  Komtur  Senat  (!)  von  liosenbach  um  1  Gtdden 
Zins  als  Erblehen  erhalten  haben.   —   li()5  (mitwochen  nach  sant 

20  Peters  und  sant  Pauls  tag)  Juli  1. 

Si.A,  Deutachordens-Neckaroheramt,  Lehtn-  und  Bestandhritfe  der  Kotn- 
mende  Heilbronn  IS. 

a)  Johann   von  Nippenhurg,    Komtur,   und   die   Jiriidtr   des  DeuUchen 

Hauses  zu  Heilbronn   geben  das  Weidach,   das   bislur  Gerlach  von  Steinbach 

25  inneyvhabt,  an  den  Pn'esier  Jorg  Zaischolf  um  1  Guldeti  Zins  als  Erblehen.  — 

Der  Komtur  siegelt  mit  seinem  anfreborn  aijren  insigel.  —  [14]42  (suntag  esto 

mihi)  Febr.  i7.  —  Ehd,  20. 


4:10.  Beichssteuerquittungen  rom  Jahrc  1405  bis  zum  Jahre  1448. 

Heilbronn  ItV/no,  UU,  30 a,  30 b  31,     Simtlieh  Or.,  Pg.  mit  Siegtln  der 
30  Aussteller, 

a)  Riiier  Eherhard  vom  Hirschhorn  fjuiiiitrt  dtr  Stadt  Heilbronn  i'lber 
die  an  Martini  verfallene  lieichsttuer,  die  er  pfandweise  inuehat.  —  1405 — 1419, 
immer  zwischen  Kov.  13  und  23.  —  Die  Quitiungen  von  1409.  1412  und 
1416  fehlen. 

35  b)  Desgleichtn  Dtmut  Kiimmcrerin^  seine  Wiiwe.  —  1420  Nov.  lb,  1421 

Xov.  21,  1422  Nov.  13.  —  Die  (Juittungen  von  1423  und  1424  fehlen. 

c)  Desgleichen  Eberhard  vom  Hirschhorn,  Eberhards  Sohn.  —  1425 
Xov.  26;  1426  Aov.  17. 


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188  1405  Dez.  22. 

d)  Desglekhen  Wiprccht  von  Hehfislatt,  Hansen  seligen  Sohn,  fur 
sich  und  seine  Schwuger^  denen  die  Reiclmitutr  wegen  ihrer  Frauen^  der 
Tochter  Eberhards  von  Hirschhorn  und  der  Demni  Kdmmererj  gehort,  —  14:i7 
Kov.  35, 

e)  Desgleicheii  Walther  von  Hiirnheim,  Hitter,  Hermann  von  Rodet^siein  5 
und  Wiprtcht  von  Helmsiait,  Schwager,  —  1438 — 1442  zmachen  Nov.  13  und 
Dez.  13, 

f)  Besgleichen  Walther  von  Hiirnheim  (Horn-),  Wiprecht  von  Helmstatt 
der  junge  (1444  heisst  er  Hofmeister)  und  Konrad  von  Bodenstein,  letzterer 
fur  die  Kinder  seines  verstorbenen  Bruders  Hermann,  —  1443--47  Nov,  12 — 16,  10 

^)  Ihsgleichen  Walther  von  Hiirnheim  und  Wiprecht  von  Helmstatt,  su- 
gleich  fur  die  Kinder  ihres  Schwtigers  Hermann  von  Rodenstein^  letzterer  als 
Vormund,  —  ISiegler  die  Aussteller  und  Konrad^  Hermanns  Sohn,  von  Bodeti- 
stein,  zugleich  fiir  seine  Geschwister.  —  1448  Dez.  13. 

1438  (tercia  feria  post  beatonim  Fabiani  et  Sebastian!)  Jan.  31  forderte  15 
Pfalzgraf  Ludwig,  als  Reichsverweser  von  der  Stadi  Hcilhronn  die  Reichssieuer. 
—  Neuenstadt.  —  Heilhronn  Lade  37, 37.     Or.^  anssen  Siegelreste. 


411.  Herzog  Stephan  von  Bay  em  meldet  dem  Graf  en  Eberhard 
Vim-  Wirtemberg,  dass  er  seinem  Sohn  Ludwig  erlauht  habe,  die 
ihm  versetzten  Stddte  Laaingen,  Gundeljingen  und  Hochstddt  und  20 
den  Zehnten  zu  Heilhronn  einzulosen,  und  ersucht  ihn,  dies  zu  ge- 
statteti.  —  Wa^serburg  1405  (eritag  vor  dem  heiligen  weihnachttag) 
Dez.  22. 

Regesta  Boica  11,  373. 

a)  Die  Herzoge  Stephan,  Krnst  und  Wilhelm  von  Bayern  ermdchtigen  25 
dhren  Sohn  und  Vetter  Herzog  Ludwig,   defi  Weinzehnten   zu  Heilhronn  von 
Graf  Eberhard  von  Wirtemberg  einzuldsen.   —   Munchcn  1410  (freytag  nach 
Jacobs  tag)  Aug,  1  —  Ehd,  13,73, 

b)  Beringer  Hale,  Wieland  Swelher  und  Seitz  Marschalk,  Rate  Herzog 
Ludicigs  von  Bayern,  Virpflichten  sich,  dm  Herzogen  Ernst  und  Wilhelm  bis  30 
Michaelis  einen  unhe^chiidigttn  (iinvennayb'gten)  Brief  von  ihrem  Htrrn  eu 
bringen,  toorin  er  versjjricht,  ihnen  den  vo7i  Gh'af  Eberhard  eingelosten  Wein- 
zehnten zu  Heilhronn  jjderzeit  zur  Hfilfte  um  die  halbe  Losungssumme  zur 
Wiederlosung  zu  gehen.  —  1410  (inittichen  vor  Bartholonieiis  tag)  Aug.  30,  — 
Ehd.  13,74.  35 

c)  Htrzog  Ludwig  von  Bayern  verpfandet  seimn  ganzen  Weinzehnten 
zu  Heilhronn  durch  die  Mark,  so  weit  er  reicht,  mil  Zehnthof,  Keltern,  Fiissern, 
Gelten  und  Kcltergeschirr  als  rechtes  Eigen  um  120(XJ  Gulden  rheinisch  an 
Ritter  Hans  von  Helmstatt  und  seine  Fran  GUtel  Knebel  and  den  Edelknecht 
Reinhard  voji  Neijtperg  and  seine  Frau  Magdalene  von  Siddngen.  —  Siegler  40 
der  Aussteller  und  die  Stadt  Heilhronn,  —  Pforzheim  1418  (sontage  vor  sand 
Lorenzentag)  Aug.  7.  —  Ehd.  13,  393.  —  Kach  hayr.  Landtagshandlungen  14,  394 
(irrtiimlich  Neuhurg  statt  Xeippcrg)  icurde  der  Zehnis  ivieder  eingelost. 


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1407  Miirz  29  —  1408.  1S&' 

4120  Hffns  Gartitch  der  altere  zu  Xeckanjartach  reiersiert  slch 
(jegenuher  der  Margarethe  Fuwerin,  Biin/erin  zu  Heilhrofui,  iiber  die 
Belehnung  mil  i/iren  Ackern  zu  Necknrgartach:  in  der  Ftur  Franken- 
hiich  zu  15  Morgetiy  wenn  Frucht  daranf  sfeht,  mit  7  Mailer  der- 
^  aelben  vnd  einem  Fasnachthuhn,  in  der  Flur  im  Ilafenackergrund 
13  Morgen,  mit  6^li  Mailer  und  einem  F(ii<nachthuhny  in  der  Flur 
im  Erlach  G^lx  Morgen,  mil  3  Mcdler  3  SImri  zu  verziusen,  von  der 
bracMiegenden  Flur  giebt  er  bloss  ein  Fusnachthuhn;  dazu  iMi  Morgen 
Wiesen  in  d^r  Au.  —  Siegler  Konrad  Legder  und  Heinrich  Fiiwer, 
10  llichler  zu  Heilbronn.  —  1407  (dinstag  in  der  balmwochen)  Mcirz  29. 

Htilbronn  SUftungspflegrcgistratur^  Fasz.  126, 41,  Or.,  Pg,,  das  trtfttf 
Siegtl  ahgerissetiy  das  zweite  ahgtganyen. 

413.  Hans  Bernhard,  Biirger  zu  Heilbromi,  giebt  den  Kindern 
des  Sohnes  seines  verstorbenen  BruderSj  Hans  Berlins,   also   daz   es 

15  ye  von  einem  kinde  uf  daz  ander  erben  sol,  sein  Hans  in  der  kirch- 
bech  beim  Brunnen,  der  Prdsenz  mit  1  Pfund  zinsbar,  2  Weingdrten, 
ton  Hans  Mergler  gekaufty  am  Nord-  und  am  Lerchenberg,  St,  Kilian 
mit  2  Schilling  J  dem  Gemminger  mit  2  Eimer  Wein,  der  Fiiwrin  mit 
1  Pfund  zinsbar,   dazu  die  Hiilfte  und  all  sein  Recht  am  Zehnten 

20  zu  Ottmarsheim,  den  er  und  Hans  Eygrer  miteinander  von  denen 
von  Urbach  gekauft  haben  und  giebt  die  Giiter  vor  den  Richtern 
Hans  Harsch  und  Konrad  Hirt  auf,  —  Siegler  der  Aussteller  und 
die  Richter.  —  14:07  (samstag  vor  Ge6rien  tag)  April  16, 

Heilbronn  Lade  21, 20.    ()t\,  Pg,,  am  2.  Siegd  die  Umschrfft  ahgehrdckelt, 

25  Jil-i.  Die  Stadt  Heilbronn    verleilit   ihr   WUrfelhaus  an  Hans 

Ni})penburg  von  Bonnigheim  um  44  Gulden  Zins  und  gegen  die  Ver- 
'pflichtung,  der  Stadt  zti  Ross  und  Fuss  zu  dienen.  —  1408, 
Htilbronn  12  Diver  sa,    Auszug  in  einem  alt  en  Ilepertorium. 

415.  Bertsch  Lang  von  Nordheim  reversiert  sick  gegeniiber  Hans 
30  Eggerer,  Biirger  zu  Heilbronn,  iiber  die  Belehnung  mit  S7^k  Morgen 
Acker  und  2^ It  Morgen  Wiesen^  die  dieser  hei  der  Teilung  mit  Eberhard 
ron  Neipperg  erhalten,  um  je  2  Mailer  Roggen,  Dinkel  und  Haber 
Gidte  (bei  der  Kapelhy  auf  dem  Regn,  im  Schelmenthal,  an  der  Winter- 
halde,  am  Mannenberg,  auf  der  Zimmerhohe,  auf  dem  Suttrer,  Bracken- 
35  heim  zu  in  der  Queckrode,  am  Grefenberg,  in  der  Brtichj  am  Ratten- 


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190  1408  JaD,  17  —  14()8  Miirz  25. 

brunnen,  im  Seilach;  iiehen  Giitevn  Hans  Mettners,  Bertsch  Mesners, 
des  Pfaff'en  Heinrich  Miinch,  Hermann  Nests  von  Lauffenf  Peters 
aiif  dent  Eeyn,  Eberhards  von  Neqypergy  Eberlin  LaugSj  dsr  Fruh- 
messe,  der  Heiligeny  der  Barfusser  imd  neben  der  Almende).  —  Siegler 
Pfaff  Nikolaus  von  Whnpfen,  Pfarrer  zu  Nordheim.  —  1408  (Anthonien  5 
tag)  Jan,  17. 

St.A.  Heilbronn  IV,  Klarahloster.     Or.,  Pg,,  Siege!  dbgegangen. 

^16»  Konig  Ruprecht  erlauht  dem  Graf  en  Heinrich  von  Loiven- 
stein,  seiner  Fran  Anna  Schenkin  [von  ErbachJ  ein  Wittiim  von 
12  000  Gulden  anf  die  Reichslehen,  die  Hdlfte  der  Feste  Lowenstein  10 
tind  den  Zehnten  zu  Heilbronn  anzuweisen,  nnd  gestattet  der  Frau, 
es  auch  nach  ihres  Mannes  Tod  zu  geniessen,  tccnn  sie  ohne  Leihes- 
erben  bleiben,  und  fiber  6000  Gulden  frei  zu  verfugen,  tcdhrend  die 
andern  an  die  ndchsten  Erben  Hires  Mannes  fallen  sollen,  —  Mergent- 
heim  1408  Febr.  8.  15 

Meg.:  Chmel  n.  2472  aits  Beichsregistraiurhuch  C. 

a)  Derselhe  *)  verleiht  dem  genannten  Graf  en  dm  FruMzehnten  zu  Hell- 
-hronn  in  Stadt  und  Mark  und  den  Zehnthof  hei  der  Pfarre.  —  Heidelberg  140b> 

Apr,  25.  —  Meg.  ehd.  n.  2547  a  us  B. 

b)  Konig  Sigmund  helefmi  den  Graf  en  Heinrich  von  Lowenstein  tnit  Burg  20 
und  Stadt  Lwcenstein,  dem  Getreidezehnten  und  Zehnthof  zu  Heilbronn  und 
dem  Dorf  Sulzbach^  beslatigt  den  Gunsthrief  seines  V or  gangers  dafilr,  dass  Hein- 
rich seiner  Gemahlin  12(J00  Gulden  auf  diese  G titer  angewiesen  hatte,  und 
Idsst  sich  von  ihm  huldigen.  —  Konstanz  1418  (sambstag  nach  der  hailigen 
dreier  kunig  dhag)  Jan.  b.  —  Gedr,:  Ada  acad.  Theod.-Valat*  1^372,  Meg,:  25 
Altmann  n,  2794, 

417.  Cim  von  Gochseii,  Ileinrichs  seligen  Sohn,  Edelkneclit,  ver- 
kauft  seine  Eigenleute  (eygeii  manue)  Hans  nnd  Peter  Bumel,  Heinz 
und  Hans  Erlewin  zu  Flein  und  Peter  Megger  zu  Bockingen  nm  20  Gul- 
den an  Heilbronn.  —  Siegler  der  Aussteller  tind  sein    Vetter  Sefrid  30 
der  alte  von  Gochsen.  —  1408  (letare)  Mdrz  25. 

Heilbronn  Lade  15, 1.  Or.,  Fg.^  das  erste  Siegel  beschiidigt,  das  zweite 
abgegangen.    2.  Als  Gochsen. 

a)  Anna  Kaplanin  von  Odheitn,  Wttwe  dss  alien  Sefrid  von  Gochsen^ 
und  ihr  Sohn  Sefrid  von   Gochsen  lassen  die  Bruder  Kunz  und  Walter  die  35 

*)  Der  Konig  urhundtt  1408  Jiini  18  zu  Heilbronn  fur  Feier  von  Leim- 
berg.  Chmel  n,  2681.  Am  17.  hielt  er  mit  den  Siddten  einen  Tag  uber  die 
Besserung  der  rheinischen  Goldmunze,    BeicJistagsakten  6,269  —  73, 


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1408  Mai  21  —  1408  Juli  22.  191 

Eumtnel  zu  Mein  um  100  Gulden  fret.  —  1414  (dinstag  vor  iinser  frawen  tag 
kerzwyhe)  Jan,  30.  —  Ehd.  :i.     Or.,  Vg.,  das  ersie  Siegel  ohen  heachlldigt. 

b)  Kunz  von  Gochsen,  Sefrids  seligen  Sohn^  Idsst  die  genannien  Brilder, 
die  von  gotzlehen  mins  vatter  seligen  eigen  gewesen  sind  und  sich  von  seiner 
S  Mutter  und  seinem  Bruder  und  dann  noch  um  Ho  Gulden  von  ihm  losgekauft 
haben,  fret.  —  1437  (mentag  nach  Urbani)  Mai  :2U.  —  Ebd.  3.     Or.,  Pg. 

418.  Friedrich  von  Dorzbach,  Proj)st  zu  liebdorf,  vom  Oeneral- 
hollektor  Johannes  von  Seelhehn,  Propst  zu  Mainz  an  St.  Maria  ad 
(jradnSj  filr  die  Di'Ozesen  Bamberg  und  Wurzburg  als  Kollelctor  der 

10  Annaten,  Friichte  und  anderer  Einkiinfte  der  apostolischen  Kammer 
subdelegierty  quittiert  dent  Bektor  des  Marienaltars  in  der  Pfarrkirche 
zu  Heilbronuy  Johann  Bofwar,  zugleich  fiir  alle  Kleriker  daselbst, 
iiber  7  Gulden  rheinisch  als  fructus  medii  primi  anni,  die  sie  fiir 
Inkorporation  der  Heiligkreuzkapelle  vor  dem  Sulmerthor  schulig  waren. 

15  -_  ^408  (secuuda  feria  post  dominicam  voceni  jocunditatis  Mai  21. 
St.A,  Hdlbronn  I,  Religionmvesen.    Or,,  P//.,  Siegel  am  Band  beschddigt. 

419.  Aubelin  Mesner,  Biirger  zu  Heilbronn,  und  seine  Fran 
Els,  die  vom  Kloster  Billigheim  elnen  Weingarten  an  der  Bennen- 
steige  neben  KiUbrunn   um  ein  Drittel  des  Ertrags   baueUj   kommen 

"20  mit  demselben  wegen  eines  bisher  in  Unbau  gelegenen  Stilcks  iibereiUy 
dass  sie  dasselbe  mit  Bdumen  besetzeUj  dem  Kloster  da  von  einen  Elmer 
Wein  geben,  die  dort  gezogenen  Stocke  zum  Weingarten  verwenden 
und  nickt  verkaufen  sollen.  —  Siegler  Ilans  Ahcig  genannt  Kul- 
brun  und  Hans  Merklin,   Bichter   zu  Heilbronn,    —   1408  (Marien 

^25  Magdalenen  tag)  Jtdi  22. 

Heilbronn  Lade  53,  Billigheim  3.  Or.,  Pg.  beide  Siegel  beschiidigt  und 
undeutlich. 

420.  Bernold  t-on  T/iaUieim,  Bernolds  seligen  Sohn,  und  seine 
Frau  Elisabeth  [von  Niefern]^)  verkaufen  ihren  Teil  am  Weinzehnten 

30  zu  Flein  an  Pfarrer  und  PfrUndner  der  Pfarrkirche  zu  Heilbronn 
um  90  Gulden.  —  Biiryen:  Nikolaus  Schoninger,  Pfarrer  zu  Heil- 
bronn,  und  Gerhard  von  Thalheim  zu  Kirchhausen.  —  Siegler  die 
Aussteller  und  Biirgen.  —  li08  (dunderstag  nacli  Lenhartztag)  Xor.  8. 

Heilbronn  Lade  21, 6.     Or.,  Pg.,  das  3.  Siegel  auseinandergefalhn,   aber 
85  noch  erhalten,  jetzt  in  Holzkapsel,  das  3.  abgegangen,  vom  4.  noch  ein  kleintr 
Best  erhalten,  darauf  ein  Siiick  von  einem  Engel,  (also  war  es  das  Siegel  dis 
P fairer  8). 

*)  Kach  dem  Sit^gel. 


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192  1408  Dez.  15  -  1408  Doz.  23. 

421.  Kihiig  liuprecht  an  den  Rektor  der  Ffarrkirche  und  die 
Biinjenneisfer  (consules)  zu  Ueilbronn:  erieilt  dent  Johann  Trabolty 
Kleriker  der  Diozesc  Sj)eier,  ersfe  Bitten  atff  die  diirch  die  Besig- 
nation  Konrad  Wunns  (Worme)  von  Owisheim,  Klerikers  deraelben 
Di(}zes€y  cried iyte  Pfriinde.  —  Heidelberg  1408  Dez,  15.  5 

Rerj.:  Chmel  n,  2102  auM  Reich ftregistraturhueh  A, 

4:22.  ^Volf  torn  Bar  und  .seine  Fran  Anna  lln'sdiin  zu  Ueil- 
bronn geben  dem  Kloster  Sch'Onthal  ihren  Hof  zu  Bockingen^  Erb- 
lehen  Heinz  Emharts  urn  30,  und  einen  halben  Hof  daselbst,  Erblehen 
Hans  Dimlers,  mitbebaut  von  Lutz  Hulser  urn  15  Matter  Frucht  IQ 
Gi'dte,  eine  den  Heiligen  zu  Klingenberg  mit  7  Schilling  zinabare 
Wiese  am  Viehweg  und  WO  Gulden  gegen  ein  Leihgeding  von  GO  Matter 
Frucht  J  25  Eimer  Wein  und  20  Gulden  und  stelten  die  Heitbronner 
Biirger  Diether  Gewin  und  Hans  Erelwin  ah  Biirgen.  —  Siegler  der 
ulu.^steller  und  die  Biirgen,   —  1408   (siintag   vor   cristag)  Dez.   23.  \h 

'St. A.  Schi'niihal  1(J.  Or.y  Pg.,  dan  3.  Siegel  btschddigt,  —  Mangdhaftt 
Uhersetzutig  mit  entstellten  2\'amen  bei  Kremeij  Chron,  SchonfhaL  1194^  Reg- 
hei  Schdnhuih,  Schonihal  107,  —  Ubev  den  Hof  des  Klosttrs  zu  Rockingen, 
tinen  Morgen  Wiesen  am  Sonnenbranneu  auffgtnommen,  ttmd  folgende  ErblehenS' 
urkunden  vor/iatuhn :  20 

a)  V^on  Klaus  Rennet-  und  seiner  Frau  Katharina  zu  Bockingen  (ver- 
sprechen  noch,  dem  Kloster  keinen  Landsassen  zuzuschicken,  wenn  er  itun  nicht 
filglich  und  eben  sei).  —  Siegler  die  Richier  Ulrich  Nenninger  und  Hans  Kuder. 
—  1430  (simtag  nach  Niclaus  ta^)  Bez.  1^.  Kremer  I.  c,  136:>.  Der  Lehens- 
brief  des  Klosters  (Aht  Heinrtch)  tm  Schonlhaler  Lagerbuch  ron  14b7,  25 

b)  Von  Hans  Renner  und  seiner  Frau  Margarethe.  —  iSiegler  und  Da- 
tum me  a). 

c)  Von  Simon  Elsesser  und  seiner  Frau  Anna  zu  Rikkingen,  —  Siegler 
Hans  von  Rosmbach  und  P^ter  Kistenmecher.  —  14tlO  (suntafjf  noch  dem  heiligen 
obersten)  Jan,  13,  '^^^ 

d)  Von  Hans  Senfdt  zu  Riickingen.  —  Siegler  Hans  Kriech^  Biirger ^ 
meister^  und  Konrad  Markart^  Richier.  —  Datum  tcie  vorhin, 

e)  FUr  Klaus  Greber  ( Urkunde  des  Klosters j  Abt  Rernhard).  —  1468 
(Michels  tap)  Sept,  :»i), 

Alle  Stiicke  ebd.     Or.,  Pg.,  mit  Siegeln,  35 

4:23.  Konrad  Gygennagel  genannt  Schelm  verspricht  eidlich, 
der  Stadt  Ueilbronn  urn  40  Gulden  und  freie  Verkostigung,  wenn  er 
fortreiten  milssef  ein  Jahr  lang  mit  Pferd^  Armhrust  und  Harnisch 
zu  dienen,  den  Biirgermeistern  und  seinem  Hauptmcmn  gehorsam  zu 


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1409  3Iai  25.  193 

sein,  Klagen  gegen  die  Ihrigen  vor  ihr  Gericht  zu  bringen  und  von 
seiner  Entlassung  an  ein  Jahr  lang  nicht  wider  sie  zu  sein.  —  Siegler 
Hans  Harsch  ^)  und  Junker  Konrad  Neipperg  [im  Siegel  Fuer.J  — 
1409  (Urbans  tag)  Mai  25, 

5  a)  Ulrich  Hegghach  verpflichiei  sich  ebenso  fiir  ein  Vierteljahr  urn  10  Gul- 

den. —  Siegler  Hans  Harsch,  —  1411   (mitwoch  vor  Ambrosicn  tag)  Ajtr,  1, 

b)  Berthold  von  Mosbaeh  fUr  2  Jahre  um  110  Gulden,  —  1413  (Bartholo- 
meus  tag)  Aug,  24, 

c)  Heinz  von  Bergtheim  genannt  Bosheine  fiir  2  Jahre  um  95  Gulden, 
10  nimmt  den  Herm  von  Wirtemherg  aus,  —  Siegler  Berthold  von  Moshach,  — 

1413  (criitzes  tag  alz  ez  erhoht  wart)  Sepi,  14, 

d)  Ludwig  MuUer  far  1  Jahr  um  40  Guld&n,  —  1414  (sfintag  nach 
frawentag  nativitatis)  Sept,  9, 

e)  Mahiolf  Rol  von  DiebachfUr  1  Jahr  um  50  Gulden.  —  1415  (Valentins 
15  tag)  Fehr.  14,  • 

f)  Ludwig  von  der  Bone  fur  ein  Vierteljahr  um  6  Guldefi;  das  Pferd 
wird  ihm  gestellt,  —  Siegler  Mahtolf  Bol,  —  1417  (Valentins  tag)  Fehr.  14. 

g)  Ludwig  von  Walde  fur  1  Jahr  um  40  Gulden,  darf  das  Pferd  ohne 
Geuehmigung  des  Bats  nicht  wechsdn   und  keinen  andern  Dienst  suchen,  — 

20  1431  (suntag  vor  Valentins  tag)  Fehr.  9,  —  Derselbe  quittiert  der  Stadt  und 
verldngtrt  das  Dienstverhdltnis  um  ein  Jahr.  —  1435  (Syraonis  et  Jude) 
Okt,  28, 

h)  Kunz  Edelmann  fiir  1  Jahr  um  20  Gulden:  das  Pferd  wird  ihm 
gestellt,  —  Siegler  sein  Schwager  Kunz  Munch.  —   1421  (Walpurgen)  Mai  1. 

25  0  Fritz  von  Hochhausen  fiir  2  Jahre  um  90  Gulden,  wie  g).  —  Siegler 

Michel  von  Breit.  —  1421  (sanistag  nach  Margareten  tag)  Juli  19, 

k)  Hans  Dief  auf  unbestimmte  Zeit  um  50  Gulden  jdhrlich,  will  es  bet 
der  Entscheidung  des  Bats  lassen,  wenn  ihm  im  Dienst  ein  Pferd  abgeht,  nimmt 
seinen  natihiichen  Leibsherm  Friedrich  von  Zollem  den  Ottinger  aus.  —  Siegler 

30  Peter  von  Berlichingen  und  Michel  von  Breit.  —  1421  (Gallen  tag)  Okt.  16,  — 
Die  Siadt  emeuert  den  Vertrag,  slelit  ihm  ein  Pfei'd,  wenn  das  seine  abgeht^ 
und  kauft  es  um  24  Gulden,  wenn  er  aus  dem  Dienst  tritt,  —  1427  (dienstag 
nach  mitfasten)  Apr.  1. 

I)  Konrad  Mostbach  fUr  2  Jahre  um  120  Gulden,  nimmt  die  Schenken 
35  von  Erbach,  Konrad  def%  dlteren  und  den  jiingeren  aus,  —  1423  (dornstag 
vor  Vitz  tag)  Juni  10, 

m)  Konrad  Kadrolf  fur  1  Jahr  um  90  Gulden  mit  2  Pferden  and  einem 
gewappneten  Knecht.  —  1424  (ah  ten  den  tag  vor  Vitz  tage)  Juni  8, 


*)  Dieser  Hans  Harsch  tear  1410  Juli  7  bei  der  Deputation  des  schwa- 
bischen  Bundes,  die  dem  Pfalzgrafen  seine  Anerkennung  als  Beiclisstatthalter 
durch  den  Bund  meldeten.  Beichstagsakten  7,15.  —  Ein  anderer  Hans  Harsch 
1406  Aug,  19  Pfriindner  am  Magdalenenaltar  zu  Weinsberg.  Albrecht,  Weins- 
berger  U,B,  (Hs.  k.  off.  Bibl,  Stuttgart)  2, 69, 

WQrtt.  OaBchiehtsqaellan  Y.  13 


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194  1409  Mai  25. 

n)  Heinrich  von  Heimherg  wie  ?«),  giebi  loegen  seines  Burger rechts  das 
ndcliste  Jahr  5  Gulden  Bede,  versteuert   dann  seine  Giiter  wie  andere  Bilrger. 

—  1424  (dinstag  vor  Vitz  tag)  Juni  13, 

o)  Konrad  Winzig  fi'tr  2  Jahre  urn  06  Gulden,   darf  ohne  Wissen   der 
Siadi  keitie  Nacht  ausserhalh  zubringen,  kein  Geschdft  treiben,   keinen  eigenen    5 
Krieg  fiihren  und  nimmt  den  Graf  en  von  Lowenstein  aus.  —  Siegler  AUn-echt 
Harsch,  —  1428  (obrosten  tag)  Jan,  6\ 

p)  Kunz  Detscher,  ganz  wie  0).  —  1428  (men tag  vor  Gallon  tag)  Okt.  IL 

q)  Siephan  Oherode  von  F/edelbach  fiir  1  Jahr  urn  45  Gulden.  —  Siegler 
Michel  von  Breii.  —  1429  (Jorgen  tag)  Apr,  23,  10 

r)  Hans  Becklin  fiir  2  Jahre  urn  je  6()  Gulden.  —  Siegler  Michel  von 
Brett,  —  1429  (t'rvtag  nach  assnmpcionis)  Aug,  19. 

s)  Bertfiold  von  Eisenbach  (Isem-)  quittiert  der  Stadt  iiher  9  Giddtn,  die 
sie  ihm  nach  jahrelangen  Beschioerde^i  zufolge  giitlicher  Entscheidung  der  Stadt 
Wimpfen  fiir  ein  in  ihrem  Dienst  verdorbenes  Pferd  gegeben.  —  1430  (donrstag  15 
nach   pfingstag)   Juni  8.  —   Heilbronn  Lade  54.     Or.,  Siegel  ^nter  Pp.decke. 

t)  Jorg  Fewer  verpflichtet  sich  fUr  2  Jahre  urn  je  62  Gulden  oder  eni^ 
itprechend  viel  anderes  Geld^  wenn  die  Stadt  kein  Gold  hat :  nimmt  seine  Lehens' 
herrn  aus,  —  1431  (suntag  vor  Peters  dag  kathedra)  Eebr.  18. 

u)  Hans  von  Rosenbach  far  1  Jahr  urn  5()  Gulden,  —  1437  (Bartliolo-  20 
meus  tag)  ^t<^.  24,  —  Derselbe  rerldngert  das  Dienstverhdltnis  auf  4  Jahre. 

—  1438  (Bartholomeus  abend)  Aug,  23, 

v)  JJlrich  Holder,  vor  Jahren  Soldner  der  Stadt,  schwort,  nicht  viehr 
wider  sie  zu  sein  und  Klagen  gtgen  die  Ihrigen   vor  ihr  Gericht  zu  bringen, 

—  Siegler  Junker  Michel  von  Breit.  —  1437  (men tag  vor  jarstag)   Bez.  3()  25 
(Oder  1436  Bez.  31  i^), 

w)  Kunz  Seyler  fur  1  Jahr  urn  40  Gulden.  —  Siegler  sein  Schwager 
Melchior  Hattner.  —  1438  (Martins  tag)  Nov.  11.  —  Besgleichen  mil  einem 
Kntcht  und  2  Pferden  um  100  Gulden  und  Schadenersatz.  —  Siegler  Matthias 
von  Aub,  —  1442  {Martins  tag)  Nov,  1.  30 

x)  Hans  Gyrer  von  Eurstenbcrg  fur  3  Jahre  um  60,  60  und  50  Gulden 
und  Schadenersatz.  —  1438  (dinstag  nach  Lucien  tag)  Bez.  16, 

y)  Melchior  Hattener,  BUrger  zu  Heilbronn,  me  w),  —  1438  (sansstag 
vor  Thomas  tag)  Bez,  20. 

z)  Hans  von  Ostringen  genanni  Burre  mit  einem  Knecht  und  2  Pferden  35 
fiir  2  Jahre  um  je  120  Gulden,  nimmt  den  Markgi-afeti  von  Baden  aus.  —  1438 
(jares  abend)  Bez.  31. 

&aj  Friedrich  Herter  von  Herteneck  fiir  1  Jahr  um  60  Gulden.  —  1439 
(samstag  vor  Pauls  tag  als  der  bekeret  wart)  Jan,  24. 

bb)  Heinz  Spannagel  far  1  Jahr  um  50  Gulden  und  Schadenersatz.  —  40 
Siegler  Hans  von  Rosenbach.  —  1439  (donderstag  vor  assumpcionis)  Aug,  13. 

cc)  Georg  Huschelin  von  Pforzheim  ebenso  um  46  Gulden.  —  Siegler 
Junker  Matthias  von  Aub.  —  1440  (Peters  tag  ad  vincula)  Aug.  1. 

dd)  Berthold  Buler  fiir  1  Jahr  um  52  Gulden.  —  Siegler  Junker  Gtr- 
hard  von  Thalheim.  —  1450  (Valentius  tag)  Febr,  14,  45 


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1409  Sept.  2.  .195 

ee)  Jdrg  Br&nckler  von  Pforzheim  genannt  Huachdin  quittiert  fiber  10  GuJ- 
fden  Scliadeneraatz  far  ein  im  Dienst  der  Stadi  verlorenes  Ffet'd  und  seine  Arm- 
hrust.  —  Siegler  Wilhelm  von  Wildenliole  und  Konrad  von  Stetten.  —   1451 
{Appolonien  tag)  Febr.  9. 
5  ff)  Hans  Lothersch  verpflichiet  sich  auf  2  Jahre  um  je  40  Gulden^  dhn- 

Itch  wie  ol  —  Siegler  Gerhard  von  Thalheim,  —  1451,  ohne  Tagssdatum, 

gg)  Berthold  von  Kirchheim  fur  1  Jahr  um  48  Gulden.  —  Siegler  loie 
'vorhin.  —  1453  (ostertag)  Apr.  9. 

hh)  Henny  von  Lorch,  der  vor  Ablauf  der  besiimmten  Zeit  aus  seinem 
10  Dienst  getreten  ist  und  den  Lohn  voratisbekommen  hat,  verspricht,  ssine  Schulden 
zu  zahlen.  —  Siegler  Konrad  von  Stetten,  —   1453  (mitwoch  vor  Vits   taj?) 
Juoi  14. 

ii)  Hans  Clein  verpflicJUet  sich  fur  5  Jahre  um  je  50  Gulden,  —  Siegler 
Dieiher  von  Tiefenbach  und  Konrad  von  Stetten.  —  1454  (Kylians  tag)  Juli  7. 
15  kk)  Hans  Ahelfinger  von  Calw  fUr  4  Jahre  um  je  50  Gulden.  —  Siegler 

wie  vorhin.  —  1455  (unser  frowen  klibel  tag)  Mdrz  25. 

II)  Bafan  von  Thalheim  mM  4  Pferden,  2  Knschten  und  einem  Knabtn 
fur  1  Jahr  um  200  Guldm.  —  1462  (Antouion  tag)  Jan.  17. 

Alle  diese  Stuck:i  im  Or.,  meist  Pg.,  Heilbronn  22fi  1 5. 


20  424.  Kdnig  Biqyrecht  schldgt  dem  Bitter  Eberhard  von  Hirsch- 

korn,  der  an  seiner  Statt  Ammannamt  und  Steuer  zu  Ulm  von  denen 
•von  Rechberg  mit  500  Mark  Silber  an  sich  gelost,  dann  dem  Reich 
icieder  eingegeben  und  dafilr  die  Reichssteuern  zu  Heilbronn  und 
Wimpfen   verpfdndet   erhalten   hat,    daran   doch   uns,   unsern   nach- 

^  komen  und  dem  riche  mee  dann  100  pfund  heller  jerlicher  gulte 
uberlauflFen  und  zu  folleist  und  zu  staden  koraen,  als  derselbe  einen 
Schuklbrief  Kaiser  Karls  [IV.]  ilber  4000  Meine  Florentiner  Gtdden, 
fiir  seimn  Grossvater  Efigelhard  con  Hlrschhorn  vorgebracht,  auf 
seine  Bitte  3000  Gulden  auf  die  geiiannten  Reichssteuent,  die  jetzt  um 

^  500  Mark  Silber  und  3000  Gulden  zu  losen  sind,  wogegen  Eberhard 
auf  die  andern  1000  Gulden  verzi chief.  —  Heidelberg  1409  (man- 
tages  nach  sant  Egidii)  Sept.  2. 

SLA.  Heilbronn  7,  Reidissteuet'n.    Or.,  Pg.,  Majesldtssiegel  in  Leinwand- 
sackchen  eingendht.     Auf  dem  Bug:  Ad  mandatum  domini   regis  Johannes 
35  Winlieim.    Aussen:  II.  Bertholdus  Durlach.  —  Reg.:  Chmel  n.  2795. 


423.  Konrad  von  Klingenberg,  Edelknechty  und  seifie  Frau 
Anna  von  Sachsenheim  verkaufen  an  das  St.  Klarakloster  zu  Heil- 
bronn ihr  Hoflein  zu  Nordheim,  das  Hans  Hagen  baut,  59^ h  Moi'gen 
Acker  und  5V2  Morgen    Wiesen,  die  Samstag  nachts  von  der  Miihle 


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196  1409  Sei)L  20  —  1409  Nov.  30. 

aus  geivdssert  tvenlen  durfen,  woton  Amui  bekennt,  class  es  nicht  ihre 
Heimsteuer  noch  Morgengahe  sei,  tan  154  Gulden.  Burgen:  Fritz 
genannt  Rot  fritz,  Burkhard,  Junghuns  und  Kunman,  alle  von  Sachsen- 
heinu  —  Siegler  die  Aussteller.  —   1409  (Matheus  abent)  Sept  20. 

Kop.B,  des  KlaraklosUrs  fol.  113.  & 

a)  Heinz  Rogen,  Pfleger  (meister)  dea  KlosterSy  giebt  dm  Hof  an  Heinz 
Ditner,  SchuUheiss  eu  Nwdheinij  aU  Erbleken  um  4  Malter  Roggen  und  Jt 
6  Malter  Dinkel  oder  Einkoin  und  Haber  GUlie  (folgt  GiiterbeschreibungJ.  — 
1428  (mentag  vor  frawentag  annunciacionis)  Mdrz  22.  —  St. A.  Heilbronn  IV , 
Klaraklostei'.     Or,,  Pg,  tnit  beschddigtem  Siegel  des  Konventa.  lO 

b)  Leonhard  Mailer  von  Nordheim  irhdlt  diesen  Hof  um  den  gleichen 
Zins  aU  Erbhhen.  —  Siegler  die  Htilbronner  Richter  Daniel  Mettelbach  und 
Konrad  Markart.  —  1457  (Elsbethen  tag)  Kov.  19.  —  Ebd.  Or.,  Pg.,  dan 
2.  Siegel  heschddigt. 

426.  Graf  Hainann  von  Zweihrilcken,  Herr  zu  Bitsch,  eignet  15. 
seinem   Lehensmann   Volmar  Lenilin  auf  seine  Bitte   den   bisher   zu 
Lehen  getragenen  Teil  am  Zehnten   zu  Bockingen.   —   1409  (Endris 
tag)  Nov.  30. 

Auszug  in  einem  Notariatsintttrumetit  von  1444  Mdrz  14  vom  Notar  Niko 
laus  Zudel  fur  Zorg  Zeiaolf  und  Jost  Kupferlin,  AUaristen  zu  Heilbronn,  als  20 
Verireter  Eberhard  Esslingers,  Kirchherjm,  und  der  Priestir  einer^,  Hans  Eyrer 
den  alien  ale  Verireter  Hans  Lemlins  des  dlleren,  Sohns  des  Volmar  Lemlin, 
andererseits.  Lemlin  haiie  der  Prasenz  seinen  Teil  am  Weinzehnten  zu  Gross- 
gariach  am  HeucheJherg,  das  man  iiennet  den  Wartenberg,  und  seinen  Teil 
am  Bockinger  Zehnten  als  freies  Eigen  verkauft,  Eyrer  Idsst  mit  obiger  Ur-  25 
kunde  das  Eigentumsrecht  an  letzterem  erweisen.  Zeugen :  Konrad  von  Bockingen, 
Kirchhtrr  zu  Bockingen,  und  Hans  Swtblin,  BUrger  zu  Heilbronn.  —  Siegler 
Hans  Eyrw  und  der  Schultheiss  Bernhard  Berlin. 

427*  Konrad  von  Weinsberg  und  Wilhehn  con  Helmstadt, 
Edelknecht,  Amtmann  des  Bischofs  von  Speyer  am  Bruchrein,  verkaufen  30 
an  das  St.  Klarakloster  zu  Heilbronn  die  GUter  zu  Kodierthiirn, 
die  sie  von  Sefried  (Sieg-)  von  Gochsen,  seiner  Frau  Anna  Kaplanin 
von  Odheim  und  ihrem  Sohn  Sefrid  dem  jUngern  gekauft  haben  ^) 
(54^12  Morgen  Acker  und  17  Morgen  Wiesen,  die  ersteren  in  drei 
Fluren,  in  der  Au  15:  in  der  Gans/urt,  am  hohen  Markstein,  auf  Sb' 
dem  Gries;  in  der  andem  Au  16:  hinter  dem  Werd,  bei  der  Flur- 
und  der  Westerwiese,  auf  der  Eggerde,  beim  Aussatzelhaus  und  der 

')  Der  Kauf brief  ebd.  von  1409  (freitag  nach  Gallen  tag)  Okt.  18.    Kauf-^ 
preis  derselbe  wie  oben. 


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1410  Jan.  4  —  1410  Febr.  2.  197 

itUen  Miihle;  hi  der  Brinkbach  23^ h:  PfefferackeVy  am  Rennweg,  beim 
Anssatzelhaus ;  die  Wiesen  in  der  Brinkbach,  Zangers-  und  Zwerch- 
iviese,  bei  der  alien  Miihle,  auf  dem  Gries,  tni  Gdnspfuhl;  neben  Giltern 
der  Fruhmesse  wid  der  Heiligen  zu  Kocherthurn,  des  Spitats  zii 
5  Wimpfen,  der  Herrn  von  Weinsberg,  Hertwig  Wolfs,  Gotz  von  Bett- 
lichingen,  der  Wesin,  Miinchs,  Diether  Riides  zu  Lobenbach)  ton 
285  Gulden,  setzen  sie  im  Gericht  zu  Kocherthiirn  an  des  Reichs 
freier  Strasse  in  Besitz  ein  und  sfellen  als  Biirgen  Ulrich  Kaplan 
von  Odheim  und  Konrad  vofi  Wiitstatt  genannf  Hagenbuch,  —  Siegler 
10  die  Aussteller  und  Biirgen,  —  1410  (sambstag  vor  obristen  tag) 
Jan.  4. 

Kop.B,  des  KlaraJilosiers  fol.  91. 

B)  Sey fried,  SchuUheiss  zu  Kocherthiirn,  erhdlt  den  Hof  uyn  je  8  Matter 
Boggen  und  Dinkel  und  9  Matter  Haher  Gfllte  als  Erblehen.  —  Siegler  Joltann, 
15  Kammerer  des  KapUels  Weinsberg  eu  KocheHhftrn.  —  1423  (Bartholomeus 
abent)  Aug.  23.  —  Ehd.  fol.  97. 

428m  Die  Schuhmachergesellen  zu  Heilbronn  stiften  eine  Bruder- 
schaft  mit  einer  Kerze   utid-  gemeinsamen  Kasse.   —   1410  Febr.  2. 

Heilbronn  107^  Schuhmacher.     Gleichzeitige  Pg.-Ahschrift. 

■20  1410.  Wir  die  schumacherknecht  |  zu   den   zeiten  haben  an- 

gesehen  das  heil  unser  selen  und  baben  gemacht  ein  kerzen  unser 
lieben  frawen  zu  eren  und  |  Got  voran,  darumb  das  sie  unser  furspreche 
gen  irem  lieben  kind  sei  und  zu  trost  und  zu  bilf  und  mit  ir  besitzen  | 
das  ewig  leben  und  haben  aucb  dise  kerzen  gehenkt  zu  den  bar- 

2b  fussern  fur  unser  lieben  frawen  altar,  darumb  das  wir  irs  gebets 
und  aller  gutheit  deilhaftig  werden  vor  Got,  wan  wir  leyder  vor 
unser  arbeit  nit  vil  guts  mo^en  volbringen.  Darumb  seind  wir  die 
gesellen  gemeinlichen  ze  rat  worden  zu  den  zeyten  zu  ziXren  nach 
unserm  ende  by  disen  berren  und  mit  in  und  durch  ir  gebet  besitzen 

30  das  ewig  leben.     Wir  seind  auch  gemeinlich  mit  willen  und  begird 

ze  rat  worden,  welcher  gesel  furbit  ^)   under  uns,   der  soil   bei   den 

berren  ligen  und  alles   das  er  hat  sol  an   die  kerzen  gevallen,  ist 

-   sach  das  er  nit  recht  erben  hat;    hat  er  aber  erben,   so  sollen   die 

erben  geben  ein  guldin  an  die  kerzen  und  sollen  in  das  dinglach,  ^) 

*)  Die  Btdeuiung  muss  „st€rben'*  sein.  Vielleicht  ist  das  Wort  nur  ver- 
fickrieben  fiir  sturbit.  —  »)  =  Weisszeug,  Schmeller,  bayr.  Worterb.  1,  521  und 
Oriinm,  Deutsches  Warterb.  2, 1175  s.  v.  Dinglich.  Ein  Vei'bum  tcird  vermisst. 
Vielleicht  ist  auch  da^  Snbjeht  wir  zu  ergiwzen. 


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198  1410  Febr.  2. 

und  welcher  gesell  nit  wer  bei  der  begrebt  und  bei  dem  opfer,  der 
ist  verfallen  den  gesellen  ein  vierdnng  wachs  auBgenomen  sichtag 
haben  oder  herren  not.  Auch  sein  wir  ubereinkumen,  welcher  gesei 
krank  ward  und  siecb^  und  das  er  nit  zn  zeren  hat,  so  soUen  im 
die  gesellen  zu  hilf  kommen  us  der  bucbsen  uf  sein  frumkeit,  bis  & 
er  zu  im  selber  wider  kumpt,  wen  er  dan  arbaiten  wurt,  so  soil  er 
das  wider  legen  in  die  buchs,  so  vil  man  im  herausgeluhen  hat,  stirbt 
er  aber,  so  soUen  wir  das  sein  nemen  und  inhaben,  bis  in  das  ire 
das  sie  im  herausgelauhen  haben  aus  der  buchsen  wider  wurt«  Auch 
sein  wir  ubereinkomen,  das  ein  yezlich  gesel  zum  monat  geben  sol  10 
in  die  buchsen  ein  knecht  4  pfening  und  ein  knabe  2  pfening,  welcher 
das  nit  thet,  der  ist  den  gesellen  in  die  buchs  verfallen  ein  vier- 
dung  wachs.  Auch  sol  ein  yeglicher  under  der  geselschaft  alio  fron- 
fasten  sein  in  der  kirchen  und  sein  opfer  bringen  und  welcher  das 
nit  thet,  der  ist  verfallen  6  pfening  in  die  buchsen  ussgenomen  15- 
siechtag  oder  herren  not.  Auch  so  sol  ein  yeglicher  zu  yeder  fron- 
fasten  geben  2  pfening  in  die  buchs  und  welcher  das  nit  tet,  der 
ist  den  gesellen  verfallen  fur  ein  vierdung  wachs  an  die  kerzen,  und 
welcher  uber  4  pfening  schuldig  ist,  der  sol  auch  geben  ein  vierdung 
wachs  an  die  keraen.  Auch  sein  wir  ubereinkomen,  wo  wir  in  ge-  20 
selschaft  sessen  oder  weren  und  welcher  der  wer  der  ein  haderung 
macht  under  den  gesellen  der  sol  verfallen  sein  fur  ein  eimer  weins 
den  gesellen  halben  und  in  die  buchs  halben.  Auch  sein  wir  uber- 
einkomen zu  den  zeyten,  das  wir  alle  monat  soUen  setzen  zwen 
kerzenmeister,  die  kerzen  entzunden  sollen  und  die  buchsen  inne  25- 
bant  und  wer  es,  das  die  kerzenmeinster  die  kerzen  nit  entzunten  zu 
rechter  zeit,  so  sollen  sie  verfallen  sein  ein  halben  vierdung  wachs. 
Wer  auch  das  die  gesellen  etwas  zu  schaflFen  heten  under  einander, 
so  sollen  sie  ir  ding  ausrichten  uf  den  faeyertag  und  nit  uf  werke- 
tag,  darumb  den  meinstern  on  schsiden  und  auch  von  rede  wegen  SO* 
der  mayster.  Auch  sein  wir  eins  worden,  velcher  in  die  kirchen 
oder  in  hot  barschenkel  kumpt,  der  sol  verfallen  sein  ein  vierdung 
wachs.  Und  des  alles  zu  einer  gezeugnus  der  ding  so  ist  dobey 
gewesen  Endris  Northen  und  Heinz  Mengas,  kerzenmeister  zu  den 
zeiten  von  der  stat  zu  Heylprun,  auch  ist  dobey  gewesen  der  Wunder-  35- 
lich  und  der  Wild  Seyfrid  von  Heydeltshein  und  Abelin  von  Verher- 
ber^%  Peter  von  Helmstat,  Peter  von  Landenburg,  Wernher  von  Onos- 
bach  und  darnach  alle  gesellen  zu  den  zeyten  wollen  bitten  mit  ernst 
nach  ir  sel  heyl  das  ding  zu  halten  als  wir  es  gehalten  haben  bis- 
her,  wan  wir  nichs  darin  meinen  dan  alles  gut  und  das  heyl  beyde  40 


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1410  Juni  24  —  1410  Aug.  24,  199 

leybe  und  sele.    Datum  in  festo  purificacionis  Marie  virginis  anno 
Domini  tausend  vierhiindert  nnd  zehen  jar. 


429.  Bruder  Heinrich  con  Ansbachj  Prior,  und  Konveni  des 
Fredigerklosters  zu  Wimpfen  verschreiben  sich  geyen  Konrad  von 
5  Weinsberg  fiir  die  StifUmg  von  je  1  Malter  Korn,  Dinkel  und  Haber 
von  2  Teilen  des  Zehnten  zu  BolUngen  zur  Abhaltung  eines  Jakr- 
tags  an  Longintistag  mit  Vigilie  tmd  gesungener  Seelenm^sse,  fiir 
Erzbischof  Konrad  von  Mainz  geborenen  Herrn  von  Weinsberg^  ^) 
Konrad  von  Brauncck,  *)  Graf  Hans  von  Letichtenberg  und  Hals  wnd 

10  seine  Frau  Els  von  Weinsberg,  ^)  Friedrich  von  Walsee  und  seine  Frau 
Ida  von  Weinsberg, ')  die  Frdtdein  Ennlin,  Dorothea,  beide  des  Stifters 
Schwestern,  und  Ennlin,  seine  Tochter,  seine  Eltern  Engelhard  und 
Anyia  von  Leifiingen  und  seine  [erste]  Fran  Anna  von  Hohenlohe, 
der  letzteren  Tochter  Margarethe  von  Brauneck,  Graf  in  zu  Schwarz- 

15  burg,^)  die  Grafinnen  Margarethe  von  Hohenstein^)  und  Agnes  von 
Heffenstein,  ^)  beide  geborene  von  Weinsberg,  und  alle  ihre  Vorfahren 
und  Nackkommen,  —  1410  (gant  Johans  tag  des  heiligen  teuflFers  ze 
sunwenden)  Juni  24, 

Alhrecht,  Weinshcrger  Begestm  (Handschnft  der  h.  off.  Bill.)  II B  1,  307 
20  nach  Or,  in  Ohringen,  —  Erwahnt :  Ludewig,  rel,  manuscr,  1:2,  664,    DUlenius, 
Weinsbtrg  39, 

430»  Konig  Sigrnund  von   Ungarn  verspricht  dcm  Pfalzgrafen 

Ludwig  fiir  seine  Stiinme  bei  der  Konigsioahl,  21  Stddten,  darunter 

lleilbronn,  wenn  sie  ihn  in  einem  halben  Jahr  nach  Annahme  der 

25  Wahl  anerkennen,   ihre  Privilegien  als  Konig  und   einst  als  Kaiser 

zu  bestdtigen.  —  Ofen  1410  Aug.  5. 

Reichstagsakten   7, 19.    —   Beg, :  Gunter^  Bottweiler  U.B.   i,  300  n.  741. 
Alimann  n.  3, 


4:31,  Johann,   erwdhlter  und  bestdtigter  Bischof  von   Worfns, 
30  belehnt  Konrad  von   Weinsberg  mit  den  Stiftslehen:  Schloss  Guf ten- 
berg  und  Zubehor,  Vogtei  zu  Hiiffenhard,  */»  der  Vogtei  zu  Kdlberts- 
hauseUy  Ve  der  Vogtei  zu  Siegelsbach  (Se-),  dem  Weiler  Neckarmilhl- 
bach  (Miilnbach)  unter  Guttenberg,  den  2  Kapellen  daselbst,  Schwarzach 


*)  Oheim  des  Stifters.  —  *)  Ersier  Mann  der  ersten  ^rau  des  Stifters, 
—  ")  Schtvestem  des  Stifters.  —  *)  Vgl.  Vgl.  Note  2), 


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200  1411  Jiui.  8  -  1411  Jiini  19. 

mil  Vogtei  und  den  zugehorigen  Dorfern,  Neckargartachj  Grossgartach, 
Leinburg  (Lun-)  und  [ Klein- JGartach  dunmter  mit  Zuhehor  und  Burg 
und  Stadt  Winnendenj  als  ferre  er  recht  zu  den  hat  und  uns  und 
unsei-m  stift  nit  verfallen  sint.  —  Heidelberg  1411  (donrstag  nest 
nach  dem  zwelften  tag)  Jan.  8,  5 

Abschrift  in:  AlbrechL,  Weinsherger  U,B.  (k.  (iff,  Bibl.J  2,111  aus  Or, 
in  Ohringen.  Uber  Winnmden  s,  OABeschr,  Waiblingen  216  Anm,  —  Beg. : 
Ludetpig,  reliq.  man  user,  12,  572, 

a)  Biachof  Friedrich  ebenso,  —  Stein  1427  (in  octava  assumptionis  beate 
virginis)  Aug,  22,  —  Iteg.:  Albrecht,  Weinsberger  Regesten  B  2,250,    Auazug  iQ 
au8  dem  Revets  Konrads  vom  gleichen  Tag :  Schannat,  hist,  episc.  Wormat,  1, 246, 

b)  Bischof  Reinhard  ebensOy  ferner  mit  sHnem  Teil  an  Keipperg,  der 
Fdhre  am  Keckar  unter  Wimpfen  und  der  MUhle  dabei.  —  1446  (samstag 
nach  Mathis  tag)  Fehr,  26.  —  Reg.:  Albt-echt  L  c.  B.  4. 

432.  B ruder  Paul  Merldin,  Guardian  der  minderen  Briider  15 
zu  Heilbronn, ')  und  der  Koncent  beurkunden  eine  Stfftung  von  5  Gul- 
den zu  einem  Jahrtag  am  Montag  tor  Palmsonntag  fiir  Han^  Genes- 
gem  und  seine  Frau  Elisabeth  von  Weinsberg  und  der  letzteren  erst-en 
Mann  Kunz  Mi'dler  und  ihren  Sohn  Walther  Genesgern,  Bei  Ver- 
sdumnis  fallen  jedesmal  1  Pfund  dreissig  Pfennig  Heilbronner  If'aA-  20 
rung  an  das  SpitaL  —  1411  (nechsten  fritag  vor  sant  Johans  dag 
des  toflfers)  Juni  19. 

Heilbronn,  Stift ungspfljfjregistralur  Fasz.  126, 42,  (>r,^  Pg.,  Siegd  ab» 
gegangen, 

a)  Bruder  Johann,  Guardian,  und  Konvtnt  des  Barfusserkhsters  zu  25 
Heilbronn  beurkunden,  dass  sie  jakrlich  an  BurcharcU  fiir  Katharina,  Ludicigs 
von  Morsheim  Gattin,  einen  Jahrtag  zu  haltm,  den  Briidern,  die  Friesler  sind, 
fiber  Tisch  eine  halbe  Mass  Wein,  alien  Briidern  ein  gebratenes  Gericht  als 
Zulage  zu  geben,  hei  Versdumnis  uber  8  Tage  dem  Spital  1  Gulden  zu  bezahlen 
haben.    Die  Stiflung  betriigt  14  Gulden.  —  1412  (Elizabeten  tag)  Nov,  19,        3D 

St, A,  Heilbronn  I,  Or.,  Fg.,  das  erste  Siegel  sehr  beschadigt,  das  zweite 
abgega7igeii. 

433.  Pfarrer,  Priester  und  Pfriindner  an  der  Pfarrkirche  zu 
Heilbronn  beurkunden  eine  Stiftung  ion  100  Gidden  fiir  4  Jahrtage, 
Dienstag  und  Mittwoch  nach  jeder  Fronfasten  im  Chor  mit  gesimgeuer  35 


*)  Als  solcher  schon  1395  nachtceisbar,  in  wdchem  Jahr  er  mit  dein  Kon- 
vent  der  Katharina  Ilolzapfel  gestaitet,  zwei  fiir  einen  Jahrtag  gestiftete  Morgen 
Weinberge  zu  verpfdndeti.  Repertorium  der  Stiftungspflegregistraiur  HeilWonn 
Fasz.  126. 


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1412  Miirz  8.  201 

Vigiliej  9  LecUonen  und  Amt  zii  halien,  (lurch  Mechtilde,  Grdfin  von 
Sponheim,  Marhgrdfin  von  Baden;  bei  Versdumnis  ehies  Jahrtags 
fdlU  die  Nutzung  eines  Jakres  hnlb  an  das  Klaraklosfer,  halb  an 
da^  SpitaL  —  1412  (dinstag  nach  oculi)  Mdrz  8. 

•5  StA,  Ileilbronn  J,   Reli{fion8wesm.     Or.,   Fg.,  mit  Siegtln  dtr  Friismz 

und  der  Stadt 

a)  Eitel  Gebmn,  Konrads  seligen  Sohn,  und  seim  Frau  Agatha,  Burger 
su  Heilbronn,  stiffen  mit  12  Simri  Roggen  und  10  Sitnri  Habtr  GUlte  von  ihren 
CHUern  zu  Frankenhach,  die  der  Depsche  haut,  einen  Jahrtag   an  dei'  P/arr- 

10  kirehe,  -—  Zeugen  und  Siegler  Hans  Bemhuser  mit  seiner  Frau  Barbara  »)  und 
Konrad  von  Wittstadt  genannt  Hagenbuch  mit  seiner  Frau  Anna, »)  —  1412 
(fritag  vor  frawentag  als  sie  zu  hiinel  fiire)  Aug.  12,  —  Heilbronn  Lade  21, 8, 
Or,,  Fg.,  mit  2  Siegeln. 

b)  Xiklatis  Schoning,  Ffarrer,  und  die  Geistlichen  an  der  F/arrkirche 
15  zu  Heilbronn  haben  auf  Agathentag  oder  den  ndehsten  freien  Tag  einen  Jahr- 
tag mit  Vesper,  Vigil  mit  9  Lektionen,  Seelenmesse  und  vier  brennenden  Kerzen 
far  Konrad  Leyder  und  seine  Frau  Adelheid  zu  haUen,  die  16  Gulden,  jetzt 
in  1  Matter  Roggeu  Galte  von  Johann  Steinbrecher  zu  Nordheim  angelegt, 
gestiftet  haben.    Der  Friisenzmeister  soil  den  Frdsenzherm  Brot  von  2  Maltern 

20  Dinkel  geben :  bei  Versdumnis  fdlU  die  GuUe  an  die  Feldsiechen :  die  Friester 
sollen  keinen  Schaden  haben,  wenn  sie  fiir  das  Brot  Geld  hekommsn,  —  1413 
(donerstag  nach  Benedicten  tajj)  Mdrz  23.  —  Heilbronn  Lade  23, 9.  Frdsenz- 
siegel,  am  linken  Hand  besch&digt. 

c)  Hans  Sporin  von  Zofingen,  ein  Miinzmeister  zu  Heilbronn,  und  seine 
25  Frau  Barbara  stiffen  der  Ffarrkirche  zu  Heilbronn   "/§  Morgen  Wiesen   zu 

Sulm  nehen  den  Barfiissem  und  dem  Heilbronner  Burger  Hans  Merz  fiir  eineti 
Jahrtag  am  Freitag  und  Samstag  nach  Marid  Himmelfahrt  mit  Vesper,  Vigil 
mit  9  Lektionen  und  Messe.  —  1436  (Urbanns  tag)  Mai  25.  —  Si.A.  Heilbronn  i, 
Beligionsirestn.     C)r.,  Fg.  mit  sehr  beschddigtem  Siegel. 

30  d)  Johann  Gemming tr,  Doktor  und  Kirchherr,  und  die  Geistlichen  an  der 

Ffarrkirche  zu  Heilbronn  beurkunden,  dass  Martin  Mayersbach,  Dekan  zu 
Neumiinster  und  Fropst  auf  dem  Frauenberg  bei  Wiirzburg  und  Vikar  der 
FfrUnde  des  voti  Magenheim  am  Dionysius-  und  Johannesaltar  in  der  Ffarr- 
kirche zu  Heilbronn,  60  Gulden  frdnkischer  Jjandeswdhrung  beziv.  2^/^  Gulden 

35  jdhrlicher  EinkUnfte  far  einen  Jahrtag  gestiftet  habe  und  versprechtn,  denselben 
fiir  seine  Eltern  Heinz  und  Katharina,  seine  Brilder  Hans  und  Heinz  und 
nach  seinem  Tode  auchfi'tr  ihn  und  alle  Gldubigen,  an  Dorotheenabend  mit  Vesper 
genannt  Flacebo,  Vigil  mit  9  Lektionen  und  Amt  zu  begehen,  an  diesem  Tag 
zwei  Gulden  und  ein  Ort  an  die  Geistlichen  und  die  BUrgermeisier  zu  rer-eilen, 

40  die  Friester,  die  nicht  Messe  lesen,  den  Schulmeister  ausgenommen,  nur  halb 
zu  rechnen,  den  Geistlichen,  die  bei  der  Vesper  und  Grflbtrbesuch,  odtr  der 
Vigil  Oder  der  Messe  fehlen,  3  Ffennig  abzuziehen,  ein  Ort  fUr  4  wflhrend 
der  ganzen  Feier  brennende  Kerzen  zu  venvenden,  die  Glocken  zu  Iduten, 
den  Jahrtag  in  ihre  Sedhncher  einzuschreiben  und  vtrkUnden  zu  lassen,   bei 

«)  J>ie  Frauennamen  von  anderer  Hand  auf  liaaur. 


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202  1412  Mai  9  —  1412  Juni  1. 

Versdumung  des  letztertn  dem  Prasenemdster  die  halbe  Pnfsenz  aheuzitheii, 
wefin  der  Jahtiag  auf  einen  Sonn-  oder  Donnerstag  fielt^  wo  sie  andere  Jdhr- 
iage  hahen,  ihn  zu  rerlegen.  Wenn  der  Jahtiag  veraffumt  and  auf  Mahnung 
der  Stadt  nicht  in  6  Tagen  nachgeholt  wird,  verfalUn  die  2^1^  Gulden  dei'  Stadt, 
die  sie  fUr  Wege,  S'tege  oder  sonst  nach  Gottes  Willen  vertoendtn  Uann,  —  1466  5 
(Peters  tag  ad  kathedramj  Febr,  22,  —  Bischof  Johann  von  Wdrzburg  hestdtigt 
die  Siiftung  auf  Bitten  des  Dekans  ex  carta  seientia,  setzt  die  Strafe  der  Ex- 
communikation  fiir  Bektor,  Geistliche,  BUrgermeister  und  Bat  auf  Versdumnis 
nnd  verleiht  alien  Teilnehmern  am  ganzen  Officium  40  Tage  Ablass.  —  Wdrz- 
burg 1466  (ipsa  die  sancti  Benedicti  abbatis)  M^rz  21.  —  Heilbronn  Lade  23, 14.  10 
Or.,  Pg,,  die  Urhunden  sind  zusammengesiegelt :  Siegel  des  Vicariats,  der  Brfi- 
senz  und  der  Siadt. 

434m  Johann  von  Frankenstein^  Komtnr  zu  Prozelfen,  und 
Johann  von  Venninr/en,  Komtur  zu  Kapfenburg  (Koflf-)  einer-,  Hafts 
Eyrer  und  Kunz  Hirt,  Ratsmitglieder  andererseits  entscheiden  zwischen  15 
(hni  Dentschmeister  Konrad  von  Egloffstein  und  dem  Deutschen  Hans 
zu  Heilbronn  und  der  Stadt:  das  durch  Austrocknung  des  Neckars 
entstandene  Weidach  ztvischen  Werd  und  Weidach  der  Deutschherrn 
und  Almende  und  Weidach  von  Bbckingen  bleibt  abgegrenzt,  wie  es 
jetzt  isty  dann  ist  bis  Bockingen  der  Neckar  Grenze,  den  die  Deutsch-  20 
herrn  nutzen  diirfen.  Geht  die  aussere  Neckarbriicke  ab,  so  haben 
beide  Teile  Zufahrt  wie  bisher.  Die  Deutschherrn  verzichien  auj 
das  Werd  oberhalb  der  innern  Briicke  bet  der  Stadt.  Die  Grenze 
ztvischen  Bockinger  Almende  und  den  Wiesen,  friiher  Weidach,  der 
Deutschherrn  ist  von  den  Schiedsrichtern  festgesteUt,  Betreffs  der  25 
Hduser  am  Garten  der  Deutschherrn  bleibt  es  beim  Spruch  der  Unter- 
ganger,  betreffs  der  [Neckar-JGartacher  Almende  beim  Koufbrief,  den 
die  Deutschherrn  haben,  —  1412  (mentag  in  der  crutzwochen)  Mai  9. 

Heilhron  Lade  42.     Or.,  Pg.,   das  erste  Siegel  grosstenteils  ahgegangen, 
das  dritte   am  rechten  Band  htschddigt.  —  FAtd,   ein   unvollstdndiges,  in  den  30 
einzelnen  Punkien  iihereinsiimmendes  Kotizejft.     Frankenstein  ist  hier  Komtur 
zu  Uorneck^   Venningen  zu   Virnsberg. 

43o.  Henslin  Weldner  der  junge,  Burger  zu  Heilbronn,  beur- 
kundet,  dctss  ihm  seine  Fran  Barbara  50  Gtdden  Heimsteuer  zuge- 
bracht  habe,  40  an  Giitern,  die  andern  10  an  Barschaft,  und  diese  35 
widerlegt  er  ihr  auf  sein  Haus  hinter  Syferlin  Gerachs  Haus  neben 
Kern  Spengler.  —  Siegler  Peter  von  Berlichingen  und  Heinz  von 
Hansen,  beide  Richter  zu  Heilbronn,  —  1412  (lingers  herren  fron- 
lichnams  abent)  Juni  1. 

Heilbronn  268  Berlichingen.     Or.,  Pg.  mit  Siegeln.  40 


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1412  Aug.  5  —  1412  Aug.  14.  203 

436»  Hanii  Altvig  (jenannt  Kfdbnhi,  Biirger  zu  Heilbronn, 
ylebt  dem  Kloster  Adelberg  zum  Seelenheil  seines  Geschlechtes  seine 
Egerten  am  Hiiserberg,  —  Siegler  der  Aussteller  imd  Hans  Merklin, 
Richter  zu  Heilbronn,  —  lil2  (Oswaltz  tag)  Ang.  5, 

5  6't,A.  Adelberg  16.     Or.,  Pg.,  beide  Siegd  abgegangen, 

a)  Peter  Husen,  BUrger  zu  Heilbronn^  toiderlegt  dem  Kloater  Adelberg  • 
9  Schilling  Zins  von  einem  Acker  ob  dem  SilchetU^runneti  mii  10  Schilling  von 
Gyas&bels  seligen  Haas.  —  Siegler  die  Hetlbronner  Richter  Peter  von  Berlichingen 
und  Heinrich  von  Hansen  (Husen),  Vater  dee  Auestellers.  —  1414  (frawen  abent 
10  kerzwihe)  Febr.  1.  —  Ebd.  Or.,  Pg.,  das  erste  Siegel  oben  beschddigt,  das  zweite 
abgegangen. 

437.  Konrad  von  Schaubeck,  Edelknecht,  und  seine  Frau  Marga- 
rethe  von  Weiler  verkaufen  ihren  Hof  zu  Ilsfeld,  den  Ktinz  Stolle, 
Heinz  Rote  und  Weingarters  Frau,  Kunzlin  Keshier  und  Heinz  Rote 

15  und  Abelin  Bernolt  in  3  Teilen  urn  je  12  Matter  Korn  und  Dinkel 
und  13  Matter  Haber  bauen,  und  die  Landachtdcker  urn  460  Gutden 
an  die  Prdsenz  der  Pfarrkirche  Heitbronn.  Bilrgen:  Heinrich  von 
Heinriet,  Ritter,  Fritz  genannt  Rotfritz  und  Hans  genannt  Mdsch 
von  Sachsenheim,  Hans  von  Urbach,  Peter  von  Liebensfein,  Wilhelm 

20  con  Sachsenheim  und  Gerhard  von  Thatheim.  —  Siegter  die  Aus- 
steller und  Bilrgen.  —  1412  (frawen  abent  assumpcio)  Aug.  14. 

St.A.  Lavffen  5.  Or.,  Pg.j  das  3.  Siegel  beschddigt,  0.  und  7.  abgegangen. 
—  1412  Okt.  7  eignet  Graf  Heinrich  von  Loicenstein  obigem  Konrad  einen  Hof 
zu  Ilsfeld.     St  A.  Kloster  Lauffen. 

25  a)  Hans  Ochlin  und  seine  Frau  Katharina,  gestssen  zu  Ilsfeld,  rever- 

sieren  sich  gegeniiber  dem  Pfarrer  und  der  Prdsenz  zu  Heilbronn  Uber  die  Be- 
lehnung  mil  12  Morgen  Acker  zu  Ilsfeld,  vor  dtr  Kelberhart  und  am  Laufferweg 
neben  GUtern  Hatis  Kochs,  der  Fruhmesse  und  Kunz  Scherers  um  5  Simri  Korn 
GiUte  als  Erblehen;  bei  Verdusserung  hat  die  Prdsenz  das  Vorkaufsrecht.  — 

30  Siegler  Bruder  Hatis  Koch,  Kaplan  zu  Wtistenhausen,  Heuscr  ordes.  —  1435 
(t'lytag  vor  kerzwihe)  Jan.  27.  —  St  A.  Lauffen  2.    Or.,  Pg.,  Siegel  unkennUich. 

438.  Meister  Ulrich  der  Armbroster  von  Regensburg  beurkundet, 
dass  ihn  die  Stadt  Heilbronn  auf  10  Jahre  zum  Armbruster  und 
Werkmeister  bestelU  habe;  er  soil  von  Bede  und  Wachdiensfen  frei  sein 

35  und  jdhrlich  an  Weihnachten  10  Gulden  erhalten,  dafiir  ihr  GeschUtz 
tvarten  und  besorgen  und  ihr  innerhalb  und  ausserhalb  der  Stadt  be- 
half  en  sein,  xcenn  sie  seiner  bedarf,  aber  auf  der  Stadt  Kosten;  etwaige 
Klagen  gegen  die  ihren  verspricht  er  vor  ihren  Rat  zu  bringen,  auch 
uenn  er  die  Stadt  rerlassen  hdtte,   und  wird  auf  diese  Bedingungen 


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204  U12  Dez.  23  -  1413  Jan.  13. 

vereidiyt.  —  Slegler  der  Ausstelier  iind  Konrad  Stmsshein,  —  1412^ 
<fritag  vor  cristtag  Dez,  23, 

Heilhronn  111,  Zeughaus  1,     Or.,  Pg.,  am  zweilen  Siege!  igt  die  Vordet^ 
seiU  mit  dem  Ptrgamentstreifen  hcrauegerissen. 

439.  Die  Huf(h\ibe)schmidknechte  Klaus  von  Widern,  Michel    5 
ron  Ktsslegg,  Peter  Sjyargsen,  Peter  Ramsfur,  Hans  ton  Konsheim, 
Peter  von  Steins/eld,  Heinz  von  Gosheim,    Wagnerknecht,  der  junge 
Kunz  Menzinger,  Kunz  Duttenbtirg,  Wagnerknecht,  Henslin  von  Steier- 
mark,  Hendin  Kupferlins  Knecht  von  Gri'mifigen,  Kunz  von  Rotten- 
bach   (Rottel-),  Frytzon   von  Maudach  (Mil-),  Hans  von  Blaufelden,  10 
Peter  von  Hilsbach  und  Wyclauff  Gemalit  griinden  eine  Brudersckaft 
bei  den  Barfiissern  zu  Heilbronn,  Iiaben  eine  Kerze  mit  Eimvilligung 
der  Schneider zxinft  zu  Ehren  der  Mnttergotteti  und  vom  Kloster  atis 
einen  gemeinsamen  Begrdbnisplatz,  da  sie  2  Jahre  lauy  ihren  Wochen- 
lohn  dazu  gegeben  haben.      Wer  in  die  Bruderschaft  eintreten   will,  15 
giebt   alle  Fronfasten  4  Pfennig,  jede   Woche  einen,   wenn  es  einen 
Schilling  Pfennig  oder  darilber  giltet;  wenn  es  darunter  giltet,  einen 
Heller   in  die  Biich^e,   und  wenn  der  betreffende   noch   keine  Arbeit 
in  Heilbronn  gethan  hat,   seit  die  Bruderschaft   besteht,   4  Pfennig 
Dinggeld;  nach  Ablauf  von  14  Tagen  fdllt  diese  Verpflicktung  weg,  20 
.AUe  Fronfasten  soUen   3   Biichsenmeister  gesetzt  werden,   diese  die 
Oesellen  zur  Messe  rufen,  undjeder  einen  Pfennig  opfern  bei  4facher 
Bussfi.    Kranke  Mitglieder  erhalten  ohne  Pfand  zwei  Schilli^ig  Pfennig 
geliehen,     Wenn  ein  Kerzentneister  das  Anziinden  der  Kerze  an  Sonn- 
Feiertagen  mid  Hochzeiten  untertdsst,  giebt  er  einen  Vierling  Wachs.  25 
Die  Mitglieder  sollenjeden  Sonntag  von  den  Biichsenmeistern  zusammen- 
(jerufen  werden  und  ihreh  Pfennig  zahlen,  bei  Strafe  von  einem  Vier- 
ling  Wachs.  —  Siegler  der  Konvent  des  Barfiisserklosters,  —  1413 
.(ahsten  dag  der  heiligen  dry  kang)  Jan.  13, 

Heilbronn    Unt.   Geic,  Lade  42.     Or,,   Pg,   mit  Siegel,   ohen  ein  StUck  30 
^abgehrochen. 


440.  Pfaff  Johann  Steinbrecher,  Pfriindner  an  der  Pfarr- 
kirche  zu  Heilbronn,  verkauft  an  die  Prdsenz  daselbst  eine  Giilte  von 
1  Matter  Roggen,  von  alter  Steuer  und  Dienstbarkeit  frei,  von  den 
Giitern  zu  Nordheitn,  die  er  von  Ernhart  und  seiner  Mutter  zu  Nord-  35 
heim  gekauft  hat  und  die  jetzt  Hans  Hofmann  bant,  um  18  Gulden 
(FinsfenskUnge,  Rotenberg,   Widenty   Mannenberg,   Gwerkrilte,    Lange 


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141B  Fcbr.  17  —  1413  Febr.  22.  205- 

HaldCy  RitUc€(jy  Geiersberff,  G  utehujarter  ^Veg,  Neijypevyer  Weg,  liitt- 
henjy  Seylach;  neben  Gutern  dev  Nonnen  zu  Ileilbronny  der  Friih- 
mesne  zu  Nordheim^  Konrad  Beckers,  der  Heiligen  zu  Nordheim,  des 
K  lusters  Schdntfuil,  dem  Pfrundlehen  SL  Peters  zu  Ueilbronn,  den 
5  Wiesen  St.  Cgriacus,  der  Almende).  Biirgen:  sein  Bruder  Heinz 
Steinbrecher  und  dessen  Tochtermann  Kunz  Kfiorig.  —  Siegler  die 
Abtissin  des  St.  Klaraklosters  und  Xikolaus  Schoning,  Pfarrer  zu 
Heilbronn.  —  lil3  (fritag  nach  Julianen  tag  der  hi.  junkfrowen). 
Febr,  17. 

10  Heilbronn  Stiftungspflegregtstraiur  u.  37  (Lagerbuch   det-  Frdsene  von 

1605  foh  114). 

a)  Die  Prdsenz  gieht  ihr  Guthin  zu  Nordheim,  34  Morgeti^  von  Kune 
Liutfried  gekauft,  an  Hans  Benz  und  seine  Frau  Margarethe  urn  9  Jlalier 
Frucht  Gtllte  und  3  Schilling  filr  einen  Jahrtdg  an  Pfarrtr  und  FrUhmtssa- 

15  zu  Nordheim  ah  Erblehen.  —  1470  (Katharina  tag)  Nov,  25.  —  Ebd.  fol.  109, 
daselbst  der  Eevers  des  Benz,  —  Die  andere  Hdlfte  dieses  Hdfleins  haben  Jorg 
Bengler  und  seine  Frau  Barbara  Suterin  zu  Nordheim,  nach  einem  Kauf  brief 
rom  gleichen  Tag.  Siegler  Heinrich  Apfelhauer,  Kirchherr  zu  Nordheim,  und 
Dietmar  Aschmann,  Vogt  im  Zabergdu.  —  Ebd.  fol.  111. 

20  J41.  Eberhard  von  Hirschhorn  und  Ruprecht  Miinch  tddingen 

zwischen  der  Stadt  Heilbronn  und  Andreas  und  seinem  Sohn  Diether 
ron  Weiler  wegen  des  von  diesen  gefangen  genommenen  Frduleins 
Agnes,  Kunz  Maiigolts  von  Nordlingen  Tochter,  Biirgerin  zu  Heil^ 
hronn:  Die  beiden   sollen  vor  den  Schiedsrichteryi,   dem  Komtur   zu 

25  fleilbronn,  Peter  von  Adelberg  und  dem  Rat  schworen,  Agnes  nicht 
gesohmehet  noch  geletzet  zu  haben,  daz  ir  schedlichen  sy  an  irem. 
gelimpf  und  an  iren  eren,  uTid  sie  wieder  freigeben;  beide  Parteien 
f-'ollen  vor  die  Pfalzgrafen  Ludwig  und  Otto  komfnen,  die  den  Misse- 
thdtern  eine  Entschddigung  auferlegen  werden,  dann   soil  die  Sache 

30  erledigt  sein.  Diether  bekennt,  dass  Agnes  ihm  nicht  die  Ehe  ver- 
sprochen  habe.  —  1413  (Peters  dag  ad  kathedram)  Febr.  22. 

Heilbronn  Lade  38,  7.     Or.  mit  zwei  Siegeln  unter  Papierdecke. 

a)  Die  beiden  Pfalzgrafen,  GebrUder^  entscheiden,  dass  die  von  Weiler 
den  Eid  geleistet  and  dem  Frdulein  genug  gethan  haben;  wegeti  der  in  der- 
35  That  liegenden  Beschimpfung  der  Stadt  sollen  sie  5  Jahre  nicht  wider  sie  sein, 
beide  Parteien  ihre  Streitigkeiten  nach  Laut  der  Einung  zwischen  Pfalz  und 
Heilbronn  austragen.  —  Heidelberg  1413  (montag  vor  Ulrichs  tag)  Juli  3.  — 
Ebd.  Dr.,  Pg.  mit  2  Siegeln. 

Agnes  tctirde  dann  die  Frau  des  [BUrgermeisttrs]  Hans  Eyrer  nach 

40  folgender  Urkunde :  Hans  Eygtrer  und  seine  Frau  Agnes,  Kunz  Mangolis  von 

Nordlingen  seligen  Tochter,  schliessen  mit  der  Stadt  Heilbronn  einen  Vertrag, 


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•206  ni3  Juni  23  —  1413  Nov.  11. 

Uber  das  Erie  ran  MangoU,  1000  Gulden  und  der  Agnes  Leibgeding,  dasa  sie 
dcisselbe  zum  vollen  Wert  versttaem,  von  alien  andem  Leistungen  frei  aetn, 
bei  Wegzug  beider  oder  Tod  des  Hans  vor  seiner  Frau  die  Erben  der  leteteren 
-das  Erbe  ohne  Anzahl  *)  bekommen,  dagegen  wenn  Hans  und  Agnes  zu  Heilbronn 
bleiben,  die  Erben  die  1000  Gulden  versteuem^  verbeden  und  veraneahlen  sollen, 
—  1432  (dinstag  nach  Michels  tag)  Sept.  30. 


4:4:2.  Hans  Gxd  und  Margarethe  Fcldnerin  yenannt  die  Gyrin 
urkunden  iiber  ihre  Aufnahme  als  Bilrger  zu  Heilbronn:  Hans  schwort, 
die  ndchten  3  Jahre  buwlichen  und  heblichen  in  der  Stadt  zu  sitzen 
und  zu  leisten  was  andre  Burger,  ausgenommen  von  den  Giitern  zu  10 
Gmiind,  die  dort  verhedet  werden,  auch  iin  Fall  des  Wegzugs  die  Giiter 
in  Stadt  und  Mark  Heilbronn  zu  1200  Gulden  zu  versteuern,  und 
.  ebenso  etwa  dazu  erworbene.  —  1413  (Jobans  abent  baptisten)  Juni  23. 

Heilbronn  59  VI,  B  1,     Dr.,  Pg,,  daft  erste  Siegel  abgerissen. 


443.  Hans  Erlewin,  Hans  Eyrer  der  junge  und  Eafan  Isen-  15 
-  hut,  genannt  Mettelrafen,  Bilrger  zu  Heilbronn,  werden  von  der  Stadt 
Heilbronn  wegen  ihres  MutwiUens  auf  ein  Jahr  aus  der  Stadt  gewiesen 
und  schworen  Urfehde.  —  SiegUr  Erlewin  und  Isenhut,  Hans  Eyrer 
der  alte,  Voter,  Konrad  Lutfrid,  Grossvater,  Bernhard  Erlwin,  Vetter 
des  Hans  Eyrer  d.  j\,  und  Hans  Isenhut,  Voter  des  Rafan.  —  1413  20 
(Jacobs  abent)  JuU  24. 

Heilbronn  274,  Urfehden  25.  Or.,  Pg.  mit  6  Siegeln.  Die  Siegel  folgen 
in  der  Reihe :  Hans  und  Bernhard  Erlwin,  Eyrer,  Lutfried,  Rafan  und  Hans 
Isenhut.  Das  3.  links  oben  zerbrochen,  das  5.  unten  etwas,  das  6.  oben  und 
unten  beschMigt.  25 


444.  Konig  Sigmund  bestdtigt  der  Stadt  Heilbronn  auf  Bitte 
ihre  Privilegien  und  Gewohnheiten.  —  Como  1413  (Martins  tag)  Xoc.  11. 

Si.A.  Heilbronn  I,  Privilegien.  Or.,  Pg.,  MajestStssiegel  an  rot-blauer 
gedrehter  Seidenschnur.  Auf  dem  Bug :  Ad  maadatum  doinini  regis  Johannes 
Kirchen.    Aussen:  Registrata.  —  Jieg.:  Altmann  n.  7S1. 

a)  Desgleichen  als  Kaisir.  —  Basel  1433  (durnstag  nacli  unser  frawen 
tag  concepcionis)  Des.  10. 


*)  ,.AnzahV^  ist  eine  Wegeugssteuer,  besonders  eine  Nachsteuer,  die  von 
Fremden  erhoben  xcird,  we^m  ihnen  in  der  Stadt  eine  Erbschaft  zufdlU,  die  sie 
dann  zu  rerkaufen  haben.  Dveifachz  Hohe  der  j^hrlichen  Bede  beirffgi  sie: 
Oberrhein  14,  WO. 


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1413  Nov.  20.  207 

Ebd.  Or.f  Pg,,  MajestQtsaiegel  urapr,  an  achwarz-gtlher  SeidenscJmur  a6- 
gertssenj  heiliegend.  Ayf  dern  Bug :  Ad  mandatum  doniini  imperatoris  Caspar 
Sligk  cancellarius.  Auasm:  11.  Marquardus  Brisaclier.  —  Beg. :  Altmann  n.  967tl. 
—  Ehenso  schon  Aug.  10^  Roniy  sa  schwdhischen  Heichsstfldten  miteinander; 
5  ehd,  n.  9954.  Dagegen  ist  n.  7937  =  Mger  1, 188  (BestflUgung  fUr  Heilhronn^ 
Ulm  1430  Nov.  10)  zu  strefchen. 


4:4:0*  W alike  I'  Engdmnnn  iind  Peter  Zechy  von  Rats  icegen  Pfieger 
des  Sond-ermechenhaiises  zu  Heilbronrij  beurkunden,  dass  Adelheid  Bern- 
harthij  Kurtz  Leyders   Wituef   zur  Bessenaig  d^r  Leibnahrung  der 

10  Sondersiechen  ihr  Hbflein  zu  ii eckargartachy  das  sie  von  Hans  Erie- 
win  gekauftf  das  jdhrlich  22  Malter  Frucht  giiltet,  geschenkt  habe. 
Bei  Nichterfullung  der  Stlftung  verfdllt  der  Zins  fur  das  betreffende 
Jahr  ans  SpitaL  —  Siegler  die  Heilbronner  Richter  Kunz  Suns- 
heim  und  Heinz  von  Hausen.  —  1413  (montag  nach  Elsbethen  tag) 

15  Nov.  20. 

Heilbronn  Siiftungspflegregisiratur,  Lagerhuch  n.  62  fol.  40. 

a)  Bernhard  Berlin  und  Bechtold  von   Vaihingen^  Biirger  und  Pfleger 

des  Sonderaiechenhauaea  gu  St.  Jakob  in  Heilbronn  erhalten   von  dem  Burger 

Hartmut  Leuze  7^/^  Gulden  rheiniach  und  haben  jdhrlich  an  den  Quatember- 

-20  freiiagen   den   Sonderaiechen  2  Ffund  zu   30  Ffennigen   zu  reichen.   —   1447 

((;allen  tag)  Okt.  16.  —  Heilbronn  Lade  26  V  B.    Or.,  Pg.  mit  Siegel  Berlina. 

446.  Pfalzgraf  Lndivig  mit  seinen  RdteUj  den  Bischofen  Jo- 
hann  von  Worms  und  Ulrich  von  Verden,  den  Grafen  Emich  von 
Leiningen  und  Wilhelm  von  Eberstein,  den  Bittern  Hans  von  Hirsch- 

"25  horUy  Schwarz-Reinhard  von  Sickingen  und  Eberhard  von  Hirschhorn, 
Ruprecht  Miinch  von  Rosenberg  und  Hans  von  Venningen  dem  jiingern 
tddingt  zwischen  Engeltrud,  Albrecht  Golers  Witwe,  und  Agnes  von 
Remchingen,  der  Frau  Jorgs  von  Gemmingen :  Eiujeltrud  fordert  ihr 
caterlicheSy  ihr  von  ihreni    Vormund  HanSy  dann  von  dessen  Bruder 

30  Jorg  von  Gemmingen  vorenthaltenes  Erbe  und  den  ihr  gebilhrenden 
Teil  am  Nachlass  des  Hans.  Agnes  enfgegnef,  Engeltrud  habe  urn 
1000  Gulden  auf  ihr  vdterliches  Erbe  verzichtet  und  Hans  habe  alles 
seinem  Bruder  vermacht.  Engeltrud  anttcortef,  sie  habe  iiieverzichtet, 
von  den  1000  seien  700  Gidden  von  ihrer  Mutter,  sie  hoffe,  von  Hans 

55  so  gut  zu  erben  wie  ihr  Bruder.  Vrteil:  Engeltrud  7nuss  schworen, 
nie  auf  ihr  vdterliches  Erbe  verzichtet  zu  haben,  und  mit  2  oder  S 
schildbiirtigen  oder  wenigstens  unversprochenen  Mannen  eidlich  an- 
geben,  was  zu  diesem  gehort,  und  soil  dann  davon  und  von  der  aus- 


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208  1414  Jan.  18  —  1414  April  23. 

gefaUenen  Nutzung  die  Hdlfte  erhalten.  Da  Triegel,  Engeltruds 
und  Jorgs  Voter,  zneimal  verheiratet  war,  soil  Jorg  bleiben,  was 
seiner  Mutter  gekorte,  tind  die  Lehen;  was  verwidmet  und  vermorgen- 
gabt  sei,  gehore  billig  ihr,  ebenso,  was  ihre  Mutter  beigebracht,  Kami 
Etigeltrud  den  Beweis  nicht  antreten,  so  soil  Agnes  die  Hdlfte  der  5- 
Giiter  herausgeben  und  beschworen,  dass  sie  nicht  mehr  inne  habe. 
Wovon  Jorg  ausweisen  kann,  dass  es  Besitz  seines  Bruders  und  ihm 
vermacht  sei,  das  soil  er  behalten.  Als  ndchste  Tage  tverden  gesetzt: 
Samstag  nach  Purijikationis,  Montag  nach  Pfaffenfasnacht  und  Diens- 
tag  nach  Beminiscere  [Febr.  3  und  19  und  Mdrz  6 J,  —  Siegler  der  10 
Pfalzgraf,  Engeltrud,  Jorg,  Agnes  und  Burkhard  eon  Giilflingcn.  — 
1414  (donrstag  nach  Anlhonien  tage)  Jan.  18. 

St.A.  Heilbronn  I,  Franhenbach,     Or.,  P^.,  dcLs  4.  Siegd  beschddigt. 

a)  Engeltrud  Uisiet  den  Eid  nach  obigem  Urteil.  Zeugen:  Burkhard 
von  GiUtlingenj  Jdrg  von  Enzberg  der  jungere,  Edelknechte,  Hetnrich  Hum-  1& 
brechtj  FrUhmesser  zu  Sulzftld,  von  Engeltt'uds,  Hans  Sturmfeder  zu  Helfen- 
berg^  Eberhard  von  Sickingen,  Heinnch  von  Memchingen,  WiUielin  von  Atig- 
lach,  Schidtheiss  zu  Heidelberg y  und  Heriioig  Keich  von  Agnes  Seite,  —  In 
der  grossen  Stube  im  Bathaus  zu  Heidelberg  1414  (8,  Jahr  Gregors  XII) 
Febr.  3,  —  Notariaisinstrument  ausgeftriigt  vom  Notar  Wemher  Ernst.  —  20 
Ebd.     Or.,  Pg. 

b)  Bischof  Ulrich  von  Verden  und  jS'chenk  Eberhard  von  Erbach,  Mate 
Pfalzgraf  Ludtcigs,  beurkunden,  dass  EngeUrud,  Martin  Golers  Witwe,  mil 
ztcei  Zeugen,  Bertsch  Hane  und  seinem  Sohn  BiUzsche,  Bauern  zu  SteUbach, 
den  Beweis  gefuhrt,  dass  die  Halfie  dessen,  was  ihr  Bmder  Jorg  zu  Gemmingen  2& 
und  Frankenbach  inne  habe,  ihres  V'aiers  gewesen  sei,  und  die  HcUfte  davon 
beansprucht,  dagegen  auf  Lehen  und  auf  das,  was  Jdrg  durch  Heirat  oder 
sonst  erworben,  verzichtet  habe.  —  Heidelberg  1414  (dinstajj  nach  reminiscerc) 
M^rz  6.  —  Ebd.     Or.,  Pg.  mit  Siegeln. 

447.  Kunz  Xcmtz  genannt  Bapp  und  seine  Frau  Anna  ver-  30 
kaufen  an  Ulrich  von  Heimberg  ihre  Erbschaft  und  ihr  Becht  am 
Fischwasser  vom  Spitalwasen  bis  zur  Gartacher  Furt  an  der  Nantzin 
und  Eygrers  Wasser  urn  100  Gulden.  —  Siegler  die  Heilbronner 
Bichter  Peter  von  Berlichingen  und  Heinz  von  Hansen.  —  1414 
(Ge6rien  tag)  Apr.  23.  36- 

StA.  Heilbronn  I,  Neckar  u.  s.  w.  Or.,  Pg.,  die  Siegel  oben  beschddigU 
a)  Klaus  Halpmeister,  BUrger  zu  Heilbronn,  und  seine  Frau  Anna  ver- 
kaufen  dieses  Fischwasser,  das  des  Ausstellers  Vater  von  Ulrich  von  Heimberg 
gekauft,  um  150  Gulden  an  Hans  von  Mainz.  —  Siegler  Marx  Schenkel  und 
Peter  Jeger,  Bichter  zu  Heilbronn.  —  1434  (donderstag  nach  letare)  Mare  10.  40 
—  Ebd.     Dr.,  Pg.  beide  Siegel  besch^digt. 


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an  Juli  il  -  Okt  i.  209 

448.  Kofiiff  Sigmund  bestdtigt  dem  Bitter  Eberhard  von  Hirsch- 
hom  auf  seine  Bitte  alle  Gnaden,  Freiheiten,  Bechte,  Briefe,  Privi- 
legien  und  Handfesten,  die  er  oder  andere  von  Hirschhorn  von 
seinen  Vorgcingem  im  Beich  erhalten  haben,  besonders  die  Uber  die 
6  Beichssteuem  von  Heilbronn  und  Wimp/en,  und  gebietet  aUen  Unter- 
thanen  bei  Strafe  von  20  Mark  lotigen  Goldes,  nichts  dawider  zu 
thun.  —  Speier  1414  (sampztags  vor  sant  Marien  Magdalenen  tag) 
Juli  21. 

Sua.  Heilbronn  I,  ReicheHeuer.     Or.,  Pg.y  Majeetdtssiegd  an  rot'  und 
10  hlauer  gedrehter  Seidenechnur.    Auf  dem  Bug:  Ad  mandatum  domini  regis 
Johannes  Kirchen.    Ausaen :  R.  —  Beg. :  AUmann  n,  1060.    Archiv  fur  hees, 
Gesch.  10,151  au8  Hirschhomer  Kopb.  Darmstadt. 


449.  Kdnig  Sigmund  belehnt  Egen  Syder  und  Hans  Berlin 
mit  dem  Lad-  und  Eichamt  zu  Heilbronn  und  Uisst  sick  von   ihnen 
15  hvldigen.  —  Speyer  1414  (Jacobs  tag)  Juli  25. 

St. A,  NeuwHrUbg.  Lehen  2.  Or.,  Pg.  mit  Sekret.  Auf  dem  Bug:  Ad 
mandatum  domini  regis  Johannes  Kirchen.    Aueeen:  R 

a)  Deraelbe  belehnt  Egen  Syeder  mit  dem  ganzen  Lad-  und  Eichamt, 
da  dieser  dem  Berlin  seinen  AnteU  abgekav^  und  dessen  Veriichtsurkunde  vor- 

20  gebracht  hat.  —  Konstanz  1417  (suntags  vor  sant  Lucie  tag)  Dez.  12.  -—  Ebd. 

Or.,  Pg.  mit  Sekret.    Auf  dem  Bug:  Per  dominum  Guntherum  comitem  de 

Swarczbnrg  jndicem  curie  Johannes  Kirohen.    Aussen  von  verschiedenen  HSn^ 

den:  III,  V  (Taxen?)  und  R. 

Altmann  n.  2733  (aus  Beichsregistraturbuch  Fj  bringt  ein  Begest  vom 
25  (mitwoch   nach  Niclaus)  Dez.  8:   Kdnig  Sigmund  genehmigt   den  genannten 

Verkauf. 

b)  Anna  von  Wolmershausen,  Tocht^  des  verstorbenen  Ulrich  Lesch, 
quittiert  dem  Heilbronner  Burger  Egen  Sieder  Uber  die  BUckzahlung  von  150  Gul- 
den, wofar  er  ihr  seiner  Zeit  das  Ladamt  zu  Heilbronn  pfandweise  verschrieben 

30  ?uUte,  —  Siegler  ihr  MawiC  Hans  von  Wolmersliausen,  gesessen  zu  Gauretttrs- 
heim  (Gewrettsheim).  —  1421  (suntag  vor  Mathias  dag)  Febr.  23.  —  Ebd. 
Or.,  Pg.^  Siegd  abgegangen. 


4S0*  Konig  Sigmund  weist  die  Stadt  Heilbronn  an,  fur  ihre 
Juden  1000  Gulden  an  Hans  Starke,  Biirger  zu  NUrnberg,  zu  zafden. 
35  —  NUrnberg  1414  Okt.  1. 

Beg.:  Altmann  n.  1233  aus  Beichsregistraiurbuch  E.  Hier  hsisst  das 
Datum  bei  alien  dhnUchen  Stucken  feria  6.  post  Francisci,  Okt.  5;  von  AU- 
mann korrigiert,  u>eU  die  noch  vorhandenen  Originale  fHvr  Augsburg  und  Ess* 
lingen  montag  nach  Michels  tag  ?utben. 

Wflrtt.  OeiohiohUquAllen  V.  14 


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210  14U  Okt.  16. 

t)  Dersdhe  ynderrufi  dUsen  BefM  und  gthittet,  die  Judenst&uer  an  Frite 
Mann,  Getoandschneider  zu  Speier^  eu  zahleiu  —  HtUbronn^)  1414  (sabbato 
ante  Galli)  Okt.  15. 

Beg.:  ebd.  n.  1257.  —  Nach   dem  Bericht  der  Frankfurter  Gesandten 
vom  gleichen  Tag  an  ihre  Stadt  forderte  und  erhielt  der  Kdnig  von  drei  Juden    5 
£u  Heilbronn  1200  Gulden.    Letsimale  gedr. :  Eeichetagaakten  7, 230. 

451.  Kdnig  Sigmund  verleiht  den  Jiiden  zu  Heilbronn  einen 
Schutzbrief  mil  Bestimtnungen  iiber  Bechtsgeschdfte,  Verkehrs-  und 
Religionsfreiheity  Eid,  Gerichtsstaml  und  Abgaben  an  die  konigliche 
Kamtner.  —  Heilbronn  1414  Okt.  15.  10 

HeUbronn  91,  Juden  24.     Or.,  Pg.,  Majestdtseiegel.    Auf  dem  Bug :  Ad  v 
mandatum  domni  regis  Johannes  Kirchen.    Aussen :  Registrata.  Dennock  wurde 
diese  Urkunde  nicht  regietriert,  denn  sie  fefUt  bei  AHmann. 

Wir  Sigmund  von  Gotes  gnaden  R&mischer  kAnig,  zn   alien 
zyten  merer  des  richs^   und  zu  Ungern,   Dalmacien,  Croacien    etc.  15 
kunig,  bekennen  und  tun  kunt  offenbar  mit  disem  brief  alien   den 
die  in  sehen  |  oder  h&ren  lesen,  daz  wir  angesehen  baben,  daz  die 
juden  und  judin  in  nnser  und  des  richs  stat  zu  Heilbrunn  gesessen 
in  unser  und  des  richs  camer  geh&ren  und  uns  und  dem  riche  zu 
dienste  |  siczen,  und  haben  in  dorumb  mit  wolbedachtem  mute,  gutem  20 
rate  und  rechter  wissen    disc  nacbgeschriebene  gnade  und  friheite 
getan  und  gegeben,  tun  und  geben  in  die  ouch  in  craft  diss  briefs  | 
und  Romischer  kunglicher  mabtvolkomenheit  als  hernach   begriffen 
ist.    [1]  Zvm  ersten,  wo  man  in  schuldig  ist  oder  furbaz  schuldig 
wirdet,  daz  man  in  daz  nach  lut  irer  brieve,  burgen  oder  muntlicher  25 
versprechung  richten  und  bezalen  sole,  als  dan  das  von  guter  gewon- 
heit  herkomen  und  gehalden  ist,  und  welich  jud  oder  judin  ein  pfant 
heldet  uber  ein  jare  und  damit  tut  als  reht  ist,  daz  er  dan  dasselbe 
pfant  verkoufen,  verseczen  und  verkumem  m5ge  als  ander  sine  eigen 
gut  on  alle  anspruche  und  hindernfisse.    [2]  Item  daz  man  ouch  30 
ir  libe  und  ir  gute  in  steten  d&rfern  und  uf  dem  velde,  uf  strassen 
und  uf  wassern  beschirmen  s&Ue,  und  daz  in  alle  strazen  offen  sin 
soUen,  und  daz  sy  ouch  dornf  aller  friheite,  schirmes,  frides  und 

*)  Der  Kdnig  hatte  die  FUrsten  und  Stadte  achon  auf  3.  Oktober  nach 
Heilbronn  berufen;  Eeichetagaakten  7,226.  Altmann  n.  1195;  er  katn  am  11. 
und  foeUte  daaelbai  bia  gum  16.,  Altmann  n.  1255  a  —  X^d  a  (Urkunden  f&r 
Comburg,  Konrad  von  Heinrieth,  Maine,  Rothenbwg,  die  Juden  von  Winda- 
heim  und  Hana  Zobel)  und  empfing  am  15.  die  Huldigung  dtr  Stadt  Heilbronn. 
Reichatagaakten  a.  a.  0.,  Aitmann  n.  1256  a. 


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UU  Okt  15.  211 

gnaden,  es  sj  fried  oder  krieg,  geniessen  und  teilhaftig  sin  sSllen  nnd 
ni5geii,  des  cristen  edel  nnd  unedel  geniessen  nnd  teilhaftig  sind.  [3] 
Item  daz  man  ouch  die  vorgenannten  jnden  nnd  jndin  mit  keinerley 
z&Uen  oder  sachen  nf  wasser  und  uf  lande  beanr&ren  85Ile,  ussgenomen 

5  der  zuUe,  die  nnsere  vorfaren  Rftmisch  keiser  und  kunige  ufgeseczt 
haben,  und  waz  doran  von  alder  herkomen  und  gew&nlich  gewest 
ist;  daz  man  das  von  in  nemen  s511e  und  nicht  mee  in  kein  wjs. 
[4]  Item  daz  man  ouch  keine  der  vorgenanten  juden,  ir  wibere  oder 
ir  kindere  zu  der  toufe  dringen  s511e.    [SJ  Item  wan  sy  ouch  in 

10  unser  und  des  richs  earner  geh5ren,  dorumb  ist  unser  sunderliche 
mejnunge  nnd  w&llen,  daz  man  sj  noch  ir  keinen  furbass  mere 
verteilen  oder  eignen  solle  wider  disc  nnsere  gnade  und  friheite, 
sunder  daz  man  sj  uss  einer  stat  in  die  andern  zu  alien  zyten  varen 
und  Ziehen  lassen  s611e  on  alle  hindernusse  und  irrung.    [0]  Item 

15  daz  man  sy  ouch  weder  fur  lantgericht  oder  landfrid  ob  die  weren 
oder  lanttage  heischen  oder  laden  s&lle  oder  mdge,  sunder  wer  zu 
in  samptlich  oder  snnderlich  zu  sprechen  hat,  daz  der  recht  nemen 
und  geben  s&lle  vor  dem  werntlichen  gerichte  in  der  stat  zu  Heil- 
brun,  und  wer  es  sache,  daz  sy  doruber  besw&ret  w&rden,  daz  das 

20  ouch  weder  craft  noch  maht  haben  s&lle.  [7]  Item  daz  sy  ouch 
gemeinlich  oder  sunderlichs  oder  ir  iglichs  wibe  odere  kindere  nit 
pflichtig  sin  s&llen^  vor  judischen  meisterU;  die  sy  nennen  ire  rabi 
oder  homeister,  zu  entworten  noch  zu  gesteen  von  yemants^  er  sy 
horoeister,  rabi,  jud  oder  judin,  clag  oder  ladunge  wegen,  usgenomen 

25  einen  homeister  oder  rabi,  der  zu  Heilbrun  gesessen  ist,  oder  so 
keiner  da  siczet,  vor  dem,  der  in  der  nechsten  richstat  by  Heil- 
brun gelegen  gesessen  und  wonhaftig  ist,  und  ob  andere  hohmeistere 
oder  rabi  die  vorgenanten  juden,  ire  wibe  oder  ire  kindere  f&r  sich 
luden,  in  den  judischen  ban  legten  oder  in  andere  beswerunge  an- 

80  teten,  das  soil  alles  weder  craft  noch  macht  haben  und  den  vorge- 
nanten juden  und  den  iren  keinen  schaden  fugen  noch  brengen  in 
kein  wys,  und  dorzu  s&Uen  solich  rabi  oder  homeistere,  die  sy  wider 
disc  unsere  gnade  nnd  fribeite  banten  oder  besw&rten,  der  pene  in 
diesem  brief  begriffen  verfallen  sin  in  unsere  und  des  richs  camer 

85  unleslich  und  on  myndernusse  zu  bezalen.  [8 J  Item  welich  zyt  das 
ouch  geschehe,  daz  ein  jud  sweren  s&lt,  daz  er  uf  Moyses  buch  sweren 
m&ge  mit  solichen  worten:  ^Als  im  Got  helf  by  der  ee  die  Oot  gab 
uf  dem  berge  Synay"  und  nicht  anders.  [9]  Item  daz  man  ouch 
keinen  der  vorgenanten  juden  oder  judinen  weder  an  libe  noch  an  gut 

40  bezugen  m&ge  dan  mit  unversprochenen  cristen  und  unversprochenen 


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212  1416  Okt.  16. 

jnden,  die  nit  sin  offenbar  viende  sint.  [10]  Item  daz  oach  ein 
iglich  jud  and  judin^  die  uber  drizehen  jar  alt  sind,  den  g&Idenen 
opferpfennjng  in  unser  and  des  richs  earner  alle  jar-  of  wihennaobten 
and  als  herkomen  ist  geben  s&lle;  welicher  jad  aber  des  almasens 
lebt,  der  bedarf  solichen  opferpfenning  nit  geben^  welcher  aber  den  5 
za  geben  hat  and  nit  gibt,  der  sol  diser  gnade  and  friheite  nit  teil- 
haftig  sin.  [11]  Item  daz  wir  aach  keinen  der  vorgenanten  juden 
nymand  geben  noch  beseheiden  s&Uen  noch  w611en  weder  darch 
dienste  noeh  darch  bete  willen  in  kein  wys.  Mit  namen  w&Uen  wir^ 
daz  alle  stake  and  artikel,  als  die  oben  geschriben  steen,  ganz  10 
and  stet  beliben  and  von  allerraenclich  gehalden  werden  sollen,  and 
gebieten  oach  dorumb  alien  and  iglichen  fursten^  geistlichen  and 
weltlichen,  graven,  frien  rittern,  knechten,  landrichtern,  richtern, 
bargermeistem,  reten  and  gemeinden,  die  iczand  sin  oder  in  zjten 
werden,  nnde  nemlich  der  stat  za  Heilbran  ernstlich  and  vestiolich  15 
mit  disem  brief,  daz  sj  die  vorgenanten  jaden  and  jadinen  by  den 
vorgeschribenen  unsem  kanglichen  gnaden  and  friheiten  gerfilich  and 
nngehindert  beliben  lassen  and  sj  oach  gemeinlich  noch  sanderlich 
ass  der  vorgenanten  stat  za  Heilbran  f&rbaz  nit  laden,  heischen, 
furtriben  oder  arteil  tiber  sy  sprechen  in  kein  wys,  by  ansern  and  20 
des  richs  halden  and  by  verliesange  zehen  mark  l&tigs  goldes,  die 
ein  iglicher  der  dawider  tat  als  oft  das  bescbiht  za  einer  rechter 
pene  verfallen  sin  sol  in  ansere  and  des  richs  camer  anleslich  za 
bezalen.  Mit  urkund  diess  briefs  versigelt  mit  nnser  kaniglichen 
maiestat  iusigel  geben  za  Heilbran  nach  Gristi  geburte  vierzehen-  25 
handert  jare  and  domach  in  dem  vierzehenden.  jare  des  nechsten 
montags  vor  sant  Gallen  tag,  ansrer  riche  des  Ungrisehen  etc.  in  dem 
achandzweinzigisten  and  des  R6mischen  in  dem  fanften  jaren. 


452.  Konig  Sigmund  weist  auf  Vorbringen  seines  Kdmtnerers 
Konrad  von  Weinsberg,   doss  er  und  seine  Vorfahren  fUr  ein  Gut-  30 
haben  von  15000  Pfund  Heller  die  Beichsstetiem  von  Hall,  Heilbronn 
und  Wimpfen  pfandweise  innegehabt,   er  und  sein   Vater  Engelhard 
aber  von  Konig  Wenzel  daraus  verdrdngt  und  Uber  die  Steuern  von  . 
HaU  und  Heilbronn  von  Konig  Buprecht  anderweit/g  verfugt  warden 
sei,  und  dessen  Bitie,  ihnen  laut  ihrer  kaniglichen  Brief e  die  Steuern  85 
zti  ersetzen,  ihm  und  seinem  Vater  und  ihren  Erben  6000  rheinische 
Gulden  an  und  verpfdndet  ihnen  dafilr  die  Beichssteuer  zu  Hall  im 
Betrag  von   600  Pfund  Heller  auf  Wiederlosung,  gebietet  zugleich 


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1415  Jan.  12  -  1415  Mftrz  9.  213 

dieser  Stadt,  sick  an  der  Quittung  der  Herm  von  Weimberg  genugen 
zu  lassen.  —  Konstanz  1415  (sambstag  nach  sant  Erharts  tag)  Jan.  12. 

Gedr. :  (Wegtlin)  Eeichslandvogtei  in  Schwahm  2,  74.  Meg. :  AUmann 
n.  1387.  Nach  Uteterem  auch  Beg.  in:  Marmor,  UrkundenausgUge  eur  Ge- 
5  schichie  van  Konstanz  51,  und  ebd.  die  WUUhriefe  der  Kurf&rgten.  tfber  die  Ur- 
kunde  funleserlich)^  Vidimus  und  Kopie  s.  AUmann.  Eine  weHere  Kopie  HeU- 
branny  40,  Kanigssteuer.  —  Sigmund  hestdtigi  den  Herm  van  Weinsberg  ihre 
Beichspfandschaften,  Eanstang  1415  Febr.  6.  Vjsh.  1884,  225.  AUmann  n.  1433, 
Vgh  AUmann  n.  1596  f. 


10  453.  Hans  Eyrer  der  dltere,  Burger  zu  Heilbronn,  schenkt 

dein  Spital  zu  Heilbronn  zum  Heil  seiner  Seele,  seiner  beiden  Frauen 
und  Vorfahren  die  Muhle  zu  Bollingen,  die  jdhrlich  4  Matter  lautem 
Boggens  und  100  Eier  giUtef,  wogegen  der  MOller  jdhrlich  einen 
Morgen  (!)  Holz  erhalt.     Die  Giilte  sollen  die  SpitcUpJleger,  jede 

15  Fronfasten  ein  Matter,  einnehmen,  verkaufen  und  den  armen  Siechen 
dafur  Fleisch,  Brot  und  Wein,  in  der  Fastenzeit  Heringe  oder  was 
sonst  notwendig  ist,  kaufen,  zu  Ostem  soil  man  die  100  Eier  unter 
sie  teilen  und  ihnen  sagen,  sie  sollen  des  Stifters  gedenken.  —  Siegler 
der  Aussteller,  sein  Schwdher  Konrad  LUtfrid   und  sein  Schwager 

20  Hans  Schletz. ' —  1415  (samsstag  vor  oculi)  Mdrz  1. 

Stiftungepflegeregistratur  Fmb.  127,3.     Dr.,  Fg.,  Sieget  ahgeriesen. 

a)  HartmtU  Leuse  schenkt  dem  Spital  (Pfleger  Hans  Harrer  und  Klaus 
Hertdin)  13^1%  Gulden  eur  Verieilung  des  Zinses  davan  unter  die  Kranken.  — 
1447  (Jorgen  abend)  April  22.  —  Heilbronn  Lade  25  V  C.    Dr.,  Pg.,  mU  Siegel 

25  des  SpOals. 

b)  Johann  Hesse,  Buchschreiber  und  BUrger  tfu  Heilbronn,  und  seine 
Frau  Elisabeth  Tauwerin  verkaufen  an  das  Spital  (Pfleger  Hans  Harrer,  Bats* 
herr,  und  Konrad  Mergler)  ihr  HofUhen  bu  Bollingen,  das  je  14  Matter  Kom, 
Dinkel  und  Hdber  gullet  und  dem  Heilbronner  Spital  und   den  Heiligen  zu 

30  BdUingen  zinsbar  ist,  urn  110  Gulden.  Bergen:  •>)  die  Junker  Konrad  Seyler, 
Burger,  und  Johannes  Flins,  Stadtschreiber  zu  Heilbronn.  —  Siegler  die  Eichter 
Hans  Hunder  und  Hans  Keller.  —  1461  (dientag  nach  driefaltigkeittag)  Juni  2. 
—  Stiftungspflegregistr.  Fasz.  127, 13.     Or.,  Pg.,  die  Siegel  abgerissen. 

4S4»  Hans  Belling,  Schuhmacher  und  seine  Frau  Els,  BUrger 

35  zu   Heilbronn,   verkaufen  an   das  St    Klaraktoster   ihre   MUhle   zu 

Frankenbach  urn  200  Gulden.  —  Siegler  Konrad  LUtfried  und  Peter 

Sigel,  Bichter  zu  Heilbronn.  —  1415  (samstag  vor  letare)  Mdrz  9. 

St.A.  HeQbronn  IV,  Klarakloster.     Or.,  Pg.  mU  Siegeln. 

a)  VoH  da  an  wm  andtittr  BamA. 


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214  1415  April  16  —  Nov.  4. 

a)  Hans  MMer  und  seine  Frau  Adelheid,  Hans  Ackermann  und  seine 
jFVau  Anna,  der  erstgenannten  Ekeleute  Tochier,  erhaUen  diese  MUhle  um 
5  Mailer  Kom,  6  Matter  Kemen,  2  Kapaune  und  200  Eier  GOUU  als  Erblehen, 
—  Siegler  Hans  Berlin,  —  14:29  (dinstag  nach  fronlichnams  tag)  Mai  31.  — 
Ebd.    Or,,  Pg.  mi^  Siegel.  5 


4S5.  Kunz  Schubiz  der  junge  wird  von  der  Stadt  Heilbronn 
wegen  Oottesldsterung  (nnzimlich  and  angewonlich  swure  die  ich  getan 
und  Got  ubel  g^handelt  ban)  gestrafty  schwort  Urfehde  und  10  Jahre 
lang  oder  Idnger  nach  Gefallen  des  Bats  eine  Meile  von  Heilbronn 
zu  bleiben.  —  Siegler  Gottfried  Truchsess,  Komtur  des  Deutschen  10 
Hauses  zu  Heilbronn.  —  1415  (nff  ahttag  vor  sant  Georien  tag) 
April  16, 

HeObronn  274,  Urfehden  26,     Or.,  Pg,  mU  Siegel;  links  heschadigt, 

4S6»  Graf  Hainan  von  Ztveibriicken  eignet  dem   Wilhelm  von 
Weiler  ^k  am  Bbckinger  Zehnten,  das  sein   Vetter  Endris  zu  Lehen  15 
trdgt  —  1415  (mendag  nach  aller  heiligen  dag)  Nov.  4. 

St,A,  Heilbronn  I,  Bdckingen,  Or,,  Pg,  tnit  Siegel.  Dahei  eine  andere 
Ausfertigung  von  dersdben  Hand,  wovon  der  Bug  abgerissen  ist;  anscheinend 
bei  der  Besieglung  verungl&ckt, 

a)  Enders  von  Weiler,  Edelkneehi,  verkauft  sein  Sechstel  am  grossen  20 
und  kleinen  Zehnten  zu  BSckingen,  woraus  jdhrlich  ein  haJher  Gulden  Kon» 
tribiUion  geht,  tnit  allem  Zubehdr  um  724  Gulden  rheinisch  an  Georg  von 
Hambach  und  seine  Frau  Engel  Morringerin,  —  Siegler  der  AussieUer,  seine 
Sohne  Dieiher  und  Burchard  und^')  die  BUrgen  Simon  von  Stetten,  Her- 
mann von  Berlichingen,  Hans  von  Liebenstein  und  Zeisolf  von  Adelsheim  25 
(Altatz-).  —  1432  (montag  vor  Katherin  tage)  Nov.  24.  —  Ebd,  Or.,  Pg, 
mit  Siegeln. 

b)  Derselbe  vereichtet  auf  das  BUckkaufsrecht,  das  ihm  Georg  von  Ham- 
bach  mUndlich  eundchst  auf  10  Jahre  xmgesichert  hatte,  und  verspricht,  den 
Eignungsbrief  vom  HefTn  von  Bitsch  herauszageben,  —  Siegler  der  AussteUer,  80 
Engelhard  von  Helmund   und  Kunz  MangoU,  beide  von  Ldwenstein.  —  1434 
(dunderstag  vor  JOrgen  tag)  Apr,  22.  —  Ebd.     Or,,  Pg,  mit  Siegeln, 

c)  Georg  Hambach,  weiland  Schultheiss  zu  Ldwenstein,  und  seine  Frau 
Engel  Moringerin  verkaufen  dieses  Sechstel  vom  Zehnten  an  die  Stadt  HeUbronn 
und  geben  den  Kaufbrief  von  Endris  von  Weiler  und  den  Eignungsbrief  vom  35 
Rerm  von  Bitsch  heraus.  —  Siegler  der  AussteUer,  Kunz  MangoU  und  Engel- 
hard von  Helmund  zu  Ldwenstein,  —  1437  (dinstag  vor  Jacobs  tag)  JtUi  23, 

—  Ebd,  Or,,  Pg.  mit  Siegeln, 


%)  Von  4a  nh  9<m  d^a^tben  Band,  ab^r  mU  amdtnr  TimH, 


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1416  Juni  29  —  1417  MarM  5.  215 

4S7*  Bifdolf  von  Munkheim,  Burger  zu  Hall,  mit  den  von 
Nyperger,  Burgenneister,  und  Erhard  Mettelhach,  Burger  zu  Heil- 
bronn,  gesetzten  Zusatzmannen  Heinrich  Keck  und  Klaus  Halberg, 
Bilrgern  zu  HaU,  einer-  und  Friedrich  von  Winter  stein  und  Hans 
5  Engelhart  andererseits  entscheidet  zwischen  der  Stadt  Heilbronn  und 
Wernher  von  Crailsheim.  Dieser  Magt,  er  habe'den  Bat  durch  Schenk 
Konrad  von  Limpurg  und  Friedrich  von  Nenningen  ersuchen  lasseti, 
dns  ihm  von  seinem  verstorbenen  Schwager  Hans  Harsch  zu  Heilbronn 
zugpfallene  Erbe  in  Beschlag  zu  nehmen,   bis   die  Sache  entschiedsn 

10  werde,  was  der  Bat  zugesagt  habe,  dennoch  habe  der  Bat  einen  ge- 
wissen  Lamparter  das  Erbe  in  Besitz  und  Nutzung  nehmen  lassen; 
er  verlangt  100  Gulden  Schadenersatz,  Beschlagnahmung  des  Erbes 
und  Auslieferung  der  eingenommenen  NutzUng.  Der  Bat  erwidert, 
Lamparter  habe  seine  Frau  als  Erbin  ausgegeben,   ein  Monch  dies 

15  bestdtigt,  worauf  ihm  das  Erbe  vorbehaltlich  der  Bechte  Dritter  zu- 
erkannt  worden  sei.  Dem  von  Nenningen  habe  man  nur  zugesagt, 
das  Erbe  nach  dem  Becht  der  Stadt  in  Beschlag  zu  nehmen,  die  Stadt 
habe  keine  Nutzung  eingenommen,  zahle  auch  keinen  Schadenersatz, 
kummere  sich  Uberhaupt  nicht  um  die  Sache,  woUe  aber  den  schiltzen, 

20  dem  das  Erbe  zugesprochen  werde,  und  verlange,  dass  Wernher  die 
Fehde  abthue.  —  Urteil:  die  Fehde  soil  ab  sein,  und  die  Stadt  schworen^ 
dass  es  sich  verhalte,  wie  sie  angegeben;  was  geschieht,  worauf  sie 
freigesprochen  wird.  —  1416  (montag  noch  Johans  tag  des  taafers) 
Juni  29.. 

25  Heilbronn  Lade  54,     Dr.,  Fg.  mit  unkenntlichem  Siegeh     Vgh  n.  464, 

458.  Pfalzgraf  Ludwig  versichert,  zugleich  fiir  seinen  Sohn 
Buprecht,  den  Stddten  Heilbronn  und  Wimp/en,  solange  er  mit  ihnen 
in  Einung  sei,  sich  nicht  bei  Konig  Sigmund  zu  bewerben,  dass  er 
sie  ihm  verpfdnde,  ihre  Freiheiien  nicht  anzutasten  und  wenn  der 
30  Kdnig  sie  von  andern  Beichsstddten  sondern  und  beschweren  wollte, 
zu  ihrer  Hilfe  und  Forderung  zu  thun,  was  er  vermoge.  —  Heidel- 
berg 1417  (fritag  nach  invocavit)  Mdrz  5. 

St.A.   Heilbronn  I,   Einungtn,     Or.,  Fg.,  Siegel   zerbrochen.   —   Beg.: 
Scriba,  hese.  Urk.  J,  138. 

35  459.  Die  Stadt  Heilbronn,  Els  Bidermennin,  Kiinzlin  Gerach, 

ihr  Tochtermann,  BUrger  daselbst,    einer-  und  Heinz  Beinwort  von 
Sulm  andererseits  kommen  in  ihr  en  Hdndeln  vor  Erzbischof  Johann 


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216  U17  April  20  —  1418  April  25. 

von  Mainz  und  werdsn  von  diesem  an  Junker  Swicker  von  Sickingen 
zu  Scheuerberg  gewiesm  und  hier  guUich  gerichtet:  Reinwort  8oU  alle 
Schuld-  und  alle  erlangten  Urteilsbriefe  der  Stadt  herausgeben,  die- 
selben  sollen,  wenn  sie  dlter  sind  als  diese  Tddigung,  alle  ungultig, 
alle  weiteren  Forderungen  abgethan  sein.  —  Siegler  Swicker,  —  1417 
(dinstag  vor  Qeorien  fag)  Apr.  20. 

HeUbrann  Lade  64.    Or,,  Pg.  mU  Siegd. 


460*  Johann  Kutsche,  Vikar  am  St.  Nikolausaltar  im  Stift 
zu  dhringm  verkauft  mtt  ZusUtnmung  des  Dekans  und  Kapiteh  zu 
Ohringen  dem  St.  Klarakloster  zu  Heilbronn  je  2^1%  Matter  Weins-  10 
berger  Mass  Kom,  Dinkel  und  Haber  OUUe  von  dem  Hof  zu  Odkeim, 
von  dem  das  Kloster  die  andere  Hdlfte  hat,  wozu  Ham  Brecht  6  Schil- 
ling und  ein  Fasnachthuhn  und  die  Brotbeckin  2  Sommerhilhner  giebt, 
urn  74  Guldetiy  womit  er  fur  seine  PfrUnde  einen  Hof  zu  Selbach 
kauft.  —  Siegler  Dekan  Johannes  und  das  Kapitel.  —  1417  (mitt-  15 
woch  vor  Philippi  und  Jacobi)  Apr.  28. 

Kopialbuch  des  KlaraJUosters  fol.  37. 


461.  Hans  ZoU  von  Heilbronn  verkauft  seine  Habe  zu  Heil- 
bronn (Haus  und  Hofneben  Heinrich  Hoffmann,  16^1%  Morgen  Acker, 
7  Morgen  Wiesen,  2^U  Morgen  Weingdrte^i,  gelegen  in  der  Tune  20 
zwischen  Flein  und  Sontheim,  am  Fleiner  Weg,  in  der  niedern  Miiss- 
klinge,  am  Oclisenberg,  hinter  dem  Lerchenberg  und  einen  Krautgarten 
vor  dem  Bruckenthor  neben  Gutern  Hans  Mitissers,  der  Deutschherrfif 
Renners,  Niklaus  Smieds,  der  Lederin,  Klaus  Muntz,  Klaus  Merk- 
lins)  um  100  Goldgulden  bar  an  Michel  von  Breit.  —  Siegler  Junker  25 
Hans  genannt  von  Marloch  und  Engelhard  von  Berlichingen.  —  1418 
(Agneten  tage)  Jan.  21. 

HeUbronn  L<ide  10,2.    Or.,  Pg.  mit  Siegeln. 


462»  Konig  Sigmund  gebietet  den  Reichsstddten  Augsburg,  Ulm, 
Giengen,  Nordlingen,  Dinkelsbiihl,  Rothenburg,  NUrnberg,  Weissen-  30 
burg,  Aalen,  Esslingen,  Heilbronn  und  Bopfingen,  das  unter  d^s 
Reichs  Schutz  stehende  Kloster  Kaisersheim  zu  schirmen  und  seinen 
Leuten  auf  Nachsuchen  das  BUrgerrecht  zu  gewdhren.  —  Konstanz 
1418  Apr.  25, 


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1418  Nov.  11  —  Nov.  24.  217 

Beg,:  Altnumn  ».  3117.  Beg,  Boica  12,284.  —  In  dem  Mandat  an 
mehrere  IHireten  und  Stadte,  dem  Kurf&reien  Fnedrich  von  Brandenburg  gum 
Schute  dee  Klostere  heteusteTien,  vom  gUkhen  Tag  (AUmann  n.  3118,  Beg. 
Boiea  I.  c.)  iet  HeSbronn  nicht  genannt^ 

6  463.  JoBt  von  Venningen,  KonUur,  und  die  Briider  des  Deutschen 

Hames  verleihen  ihr  Altwasser  zu  Bockingen,  das  vor  ZeiUn  Smier- 
lich  Gerach  innegehabt,  an  Hans  Gosser  ah  Leibgeding  gegen  4  fi. 
rh.  Zins,  behalten  sich  aUe  Strafen  und  Bussen  wegen  unberechtlgUn 
Fisckens   und  Beschddigu'ng  vor  und  gestatten  die  Nutzniessung  des 

10  Wassers  durch  Hans  Huchelmann  (Hugelmann),  solange  Gosser  lebt 

—  Siegler  der  Komtur  mit  seinem  aigen  angeborn  insiegel.  —  1418 
( —  decesimo!  octavo  —  Martini)  Nov.  11. 

Lehen  und  Beetandbriefe  der  Kommende  Hedbronn  S.  52, 

a)  Offieial  und  Bichter  dee  geietlicJien  Gerichte  dee  St.  Petereetifte  eu 
15  Wim/pfen  im  Thai  enteeheiden  ewiechen  dem  Komtur  Johann  von  Nippenburg 

und  Kum  Benner  von  Bdckingen,  dieeer  eoUe  die  7^  G^den  Zine  von  einer 
Wieee  zu  Bdckingen,  die  er  ale  eu  vid  verweigert,  wie  friXher  wetter  entrichten. 

—  1438  (freytag  vor  frawen  tag  als  sie  geborn  wart)  Sept,  5,  —  Ebd. 

b)  Johann  von  Nippenburg,  Komitur  bu  HeUbronn,  giebt  dae  Altwaeeer 
20  der  neuen  BrUcke  zu,  von  Bdckingen  herah  in  den  Neckar,  dae  bieher  Hane 

Joeeer  innegehabt,  um  5  Gulden  Zine  der  Stadt  Heilbronn.  —  1446  (Laarencien 
tag)  Aug.  10.  —  Heilbronn  Lade  42.     Or,,  Pg,,  Siegd  zerbrochen. 

464»  Wernher  von  Grailsheim  und  seine  Frau  Lucret  (!)  [Luckard] 
Herschin  verkaufen  ihren  Hof  zu  Bdckingen,  den  sie  von  Hans  Harsch 

25  geerbt,  wdhrend  Bernold  Plauwe  die  andere  HcUfte  geerbt  hat,  um 
100  Gulden  rheinisch  an  Rafan  Ysenhut,  Biirger  zu  Heilbronn,  Georg 
Lankwarter,  Edelknecht,  der  einen  Teil  von  diesem  Hofhatte,  erkennt 
den  Verkauf  an  und  verzichtet  auf  fernere  Ansp^Uche.  —  Siegler  die 
Aussteller,  Lankwarter  und  die  Heilbronner  Richter  Itel  Eriwin  d,  j, 

30  und  Peter  Sigel.  —  1418  (Catherin  abent)  Nov,  23. 

HeUbronn  Stiftungepflegregietratur,  Lagerbuch  n,  62  foh  33.  Vgl,  n,  4S>7. 
a)  Bafan  Ysenhut  der  dUere,  der  mUtlere  und  der  jUngere,  Biirger  zu  Heil- 
bronn, verkaufen  den  Hofum  100  Gulden  an  Marx  Schenkd.  —  Siegler  die  Bichter 
Hane  Berlin  und  Klaus  Sailer,  —  1420  (dinstag  vor  Bartholomei)  Aug,  20.  — 

35  Ebd.  fol,  34.  —  Marx  Schenkel  leiht  den  Hof  an  Adam  Krume  und  seine  Frau 
MechtUd,  gesessen  zu  Bdckingen  (die  andere  Halfte,  die  ehemals  Gerlach  Plawes 
Kindem  gehdrte,  gehdrt  jetzt  den  Heiligen  zu  Zimmern),  1422  (Thomas  abent) 
Dez.  20,  spater  an  Hans  Schellenberg  und  seine  Frau  Anna  zu  Bdckingen, 
1428  (sontag  nach  Gregorien  tag)  Marz  14,  jedesmal  um  ZVs  Malter  JtVucht 

40  Zins.    Die  Lehensreverse  ebd,  fol,  36  ff,  mit  Guterbeschreibung. 


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218  1418  Nov.  29  -  Dez.  21. 

465.  Hans  von  Wittstadt,  Edelknecht,  seine  Frau  Benigna  von 
Thalheim  und  ihr  Sohn  Hans  der  jungere  verkaufen  an  das  St.  Klara- 
kloster  zii  Heilhronn  ihre  Outer  zu  Thalheim  (SPk  Morgen  Acker,  in 
der  Flur  vor  dem  Jungholz  18^ h  Morgen:  am  Schozacher  Pfad,  im 
tftehigrundy  auf  dem  KernbUhl,  im  Lauffergrund,  auf  der  Neckar-  5 
halde,  im  Bengrund,  auf  der  Nose;  in  der  Flur  im  BUrkfeld  18^ U: 
beim  Horkheimer  Holz,  am  Hdngern,  am  Bieffergraben,  hinter  der 
Burg  im  Binzach,  bei  der  Otelnweide;  in  der  Flur  die  Strasse  hinab 
Horkheim  zu  14^1%  Morgen:  im  Grund  gegen  Sontheimer  Feld,  an 
der  Steinbrucke  auf  der  Halde,  auf  dem  Wissenrein,  der  Neckar-  lo 
halde,  beim  holzemen  Kreuz  Uber  dem  Laufferweg,  vor  dem  hohen 
Markstein,  zu  Hofstetten;  5^/a  Morgen  Wiesen  am  Bach,  beim  Forst- 
bronn,   ob  dem  Nordelbach;  4  Morgen  „Donnbronner^  Weingdrten, 

3  Priestern  zu  Thalheim  mit  5  Schilling  fur  ein  Seelgerdte  zinsbar 
—  neben  GUtern  des  alien  Bemold  von  Thalheim,  des  Heilbronner  15 
Spitals,  Kunz  von  Klingenberg,  St.  Jorgs  zu  Horkheim,  der  Sturm- 
feder,  der  Heiligen  zu  Thalheim,  des  Klaraklosters,  der  vom  Buhelberg, 
des  Frauenklosters  zu  Lauffen,  Hans  Bentners;  endlich  31  Schilling, 
5  Fasnacht-,  6  Sommerhuhner  und  7  Gdnse  Zinse)  um  365  Gulden 
und  stellen  als  Biirgen  Konrad  von  Wittstadt  genannt  Hagenbuch  20 
und  Sifried  Greek,  Edelknecht.  —  Siegler  Hans,  Benigna  und  die 
Biirgen,  —  1418  (Endris  abent)  Nov,  29. 

8tjL  EeOhronn  IV,  Klarakloeter.     Or,,  Pg.,  das  2.  und  4.  Siegel  ah- 
gegangen. 

466.  Marquard  und  sein  Sohn  Hans  von  Bachenstein  ver-  25 
kaufen  3  Teile  am  Strubenhof  zu  Grossgartach  (das  letzte  Viertel 
gehort  Katharina  von  Thalheim,  der  Witwe  Heinrichs  von  Gochsen), 
die  Hartmut  Diemar  von  Richen  um  Va  des  Ertrags  als  Erblehen 
innehat,  ^  um  475  Gulden  an  die  Pfarrkirche  zu  Heilbronn.  Biirgen 
die  Edelknechte  Hans  von  Bachenstein  genannt  Bechlin  zu  Dottingen  30 
und  Wilhelm  von  Stetten  zu  Stetten  und  die  Heilbronner  BUrger 
Hans  Isenhut  und  Arnold  Marpach.  —  Siegler  die  Aussteller  und 
Biirgen,  —  1418  (Thomas  tag)  Dez.  21. 

Heilbronn  Lade  21.     Or.,  Fg.,  das  3.,  4.,  und  5.  Siegel  abgegangen. 
a)  Desgleichen  um  139^U  Gulden  daa  letzte  Viertel,  doe  ihnen  von  Katha'  35 
rina  von  Thalheim,  der  Frau  WUhelms  von  Oiterabach,  eingegeben  wurde,  jetet 


*)  Der  ErbUhenbrief  ebd.    Or.  von  1414  (Agathen  tag)  Febr.  5.,  es  werden 
142  Morgen  Acker,  13  Morgen  Wiesen  aufgezdhlt. 


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1418  Dez.  21.  219 

ebenfaUs  Erblehen  Diemara ;  versprechen,  dm  Kauf  gegm  Katharina  und  thren 
Sohn  Kuno  von  Oochsen  zu  wehren.  Burgen:  WUkdm  der  aUere  und  der 
jUngere  von  Stetten,  die  Hedbronner  Burger  Arnold  und  aein  Sohn  Mathis  Mar- 
pack,  —  Siegler  die  AussteUer  und  Burgen.  —  1419  (Mattis  abent)  Fehr.  23, 
5  —  Ebd.  Or.,  Pg,  1,,  3,  und  4.  Siegel  abgegangen,  2,  und  6.  beschddigt,  vom 
5,  die  Vordereeite  abgelosty  aber  beUiegend  und  gut  erhaUen. 

b)  Hans  von  Bachenstein  gu  Ddrebach  gesessen  vergUicht  sick  mit  den 
Prdaengherm  Hher  einen  von  diesen  eum  crwdhnten  Hof  beanspruchten  Acker, 
indem  er  vergichiet  —  Siegler  der  AussteUer  und  sein  Bruder  Engelhard  von 

10  Bachenstein,  Propst  zu  Gebsattel  —  1435  (mentag  nach  palmdage)  Apr.  5.  — 
Ebd.  Or,,  Pg.y  beide  Siegel  abgegangen,  Dabei  ein  uraprUnglich  cds  Or,  beab- 
sichtigtes  StUck  (fur  die  Initiate  bei  Ich  Baum  gelassen),  wegen  Korrekturen 
und  schmcden  Unterrandes  nicht  besiegelt, 

c)  Hartmann  Diemer,  der  diesen  Acker  von  Markart  um  1  Matter  Kom 
15  ats  Erblehen  ertoorben,  giebt  ihn  auf  des  Hans  Brfehl  den  Prdsenzherm  auf. 

—  Siegler  Utrich  Nenninger  ufid  Hans  K^der,  Biehter  gu  Heitbronn,  —  1425 
(dinstag  nach  ostertage)  Apr.  10.  —  Ebd.    Or.,  Pg.,  das  2.  Siegel  abgegangen. 

d)  Dersdbe  und  seine  Frau  Elisabeth  bekommen  von  WUhelm  von  BrUnne, 
Kirchherm,  und  den  Altaristen  eu  Heitbronn  den  Sirubenhof  (147*^ /uo  Morgen, 

20  dazu  '/is  eines  Ackers  und  eine  Wiese  mit  4  Mahden,  Haus,  Hof  und  Scheuem ; 
die  Giiter  werden  beschrieben)  um  je  18  Matter  Korn,  JDinket  und  Haber  dls 
Erblehen.  —  Siegler  Paul  Burger  und  Jakob  Binkesser,  BicMer  zu  Heitbronn. 

—  1426  (frytag  vor  letare)  Marz  8.  —  Ebd.  Or.,  Pg.,  das  1.  Siegel  sehr 
beschddigt,  das  2,  abgegangen. 

25  e)  Heinz  Zerrengiebet  mit  seiner  Frau  Berhuss,  Hans  Hanmann,  Schuh- 

macher,  und  Buf  Roser  mit  seiner  Frau  Anna  zu  Grossgartach  erwerben  den 
Strubenhof  von  Eberhard  EssUnger,  Kirchherm  zu  Heitbronn,  und  den  Al- 
taristen dasetbst  um  je  20  Matter  Boggen,  Dinkel  und  Haber  GuUe,  vei'sprechen 
den  Hof  bei  einander   zu  lassen,  ihre  Anteile  mit  dheinem  stein,  sunder  nit 

30  dann  mit  hulzin  stutzen  underzeichen  und  mit  malestat  also  hanthaben.  — 
Siegler  Pauls  Burger  und  Jakob  Binkesser,  Biehter  gu  Heitbronn.  —  1434 
(mentag  vor  Fabiani  und  Sebastiani)  Jan.  18.  —-  Ebd.  Or,,  Pg,,  das  1,  Siegel 
abgegangen.    Ats  Vortage  (auch  hier  GUterbeschreibung)  diente  d). 


467.  Egen  Sieder  und  seine  Frau  Agnes  von  Sachsenheim, 
35  Burger  zu  Heilbronn,  verkaufen  an  das  St.  Klarakloster  daselbst 
ihren  Hof  zu  Frankenbach,  den  Hermann  Arnolt  um  je  4  Malted' 
Kom,  Dinkel  und  Haber  baut  (Flur  gegen  Heilbronn  ll^h  Morgen: 
am  Milhlacker,  am  Bockinger  Weg,  auf  der  Schlicht,  auf  dem  Hiit- 
berg;  Flur  gegen  das  Holz  hinaus  8"/i2  Morgen:  am  Markstein,  neben 
40  der  Steige,  im  Kreuwenloch;  Flur  am  Bach  hinauf  9^1%  Morgen: 
7iebe7i  der  Kleinen  Almende,  zu  Hauwenwinkel,  neben  Gutern  derer 
von  Gemmingen,  Geres,  /^an  dem  Geren,  Flurname?],  der  Bysten- 
bechenn,  der  Deut^chherrn,  Vockes,  des  Bitters,  Klaus  Schmids,  Peter 


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220  1419  Jan.  14  —  Nov.  24. 

Metzlers,  Jorg  Kmses,  am  Haus  5V«  Morgen  Garten  und  Wiesen, 
Va  Morgen  Wiesen  am  Dornlins)  um  130  Gulden,  —  Siegler  der  Aus- 
steller,  Itel  Erlewin  und  Peter  Sigel,  Bichter  zu  Heilbronn.  —  1419 
(samstag  vor  Anthonien  tag)  Jan.  14. 

8t.A.  HeObrann  IV,  KlaraJdosUr.     Or.,  Pg.,  das  2.  Siegd  hat  durch    5 
Heraussreiaaen  des  Pg.streifen8  das  Wappsn  verloren.    Aussen  u.  a.,  18.  Jh.: 
Neitzischen  hof. 


468.  Klaiis  Merklin  und  Peter  Husen,  von  Rats  wegen  Pfleger 
des  Spitals  zu  Heilbronn,  beurkunden  die  Stiftung  von  40  Gulden 
durch  Hans  Bernkart,  Burger  zu  Heilbronn,  zu  einem  ewigen  Licht  10 
bei  Nacht  fUr  die  Siechen,  das  aufgesteUt  sein  soil,  wo  die  Siechen 
wandeln.  Strafe  bei  Versdumnis  Uber  ein  halbes  Jahr  2  Gulden  fUr 
die  Kranken.  —  1419  (dez  heiligen  crutzes  tag  alB  es  fflnden 
ward)  Mai  S. 

Heilbronn  Lade  25  V  C  2.     Or.,  Pg,  mit  hesehddigiem  StadtsiegeL  15 

469.  Peter  Buf  und  seine  Frau  Margareth  zu  Neckargartach 
reversieren  sich  gegeniiber  Jakob  von  Bruchsal  und  Johann  Bosengart, 
Pfriindnem  und  Verwesern  am  St.  Kilians- Altar  im  Stift  zu  Wimpfen^ 
Uber  die  Belehnung  mit  deren  Hof  zu  Neckargartach  um  14  Simri 
Boggen,  je  15  Simri  Dinkel  und  Haber,  1  Simri  Erbsen  GHUe  und  20 
2  Schilling  Handlohn  bei  jedem  Wechsel  des  Inhabers.  —  Siegler 
die  Heilbronner  Bichter  Kunz  Neipperg  und  Hans  Merz,  —  1419 
(Eatarinen  abent)  Nov.  24. 

8t.A.  HeUbronn  I,  Neckargartach.  Or.,  Pg.,  teUweise  unleserlich,  die 
Siegel  dbgegangen.  Aussen  aus  dem  ndchsten  Jahrhundert:  Ad  altare  sancti  25 
Kiliani  —  Ad  vicariam  primam  et  secundam  domini  Burkardi . . .  decani  et 
fundatoris.  Etwas  spdter:  Erbbestandsrevers  Qber  den  Kutterhof  zu  N.  — 
Vgl.  die  Urkunde  vom  folgenden  Tag  im  Anhang  unter  der  Hauptnummer 
1367  Febr.  24. 


470,  Die  Wormser  Biirger  Henne  Heimborger,  seit  25  Jahren  30 
Hausmeister  im  Kaufhaus  zu  Worms,  Werner  Schocke,  an  25  Jahre 
XJnterkdufer,  und  Henne  Morschel,  17  Jahre  Unterkdufer  und  6  Jahre 
Zoller,  bezeugen,  dass  die  von  Heilbronn  von  ihren  Waren  nie  einen 
Zoll  gegeben  haben,  wissen  jedoch  nicht,  oh  das  Becht  oder  Gewohn- 
heit  sei.  —  Notariatsif^trument  ausgefertigt  fiXr  Konrad  Gerach,  35 
Burger  zu  Heilbronn,  in  Gegenwart  He^me  Flomerns  und  Klas  Helf- 


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I420?i'ebr.  9  —  Juli  L  22l 

gotts  durch  Johannes  Herrenberger  von  Ladenburg,  Kleriker  der 
Dibzese  WormSy  im  Hof  zum  schwarzen  Bupel  zu  Worms.  —  1420 
Febr.  9. 

Heilbronn  357,  Warms  1,     Or,,  Pg;  die  Urkunde  ist  oljektiv  gefasst. 


5  471.  Konrad  von  Weinsberg  erbffnet  der  Stadt  Heilbronn  das 

heutige  XJrteil  des  ton  ihm  besetzten  Hofgerichts  zu  Breslau  in  der 
Dompropstei,  wonach  die  Graf  en  Ludwig,  Konig  Sigmunds  Hofmeister, 
und  Friedrich  von  Ottingen,  GebrUder,  den  Weinzehnten  zu  Heilbronn 
mil  Hdusern,  Keltern,  Wein  und  allem  Zubehbr  gegen  Pfalzgraf 
10  Friedrich  um  2000  Mark  Goldes  gewonnen  haben  und  in  Besitz 
gesetzt  warden  sind,  fordert  daher,  ihnen  behalf  en  zu  sein,  bis  ihnen 
die  2000  Mark  bezahlt  seien.  —  Breslau  1420  (dinstags  nach  letare 
zu  mittervasten)  Mdrz  19. 

Heilbronn  249  V D,  0r,,Pg.  Unten:  FetrusW&Gker.  AussenSiegelspur en, 

15  472.  Kunz  SchMer,  Bilrger  zu  Heilbronn,   vei'pfdndei  seinen 

Hof  zu  Frankenbach  mit  Zubehbr  um  130  Gulden  an  Konrad  von 
Binderbach,  Bilrger  zu  Heilbronn.  —  Siegler  Eitel  Erlwin  und  Klaus 
Seiler,  Richter  zu  Heilbronn.  —  1420  (Ulrichs  tag)  Juli  4. 

St, A.  Heilbronn  I,  I/Vankehbach,     Or,,  Fg.  mit  Siegeln. 

20  b)  Derselbe  verhauft  seinen  halben  Hof  und  ein  Viertel,   der  ihm  von 

seiner  Schwester  su  Frankenbach  geworden  isty  um  100  Gulden  an  Konrad  von 
Binderbach,  —  Siegler  der  AussteUer  und  Georg  von  Gemmingen,  —  14JS1 
(donrstag  nach  Erhartz  tag)  Jan.  9,  —  Ebd,     Or,,  Pg.  mit  Siegeln. 

b)  Kuns  von  Binderbach  zu  Frankenbach  und  seine  Frau  Margareth 

25  ertoerben  das  letzte  Viertel  des  Schulerhofs  von  Ludwig  vom  Walde  um  je 
4  MaUer  Kom,  Dinkel  und  Haber  und  1  Simri  Erbsen  Gulte,  von  Kunz  Beck, 
der  jetgt  den  gansen  Hof  um  V*  des  Ertrags  baut,  su  liefern.  —  Siegler  Paul 
Burger  und  Peter  Jeger,  Bichter  zu  Heilbronn,  —  1431  (sampstag  nach  Lucien 
tag)  Dez,  15,  —  Ebd.    Or,,  Pg,,  das  1,  Siegd  beschddigt,  —  Ludwig  vom  Walde, 

30  Burger  zu  Heilbronn,  verkauft  die  GUlte  an  Hans  Berlin,  1434  (mentag  nach 
Ulrichs  tag)  Juli  5;  toiederholt  1434  (dinstag  vor  Lauren cien  tag)  Aug,  3, 
diesmal  der  Kaufpreis,  120  Gulden,  genannt,  —  Ebd,  Beide  Urkunden  Or,, 
Pg,  mit  den  Siegeln  der  Bichter  Ulrich  Nenningev  und  Hans  Kuder.  —  Bern- 
hard  Berlin  verkauft  sie  mit  Genehmigung  der  Witwe  seines  Vaters  Hans  Ber^ 

85  lin,  Elisabeth  MUnzmeisterin  (so  nach  ihrem  jetzigen  Mann  genannt),  seiner 
Siiefmuiter,  als  Vormund  seiner  Halbgeschwister  um  140  Gulden  rheinisch  an 
das  St,  Klarakloster,  —  Siegler  Ulrich  Nenninger  und  Hans  Diemer,  Bichter 
zu  Heilbronn.  —  1434  (dinstag  nach  Martins  tag)  Nov,  16.  —  Ebd,  Or.,  Pg, 
mit  Siegeln.    Aussen,  17,  Jh.:  Wie  wttr  den  guetenleuthof  gekauft  haben. 


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222  Ua)  Juli  U  -  Okt-12. 

473.  Der  Zunftmeister,  die  2  und  12  rom  Gerberhandwerk  zu 
Esslingen  antworten  der  Stadt  HeUbronn  auf  die  Anfrage  ihrer  BUrger 
Hans  Giimp  und  Hans  Lower  nach  ihrem  Handwerksherkommen  und 
ihrer  Stellung  zu  den  Schdfern  und  Abdeckem:  Abdecker,  solche 
die  Haute  von  totem  Vieh  und  totes  Vieh  wegen  der  Haut  kau/en,  5 
durfen  bei  ihnen  das  Handwerk  nicht  lehren  fioch  treiben,  —  Siegler 
Trutlieb  Ungelter,  Bichter.  —  1420  (zwelfboten  zertaylnng  abeut) 
Juli  14. 

Heilhronn  107,  RoU  und  Weissgerber.  Dieses  und  die  folgenden  Stucke 
in  Ahschrift  aus  dem  Anfang  des  16,  Jahrhunderts  in  einem  Pergamentheft.  10 

a)  Die  Zunftmeister  und  die  Gerher(\sLweT')eunft  zu  Worms:  schliessen 
Schdfer  aus,  —  1420  (divisionis  apostolonim)  Juli  15, 

b)  Der  Zunftmeister  und  die  12  der  Gerhereunft  8u  Reutlingen:  wie 
Esslingen,  —  Siegler  Bern  Steffalter,  Burgermeister,  — 1420  (zinstag  vor  Magda- 
lenen  tag)  Juli  16,  15 

oj  Meister  und  Gerhergunft  eu  Heidelberg  antworten  auf  mUncUicJie  An- 
frage, sie  lassen  keinen  SchSferknecht  das  Handwerk  lemen  und  essen  und 
trinken  nicht  mU  Sckelmen  und  Schindem,  —  1420  (feria  quinta  post  diem 
sancte  Margarethe)  Juli  18, 

474,  Kunz  Hagenauwer  zu  Neckargartach  reversiert  sick  defn  20 
St,  Klarakloster  gegeniiber  iiber  die  Belehnung  mit  dessen  Hof  daselbst, 
von  dem  es  12  Malter  Leibgeding  zu  entrichten  hat,  zahlt  jdhrlich 
21  Malter  GUlte  Heilbronner  Mass,  15  Maltsr  Wimpfener  Mass  den 
Herrn  zu  Wimpfen  im  Thai,  leistet  der  Stadt  HeUbronn  Bede  und 
Dienste  und  ist  verpJHchtet,  jdhrlich  60  Karren  Mist  hinauszuthun,  —  25 
Siegler  die  Heilbronner  Richter  Hans  Berlin  und  Berthold  Bellinger. 
—  1420  (samstag  vor  Gallen  tag)  Okt,  12, 

St. A,  Heilbronn  IV,  Klarakloster,  Dr.,  Pg,,  aussen  17,  Jh, :  Das  closter 
hat  oichts. 

aj  Hans  Kuchlinj  Sohn  Adam  Kuchlins,  su  Neckargartach  und  seine  80 
Frau  Endlin  versprechen,  12  Simri  Dinkel  von  Hans  Lufter  su  Frankenbach 
und  seiner  Frau  Adelheid  gestifteten  Zins  von  den  Giitern  eu  lYankenbach 
und  Neckargartach,  die  jetet  an  sie  gekommen  sind,  weiter  zu  entrichten,  — 
Siegler  Hans  Dinkelspiihel  und  Hans  Horlwagen,  Bichter  zu  Heilbronn,  —  1473 
(dornstag  nach  Sebastians  tag)  Jan,  21,  —  Ebd.  Or,,  Pg,^  das  1,  Siegd  teil-  85 
weise  aus  der  Schale  g<f alien,  das  2,  eerbrochen. 


475.  Graf  Heinrich  von  Lowenstein  verkauft  dem  Spital  (dem 
eleoden  huse)  zu  Heilbronn  seine  Gilter  zu  Frankenbach:  3^k  Morgen 
Acker  in  der  Hochmute  neben  Georg  von  Gemmingen  und  Hans  Gar- 


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1421  April  12  —  Aug.  4.  22S 

tach  von  Neckargartach,  die  erne  Hdlfte  dem  Erzpriester  au  Schwaigern 
mit  2  Gdnsen  zinsbar,  IVi  zu  Heuwinkele  im  Michelthal  (-teil)  neben 
Georg  von  Gemmingen  und  Diether  Becker,  2  im  Bettber  neben  den 
Deutschherrn  und  Diether  Becker,  mit  6  Schilling  dem  Billigheimer  Ilof 
5  zu  Heilbronn  zinsbar,  Pit  Morgen  am  Gartacher  Fussp/ad  neben  dem 
Frauenkloster,  dem  BUssinger  mit  4  Simri  Landacht  Wimpfener  Mass 
zinsbar,  1  an  der  Flurscheid,  genannt  der  Erk,  neben  den  Deutsch- 
herrn, demselben  mit  2  Simri  Landacht  Heilbronner  Mass  zinsbar, 
1  Morgen  Wiesen  und  Acker  neben  Koch   und  Peter  Budolf,   auch 

10  an  der  Klingen,  3  Morgen  desgl.  ebd,  neben  den  Deutschherrn  und 
Hans  Amolt,  2  Morgen  zu  Hipfelbauer  im  Koczengrund  neben  dem 
Spital  zu  Wimp/en  um  80  Gulden,  woriiber  er  quittiert,  und  steUt 
als  BUrgen  die  Brilder  Hans  und  Ytel  Erlemn,  Burger  zu  Heilbronn, 
seine  Getreuen.  —  Diese  siegeln  mit  —  1421  (samstag  vor  jflbilate) 

15  April  12. 

Heilbronn  Stiftunggpflegregistratur,  Fase.  126,47.     Or.,  Pg.,  das  erste 
Siegel  abgerissen,  das  zweite  abgegangen. 

a)  Kunz  Bitter  und  seine  IVau  Margarethe  zu  Neckargartach  bekommen 

vom  Spital  (Pfleger  Hans  Lotsche)  38^^  Morgen  GiUer  um  16  Matter  Frucht 

20  GdlU  als  Erhlehen.  —  Siegler  die  Bichter  Junker  Hans  Eyrer  d,  j.  und  Paul 

Merklin  d.  j.  —  lUi  (meutag  vor  Pauls  tag)  Jan.  20.  —  Ebd.  55.    Or.,  Pg., 

die  Siegel  abgerissen. 


476.  Graf  Heinrich  von  Lowenstein  verpfdndet  sein  von  Al- 

brecht  Harsch  gekauftes  Fischwasser,  ^Drittelwasser^,  am  Spitalwasen 

25  bei  der  Wasen-  tmd  GrienmilhU  um   60  Gulden  rheinisch  an  Hans 

Eyrer   den   dlteren,   Burger  zu  Heilbronn.  —  1421    (mentag  nach 

Peters  tag  ad  vincula)  Aug.  4. 

St.A.  Heilbronn  J,  Neckar  u.  s,  w.     Or.,  Pg.  mit  Siegel. 

a)  Berselbe  verkauft  dieses  Fischwasser  (neben  dem  der  Orecken  von 

30  Kochendorf,  von  Kunzlin  Geraehs  Wasser  hinab  his  zu  dem  Siverlin  Gerachs) 
um  60  Gulden  an  das  Spital  zu  Heilbronn.  —  Siegler  der  AussieUer  und  seine 
Getreuen  Kunz  MangoU  und  Hans  Munzmeister  genannt  Vetzer.  —  1433  (mit- 
woch  vor  palm  tag)  Apr.  1.  —  Ebd.  Or.,  Pg.,  vom  3.  Siegel  nur  noch  die 
Schale  vorhanden. 

35  b)  WUheUn  Beuher  von  Wimpfen  und  seine  Frau  Agathe  Eiethin  ver^ 

kaufen  ihr  Fischwasser,  das  Agaihe  von  ihrem  Voter  geerbt,  im  Neckar  unter 
der  Br&eke  neben  dem  Teil  Albrecht  Harschs,  jetzt  des  Spitals,  um  60  Grulden 
rheinisch  an  Kunzlin  Gerach.  —  Siegler  die  Ausstdler,  Reubers  Schwager  Wi- 
prechit  von  Dierbach   und  Jdrg  von  Neuenburg  zu  Wimp/en.  —  1433  (Marga- 

40  rethen  tag)  Juli  13.  —  Ebd.     Or.,  Pg.  mit  Siegeln,  das  3.  beschddigt. 


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fi^i  1^21  Sept  21  -  1422  Mftrz  6. 

477m  Bern  Deufel  und  sein  Sohn  Hans  kundigen  denen  von 
Heilbronn  und  den  Stddten  Wimpfen  und  Weinsberg  Fehde  an,  weil 
erstere  ihnen  nachstellen  in  der  Meinung,  Hans  sei  beim  tfberfall  der 
vier  GeseUen  beteiligt  gewesm,  und  weil  sie  ihre  Feinde  in  der  Stadt 
und  im  Adelberger  Hof  speisen,  —  Siegler  Junker  Hans  von  Fechen-  B 
back.  —  1421  (dorastag  vor  Michels  dag)  Sept.  21. 

Heilbronn  194,  Fehden  1 1,     Or.  mii  Siegelresten. 

a)  Kunz  von  Wissenbach  (Wu-)  genannt  Eatz  sagt  denselhen  (ds  Ver- 
hUndeter  dee  Hans  von  Feehenbach  Fehde  an.  —  Siegel  und  Datum  wie  voT" 
hin,  —  Ehd.     Or.  mii  SiegeUpuren.  10 

b)  Die  von  Bothehburg  a.  T.  entecheiden  auf  Anru/en  beider  PaHeien 
ewischen  Heilbronn  und  ihrem  [EothenburgsJ  Diener  Hans  von  Feehenbach, 
die  wegen  des  Heilbronner  Burgers  Hans  Schrotlin  in  Feindschafi  gekommen 
toaren  und  einander  mit  Nahme  und  Brand  geschddigt  liatten,  alle  Feindschafi 
und  dUe  AnsprOche  auf  Schadenersaie  sollen  dbgeihan  sein.  —  14^  (freytag  15 
nach  Anthonyen  tag)  Jan.  18.  —  Heilbronn  Lade  38, 9.     Or.,  Pg.  mii  Siegel. 

478.  Henslin  Reck,  Beauftragter  Konrads  von  Weinsberg,  quit- 
Hert  den  Juden  und  Jiidinnen  zu  Heilbronn  ilber  Bezahlung  des  goldenen 
Opferpfennigs  fur  vergangenen  und  kommenden  Christtag:  der  Sams-' 
dagin,  die  filr  sie,  ihre  Tochter  die  Wietwann  und  ihren  Tochtermann  90 
und  dessen  Frau  [nicht  die  genannte  Tochter?]  6,  dem  Juden  Sannel, 
der  far  sich  2  Gtdden  bezahU  hat.  —  1421  (mentag  vor  Katherinen 
tag)  Nov.  24. 

.  Albrecht^  Weinsberger  Begesten  fk.  dff.  Bibliothek)  B  2,27  nach  Kangepi 
in  Ohringen.  —    Vgl.  dctselbst  das  Ausschreiben  Konrads  vom  13.  Nov.  und  25 
Alifnann  n.  4635^37. 

479.  Papst  Martin  F.  trdgt  dem  Propst  des  Heiligkreuzstifts 
zu  Stuttgart  auf  Bitten  der  Geistlichen  an  der  Pfarrkirche  zu  Heil- 
bronn auf,  die  deren  Pfrtmden  entfretndeten  Gilter  zurUckzusteUen, 
gegen  Widersetzlichkeit  mit  kirchlichen  Zensuren  vorzugehen  und  die  80 
Zengen  zur  Zeugnisgabe  anzuhalten,  —  Rom  bei  St.  Peter  (ponti'- 
ficatus  nostri  anno  quinto  —  5.  nonas  marcii)  1422  Mdrz  3. 

„Dilectorum  filiorum*',  dem  folgenden  StUck  inseriert. 

a)  Albert,  Propst  an  der  Heiligkreuekirche  in  Stuttgart,  lOdt  auf  Grund 
seiner  pivpstlichen  Vollmacht  und  auf  Bitten  des  Johann  Steinbrecher  Prokuro'  35 
tors  und  Pfrundners  an  der  Pfarrkii'che  eu  HeUbronfty  wegen  des  Berthold 
Thebersdner,  Altaristen  su  St.  JDionys^  alle  PfrUndner  an  der  genannten  Kirche 
und  aUe,  die  daran  ein  Interesse  su  luiben  glaubtn,  auf  den  eehnten  Tag  nach 
Eroffnung  des  Schreihens  oder  den  ndehsten  Tag  danach,    an  dem  Prozesse 


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1422  Mara  7  -  1422  Mara  23.  225 

verhandelt  werden  dUrfen,  in  seine  Wohnung  nach  Stuttgart  vor^  drohi  die  nicht 
erschsinenden  nicM  eu  herOeksichtigen  und  bitttet  um  MitteUung  mher  ihr  Vor- 
gehen.  —  1422  (indiccione  14,  die  penultima  mensis  julii)  J%di  30.  Zeugen 
Johann  Spenlin,  Professor  der  KUnste  und  der  Medizin,  Meister  Marquard 
5  Custosj  Meister  Johann  Wenck,  Meister  (plur.)  der  KUnste,  Kanoniker  des  ge- 
nannten  Stifts, 

Heilbronn  Lade  23,27.     Or.,  Pg.  mit  Siegel    Aussen  kUndigt  Johannes 

Tilger,  Pfarrer  zu  Pfersdorf  in  der  Dideese  WUreburg,  an,   dass  er  als  Ver- 

treter  des  Demetrius  von  Giech,  Kanonikers  und  Bompfarrers  zu  WUrzburg^ 

10  a2s  VoUstrecker  dieses  Mandats  an  St:  Afra  (Aug.  7)  itn  Chor  von  St.  Kilian 

sein  werde. 


480.  Papst  Martin  V.  best&tigt  den  PfrHndnem  an  der  Pfarr^ 
kirche  zu  Heilbronn  den  Besitz  der  rechtmdssig  erworbenen  Bene- 
ficien.  —  Rom  1422  Mdrz  7. 

15  Heilbronn  Lade  23.     Or.,  It,  Pg.,   BleibuUe  an  rotgetber  Seidenschnur. 

Martinns  episcopus  servus  servorum  Dei  dilectis  filiis  universis 
presbyteris,  per  { petuis  beneficiatis,  altaristis  impresenciaram  nnncupa- 
tis  in  parrochiali  ecclesia  sancti  Kiliani  opidi  Heilpran  Herbipolensis  | 
diocesis  salutem  et  apostolicam  benedictionein.    Justis  petenciam  desi- 

20  deriis  dignum  est  nos  facilem  prebere  assensum  et  |  vota,  que  a  ra- 
cionis  traniite  non  discordanty  efifectu  presente  complere.  Eapropter, 
dilecti  in  Domino  fiiii,  vestris  juBtis  postulacionibus  grato  concarrentes 
assensu  perpetaa  beneficia  altarista  impreBenciaram  nuncupata^  que 
in  dicta  ecclesia  canonice  vos  proponitis  adeptos,  cum  peiianentiis  suis 

25  sicat  ea  jaste  et  pacifice  communiter  obtinetis,  vobis  anctoritate  aposto- 
lica  confirmamus  et  presentis  scripti  patrocinio  commuuimus.  Nulli 
ergo  etc.  Si  quis  autem  etc.  Datum  Rome  apnd  sanctum  Petrum  | 
nonis  marcii  pontificatus  nostri  anno  quiuto.  | 

481.  Ffalzgrof  Ltidwig  schliesst  mit  den  Stddien  Heilbronn 
30  und  Wimpfen  eine  Einung  auf  5  Jahre.  —  Stuttgart  1422  Mdrz  23. 

SUA.  Heilbronn  I,   Einungen  und  Vertrdge.      Or.,  Pg.  tnit  Siegel.   — 
Enoahnt  Acta  acad.  Theod.'Palai.  2, 52. 

Wir  Lfidewig  von  Gottes  gnaden  pfalzgrave  by  Kyne,  des  hei- 

ligen  Romischen  riches  erztruchses  und  berzog  in  Beyern,  bekennen 

35  und  tfin  kund  oflTenbar  mit  diesem  brieve  vor  uns  und  den  hochge- 

bornen  fursten  herz6g  Ruprecht  unsern  lieben  sone  alien  den   die 

ync  sehent  oder  horent  |  lesen,  wand  wir  mit  ganzer  begirde  geneyget 

WOrtt.  OetchiohuquoUen  V.  15 


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226  1^22  Mftrz  23. 

sin  zu  frieden  und  zu  gemeyneni  nutze  der  lande^  und  auch  das 
witwen  und  weysen,  riche  und  SLvme,  pilgerin,  kanflute,  lantferer  und 
kaufman^chaft,  goteshuser  und  alle  andere  nnversprochen  lute,  sie  sin 
geistliche  oder  werntliche,  |  beschirmet  werden,  sicher  sin,  desto  bass 
gewandeln  und  by  gemacbe  veriiben  mogen,  so  haben  wir  mit  wol  5 
farbedaobtem  mute  und  reebter  wissen  dem  beiligen  Romischen  riche 
z&  sterkunge  zu  nutze  und  zu  eren,  uns  selber  den  unsern  und  den 
gemeynen  landen  zu  frieden  |  und  gem&che  uns  mit  den  ersamen 
wisen  burgermeistern  reten  und  burgem  gemeinliche  des  beiligen 
ricbes  stette  Helbronne  und  WimpflTen  unsern  besundern  guten  frunden  10 
fruntliche  und  gutlicbe  vereynet  und  vereynen  uns  auch  ytzund  mit 
yne  mit  reebter  wissen  in  craft  dieses  brieves  by  unsern  furstelichen 
tmwen  und  eren  mit  uns  seibes  und  alien  unsern  stetten,  vesten, 
slossen,  iuten  und  dienern  von  datum  dieses  brieves  an  biss  of  sant 
Georgen  dag  nebst  kompt  und  damach  funf  ganze  jare  die  nebsten  15 
nacb  eynander  folgend  in  aller  der  masse  als  hemach  geschrieben 
stft:  Zu  wissen  6b  yemand,  wer  der  were,  die  vorgenanten  zwo 
stette  Helpronne  und  Wimpflfen,  yre  dienere  und  die  yren  oder  ander 
geistlicbe  oder  wemtliche  persone,  die  yne  zu  versprechen  stent,  ir 
eynen  oder  me  angriffe  oder  bescbedigete  mit  morde  mit  raube  mit  20 
brande  mit  unrechtem  vaben  oder  mit  unrechtem  widdersagen  oder 
sie  von  yren  friheideU;  recbten,  gnaden,  guten  gewonheiten  oder 
brieven,  die  sie  von  Romiscben  keysem  oder  kunigen  bisber  bracbt 
erlanget  oder  erworben  bant,  dryben  oder  dringen  wolte  oder  sie  an 
iren  Iuten  oder  giiten  beschedigeten  uf  wasser  oder  uf  lande  oder  25 
sie  und  die  iren  oder  die  yne  zu  versprechen  stent,  sie  sin  geistliche 
oder  wemtliche,  mit  macht  uberziehen,  uberbuwen  oder  belegem 
wolte,  das  alsdann  wir  die  obgenanten  herz6g  Ludewig  und  herzog 
Ruprecht  unser  sone  imd  alle  die  zu  uns  gehorent  ine  darwidder 
getruwelicbe  sullen  und  wollen  beraten  und  bebolfen  sin  mit  nach-  so 
ylen  zu  frischer  get&t,  mit  zuruffen  und  zuzieben  und  mit  alien  andem 
sachen  die  darzu  gehorent  nacb  allem  unserm  besten  vermogen  glicher- 
wise  als  ob  uns  das  selber  anginge  und  uns  auch  selber  widderfaren 
und  gescheen  were,  alle  geverde  und  argeliste  genzlichen  usgeschei- 
den.  Wer  es  aber,  das  soliche  geschiecbte  und  sache  also  geschaffen  35 
und  gestalt  weren,  das  sie  zu  frischer  getat  und  so  kurze  nit  mochten 
berdbert  und  usgetragen  werden,  wan  wir  dan  darumbe  oder,  ob  wir 
seibes  of  die  zyt  nit  in  lande  weren,  der  obgenant  unser  s5ne  herzog 
Ruprecht  oder  die  den  wir  danne  unser  sache  entpfolhen  hetten  von 
den    vorgenanten    burgermeistern   und   reten   der    stette   Heilpronne  40 


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1422  Marz  23.  227 

md  WiliiqpfieD,  yue  beiden  oder  ir  eyner,  sament  oder  bes&nder  da- 
rumbe  ermanet  warden  too  yn  aelbes  oder  mit  iren  gewissen  bodten 
oder  brieveo,  so  suUent  wir  za  stimd  in  den  nebsten  acbt  dagen 
darnacb  unsere  erbem  rete  zu  yne  gein  Heilpronne  oder  gein  Wimpfen, 

5  welicher  derselben  zweyer  stette  dann  die  man&nge  were,  schicken, 
da  zii  rade  zu  werden  und  zu  uberkomen  was  hulfe  man  furbas 
darzu  bedorfe  oder  noitdorftig  sy,  nacbdem  dan  dieselbe  sache  an 
yr  selbes  gestalt  and  geschaffen  were,  und  die  halfe  sal  in  eynem 
monet  nehst  darnacb  vollengene   und   mit  der  selben   bulfe   snllen 

10  auch  wir  dan  unverzugelicbe  zuziehen  and  bebolfen  sin  in  aller  der 
masso  als  vorgeschrieben  stet  and  glicher  wise  als  ob  das  onser 
eygen  sacbe  were  and  uns  selber  anginge  als  lange  bis  das  soliche 
angriff,  bescbedigunge  and  saehe  genzlicbe  and  gar  berobert  and 
abgeleget  worden  ane  alle  geverde.     Und  wer  es  das  man   also  za 

15  felde  ligen  and  besesse  haben  worde,  were  danne  das  die  vorge- 
nanten  stette  Helpronne  and  Wimpfen  oder  die  iren  als  vorgeschrieben 
st£t  mit  solicher  anser  hulfe,  so  die  manange  ire  were  oder  sast 
wie  das  zaginge,  do  di^  ansern  by  weren,  ycht  slosse  oder  gefange 
gewonnen,  mit  denselben   slossen  and  gefangen  mogen  sie  gefaren 

20  and  tun  wie  sie  w511en  ane  anser  and  der  ansern  irrange  and  widder- 
rede,  doch  also  das  sie  die  gefangen  nach  erbers  krieges  gewonheid 
halten  and  die  auch  ane  ansern  willen  and  wissen  nit  doten  iassen 
noch  die  gewonnen  slosse  brechen  salient  and  das  sie  ans  aach  da- 
rinne  versorgen,   so  sie  beste  mogen,  das  wir  furbasser  ansprache 

25  von  denselben  entragen  werden  and  aach  also  das  die  obgenanten 
bargermeistere,  rete  and  bargere  der  vorgenanten  zweyer  stette  Heil- 
pronne and  Wimpfen  and  die  iren  als  vorgeschrieben  stet,  was 
kostens  oder  schadens  dariiber  ginge  and  wacbsen  worde  von  gezuge 
and  von  werglnten,   das  sie  das  dargeben,  asriechten  and  bezalen 

30  salient  ane  unsern  and  der  ansern  schaden  nngeverliche,  also  be- 
scheidenliche  ob  sie  anser  der  vorgenanten  herzog  Ladwiges  and 
herzog  Raprechtes  ansers  s6ne8  gezuge,  werke  oder  werglnte  darzu 
bedorfen  warden  and  dornmb  bidten  oder  manten,  das  wir  yne  die 
danne  farderliche  darzu  lihen  sullen  ane  widderrede,  das  auch  sie 

35  by  uns  holen  and  uns  danne  widder  antworten  salient  of  ire  eygen 
koste  and  ane  ansern  schaden  als  gut  sie  den  danne  by  ans  geholet 
bant  ungeverliche.  Es  soUent  auch  den  vorgenanten  bargermeistem, 
reten  and  bargern  der  vorgenanten  zweyer  stette  Heilpronne  and 
Wimpfen  and  den  iren  alle  unsere  stette,  vesten  and  slosse  die  vor- 

40  genante  zyt  ganze  as  offen  sin,  sich  darns  and  darinne  zu  behelfen 


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228  1422  Mftrz  23. 

geyn  wem  yne  danne  des  noit  geschiecht  ane  alle  geverde.    Und  wir 
sollen  auch  bestellen,   das  man  yne  und  den  iren  allezyt  als  dicke 
sich  das  gebSret,  redelichen  feylen  kaufif  darinne  gebe  umbe  eynen 
zytlichen  pfennig  ane  geverde.     Darzu   sullen  aucb  wir  nocb   die 
unsern  der  vorgenanten  zweyer  stette  Heilpronne  und  Wimpfen  noch    6 
der  iren  als  vorgeschrieben  stet  offen  fiende  in  unsern  slossen,  stetten^ 
landen  und  gepieten  nit  enthalten  essen  noch  drenken  noch  yne  sust 
keyne  zulegunge  tun  in  dheyne  wise  ane  alle  geverde.    Auch  sullen 
wir  und  die  unsern  uns  umbe  dheyne  sache,   die  sich   von   dieser 
eynunge  wegen  verlaufen  worde,  mit  nyemand  ussunen,  frieden  noch  lo 
furworten  in  dheyne  wise  ane  der  obgenanten  burgermeistere,  rete 
und  burgere  der  vorgenanten  zweyer  stette  Heilpronne  und  Wimpfen 
willen  ane   alle  geverde.     Und   ob   das  were  das  die  obgenanten 
stette  Heilpronne  und  Wimpfen  und  die  iren  als  vorgeschrieben  stet 
mit  yemand  zu  kriege  und  fientschaft  komen  worden  als  vor  unter-  15 
scheiden  ist,  so  sullen  und  wollen  wir  yne  und  den  iren  nach  us- 
gauge  dieser  vereynunge  dannoch  beraten  und  beholfen  sin  in  aller 
der  ro&sse  als  vorgeschrieben  stet  bis   das  der  krig   genzliche   ver- 
riechtet  und  versiinet  wirdet.     Wer  es   auch   das  unser  der  vorge- 
nanten herzog  Ludwigs  und  herzog  Ruprechts  unsera  sones   nianne,  20 
burgmanne  oder  dienere,  sie  weren  graven  herren  rittere  oder  knechte, 
burgere  oder  andere  die  unsern  an  die  vorgenanten  stette  Heilpronne 
und  Wimpfen  sie  beyde  gemeinliche  oder  ire  eyne  besunder  das  die 
gemeyne  stette  antreffe  icht  zu  sprechen  gewonnen,   dorumbe  snllen 
die  selben  stette   oder  die  under  ine   das   antreffe   dem   cleger   des  25 
rechten  vor  unsern  reten  ungeverliche  gehorsam  sin.    Hette  aber  ye- 
mand wer  der  were  an  dheynen  eynzelingen  burger  der  vorgenanten 
stftte  Heilpronne  und  Wimpfen  ir  eynen  oder  me,  das  doch  nit  eyne 
gemeyne  stat  antreffe,  ichts  zu  sprechen,   der  sal  dem  nachfaren  in 
die  stad  und  geriechte  darinne  er  gesessen  ist,   do  man  auch   dem  30 
cleger  des  rechten  furderlichen  beholfen  sin  sal,  es  were  danne  das 
es  eygen  und  erbe  antreflfe,  das  sal  man  ustragen  an  den  geriechten, 
darinne  die  selben  gutere  gelegen  sint.     Gewonnen  auch   die  obge- 
nanten  burgermeistere   rete   oder   burgere   der  vorgenanten   zweyer 
stette  Heilpronne  und  Wimpfen  oder  die   iren  an   unser  der  vorge-  85 
nanten  herzug  Ludwigs  oder  herzug  Ruprechts  unsers  sons  manne 
burgmanne  oder  dienere,  sie  weren  graven  herren  rittere  oder  knechte 
oder  eyne   unser  ganzen   stette   oder  gemeyndc  ichts  zu  sprgchen, 
die  sollen  yne  auch  vor  unsern  reten  ungeverlichen  des  rechten  ge- 
horsam sin,  darzu  wir  yne  auch  furderlichen  beholfen  sin  sullen  und  40 


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1422  W^Tz  28.  229 

woUen,  das  yne  das  also  widderfure  und  geschee  ane  geverde.  Hettent 
abcr  die  obgenanten  burgermeistere  rete  oder  burgere  der  vorgenanten 
zweyer  stette  Heilpronne  und  Wimpfen  oder  die  iren  an  dheynen 
unsern,  unsere  dienere  oder  der  unsern  oder  der  die  uns  zu  ver- 

6  sprecben  stent  burger  oder  armenmanne  eynen  oder  me  ichts  zu 
sprechen,  dem  sal  der  cleger  nachfaren  in  die  geriechte,  darinne 
er  gesessen  ist,  do  man  yme  auch  des  rechten  furderlicben  beholfen 
sin  sal  ane  alle  geverde;  es  were  danne  das  es  eygen  oder  erbe 
antreffe,  das  sal  man  auch  gein  denselben  burgern  oder  armenluten 

10  ustragen  in  den  gerieehten,  darinne  die  selbeu  gutere  gelegen  sint. 
Und  in  dieser  vereynunge  haben  wir  die  obgenanten  herzog  Ludwig 
und  herzog  Ruprecht  unser  sone  usgenommen  den  allerdurchlnch- 
tigesten  fursten  und  herren  hern  Sigeniund  Romischen  kunig  zu  alien 
zyten  merer  des  riches  und  zu  Ungern  etc.  kunig  unsern  gnedigen 

15  lieben  herren  und  das  heilige  Romische  riche  und  die  erwirdigen 
in  Got  vettere  hern  Cunrad  zu  Mentze,  hern  Otten  zu  Triere  und 
hern  Dietherich  zu  Colne  erzbisehove,  den  hochgepornen  fursten  hern 
Friederiche  marggrafen  zu  Brandenburg  und  burggraven  zu  Nurem- 
berg^ unsere  lieben  oheymen  besunder  frunde  und  mitkurfursten,  die 

20  erwirdigen  und  hochgepornen  fursten  hern  Raban  bischof  zu  Spire, 
hern  Johann  bischof  zu  Wormse,  hern  Johansen,  hern  Stephan  und 
hem  Otten  pfalzgraven  by  Rine  und  herzogen  in  Beyern  unsere 
lieben  bruder,  die  wolgepornen  grave  Ludwig  und  grave  Ulriche 
und  die  herschaft  zu  Wirteraberg  und   die  ersamen  wisen  meistere 

25  rete  und  burgere  der  stad  zu  Strasspurg  und  des  heiligen  riches 
stette  in  Elsas^  mit  den  alien  wir  vor  in  eynunge  sin.  Und  des  alles 
zu  urkunde  und  vestem  gezugnisse  so  haben  wir  unser  eygen  inge- 
siegel  vor  uns  und  den  obgenanten  unsern  sone  herzog  Ruprecht  an 
diesen  brief  tun  henken,  der  geben  ist  zu  Stutgarten  in   dera  jare 

80  als  man  schreyb  1422  Jare  uf  den  mandag  nach  dem  suntage  als 
man  singet  in  der  heiligen  kirchen  letare  Jherusalem. 

a)  Pfalzffraf  Ludwig,  Beichsverweser  in  den  L&ndem  am  Bhein,  in 
Sekwahen  und  des  frdnkischen  Rechts^  scMiesst  mit  Heilbronn  und  Wimpfen 
cine  Einung  his  Georgii  und  damach  5  Jahre  *)  und  verspricht  ihnen  Beistand 
35  gegen  jeden  Angriff,  bei  schon  begonnenen  Sachen  auch  nach  Ablauf  der  Einung 
bis  £u  ihrem  Ausirag,  Es  folgen  Bestimmungen  iiber  Klagen  der  beiderseitigen 
Unterihanen  foi>  vorhin.  Der  Pfalzgraf  nimmt  aus  Konig  Sigmund  und  das 
Bcich,  die  Erzbischofe  Konrad  von  Mains,  Bhaban  von  Trier  und  Dietrich  von 
Kdln,  den  Markgrafen  Friedrich  von  Brandenburg,  die  Bischofe  und  Sttfter  zu 


*)  1438  April  33. 


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230  1422  April  30. 

Speier  und  Worms,  die  Pfalzgrttfen  Johann^  OUo  und  Stephan^  seine  Bmder, 
und  die  Grtrfen  Ludtoig  und  Ulrieh  von  Wirtetiiberg,  —  1433  (off  unsors 
herren  lichnams  tag)  Juni  19,  —  Der  folgenden  Urkunde  inseriert. 

Die  Urkunde  der  Siddte  itn  St.A.  Beichsst&dte  insgemein  23,  gleich- 
eeitige  an  Ulm  Ubersandte  AbschrifL  Die  Siddte  einigen  sich  mit  den  BrUdem  5 
Ludivig  und  Otto,  versprechen,  auf  Mahnung  HUfe  zu  leisten  oder,  wenn  sich 
die  Sache  nicht  leicht  erledigen  lasse,  nach  Heidelberg  zu  scHicken,  um  Bats 
Mu  werden,  Grfangene,  die  hei  einem  Krieg  mit  Hilfe  der  St&dte  von  den 
Pfdlzem  genommen,  und  ScMosser,  die  eroberi  werden,  sollen  die  FUrsien  nach 
Kriegsgewohnheit  behandeln,  ohne  der  Stddte  Wissen  nicht  idten  bezw,  brechen  10 
lassen.  Die  FUrsten  kdnnen  die  Werkleuie  der  Stddte,  aber  auf  eigene  Kosten 
kommen  lessen  ujid  vencenden.  Die  Festungen  der  Stddte  sind  den  FUrsten 
offen,  sie  erhaUen  daselbst  Verpflegung  gum  gewohnlichen  Preis.  Bei  ange^ 
fangenen  Sachen  dauert  die  Einung  bis  zur  Erledigung  auch  nach  Ablauf  dss 
Termins.  Nun  folgen  die  Bestimmungen  Uber  Klagen  der  beiderseUigen  Unter-  15. 
tlianen,  Ausgenommen  sind  Kdnig  und  Beich,  die  KurfOrsten  von  Trier,  KSln 
und  Brandenburg^  die  pfdlzischen  BrUder  Johann,  Stephan  und  Otto  (Otto 
gegeniiber,  bei  dem  die  Kurfursten  feMen :  Ludwig,  Johann  und  Stephan),  die 
BischSfe  von  Speger  und  Worms,  die  G-rafen  Ludwig  und  Ulrieh  von  Wirtem- 
berg,  die  Stddte  Augsburg,  Konstanz,  Ulm,  Esslingen,  Beutlingen,  UberUngen,  20 
NSrdlingen,  Lindau,  Botmburg,  Memmingen.  Bavensburg,  GmUnd,  Bottweil, 
DinkelsbUhl,  Biberach,  Weil,  PfuUendorf,  Hall,  Kaufbeuren,  Kempten,  Winds- 
heim,  Weissenburg,  Scliaffhausen,  Isny,  Wangen,  Buchhom,  Leutkirch,  Giengen, 
Aalen,  Bopfingen,  Badolftell  und  Diessenhofen. 

b)  Pfalzgraf  Otto  [von  Mosbach]  emeueri  als  Vormund  seines  Vetters  25 
des  Pfalzgraf  en  Ludtoig  die  obige  zu  sant  Jorgen  tag  nehst  kompt*)  aus- 
gehende  Einung  fur  die  Zeii  seiner  Vormundscliaft,  das  heisst  bis  sein  Vettcr 
18  Jahre  alt  ist.^  —  Heidelberg  1438  (rnontag  nach  misericordia)  April  28, 
—  St,A.  Heilhronn  I,  Einungen  und  Vertrdge,  Or.,  Pg,  mit  dem  Siegel  unser 
fiirmunderscbaft.    Aussen  von  derselben  Hand:  C.  30 


482.  Kiinz,  Hans  Mettners  seligen  Sohn,  und  seine  Frau  Elsbeth 
zu  Nordhehn  reversieren  sich  gegeniiber  dem  Bruder  Hans  Loben- 
hauseVj  Guardian,  und  dem  Koncent  des  Barfilsserklosters  zu  Heilbronn 
fiber  die  Belehnung  mit  dessen  Giltlein  zu  Nordheim,  das  vorhcr  sein 
Vater  inne  hatte,  12,  20  und  23  Morgen  Acker,  5  Morgen  Wiesen  und  35 
Ph  Morgen  Weingarten,  am  Greoenberg  zu  Schdcherhausen  und  am 
Kirchgraben  um  je  4  Matter  Roggen,  Dinkel  und  Haber  Giilte.  — 
Siegler  Marx  Schenkel  und  Jakob  Bingusser,  Richter  zu  Heilbronn, 
—  U22  (Walburgen  abend)  4?>r.  30, 

Kopialbuch  des  Klaraklosters  fol  118,  40 


^)  Es  ist  vidmehr  der  bereits  vergangene,  die  Einung  bereits  abgelaufen  ; 
die  Urkunde  also  etwas  frUht^r  entworfen,  —  *)  Geboren  am  1,  Jan,  1424, 


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1423  Juni  24  ~  1422  Sept.  1.  231 

a)  Peter  Sewer  und  seme  Frau  Margaret  ebenao  uber  deneelben  Hof, 
den  zuletzt  Werner  TaiUnger  innegehdbt,  urn  12  Matter  gegenUber  dem  Klara- 
kloeter.  —  Siegler  Heinrich  Hunder  und  Klaus  Dietner,  Bichter  gu  HeUbronn. 
—  147 o  (samstag  nach  coucepcionia)  Dez»  9.  —  StA,  Heilbrann  IV,  Klara- 
5  kloeter.  Or.,  Pg.,  doe  2.  Siegel  abgerisaen.  Im  Kopb,  fol  122  die  GiUte  falseh 
angegeben. 


483.  Simon  von  Leonrodt,  Komtur,  und  die  Brilder  des  Deutschen 

Hatises  zii  Heilbronn  geben  6  Morgen  Wiesen  jenseits  des  Neckars 

Neckargartach  zu  urn  6  Gulden  Heilbronner  Wdhrung  Zins  an  Ber- 

10  thold  Wissach  genannt  Kantengiesser  und  seine  Frau  Sophie  als  Erb- 

lehen.  —  1423  (Johans  tag  baptiste)  Juni  24. 

Lehen-  und  Bestandbriefe  der  Kommende  Heilbronn  S,  67,  Der  Revere 
der  beiden  S.  66, 

a)  Dieeelben  geben  l^lt  Morgen  Wiesen  an  Konrad  Ketter  urn  I'/i, 
15  1  Morgen  an  Hans  Stdr  urn  V/*  Gulden^  Wiese,  band  (verschrieben  fOr  Land  9^ 
Oder  gleich  Bann^  BesirkJ  und  Weidach  zu  Bdckingen  neben  dem  Werd  Kunzlin 
Gerachs  und  der  Bockinger  Almende,  etwa  3  Morgen^  um  2  Gulden  rheinisch 
1  Ifund  Hdler  Heilbronner  WOhrung  Zins  als  Erblehen.  —  Ebd,  S,  69,  70, 
71.  JJle  drei  StUcke  unvoUendet  und  undatiert.  —  Johann  von  Nippenburg 
20  giebt  je  */j  Morgen  Garten  vor  dem  Sulmer  Thor  am  ChUleutenhaus  um  Vj  Gul- 
den Zins  an  Peter  Hertwig,  Kunz  Kuecklin,  Merklin  Daubermann,  Klaus 
KucKtin  und  Kunz  Fetzer^  1447  (Georgii)  Apr.  23;  der  letztere  erhdlt  iV«  Morgen 
Acker  vor  dem  Fleintsr  Thor  um  1^1^  Gulden  ZinSj  1448  (. . .  post  Georgii) 
Apr.  24—30.  —  Ebd.  S.  81  und  74. 

25  484.  Meister  Mattis  Giildin   von  Eger  wird  von  den  Stddten 

Heilbronn  und  Weinsberg  auf  ein  Jahr  um  40  Gulden  als  BUchsen- 
meister  besteUt,  verpflichtet  zu  Dienst  im  Feld  und  in  Schlossem  mit 
seinen  KUnsten,  von  denen  er  nichts  verbergen  darf,  erhdlt  fUr  BUchsen, 
die  er  giesst,  fiir  den  Zentner  zwei  Gulden  und  das  Material^   auch 

30  Kohlen,  Lehm  und  Blasbdlge  und  Knechte,  verspricht,  Uber  ihre  Heim- 
lichkeiten  zu  schiveigen,  bei  Klagen  gegen  einen  der  Ikrigen  vor  kein 
fremdes  Gerlcht  zu  gehen  und  wird  darauf  vereidigt  —  1422  (sant 
Egidien  tag)  Sept.  1. 

Heilbronn  111,  Zeughaus  1.     Or.,  Pg.y  Siegel  oben  etwas  beschddigt. 

35  485 •  Kbnig  Sigmund  bevollmdchtigt   den  Pfalzgrafen  Johann 

von  Neumarkt,  wie  schon  vorher  (Aug,  14)  von  den  Juden  in  andem 
Stddten,  so  auch  von  denen  zu  Heilbronn  selbst  oder  durch  seinen 
Anwalt  die  Reichs-Steuern,  ^Gefdlle,  -Bussen  und  -Strafen  einzu- 


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232  1422  Okt.  3  —  1423. 

fordern  und  dayuber  zu  quitfieren,  befiehlt  den  Juden  in  Heilbronn, 
die  schuldiffen  Beichsabgaben  und  den  vom  P/alzgrafen  zu  machen- 
den  Anschlag  fur  den  Krieg  gegen  Bohmen  an  denselben  zu  zahlen, 
und  u?eist  die  Stadt  Heilbronn  an,  die  Juden  zum  Gehorsam  anzu- 
halten  und  dem  Pfalzgrafen  in  der  AusfUhrung  dieses  Mandats  bet- 
zustehen.   —    Begensburg  (sampstag  nach  Remigii)   [1422]  Okt.  3. 

Brack:  BeichetagaaTsten  8^244  aus  Beicharegisiralurhuch  G:  „Die  ganze 
Urkunde  tat  durehsirichen  mit  der  gleichseitigen  Bemerkung  restituta  et  aonul- 
ata,  also  spater  fur  ungHltig  erkldrt.*  —  Beg,  Altmann  n.  5315. 


486.  Konrad  von  Weinsberg,  Beichserbkdmmerer,  quittiert  den  10 
Juden  zu  Heilbronn  Ober  400  rheinische  Gulden,  die  er  im  Au/trag 
Konig  Sigmunds  zu  seiner  Zehrung  zu  NUmberg,  wo  er  darch  der 
ganczen  cristenheit  willen  lange  geweilt,  von  ihnen  gefordert  und 
sickerf  ihnen  mit  kdniglicher  VoUmacht  dieselben  Gnaden  und  Frei- 
heiten  zu,  welche  die  Juden  zu  Nilrnberg  vom  Konig  verbrieft  be-  15 
kommen  haben.  —  Guttenberg  1422  (dunrstag  vor  Gallen  tag)  Okt,  15, 

Albrechty  Weinsbtrger  UB.  (Handachrift   k.  off.  Biblioihek)  2^388  nach 
einer  gleichzeitigen  Abachrift  in  Ohringen, 


4:87..  Simon  von  Leonrodt,  Komtur,  und  die  Bruder  des  Deutschen 
Houses  zu  Heilbronn  geben  ihren  Hof  zu  Auenstein  (Ostheim)  als  20 
Erblehen  an  Bufenstein  und  seine  Fran  Margarete  um  je  8  Malter 
Korn,  Dinkel  und  Haber  und  ein  Fasnachthuhn  Zins  mit  der  Auf- 
lage  eines  Handlohns  bei  jedem  Besitzwechsel,  —  Schluss  weggelassen. 
Die  t)berschrift  hat  das  Datum  1423. 

Lehen-  und  Beatandbrirfe  der  Kotnmende  Heilbronn  S,  113,  25 


488.  Simon  von  Leonrodt,  Komtur ^  und  die  Briider  des  Deutschen 
Houses  zu  Heilbronn  geben  ihren  Hof  zu  [ Neckar-JGartach  ^)  an 
Peter  Kuder  urid  seine  Frau  Margarete  als  Erblehen  um  Je  12  Malter 
Korn,  Dinkel  und  Haber,  2  Simri  Erbsen,  ein  Pfund  Heller  und 
ein  Fasnachthuhn  Zins,  —  Schluss  weggelassen,  Nach  der  Vberschrift  30 
von  1423. 

Lehen-  und  Bestandbriefe  der  Kommende  Heilbronn  S,  115, 


*)  Siehe  alte  OA.Beschr.  Heilbronn  3^. 


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1423  Apr.  4  —  1423  Sept.  13.  233 

a)  Jo8t  pon  Venningen,  KonUur,  und  die  Br&der  geben  an  Hans  Buede 
11* li  Morgen  Wtesen,  vorher  ein  Acker,  gu  Nechargartach  nehen  ihren,  Paid 
DinkelsbUhh  und  ihrer  Hofleute  Wiesen,  urn  ll*/b  Gulden  Zina  vom  4.  Jahr 
an  auf  23  Jahre  aia  Erhlehen,  —  1433  (Martins  tag)  Nov.  11,  —  Ebd,    S,  73. 


6  489»  Simon  von  Leonrodi,  Komtur,  und  die  Bruder  des  DeuUchen 

Hauses  zu  Heilbronn  geben  ihre  Miihle  zu  Sontheim  an  Hans  Kolb 
und  seine  Frau  Anna^  um  13  Malter  Frucht,  6  Pfund  Heller  und 
2  Fasnachihilhner  Zins  als  Erblehen;  das  Verhdltnis  von  Frucht  und 
Mehl  soil  festgestellt  werden^  so  doss  unter  Umstdnden  der  Miiller 

10  bei  letzterem  auffUllen  muss;  bei  Verdacht  der  Verdnderung  des 
Fruchthaufens  [der  als  Mass  dient]  soil  der  Midler  allein  oder  mil 
den  BrUdem  die  Sache  untersuchen.  Bei  Verdusserungen  erhdlt  das 
Deutsche  Haus  einen  Handlohn,  die  Miihle  soil  in  einer  Hand  bleiben, 
der  Mailer   darf  im  Holz  des  Ordens  Bauholz  schlagen  und  sieht 

15  unter  dem  Ordensgericht  zu  Sontheim.  —  li23  (osterabent)  Apr.  4. 

Lehen-  und  Bestandbriefe  der  Kommende  Heilbronn  S.  1. 

aj  Die  Komture  Diether  vom  Stein,  1468  (mitwoch  nach  reminiscere) 
Mdre  16,  und  Jorg  Diemar,  1470  (montag  nach  lichtmesse)  Febr.  5,  ebenao 
an  Ulrich  Wuschuff.  —  8t.A.  Deutaehordene-Neekaroberamt.  Beide  Or.,  Pg., 
20  bei  der  1.  Urkunde  das  Siegd  abgegangen. 


490.  Konrad  Merklin  und  Konrad  Kriech,  Burger  und  vom 
Rat  besteUte  Pfleger  des  Spitals  zu  Heilbronn,  widerlegen  mit  Ge- 
nehmigung  des  Rats  dem  Abt  Wilhebn  und  dem  Konvent  des  Klosters 
Lorch  10  Pfund  Heller  Zins,  die  dieses  bisher  von   der  Miihle  auf 

25  dem  Grien  (gryene)  und  den  zugehorigen  Giitern  fur  die  ewige  Messe 
in  der  St.  Johannskapelle  zu  Lorch  bezogen,  auf  die  Hofe  des  Spitals 
zu  Heilbronn  und  Bockingen,  welch  letzteren  der  Seger  umje  14  Malter 
Roggen,  Dinkel  und  Haber  Gillte  baut,  versprechen,  den  Zins  bei 
Strafe  der  Verdoppelung   auf  Martini  zu   zahlen   und   kaufen   die 

30  Miihle  fUr  das  Spital.  —  Siegler  Spital  und  Stadt.  —  1423  (craces 
abent  als  ez  erhfhet  wart)  Sept.  13. 

StA.  Lorch  8.  Or.,  Pg.  beide  Siegel  abgegangen.  —  Die  Gegenurkunde 
des  Klosters,  das  in  diese  Widerlegung  eintoilligt,  damit  die  Muhle  fret  sei  und 
ungehindert  meder  verkauft  werden  kOnne,  die  Briefe  aber  die  MUhle  heraus- 
35  giebt  und  aufjeden  Anspruch  verzichtet,  vom  gleichen  Tag  mit  dem  Aussietlungs- 
ort  Lorch:  Heilbronn  Lade  26.  Or.,  Pg.,  mit  Siegeln  des  Abts  und  Kon- 
vents.  Bei  der  ersteren  ein  Pg.- Vidimus  des  Abts  Wilhelm  von  Murrhardt 
von  1477  (Mathis  aubent)  Ftbr.  23. 


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234  1*24  Febr.  12  —  1424  Febr.  26. 

a)  Die  Stadt  Heilbronn,  die  die  MMe  vom  Spiial  gekauft  ?uU,  Ober- 
nimmt  die  V&rpflichtung,  die  10  Pfund  Zins  an  Lorch  bu  gablen,  voofur  die 
genannten  Hofe  des  Spitals  verpfdndet  sind.  —  14J24  (samstag  nach  crutze  tag 
als  es  funden  ward)  Mai  6.  —  Stiftungspfiegregistratur  Foes,  126.  Or.,  Pg,, 
Siegel  ahgerigsen,  5 

b)  Dieadbe  entlehrU  vom  Spital  1000  Gulden  und  verpfdndet  dafdr  den 
Spitalwasen  zwischen  den  Gdrien  und  dem  Neckar  mit  den  Weiden  daraitf  und 
aUem  Zubehdr,  doch  also,  daz  menclich  sin.kftrzwyle  daruf  haben  sol  als  von 
alter  her,  den  grossen  Grien  und  das  kUme  Grienlin  mit  Weiden  und  Hols 
und  das  durch  den  Neckar  vom  Grien  getrennte  untere  Weidach,  die  das  Spiial  10 
nuUsen  und  innehahen  soU,  bis  die  Summe  eurOckgezahlt  ist.  Die  Pfleger  kdnnen 
diese  kUndigen^  tcenn  sie  sie  niUzlicher  anlegen  zu  kdnnen  meinen,  —  UnUr 
demselben  Datum,  —  Ebd,     Or,,  Pg. 

c)  Wohl  auf  dieses  Weidach  bezieht  eich  folgende  Urkunde:  Albreehi 
Harseh  verzichtet  der  Stadt  gegenUber  nach  der  Entscheidung  der  Untergdnger  15 
von  Wimpfen  und  Lauffen  auf  seine  Anspruche  an  ein  strittiges  Weidach  vor 
der  Stadt  am  Wasen.  —  Siegler  der  Aussteller,  WUhelm  Rauber  und  Jdrg 
Newemburg  zu  Wimpfen.  —  1429  (montag  vor  purificacionis)  Jan  31.  —  St.A. 
Heilbronn  /,  Neckar.     Or.,  Pg.  mit  Siegeln.  —  Dersetbe  entlehnt  von  der  Stadt 

26  Gulden,  1429  (freitag  nach  purificacionis)  Febr.  4,  Heilbronn  Lade  10.   Or.  20 

491.  Fritz  Wegner  Knecht,  Utz  Schidtheissen  Sohn  von  Neres- 
heim,  wegen  seiner  Unthai  an  Crabold  Schneiders  Tochter  zu  Heilbronn 
von  letzterer  Stadt  ins  Gefdngnis  gelegt,  wird  gegen  Vrfehde  und 
da^  Versprechen,  2  Jahre  oder  Idnger  nach  GefaUen  des  Rats  auf 
zwei  Meilen  die  Stadt  zu  meiden,  freigelassen.  —  1424  (samstag  vor  25 
Valentins  tag)  Febr,  12, 

Heilbronn  274,  Urfehden  25.  Or.,  Pg.  tnit  Siegel  Simons  von  Leonrodt, 
Komturs  zu  Heilbronn. 


492.  Hans  Eygerer  der  dltere,  Burger  zu  Heilbronn,  verkau/t 
an  das  Barfusserkloster  daselbst  2^U  Gulden  und  eine  Gans  Zins  30 
von  5  Morgen  Wiesen  zu  BoUingen  von  Heinrich  Frodenstein,  Pfarrer 
zu  Biberachy  Konrad  Hofmann,  Hans  Busch  und  Hans  Dietz  zu 
Biberach  urn  50  Gulden,  Sein  gleichnamiger  Sohn  willigt  in  den 
Verhauf  ein.  —  Siegler  der  Aussteller  und  sein  Sohn.  —  1424 
(sanstag  nach  Matbis  tag)  Febr.  26.  35 

St.A,  Heilbronn  IV,  Klarakloster.    Or,,  Pg,,  das  1,  Siegel  beschddigt, 
das  2.  abgegangen. 

493.  Hans  Kuchlin,  Hans  Hagenauwer  und  Hans  Ktiapp,  alle  von 
Xeckargart^ch,  reversieven  sich  gegenilber  Hans  Eyrer  Uber  die  Be- 


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1424  MSrz  14  —  1424  Mai  4.  235 

lehnung  mit  dessen  Hof  zu  Bollingen,  den  vorher  Hans  Brenner  inne- 
gehabt  (Flur  gegen  das  Holz:  an  der  Flurscheid,  am  Gartacker  Holz, 
am  Ebenbreit  dem  Widdamacker  zu,  auf  dem  Wester/eld,  am  BoU 
linger  Holz  unter  der  Miihle;  Flur  gegen  Gartach:  am  Wimpfener 

6  Weg,  bei  der  Miihle  ober  der  Glammen,  im  Anglachsgrund,  beim  Rut- 
baum,  am  Frankenbacker  Weg,  an  der  Kirche;  Flur  gegen  Wimp/en: 
am  Westerweg,  den  sag.  Fenzler,  am  Bach,  bei  der  Kirche;  Wiesen 
am  Fierlegbrunnen,  an  der  Furt,  wo  die  Weiden  stehen,  an  d-er  untern 
Furt,  in  der  Au,  zu  Eisesheim   in  den  Buschen;  neben  GUtem  von 

10  Heinz  Schwab,  Adam  Kuchlin,  Heinz  lielwin,  dem  Spital,  Fritz 
Rechen,  den  Heiligen  zu  Bollingen,  denen  von  Adelberg,  den  Barfiissem, 
Hdppcy  Heinz  Hagenawer;  152  Morgen:  46^li,  48  und  44  Morgen 
Acker  in  den  drei  Fluren  und  13^k  Morgen  Wiesen)  und  geben 
jdhrlich  2  Morgen  Holz  oder  4  Gulden,  60  Malter  dreierlei  Frucht, 

16  2  Malter  Riiben  und  4  Simri  Erbsen  Giilte.  Bei  Unfrieden  oder 
Hagelschlag  sollen  drei  Schiedsrichter  nach  BiUigkeit  entscheiden.  — 
Siegler  •>  Pfaff  Heinrich  Kriech,  Pfarrer  zu  Neckargartach.  —  1424 
(dinstag  noeh  Gregorii  dez  heiligen  babst)  Marz  14. 

HeQbronn  StiftungspfiegregisUratur,  Fmm,  127, 11.     Or.,  Tg.  mit  Siegel. 

20  494:.  Hans  Marpach,   Schultheiss  zu  Hall,   beurkundet,   dass 

Hans  Smaltrew,  BUrger  daselbst,  die  Lehen  des  jungen  Kunz  Teschner 
und  Kunz  Gigengacks  zu  Siilzbach,  die  zusammen  11  Malter  Frucht, 
1  Simri  Erbsen  und  2  Schilling  giUten  und  je  4  Fahrten  zu  leisten 
haben,  ferner  11  Schilling  12  Pfennig,  2  Martinshilhner,   3  Simri 

26  Frucht  und  ^U  des  Ertrags  eines  halben  Morgens  Weingdrten  daselbst 
um  95  Gulden  rheinisch  an  das  St.  Klarakloster  zu  Heilbronn  verkauft 
habe.  —  Siegler  der  Aussteller  und  Konrad  Heiden,  Stadtschreiber 
zu  Hall.  —  Zeugen  die  Richter  daselbst:  Konrad  Kleinkunz,  Kon- 
rad Sletz,  Heinrich  Berler,   Heinrich  Keck,   Hans  von  Bachenstein, 

30  Ulrich  Suimeister,  Hans  Veldner  genannt  Gyer,  Konrad  von  Stetten, 
Gotz  von  Bachenstein  und  Rudolf  Eberhard,  —  1424  (donderstag 
nach  cruces  tag  inyencionis)  Mai  4. 

St.A.  Heilbronn  IV,  Klarakloster.     Or,,  Pg.  mit  Siegeln.    Aussen  eine 
Notiz,    wornach   in   der  Benotation   von   1723  April  26  ein  Martinshuhn  su 
36  6  Kreuzer  angeschlagen  toird. 

a)  Berthold  Heberer,   Schultheiss,  und  die  Biehter  zu  Sulebach  (Wins- 
purgersulzbacli) :  Peter  Folglin  der  junge,  Hans  und  der  alte  Gigengack,  Abelin 


a)  von  da  ab  von  andtrtr  Hand  und  TinU, 


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236  1424  Mai  25  —  1424  Aug.  8. 

Riese,  Martin  von  Grantschen,  Klaus  Siboth  und  Sifrid  Teschner  enischeiden 
in  der  Klage  des  Klostera  gegen  Hans  Smaltrew  auf  Fertigung  der  GUlte  und 
sprechen  diese  nach  Vorlegung  des  Kaufbriefs  dem  Kloster  eu.  —  Siegler  Graf 
Heinrich  von  Lowenstein  und  Swieker  von  Sickingen,  Amtmann  gu  Scheuer^ 
berg.  —  t426  (letare)  Mare  18,  —  Md,     Or.,  Pg.  mU  Siegeln.  5 


4:95*  Oraf  Heinrich  von  Lowenstein,  Hans  Erlemn,  Biirger- 
meister  zu  Heilbronn,  Peter  von  Berlichingen  und  Georg  von  Ham- 
bach  (Han-),  Schtdtheiss  zu  Lowenstein,  entscheiden  zwischen  Simon 
von  Leonrodt,  Komtur,  und  dem  Deutschen  Haus  zu  Heilbronn  und 
Michel  von  Breit  wegen  einer  bisher  dem  Deutschen  Haus  mt  5V«  SchiU  10 
ling  3  Pfennig  zinsbaren  Wiese  von  2  Morgen  unter  dem  Hezenstein 
neben  Giliern  Mathis  Ochsners,  Hans  Herders  von  Heilbronn  Schult- 
heissen  zu  Flein  und  des  St.  Klaraklosters :  Michel  und  seine  Fran 
Katharitia  von  Eicholzheim  sollen  die  Wiese  lebensldnglich  zur  Nutz- 
ung  um  1  Schilling  Zins  behalten,  nach  ihrem  Tod  fdllt  sie  ans  15 
Deutsche  Haus  zuriick.  —  1424  (Urbans  tag)  Mai  25. 

Lehen-  und  Bestandbriefe  der  Kotnmende  Heilbronn  S.  27. 


4:96.  Wilhelm  von  Brunn,  *)  Sektor  der  Pfarrkirche  zu  Heil- 
bronn,  und  die  Geistlichen  daselbst  Konrad  Reck,  Peter  Lypfrid, 
Berthold  MUnch,  Johann  Riilin,  Konrad  Engelmann,  Konrad  Klingen-  20 
berger,  Johann  Batwir,  Peter  Scherer,  Peter  Spohelin,  Heinrich  Pellifex 
(KUrschner),  Konrad  Streler,  Georg  Zeissolfs,  Konrad  Heinzmahn 
und  Heinrich  K)ych,  zugleich  im  Namen  ihrer  Mitbriider,  nehmen 
den  dritten  Kaplan,  der  kein  Becht  auf  die  Prdsenzgelder  und  Distri- 
butionen  hat,  in  ihre  Konfraternitdt  -auf  und  lassen  ihn  zum  Mit-  26 
genuss  dieser  Einkiinfte  zu,  aber  nur  aus  Gnade  und  mit  Vorbehalt 
des  Wideirufs.  Zeugen  Peter,  der  dltere  Mesner  der  Pfarrkirche, 
und  Peter  von  Neidenau,  jetzt  Mesner.  —  Heilbronn,  Sakristei  1424 
Aug.  8. 

Heilbronn,  Lade  23.     Or,,  Pg.,  Notariatsinstrument,  ausgefertigt  vom  30 
Noiar  Nikolaus  ZUdd  aus  Heidelberg,  verheiratetem  Kleriker  der  Diozese  Worms. 


')  Sein  Vorgdnger,  Wilhelm  von  Hokenstein,  kommt  in  Schonthaler  Ur- 
kunden  vor:  1416  (dinstag  vor  Urbani)  Mai  19  besiegelt  er  eine  Tadigung 
gwischen  Schdnthdl  und  der  Georgskaplanei  zu  Weinsberg  (Or,  im  St.A.  Schon- 
thai  83) ;  1418  (V iti)  Juni  15  ist  er  Schiedsrichter  zioischen  Schdnthdl  und  dem 
Propst  zu  Wimpfen  wegen  Zehnten  eu  Laudenbach.  Kretner,  Chron.  SchSn- 
thai.  1274. 


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14^4  Aug.  18  —  1424  Nov.  ^9.  237 

497.  Kontff  Sigmund  gebi'etet  alien  Beichsunterthanen  und  Ge- 
treuen,  und  namentlich  zu  Schwaben,  die  neullch  auf  seinen  Befehl 
und  in  seinem  Namen  zu  Heilbronn  geschlagene  sUberne  Munze,  die 
sie   in  ihren  Gebieten   verboten   haben,   bei  des  Beichs  Ungnade   zu 

5  nehmen  tmd  nehmen  zu  heissen,  da  sie  besser  sei  als  die  in  UmUtuf 
befindliche  gemeine  MUnze  und  es  unbtUig  wdre,  des  Konigs  Miinze, 
von  dem  alle  Munze  im  ganzen  Beich  ihreih  Ursprung  hat  und  aus- 
gehtj  nicht  zu  nehmen.  —  Totis  1424  (frytag  nach  frfiwen  tage 
assumptionis)  Aug.  18. 

10  ^S'^.^.  Munewesen  2,    Ad  mandatnm  domini  regis  Franciscus  prepositus 

Strigoniensis  (su  Gran).  Abschrifty  von  Konrad  von  Weinsberg  1424  Sept,  16 
(mentag  vor  sand  Matheus  tag  des  heiligen  zwelfboten)  [Binder  faUch:  vor 
Martini]  durch  Johann,  Pfarrer  von  Heimsheim  an  Ulm  und  die  mit  Ulm  in 
Einung  befindlichen  Stddte  geschickt.    Das  Begleitschreiben  des  Weinsberg  ebd, 

15  Or.,  vom  Mandai  Sigmunds  der  Text  gedruekt  bei  Binder,  MUnekunde  460. 
Reg.:  Altmann  n.  6497.    Danach  ist  das  Or.  in  Ohringen. 

498.  Die  Ffarrer  Peter  MoU  zu  Solzbach  und  Johann  Kallen- 
berger  zu  Odheim,  der  eine  Dekan,  der  andere  Kammerer  des  Kapitels 
Weinsberg,  entscheiden  in  der  Klage  Heinrich  Singers,  Monchs  und 

20  Klerikers  des  Klosters  Schonthal  und  Pflegers  des  Hofs  desselben 
zu  Heilbronn,  gegen  Hans  Kamerer,  Pfarrer  zu  Lowenstein,  wegen 
Vorenthaltung  von  10  Schilling  Zins  von  eineni  zur  Pfarrei  gehorigen 
Gut  beim  Suimlin  unter  Lowenstein  an  der  Halde,  dessen  andere 
Hdlfte  Herold  von  Ohm  um  denselben  Zins  inne  hat,  nach  Vernehmung 

25  von  Zeugen  und  Einsichtnahme  der  Schonthaler  ZinsbUcher  zu  Gunsten 
des  Klosters.  —  7424  (vigilia  Andree)  Nov.  29. 

Schdnthdler  Lagerbuch  von  1487  S.  543. 

499.  PfalzgrafLudwig  tddi^igt  zwischen  Eberhard  von  Seins- 
heim,  Deutschordensineister,  und  dem  Komtur  zu  Heilbronn  und  letzterer 

30  Stadt:  die  Parteien  sollen  einander  ihre  Forderungen  bis  Sonntag 
nach  Fronleichnamstag  nach  Heilbronn  bezw.  Horneck  schicken,  eben- 
so  in  Zwischenrdumen  von  je  14  Tagen  Antwort,  Widerrede  und 
Nachrede,  und  am  Sonntag  vor  Petri  ad  vincula  alles  nach  Heidel- 
berg,  damit  er  bis  Weihnachten  einen  Vergleich  und  iiber  die  Punkte, 

35  wo  ein  solcher  nicht  zu  stand  komme,  ein  freundliches  Becht  zu  stande 
bringen  konne.     Wegen   der^)  verletzten  Deutschordenskapelle  sollen 

*)  Durch  Grfangennehmung  Konrad  Wollers.     Vgl.  1434  Jnli  16. 


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238  1425  Mai  20. 

beide  Parteien  das  Geld  zur  Rekonziliation  entlehnen  und  dann  ent- 
schieden  werden,  wer  es  zurUckzuzahlen  habe.  —  Heidelberg  1425 
(dominica  qua  cantatur  in  ecclesia  Dei  exaudi)  Mai  20. 

Heilbronn  244.    Diversa  5,     Or.,  Siegelreete. 

L  ^)  Klctgen  der  Deutschhet'rn  gegen  die  Stctdt.  —  Horneck  1426  (samstag    5 
nach  unsers  herren  lichnams  tag)  Juni  9.  —  Ehd,    Oleichgeitige  Absehrifi, 

a)  Die  Ordenshduser  gu  Heilbronn,  Horneck  und  Stochsherg  und  die 
armen  Leuie  werden  widerrechtlich  tnit  Zoll,  Boden-,  W&g-  und  Messgeld  be- 
schwert ;  die  Stadt  fordere  von  denen,  die  hei  den  Deuischherrn  keltern  Ictssen, 

40  Pfennig  fur  das  Fuder,  von  den  Deuischhe9'm,  wenn  sie  Frucht  an  die  10 
Heilbronner  verkau/en,  1  Pfennig  vom  MaUer  fur  den  Meesknecht,  von  ihren 
eigenen  Leuten  nur  1  Heller;  fordem  Schadenersatg  fur  den  Or  den,  etwa 
1000  Gulden,  und  fwr  die  ai'men  Leute,  Einstellung  dee  Verfahrens  und 
BegaMung  der  in  den  OrdensprivUegien  angedrohten  Strafe  von  100  Pfund 
lauteren  Goldes,  15 

b)  Die  Stadt  schiitze  die,  welche  den  Orden  ach&digen,  vor  der  Sir  of e^ 
die  LehensUute,  die  die  GUter  weiter  leihen  und  sich  ale  EigentUmer  ausgeben, 
Dienst  und  Atgung  ve}toeigern,  verbiete  den  herkommlichen  Handlohn  von 
10  Pfund  und  hahe  eelbsi  einen  Handlohn  festgesetet,  hindere  den  Orden  an 
der  Heimziehung  dieser  GUter  beim  Wechsel  dee  Beaitzers  und  sehUtge  die  20 
Teilung  der  Lehensgilter;  fordem  200  Gulden  Schadenereatz  und  ein  UrUil, 
dass  wetter geliehene,  verkaufte  und  getrennte  Guter  und  die,  von  denen  Dienste 
und  Handlohn  nickt  geleistet  werden,  zurUckfallen  soUen. 

0)  Die  Stadt  schUtge  einige  der  Ihrigen,  die  seit  16  Jahren  von  GUtem 
zu  Sontheim  keinen  Zehnten  mehr  gehen;  fordem  100  Grulden  Schadenersatz.  25 

d)  Der  Kolner  sei  voriges  Jahr  urn  Michaelie  durch  Hendlin,  Diener, 
Peter  Hertwig  und  Klaus  Gundlin,  zwei  BUrger  der  Stadt  aus  dem  Deutschen 
Haus  genommen  worden,  ehenso  der  Woller  aus  ihrer  Kirche,  wodurch  ihr 
Asylrecht  verletgt  worden  sei.    Die  Stadt  habe  von  der  Almende  de$  Ordens 

zu  Sontheim  4  Morgen  an  sich  gezogen  und  10  Legschiffe  in  das  Wasser  des  30 
Ordens  gelegt ;  fordem  300  Gulden  Schadenersatz. 

e)  Die  Stadt  schirme  ihren  BUrger  Kunglin  Gerach,  der  einen  Markstein 
versetgt  und  dem  Orden  ein  Weidach  zu  BSckingen  vorenthalte,  den  aUen  Hans 
Eyrer,  der  wis  Gerach  den  Zins  seit  Jahren  nicht  zaMe,  die  zu  Bdckingen, 
SchuUheissen  und  die  12  Bichter  selbst,  die  Tag  und  Nacht  in  des  Ordens  35 
Wasser  fischen,  den  Brtnger,  der  einen  armen  Mann  des  Ordens  bestohlen  habe, 
fordtm  zusammen  1300  Gulden  Schadenersatg. 

2)  Antwort  der  Stadt,  ebenso 

3)  Widerrede  des  Ordens :  fehlen. 

4)  Nachrede  der  Stadt  [1425,  um  Juli  20].  —  Ebd.    Undatiertes  Kongept.  40 
a)  Die  Stadt  meint,   durch  die  Ereiheiten  des  Ordens  nur  wie  andere 

Stddte  und  wie  herkdmmlich  sei  gebunden  zu  sein,  wisse  nichts  von  einer  Ver- 
schreibung,  die  sie  dem  Orden  gegeben  haben  solle,  wenn  dieser  auch  [am  20.  Mai] 
vor  dem  PfaXzgrafen  eine  Absehrifi  habe  verlesen  lassen,  und  hoffe,  diese  Ur- 
kunde,  wenn  sie  je  existieren  soUte,  solle  ihr  keinen  Schaden  bringen.    Die  Auf-  45 
lagen  dauern  schon  viel  Idngei'  als  der  Orden  angebe. 


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1425  Mai  20,  239 

b)  Bet  Klagen  des  Ordens  hahe  sie  nU  das  Becht  verweigert,  nur  den 
Orden  gebeten,  van  den  Ihrigen  nicht  mehr  aU  herkommlich  sei,  zu  verlangen, 
aber  der  Orden  vjolle  nicht  vor  die  Gerichte  der  Beklagten  kommen ;  die  Stctdt 
hahe  besetzte  Gerichte,  die  geschworen  haben,   dem  Armen  wie  dem  Beichen 

5  eu  richten. 

c)  Die  Stadt  beruft  sich  auf  ihre  Antwort :  die  Ihrigen  haben  die  Guter 
zu  Soniheim  ale  Egerten  nur  um  eine  GuUe  erworben. 

d)  Die  Stadt  habe  das  Becht,  Straesenrduber  und  iibelthdtige  Leute  aus 
dem  Deutschen  Haus  gu  nehrmn  [Kolner  hatte  PUger  beraubt] ;  toegen  des 

10  WoUers  bletbe  sie  bei  ihrer  Antwort  [doss  sie  nichts  davon  getousst  und  keinen 
Auftrag  gegeben  habe] ;  die  Klage  wegen  der  Almende  zu  Sontheim  moge  durch 
Untergang  entschieden  werden,  die  Stadt  sei  unschuldig;  Legschiffe  habe  sie 
nur  an  der  abgegangenen  MUhle  des  Ordens  oberhalb  der  BrUcke  gelegt, 

e)  Wowser  und  Widach  Gerachs  gehoren  doch  eusammen,  wie  ja  der 
15  Komtur  selbst  frUher  beides  vor  dem  Landgericht  zu  WUrzburg  erfordert  habe  ; 

wegen  des  Marksteins  sei  er  bereits  gestraft;  die  Klage  wegen  VorenthaUung 
der  Zinse  moge  vor   dem  Gericht   dei-  Stadt   entschieden   werden;   wegen   des 
Fischens  zu  Bockingen  habe  die  Stadt  sich  gut  nachbarlich  gehaiten,  auch  be-- 
reits  ein  Verbot  erlassen, 
20  //.  V  Klage  der  Stadt  gegen  die  Deutschherm  [1425  Juni  11,  vgl  Ant- 

wort unten],  —  Ebd.  undatiertes  Konzept. 

a)  Sie  bekomme  vom  Orden  kein  Becht  fUr  die  Ihrigen;  sie  fordert 
1000  Gulden  Schadenersatz. 

b)  Der  Komtur  von  Leonrodt  habe  in  ihrem  Wald  JSolz  hauen  und  ab- 
25  fuhren  lassen;  sie  fordert  100  Gulden, 

o)'Der  Orden  nehme  die  Ihrigen  mit  Gewalt  gtfangen  und  drdnge  sie, 
sich  zu  Gefdngnis  zu  stellen. 

d)  Der  Orden  habe  unverzdunte  GiUer  neben  denen  der  Stadt  und  fiihre 
das  Vieh  weg,  das  hinUberkomme,  anders  als  Anlaufsrecht  sei, 
30  e)  Zur  Pfarrei  Neckargartach,  die  der  Orden  zu  Lehen  habe  [eigentlieh: 

deren  Lehensherr  der  Orden  sei],  gehoren  zwei  KapeUen  zu  Frankenbach  und 
BoUingen,  wo  aber  kein  FrUhmesser  mehr  sei, 

[Item  — ,   in  den  folgenden  VerhandXungen  kommt  aber  kein  weUerer 
Funkt  mehr], 
35  2)  Antwort  der  Deutschherm,  —  1435  (samstag  vor  Johannis  baptiste) 

Juni  as,  —  Ebd.     Gleichzeitige  AbschHft, 

Sie  meinten  eigentlieh,  jeder  Antwort  Oberhoben  zu  sein,  da  der  Zuspruch 
der  Stadt,  datiert  vom  Montag,  erst  am  Dienstag  nach  Fronleichnamstag  nach 
Homeck  gekommen  sei, 
40  a)  Die  Stadt  habe  vom  Orden  iiberhaupt  noch  nie  Becht  begehrt,  An- 

gebote  auf  Schiedsrichter  habe  der  Orden  immer   angenommen,  aber  die  Stadt 
vermesse  sich,  vor  den  Komtur  gehorige  Klagen  selbst  zu  entscheiden, 

b)  Der  Komtur  wisse  nichts  davon,  die  Stadt  moge  ndheres  angeben, 

o)  Das,  sei  bloss  bei  denen  geschehen^  die  auf  Sch&digung  des  Ordens 
45  beirtten  worden  seien. 

d)  Die  Pfdndung  des   Viehs  geschehe  mit  Becht  wegen  des  Schadens, 


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240  1^25  Dez.  it. 

e)  Der  Orden  wisi/e  nichty  dass  eine  Fruhmesse  gestifiet  set. 

3)  Wtderrede  der  Siadt,  —  1425  (samstag  vor  Kiliana  tag)  Juli  7.    Ebd. 
Konzept, 

Der  BUrgermeisier  sei  abwesend  gewesen,  dann  habe  man  die  Sache  ver^ 
gessen,  bis  der  Zuspruch  der  Deutschherrn  angekommen  sei.  5 

d)  Wenn  der  Orden  Schaden  habe,  mdge  er  seine  GUUr  vergdunen. 

e)  Es  gehore  ein  FrUhmesser  an   die  KapeUen^  die  Pfarrei  trage  auch 
gut  zwei  Priester,  aber  der  Orden  nehme  das  meiste  fur  sich  ein. 

4)  Nachrede  des  Ordens  toiederhoU  das  bereiis  Vorgebrachte,  —   1426 
(fritag  vor  Marien  Magdalenen  tag)  Juli  20.  —  Ebd,    Gleieheeitige  Abschrift.  10 

Vgl  n.  500  und  558 f. 

500.   Wilhelm  von  Brunne,  Kirchherr  zu  Heilbronn,  verhbrt 
auf  Bitten  der  BUr germeister,  die  mit  detn  Deutschmeister  Eberhard 
von  Seinsheim  Kunzel  Winrichs  zu  Fleln  wegen   einen  Span  haben 
und  denen   vor  dent  Gericht   des  Pfalzgrafen  Ludwig   der  Zeugen-  15 
beweis  auferlegt  warden  ist,   Wolf  Blindenshein,  Kunz  BUdensheim, 
Hans  Wolf  und  Kunz   Orlin   von    Flein,   nachdem    dieselben   ihres 
der  Stadt  geleisteten  Eides  filr  diesen  Fall  entbunden  warden   sind 
und  zu  den  Heiligen  geschwaren  haben,  und  bezeugt  deren  Aussage, 
seit  40^50  Jahren  habe  Winrichs  Voter  zu  Flein  ein  GUtlein  inne-  2C 
gehabtj  wozu  einiges  Rolz  gehore,  das  GUtlein  gUlte  den  Deutschherrn 
und  sei   durch  Erbschaft  an   Winrich   Ubergegangen,   und  letzterem 
sei  sein  Holz  widerrechtlich  der  Deutschherrn  wegen  abgehanen  und 
weggefiihrt  warden.     Der  Schultheiss   und  vier  geschworene  Richter 
bezeugen  die  Glaubwiirdigkeit  der  Zeugen.    —    1425  (mitwoch    vor?5 
Thomas  tag)  Dez.  19. 

Heilbronn  240  V  1.    Or.  mit  SiegeUSpuren. 

a)  Joseph  MuUer  von  Wolfegg  [Stadtschreiber]  verhort  die  Zeugen,  die 
die  Stadt  in  ihrem  Streit  mit  dem  Deutschorden  beigebrachty  nachdem  er  sie  ihres 
Eides  gegen  die  Stadt  entbunden  und,  den  Knaben  ausgenammen,  beeidigt  hat :  30 
Zum  ersten  Klagepunkt  bezeugen  Kunz  Bechen,  Hans  Sneller,  Fritz  Kuder 
und  Vlrich  Mangold,  trotz  dfterer  Forderung  und  Bemilhungen  ihrer  Freunde 
vom  Orden  kein  Becht  bekommen  zu  haben.  —  Zum  dritten  Klagepunkt  Heinz 
SeufftU  von  Bockingen :  er  sei  beim  Versuch  im  Steinfach  zu  angeln  vom  Baur 
meister  gefangen  und  um  3  SchUlinge  gesch&tzt  warden.    Klaus  Schuhmacher  35 
ebenso,    ah  er  oberhalb  Sontheim  habe  krebsen  toollen,  um  2  Gulden,  sei  nur 
durch  Eintreten  seines  Leibherim  beim  Komtur  selbst  noch  gdinder  weggekommen; 
Peter  G6sser,  13  Jahre  alt,  sagt  er  sei  ebenfalls  beim  Angeln  gefangen  genommen, 
unterwegs  mit  Ertrdnken  bedroht  und  nur  auf  Bitten  der  Frauen  van  Sont- 
heim, die   er  durch   sein   Schreien  (mordenio,  helfeio)  herausgenrfen,  freige-  40 
lassen  worden,  habe  vom  BUrgermeisier  den  Bescheid  bekommen,  man  werde 
ihn  nicht  vergessen,   er  solle  vorldtrfig  nichts  thun.  —  Zum  4.  Klagepunkt: 


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1426  Jan.  10.  241 

Kum  Seger  von  Bochingen  scigl,  er  set  eintnal  nach  Heilbronn  geritien,  wahrend 
er  eingekauft  habe,  set  sein  Pferdj  das  er  im  Spitcdhof  eingestdU,  durchgegangen ; 
auf  dem  Heimweg  set  er  dem  Baumeister  hegegnet,  der  es  an  einer  Weide  ge- 
fUhrt  hahe^  er  kahe  es  aber  urn  5  Schilling  lostn  miissen,  Ebenso  Hans  Seger, 
5  Hans  ScheUemberger  und  Hans  KreUe,  deren  Pferde  dock  nur  dadurch  auf 
das  Gebiet  der  Deutschherm  gekommen  seien,  doss  sie  auf  der  Weide  durch 
die  Hunde  dersdben  bei  der  Hasenjagd  scheugemacht  warden  seien:  ahnlich 
Kune  Meytr  and  Hans  Hofinann  von  Bochingen,  denen  aueh  auf  der  Weide 
Vieh  auf  das  Weidach  der  Deutschherm  durchgegangen  war.  —  1435  *)  (die 

10  beati  Thome  Canthuariensis)  ifeg,  Ji9.  —  HeUbronn  24A  Bivwsa  5.  Or.  Siegel 
unter  Papierdecke,  —  Ohne  Zweifel  gehdrt  auch  folgendes  StUck  hieher:  Graf 
Heinrich  von  Lowenstein  beurkundet  die  eidliche  Aussage  Henslins,  Knechtes 
der  Stadt  HeUbronn,  den  Konrad  Woller  ohne  Auftrag  aus  dem  Deutschen 
Haus  genommen  zu  haben.  —  Ldwenstein  (simtag  vor  Symonis  et  Jude  tag) 

15  [1426]  Okt.  21.  —  HeiJbronn  239  Vllld.     Or.  mit  Siegdspuren. 
Vgl.  n.  499  und  558  f. 

oOl.  Graf  Heinrich  von  Lbwejistein,  Komtur  Simoyi  von  Leon- 
rodt  zu  HeUbronn,  Klaus  Diemar,  BUrger  daselbst,  und  Jorg  Newem- 
burg,   Biirger  zu   Wimpfen,   tddingen  zwischen  der  Stadt  Heilbrofin 

20  und  Hans  Erlewin  dem  aiteren:  Erlewin  soil  die  verfallene  Bede  und 
die  nock  festzmtellende  Anzahl  ^)  innerhalb  5  Jahren  entrichten,  diese 
Zeit  zu  HeUbronn  bleiben  und  in  derselben  Zeit  seine  Giiter  verkaufen, 
wenn  ihm  die  Frist  auf  Bitten  des  Grafen  und  des  Komturs  ver- 
Idngert   wird,    wie   andere   Biirger  seine  Giiter   verbeden,   der  Sf-adt 

25  Schutz  geniessen,  nicht  auf  ihren  Schaden  bedacht  sein,  auch  nach 
den  5  Jahren  auf  Klagen  von  HeUbroiiner  Bilrgern  vor  das  Gericht 
der  Stadt  kommen.  Von  den  beiden  Brief  en,  die  Erlewin  der  Stadt 
gegeben,  soil  das  Versprechen,  weder  Leib  noch  Gut  vor  ihnen  zu 
fUchten,  ungiiltig  sein,  das  andere,  nicht  wider  die  Stadt  zu  sein,  in 

30  Kraft  bleiben.  —  Siegler  der  Graf,  der  Komtur  und  Erlwin.  — 
1426  (dunderstags  nach  Erhartz  tage)  Jan.  10. 

HeUbronn  Lade  54.     Or.,  Fg.  mit  Siegeln. 

a)  Barbara  Nenningerin,  Hans  Erleioins  des  dlteren  Frau^  Biirgerin 
zu  HeUbronn,  bekommt,  nachdem  ihr  Mann  mit  der  Stadt  in  grosse  Feindschaft 
35  gekommen  und  seine  Guier  in  Beschlag  genommen  worden,  in  Anbetracht,  doss 
er  einen  eigenen  WiUen  habe  und  sie  unschuldig  sei,  von  der  Stadt  ihre  Giiter 
zuruck  und  dazu  noch  bares  Geld  geliehen,  verspricht,  die  vielen  SchtUden,  die 
er  hinierlassen,^)   zu,  bezahlen,   wegen   der  nicht  anerkannten  vor  Gericht  zu 


*)  Dass  man  hier  Circumcisionsstil  anzunehmen  hat,  beweist  die  vorlter- 

gehende  Urkunde  von  Dez.  1.  —  *)  Sielie  Anm.  S.  206.  —  ")  nach  abscheidnnp^, 

ndmlich  aus  der  Stadt.    Ein  Verzeichnis  der  Schulden  von  1426  ebd.,  zusamnien 

830  Gulden;  fiir  616  verkaufte  die  Stadt  Giiter.  —  Hans  Erlewin   und  seine 

Wtlrtt.  GeBohichtsqaellen  Y.  16 


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242  1^6  Ja°«  10* 

kommenf  van  dem  Ubi-igffebliebenen  ihrem  Mann  und  ihren  Kindem,  wenn  sie 
gegen  die  Stadi  stten,  nichts  zukommen  zu  kusen^  sondem  damit  fih-  elwa  van 
diesen  gug^fugten  Schadm  gu  hqftm,  nieht  aus  der  Stadi  zu  zieheti,  ausser 
sie  werde  gerichHich  und  dwreh  Androhung  des  Bannes  zur  Vereinigung  mit 
ihrem  Mann  geewungen ;  dann  werden  dber  die  GUter  wieder  in  Beechlag  ge^  5 
nommen,  ebenso  auch  wenn  ate  in  dtr  Stadi  hUibt,  nach  ihrem  Tode,  faUe  die 
Sache  nieht  erledigt  ist.  —  Siegler  der  Kamtur  Joet  von  Vmning<in,  Bemold 
von  Thalheim  der  aUere,  Alhreeht  von  Weiier  und  ihr  Bruder  Ulrich  Nenninger. 
—  1429  (dinstag  nach  reminiscere)  Fehr.  22.  —  Ebd,    Or,,  Pg.  mit  Siegeln. 

b)  liel  ErUtoin  von  Steins/eld   erhdlt   daa  Burgerrecht   zu   Heilbronn,  10 
ziehi  dorthin,  veraprieht,  nieht  gegen  die  Stadt  zu  sein,  bet  Streit  mit  derseiben 
vor   eine  der  Stadte  Easlingen,  Hall,  Gmund,  Weil  oder  Wimpfen,  bei  Streit 
mit  Heilbronner  Biirgem  vor  das  Gericht  der  Stadt  zu  kommen,  auf  Klagen 
wegen  der  vor  diesem  Biief  ergangenen  Dinge  zu  gehorchen,   hat  aber  kein 
Recht  auf  den  Schutz  der  Stadi,  wenn  diese  Dinge  nieht  vor  Eat  oder  Gericht  15 
der  Stadt  kommen  und  wenn  er  einen  Ausmann  verklagt;  versprieht,  wenn  ct' 
wegziehen  wiU,  seine  GUter  bar  zu  veranzahlen  und  stin  Burgerrecht  aufzu- 
geben,  und  Ubernimmt  die  auf  den  GUtern,  die  er  mit  Genehmigung  des  Rats 
von  seiner  Schwdgerin  Barbara  Nenningerin  um  1000  Gulden  erwarbenj  nach 
der  Verschreibung  Barbaras  ruhende  Verpflichtung,  fur  die  Schulden  seines  20 
Bruders  Bans  und  den  Schaden,  den  dieser  und  sein  Sohn  Hans  der  Sladt  thun 
konnten,  bis  zur  Hohe  von  1000  Guldsn  zu  haflen.  —  SiegUr  der  AussteUer 
Jorg  Newemburg  zu  Wimpftn  und  Heinz  Keller  zu  Wcinsberg.  —  1429  (men- 
tag  vor  unsers  lierren  lichnams   tog)  Mai  23,  —  Ebd,     Or.,  Pg,  mit  Siegeln, 

c)  Derselhe  und  seine  Frau  Barbara  iihemehmen  von  Hirer  Schwdgerin  25 
Barbara  Nenningerin  der  en  Guter  bis  auf  einen  Weingarten  und  einen  Acker, 
(wenn  sie  bei  ihnen  in  Kost  geht  auch  diese  um  2  Gulden)  zur  Kutzriiessung, 
zahlen  davon  die  Schulden  ihres  Mannes  und  ihr  jdJirlich  24  Gulden  Leibge- 
ding,  wenn  sie  bei  ihnen  in  Kost  geht,  nur  6;  wird  ihr  das  Leibgeding  verkOrzi, 


J^Yau  Barbara  kaufen  von  Volmar  Lemlin  zu  Wimpfen  43^U  Morgen  Acker 
zu  Sontheim,  den  Deutschherrn  mit  10  Malter  1  Imi  Frucht  zinsbar,  um  200  Gul" 
den,  bletben  diese  schuldig  und  verpfdnden  den  gekauften  Acker  und  Weingdrten 
an  der  Scheuer,  am  Kemsmid,  am  Nordberg,  am  Pful,  an  der  Waldsteige, 
am  Tuppholz,  am  Ochsenberg,  am  Limperg,  am  Silchenbrunnen,  am  Hundsberg, 
auf  der  Breite,  am  Schleifweg,  am  Schlififfelberg.  —  Si  gler  der  AussteUer  und 
die  Heilbronner  Bichter  Marx  Schenkel  und  Jakob  Bingusser,  —  1422  (dorns- 
tag  vor  letare)  Mdrz  19.  Or,,  Pg,  mit  3  Siegeln,  —  JCrlewin  schuldete  der 
Stadi  200  Gtdd^m,  die  er  Markart  Merklin  in  dessen  Haus  bezahlt  hdben  wiU, 
worUber  Engelhard  von  Helmund,  der  als  Zeuge  anwesend  war,  eine  Urkunde 
ausgestellt  }haben  soil,  Wtinigstens  erinnert  ihn  Erlewin  daran,  Stuttgart  1426 
(samstag  nach  Margs  tag)  Apr,  27.  Engelhard  aber  beurkundet,  da  Erhwin 
dieses  GerUcht  verbreitej  auf  seinen  dem  Graf  en  von  Lowenstein,  seinem  Lehens- 
/term,  gdelsteten  Eid,  weder  von  dtr  Bezahlung  noch  von  der  Urkunde  etwas  zu 
wissen,  —  Siegler  der  AussteUer,  Kunz  MangoU  zu  Lowenstein  uni  Diether 
von  WeUttr,  —  1427  (raitwoch  vor  pfiaj^stag)  Juni  4.  —  Or.  ,•  der  Brief  Erie- 
wins  am  gleichen  Tag  vidimiert  von  Hans  Gemminger.  —  Diese  StUcke   ebd. 


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1426  Jan.  10.  243 

«o  kann  He  die  Giiter  verkayfen,  soil  sie  aber  zuerat  ihnen  anbieten,  Nach 
Barharaa  Tod  fallen  He  an  ihre  Kinder,  toenn  sie  in  des  Bats  Freundsehaft 
Hnd,  wenn  dieselben  nicht  mehr  leben,  an  den  AuestelUr  oder  die  Ndchstherech- 
tigten.  Barbaras  Kinder  Hans  und  Kldrlin  konnen  He  in  Kost  und  Fflege 
'h  nehmen^  toenn  diese  es  annehmen,  sollen  ihnen  je  300  Gulden  fwenn  eines  stirbtf 
dem  andem  400,  wenn  beide,  der  Mutter  nur  200)  gehen,  toenn  sie  eu  ihren  Tagen 
gekommen  und  mit  dem  Rat  und  ihrer  Mutter  vertragen  Hnd,  FUr  Schaden,  den 
die  beiden  Hans  Erltoin  der  Stadt  thun,  haften  die  GiUer  und  das  LHbgeding 
bis  zu  1000  Gulden;  HberstHgt  er  diese  Summe,  so  hat  der  AussteUer  toeder 
10  das  Leibgeding  noch  die  400  Chdden  zu  zahlen  und  die  Guter  Hnd  sHn  freies 
Eigen,  —  Siegler  die  Tddingsleute :  Hans  Berlin  und  Hans  von  Mainz,  Burger 
zu  Heilbronn.  —  1439  (dinstag  nach  trinitatis)  Mai  24,  —  JEbd,  Or.,  Fg. 
mit  Siegeln, 

d)  Eitel  Erlwin  von  StHnsfeld,  Burger  zu  HeUbronn,  und  seine  Frau 

15  Barbara,  die  mit  den  von  Barbara,  der  Frau  von  Eitels  Bruder  Hans  Erlwin, 

erworbenen  Giitem  der  Stadt  HeUhronn  fOr  1000  Gulden  haftbar  Hnd,  diese 

Guter  nun  aber  verkaufl  haben,  verpfdnden  dafur  mit  Genehmigung  des  Lehens* 

herm  Heinrich  von  Ldwenstein  das  halbe  Borf  Steinsfeld.  —  14^  (sampstag 

vor  Johannes  baptisten  tag)  Juni  22.  —  Ebd,     Or.,  Pg.  mit  Siegel. 

'20  e)  (h-af  HHnrich  von  Ldwenstein  erlaubt  auf  Bitten  dem  ltd  Erlwin 

von  StHnsfeld  und  seiner  Frau  Barbara  Mtrklerin,  das  von  ihm  zu  Lehen 

rOhrende  halbe  Borf  StHnsfeld  an  Heilbronn  zu  versetzen,  wie  sie  es  dsr  Stadt 

verschrieben  haben,  und  verspricM,  auf  Erfordern  ein  Batsmitglied  als  Lehens- 

trdger  zu  beUhnen.  —  1437  (sun tag  vor  Jobans  t<ig  baptisten)  Juni  23,  — 

55  Ebd,     Or,,  Pg.  mit  Siegel. 

f)  Bichter  und  Gericht  zu  HHlbronn  entseheiden  in  der  Klage  des  Lorenz 
Fischer,  BUrgers  zu  HHlbronn,  und  seiner  Frau  Klara,  Tockter  des  Hans 
Erlewin,  gegen  ltd  ErleiHn  von  StHnsfeld,  auch  Burger  zu  Heilbronn,  wegen 
des  von  Klarcks  Mutter  Barbara  hinterlassenen,  aber  von  ltd  Erlewin  Hnge^ 
.30  nommenen  Erbes,  und  wegen  200  Gulden,  wofur  Itel  sich  dem  Bai  gegenuber 
verschrieben  habe:  Itel  soUe  nach  Laut  sHner  VerschrHbung  die  Halfte  des 
Erbes  herausgeben,  die  andere  HdJfte  aber  behalten  und  nutzen  darfen,  solange 
[der  eigentliche  ErbeJ  Hans  Erlewin  am  Leben  sei,  demselben  aber  nichts  da^ 
von  zukommen  zu  lassen,  Wenn  Fischer  und  sHne  Erben  glaubhaft  bHbringen, 
=85  doss  Hans  Erlewin  gestorbsn,  kdnnen  sie  auf  diese  Hdlfte  Anspruch  machen;  die 
200  Gulden  an  Klara  aber  soil  Iteljetzt  zahlen  oder  entsprechend  viel  Giiter  dafur 
geben,  Bie  herausgegebenen  Giiter  aus  dem  Erbe  soUen  auch  von  den  jetzigen 
Inhabem  nur  mit  Wissen  des  Bats  versetzt  oder  verkauft  werden,  und  haften 
fUr  500  Gulden,  da  das  ganze  Erbe  fUr  1000  dem  Rat  verschrieben  war,  — 
40  Siegler  drH  von  den  Bichtern:  Paul  Burger,  Marx  Schenkd  und  Jakob  Bin- 
kesser.  —  1437  (dinstag  nach  £lizabethen  tag)  Nov,  26,  —  Ebd.  Or.,  Pg. 
mit  Siegeln. 


SO 2.    Peter    Fetzer   der   alte    und   Peter   Fetzer   der  junge 

und  dessen   Frau   Anna  erhalten   von  den  Deutschherrn  einen  Hof 

45  und   ein   Lehen,    die   vor  Zeiten   Peter  Fetzer   der  alte   innegehabt, 


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244  1426  Jan.  17  —  Marz  6. 

um  je  5  Matter  Korn,  Dinkel  und  Haber  und  1  Fasnachthuhn 
Zlns  fiir  den  Hof  und  je  IS  Simri  Korn  und  Haber  fiir  das 
Lehen  ah  Leibgeding  und  einigen  sich  daruber  vor  dem  Gericht  zu 
Heilbronn.  —  Siegler  Peter  von  Berlichingen  und  Hans  von  Mainz, 
Burger  und  Ratsinitglieder  zu  Heilbronn,  —  1426  (Anthonien  tag) 
Jan.  17, 

Lehen-  und  Bestandbriefe  der  Komtnende  Heilbronn  S.  15. 


503*  Streit  der  Stadt  Heilbronn  mit  denen  von  Neipperg  u.  a, 
wegen  einer  bei  ihr  hinterlegten  Summe  von  6000  Gulden  und  Jorg 
Brenners.  —  1426  Marz  6  bis  1427  Marz  31;  1438—1440.  10 

Heilbronn  269,  Neipperg  2  a,  Die  Brief e  der  Stadt  Konzepte,  die  andei-n 
Originale,    Die  Urkunde  von  1427  Marz  31^  Or.,  im  untern  Gewolhe  Lade  34, 

Eherhard  von  Neipperg  hatte  6000  Gulden  in  einem  Sack  mit  Werner 
Nothafis  Siegel^  dessen  Erben  sie  gehdrten,  bei  der  Stadt  hinterUgt,  Reinhard 
und  Eberhard  von  Neipperg,  voti  Hans  von  Venningen  und  Wiprecht  dem  dlteren  15 
von  Mensingen  gedrdngt,  fordem  Herausgahe,  was  die  Stadt  verweigert,  da  auch 
Peter  von  Leinberg  ale  Erbe  wegen  seines  Weibes  A^isx)ruch  erhob.  Hans  von 
Sachsenheim,  Hofmeister,  und  Hans  Siurmfeder  tddingen  zwischen  den  genannien 
Erben  Noihafts,  den  beiden  von  Venningen  und  Menzingen  einer-,  dem  von 
Leinberg  andererseits :  die  erstgenannten  sollen  das  Geld  freimachen  und  selbst  20 
als  Erben  Konrads,  des  Vettars  des  Hans  von  Venningen,  2000  Gulden  bekommen, 
wovon  Venningen  seine  800  sofort  von  der  Stadt  verlangt,  Pfalzgraf  Ludwig, 
auf  den  sich  die  Stadt  und  die  Neipperger  geeinigt,  setzt  ihnen  einen  Tag 
an  auf  Apr,  3,  Stuttgart  1427  Marz  16,  aber  noch  vor  her  giebt  diesen  die 
Stadt  das  Geld  keraus,  die  Neipperger  versprechen,  der  Stadt  bis  Georgii  zu  25 
quittieren,  zu  sorgen,  dass  die  von  Venningen,  Menzingen  und  die  Nothaft 
die  Stadt  bis  dahin  ledigsprechen,  der  Stadt  beizustehen,  wenn  einer  es  nicht 
thue^  und  innerhalb  eines  Monats  nach  erhobener  Eorderung  der  Stadt  den 
Schaden  zu  ersetzen,  in  den  sie  kommen  kdnnte.  —  1427  (men tag  nach  letare) 
Marz  31,  30 

11  Jahre  nachher  wurde  die  Stadt  von  den  Brildern  Hermann  und  Peter 
(itn  ersten  Schretben  der  Stadt  irrtUmlich  Diether)  von  Menzingen  um  Schaden- 
ersatz  angefordert,  wandte  sich  an  die  von  Neipperg,  sie  sollen  sie  von  dem 
Handel  befreien,  erhielt  aber  zur  Anttvort,  sie  mdge  ihre  Sachen  selber  aus- 
tragen.  —  1438  Okt,  18—22,  35 

Auf  unederholte  Klage  der  en  von  Menzingen  wurde  die  Stadt  vor  Pfalzgraf 
Otto  gtladen  und  ennnerte  die  Neipperger  wieder  an  die  Verschreibung  von 
1427  Mdrz  31.  Diese  erkldren  sich  hereit,  auf  dem  Tag  vor  dem  Pfalzgrafen 
zu  erscheinen,  —  1440  Apr,  28  —  Mai  13. 

Gleichzeitig  und  teilweise  verbunden  mit  dieser  Korrespondenz  von  1440  40 
geht   eine   andere:   Jorg  Brenner,   ein   Heilbronner,  hatte   den   Fischer   derer 
von  Neipperg  zu  Klingenberg  Hberfallen.     Die  Stadt  Idsst  sich   herbei,  den^ 
sdben  nach  Neipptrg  zur  Verhandlung  zu  stdlen.    Mdrz  15  bis  Mai  15, 


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1426  Marz  11  —  Aug.  23.  245 

504:.  Konrad  von  Neidlingeny  der  wegeyi  zur  Zeit  der  Feind- 
schaft  zwischen  Konig  Ruprecht  und  dem  Mnrkgrafen  ihm  zu  Stein 
mit  Brand  zugefiigten  Schadens  mit  den  Siddten  Heilhronn  und 
}Vimj)fen  in  Fehde  gekommen  ist,  wird  durch  Bischof  Baban  von 
5  Speyer  zu  Bruchsnl  mit  seinen  Gegneim  versohnt,  verzichtet  fur  sich 
und  seine  Heifer  auf  Schadenersafz  und  versprtcht,  die  beiden  ndchsten 
Jahre  nicht  gegen  sie  zu  sein,  —  Siegler  der  Aussteller,  Jorg  von  Bach 
und  Albrecht  von  Zeutern.  —  1426  (mentag  nacb  letare)  Mdrz  11. 

Heilhronn  Lade  38^10.     Or,,  Fff,,  das  erste  Siegel  unkenntlich, 

10  SOS.  Anna  Mettelbdchin,   Hans   Ruxsingers  Witice,   Biirgerin 

zu  Heilbronny   stiftet  880  Gtdden  zu  Gunsten  der  Stadt  und   trifft 
folgende  Bestimmungen :  1)  Das  Geld  soil  weltliches  Gut  bleiben^  steuer- 
pflichtig  sein  und  vom  Rat  bezw,  durch  zwei  aus  seiner  Mitte  jdhr- 
lich   auf  Johannis  Bapt.    zu   besteUende   Pfleger   verwaltet   tverden, 
16  2)  Die  beiden  FfUger^  die  beiden  Biirgermeister  und  die  vier  Stadt- 
rechner  sollen  einen  Welt^eistlichen  als  Prediger,  nicht  lebensldnglick, 
sondern  auf  beliebige  KUndigung  anstelloi,   um  in  der  Pfarrkirche 
oder  wo  es  sonst  not  ware,  an   deft   nachher   bestimmteyi  Tagen  zu 
predigeUj  und  dafilr  die  EinhUnfte  von  der  Stiftung  bezahlen,    3)  Da 
"20  die  Stiftung  aber  bisher  noch  nicht  ziim  Gehalt  fUr   einen  Prediger 
reichty  soil  der  Rat  vorderhand  nur  zeitweilig  einen  Prediger  bestellen, 
aber  alles,  was  far  das  Ami  noch  gestiftet  wird,  mit  dieser  Stiftung 
verelnigen,   bis  der  Zins  zum  Gehalt  fur  einen  Prediger  reicht,  der 
aber  sonst  nichts  zu  than  haben  soil.    4)  Die  Tage,  an  denen  gepredigt 
25  werden    soil,   sind:  von  Galli  bis  0 stern  jeden  Freitag,   von  0 stern 
bis  Galli  am  Samstag   nacht   nach   der   Vesper,   das  Jahr  hindurch 
Jeden  zweiten  So?mtag,   an  Ostern,  Pfingsten   loid   Weihnachten   und 
je    die  3  Tage  danach,   an   den    Vorabenden   der  Marienfeste   nach 
der   Vesper,   an   Kreuzerfndung  und  -erhdhung,   an   den  Tagen   der 
30  hi.  Markus,  Lukas,  Anna,  10  000  Martyrer,  Margarethe,  11  000  Jung- 
frauen,  Antonius,  Agnes,  Pauli  Bekehrmig,  Dorothea,  an  den    Vor- 
abenden der  Apostelfeste  nach  der  Vesper,  und  ivenn  sonst  der  Prediger 
die  Gnade  habe  oder  von  den  Pflegern  gebeten  werde,  —  Siegler  Ber- 
nold  von  Thalheim  d,  a.,  Swicker  von  Sickingen  zu  Scheuerberg,  und 
35  die  Stadt,   die   ilber  das  Geld  quittiert   und  verspricht,   es  nach  der 
Stiftung  zu  verwenden.   —  1426  (nehsten  fry  tag  vor  sant  Bartholo- 
meus  tag  apostoli)  Aug.  23. 

Heilh'onn  Lade  23^22,     Dr.,  Fg,  mit  3  Siegeln. 


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246  1426  Sept  17. 

a)  Bischof  Gottfried  von  WUreburg  h$9tatigt  die  Stiftung  (vorige  Urkunde 
inseriert)  auf  Bitten  der  Stadt  und  verleiht  den  en,  die  die  Fredigt  anhoren^ 
40  Tage  Ablass.  —  Wurzhurg  (1448)  JI447  Dez.  26,  —  Heilbronn,  Lade  24. 
Or,^  Pg,  mit  Vikariatssiegel. 

b)  Johann  Trutzenbachy  Meister  in  den  ttieben  freien  KUnsten,  verspricM,    5« 
fiaehdem   ihn  infolge  der  Vertnittlung  Meigter  Johannes  Wencks,  Lehrers  der 
heiligen  Schrift,  die  Stadt  Heilbronn  10  Jahre  lang  jdkrlich  mit  20  Gulden 

zu  Heidelberg  hat  studieren  lassen^  ungefdhr  von  Johannie  Baptistd  ab  lebena- 
Idnglich  das  Predigtamt  su  versehen  und  an  den  besttmmten  Tagen  (arisgelassen 
sind  Ostern,  Pfingsten  und  Weihnachien,  die  Mai'ienfeste  und  Margarethe,  siatt  10» 
Markus  Martin)  gu  predigen^  gegen  60  Gidden  GehaU,  womit  er  eufrieden  sein 
will,  und  mit  halbjdhriger  Kiindigung  auf  Johannis  im  Fall  der  Pflichtver- 
sdumnis.  —  Unvollendet  und  undatiert,  —  Heilbronn  270,  Utzlingen.  Konzept 
auf  einem  Brief  des  Bischofs  Gottfried  von  WUrzburg  von  1448  Judiea,  also 
wohl  nicht  viel  spdter,  1& 

c)  Meister  Nikolaus  Meyer,  Licentiat,  der  das  Predigtamt  innehatte, 
hatie  etioa  1460  eine  Pfriinde  zu  Esslingen  erhalten,  war  aber  auf  Verwendung 
der  Stadt  Heilbronn  hier  geblieben.  Esslingen  forderte  endlich,  er  solle  auf- 
Ziehen  und  seine  Pfriinde  versehen  oder  aufgeben,  verldngerte  1468  Dez,  16 
den  Termin  auf  Bitten  HeUbronns  bis  Kiliani  1470,  schlug  aber  weitere  Ver-  20 
Idngerung^  um  die  sich  der  Altbiirgermeister  Hans  Eyrer  persdnlich  in  Esslingen 
bemuhte,  ab,  1470  Mai  11.  —  Heilbronn  257  Esslingen,  —  Wie  Esslingen  es 
mit  der  Pfrunde  hielt,  ist  in  den  Heilbronner  Akien  nicht  zu  finden,  Nikolaus 
Meyer  aus  Langenau  (Naw)  blieb  jedenfalls  in  Heilbronn,  denn  er  quiitiert  der 
Stadt  1474  und  1475  und  auch  in  den  folgenden  Jahren  ofters  fiber  seine  Ent-  25- 
lohnung  fiir  das  Predigtamt  (von  Kiliani  bis  Egidii  20,  dann  bis  1.  Advents^ 
sonntag  30,  bis  Ldtare  20,  bis  Urbani  30,  jahrlich  also  115—120  Gidden),  — 
Heilbronn,  unteres  Gewolbe  Lade  38,  Die  Quittuvgen  haben  kein  Siegelj  sind 
alle  von  derselben  Hand,  von  Meyer  selbst,  geschrieben, 

506*  Bitter  Konrad  von  Stammheim,  Richter  des  Grafen  von  30* 
Wirtemberg,  entscheidet  in  der  Klage  Georg  Filrs  gegen  die  Stadt 
Heilbronn  wegen  Zerstorung  eines  Fa  cits  im  Neckar.  Sein  Fiir- 
sprecher  Fritz  von  Nenningen  fordert  300  Gulden  Schadenersatz, 
der  der  Stadt,  Georg  von  Urbach,  bringt  vor,  nach  Urkunden  von 
Wirtemberg  und  Baden  habe  die  Stadt  das  Becht  auf  die  IVasser-  35- 
strasse.  Die  Stadt  wird  verurteilt,  das  Fach  und  Wehr  aufzubauen, 
kann  aber  dann  auf  Offnung  Ansfpruch  nmchen.  —  Stuttgart  1426 
(diDstag  nach  crutztag  als  es  erh&het  ward)  Sept,  17, 

Sua.  Heilbronn  I,  Neckar  u,  s.  w.     Dr.,  Pg,  mit  Siegel, 

507.  Peter  Spohlin  zeichnet  die  Einkunfte  seiner  von  Liituin  40 
und  seiner  Frau  Elisabeth  selig  gestifteten  Pfriinde  zu  St.  Nikolaus 
in  der  Pfarrkirche  zu  Heilbronn  auf:  je   12  Matter  Korn,  Dinkel 


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1427  Febr.  6.  247 

und  Haber  und  3  Eimer  Wein  vom  Lutwinshof  zu  Bockingen,  den 
Heinz  Seger  utid  Hans  Stoll  und  ihre  Fraueyt  Margarethe  und  Anna 
innehaben,  und  einen  Gulden  Zins  von  einem  halben  Morgen  Wiesen 
zu  Flein  neben  Berthold  Eyblin  und  Kunz  Franks  den  er  von  Stahel, 
5  Schtdtheissen  zu  Flein,  um  14  Gulden  gekauft,  wdhrend  er  mit  Ge- 
nehmignng  dea  Lehensherni  der  Pfrilnde  l^k  Morgen  Weingdrten  zu 
Nordheim  terkauft  hat;  ferner  gehort  zur  Pfrilnde  ein  bedfreies  Haus 
oben  in  der  Gruninger  Gasse  neben  dem  Garte^i  der  Barfilsser  und 
der  Stadtmauer.     Er  stiftet  der  Pfrilnde  ein  Messbuch.   —   1427, 

10  Heilbronn  Lade  25,    Pg.,  ohne  weitere  Beglaubtgung,  aher  wahrschein- 

licit  eigenhdndig,  jedenfalh  gleichzeitig. 

a)  Derselbe,  PfrUndner  am  St.  Nikolausaltar  in  der  I^arrkirche,  und 
Hans  Alwig,  Lehensherr  des  Altars,  geben  den  Hof  zu  Bokingen  (132  Morgen 
in  3  Fluren:   im  ganzen  Feld,   im  Ober-  und  Mittelfdd,  im  Lengenthal,  am 

15  Neipperger  Weg,  am  Bruchbergj  am  Gartacher  Weg,  auf  dem  Hutberg,  auf 
dem  Hasen,  auf  der  Flurscheid;  am  Wasen^  auf  dem  Kirchacker,  am  grasigen 
Weg,  in  der  Glamet,  in  der  Widem,  gegen  den  Sonnenbach  auf  der  SchoUen^ 
halde,  auf  der  Heide,  am  Frankenhacher  Weg,  im  Kreuzgi-undy  auf  den  Stein- 
dckem^  neben  Gewins  Wiese,  am  Lehenacker^  in  der  AUwig,  an  der  Eied,  beim 

20  Hunbaumleinj  im  Bruch,  am  Wolfgraben;  auf  den  Kapelldckern,  am  Neipperger 
Wegj  am  Smerleib,  bei  der  Leimgrube^  im  Traubenloch  [vielmehr  CreuwenlochVyy, 
an  Heinz  Seger  und  Hans  Stoll  und  ihre  Frauen  Margarethe  und  Anna  um 
je  12  Malter  Dinkel,  Korn  und  Haber  und  3  Eimer  Wein  GUlte  als  Erblehen, 
—  Siegler  Spohlin  und  fiir  Alwig  Geoig  Zetssolf,  PfrUndner  am  Marienaltar, 

25  Verweser  der  Pfarrkirche  zu  Heilbronn.  —  1434  (mitwoch  nach  Thomas  tag) 
Dez.  22.  Ebd.  Or,,  Pg.  mit  Siegeln.  —  Baselbst  der  Bevers  der  Belehnten 
vom  gleichen  Tag.  Siegler  Konrad  von  Bockingen,  Kirchherr  zu  Bockingen, 
und  die  Heilbronner  Bichter  Ulrich  Nenninger  und  Konrad  Kriech.  —  Or., 
Pg.,  das  erste  Siegel  abgegangen. 

30  b)  Hans  Grosslin  und  Anna,  Hans  Stolles  Witwe,  zu  Bockingen,  Inhaber 

dieses  Hofs,  vertauschen  mit  Genehmigung  des  Pfrilndntrs  Peter  Spohlin  und 
Hans  Elwigs,  Lehensherrn  der  Pfrilnde,  einen  zum  Hof  gehorigen  Weingarten 
gegen  einen  andern.  —  Siegler  Konrad  von  Bockingen,  Kirchh&r  zu  Bockingen, 
und  J5rg  Zeissolf,  Pfrundner  am  Marienaltar  in  der  Pfarrkirclte  zu  Heilbronn. 

35  —  1455  (Valentins  tag)  Febr.  14.  —  Ebd.     Or.,  Pg.  mU  Siegeln. 

S08.  Heinz  Storre  genannt  der  Ruhsse,  Bilrger  zu  Gernsbach, 
wird  von  der  Stadt  Heilbronn,  die  er  in  seiner  Thorheit  dem  Peter 
SchUtze  um  11  Schilling  und  4  Pfennig  hatte  cmgreifen  helfen, 
gegen  das  auf  seinen  dem  Markgrafen  geleisteteii  Eid  gegebene  Ver- 
40  sprechen,  die  Feindschaft  abzutkun,  freigelassen.  —  Siegler  Hans 
Drapp,  Heiligenpfieger  zu  Gernsbach,  —  1427  (dornstag  nach  saiit 
Agathen  tag)  Fehr.  6. 


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248  1427  April  4:  —  Jiili  20. 

Heilbronn  374y  Urfehden  25.  Or,^  Fg.,  Siegel  ahgerissen,  —  Ehenso  Hans 
Schumecher,  BUrger  zu  Gemsbach,  Vettei'  des  Schutz,  (MCCCCXX  . .  I,  durch- 
lochert,  fritag  vor  kerzwihe)  1437  Jan,  31. 

nj  Dietrich  Schumecher,  der  durch  Swicker  von  Sickingen  mil  der  Stadt 
Heilbronn  verglichen  warden  ist,  droht  der  Stadt  mtt  Fehde,  toenn  er  nicht  in 
4  Wochen  befriedigi  tcerde.  —  Siegler  Junker  Endres  von  Hedigheim.  —  1427 
(cantate)  Mai  18, 


309,  Hans  von  Stodion,  Bitter,  und  Hans  Truchsess  von  Bichis- 
kaKsen,  Vogt  zu  Urach^  ^)  an  Ulm,  Konstanz  und  die  anderen  Stddte 
der  Miinzeinung:  teilen,  da  zu  Pfullendorf  von  den  3  an  der  Milnze  10 
beteiligten  Parteien  die  Beschlussfassimg  wegen  der  bohmischen  HeUei% 
die  ilber  dem  Nominalwert  gehe?t  (hoher  genommen  werde  und  gange 
dann  der  angesehen  ist),  ufid  des  Einreissens  fremd^er  MUnze  vertagt 
ivorden  und  sie  nun  wegen  Zeitmangels  ihrer  HerrscJiaft  nicht  er- 
scheinen  konnen,  den  beiden  andem  Parteien  ihre  Meinung  mit:  der  15 
bbhmische  Heller  solle  zum  angesetzfen  Wert  von  17  Heller  gehen, 
uer  aber  18  7iehme  oder  gebe,  das  der  daran  nit  misstue  und  darumb 
ungestrafet  belihe,  Altplapphart,  Kreuzplapphart,  ^)  Newver  und  Schil- 
Unge  sollen  zzim  angesetzten  Wert,  von  fremder  Milnze,  ndmlich  Mark- 
grdfUry  Ravensburger  und  Heilbronner,  der  Pfennig  nur  um  ein^n  20 
Heller  genommen ,  jeder  tfbertreter  fur  jedes  Stiick  um  10  Schilling 
Heller  gestraft  werden;  bitten  um  Mitteilung  ihres  Beschlusses  an 
ihren  Herrn  oder  sie,  um  sich  danach  richten  zu  konnen.  —  Stutt- 
gart [14 J 27  (fritag  vor  judica)  4pr.  4. 

Stuttgart,  MUnzioeaen  2,     Or.,  ausaen  Adresse  und  Reste  des  Siegels  des  25 
Truchsessen, 


SIO.  Korrespondenz  zwischen  Berthold  von  Sachsenheim  und 
der  Stadt  Heilbronn  tvegen  einiger  Outer  zu  Bockingen  und  Hork- 
heim,  die  ersterer  als  Lehen  seines  Herrn,  des  Graf  en  von  Wirtem- 
berg,  beanspruchL  —  1427  Juli  20  bis  Sept.  14.  30 

St.A.  Heilbronn  I,  Bdckingen.  Die  Briefe  an  die  Stadt  Or,,  die  der 
Stadt  gleichzeitige  Abschriften. 

Berthold  von  Sachsenheim,  wirtembsrgischer  Vogt  im  Zabergdu,  ersucht 
die  Stadt,  vier  vom  Gericht  zu  Bdckingen,  den  Worz  von  Heilbronn,   Hans 
Mainger  oder  einen  andei-n  zu  ihm  nach  Horkheim  zu  schicken,  Juli  20;  bittet  35 
um  Auskunft,  da  er  ei'fahren  habe,    mehrere  Heilbronner  Burger   haben  Giiter 


»)  Wirtembergische  Statthalter.    —   ^)  Plaphart    (Grimm,    WorterbJ   = 
Weisspfen  nige. 


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1427  Dez.  11.  249 

und  Zelinitn  gu  Bdckingen  und  Horklieim  inne,  die  seines  Herrtij  Ludwigs 
von  WiHemherg  seien,  Juli  23,  Die  Siadt  verapricht  Auskunft^  wenn  sie  dar- 
fiber  nachgefragt  hahe,  Juli  23,  Dei-  Bat  hittet  Berthold^  Spline  und  Verbot 
gegen  einige  ihrer  Burger^  die  armen  Leute  und  Hintersassen  zu  Bdckingen 
:5  abzuthun  und  vcrspricht,  ihn  in  seinen  gerechten  Forderungen  zu  unterstiUzen, 
Aug.  26.  Berthold  dussert  sein  Befremden  darUber,  da  sie  dock  seinem  Herm 
die  Lelien  entzogen  habefi;  die  Siadt  Jiabe  ihm  ja  selbst  die  Xamen  angegeben: 
um  ihr  Eigen  wolle  er  sie  nicht  bringen,  Aug,  26.  D&i*  Bat  biitet  Konrad  von 
Wittsiadt  um  Nachricht  Uber  einige  von  Berthold  ebenfalls  in  Verbot  gdegte 
10  Wiesen,  die  die  Stadt  von  ihm  gehauft  habe.  Dieser  weist  sie,  wenn  es  die  Wiesen 
seines  Schwdhers  Gewin  von  Obrigheim  seien,  von  dem  er  sie  erworben,  an  ihr  en 
Burger  Bikolz,  frUher  Getcins  Knecht,  Sept.  14. 


511*  Gerhard  von    Thalheim   vermittelt  einen   WoffenstiUstand 
zwischen  Eberhard  von  Dottenheim  dem  jung^^n  zu  Schiipf  und  der 
15  Stadt  Heilbronn.  —  1427  (donrstag  vor  Lucien  tag)  Dez.  11. 

Heilbronn  194,  Fehden  II  5.  Or.,  die  folgenden  Stiicke  teils  ehenda- 
selbst  und  I  1,  die  meisten  Lade  36. 

a)  Eberhard  von  Dottenheim  scJUiesst  einen  WaffenstiUstand  bis  Pfingsten 
[Mai  23]  Sonneuntergang  unter  Vermittlung  des  Deutschmeisters  Eberhard  von 

20  Seinsheim.  —  1426  (qaasimodogeniti)  Apr.  11. 

b)  Fehdehriefe  an  die  Stadt  von  Eberhards  Hel/em :  Hubert  von  Kirchen 
(Kirchheim?)  und  Kunz  Greusser.  —  Siegler  Junker  Gotz  Fant  von  BienecL 
—  1426  (suntag  vor  Thomas  tag)  Dez.  19. 

Hans  von  Hollerbach,  Hans  Feir,  BUeheinz,  Hans  Heilloss  d.  a.,  Heinz 
25  Kappe  und  Heinz  Schifferzan.  —  1429  (mitwoch  vor  Sebastian!)  Jan.  19. 

Asmus  Forstmeister,  Vetter  Eberhards.  —  1429  (mentag  noch  miseri- 
cordia)  Apr.  11. 

Heinz  von  Wenkheim  —  1429  (dritten  pfingstag)  Mai  17. 

Heinz  von  Thunfeld  zu  Sch&nbach  und  Anton  von  Wittstadt.  —  1429 
BO  (dunderstag  nach  pfingstag)  Mai  19. 

Eberhard  von  ThUngen,  —  Eod.  d. 

Eberhard  und  Klaus  von  GmUnd.  —  1429.  —  Notiz  im  alien  Beper- 
toriuttif  zweiftllos  hiehergehorig.    Der  Brief  fehlt 

c)  Eberhard  von  Dottenheim  rechtfertigt  sich  der  Stadt  gegenUber^  be- 
•35  schwert  sich,   dass  sie  Wimpfen  gegeniiber  seine  Angebote  verschweige;  ei'  set 

seit  Jan.  19  ihr  Feindy  habe  aber  weder  Knecht  noch  Fferd  auf  ihren  Schaden 
gehalten.  Eberhard  von  Isenbach  sei  ihr  Feind^  ich  wolt  er  brecht  euer  viel ; 
fordert  sie  vor  den  Deutschmeister.  —  1429  Apr.  11. 

d)  Abklage  *)  der  Stadt  an  Eberhard  von  Dottenheim  d.  a.,  Thomas  von 
40  Bosenberg,  Gotz  und  Wilhelm  von  Dottenheim.  —  1429  (dinstag  vor  Gcorgi) 

Apr.  19. 


*)  Aufforderung,  ihre  Sachen  von  dem  Befehdeten  zu  trennen,  um  keinen 
Schaden  zu  leiddn. 


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250  1428  Jan.  5  —  Juni  28. 

e)  Dieiher  Landsehad  van  Steinach  d.  a.,  Bappo  txm  AdelsJieim,  Heinrich 
van  Etmchingen  und  Wilhelm  Beubtr  kompramittieren  auf  den  Deutsckmeister. 
—  1429  Sept.  13. 


S12.  Gerlach  von  Steinbach  und  Kunz  Kriech,  Burger  und 
Pfleger  des  Spitals  zu  Heilbronn,  geben  den  Uof  des  Spitals  zu  Hork-  5 
hehn,  Haus,  Hofraite  und  Garten  und  51  Morgen  Acker  und  Wiesen, 
cds  untrennbares  und  nicht  zu  belastendes  Erblehen  urn  je  25  Malter 
Korn,  Dinkel  und  Haber  Giilte  an  Ulrich  VUn  und  seine  Fran  Engel 
(Flurnamen:  Endbnrg,  After,  Ruteweg,  Hat;  neben  Gutern  der  Herr- 
schaft  von  Wirtemberg,  der  Deutschherrn,  Gewins,  Jorg  Fewers,  der  10 
Herrschaft  Lauffen,  Hans  Hacks  von  Hoheneck).  —  1428  (mentag 
vor  obrosten  tage)  Jan.  5. 

Heilbronn  StiftungspflegregistratuTy  Fasz.  136.  Or.,  Fg.,  dcts  Siegel  (des 
Spitals)  abgerissen.  Dahei  eine  heglaubigte  Abschrift  von  Johann  Grienbach, 
Licentiai  beid^  Bechte,  Protonotar  der  Stadt  Heilbronn,  ettca  1600.  15 


S13.  Pfalzgraf  Otto  entscheidet  zwii<chen  dem  Deutschordens- 
ineister  Eberhard  von  Seinsheim  von  seiten  des  Ordens  und  des  Kom- 
turs  zu  Heilbro7in  und  letzterer  Stadt,  denen  sein  Bruder  Luduig 
auf  heiite  einen  giitlichen  Tag  nach  Heidelberg  bestimmt  hatte,  nach- 
dem  er  die  SacJie  an  sich  genommen :  da  die  Parteien  sich  fast  schon  20 
gutlich  verglichen  haben,  solle  jede  Partei  durch  zwei  Freunde  einen 
Vergleich  versuchen,  wenn  keiner  erreicht  werde,  sein  Bruder  noch- 
incds  um  Ansetzuncf  eines  Tages  gebeten,  die  vier  Tadingsleute  verhdrt 
und  die  Sache  spdtestens  bis  Michaelis  entschieden  werden.  —  Heidel- 
berg 1428  (vigilia  corporis  Christi)  Juni  2.  25 

Heilbronn  244,  Diversa  5.     Or,  mit  Siegelspuren  aussen. 

S14:.  Jost  von  Venningen,  Komtur  zu  Heilbronn,  verhtuft  an 
Graf  Georg  von  Louensf^in,  Domherrn  zu  Bamberg,  den  Weiler 
Breitenau  um  987  Gulden.  —  1428  (montag  vor  Petri  und  Pauli) 
Juni  28.  30 

Reg.:  Acta  acad.  Theod^-Palat.  1,347. 

SIS.  In  einer  Verhandlung  in  der  Sakristei  der  Kilianskirche 
wird  auf  Beschwerde  Johann  Eillins,  Pfnmdners  zu  St.  Leonhard, 
durch  Beschluss  des  alien  und  neuen  Rats,  die  den  Ratsherrn  Geicin 


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1428  Jnli  22  —  Nov.  8.  25 1 

Gemminger  deputiert  haben,  der  Dispensator  oder  KoUektor  der  Em- 
kunfte  der  Kircke,  Heinrich  Schtvarzheimer,  BUrger  zu  ffeilbromiy 
verpflichtet  und  der  Adituus  Bertkold  angetciesen,  nach  alter  Sitte 
dem  Pfrundner  zu  St.  Leonhard  vom  01  der  Pfarrkirche  zur  Unter- 
5  kaUung  eitier  Lampe  bei  der  Vesper  und  beim  Amt  zu  geben.  —  Zeugen 
Johannes  Batwir,  Peter  Spohelin  und  Heinrich  Krych,  Pfrundner  an 
der  Pfarrkirche.  —  Notariatsinsirument  ausgefertigt  von  Nikolaus 
Zudel  von  Heidelberg,  Kleriker  der  Diocese  Worms.  —  1428  Juli  22. 

St.A.  Heilbronn  J,  Eeligionswesen,     Or,y  Pg. 

10  S16.  Peter  Fewer  genannt   Wigmar  genehmigt  als  LehenshnT 

den  Verkavf  eines  zur  St.  Peterspfrimde  an  der  Pfarrkirche  gehorigen 
Weingartens  durch  den  PfrUndner  Georg  Wigmar  an  Hans  Krobser 
und  seine  Frau  Gilge  urn  9  Gulden.  Letztere  Ubemehmen  den  Wein- 
garten  nach  dreiteiliger  Weingdrten  Becht,  mnsseii  ihn  in  gutem  Zu- 

15  stand  halten,  Pfdhle  und  Dung  genug  hinausthun,  der  PfrUndner 
die  Beifuhr  ganzer  Ladungen  Ubernehmen  und  dem  Inhaber  des  Wein- 
bergs  jdhrlich  6  Gulden  leihen,  wofiir  er  ein  Driftel  des  Ertrags  und 
von  20  Eimern  1  Eimer  Kelterweiti  bekommt.  —  1428  (aller  selen 
tag)  Nov.  2. 

20  St.A.  Heilbronn  /,  Beligionswesen.    Or.,  Fg.  mit  sehr  beschddigtem  Siegel. 

Auesen^  Ende  des  Jh.:  Bertholt  Koch. 

a)  Konsens  des  Bischofs  Johann  von  Wureburg.  —  1429  (mitwoeh  vor 
remioiscere)  Febr.  16.  —  Ebd.  Or.,  Pg.  mit  der  vorigen  Urkunde  zusammen- 
gesiegelt, 

25  517.  Peter  Fetor  genannt  Wigmar,  Burger  zu  Heilbronn^  und 

seine  Fran  Elisabeth  verkaufen  an  Johann  Wigmar  von  Heilbronn,  Kon- 
ventualen  zu  Rodenkirchen,^)  Prdmonstratenser,  Peters  Vetter,  6  Gul- 
den Leibgeding  Heidelberger  Wdhrung,  in  die  Apotheke  zu  Heidelberg 
zu  liefern,  um  Johann  Wigmars  Teil  eines  Hofs  zu  Frankenbach  und 

30  einen  Weingarten  am  Hundsberg  zu  Heilbronn,  die  sie  dafiir  ver- 
pfdnden.  —  Siegler  Peter,  Ulrich  Nenninger  mid  Hans  Kuder,  Richter 
zu  Heilbronn.  —  1428  (mentag  vor  Martios  tag)  Nov.  8. 

Heilbronn  373  I  D  4.  Or.,  Pg.,  das  erste  Siegel  unkenntUch,  das  ziceite 
losgerissen,  aber  nach  vorhanden,  das  dritte  verloren. 


*)  Wo  ein  Prdmonstratenserkloster  Bodenkirchen  liegt,  konnie  ich  nicht 
finden.  Das  Verzeichnis  bei  Le  Paige,  Bibliotheca  ordinis  Praemonstratensis 
1, 336  ff.  nennt  keines  dieses  Namens.  Man  soUte  es  bei  Heidelberg  suchen,  da 
das  Leibgeding  dorthin  geliefert  wird. 


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252  1429  Jan.  10  —  Fcbr.  20. 

518.  Johann  Diitver,  Doktor  der  DekreUdeny  Spezialdelegat  des 
Bischofs  von  Wiirzbtirg,  tkut  Itel  Hiltmar,  Kanoniker  mid  Archi- 
diakon  zu  Wiirzburg,  oder  dessen  Offizial  kund,  dass  ihm  die  Edel- 
knechte  Jodok  Bernhauser  und  Kraft  Greeks  die  das  Patronatsrecht 
pleno  jure  ha  ben,  auf  die  durch  Verzicht  Peter  Spohlins  erledigte  5 
Vikarie  an  der  Kapelle  St.  Johanns  des  Tdufers  zu  Heilbronn  Hein- 
rich  KrugliUy  ^)  Priester  der  Diocese  Wiirzburg,  prdsentiert  haben, 
instituiert  und  investiert  diesen  und  iibertrdgt  ihm  die  Verwaltung  der 
PfrUndCf  befiehlt  dem  Adressaten,  ihn  in  korperlichen  Besifz  einzii- 
weisen.  —  Wiirzburg  1429  (feria  secunda  post  epiphaniam)  Jan.  10,  10 

St. A.  HeUbronn  I,  Rdigionswesen.     Or,,  Pg,  mil  Siegd, 

St)  Der  Offizial  Uiltmars  gieht  den  Aufirag  an  dm  P/arrer  von  Heilbronn 
iveiter,  da  er  wegen  anderer  Auf tr age  verhindert  set.  —  1429  (feria  tercia  post 
epiphaniam)  Jan.  11,  —  Ebd,     Or,,  Pg,,  Siegel  stark  beschadigt, 

b)  Heinrich  Krugelin,  Pfrundner  an  der  St.  JoJiannsktrche  zu  HeUhronn,  15 
versprichtj  sein  um  42  Gulden  gekauftes  Haus  oben  in  der  Gulinger  Gasse  neben 
der  Sckdnwetterin  an  keine  Pfriinde  oder  Gottesgabe,  sondern  nur  an  einen 
Burger  zu  verkaufen,  es  zu  42  Gulden  zu  versteuern  und  davon  so  vid  zu  leisten 
me  andere  Burger,  und  verpflichttt  seine  Erben,  es  in  Jahresfrist  zu  verkaufen 
Oder  bet  Verzug  gegen  des  Bats  Willen  vom  Erl6s  Bede  und  AnzaKlung  zu  20 
leisten,  —  1437  (vigilia  omnium  sanctorum)  OkU  31.  —  Heilbronn  70 d  lb. 
Or.,  Pg,,  Siegel  abhangend. 

o)  Derselbe  ebenso  wegen  des  Hauses  im  Gasslein  Johann  Jorgs  neben 
dessen  Pfrundhaus,  das  er  von  Cordin  Sybote,  Burger  zu  Heilbronn,  gekauft, 
—  1446  (fry tag  vor  oculi)  Mdrz  18,    Ebd,     Or,,  Pg.  mil  undeuilichem  Siegel,  25 

519.  Kunz  Ludwig  und  seine  Frau  Heidel  zu  Horkheim  rever- 
sieren  dem  Marx  Schenkel,  Biirger  zu  Heilbronn,  iiber  die  Belehnung 
mit  32  Morgen  Gilter  zu  Sontheim  (1,  Flur:  ob  der  alien  Miikle,  in 
der  Bote  (Beuth),  auf  Fleiner  Markung;  2,  Flur:  auf  dem  Leuferweg, 
(=  Lauffener  Weg),  dem  Geheyge;  3,  Flur:  in  der  Tunnen,  am  30 
Uagelsberg,  auf  Heilbronner  Markung  am  Wettenberg,  am  Scheff- 
biihel;  neben  Giltern  der  Deutsckhei'm,  der  von  Thalheim,  des  Spitals, 
Peter  Vetzers,  Kunz  Kerchers,  Peter  Lowes)  um  je  3  Matter  Korn, 
Dinkel  und  Haber  Giilte  mit  der  Verpflicjitung,  jdhrlich  50  Karren 
Mist  hinauszuthun,  —  Siegler  Ulrich  Nenniyiger  und  Konrad  Kriech,  35 
Bichter  zu  Heilbronn,  —  1429  (reminiscere)  Febr.  20. 

HeUbronn  Lade  20,  V  A  1,     Or.,  Pg.  mit  Siegeln. 


*)  Heinrich  Krugelin,  Kaplan  an  St.  Georg  auf  der  Burg  zu  Weinsberg 
1416  Mai  19  bet  Kremer  Chron.  Schonthal  1251. 


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1429  Febr.  28  —  Marz  28.  253 

a)  Nachfolger:  Gebhard  Siebeneyche  und  seine  Frau  Els  zu  Sontheim. 
—  Siegler  die  Bichter  Bernhard  Berlin  und  Hans  Biemar,  —  1451  (Mathys 
abent)  Febr.  23.  —  Ebd,  Or,^  Pg.y  an  die  vorige  Urkunde  angesiegelt  (Trans- 
fix)y  das  1,  Siegel  abgegangen» 


5  S2O0  Kraft  von  Emlingen  wird  von  Konrad  von  Weinsberg 

mit  einem  Giitlein  zu  Sontheiniy  das  Ulrich  von  Schrozberg  von  Wil- 
helm  Sleze  zu  Hall  ah  weinsbergisches  Lehen  gehabt  hatte,  G litem 
zu  Zottishofen  und  Dachsrode  und  detn  achten  Teil  des  grossen  und 
Jdehien  Zehnten  zu  Bdcktngen  als  Mannlehen  belehnt,  —  1429  (mon- 
10  tag  nach  oculi)  Febr.  28, 

Albrecht,  Weinsberger  Begesten  (Hs,   k.   off.  Biblioihek)  B.  2,290  und 
Miscell.  2  aus  pfdle.  Lehenbuch  in  Karlsruhe. 


521.  Kraft  von  EnsUngen  reversiert  detn  Grafen  Ludwig  von 
Wirtemberg  zugleich  fur   Graf  Ulrich   iiber  die  Belehnung  mit  ^k 
15  des  Zehnten  zu  Bockingen  und  huldigt.  —  14:29  (mentag  nach  oster- 
tag)  Mdrz  28. 

SUA.  Lehenleute  I,  Ehrenberg.     Or.,  Pg.  mit  Siegel. 

a)  Derselbe  reversiert  dem  Grafen  Ulrich  Ober  "/a?  die  vorher  die  Slez 
innehatien.  —  1442  (zinstag  vor  Martins  tag)  Nov.  6.  —  Ebd.     Or.,  Pg.  mit 

20  Siegel.  —  Ebd.    Abschrift  des  Lehenbriefs   Graf  Ulrichs  aus  dem  Ende  des 
15.  Jahrhunderts. 

b)  Walther  von  EnsUngen  ebenso.  —  1461  (zinstag  nach  Andree)  Bez.  1, 
—  Ebd.     Or.,  Pg.  mit  Siegel. ') 

c)  J6rg  von  EnsUngen  ebenso.  —   1462  (palmabent)  Apr.   10.  —  Ebd. 
25  Or.,  Pg.,  mit  Siegel. 

d)  Graf  Ulrich  von  Wirtemberg  erlaubt  seinem  Lehensmann  Walther  von 
EnsUngen,  seinen  Teil  am  Zehnten  zu  Bockingen  an  Rafan  von  Hdmstadt  zu 
verkaufen.  —  Stuttgart  1468  (fritag  nach  unsers  herrn  uflferttag)  Mai  20.  — 
St.A.,  Lehenbuch  F  fol.  69. 

30  e)  Derselbe  e/i-laubt  seinem  Lehensmann  Jorg  von  EnsUngen,  auf  seine  -/» 

vom  Zehnten  400  Gulden  von  seinem  Bruder  Walther  oder  Eberhard  von  Ven- 

ningen  zu  entUhnen.  —  1468  (Bartholomeus  tag)  Aug.  24.  —   Ebd.  fol.  81  b. 

f)  Derselbe  erlaubt  Jorg^  V®  ^^^'^  Zehnten  an  Wilhelm  Bombast  von  Hohen- 

heim  urn  200  Gulden  zu  verschreiben.   —  Stuttgart  1470  (jiidica)  April  8.  — 

35  Ebd.  fol.  84. 


^)  ,,  Walther  von  EnsUngen  erhalt  als  Mannlehen  ^/s  . .  .  .,  toie  es  sein 
Voter  Kraft  innegehabt  und  von  den  Slezen  an  sich  gebracht  hat.  1463  zins- 
tag nach  Andreas."  Lehenbuch  F  fol.  69  im  St.A.  Die  Jahreszahl  ist  wohh 
vei'schrieben. 


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254  1429  April  7  —  Mai  20. 

g)  Derselbe  wiederhoU  die  Jorg  gegebene  Eriaubnds,  ^/>  vom  Zehnten  an 
den  I^arrer  Matthias  SehiU  su  Achstetim  urn  140  Gulden  gn  versetgen,  — 
•Stuttgart  1471  (fireitag  vor  paimtag)  April  5.  —  Ebd. 

h)  WUhelm  Bombast  van  Hohenheim  reversieti  dem  Graftn  Ulrich  von 
Wirtemberg  Uber  die  Belehnung  mit  "/b  des  Zehnten^  die  varker  Jdrg  von  Ens^    5 
Ufigen  su  Lehen  gehabt,  Matthias  Schit  mit  rechtlichem  VrteH  erlangt  und  nun 
.  er  als  Afterlehen  innehat,  und  huldigt,  —  1473  (Steffans  tag  invencionis)  Aug,  3, 
—  St.A.  Lehenleute  I,  Ehrenberg.     Or.,  Pg.  mit  Siegel, 

S22.  Hans  von  Adelsheim  (Aletzhein)  det-  dlt^e  schliesst  mit  den 
Stddten  Reilbronn,  Wimp/en  und  Weinsberg  Frieden  auf  KUndigung,  lO 
ausgenommen  den  Fall  eines  Angriffs  der  drei  Stddte  auf  jemand, 
mit  dem   er  in  Einung  ist.  —   1429   (dunderstag  nach  Ambrosii) 
April  7. 

Heilbronn  Lade  38j  12,     Or.,  Siegel  unter  Papierdecke, 

S23»  Abt  Gerung  von  Maulbronn  belehnt  Hans  Berlin,  BUrger  15 
zu  Heilbronn,  mit  dem  Hof  des  Klosters  daseJbst.    Berlin  leistet  den 
Lehenseid,  —  1429  (frytag  nach  pfiDgsttag)  Mai  20. 

St.A.  Heilbronn  I,  Maulbronner  Hof,  Dieses  und  die  folgenden  StOcke 
'Or.,  Pg.  mit  Siegeln  des  Abts,  beim  Lehhbrief  van  1472  Siegel  abgegangen. 

a)  Abt  Johann  ebenso  fUr  Hans  Berlin.  —  1431  (dinstag  nach  Vitus)  20 
Juni  19. 

b)  Berselbe  fUr  Kaspar  Mettelbach,  BOr germeister  zu  Heilbronn.  —  1434 
(fritag  nach  Margreten  tag)  Juli  16. 

c)  Abt  Bechtold  (sonst  Berthold)  fur  denselben,  Altbikr germeister.  —  1446 
(donrstag  nach  pfingestag)  Juni  9.  25 

d)  Abt  Johann  fur  Hans  Keller,  BUrgermeister.  —  1463  (Urbans  tag) 
Mai  25. 

e)  Abt  Niholaus  fur  denselben.  —  (1468  Mathias  aubent)  1469  Febr.  23. 
(Cister denser  haben  den  AnnunciationsstilJ. 

f)  Abt  Johann  *)  far  Gottfried  Schenkel,  BUrgermeister.  —  1472  (Steffans  30 
tag)  Dez.  26. 

524.  Walther  SchHssler,  Biirger  zu  Heilbronn,  und  seine  Frau 
Engel  verfauschen  mit  Margarethe,  Abtissin  und  Konvent  des  Klosters 
BiUlgheim  und  Hans,  ihrem  Schaffner  zu  Heilbronn,  einen  Weingarten 
bei  der  Scheuer  am  Hannekame,  woraus  das  Kloster  nun  einen  Acker  35 
gemacht,  um  drei  Viertel  Weingarten  am  Silchefibronnen  neben  Peter 


*)  Sonst  in  diesen  Jahren  hein  Abt  dieses  Narnens  nachtceisbar. 


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1429  Mai  28  —  Nov.  25.  255 

Husens  Wiese.  —  Siegler  Peter  Zehe  und  Hans  Merze^  Bichter  zu 
Heilbronn,  —  1429  (samstag  vor  triuitatis)  Mai  28. 

HeUhronn  Lade  53,  Billigheim  3.  Or,,  Pg.  mU  Siegdn,  heidt  sehr  imdeutUch. 

526.  Hans  von  Degenberg  urteilt  nach  der  Entsckeidung  mehrerer 
5  Pralaten,  Herren  und  Stddte  Nitderboyems  und  danach  Konig  Sig- 
munds  mii  den  24  Mannen  Graf  Etzel  van  Ortenherg,  Wilkeifn  Fraun- 
bergtr  zu  Meinting,  Hans  dem  Haybekchen  und  Peter  dem  Sainer 
von  der  Ritterschaft  Niederbagems,  Engelhard  Marschalk,  Haymeran 
Hasllnger,  WUhelm  Hiutinger,  Ulrich  Teufel,  Friedrich  Beichersheimer, 

10  Matthdus  Tmendel,  Erasmus  Martin,  Klai4s  von  Puech,  Stephan 
Prenner  und  Jorg  Sailer  von  seiten  Herzog  Ludwigs,  Paid  Aresinger, 
Stephan  Epser,  Erasmus  Hausner,  Ulrich  Dachauer,  Konrad  Eglof- 
steiner,  Wilhelm  Mdsselramer,  Hans  Awer,  Ulrich  Bayerstorfer,  Franz 
Tichfel  und   Ulrich  Ledrer  von  seiten  der  beiden  andern  Herzoge 

15  am  heutigen  Tag  zu  Straubing  zwischen  den  Herzogen  Ludwig  und 
seinen  Vettern  Ernst  und  Wilhelm  von  Bayern.  Ludwigs  Anwalt 
Konrad  Wolf  bringt  durch  seinen  WortfUhrer  (furleger)  Jorg  von 
Bethaim  ein  Urteil  vor,  wonach  Ludwig  seinen  Vettern  innerhalb 
45  Tagen  melden,  urn  wieviel  er  den  Zehnten  zu  Heilbronn  eingelost 

20  habe,  und  dies  mit  dem  Original  oder  einem  Vidimus  des  Verpfdndungs- 
briefs  erweisen  soil,  und  Idsst  letztere  Urkunde  selbst  vorlegen,  mit 
der  die  Herzoge  Otto,  Stephan,  Friedrich  und  Johann  den  Grafen 
Eberhard  und  Ulrich'  von  Wirtemberg  fUr  eine  Schuld  von  7350  un- 
garischen   und  bohmischen  Gulden   von    der  Nutzung  des  ZoUs   zu 

25  MUnchen  und  3000  Pfund  Heller  von  der  Losung  des  Heilbronner 
Zehnten  diesen  letzteren  veipfdndet  hatten.  Der  Anwalt  der  andern 
Herzoge,  Peter  Budolf,  vei'weigert  das  Geld  undfortiert  einen  Gerichts- 
brief,  was  die  Gegenpartei  ablehnt,  da  sie  der  Entscheidung  genug 
gethan  habe.     Beide  Parteien  erhalten  eine  Urkunde  iiber  diese  Ver- 

30  handlung,  —  1429  (erichtag  vor  Andreas  tag)  Nov.  25. 

St,A.  Heilbronn  J,  Weingehnten,     Or.,  Pg.  mit  Siegel, 

S26.   Die   schwdbischen   Beichsstddte   an   die   von   Heilbronn: 
bitten  urn  Beistand  gegen  die  Hussiten  ^)  und  in  der  Sache  der  Stadt 


*)  Heilbronn  wurde  itn  Hussitenkrieg  1422  mit  Wimpfen  und  Weinsherg 
zu  24  berittenen  Gewappneten,  1431  zu  30()0  (andere  Lesart  4000)  FfeiUn  an-- 
geschlagen.    Eeichstagaakten  6j  164  {  9, 521. 


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256  1430  Febr.  12. 

Weinsberg  tind  urn  Mitteilung  ihrer  Meinung  auf  dem  bevorstehenden 
Stadtetag.  —   Ulm  1430  Febr.  12. 

St.A,  HeiUn-onn  I.     Or,,  Siegel  Ulms,    Es  handdi  sick  urn  den  StOdte- 
tag  zu  Ulm  am  19.  Febr,,  a,  Beichstagsakten  10,39<)ff, 

Unser  friuntlich  willig  dienst  voran.    Ersamen  und  wisen  lieben  5- 
friunde.    Was  klaglichen  nDgestAmen  grossen  gewerbs  gedraogs  nnd 
mutwillens  die  ungelewbig  diete  von  Beheim  an  den  frommen  cristen 
nicht  in  ferren  landen  begat  mit  aller  nnfure  etc.^  ist  nu  zemale  nicbt 
nott  zu  schryben,  wan  sich  das  layder  mit  der  warbait  selb  eroflfnet 
swarlicher  wan  das  yeman  geschriben  muge.     Wan  aber  der  louflFe  10 
und  die  unfure  so  nahet  ye  lenger  ye  mer,  das  ye  nott  nnd  zytt 
ist,  das  alle  fromen  cristen  darzu  seben  und  mit  macbt  tuen,  und  wan 
ocb  das  tiuvenliscbe  ketzerliche  bere  unsern  friunden  etlicben  stetten 
in  unser  veraynnng  so  zuziecbet,  das  es  si  mit  scbadigung  des  iren 
betretten  und  beruret  bat  und  ocb  si  wartent  sind,  wellicbs  tags  oder  15* 
wellicher  stunde  si  fur  si  rucken  und  uns  lybe  und  gute  unterstanden 
zu  noten,   baben  wir  daruf  trostlicb  empfangen  ain  scrifte  von  dem 
bocbgebomen  unserm  gn&digen  berren  von  Wirtemberg,  der  abscbrift 
wir  iuwer  lieb  verscblossen  •^  senden  ia  disem  brief e,  an  der  ir  ver- 
nemen  werdeut,   das  die  bocbw^irdigen   und   durcblucbtigen  fursten  20^ 
unser  gnadig  berren  die  kurfursten,  ander  fursten  und  berren  und 
ocb  sin  gnade  maynent   so  trostlicb  zuzezieben,   dessgelycb   ocb  die 
ritterscbaft  mit  sant  Jorgen  scbilte   sicb  gar  stattlicb  zuricbtet  mit 
macbt  zuzezyeben.     Nu   baben  wir  Got   dem   berren   zu   lobe,    der 
bailigen  cristenbait  zu  troste,  dem  bailigen  Romiscben  rycbe  zu  eren  25. 
und  alien  erbern  statt  ze  bilfe  die  unsern  ainer  raysigen  geziuge 
vorraals  gar  merklicb  gescbiket,   die  zu  Nuremberg  oder  wo  man 
ir  bedorf  noch  sind  und  erbeben  uns  nu  aber  den   fromen  cristen, 
die  da  note  lyden,  zu  rettung  und  des  bayligen  rycbs  steten,  den  es 
bert  bytt,  ^)  zu  ufeuthalt  rait  ainem  grossen  geziuge  ze  belfen.    Das  30 
verkunden  wir  also  iuwer  friuntscbaft  in  gtitem,   umbe   das  ir  der 
bailigen  cristenbait  nott  und  ocb  wie  sicb  fromen  cristen  berren  und 
ander   dagen  stellent,  wissent,    und   zwifeln   nicbt   denne   das   iucb 
solicb  der  ungelewbigen   vrevel  und  notigung  layd  sy  und  das  ir 
inch  darzu   ocb  bilflicb   stellent  und  rilstent,   sunder   getruwen   wir  35^ 
iuwer   ersamen    lieb,   die   wir   mit   ernstlicbem   vlisse  bitten,    ganz 
boflfent  ob  es  uns  ^^  stetten  mit  den  erbern  rycbsstetten  die  in  der  von. 

a)  TOTflchlester*        b)  hus. 

*)  hien  =  sich  ndham. 


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1430  Febr.  19.  257 

Winsperg  ^)  oder  unser  veraynnngen  gehoren  mit  dem  loflFe  zu  hert 
uberloste  oder  uf  dem  halse  ligen  wolte^  das  ir  uns  denne  darinne 
nicht  verlassent,  sunder  uns  darinne  mit  rate  and  hilfe  and  och  mit 
macbt  ze  hilfe  and  za  staten  koment,  als  denne  getruwe  gelyder 

5  des  hailigen  richs  einander  wol  pflichtig  sind.  Wir  biten  och  be- 
sander  iawer  friuntschaft,  so  wir  innigest  magen^  das  ir  solit^hs  zu 
erwegen  als  sich  gep&ret  umb  unsem  willen  ze  herzen  nemen  und 
iuwer  bottschaft,  die  ir  nechste  her  gen  Ulme  zu  mannng  senden 
werdent,  in  dem  iuwer  maynung  mit  gewaite  empfelhen,  sich  von 

10  den  dingen  zu  undersprechen,  also  das  wir  vememen  mfigen  iuwem 
willen  und  maynung  darinne;  das  woUen  och  wir  mit  willen  in 
alien  sachen  umb  iuwer  lieb  verdienen  als  denne  billich  ist  Geben 
zu  Ulme  Yon  unser  alien  haissens  und  bevelhens  wegen  uf  suntag  yor 
Valentini  anno  Domini  M  quadringentesimo  tricesimo. 

15  Aussen :  Den  ersamen  und  wysen  Gemainer  rychsstette  rautsbotten 
den  burgermaister  und  rate  der  der  veraynung  in  Swaben,  als  wir 
Stat  Hailprunn  unsern  besundern  uf  die  zytte  zu  Ulme  by  ainander 
guten  friunden.  gewesen  syen. 


527»  Kunz  Rottenbure  genayint  SchwarzkunZj  vergleicht  sich  mit 
20  der  Stadt  Heilbronn,  verspricht,  die  10  Gulden,  die  er  als  Betite  be- 
konimen,  als  Fritz  Gerhard  zu  Hassmersheirn  ein  Schiff  der  Stadt 
mit  Schleiern  und  andrer  Ladimg  genommen,  Je  auf  Weihnachten  in 
3  Zielern  ztiriickzugeben  und  schwort  Urfehde.  —  Siegler  Junker 
Bernold  von  Thalheim,  —  1430  (suntag  vor  sant  Peters  tag  kathedra) 
25  Febr.  19. 

Heilbronn  194,  Fehden  II  2,     Or.,  Fg.,  Siegdeinschnitt. 


S28.  Kunz  Braivnysen,  Burger  zu  Heilbromi,  von  der  Stadt 
wegen  seines  Handels  mit  den  Bilrgern  Peter  Husen,  Klaus  Hertelin, 
Bernhard  Bogner  und  Peter  Itde  ins  Gefdngnis  gelegt,  schwort  mit 
30  seinem  Bruder  Hans,  Biirger  zu  Heilbronn,  mit  Klaus  Riliche,  BUrger 
zu  Wimpfen,  Hanmann,  Knecht  des  Wetzelhausen  daselbst,  und  Kunz 
Negelin  von  Elltvangenj  nie  mehr  gegen  die  von  Heilbronn  zu  schaffen^ 
an  den  genannten  Gegnern  sich  nicht  zu  rdchen  und  seine  Beleidigungen 


*)  Schon  1429  Okt.  14  (frytag  vor  Gallen  tag)  bat  Ulm  urn  Kundschaft 
uber  Konrad  von  Weinsherg,    Heilbronn  325, 2.    Or. 

Wflrtt.  Qescbichtsqnellen  Y.  17 


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258  1430  Mftrz  2  —  Aug.  23. 

zuriickzunehmen.  —  Siegler  Junker  Bernold  von  Thalheim  der  dltere, 
-—  1430  (danderstag  vor  dem  wissen  suntag)  Marz  2, 

Heilbronn  ^74,  Urfehden  25,     Or,,  Pg,  mit  Siegd. 

529.  Die  Stadt  Heilbronn  vjerkauft  an   ihren  MitbUrger   und 
Ratgesellen   Hans  Eyrer  und  seine  Frau   Agnes  35   Gidden   Giilte    5 
um  700  Gulden   mit  der  Verpflichtung  zum  Einlager  fur  6  Rats- 
mitglieder,  wenn  nicht  punkUich  bezahlt  wird,  —  1430  (Bartholomeus 
abend)  Aug.  23, 

Heilbronn  42,   Passiva  1.     Or,,  Pg,,  Siegel  abgerissen,     Aussen  u.  a,: 
Dele   debita  bettschulden   1496.  —  Hans  Eyrer  leiht  Michel  von  Brett  und  10 
seiner  J/Yau  Katharina  von  EichoUheim  60  Gulden,  1426  (samstag  vor  judica) 
Mare  16  (Siegler  Michel  von  Br<tit,  Marx  Schenkel  und  Jakob  BinckesserJ: 
und  nochmals  40  Gulden,  1427  (samstag  vor  oculi)  Mdrz  22  (Siegler  die  heiden 
Schuldner),  jedesmal  eu  5  Proeent,  —  Michel  von  Breit  liatte  dem  Heilbronner 
Burger  Jakob  Samei'  150  Gulden  geHehen,   mit  10  Gulden   und   dem  Erirag  15 
eines  Weinbergs  bei  Bdckingen  zu  verzinsen,    Siegler  die  Heilbronner  Bichter 
Hans  Berlin  und  Berthold  Bellinger.    1423  (samstag  vor  oouli)  Mdrz  6,  — 
1432  (dunderstag  nacli  Erharts  tag)  Jan,  10  entlehnt  Michel  von  Breit  150  Gul- 
den von  JMedel  Brogelin  von  Ohringtsn  zu  7V»  Prozent,  verpfSndet  dafOr  u.  a, 
die  Ubennasse  *)  an  seinem  Haus.    Mit  ihm  siegeln  Peter  Fetrer  genannt  Wigmar  20 
und  Peter  Jeger.  —  Die  vier  Schuldscheine  Heilbronn  Lade  10,2,     Or,,  Pg,, 
alle  Siegel  erhalten, 

530.  Die  Stadt  Heilbronn  gieht  Erhard  Burger  genannt  Dinkels- 
puhely  Zlmmennann,  und  seiner  Fran  Elisabeth  die  nntere  Hdlfte  der 

Wasenmiihle  mit  dem  kleinen  Haus  und  dem  Flurhoflein  um  24  Gul-  25 
den  Zins,  auf  die  Fronfasten  verteilt  und  mit  Kreuzerhohung  ange- 
fangen,  als  lebensldngliches  Lehen;  sie  sollen  mindestetis  4  Mahlmilhlen 
halteny    Walk-   und  Schleifmiihlen  dagegen  keine,   letztere  hochstens 
zum  eigenen  Gebrauch,     Haus,  Mauer-  u7id  Muhhverk  und  Brilcke 
unterhalfen  sie  allein,  das  Beit  (bethe)  auch  im  obern  Teil  gemeinsam  30 
mit  der  Stadt  im  Verhdltnis  zur  Anzahl  der  Rdder  oben  und  unten, 
dagegen  allein,  wenn  die  Stadt  die  Milhle  oben  eingehen  Idsst,  wdhrend 
die  Stadt  in  alien  Fallen  das  Steinfach  allein  unterhdlt;  sie  dilrfen 
nicht  fnehr  Wasser  beanspruchen,  als  die  Stadt  oben  verwendet,  nicht 
mehr  Mahllohn  (multer)   yiehmen,   als   in  andern  Miihlen  der  Stadt  35 
Sitte  ist,  aber  darin  auch  nicht  von  der  Stadt  verkUrzt  werden.    Von 
der  eingefiihrten   Frucht   erhebt   die   Stadt   unter   den  Thoren  Zoll. 

*)  Weil  bereiis  100  Gulden  daraufstehen. 


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1430  April  25.  259 

Wird  das  Fetch  durch  Gottes  Gewalt  oder  Herrennot  zerhrochen  und 
nicht  sogUich  gemacht,  so  geht^  am  Zins  ein  der  Zeit  dss  StiUstands 
der  Miihle  entsprechender  Betrag  ah.  Brennt  die  MiifUe  ab,  so  sollen 
sie  die  Inhaber  bauen  und  sind  von  der  Gillte  frei;  woUen  sie  das 
b  nicht,  so  fdllt  sie  an  die  Stadt  zuruck,  ebenso  nach  dem  Tod  der 
Inhaber,  ivobei  die  Erben  Haus^'at  tmd  Vieh  ohne  Irrung  ausgefolgt 
bekotmnen.  Die  Inhaber  konnen  ihr  Recht  an  einen  Burger  ver- 
htnfen.  Da  Burger  fnsch  zugezogen  ist,  ist  er  von  Steuern  und 
Diensten  frei,  muss  aber  versteuern,  was  er  von  jetzt  an  erwirbt; 
10  beim  Abzug  braucht  er  das  mitgebrachte  Gut  nicht  zu  veranzahlen,  ^) 
Wenn  man  ihn  braucht,  soil  er  der  Stadt  um  Lohn  dienen.  Streit 
mit  der  Stadt  soil  vor  einen  Burger  als  Schiedsrichter,  Streit  mit 
einem  Stadtayigehorigen  vor  dessen  Gericht  gebracht  werden.  —  1430 
(dinstag  nach  Jorgen  tag)  Apr.  25. 

15  HeOhronn  Lade  26.     Or.,  Pg.  mit  Stadisiegel. 

Si)  BUrgermeist&r  und  Rat  von  Wimpfen  entscheiden  in  GHUichkeit  ztoischen 
ider  Stadt  Heilbronn  und  ihrem  Bilrger  Hans  Dtnkelshuhl:  in  der  Klage  dea 
letzteren,  dass  ihn  die  Stadt,  solange  er  ihr  Burger  gewessn,  weil  er  auf  einem 
yutlichen  Tag  Hans  von  Sicking&n  und  F/cdjsgraf  Otto  Beistand  geleistet,  „gebi- 

20  fC'f^gi^  und  sonst  beeintrdchtigt  habe,  in  den  Klagen  der  Stadt,  die  nicht  auf- 
gezahlt  werden,  und  ihrem  Anspruch,  nicht  an  das  kaiserliche  Mandat  gebunden 
zu  sein,  wonach  sie  ihn  lebensldnglich  als  Burger  sitzen  lassen  solle:  das 
Mandat  soU  aufgehoben,  die  gegenseitigen  Anspriiche  abgethan  sein;  die  Stadt 
nimmt  ihn  auf  Bitte   Wimpfens  spdter   als  Burger   auf,    lasst   ihn   vorldufig 

25  10^)  Jahre  als  Ausmann  Handel  und  Gewerbe  treiben,  besttuert  ihn  aber  nur 
wie  einen  Burger.  —  Etwa  1440,  —  Heilbronn,  unteres  Gewolbe  Lade  32. 
Undatiertes  Konzept. 

b)  Erhard  Burger,  Bilrger  zu  BinkelsbiM,  verzichtet  der  Stadt  Heilbronn 
gegenuber  um  120  Gulden   auf  sein  Recht  an  der  Miihle.  —  Siegler  Konrad 

30  von  Bockingen,  Kirchherr  zu  Bockingen,  und  Hans  von  Rosenbach.  —  1442 
(samstag  vor  cantate)  Apr.  28.  —  Heilbronn  Lade  26.  Or.,  Pg.,  das  2.  Siegel 
obm  beschadigt. 

o)  Paul  Burger  genannt  BinkelsbiM,  seine  Sohne  Hanman  und  Konrad 
mit  ihren  Erauen  Barbara  und  Apollonia  und  seine  Schwiegersohne  Eberhard 

35  Negelin  zu  Hall  und  Franz  Struss  zu  Nordlingen  mit  ihren  Frauen  Anna  und 
Klara  teilen  das  Vermogen  Pauls:  stirbt  eines  der  vier  Geschunster  vor  dem 
Vater,  so  treten  dafUr  dessen  Kinder  ein,  die  Sohne  erhcdten  das  neue  Haus 
im  Gdsslein  neben  Christian  Weber  voraus,  jedes  erh&U  1800  Gulden,  Hanman 
hat   alle   18O0,  Konrad  600,   Anna  700,  Klara  800  als  Zugeld  und  Ehesteuer 

40  bereits  erhalten,  den  Rest  bekommen  sie  vom  Hauptgut,  das  der  Vater  an  Heih 
bronn  und  Ndrdlingen  geliehen  und  wovon  er  sich  die  lebensldngliche  Nutzung 


a,)  Korrigivtf  uraprUngUeh  gwti  JPunkU. 

')  rAnzahl''  s.  S.  207  A7im. 


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260  1430  Aug.  4  —  Aug.  22. 

vorbehcUL  —  1451  (zwolfboten    schidung)  Juli  15.  —   Heilhronn,  unteres  Ge^- 
wdlbe  Lade  32,     Or,,  Fg.y  mit  Stadtsiegeh 

d)  Konrad  Burger  zu  Heilhi'onn  verkauft  einen  Zins  an  Bemhard  Berlin, 
Altbiirgermeister,  —  1458  (montag  vor  Jorgen  tag)  April  17.  —  Heilbronn 
Lade  20  V,  A  3.     Or.,  Siegel  unter  Fapierdecke.  b 

e)  JDerselbe  und  seine  Frau  ApoUonia  Merklerin  haben  von  der  Stadt 
um  765  Gulden  ein  Leibgeding  von  72  Gulden  gekauft,  wovon  jetzt  4  mit 
40  Gulden  abgelost  wei'den,  damit  sie  ihre  Schulden  beeahlen  konnen.  —  Siegler 
der  Aussteiler,  Bafan  von  Thalheim  und  Dietrich  von  Tiefenbach.  —  1463 
(Mathteus  aubent)  Sept.  20.  —  Heilbronn  Lade  54.     Or.,  Fg.  mit  Siegeln,  10 


S31»  Biirgenneister  und  Rat  von  Heilbronn  an  den  Reicltserb- 
kiimmerer  Konrad  von  Weinsberg:  bedauern,  sein  zu  Gundelsheim 
mitgeteiltes  Begehren  nicht  erfullen  zu  konnen,  da  er  selbst  wlsse,  in 
welchen  Schaden  ihre  Stadt  seiner  Zeit  von  salchem  gekommen,  und 
da  ihre  Vorfahren  deshalb  bestimmt  haben,  solches  nicht  nur  ihm,  15 
sondern  mdnniglich  gegenUber  nicht  mehr  zu  thun,  und  bitten,  es  nicht 
Ubel  zu  nehmen,  da  sie  es  bei  der  Gemeinde  nicht  durchbringen  und 
ohne  diese  nicht  ha?ideln  konnen.  — 1430  (fritag  nacb  Peters  dag  ad 
vinciila)  Aug.  4. 

Albrecht,  Weinsberger  Begesten  (Hs.  auf  der  k.  off,  Bibliothek)  B.  2,  380.  20 
Ebenso  Wimpfen  Aug,  10.    Or.  in  Ohringen.    Nach  Albrechts  Vermuiung  hand^lt 
es  sick  um  eine  Biirgschaftsleistung. 


S32.  Konrad  Eyrer  zu  Speier  und  Hans  Eyrer  zu  Heilbronnr 
Gebrilder,  verkaufen  ihren  Teil  und  ihr  Eecht  in  der  Dor/mark  Bol- 
lingen,  die  Hdlfte  an  Vogtei  und  Gerickt,  ein  Drittel  an  allem  Zehnten  25 
und  2  Pfund  Gidte  von  einem  Drittel  dieses  Drittels,  das  Elsa  und 
Anna  von  Mabnsheim,  Schwestern,  Klosterfrauen  zu  Frauenzimmern, 
innehaben,  ihren  Wald  und  alle  Gilter  daselbst  und  ein  vormals  den 
Fewern  gehoriges  GUtlein  zu  Neckargartach  um  1500  rheinische  Gidden 
an  das  Spital  zu  Heilbronn  und  quittieren  der  Stadt.  —  Siegler  die  30' 
Atissteller,  Heinrich  von  Heimberg  und  Konrad  Munzmeister  genannt 
Vetzer.  —  1430  (dinstag  nach   frauwen  tag  wiirzwihung)  Aug,  22. 

Heilbronn  Stiftungspfi.^gregistraiur,  Fasz,  127.     Or.^  Pg.  mit  Siegeln. 

a)  Bieselben  versprechen  zu  grosserer  Sicherheit  des  Spitals,  die  Giiter 
emg  zu  wehren,  dass  sie  nicht  LeJien  seien.  —  Siegler  die  Ausstelkr  und  ihre  35 
Veitern  Hans  genannt  Kkinhana  und  Gewin  Gemminger,  Richter  zu  Heilbronn. 
—  1430  (Bartholomeus  abend)  Aug.  23.  —  Ebd.    Or,,  Pg.,  des  Kleinhans  Siegel 
an  letzter  Stdle  abgerissen. 


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1430  Okt.  4.  261 

b)  Die  genannten  Klosterfrauen  verkaufen  xhr  Neuniel  am  Zehnten  urn 
9o  Gulden  an  das  Spital,  ihr  Kloster  (JPriorin  Adelheid  By  gin),  welches  das 
Geld  eingenammen,  ilbernimmt  mit  Genehmigung  des  Obem,  des  Ahts  Heinrich 
von  Hailfingen  zu  Behenhausen,  die  Pflicht  der  Fertigung  auf  Jahr  und  Tag, 
h  versprickt  die  95  Gulden  heratiszuzahlsn  oder  als  eicige  G'ulte  5  Prozent  Zins 
davort  zu  entrichten,  wenn  es  den  Zehnten  im  Becht  verliert  oder  seiner  Ferti- 
gungspfiicht  nicht  geniigend  nachkommt  —  Siegler  der  Abtj  das  Kloster  und 
Vogt  Gerlach  zu  Brackenheim^  —  1430  (frytag  nach  Lucie)  Dez.  16,  —  Ebd. 
Or,,  Bg, 

10  533.  Markgraf  Bernhard  von  Baden    an  Pfalzgraf  Ludtaig  : 

teilt  mit,  dass  ihm  Hans  von  Remchingen,  sein  Vogt  zu  Besigheimy 
und  seine  Biirger  daselbst  einen  Brief  von  Ludwig  zugeschickt  haben 
des  Inhalts,  sie  sollen  vom  Grafen  von  Wirtembei'g  entscheiden  lassen, 
ob  ihr   oder  der  Heilbronner  Angebot   das   bilUgere   set,   und  wenn 

15  Heilbromi  ihn  (Ludwig)  bitte,  miisste  er  laut  der  Eintmg  ^)  behilflich 
sein;  antwortet  darauf,  die  Besigheimer  haben  den  Grafen  tim  An- 
setzung  eines  Tages  gebeten,  die  Stadt  Heilbronn  konne  sich  damit 
beyniUjen,  er  hoffe,  dass  die  Einung  nicht  darauf  laute,  dass  der 
Pfalzgraf  der  Stadt  wider  Becht  helfen  miisse,  und  bittet  die  Stadt, 

20  zu  weisen,  dass  sie  seinen  Leuten  Becht  widerfahren  lasse,  —  Baden 
[14] 30  (feria  quarta  post  Remigii)  Okt,  4, 

Heilbronn  253,  Baden,  Gleichzditige  Ahschrift,  nicht  Or,  Siegelspuren  sind 
nicht  rorhafiden,  die  Einschnitte  deuten  zwar  auf  einen  Streifen,  auf  den  das 
Siegd  aufgedrucki  wurde,  rilhren  aber  wohl  davon  her,  dass  dtr  Pfalzgraf  das 

"25  Schrtiben  in  einem  andern  Brief  verschlossen  an  die  Stadt  schickte.  —-  Beg,  : 
Fester,  Markgrafen  von  Baden  n.  4344  nach  Jdger  1, 187. 

a)  Swicker  von  Sickingen  zu  Scheuerberg  tddingt  zwischen  Hans  von 
Bemchingen,  Vogt  zu  Besigheim,  und  denen  von  Heilbronn  wegen  eines  Erbes, 
herriihrend  von  Eberlin  vom  Stein  zu  Besigheim,    nachdem  des  letzteren  Leute 

30  mit  dem  zu  Heilbronn  erlangten  Urteil  nicht  zufrieden  beim  Vogt  geklagt  hatten 
und  €s  dariiber  zioischen  den  Amtleuttn  des  Markgrafen  von  Baden,  n&mlich 
dem  genannten  Vogt  und  dem  Schultheiss  zu  Besigheim,  und  der  Stadt  zu 
Feindschaft  gekommen  war:  dass  die  von  Besigheim  an  der  Feindschaft  schuldig 
seien,  die  von  Heilbronn  also  fur  ihren  Schaden  vom  Erbe  100  Gulden  behalten 

35  diirfen,  wmn  sie  ihnen  nicht  sonst  bezahlt  werden,  —  [14J31  (samstag  vor 
my tt fasten)  M^rz  10,  —  Ebd.     Or,,  Siegel  unter  Papier decke. 

o3J:»  Hans  Vogler,  gescssen  zu  Heilbronn  und  daselbst  Hans 
BulUkein  genannt,  der  von  seinem  Herrn  Konrad  von  Weinsberg  als 
Eiyenmann  und  Gotteslehen   zurilckyefordert   und  vom  Bat  aus  der 


*)  Siehe  n.  481. 


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262  1430  Okt.  11  —  Okt.  28. 

Stadt  gewiesen  warden  war,  erhalt  auf  Furbitte  ehrbarer  Leute  von 
selnem  Herrn  die  Erlaubnis,  sein  Wesen  zu  Heilbronn  zu  haben  tnid 
Burger  daselbst  zu  werden,  zahlt  dafiir  60  Matter  Haher  und  ist 
dann  von  jedem  Ani^prnch  von  seiten  derer  von  Weinsberg  freij  ebenso 
nach  seinem  Tode  atich  seine  jetzige  Fran  Afina  Drescherin  und  eine  b> 
etwaige  zweite  Ehefrau  und  seine  Kinder,  dagvgen  lebt  das  Leiheigen" 
scha/tsverhdltnis  fiir  ihn  und  seine  Kinder  wieder  auf,  wenn  er  von 
Heilbronn  fortzieht.  —  Siegler  die  Junker  Peter  von  Berlichingen, 
Hans  Eigerer  und  Peter  Wigmar  (auf  dent  Siegel:  Fuir),  Biirger 
zu  Heilbronn,  —  1430  (mitwoch  vor  G alien  tag)  Okt.  11,  10 

AJhrecht,  Weinsberger  UB.  (Hs.  auf  der  k.  Off,  BibUothek)  2,  718  nach 
Or.  in  Ohringen. 

S3S*  Margarete  von  Helnistadt,  Witwe  Crafts  von  Eschenau, 
erwirbt  vom  Veutschmeister  Eberhard  von  Seinsheim  und  dem  Deutschen 
Haus  zu  Heilbronn  das  Haus  an  ihrer  Kirche,  das  bisher  Hans  lb- 
Ruwelin  innegehabt,  urn  48  Gulden  als  Leibgeding  und  bedingt  fur 
ihre  Erben  das  Wohnungsrecht  bis  Kiliani  nach  ihrem  Tode  aus.  — 
Siegler  die  Ausstellerin  und  Peter  Feurer  genannt  Wyckmar.  —  1430 
(Simonis  und  Judas)  Okt.  28, 

Lehen-  und  Bestandbriefe  der  Kommende  Heilbronn  S.  101,  20 

a)  Johann  von  Nippenburg,  Komiur,  und  die  Briider  des  Deutschen 
Uauses  geben  dieses  Haus  (auf  dem  Kirchhof  mit  Garten  und  einem  kleinen 
Haus  dabei)  am  60  Gulden  an  Bernhard  Berlin  und  seine  Frau  Margaret 
als  Leibgeding  und  erlauben^  ihr  Hofthor  zu  beniiteen  und  ein  Thurlein  in  den 
Hof  durch  die  Mauer  zu  hrechen,  wenn  sie  ein  P/erd  haUen.  —  1439  (renii-  25 
niscere)  Mdrz  1,  —  Ebd,  104, 

S36*  Hans  Merklin,  Kunz  Hermayin  und  Peter  Ulin  erhalten 
vom  Komtur  Jost  von  Venningen  und  den  Briidern  des  Deutschen 
Hauses  ihr  Fischivasser  hei  Sontheim,  das  bisher  Klaus  Merkler  und 
der  Ulin  innegehabt,  auf  24  Jahre  zu  Lehen  um  40  Pfund  Heller  30 
Heilbronner  Wdhrung  und  3  Gulden  rheinisch  Zins  und  mit  der 
Verpflichtung,  an  den  gemeinen  und  Ordensfasttagen,  den  Freitagen 
und  im  ganzen  Advent  ein  dazu  gemachtes  Korblein  roll  Fischen, 
halb  gute  halb  gemeine,  wenn  es  keine  Fische  giebt,  dofur  1  Pfund 
Heller,  aber  hochstens  4 — lOmal  jdhrlich,  zu  liefern.  Die  Deutsch-  35- 
herrn  haben  ihncn  jdhrlich  3  Fuder  Aste  und  2  Fuder  Zaunholz  (est- 
holz,  etterholz)  ans  Wnsser  zu  fiihren,  die  nach  ihrer  Anweisung  zum 
Bau  am  Wasser  und  zu  Fachen  zu  cerwenden  sind,  diirfen  jdhrlich. 


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1430  Nov.  11  —  Nov.  24.  263 

ehe  die  Fischer  schueiden,  aufdem  Weidnch  zu  Sontheim,  das  wie  die 
kunftig  entstehenden  den  Fischem  gehort,  10  Schdube  Bander  schneiden 
lassen,  konnen  aber  nichts  beanspruchen,  wenn  der  Neckar  das  Weidach 
fortnimmU  Die  Fischer  ddrfen  nichts  rerlangen,  wenn  der  Neckar 
5  abnimmt,  ihn  nur  mit  Erlaubnis  ableiten  und  keinen  Gesellen  halten. 
Wenn  einer  von  ihnen  zu  Heilbronn  Biirger  wird  oder  anderswohin 
fortzieht  ak  nach  Sontheim  oder  Horkheim,  scheidet  er  aus  dent  Ver- 
trag  aus.  —  Siegler  Gerhard  von  Thalheim  und  Swicker  Sturtnfeder, 

—  1430  (Martini)  Nov.  11. 

10  Lehen-  und  Bestandhriefe  der  Kotnmende  Heilbronn  S.  47. 

S3  7.  Peter  Schnider  von  Oftersheim,  von  denen  von  Heilbronn 
wegen  eines  ndchtlichen  Mordversuchs  an  einem  Biirger,  Heinz  Bochler, 
ins  Gefdngnis  gelegt,  wird  auf  Bittefi  seiner  Herrn,  derer  von  Gmiind, 
gegen  Urfehde  und  das  Versprechen,  etwaige  Klagen  gegen  Bochler 
15  vor  das  Heilbronner  Gericht  zu  bringen,  freigehissen,  —  Siegler  Junker 
Konrad  von  Wittstaft  und  Junker  Sefrid  von  Gochsen,  —  1430  (fri- 
tag  yor  sant  KatbrineD  tag)  Nov.  24. 

Dieses  und  die  folgenden  Aktenstiicke  in  Heilbronn,  die  meistan :  274  Ur- 
fehden  26  und  29,  einige:  273  I  B2  und  Lade  38,  18  und  SO. 
20  ^)  Henslin  von  Huhnerberg,  von  der  Stadt  wegen  seiner  Missethat  in 

den  Turm  gelegt,  schwort  Urfehde.  —  Siegler  Junker  Konrad  von  Stette^i  und 
Dietrich  von  Tiefenbach.  —  1441  (Philips  und  Jacobs  aubent)  Apr.  3(). 

b)  Heinrich  Mosbach,  der  wegen  eines  ihm  von  detn  Juden  Fifel  vtr- 
dorbenen  Fftrdes  der  Stadt  Feind  geworden,  sohnt  sich  unter  Vermittlung  Wip- 

25  rechis  von  Hehnstadt  des  jungen  mit  ihr  aus  und  wird  von  Fifel  entschddigt. 

—  Siegler  Wiprecht.  —  1441  (mitwoch  nach  jubilate)  Mai  10. 

c)  Heinz  Symot  von  Verrenberg,  gewesener  Diener  der  Stadt,  in  den 
Turm  gdegt,  weil  er  seinen  Hamisch  dem  Missethater  (Rduber)  Feter  Grunig 
geliehen,  wird  gegen  Urfehde  freigelassen.  —  Siegler  Junker  Hans  von  Rosen- 

30  bach.  —  1441  (samstag  nach  Lucien  tag)  Dez.  16. 

d)  Klaus  Gliiwer  der  junge  und  seine  Frau  Katharina,  Biirger  zu  Heil- 
bronn, wegen  Ungehorsams  ins  Gefdngnis  gelegt,  tverden  gegen  das  Verspreclteti, 
der  Entscheidung  des  Rats  zwischen  ihnen  und  Kunz  Store  nachzukommeti, 
nichts  gegen  die  Stadt  zu  than  und  Klagen  gegen  die  Ihrigen  vor  das  Stadt- 

35  gericht  zu  bringen,  freigelassen.  —  BUrgen:  Klaus  Gliiwer  der  altere,  Hans 
Stierlin,  Metzger,  und  Hans  Schell,  Kiirschner,  Biirger  zu  Heilbronn.  —  Siegler 
Konrad  von  Bdckingen,  Kirchherr  zu  Bockingen,  und  Jorg  von  Hafnbach  zu 
Heilbronn,  —  1446  (mentag  nach  fronlichnams  tag)  Mai  31. 

e)  Kunz  Degen,  Schuster,  Biirger  zu  Heilbronn,  schwort  Urfehde.   — 
40  Siegler  Konrad  von  Bockingen.  —  1445  (mentag  vor  Symons  und  Judas  tag) 

Okt.  25. 


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264  1430  Nov.  24. 

f)  Hans  Elblin,  Burger  zu  UeUbronn,  toird  auf  Bitten  seines  Voters 
Hans  und  seines  Brnda'S  Runs  freigelassen,  —  Siegler  wie  varkin,  —  1466 
(Katherin  abent)  Nov,  34. 

g)  Iteinz  Ridinj  geburiig  von  Langenau,  jetzt  zu  Obergruppenbach,  der 
ein  halbes  Bind  gekaufi  und  verkauft,  aber  nicht  bezahlt  hatte  und  deshdlh    5 
von  der  Stadt  ins  Gefdngnis  gelegt  warden  war,  mrd  auf  Bitten  seines  Herm, 
des  Junkers  Wolf  Grecke,  freigelassen,  —  Siegler  der  Junker,  —  1448  (frytag 
nach  fronlichnamstag)  Mai  34. 

h)  Der  Jude  Mordache  zu  HeUbronn,  wegen  Beleidigung  der  Juden  Mose, 
Schmole  und  Schulklupfel,  mit  denen  er  vor  detn  Bat  gestanden,  ins  Gefdngnis  10 
gelegt,  wird  gegen  einen  jiidischen  Eid,  deshalb  nichts  gegen  die  Stadt  und  Mose 
zu  thun,  freigelassen.  —  Siegler  Junkei-  Konrad  von  Stetten.  —  1450  (Niclaus 
abent)  Dez.  5. 

i)  Klaus  Meydbach  von  HaU  unrd  auf  Bitten  der  Stadt  HaU  und  seiner 
Verwandten  freigelassen.  —  Siegler  Junker  Konrad  von  Stetten.  —  1461  (Fabeanus  15 
und  Sebastianus  tag)  Jan.  30, 

k)  Budolf  Enslin  von  Gmilnd,  der  lange  der  Stddte  Feind  gewesen  war, 
sohnt  sich  mit  ihnen  unter  VermitUung  Heilbronns  und  anderer  Freunde  aus 
und  verspricht,  5  Jahre  nicht  wider  sie  zu  sein,  ausgenommen  den  Fodl  eines 
offenen  Krisges  im  Dienste  eines  Herm.  —  Siegler  wie  vorhin.  —  1454  (fry tag  20 
nach  Gallen  tag)  Okt.  17. 

I)  Jakob  Schmaidienst  von  Westheim  sohnt  sich  mit  Heilbronn  aus.  — 
Siegler  Dietrich  von  Tiefenbach  und  Bafan  von  Thalheim.  —  1455  (mitwoeh 
vor  jiidica)  Marz  19. 

m)  Boshans,  von  Eberhard  von  Neipperg,  Vogt  zu  Heidelberg,  zu  HeiU  25 
bronn  ins  Gefdngnis  gebracht,  wird  auf  Vertcendung  der  Stadt  am  Leben  und 
frei  gelassen  und  schwdrt  ihr  Urfehde  (nach  einer  hier  erwahnten  Urkunde 
auch  dem  Eberhard).  —  Siegler  Junker  Hans  vom  Stein  zu  Arneck.  —   1455 
(dinstag  nach  Michel  tag)  Sept.  30. 

n)  Hans  Ahelfinger  der  jUngere  von  Calw,  Diener  der  Stadt,  wegen  Gottes'  30 
Icisttrung  in  den  Turm  gelegt,  verspricht,  bis  in  einem  Jahr  seine  38  (rulden 
Schulden  an  die  Stadt  zu  bezahlen  und  sich  wieder  zu  stellen.  —  Siegler  die 
Junker  Konrad  von  Stetten  und  Dietrich  von  Tiefenbach.  —  1459  (Vincencius 
tag)  Jan.  33.  —  Ebenso,  doch  ohne  Erwdhnung  der  Schulden,  3  Tage  daravf 
(mitwoeh  vor  Pauls  tag  als  er  bekert  worden  ist);  sein  Bruder  Hans  der  attere  35 
heschwort  die  Urfehde  ebenfalls   —  Siegler  wie  vorhin. 

o)  Konrad  bngstUm  wird  gegen  Urfehde  und  das  Versprechen,  in  8  Tagen 
von  Frankenbach  tcegzuziehen,  freigelassen.  —  Siegler  Konrad  von  Stetten.  — 
1461  (Mathias  tag)  Febr.  34. 

p)  Stephan  Haim  von  Augsburg^   der  bei  Beraubung  der  Stadt  mitge^  40 
holfen,  ipird  gegen  Urfehde  freigelassen.    Bilrge  sein  Vater  Heinz  Haim.    SiegUr 
Hans  von  Knoringen  der  alte,  Vogt  zu  Burgau,  und  Hans  Schenk  zum  Schenken- 
stein.     Zeugen  Hans  Gleich  und  Michel  Koch,   beide  Lederer  und  Biirger   zu 
Augsburg.  —  1461  (mitwoeh  naeh  jubilate)  Apr.  39. 

q)  Konrad  Burig  (Bierig),   Burger  zu  Heilbronn,  wird  gegen  Urfehde  45 
freigelassen.  —  Siegler  Kaspar  Mettelbach,  —  1467  (Mathias  an  bent)  Febr.  33. 


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1431  Jan.  16.  266 

r)  Wolf  Steinmete  von  Worms  ebenso.  —  Sieglei'  Bafan  von  Thalheim 
und  Hans  Tuhler,  Amtmann  Ludwiga  von  Bayem.  —  1469  (samstag  nach  aller- 
heiligentag)  Nov.  4. 

8)  Kum  BahoU  von  Dannenherg  verirdgt  sich  unter  Vermittlung  seines 
5  Vetters  Horneck  von  Hmmberg  mit  der  Stadt  HeUbronn  und  verspricht,  10  Jdkre 
lang  nicht  wider  sie  zu  sein.  —  Siegler  die  heiden  genannien,  —  1469  (montag 
nach  Martins  tag)  Nov.  13. 

t)  Andreas  Benk  von  Begenhach  genannt  Koch,  als  Heifer  des  verstorhenen 

Hans  von  Wehingm  Feind  der  Stadt  Heilbronn,   mrd  freigelassen  gegen  das 

10  Versprechen,  nicht  mehr  wider  sie  zu  sein,  ausser  er  mUsste  wegen  seines  Dienstes, 

und  dann  abzusagen.   —   Siegler  Junker  Hans  vom  Sand.  —   1470  (samstag 

nach  liechtmess)  Febr.  3. 

u)  Leonhard  Gschwind^  Midler,  von  Medlingen,  gewesener  Muhlknecht 
der  Stadt  HeUbronn^  wegen  Veruntreuung  von  Mehl  in  den  Turm  geworfen, 
15  tcird  in  Anbetracht  seinei'  unerzogenen  Kinder  freigelassen,  vtuss  aber  versprechen, 
von  HeilI)ronn  wegzuziehen,  sofori  uber  den  Bhein  zu  gehen  (ein  nacht  nit  sin, 
da  ich  die  ander  gewesen  bin)  und  jenseits  desselben  zu  bleibenj  bis  ihm  dtr 
Bat  die  BUckkehr  gestattet.  —  Siegler  Phille  Stumpf  vom  Beutschen  Or  den, 
Baumeister  des  Deutschen  Hauses  zu  Heidelberg,  und  Junker  Hans  Erer  der 
20  junge.  —  1473  (montag  vor  Pangracio)  Mai  10. 


S38.  Swicker  von  Sickingen  zu  Scheuerberg  schlichtet   einen 

Streit  zwischen  Heilbronn  und  Jorg  Fewer  ivegen  eines  Fachs,  Werda 

und  Wydachs  im  Neckar  zu  Horkheim:  die  Parteien  verzichten  auf 

Ihre  Anspriiche  und  tragen  die  Kosten  selber.  —   14S0  (dunderstag 

25  nach  Lucie  virginis)  Dez.  14. 

St.A.  Heilbronn  I,  Neckar,  Flosswesen.  Or.,  Pg.  mit  Siegd.  tJber  den 
Besitz  der  Fewer  in  Horkheim  vgl.  das  Lehenbuch  Eberhards  des  Grreiners  (ed. 
Schneider  Vjsh.  1865)  4b  und  33a;  Klunzinger  Zabergdu  4, 32  tmd  zwei  Urkun- 
den  im  St.A.  (Stadt  und  Amt  Weinsberg) ;  Graf  Eberhard  von  Wirtemberg  belehnt 
30  Getoin  FUr,  BUrger  zu  Heilbronn  mit  dem  halben  Hof  zu  Horkheim  um  wochent- 
lich  5  Heller  Fische  Zins,  in  der  Fastenzeit  das  Boppelte.  Urach  (1412  Jo- 
hans  tag  in  den  wihennahten)  1411?  Dez.  27.  —  Graf  Ulrich  eignet  Jdrg 
FUr  von  Heilbronn  diesen  Hof.  Niirtingen  1461  (donrstag  nach  Vytz  tag) 
Juni  18. 

35  539.  Hans  Milller,  Zimmermann,  icird  von  der  Stadt  Heilh'onn 

yegen  Taglohn  und  10  Gulden  jdhrlichen  Sold  zum  Werhneister  und 
Diener  bestellt  und  verspricht,  treu  zu  dieiien,  in  ihren  Geschdften 
zu  reisen  und  in  Sachen  gegen  sie  oder  die  Ihrigen  vor  Rat  oder 
Gericht  zu  gehen.    —    Siegler  Junker   Burkhard   von   Wittstadt.  — 

40  1431  (dinstag  vor  Prisce  virginis)  Jan.  16. 

Heilbronn  65  I  B.  1.     Or.,  Pg.,  Siegel  abgerissen. 


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266  1431  Jan.  16. 

a)  Albrecht  Brethe  von  Herbolzheim  verspricht,  der  Stadt  Heilbronn  gegen 
freie  Kost  (toenn  er  in  dtr  Stadt  ist,  Kost  im  Spital  wie  die  Spitalknechte,  da- 
zu  eine  Mass  Wein)  und  9  Gulden  Sold  ein  Jahr  als  MarstaUkneckt  eu  dienen 
and  bei  Klagen  gegen  Stadt  oder  Burger  vor  ihr  Gericht  zu  gehen  und  wird 
darauf  vereidigt,  —  Siegltr  wie  vorhin.  —  1431  (kerzwihung)  If^ebr,  2,  —  Heil-  5 
bronn  226,     Or,,  Fg,,  Siegel  abhangend  und  oben  beschddigt. 

b)  Kunz  Trometer  von  Bonfeldj  Tiirmer  der  Stadt  Heilbronn,  der  Uber 
seinen  Sold  verschuldet  ist,  verpflichtet  sick,  noch  ein  Jahr  itn  Dienst  der  Stadt 
zu  bleiben  um  20  Gulden  und  4  Wagen  Holz  und,  wenn  er  sich  gut  halt,  jede 
Fronfasien  1  Malier  Korn,  verspricht  eidlich  Gehorsam,  treue  Bienste,  Bezah-  10 
lung  seiner  Schulden  und  will  ohne  ihr  Wissen  nicJU  von  ihnen  scheiden,  — 
Siegler  Junker  Michel  von  Breit,  —  1433  (sontag  nach  obrosten  tag)  Jan.  11, 

—  Heilbronn  70,  XXIX  B.     Or,,  Fg.  mit  Siegel, 

c)  Die  Stadt  Heilbronn  bestellt  Meister  Hermann  auf  3  Jahre  zu  ihrem 
Pflaster-,  (?  pfalster),  BUchsen-  und  Grdbmeister  mit  VerpfliclUung  zu  Diensten  15 
in  und  ausser  der  Stadt  gegen  freie  Verkdstigung  bei  Belagerungen  und  Kn^gs- 
zHgen  (peses  und  reise),  jdhrlich  3  Pfund  Bechenpfennige  Lohn,  jedes  Quatember 

6*  Schilling,  freie  Herberge,  Brennholz  nach  Bedarf,  besonderen  Taglohn  bei 
'Tagwerkarbeit,  —  1438  (Oswaldstag)  Aug.  5.  —  Heilbronn  111,  Zeughaus  1. 
Gleicheeitige  unbeglaubigte  Aufzeichnung,  20 

d)  Peter  Hermann  von  Odhtim,  gewesener  Diener  und  MarstallknecM  der 
Stadt  Heilbronn,  unrd,  weil  er  nicht  ihres  Willens  gewesen,  vereidigt,  nicht  mehr 
gegen  sie  und  die  Ihn'gen  zu  sein,  Klagen  gegen  die  Stadt  vor  den  Bat  zu 
Wimpfen,  gegen  die  Ihrigen  vor  deren  Gericht,  gegen  Wimpfen  vor  den  Rat 
von  Heilbronn  oder  Weinsberg  zu  bfingen,  —  Siegler  Junker  Burkhard  von  25 
Wittstadt,  —  1438  (Katherin  tag)  Nov,  25,  —  Heilbronn  111,  Marsfall,  Or., 
Pg,  mit  undeutlichem  Siegel, 

e)  Pfifferheinz  tritt  auf  ein  Jahr  in  den  Dienst  der  Stadt  Heilbronn  mit 
Pfeifen  und  Beiten,  verspricht,  ohne  Genehmigung  des  Bats  keine  Nacht  aus 
der  Stadt  zu  gehen,  detnselben  gehorsam  zu  sein,  nichts  anderes  zu  treiben,  30 
gegefi  die  Ihrigen  Becht  vor  dem  Schultheiss  und  Gericht  zu  Heilbronn  zu 
nehmen^  bekommt  dafUr  30^1%  Gulden  und  freie  VerkSstigung  bei  Diensten  ausser- 
Jialb  der  Stadt  und  wird  darauf  vereidigt.  —  Siegler  Hans  von  Bosenbach,  — 
1439  (dinstag  nach  letare)  Mdrz  17.   —    Heilbronn  226,     Or.,  Pg,  mit  Siegel, 

f)  Meister  Hans  Buchsenmeister  von  Ingolstadt  dient  der  Stadt  1  Jahr  35 
als  Buchsenmeister  (macht  Pulver,  Feuerpfeile  u,  s.  w.)  um  2  Schilling  Tag- 
lohn und  6  Gulden  Geschenk,  —  Siegler  Junker  Hans  von  Bosenbach,  —  1442 
(dinstag  nach  Kilians  tag)  Juli  10,  —  Heilbronn  111,  Zeughaus,  Or.,  Pg,  mit 
Siegel.  —  Derselbe,  jetzt  Bucf^enmeister  zu  Frankfurt,  quittiert  der  Stadt  Heil- 
bronn Uber  Eritlohnung  fur  seine  Dienste.  —  Siegler  Hans  Eyrer  der  jungere,  40 
AJtbHrgermeister,  und  Ulrich  Nenninger,  —  1448  (samstag  nach  Jacobs  tag) 
Juli  27.  —  Heilbronn  226.     Or.  mit  Siegeln  unter  Papierdecke, 

4)  Wenzel  von  Ems  (Einss?)  verspricht  der  Stadt  Heilbronn,  um  52  Gul- 
den und  freie  VerkSstigung  bei  Diensten  ausserhalb    der  Stadt   ein  Jahr   zu 
dienen,  ihre  Gehtimnisse,  BUsiung,  Vermogen,  Wesen  und  Bate  zu  verschweigen,  45 
im  Fdd  und  bti  Belagerungen  zu  helfen  und  sich  zu  Botschaften  verwendefi 
zu  lassen,  —  Siegler  Konrad  von  Bockingen,  Kirchherr  zu  BSckingen.  —  1449 


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1431  April  8.  267 

(sampstag  neehst  vor  Osawalds  tag)  Au,g,  2,  —  Derselbe  quittiert  Uber  EnU 
lohnung  fiir  seine  Dienste  itn  Krieg  der  FiXrsUn,  Herren  und  8t&dU,  —  Siegler 
der  Ausstelltr  und  Hans  Eygerer  dtf'  alte,  —  1467  (montag  nach  Kilians  tag) 
JuU  11,  —  Beide  Stucke  Heilbronn  226,  das  1.  Or.,  Fg.,  Siegel  abgegangen, 
6  das  2,  Or,  mit  Siegeln  unter  Papierdecke, 

h)  Diepold  Yser  quittiert  der  Stadt  Uber  seine  Entlohnung  als  BUchsen" 
meister  im  letzten  Jahr,  —  Siegler  Junker  Konrad  von  Stetten,  —  1460  (frytag 
vor  Marien  Magdalenen  tag)  JuU  17,  —  Heilbronn  111,  Zeughaus.  Or.,  Siegel 
unter  Papierdecke, 

10  0  Die  Stadt  Heilbronn  giebt  ihrem  BUchsenmeister  im  letzten  Jahr,  Hans 

Wendeck  von  Speyer,  das  Zeugnis,  dass  er  sich  im  Krieg  der  Eursten  und 
Herren  gegen  den  schwdbischen  Stddtebund,  besonders  wahrend  der  Belagerung 
Heilbronns,  mit  BUchsengiessen  und  Schiessen  und  auch  sonst  wehrlich  und 
kecklick  gehalien  habe  und  in  Freundschaft  gesclmden  sei.  —  Eod,  d.  —  Heil* 

15  bronn  361,  gleichzeil.  Abschrift,  durchstrichen. 

k)  Die  Stadt  Heilbronn  bestellt  Meister  Eriedrich  Schrynner  auf  12  Jahre 
zu  ihrem  Bttchsen-  und  Werkmeister,  giebt  ihm  im  Winter  24,  im  Sommer 
30  Pfennig  Taglohn,  12  Gulden  Sold,  Kappe  oder  Bock  wie  die  Schiitzen 
tragen,  freie  Verkostigung  bei  Diensten  ausser  der  Stadt  und  Abgabenfreiheit, 

20  ausser  er  erwerbe  GUter  in  der  Mark,  die  er  ein  Jahr  nach  seinem  Wegzug  an 
einen  Biirger  zu  verkaufen  hat,  und  rechnet  ihr  Guthaben  m  12  gleichen  Raten 
ah.  —  1463  (sampstag  vor  uffarttag)  Mai  6,  —  Heilbronn  111,  Zeughaus,  Or,,, 
Pg,  mit  Stadtsiegel, 

I)  Ebenso  Hans  Byser,  Zimmermann,   von  Waiblingen  auf  2  Jahre  (tr 

25  erhdlt  18  bezw.  26  Pfennig  Taglohn,  ist  abgabenfrei,  hat  aber  die  gewohnlichen 
Zolle,  Muhl-,  Urn-,  Boden-,  Wdg-  und  Messgeld  zu  entrichten),  —  Undaiiertes 
Konzept  ebd.,  nach  der  Schrift  um  1470. 

34:0.  Graf  Bernhard  vofi  Eberstein  belehnt  Hans  von  Bockingeti 
mit  den  Giitern,  die  dessen  Vater  und  Vorfakren  von  ihm  und  seinen 
30  Vorfakren  zu  Mannlehen  gehabt,  ^U  an  der  Vogtei  zu  Bockingen  mit 
Haber  und  Huhnern,  4  und  17  Schilling  Zins,  S  Manneny  ^U  des 
Gerichts,  ^/s  /m  Hate  ohne  ein  Siebtel  und  ^/s  im  Huntrich  ohne  ein 
Siebtel  [je  ^ki].  —  1431  (quasi  modo  geniti)  Aiyr.  8, 

SLA,  Heilbronn  I,  Bockingen,     Or,,  Pg,  mit  Siegel, 
35  aj  Hans  von  Bdckingen  huldigt  fur  das  Lehen,  das  er  vom  Graf  en  inne- 

hat,  —  Am  gleichen  Tag,  —  Ebd.     Or,,  Pg.  mit  Siegel 

b)  Konrad  von  Bdckingen,  Kirchherr  zu  Bdckingen,  und  sein  Biiider 
Hans  verzichten  zu  Gunsten  der  Stadt  Heilbronn  auf  ihre  von  ihrem  Vater  Hans 
ererbtcn  Anspriiche  auf  V*  <*».  der  Vogtei  u,  s.  w.,  vne  oben,  die  zu  dem  Mann- 
40  lehen  gehSren  sollten,  das  ihr  Vater  und  dann  Konrad  von  Graf  Bernhard  von 
Eber  stain  innegehabt,  lief  em  die  darauf  bezUglichen  Urkunden  aus  und  erkldre^i 
alle,  die  noch  gefunden  tcerden  konnten,  fUr  ungiiltig,  —  Siegler  die  Ausstellei', 
Bernold  von  Thalhtim  und  Albrecht  von  Weiler,  —  1431  (samstag  nach  Vits^ 
tag)  Jtini  16,  —  Ehd,     Or.,  Pg,  mit  Siegeln, 


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268  1^1  Mai  6  -  Jimi  12. 

c)  Graf  Bemhard  von  Eberstein  eignet  der  8tadt  Heilbronn  die  GUter^ 
die  Hans  von  BGckingen  von  ihtn  als  Mannlehen  innegehabt  und  die  Stadt  in 
einer  Tddigung  an  sick  gehracht  hat,  —  1432  (Ulrichs  ta^)  Juli  4.  —  Ehd. 
Or.,  Pg,  mit  Siegel,    Die  Urkunde  a)  ist  inseriert. 

d)  Konrad  von  Bockingen,  Kirchherr  daselbsty  erkennt  dm  Vertrag  von 
1431  Juni  16  nochmals  an,  —  Siegler  der  Auesteller  und  Hans  Eyrer  der  aUere. 
—  1446  (dunderstag  vor  eylftusent  junkfrowen  tag)  Okt.  2(),  —  Ehd,  Or,, 
Pg,  mit  Siegdn, 


S41»  Pfaff  Diether  von  Braunsfeld  (Brfins-)  verspricht  seinem 
Lehensherrn  Konrad  von  Bockingen,  die  ihm  verliehene  Pfarrei  ge-  lO 
treu  zu  verseheny  an  der  ihm  beschiedenen  Pfriinde  sich  genilgen  zu 
lassen  und  sie  ohne  Konrads  Wissen  nicht  aufzugeben.  —  Siegler 
der  Aussteller  und  Reinrich  Bniglin,  Kaplan  zu  Weinsberg.  —  143  .  .*) 
(Johannis  ante  portam  latinam)  Mai  6. 

Si, A.  Heilbronn  /,  Bockingen,     Or,,  Pg,,  das  erste  Siegel  abgegangen,      15 

S42.  Konrad  von  Weinsberg,  Reichserbkdmmerer,  entscheidet 
ztcischen  der  Kommende  ( Komttir  Jost  von  Veiiningen)  und  der  Stadt 
Heilbronn  (diese  vertreten  durch  den  Biirgermeister  Hans  Berlin  und 
die  Ratsmitglieder  Hans  von  Mainz  und  Ulrich  Nenninger)  wegen 
d^r  Almende  zu  Neckargartach,  wovoti  die  armen  Levte  daselbst  die  20 
Nutzung  ohne  Wissen  dea  Komturs  auf  10  Jahre  verkauft  haben, 
als  Lehensherr  des  Dorfes,  Der  Komtur  legt  Urkunden  vor,  eine 
von  Konrad  vo7i  Weinsberg  dem  dltern,  der  den  Komtur  um  Zu- 
stimmung  zum  Verkauf  der  Nutzung  der  Almende  zu  Gartach  bittet, 
zwei  von  den  4  Fiiwern,  Biirgern  zu  Heilbronn,  des  Inhalts,  dass  die  25 
Gartacher  die  Almende  nicht  ohne  Wissen  des  Komturs  verkauf  en 
diirfen,  und  eine  von  Schultheiss  und  Richtern  zu  Gartach  mit  dem 
Siegel  des  geistlichen  Gerichts  zu  Wimpfen  gleichen  Inhalts,  Urteil: 
Dem  Komtur  wird  das  beanspruchte  Recht  zuerkannt,  dock  giebt  er 
fiir  diesfnalf  fiir  die  noch  folgenden  7  Jahre,  seine  Zustimmung,  Bei-  30 
sitzer:  Heinrich  von  Helmstadt,  Konrad  von  Wittstadt  genannt  Hagen- 
buche,  Raban  von  Neudeck,  Peter  von  Helmstadt  gesessen  zu  Filrfeld, 
Stvicker  von  Helmstadt  gesessen  zu  Duttenberg  (-burg),  Zeisolf  von 
Adelsheim,  Peter  voyi  Finsterlohe,  Heinrich  von  Ehrenberg  und  Endris 
von  Grumbach.  —  Geschehen  zu  Wimpfen  auf  dem  Berg,  —  1431  35 
(dinstag  vor  Vits  dag)  Juni  12, 


^)  Die  Einer  sind  radiert. 


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1481  Aug.  6  —  1433  Mara  30.  269' 

StJL  Heilbronn  J,  Bee.  zum  Beutschofden.  Or.,  Pg.,  mit  Siegd,  Das 
Exemplary  das  der  Ordefi  bekatn:  Deutschordens^Neckaroheramt  8,  Or,,  Pg,^ 
Siegel  abgegangen. 


543.  Peter  von  Berlichingen  und  Klaus  Diemar,  Burger  zu 

5  Heilbronn,  Zusatzmannen  beim  Schiedsgericht  zwischen  den  Deutsche 

herrn   und  der  Stadt  Heilbronn  wegen  eines  Fachs   und  Weges  im 

Neckar  bei  Sontheim,  gehaiten   von  Buprecht  Miinch   von  Bosenberg 

mit  den  Zusatzmannen  Heinrich  von  Bremen  und  Wilhelm  vofi  Klep- 

sau  (Klebsheim)  von  der  afidem  Seite,   urteilen  nach  eidlicher  Aus- 

10  sage  von  17  Kundschaftern,  dass  der  Weg  beim  Land  vor  Sontheim 

herabgehe,  und  von  6  Kundschaftern,   dass  das  Fach  Bockingen   zu 

an  das  Land^  vermacht  gewesen,  ein  Koge  daran  gehangen  und  Beus- 

locher  durchgegangen  seieti:   der   Weg   am  Fach   soil  nach  Notdurft 

geoffnet,  das  Fach  nach  Geradfachs-Weise  gerichtet  werden,  —  Siegler 

15  Peter,  —  1431  (uff  an  mentage  nach  sant  Peters  tag  ad  vincula)  Aug.  6. 

Heilbronn  239,  III  Konzept, 

S44»  Fritz  Gerhard  schliesst  unter  Vermiftlung  der  Brilder 
Jorg  und  Zeisolf  von  Adelsheim  Frieden  mit  Heilbronn  bis  Kathedrd 
Petri  [Febr.  22]  und  dann  auf  freie  Kilndigung.  —  1432  (dinstag 
20  nach  crazes  tag  als  es  herhaben  wart)  Sej^t.  10. 

Heilbronn  Lade  38, 14.     Or,,  Siegelreste. 

543.  Sefrid  von  liiexingen  genannt  Osterbronn,  Edelknecht,  und 
seine  Fran  Anna  von  Klingenberg  verkaufen  an  den  Komtur  Jost  von 
Venningen  und  die  Deutschordensbruderschaft  zu  Heilbronn  ihr  Dritfel 

25  am  grosscn  Fruchtzehnten,  ihr  Drittel  am  kleinen,  V9  und  Vs  von  */9 
(zus,  ^^ki)  am  Weinzehnten  zu  Nordheim,  alles  von  Annas  Voter  Ron- 
rad  von  Klingenberg  ererbty  friiher  Lehen,  jetzt  geeignet,  um  1400  Gid- 
den  rheinisch,  quittieren  dariiber  und  stellen  als  Wehrbiirgen  Berthold 
und  Schwarzfritz  von  Sachsenheim  und  Hans  von  Wittstadt  zu  Sulm. 

30  —  Siegler  Austeller  und  Biirgen,  —  1433  (mentag  nach  judica)  Marz  30. 

St.A.  Deutschordens-Necharoberamt  8.  Or.,  Pg.,  erhalten  isi  nur  das 
2,  und  3,  Siegel,  ersteres  abgerissen  und  an  die  5,  Stelle  angendhi. 

546.  Hans  Belling,  Biirger  zu  Heilbronn,  und  seine  Frau  Elsa 

stellen  ihrer  Mutter  und  Schwiegermutter  Margarete  Bellingin   einen 

35  Schtddbrief  aus  iiher  20  ji  rh.  und  verpfdnden  dafiir  ihr  Hans,  auf 


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270  1433  Juni  13  —  Nov.  11. 

dem  bereits  l^k  Gulden  an  Hans  Lang  von  Baumerlenbach  und  ein 
Pfund  Bodenzhis  nach  Billigheim,  ebefiso  die  der  Rellingin  und  Elsas 
Mutter  Katkerine,  Rudiger  Miillers  Witwe,  schtddigen  Leibgedhige 
von  4V2  und  7^/2  Gulden  stehen,  Wenn  da8  Haus  icegen  Schulden 
verkauft  u?ird,  soil  zuerst  Hans  Lang,  dann  die  Rellingin  mit  ihren  5 
20  Gulden  bezahlt,  der  Rest  fiir  die  Leibgedinge  verwendet  werden. 

—  Siegler  Peter  Zehe  und  Erlin  Ferber,  Richter  zu  Heilbronn.  — 
1433  (gampsstag  vor  Vitus  tag)  Juni  13. 

Heilbronn  273, 1 D  1,  Or,,  Pg.,  das  erste  Siegel  unkennilich,  das  ziceite 
'^hgerissen,  10 

547.  Paul  Belwin,  Hans  Belwins  Sohn  zu  Heilbronn,  wegen 
seines  Verschuldens  gegen  seine  Eltern  in  Strafe  genommen,  schurbrt 
Urfehde,  —  Siegler  Hans  Gul,  zu  Heilbronn  gesessen.  —  1433  (fri- 

iiag  vor  Michels  tag)  Sept.  25. 

Heilbronn  274,  Urfehden  26.     Dr.,  Pg.,  Siegel  abgerissen.  15 

548.  Graf  Heinrich  ton  Lowenstein  und  seine  Fran  Anna 
Schenkin  von  Erbach  verhaufen  ihren  Wald  hinter  Stettenfels,  Hein- 
rieth  zu  gelegen/  um  250  Gulden  rheinisch  an  die  Stadt  Heilbronn. 

—  Siegler  die  Aussteller  und.  ihre  Getreuen  Knnz  Mangolt  und  Hans 
Muntzineister  genannt  Vetzer  zu  Loivensfein.   —  1433   (donderstag  20 
aach  frawen  tag  als  sie  geborn  wart)  Sept  10. 

Heilbronn  Lade  11, 1.     Or.,  Pg.  mit  4  Siegsln. 

a)  Graf  Georg  von  Lowenstein,  Domherr  zu  Bamberg,  wiUigt  in  den 
Verkaufein.  —  1433  (freitag  nach  frawen  tag  als  sie  geporn  Mart)  Sept.  11. 

—  Ebd.     Or.,  Pg.  mit  Siegel.  25 

549.  Jost  von  Venningen,  Komtur,  wid  die  Briider  des  Deutschen 
Houses  verleihcn  ihr  Haus  auf  ihrem  Kirchhof  lebensldnglich  an  Heinz 
Maingoss  um  4  Gtdden  Zins  und  bestimmen,  das  die  Kosten  von 
Reparaturen  und  Anderungen,  welch  letztere  er  aber  nur  mit  ihrer 
Genehmigung  vornehmen  darf)  innerkalb  des  Houses  Heinz,  ausser-  30 
halb  sie  selber  zu  tragen  haben.  —  Siegler  der  Komtur.  —  1433 
•(Martins  tag)  Nov.  11. 

Leken-  und  Bestatidbriefe  der  Kommende  Heilbronn  S.  97. 

550»  Eberhard  von  Seinsheim,  Deutschmeister,  giebt  mit  Zu- 
stimmung  der  Deutschherrn  zu  Heilbronn  deren  Haus  in  ihrem  Hof  35 


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1434  Jan.  17  —  Febr.  15.  271 

mit  Scheuer,  das  bisher  Volmar  innegehabt,  und  ein  Stuck  Garten, 
dem  Egen  zu  gelegen,  urn  32  Gulden  an  Peter  Leybfried,  P Hester 
und  Pfrundner  an  der  Pfarrkirche,  als  Leibgeding,  —  Datum  weg- 
gelassen,  wohl  nicht  lange  vor  dem  folgenden  Stuck, 

5  Lehen-  und  Bestandbriefe  der  Kommende  Heilbronn  S,  95. 

a)  Niklaus  BuchmikUer,  Prieater  und  PfrUndner  an  der  Pfarrktrchej  er- 
wirht  diese  Stiicke  (statt  Egen  heisst  ee  ButtendorferJ  urn  40  Gulden  bar  als 
Leibgeding,  erhdU  sie  aber  erst  nach  Leybfrieds  Tod  und  verpfiichtet  sich, 
wochentlich  in  der  Frauenkirehe  des  Deutschen  Hauses  von  jetet  an  sine  Messe 

10  zu  Usen  und  versaumte  Messen  nachzuholen,  —  1433  (Eiidris  tag)  Nov,  30.  — 
Ebd,  S.  98, 

b)  Johann  von  Nippenburg,  Komtur,  und  die  Briider  des  Deutschen 
Hauses  zu  Hetlbi'onn  bekennen,  doss  sie  von  dem  neuen  Gang,  den  sie  an  Stelle 
eines  alien  Baus  in  ihrem  Hof  vom  steinemen  Konventshaus  bis  iiber  das  Hof- 

15  thor,  iV<  Schuh  uber  die  Mauer  hinaus  gebaut  haben,  diesen  Uberschuss  und 
den  neuen  Gang  vor  dem  Hofthor  draussen  bis  an  das  Pfisterhaus  mit  Unrecht 
besUzen,  die  Mauer  nicht  dem  Ubtrschuss  gleich  hinausrUchen,  und  auf  die 
Strasse  und  Almende  das  Wasser  nicht  hinausfliessen  lassen  dUrfen.  —  1438 
(fritag  sant  Ulrichs  tag  des  heiligen  bischofs)  Juli  4.   —  Heilbronn  Lade  42. 

20  Or.,  Pg.  mit  Siegel. 

SSI,  Kaiser  Sigmund   belehnt   Hans  Ayrer  den   dlteren   und 

Kunz  Hompsser,  die  bevollmUchtigten  Botschafter  der  Stadt  Heilbronn, 

auf  Bitten   als  Lehenstrdger  fur  die  Stadt   mit   dem  Dorf  [Alt-] 

Bockingen  und  Zubehor  und  Idsst  sich  schon  von  ihnen  huldigen.  — 

25  Basel  1434  (suntag  der  da  was  sant  Anthonii)  Jan.  17. 

St. A,  NeuvoUrttembergisehe  Lehen  1,  Or,,  Pg.  mit  MUnzsiegel  an  schwarz- 
gelber  Seidenschnur.  Auf  dem  Bug :  Ad  mandatum  domini  imperatoris  Her- 
mannus  Heecht  Aussen:  K^a  Marquardus  Brisacher.  Die  Vrkunde  umrde  den- 
noch  nicht  registriert  und  fehlt  bei  Altmann. 

30  SS2*  Gewin  Gemminger,  Biirger  zu  Heilbi'onn,  und  seine  Frau 

Margarethe  verkaufen  an  Johann  Hug  von  Aschaffenburg,  Altaristen 
zu  Ladenburg,  5  Gulden  Zins  von  ihrem  Haus  in  der  Grilninger 
Gasse  neben  der  Schmurtin  und  von  ihrem  Weiugarten  im  Seylach  neben 
Hans  Oschler.  —  Siegler  Hans  Spbrlin,  Miinzmeister,   und  Berthold 

35  Klupfel,  Richter  zu  Heilbronn.  —  1434  (mantag  nacb  dem  wissen 
suntag)  Febr.  15. 

a)  Hans  Diemar  der  jungere  von  Biechen,  Biirger  eu  Heilbronn,  und 
seine  Frau  Barbara  desgleichen  von  ihrem  Haus   zwischen  Berthold  Munch 
und  Hans  Gaul.  —   Siegler  die  Bichter  Paul  Burger  und  Jakob  Binckesser. 
40  —  1434  (samsdag  vor  reminiscere)  Febi-.  20. 


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272  1434  Febr.  24  —  Marz  7. 

b)  Die  Geistlichen  an  der  Pfarrkirche  eu  Heilbronn  verkaufen  an  den- 
selben  von  ihrer  Fr&senz  urn  20()  Gulden  10  Gulden  Leibgeding  und  Hbemehmen 
die  Verpflichtung,  nach  seinem  Tod  fiir  lAn,  seine  Vorfahrm,,  den  DetUach- 
ordenspriester  Johann  Hug  von  Mains  und  alh  Gldubigen  jdhrlich  viermai 
einen  Jahrtag  zu  halten,  denselben  am  Sonntag  vorher  eu  verkUnden  und  in  die  ^ 
SeelbUcher  eineutragen,  in  der  Heiligkreuekapelle  vor  dem  Sulfner  Thor  wdchenU 
lich  zwei  Messen,  eine  far  die  Verstorbenen,  die  andere  von  der  fd,  Dreifaltig' 
keity  unsers  Herrn  Leichnamy  unserer  lieben  Frau  oder  dem  hi.  Kreuz  zu  lesen. 
Strafe  bei  Versdumnis  5  Gulden  fUr  die  Feldstechen,  —  1436  (frytag  nach 
Dyonisii)  Okt,  10.  la 

cj  Johann  von  Aschaffenburg^  Pfriindner  zu  St.  Peter  in  Ladenburg, 
schenkt  die  in  den  beiden  ersten  Urkunden  enodhnten  Einkiinfte  an  Jodokus 
Kupferlin,  Altaristen  in  Heilbronn,  und  bestimmt,  dasa  bei  den  Jahrtagen  auch 
des  Nikolaus  Cuspes,  PfatTers  in  Neckarelz,  gedacht  werde,  w<is  der  Vertreter 
der  Prdsenz  zusagt,  —  Zeugen:  Nikolaus  Cuspes  und  Egenolf  genannt  Kleb-  15- 
sattel,  Schulthtiss  zu  Mosbach.  —  Notariaisinetrumeni  ausgefeHigt  von  Nikolaus 
Zudel  von  Heidelberg,  Kleriker  der  Didcese  Worms,  —  Mosbach  im  Haus  des 
Dekans  1438  Okt.  12. 

Heilbronn  Lade  23.     Or.,  Pg.,  die  beiden  ersten  Urkunden  im  Auszug, 
die  dritte  wortlich  inseriert.  *^^ 


SS3*  Kaiser  Siymund  bestdtigt  den  Juden  zu  Heilbromi,  die 
ihm  das  Ehrengeschenk  zur  Kaiserkronung  gesandt,  ihre  Privilegien 
und  verspricht,  sie  wdhrend  der  ndchsten  10  Jahre  nicht  mit  atisser- 
ordentlichen  Steueni  zu  beschweren  und  ihren  Schuldnern  keinen  Xach- 
lass  zu  gewdhren.  —  1434  (Mathias  tag)  Febr.  24.  25- 

AUmann  n.  10  072  a  us  den  BeichsregistraturbUchern. 

5S4»  Rafan  Isenhut  genannt  Mettelrafen,  Bilrger  zu  Heilbronn, 
und  sein  Bruder  Bafen  Isenhut  der  jiingere  genannt  Kleinrafen 
genehmiyen  den  Verkauf  con  14^h  Morgen  Ackern  zu  Bockingen, 
den  Morgen  uni  8^U  Gulden,  durch  Heinz  Fryenstein  zu  Bockingen  30 
an  die  Pfieger  des  Spitals  zu  Heilbronn,  Kofirad  Krieck  und  Berthold 
Klupfel,  da  die  Acker  ihnen  als  Unterpfand  verschrieben  sind,  und 
verzichten  auf  diese  Verschreibuny.  —  1434  (siintag  letare)  Mdrz  7. 

Heilbronn  Stiftungspflegregistratur,  Fasz.  126, 52.  Or.,  Pg.,  die  Siegel 
abgerissen.  35 

SS3,  Hans  Berlin  mit  seiner  Frau  Margarete,  Vaterhans  mit 
seiner  Frau  Elsa,  Hans  Wernher  mit  seiner  Frau  Katharina,  yesessen 
zu  Obereisesheim,  und  Klaus  Wernher,  Bilryer  zu  Heilbronn,  mit 
seiner.  Frau  Guta,  reversieren  dem  Nikolaus  BuchnUiller,  Pfriindner 


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1434  Marz  15  —  Juni  30.  273 

am  St.  Katharinenaltar  in  der  Pfarrkirche  zu  Heilbronn,  iiber  die 
Belehnung  mit  4  Morgen  Ackern  zu  Obereisesheim  um  2  SommerhUhner 
oder  10  Simri  Korn  oder  Haber  Gulte,  je  nackdem  sie  sie  ansden. 
—  Siegler  Peter  Fewr  genannt  Wigmar  und  Peter  Husen,  Richter 
5  zu  Heilbronn.  —  1434  (mentag  nach  judica)  Mdrz  15. 

Heilhronn  Lade  21^  16  b.     Or.,  Pg.  mit  Siegeln. 

656.  Albrecht  WoUeben  zu  Heidelberg  und  sein  Brudsr  Hans 
(die  Urkunde  ist  nur  vom  ersteren  ausgestellt)  verpfiichten  sick  gegen 
die  Erlaubnis,  zu  Heilbronn  ein  Haus  um  300  Gulden  und  eifien 

10  Garten  zu  kaufen,  7iach  Heilbronn  zu  Ziehen  und  ihr  Handwerk  da- 
selbst  ZU  treiben,  dazu,  dass  sie  Haus  und  Garten  nur  zum  Kauf- 
preis  versteuem,  von  Thorhut-,  Wach-  und  Auszugsdiensten  frei  sein, 
wenn  sie  wirklich  nach  Heilbronn  Ziehen,  auch  ZoU,  Boden-  and. 
Hausgeld  und  JJnterkauf  von  ihrem  Gewerbe  wie  andere  Burger  geben, 

15  das  Haus  nur  an  einen  eingesessenen  Burger  verkaufeu  soUen;  wenn  sie 
bis  zu  ihrem  Tod  zu  Heilbronn  bleiben,  soUen  ihre  Erben  das  ganze 
Erbe,  auch  die  bewegliche  Habe,  andernfalls  nur  d-en  Erlos  aus  Haus 
und  Garten  veranzahien.  *)  —  Siegler  Hans  Berlin,  Biirger  zu  Heil- 
bronn. —  1434  (Johanns  tag  zu  sungihten)  Ju7ii  24. 

20  Heilbronn  59,  VI  B  27.     Dr.,  Pg.,  Siegel  abgegangen, 

557.  Klaus  Schellenberg  und  seine  Frau  Agnes  zu  Bockingen 
reversieren  sich  gegeniiber  dem  Priester  Johann  Kremer,  Pfriindner 
an  St,  Kilian  im  Stift  Wimpfen,  uber  die  Belehnung  mit  dessen  Pfrilnd- 
hof  zu  Bockingen  um  je  5  Malter  Boggen  und  Dinkel  und  6  Malter 

25  Haber,  2  Gdnse  und  1  Fasnachthuhn  Zins  und  15  Pfennig  Wimpfener 
Wdhrung  Handlohn  (folgt  GUterbeschreibung).  —  Siegler  der  Bichter 
des  geistlichen  Gerichts  zu  Wimpfen  im  Thai.  —  1434  (crastino  aposto- 
lorum  Petri  et  Pauli)  Juui  30. 

St.A.  Stift  Wimpfen.    Dr.,  Pg.,  teilweise  unhserlich,  Siegel  abgerissen.  — 

80  Baselbst  tst  ein  fast  gam  unleserlicher  Lehenbrief  van  1336  von  dem  Pfriindner 

Ludwig  Schedelfur  den  Bauern  Hartmann  iiber  seinen  PfrUndhof  gu  Bockingen. 

558.  Pfalzgraf  Ludwig  entscheidet  in  der  Klage  des  Deutsch- 
ordensmeisters  Eberhard  von  Seinsheim  gegen  die  Stadt  Heilbronn :  *) 


*)  Oler  „Amahl  8.  S,  206  Anm,  —  •)  1432  (feria  tercia  post  Laurencii) 
Aug.  12  flatten  der  Pfalzgraf  und  seine  Rate  eu  Heidelberg  einen  VergUick 
versucht,  die  Sache  auf  6  Wochen  und  3  Tage  oertagt^  bis  dahin  sollUn  die 

Wftrtt.  GeBohichUquellan  V.  18 


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274  143^  Juni  30. 

,  m)  Da  der  DeuUchmeUter  Uriunden  von  KaUem,  Konigen,  Pdpaten  und 
eine  von  der  Stadt  vorbringt,  die  dem  Orden  die  siritHgen  Freiheiien  euerkennen, 
wird  dieser  von  jeder  Leistung  freigesprochen, 

b)  Ea  ist  Kundschaft  beizubringen  und  sind  pfdlziache  Rate  dahei  zu' 
zuziehen.  5 

c)  Die  zu  Sontheim  soUen  beweisen,  doss  sie  die  Outer  gekatrft  haben 
und  beim  Kauf  vom  Zehwten  befreit  worden  seien. 

d)  In  der  Sa^he  wegen  Rollers  sollen  die  kdniglicJien  PrivUegten  beige- 
brachi  werden;  die  Kosten  der  Reconciliation  der  KapeUe  soU  vorldufig  die 
Stadt  auslegen;  endgiUtig  soU  darOher  entschieden  werden,  toenn  die  Entecheidung  10 
des  Bischofe  von  Wiirzburg  beigebracht  wird,  wonach  die  Stadt  von  Woller 
Urfehde  genommen,  Wegen  der  Sontheimer  Almende  soil  ein  Untergang  vor* 
genommen,  wegen  dee  Wassers  Kundschaft  beigebracht  werden. 

e)  Wegen  des  Weidachs,  des  Marksteins  und  der  Zinse  soil  Kundschaft 
beigebracht,  die  von  Heilbronn,  wenn  sie  im  Wasser  des  Ordens  fischen,   ge-  15 
straft  werden. 

FUr  die  Kundschaft  wird  ein  Tag  nach  Heilbronn  besiimmt  of  mitwoch 
nach  cruces  tag  als  es  erhaben  wart  (Sept,  15), 

Heidelberg  1434  (fritag  nach  zwelfboten  schiednnge  tag)  Juli  16. 

StjL.  Heilbronn  I  Bez.   zum  Deutschorden,     Or,,  Pg.  mit  Siegel,    Das  20 
Exemplar  fur  das  Deutsche  Haus :  St,A.  Deutschordens-Keckaroberamt  1,   Siegel 
abgeschnitten, 

Vgl.  n.  499,  50(K  oo9. 

SS9.  Desgleichen  in  der  Klage  der  Stadt  yegen  die  Komniende: 

a)  Da  niclUs  bestimmtes  genannt  sei,  konne  nichts  entschieden  werden.  25 

bj  Die  Stadt  soil  den  Beweis  erbringsn. 

c)  Bei  dem  einzigen,  den  die  Stadt  benannt  habe,   soil  der  Orden  nach- 
weisen,  doss  er  in  seinem  Wasser  gefischt  habe, 

a)  Nach  alter  Gewohnheit  sei  Einung  zu  nehmen, 

e)  Der  Punkt  wird  vor  den  Bischof  zu  Worms  gewiesen,  30 

Fur  Kundschaft  wird  ein  Tag  auf  15.  Sept.   nach  Heilbronn   bestimmt. 
—  Datum  loie  vorhin, 

Ebd.  Or.,  Pg,  mit  Siegel  —  Heilbronn  239  III  und  244  Diversa  5  sind 
noch  2  Briefe  des  Deutschmeisters  an  die  Stadt  vom  dinstag  nach  assumpcionis, 
Aug.  17,  und  sabbato  post  Michahelis,  Okt,  1,  aus  Horntck,  und  die  Antworten  35 
der  Stadt  von  Bartholoraei  und  Galli,  Aug.  24  und  Okt.  16,  Danach  kam  es 
am  14.  August  nochmals  zu  einer  giitlichen  Verhandlung  vor  dem  Pfalzgrafen, 
die  ohne  ResuUat  verlief;  der  Deutschm&ister  forderte  die  Stadt  vor  einen  ge- 

Parteien  ihre  Fordenmgen  einreichen,  soweit  sie  sich  nicht  veririkgen,  (Gleichzeit, 
Abschrift  Heilbronn  244  Diversa  5.)  Heidelberg  1433  (feria  quinta  ante  Galli) 
Okt.  15  ladt  der  Pfalzgraf  einige  Ratsherrn  von  HeUbronn  auf  Nov.  17  zur 
Verhandlung  nach  Heidelberg  (Or,  Heilbronn  243  Diversa  5).  —  Uber  die 
einzelnen  Klagepunkte,  die  mit  der  Antwort  aufgefuhrt  werden,  siehe  n.  499. 


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1434  Okt  4.  275 

tfteinen  Matin  mit  gUichem  Zusais  zu  gleichem  Reehtf  toozti  sieh  die  Stadt,  die 
4mfang8  auf  einem  Untergang  htsUmden,  nach  einer  mUndlichen  Verhandlung 
zu  Sulm  mit  dem  Komtur  zu  Homeck^  Johann  von  Nippenburg,  herheiliess. 
Von  dem  Tag  am  15,  Sspt,  iat  keine  Spur  vorhanden,  nach  diesen  Bn'efen  hat 
■5  er  gar  nichi  aiattgefunden. 
Vgl.  n.  499.  500.  558. 

.  S60.  Geory  von  Puitendorf  und  seine  Frau  Agnes  von  Sacksen- 
heim  veyyfdnden  der  Stadt  HeUbronn  fur  67  Gulden  ruckstdndige 
Steuer  und  100  Gulden  Anzahlung,  die  sie  vmn  Gut,  das  Egen  Sieder, 

10  der  erste  Mann  der  Agnes,  ihr  und  ihrem  Kind  Enlin  hinterlassen, 
geben  miissen,  wenn  sie  nicht  bis  Martini  iibers  Jahr  BUrger  werden, 
alle  ihre  GUter,  darunter  die,  welche  Arnold  Ripe  fUr  400,  die  Hdlfte 
des  Ladamts  zu  Heilbronn  mit  den  zugehorigen  Ackerny  die  Lupoid 
von  Leuzenbrunn  fUr  200  Gulden  verschneben  ist  und  wovon  Ulrich 

15  Nenninger  47  Gulden  Zins  hat.    —    1434  (Franciscen  tag)  Okt.  4. 

HeUbronn^  unteres  Gewolbe  Lade  42.     Or,  mit  Siegeln, 

a)  Die  Stadt  Heilbronn  und  Agnes  von  SacJutenheim  schliessen  einen 
Vertrag:  Ittztere  soil  bis  Georgii  ausziehen,  bis  dahin  ihre  und  ihres  Manns 
Schnlden  zahJen,  ihre  GiUer  in  Jahre^frist  verkaufen,  bis  dahin  versteuem  und 

120  dann  veranzahlen.  —  Siegler  Agnes,  ihr  Brud&r  Schwarzfritz  von  Sachsenheim 
und  ihr  Vetter  Hans  von  Liebenstein.  —  1437  (Mathias  tag)  Febr.  24.  —  Ebd. 
>0r.  mit  Siegeln  unter  Papierdecks. 

b)  Schwarzfritz  von  Sachsenheim  und  Ytel  Waleker  der  dltere  *)  beur- 
kunden,  dass  Ulrich  Nenninger,  Peter  Zehe,  Klaus  Diemer  di*i'  junge  und  Itel 

'25  Waleker  vom  Rat  beatrftragt  worden  seien,  die  GUter  zu  verkaufen,  die  Jorg 
von  PtUtendoif  und  seine  Frau  nicht  gut  haben  verkaufen  kdnnen,  und  mit  dem 
ErlOs  der  en  Schulden  zu  bezahlen,  in  Klagen  gegen  die  Stadt  sollen  die  genannten 
Eheleute  vor  den  Eat  zu  Wimpfen,  gegen  einzelne  BUrger  vor  der  en  Rat  und 
Gericht  kommen.  —  Siegler  die  Aussteller  und   die  beiden  Eheleute.    —   1439 

.130  (fritag  vor  pfingstag)  Mai  22.  —  Ebd.    Or.  mit  4  Siegeln  unter  Papierdecken. 

c)  Agnes  von  Sachsenheim  giebt,  da  jetzt  die  Giiter  verkauft  sind  und 
sie  krankheitsJwlber  nicht  kommen  kann,  ihrem  Mann  Vollmacht,  die  Kdufer 
nach  Stadirecht  in  Besitz  zu  set z en  und  WehrbUrgen  zu  stellen.  —  Siegler  die 
AusstelUrin  und  ihr  Bruder  Schwarzfritz.  —  1439  (fritag  uach  der  eylftausend 

435  jungfrawen  tag)  Okt.  23.  —  Ebd.     Or.,  Pg.  mit  Siegeln. 

S61.  Hans  Wolke  (Volke)  der  Fdrber  zu  Heilbronn  und  seine 
Frau  Margarethe,  Selbstschuldner,  und  Hans  Kuder,  Berthold  Utz- 
linger  und  sein  Sohn  Hans,  Wehrschuldner,  entlehnen  von  der  Stadt 


*)  In   der  folgenden  Urkunde:  Itel  Walter   von   Esslingen,    der  Agnes 
Schwdher. 


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276  1434  Dez.  13  —  1435  Marz  16. 

Heilbronn  100  rheitiische  Gulden  auf  10  Jahre  urn  5  Gulden  Zins^ 
und  erstere  setzen  den  Bilrgen  ihr  Fdrbhaus  und  Hofraite  in  der 
Judengnsse  mit  Kesseln,  Biitten,  Pressen,  allem  Schiff  und  Handwerks-^ 
geschirr  als  Pfand  unbeschadet  der  Bechte  der  Stadt,  der  dieses  filr 
eine  dltere  Sckuld  von  100  Gulden  verpfdndet  ist.  —  Siegler  Ulrich  5 
Nenninger  und  Hans  von  Biechen,  Bichter  zu  Heilbronn,  —  143i 
(Lucien  tag)  Dez.  13. 

Heilbronn  41,  Aktiva  1,     Dr.,  Pg.,  das  2,  Siegel  abgerissen. 

a)  Die  genantiten  EheUute  verapreehen  dafwr^  Hans  Utglinger  in  der 
Kunst  des  Fdrhene  zu  unterricMen,  im  Siedwerk,  Farben  von  Gam  und  Tuch^  10 
in  Farben  und  Zusatgen^  und  nichta  vor  ikm  zu  verbergen.  —  Siegler  Berthold 
von  Weiseach  genannt  Kantengiesser  und  Erlin  Ferber,  Bichter  zu  Heilbronn. 
—  1435  (fritag  vor  Anthonii)  Jan.  14.  —  Heilbronn  273 1 D  1.  Dr.,  Pg. 
mil  Siegeln. 

562.  Johafin  Steinbrecher  von  Hall,  des  wirdigen  lobelichen  15 
heiligen  sant  Anthonien  balterer  ^)  der  zweyer  termenyen  zu  Heil- 
bronn und  Bruchsal  verkauft  mit  Bevollmdchtigung  Hugs  von  Schonem- 
berg,  Meisters  und  Gebieters  des  St.  Antoniushauses  zu  Eisenheim 
an  das  Heilbronner  Spital  die  Hauler,  Hof  und  G titer  des  heiligen 
Antonius,  „St.  AntoniengUtleifi^ ,  zu  Bockingen,  den  Zehnten  au^ge-  20 
nommen,  als  freies  Eigefi  urn  170^^  Gulden  rheinischy  worilber  er 
quittiert.  —  1435  (samstag  vor  dena  wissen  suntag)  Mdrz  5. 

Heilbronn,  StiftungspflegregieU'cUur,  Fasz.  126, 53.     Or.,  Pg.,  Siegel  ab' 
gerissen. 

563.  Ludwig  vom  Wald,  zurzeit  zu  Heilbronn,  verkauft  an  25* 
die  Pfarrkirche  daselbst  33^k  Morgen  Acker,  1  Morgen  Wiesen  zu 
Frankenbach  (auf  der  Steige  beim  Bdumlein,  am  Niperg,  am  Lutzel- 
feld  iibei'  den  Wimpfener  Weg,  am  Gartacher  Weg,  auf  dent  Eich-^ 
biihel,  auf  dem  Stumpf,  auf  detn  Maler,  im  Biet,  am  Bach;  neben 
Gi'itern  der  Heiligen,  Bochselers,  Kunz  Schulers,  der  Deutschherrn,  30 
des  Spitals  zu  Wimpfen,  der  von  Gemmingen)  um  190  Gulden  und 
giebt  sie  vor  dem  Gericht  zu  Frankenbach  auf  —  Siegler  der  Aus- 
steller,    Ulrich   Nenninger  und  Hans  Diemar  von  Biechen,    Bicht-er 

zu  Heilbronn ;  Schultheiss  und  Bichter  zu  Frankenbach  haben   kein 
eigenes  Siegel.  —  1435  (mitwoch  vor  Gerdruten  tage)  Mdrz  16.         8S 


a>  70  auf  Basur. 

»)  =  paltener,   Wallfahrer,  Settler. 


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1435  Juni  14.  277 

Heilbronn  Lade  21y8a,  Or,^  Pg,,  das  erste  Siegel  abgegangen.  Aussen 
•itua  demselben  Jh. :  Ludwig  Muller ;  aus  der  2,  Ha^fte  dea  16.:  Dea  BOsshasseti 
lehen  geoant. 


564.  Graf  Johann  von  Stdz,  Hofrichter  zu  Rottweil,  thut  der 

5  Stadt  Heilbronn  kund,  da^s  er  auf  Klage  Raban  Hof warts  von  Kirch- 

heim  die  Stddfe   Wiirzburg,  Ochsenfurt  und  Kirchheim  in   die  Ac/if 

des  Hofs  zu  Rottweil  gethan  habe   und  verbietet  jede  Gemeinschaft 

Oder  Hilfeleistung.  —  14:35  (mentag  nach  Medardi)  Juni  14, 

Dieses  und  die  folgenden  StUcke  HeUhronn  165,  Hofgericht  HI  1 — 4, 
10  alle  Or,  Pg. ;  das  aussen  aufgedruckte  Hofgericktssiegsl  ist  meist  noch  erJialten. 
—  Derselbe  dchtet: 

a)  Wilhelm  von  WUdenholz  (Willen-)  auf  Klage  des  Hans,  des  Knechts 
Wiprechts  von  Wildenhoh,  —  li48  (zinstag  nach  Gregorien  tag)  Mdrz  19,  — 
Die  Stadt  teili  ihm  dies  mity  damit  er  wisse,  doss  er  ihre  Stadt  zu  meiden  habe, 

15  (mentag  vor  jubilate)  April  8. 

b)  Hans  Horneck  von  Hornberg  (bet  Triberg)  auf  Klage  Hans  Oosten- 
hofers  von  Speyer,  —  1457  (sambstag  nach  Laurentii)  Aug,  13, 

c)  Hans  von  Liebenstein,  Wilhelm  von  Wdllwarth  und  Hans  von  Bem- 
haiisen  auf  Klage  Graf  Ulrichs  von  Wirtemberg,  ~  1456  (zinstag  n&chst  nach 

20  Philippe  und  Jacobe)  Mai  2, 

d)  Schwarsfritz  den  jungen,  Biether,  Hans  den  jungen,  alle  von  Sachsen- 
heim,  Sigfnd  von  Biexingen  und  Hans  Link  von  Bonnigheim  auf  Klage  des 
Juden  Mosse  von  Lauingen  zu  Heilbronn,  —  1462  (mitwoch  nach  letare) 
Marz  31. 

25  e)  Sigfrid  von  Biexingen,  Diether   von  Sacksenheim,  Klaus  Eppe,  Ans- 

helm  Murer,  Konrad  und  Hans  Plasse,  Hans  Link,   Gelmwin  Wagner  von 
Bonnigheim,  Hans  Ziegler  und  Hans  Tegmar  von  Bossigheim  und  Vogt  Gerlach 
zu  Brackenheim  auf  Klage  des  Juden  Mosse  von  Augsburg  zu  Heilbronn,  — 
1463  (Agnesen  tag)  Jan.  21. 
■30  f)  Fritz,  Hans  und  Kunz  von  Grumbach,  Hans  Wittstatt  und  Hans  von 

Leiningen  auf  Klage  Jorgs  von  Grumbach.  —  1463  (mentag  vor  annunciacionis) 
Miirz  21. 

4)  Peter  von   Liebenstein   auf  Klage  Mosses  von  Augsburg.    —    146 o 
(Jorgen  abend)  April  22. 
■86  h)  Bafan   von    Thalhtim   auf  Klage   Konrad  Baumanns,    Burgers   zu 

Wimpfen,  —  Eod.  d. 

i)  Friedrich  Sturmfeder  auf  Klage  Mosses  von  Lauingen.  —  1463  (sams- 
stag  vor  cantate)  Mai  7. 

k)  Hans  Eppe   von  Wimpfen  auf  Klage  Hans  Kagermayers  tmd  Jorg 
^  Schonkinds  von  Bain.  —  1463  (pfing«taubend)  Mai  28. 

I)  Fritz  von  Grumbach  auf  Klage  Jorgs  von  Grumbach.  —  1463  (Vits- 
tag)  Juni  15. 


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278  1435  Juni  14. 

mj  Rafan  von  Thalheim  auf  Klage  Mosses  von  Lauingen,  —  1463  (zins- 
tag  uach  Ulrichs  tag)  Juli  5, 

n)  Thomas  and  Eberhard  von  Neipperg^  Konrad  Buninger  zu  Marbachj 
Hans  Buninger,  SchuUheiss  eu  Ilsfeld,  Vackelhans^  Schultheiss  zu  Schnaitheim 
und  Konrad  Siolp  den  jungen  zu  Offingen  auf  Klage  Mosses  von  Augsburg,    5 

—  1463  (aubend  assumpcionis)  Aug.  14, 

o)  Lienhart  Lohlin  von  Brackenheim  und  Klaus  Eppe  zu  Bdnnighetm 
auf  Klage  des  Juden  Wolf  von  Heitbronn,  —  1463  (fritag  vor  Pelagien  tag) 
Aug,  26. 

p)  Den  ersteren  auf  Klage  Hans  Scheckenmachers  von  6'tockaeh.  —  1463  10 
(donrstag  nach  Lucas  tag)  Okt.  20. 

q)  Hans  von  Frauenberg  den  dlteren  auf  Klage  Mosses  von  Augsburg, 

—  1464  (samstag  vor  misericordia)  April  14. 

r)  Kaspar  von  Hirschhorn  auf  Klage  des  Bemhard  Kreis  von  Linden- 
fels.  —  Kod.  d.  15. 

8)  Konrad  von  Sacksenheim  auf  Klage  des  Hans  von  Helmstadt.  —  1464 
(Medardus  tag)  Juni  8. 

t)  Heinrich  von  Sickingen  auf  Klage  Konrads  von  Ehrenberg.  —  1464 
(Johans  anbend  baptiste)  Juni  23. 

u)  Dietrich^  Engelhard  und  Diez  von  Berlichingen,  Jorg  von  Eosehbach,  20 
Simon  von  Neuenstein^  Hans  von  Bachenstein,  Jorg  von  Wenkheim  und  Simofi 
Homeck  auf  Klage  Peters,  Propsts  zu  Monchsivth,   und  zwar  Dietrich   von 
Berlichingen  in  die  Aberacht,  —  1464  (Andres  aubend)  Nov.  29. 

v)  Eitel  und  Eberhard  von  Sickingen  (dieser  zu  Hcnzbach,?   Henisbach 
bei  AdelsheimJ  auf  Klage  Menlins,   Sohns  des  Juden  Wolf  zu  Heilbronn.  —  25 
1465  (Oswaldstag)  Aug.  o. 

w)  Diether  von  Sachsenheim  auf  Klage  Mosses  von  Lauingen  in  die 
Aberacht.  —  1465  (dornstag  vor  Katherinen  tag)  Nov,  21. 

xj  Friedrich  Sturmfeder  und  Konrad  Durner  von  DUrnau  auf  Klage 
Wolfs  zu  Heilbronn.  —  1465  (Katherinen  aubent)  Nov.  24.  30 

yj  Kasper  von  Hirschhorn  auf  Klage  Kaiharinas,  der  Witwe  Josts  sum 
Horn,  Burgerin  zu  Speyer,  —  1466  (aller  hailigen  aubend)  Oki,  31. 

z)  Klaus  Eppe  und  Jos  Decker  zu  Bonnigheim  auf  Klage  Wolfgangs 
von  Seinsheim,  Hauskomturs  zu  Ulm.  —  1466  (Barbaren  tag)  Dez.  4. 

aa)  Martin  von  Adelsheim,  Nithard  von  Wolmershausen,  Friedrich   ran  Sb' 
Rosenberg,  Eitel  EHwin  von  Sttinsfeld  auf  Klage  des  Hans  von  Sickingen.  — 
1468  (Sebastians  tag)  Jan.  20, 

bb)  Balihasar  und  Heinrich  Nippenburg  auf  Klage  des  Hans  vo7i 
MUnchingen.  —  1468  (Oswalts  tag)  Aug.  5. 

cc)  Auberlin  Schluckwurst  zu  Vaihingen,  Berihold  Berze  von  Vnter-  40 
riexingefi,  Henslin  Schnider  von  Crrosssachsenheim,  Heinrich  Schnider,  Wernlier 
Kdlle  und  Mathis  Brodbeck  zu  Bietigheim,  Bynwolt  Stainer,  Kaspar  Muglinger, 
Sigfrid  Milller,  Peter  Boler  und  Hans  Stump  zu  Hohenhaslach  und  die  beiden 
ganzen  Getneinden  Orosssachsenheim  und  Unterriexingen  auf  Klage  des  Juden 
Lew  zu  Pforzheim.  —  1469  (mitwoch  nach  reminiscerc)  M/irz  1.  45- 


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1435  Juni  14.  279 

dd)  Schenk  Mbrechi  von  Limpurg,  Vdgte,  Bichter  und  Gemeinden  zu 
Gaildorf,  Ober-,  MitttU  und  Unterroth,  Schmidelfeld,  Schloas  Stdzhach,  Laufen 
am  Kocherj  BuperUhofen  und^  Waibelhaua  a)  und  aUe  die  darin  sitzenf  Brdckingen^ 
Holzhauaen,  Utzstetten,  Frickenhofen,  Miitelhronn,  Seiferlshofen,  Kemnath&iy 
5  Linthaly  Sedach,  Welzheim,  TMerhaupten  (Dftir-),  GUbertsho/en,  Oberfischach 
und  aUe,  die  in  die  genannten  Amter  gthoren^  auagenommen  die,  welche  Vlrich 
von  Wirtemberg,  den  Klostern  Lorch  und  Adelberg  und  Eberhard  von  Urhach 
als  Leibeigene  zugehdren  oder  eonst  zu  versprechen  stehen,  auf  Klage  Jorgs 
von  Enslingen,  —  1469  (Marien  Magdalenen  aubend)  Juli  21. 
10  ee)  Jorg  von  Maseenbach  auf  Klage  Hans  Wabers,  Burgers  und  Gast- 

halters  zu  Speyer.  —  1469  (Bartholomes  aubent)  Aug.  24. 

if  J  Hans  Huninger,  Schtdtheiss  zu  Ilrfdd,  und  Konrad  Stolpe  den  jungen 

zu  Offingen  in  die  Aberacht  auf  Klage  Mosses  von  Augsburg.  —  1469  (Martins 

aiibent)  Nov.  10. 

15  ggj  Hans  von  Frauenberg  desgleichen.  —  1469  (Othmars  aubend)  Nov.  15. 

hh)  Eitel  von  Sickingen,  Heinrich  von  Ottenbach  den  jungen  zu  Lauter- 

burg  und  Eberhard  Hofwati  zu  Kirchheim  auf  Klage  Hans  Winrichs  zu  Speyer. 

—  1470  (Valentina  tag)  Febr.  14. 

II)  Eberhard  von  Neipperg,  Hans  Anshdm,  Dietrich  Metzler  und  Bern- 
20  hard  Helte  zu  Scl^waigem  und  Ptier  GriMieh  zu  Gro89gartach  auf  Klage  des 
Juden  Mendlin.  —  1470  (donrstag  vor  oculi)  Mdrz  22. 

kk)  Hans  von  Sachsenheim  den  jungen  genannt  Brugel  auf  Klage  Melchiors 
von  Hirschhom.  —  1470  (Peters  tag  ad  vincula)  Aug.  1. 

II)  Jorg  Marschalk  von  Grossgartach  und  Jorg  Sutter  von  Kleinsachsen- 

25  heim  auf  Klage  des  Juden  Samuel  von  Sinsheim.  —  1470  (Lucientag)  Dez.  13. 

mm)  Hans  Horneek  von  Romberg  auf  Klage  des  Hans  von  MassenbacU. 

—  1471  (zinstag  vor  palmtag)  April  2. 

nn)  Diether  und  Schwarzfniz  den  jUngern  von  Sachsenheim,  Sigfrid  von 

Biexingen  und  Hans  Link  von  Bonnigheim  auf  Klage  des  Juden  Mosse  von 

30  Lauingen  zu  Speyer,  Diether  in  die  Aberacht.   —    1471  (palmaubent)  April  6. 

oo)  Henckin  und  Veit  von   Gemsbach  auf  Klage  des  Juden  Isaak  zu 
Mosbach.  —  1471  (Jacobs  aubent)  Juli  24. 

pp)  Melchior  von  Hirschhom  auf  Klage  des  Bernhard  Kreis  von  Linden- 
fels,  Schultheissen  zu  Frankfurt.  —  1471  (Laiirentien  aubend)  Aug.  9. 
35  gg)  Dietrich  Bude,  Bitter,  auf  Klage  Werner  Nothafts  des   dlteren.  — 

1471  (Bartholomeus  abend)  Aug.  23. 

rr)  Jdtg  von  Helmsiadt,  Hans  von  Ehrenberg,  Eberhard  von  Gemmingen, 
Eber hards  seligen  Sohn,  Heinrich  von  Helmstadt  zu  Bonfeld  und  Hans  von  Helm- 
siadt zu  Grombach  (Grttn-)  auf  Klage  Bitters  Hans  vom  Sand.  —  1471  (zins- 
40  tag  nacli  Michels  tag)  Okt.  1.  —  Aussen  Konzept  eines  Schreibens,  worin  die 
Stadt  dies  dem  von  Gemmingen  mitteilt  und  ihn  auffordert,  ihr  Gebiet  zu 
meiden.  —  1471  (montag  nach  Symon  und  Judas)  Nov.  4. 

ss)  Eberhard  von  Urbach,  Jorgs  seligen  Sohn,  auf  Klage  Hans  Lonhers 
(Louhers?)  von  Waldsee.  —  1471  (Thomas  aubent)  Dez.  2<). 


a)  auf  jRcufur. 


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280  1435  Juni  14. 

tt)  Hans  von  Liebenstein  den  jungen,  Lndwig  von  Hainharg  und  Marx 
Hohenlohe  auf  Klage  BeginaSy  geborener  ron  Wettersieitenj  Frau  Bemhards 
von  Urhaeh.  —  1472  (Othmars  tag)  Nov.  16. 

uu)  Wtndel  Amolt,  Schultkeiss  zu  Kirchheim  am  Neckar  und  Auberlin 
Schdffer  von  Brackenheim  auf  Klage  des  Juden  Jakob  van  Lenburg  mu  Speyer,    b 

—  1473  (Erharts  tag)  Jan.  8. 

vv)  Hans  von  Ehrenherg  und  Hans  Link  von  Bonnigheim  auf  Klage 
Mosses  von  Augsburg  frUher  zu  Heilbronn.  —  JSod.  d. 

ww)  Eberhard  von  Gemmingeny  Ludwig  von  Sickingen,  Auberlin  Schaffer 
ron  Brackenheim  und  Hans  Wende  von  Bonfeld  auf  Klage  Salmons,  des  Sohns  10 
Mosses.  —  Eod.  d. 

xx)  Jdrg  von  Helmstadtj   Heinrich  von  Helmstadt  zu  Bonfeld,  Albrecht 
von   Ehrenberg   zu  Ehrenberg,    Paulin  Hofmann   zu  Zimmem,  Peter   bet   dem 
Brunnen  zu  Heimshdm,  Simon  Hertich,  SchultheisSj  Peter  Kern  und  Krut  Bert- 
hold,   alle   drei    zu  Bonfeld,   auf  Klage   des  Juden    David   von  Wimpfen  zu  15 
Frankfurt.  —  1473  (sampstag  vor  invocavit)  Mdrz  6. 

yy)  Bemhard  von  Urbaeh  zu  Munddsheim  auf  Klage  Ursulas  von  Wester- 
stetten,  geborener  von  Homburg.  —  1473  (samstag  vor  oculi)  MSrz  20. 

zz)  Otto  und  Melchior  von  Hirschhorn  auf  Klage  Hartmann  Bodows 
zu  Neudenau.  —  1473  (wyhennacht  abend)  Dee.  24.  20 

a)  Philipp  von  Seldeneck,  Martin  Walk,  Stainel  (Stamel  ?),  Kunz  Schram- 
hans  den  Jdger,  Kunz  und  Hans  Wurzel  auf  Klage  Kunz  Fricks,  Spital- 
meisters,  und  des  Spitals  zu  Ohrtngen,  —  1474  (Agnesen  tag)  Jan.  21. 

g)  Otto  von  Hirschhorn  auf  Klage  des  Bemhard  Kreis  zu  Lindenfels, 
SchuUheissen  zu  Frankfurt.  —  1474  (zinstag  noch  reminiscere)  Mdrz  8.  25 

y)  Bemold  von  Urbaeh  zu  Mundelsheim  auf  Klage  Budolfs  von  Wester- 
stetten.  —  1474  (Benedicten  tag)  Mdrz  21. 

8)  Eberliard  von  Neipperg  auf  Klage  Peter  Mersshardls  zu  Wimpfen. 

—  1474  (Marien  Madulenen  aubent)  Juli  21. 

b)  Heinrich  von  Helmstadt  zu  Bonfeld  auf  Kage  Gottfrieds  von  Neu-  30 
Jiausen,  KHsters  zu  Wimpfen  im  Thai.  —  1474  (Marien  Magdalenen  tag)  Juli  22. 

Q  Ludwig  von  Sickingen  zu  Ahlenfeld  auf  Klage  Bernhards  von  Gem- 
mingen.  —  1474  (mentag  noch  Michels  tag)  Okt.  3. 

yj)  Gerlach  Eppe  von  Brackenheim  auf  Klage  Joliann  Kellers,  Kanzlers. 

—  1475  (Marx  abend)  April  24.  35 

b)  Peter  Mdder  und  Peter  Grrulich  zu  Grossgartach  auf  Klage  des  Juden 
Isaak  zu  Moshach.  —  1475  (Erasmus  tag)  Juni  3. 

t)  Hans  von  Massenbach  genannt  Thalacker  (Teil-)  auf  Klage  Markgraf 
Albrechts  von  Baden.  —  1475  (sampstag  nach  Ulrichs  tag)  Juli  8. 

o6S.  Bischof  Friedrich  von    Worms  und   die  Rate  Pfalzgraf  40 
Ltidwigs:  Schwarz-Reinhard  und  Sxvicker  von  Sickingen,  Siyfrid  von 
Venningen,    Ritter,    die    Meister   Hans    Kirchen,    Bartholomdus    von 
Herkenrnth  (-rode)   itnd  Hans  Ri/sen,  Doktoren   des  gcistlichen   und 


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1435  Aug.  31  —  Okt.  16.  281 

weltliclten  Bechts,  Dieiher  Kdmmerer^  Hans  von  Venningen  Vitztum 
zu  Neuenstadt,  Konrad  von  L[engen]feld,  Harftnann  von  Handschiifis- 
heim  bescheiden  auf  einem  giitlichen  Tag  die  beiden  Parteien,  Eber- 
hard  von  Neipperg,  der  ztigleich  seinen  Bnider  Reinhard  ve7'friU,  uvd 
5  die  Stadt  Heilbronn  wegen  des  Viehtrieb$  und  Weidgangs  zu  Bockingen 
auf  KnndscJiaft ;  sie  soUen  bis  in  14  Tagen  die  Gerichtskerren  zu 
Grossgariach,  Nordheim,  Sontheim  und  Horkheim  ersucheny  je  4  un- 
parfeiische  Manner,  die  redlichsten  und  dltesten,  auf  Montag  nach 
Martini  [Nov.  14]  nach  Grossgariach  zu  schicken,  um  cor  zicei 
10  pfdlzischen  Rdten  eidliche  Kundschaft  abzugeben.  Bis  dahin  soil  die 
Klage  dsr  Bitter  stehenhleihen,  —  Siegler  der  Bischof  —  Heidel- 
berg 1435  (mitwoch  nach  Jofaans  baptisten  tag  decoUacionis)  Aug,  31. 

Heilbronn,  Unteres  Gtwolhe^  Lade  38.  Gleichzeiiig^  durchUcherte  Ahachrift. 

566.  Heinnch  Hugk,  Burger  zu  Gmund,  erkennt  den  Verkauf 
15  der  von  seinem   Vetter  Hans  Sesslin  *^  ererbten  Zinse   zu  Heilbronn, 

Gartach  und  Bockingen  durch  seinen  Freund  Hans  von  Maifiz,  Biirger 
zu  Heilbronn,  an  und  quittiert  den  (genannten)  Kdufern  (die  Zinse 
iverden  aufgezdhlt,  dabei  fine  Kloster-  und  eine  Klingenberger  Gasse 
genannt).  —  1435  (Egidien  tag)  Sept  1, 

^0  St. A.  Heilbronn  /,  Rdigionsweaen.     Or.,  Pg.  mit  Siegel. 

567.  Anna  von  Bosenbach,  Peters  von  Berlichingen  Witwe, 
schliesst  7nit  der  Stadt  Heilbronn  einen  Vertrag,  nimmt  ihren  Sitz 
daselbstj  giebt  jdhrlich,  solange  sie  in  Heilbronn  bleibt,  von  all  ihren 
Giitern  2  Gulden,  ist  von  Bede,  Thorhut,  Wach-  und  andern  Diensten 

^  frei.  Wenn  sie  fortzieht,  sollen  ihre  Erben  nach  ihrem  Tod  sdmtliche^ 
Gut  veranzahlen,  wo  es  auch  gelegen  ist,  das  sie  von  ihrem  Mann 
geerbt  hat.  Wenn  sie  aber  wieder  heiratet,  soil  diese  Freiung  auf- 
hbren  und  sie  von  alien  Giitern,  wo  sie  liegen  und  uoher  sie  kommen, 
Bede  und  Anzahl  geben.  —  1435  (Gallen  tag)  Okt.  16. 

^0  Heilbronn  268,  Berlichingen.     Or.,  Pg.  mit  Siegel. 

368.  Agnes  von  Sachsenheim,  die  Fran  Georgs  von  Putten- 
dorf,  verkauf t  mit  dessen  Zustimmung  das  ihr  von  ihrem  ersten  Mann 
Egcn  Sieder  zugefallene  Lad-  und  Ficharnt  zu  Heilbronn,  das  ein 
erblphen  von  einem  Romischen   kunig   man   und   frauwen    zu    lihen 


a)  auf  Hauur, 


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282  1435  Nov.  24  —  Dez.  16. 

and  dem  Schulthemenamt  mit  einer  Mark  Silber  oder  S  Pfufid  Heller 
zinsbar  isty  um  40  Gtdden  an  die  Stadt  Heilbronn,  quitfiert,  giebt 
die  Urkunden  dariiber  heraus,  verspricht  den  Kauf  Jahr  und  Tag 
zu  wehren  und  stellt  ihren  Schwager  Hans  Nothaft  und  ihren  Vetter 
Werner  Nothaft  als  BUrgen.  —  Siegler  die  AussteUerin  und  die  5 
Biirgen.  —  1435  (dunderstag  vor  Katherinen  tag)  Nov,  24, 

St, A.  Neuicarttembergische  Lehen  2.    Or.,  Pg,,  das  1,  Siegel  unkennilick. 

a)  Georg  von  Puttendorf  giebt  seine  Zustimmung  dazu,  doss  seine  Frau 
das  Lad-  und  Eichami   an  die  Stadt   und  4  Morgen  Acker  an  Berthold  von 
Vaihtngen  (Fah-)  verkauft  —  Siegler  der  Aussteller  und  Andreas  von  Weiler.  —  lO 
1435  (montag  noch  Katrin  tag)  Nov,  28.  —  Khd,     Or,,  Pg,,  das  i,  Siegel  be^ 
beschddigt,  vom  2.  nur  ein  Querbalken  erkennbar. 

b)  Graf  Ludtcig  von  Oituigen,  Kaiser  Sigmunds  Hofmeister,  belehnt  mU 
kaiserlicher  Vollmaeht,  nachdem  ihtn  der  BUrgermeister  Hans  Eyrer  Huldigung 
and  Eid  geleistet,  die  Stadt  Heilbronn  mit  dem  Lad-   und  Eichamt,  das  sie  15 
von  Georg  von  Puttendorf,  seiner  Frau  Agnes  von  Sachsenheim  und  ihrem  Kind 
Endiin  gekauft,  wie  es  Egen  Sieder  und  Hans  Berlin  innegehabt  Jiaben :  irenn 

es  notig  wird,   soil  die  Stadt  zwei  Burger  als  Lehenstrdger  bestellen.   —   143(> 
(freytag  vor  Martins  tag)  Nov.  9,  —  Ebd,     Or,,  Pg,  mit  Siegel, 

S69.  Graf  Michel  von  Wertheim,  Schwarz-Reinhard  von  Sickingen,  20 
Hans  von  Sickingen,  Bernhard  Kreiss  von  Lindenfels,  Werner  Winter, 
Swicker  von  Sickingen,  Siegfried  von  Venningen,  Diether  Kdmmerer 
and  Albrecht  von  Venningen,  Bate  des  Pfalzgrafen  Ludwig,  entscheiden, 
die  BrUder  [Eberhard  und  Beinhard]  von  Neipperg  und  die  Stadt 
Heilbronn  pollen  einander  ihre  Klage,  Antwort,  Widerrede  und  Nach-  25 
rede  in  14tdgigen  Terminen  (Jan.  1,  Jan.  15y  Jan,  29,  und  Febr,  12) 
zustellen,  dann  alles  samt  den  Kmidschaftsbriefen  nach  Heidelberg 
in  das  Haus  des  Graf  en  von  Wertheim  schicken,  Dann  soil  ein  Tag 
festgesetzt  iverden,  —  Siegler  der  genannte  Graf,  —  Heidelberg  1435 
(gexta  feria  post  Lucie)  Dez,  16,  30 

Gleichzeitige  Abschnft,    Dieses  und  die  folgenden  Aktenstiicke   im  St,A, 
Heilbronn  1,  Fehden, 

a)  Die  Klagen  von  143.i  samestag  vor  jarstag  und  jarsabent,  Dets,  31,  *) 
Die  Stadt  beschicert  sich  dariiber,  dass  die  Neipperg  in  tKlingenberg  sich  das 
Recht  des  Weidgangs  auf  BGckinger  Markung  anmassen  und  den  Acker  eines  35 
armen  Manns  zu  Bockingen,  Fryenstein,  mderrtchilich  in  Besitz  genommen  haben, 
—  Die  Neipperg  fordern  1)  Guter  zurilck,  die  eigentlick  zu^  Markung  Kling&i- 
berg  gehoren;  2)  die  Giiter  des  Klaraklosters  und  die  Aberlin  Kessigs  und 
Schadenersaiz  fiir  die  daraus  gezogene  Nutzung,  da  sie  badische  Lehen  seien: 

')  Also  bei  der  Stadt  wie  bet  den  Bittern  Circumcisionsstil, 


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1435  Dez.  16.  28a- 

3)  Schadenersatz  fur  ihren  gu  BSckingen  erschlagenen  und  nacfiher  vom  Vieh 
ausgeschatrten  Kntcht^  und  4)  Schadenersais  fur  das  von  ihren  Knechten 
geldndete  (y^wie  es  Bechi  set,  doss  jeder  solch  vom  Neckar  gthraehiea  Holz 
Idnde  und  dass  es  sein  sei^)  und  vor  dem  Abholen  von  den  Bockingern  weg- 
5  genommene  Holz, 

b)  Die  Antworten  von  1436  (samstag  nach  achzehenden  tag)  Jan.  14. 
Die  Heilbronns:  1)  Wird  hestritten.  2)  Die  Abtissin  halte  die  Forderung  fUr 
hrfretndlich,  ubrigens  seien  Abtissin  und  Konvent  selbstandig  und  die  Stadt 
habe  sie  nicht  zu  vertreten.    Albrecht  Kesing  habe  einen  Kaufbrief  danach 

10  sei  der  Acker  auf  Nordheimer  Markung  und  ihm  von  den  Xeipperg  enirissen 
icorden,  er  fordere  60  Gulden  Schadenersatz.  3)  Die  Morder  seien  zwei  fremde 
Diensiknechte,  BrUder^  gewesen,  die  wieder  fort  seien.  4)  Die  Holzer  seien  nicht 
mit  Weiden  angtbunden  gewesen,  Ubrigens  habe  man  sich  damals  gutlich  geeinigt 
und  geteilt.    (Siegel   gedruckt  uf  die  blicken  [Bug^   plicatura]  dis  briefs).  — 

15  Die  der  Neippergtr:  den  Weidgang  besitzen  sie  seit  30  Jahren  ungestort,  er 
habe  auch  schon  vorher  zum  ScMoss  Klingenberg  gehdrt^  die  Weide  sei  nie 
durch  Steine  abgetrtnnt  gewesen,  Fryensteins  Acker  ^)  liege  auf  Klingenberger 
Markung,  sei  also  badisches  Lehen. 

c)  Die  Widerreden   von  1436   (sarastag   nach    conversio  Pauli    —   vor 
20  purificaoionis)  Jan.  28.    Die  Heilbrowis:  die  Weide  gehdre  nicht  zum  Lehen,. 

seit  die  Neipperg  Klingenberg  gekauft,  und  das  sei  fiber  20  Jahre,  haben  sie 
das  Becht  gegen  den  Willen  der  Stadt  ausgeiibt.  Fryenstein  habe  den  Ackti- 
von  einem  Heilbronner  BUrger  gekauft,  der  ihn  16  und  dessen  Vater  ihn  bet 
40  Jahren  besessen,  also  longer  als  nach  Landes-  und  Stadtrecht  ndtig  sei.  — 

25  Die  der  Neipperger:  1)  die  Markungen  seien  seiner  Zeit  abgesieint  worden.  2)  Das 
Kloster  haben  sie  wegen  der  Gikter  eu  Klingenberg  und  des  Bremichwaldes  im 
Beisein  der  Jaeger  zur  Rede  gestellt.  Kesings  Acker  liege  auf  Klingenberger 
Markung,  er  habe  ihn  von  Pfaff  Hans  selig  von  Klingenberg  gekauft,  der  selbst 
kein  Eigengut  zu  Klingenberg  gehabt  habe,  wie  mit  beiliegenden  Briefen   und 

30  Kundschaften  erwiesen  sei.  3)  Die  Bockinger  haben  jedenfalls  um  den  Mord 
geumsst  4)  Beharren  auf  ihren  Anspriichen  und  berufen  sich  auf  die  Aussage 
zweier  Knechte,  deren  einer  noch  lebt  und  Burger  zu  HeUbronn  ist. 

d)  Die  Nachreden  fehlen.     Vorhanden  sind  folgende  Kundschaftsbriefe: 
Hans  GrTusUig,  Vogt  zu  Schorndorf,  beurkundet  die  Aussage  des  Schult- 

35  heissen  und  des  mehreren  Teils  des  Gerichis  zu  Hundsholz  (Honsoltz  =  Adel- 
berg-Dorf),  dass  Hans  Gartach  von  Adelberg  glaubxoUrdig  sei.  —  1436  (conver- 
sionis  Panli)  Jan.  25. 

Ger[lach]  Vogt  zu  Brackenheim  vemimmt  auf  Bitten  HeUbronns  den 
Heinz  Gartach  von  Adelberg,  der  bezeugt,  dass  frUher  die  Besitzer  Klingenbergs, 

40  Reinbold  von  Klingenberg  und  der  Feiertag,  ihr  Vieh  nicht  auf  die  Weide 
getrieben  haben,  erst  die  Neipperger  haben  das  begonnen,  aber  gegen  den  Willen 
der  Bockinger,  die  das  Vieh  ofters  gepfdndet  haben.  —  1436  (suntag  nach  con- 
versionis)  Jan.  29. 

*)  Heinz  Heydenheim,  Burger  zu  Heilbronn,  bekennt,  dass  er  vor  ttwa 
16  Jahren  an  Fryenstein  sein  Hffflein  zu  Bockingen,  darunter  den  obigtn 
..Engtlacker^^  auf  Klingenberger  Markung,  den  er  von  seinem  Vater  und  dieser 
von  dem  seinigen  ererbt,   verkauft  habe.   —   1436  (Agneten   tag)  Jan.  21.     Or.. 


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284  1435  Dez.  16. 

BUrgermeister  und  Eichter  von  Sulm  vernehmen  auf  Bitten  Heilbronns 
den  Heine  Hofikein,  der  hezeugt,  er  und  sein  Vater  seien  lange  Hirten  zu 
Bockingen  gew^sen,  erst  die  Neipperger  haben  die  Kuhtoeide  beniiieen  woUen^ 
£s  sei  ihnen  abef-  imtner  gewehrt  %/porden,  —  1436  (rnentag  vor  purificacionis) 
Jan,  30.  5 

Johann  von  Nippenburg,  Komtur^  vemimmt  auf  Bitten  HeUbronne  den 
Kunz  Brenner^  frUher  F'eldschiitze  und  Knecht  der  von  Bockingen,  der  die 
gleiche  Aussage  macht  wie  Heinz  Gartach.  —  1436  (fritag  nach  purificacionis) 
^ebr,  3. 

Hilprand  Konig^  Klaua  Frankenbach  zu  Ghroaagartach^  Siegel  Hosser,  10 
Hans  Snepf,  Konrad  Eberhard  zu  ScMuchtem,  Heinz  Diene9'  und  Konrad 
Hagen  von  Nordheim  bekennen,  doss  sie  und  5  andere  bereils  verstorbene  auf 
Bitten  der  Stadt  und  der  von  Neipperg  seiner  Zeit  die  Markungen  Bockingen 
und  KUngenberg  geschieden,  vom  Stein  auf  derHohen  Strasse,  der  die  Markungen 
Grossgai'tachj  Bockingen,  Nordheim  und  KUngenberg  scheidet,  angefangen  haben  15 
4^nd  an  den  Neckar  herabgegangen  seien  und  niemand  haben  schddigen  tvoUen, 

—  Siegler  Hans  Clingkhart,  Kuchenmeistei'  im  Deutschen  Haus  zu  Heilbronn, 
und  Junker  Wigand  von  Erlenbach,  1436  (dinstag  naeh  Agathen  tag)  Febr.  7. 

Schultlieiss  und  Bichter  von  Bruchsal  vernehmen  auf  Bitten  HeObronns 
den  Michel   von  Binswangen  und  Heinz  Boppenhan,   beide  von  Bdckingen  ge-  20 
hUHig,  die  bezeugen,  die  von  KUngenberg  haben  ihr  Vieh  nur  bis  zum  BreufeU 
bronnen  getrieben.  —  1436  (mitwoch  nach  Dorotheen  tag)  Febr.  8. 

Heinrich  von  Heimberg  vemimmt  auf  Bitten  Heilbronns  den  Heinz  Summer- 
mann  von  Hsfeld,  der  bezeugt,   so  lange  er  SchHtze  der  Bockinger  gewesen  sei, 
haben  die  von  Neipperg  ihr  Vieh  immer  gegen  deren  Willen  auf  die  Kuhweide  25 
getrieben  und  seien  oft  gepfdndet   worden.  —    1436  (Appolanien   tag)  Febr.  9. 

—  Fi'ir  Summermann  stellen  Schultheiss  und  Bichter  von  Ilsfeld  am  gleichen 
Tag  (donderstag  vor  Scolastice)  ein  Leumundszeugnis  aus.  —  Siegler  Endres 
Maler,  Johanniterbruder,  Pfarrer  zu  Ilsfeld, 

Konrad  von  Bdckingen,  Kirchherr  zu  Bockingen,   vernimmt   auf  Bitten  30 
Heilbronns  den  Peter  Hofmann  zum  Neusnhaus,   der  dieselbe  Aussage  macht. 

—  1436  (fritag  Scolastice)  Febr.  16. 

Von  da  an  fehhn  die  Akten  bis  1438  Mai  28. 


570.  Eberhard  von  Vinsterloch  unci  seine  Fran  Katharina 
Haselechin  beurkundeUy  dass  Katharina  ihr  Biirgerrecht  zu  Heilbronn  35 
aufgegeben,  sie  beide  ihre  bed-  und  anzahlpflichtige  Habe  zu  2000  Gul- 
den geschdtzt  nnd  da  von  nach  Stadtrecht  200  veranzahlt  haben,  erhalten 
die  Erlaubnis,  mit  dem  Verkauf  ihrer  liegenden  Giiter  zu  Heilbronn 
3  Jahre  statt  eines  warten  zu  dtlrfen,  geben  dann  davon  alle  Abgaben 
wie  die  Biirger,  die  Bede  ausgenommen.  Katharina  verspn'cht,  auf  ^0 
Anforderung  von  Heilbronner  Bilrgern  vor  dem  Rat  oder  Gericht 
daselbst  zu  gehorchen  und  von  den  Heilbronnern  vor  deren  Gerichten 
Recht  zu  nehmen,  beide,  in  Spdnen  wegen  der  genannten  Giiter  sich 
mit  dem  Entscheid  des  Rats,  Gerichts  oder  der  Unierganger  der  Stadt 


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1486  Jan.  9  —  Mai  14.  285- 

zu  begnugen.  Im  vierten  Jahr  sollen  sie  ihre  Giiter  an  einen  ein- 
gesessenen  Burger  verkaufen,  nach  Ablauf  desselben  sollen  die  iinver- 
kauften  wieder  in  Bede  und  Amahl  cerfallen,  —  Siegler  Eberhard 
und  Johann  von  Nippenburg,  Komtur  zu  Heilbronn.  —  1436  (monr 
5  tag  nach  Erhartz  tag)  Jan.  9. 

Heilbronn,  unteres  Gewolbe,  Lade  42.     Or.y  Pg.  mit  Siegeln. 

571.  Konrad  Kumpf  zu  Brettach  reversiert  sich  gegenilber 
Nikolaus,  Guardian,  und  Hans  Eyerer,  Fiirseher  des  Barfusserklosters 
zu  Heilbronn,  iiber  die  Beleknung  mit  dem  Giitlein,  welches  das  Kloster 

10  von  Bernold  dem  dlteren  von  Thalheim  und  seiner  Frau  Elisabeth  von 
Niefern  gekauft  hat  (23  Morgen  und  eine  Wiese  von  nicht  genannter^ 
Grosse;  Flurnamen:  Salchenau,  Schleckmannshalde,  Heyenthal,  alte 
Schnitte,  Kreuzgraben,  Holder;  neben  Giitern  der  HeUigen^  des  heiligen 
Kreuzes  und  unserer  Frau)  ^)  und  yiebt  'je  2  Malter  Kom  und  Dinkel 

15  und  3  Malter  Haber  Gi'dte,  —  Siegler  Johann  Kollenberger  und  Rafan 
von  Neideck.  —  1436  (samstag  vor  halpfasten  letare)  Mdrz  17. 

St. A.  Neuenstadt  4.  Or.y  Pg,  mit  Siegeln.  Nach  CA.Beschr.  Neckar- 
»ulm  310  haite  Elisabeth  von  Thalheim  die  Outer  1433  ans  Kloster  verkauft 
(Urkunde  auf  dem  BcUhaus  in  Neuenetadt).  —  Nach  einem  Brief  Konrad 
20  Kumpfs  an  den  Guardian  von  1457  (Pg.y  angendht  an  den  Pg.8treifen  des 
2.  Siegels)  erwarh  Kumpf  die  Hofstatt  als  Eigengut  und  trug  dafiir  einen  Acker 
zu  Lehen  auf. 


572*  Hans  Busch.  Bilrger  zu  Weitisberg,  und  seine  Frau  Anna 
verkaufen  den  Nonnen  Anna  und  Margarethe  von  Mockmiihl,  Schwestern,. 

25  ihr  mit  einem  Elmer  Wein  giiltbares  Sechstel  am  Weinsberger  ZehnteUy. 
an  dem  das  St.  Klarakloster,  das  n-ach  der  Nonnen  Tod  deren  Teil 
erben  soil,  jetzt  ein  Sechstel,  der  Kirchherr  und  die  FrauenpfrUnde 
zu  Weinsberg  je  ein  Drittel  haben^  urn  60  Gulden.  —  Siegler  Hans 
Nagel  und  Heinrich  Moll,  Rlchter  zu  Weinsberg.   —  1436  (mentag 

30  in  der  crutzwuchen  vor  unsers  herren  uflfarttag)  Mai  14. 

St.A.  Heilbronn  IV,  Klarakloster.     Or.y  Fg.,   das   1.  Siegel  zerhrochen. 

a)  Beehthold  Metzinger  und  Hans  Lohmann,  Burger  und  vom  Bat  be- 

stellte  Spitalmeister  zu  Weinsberg,  erhalten  vom  St.  Klarakloster  zu  Heilbronn 

Ermdssigung  eines  wegen  Verkleinerung  des  Ackers  nicht  mehr  gereichten  Zinses 

35  von  12  auf  6  Schilling.  —  Siegler  das  Spital.  —   1474  (montag  post  letare) 

Mdrz  21.  —  Ebd.  Or.^  Pg.,  am  Siegel  unten  ein  Stuck  abgebrochen. 


>)  FfrUnden  zu  Neuenstadt. 


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-586  1436  Juni  13  —  1437. 

573*  Hans  GemmingeVy  Hans  Kuder,  Paul  Guott  und  Hans 
Viewer,  Biirgcr  und  zurzeit  geschworene  Untergdnger  der  Stadl 
Heilbronn,  entscheiden  zwischen  Kloster  Schonihal  und  Hans  Diemar 
<lem  jimgen,  der  Brunnen  am  Thor  des  Sohonthaler  Hofs  soil  gemein- 
sam  sein,  Diemar  die  neugemachten  Fenster  an  seinem  Hans  gegen  5 
den  Hof  des  Klosters  abthun  und  nnr  drei  kleine  Fenster,  hochstens 
einen  Schuh  weit,  haben  und  nichts  in  des  Klosters  Hof  schiitten 
oder  werfen  durfen.  —  Gnott  hat  kein  Stegel.  —  1436  (nebsten 
mitwoch  Bach  Viti  und  Modesti)  Juni  13, 

StA,  Sehonthal  60.     Or,,  Pg,,  das  1,  Siegel  undeutlich  und  btachadigt,  10 
JCopie  bet  Kremer,  Chron,  SchdnihcU.  1421, 

a)  Dieselhen  nehmen  einen  Untergang ')  vor  ewischen  Kloster  Sehonthal 
und  Hans  Ehlin  wegen  etlicher  Winkd  swischen  ihren  Hofen  und  des  Trauf- 
rechis  darin.  —  SiegUr  und  Datum  wie  vorhin,  —  Ebd.  Or,,  Pg,^  mit  Siegeln, 

574.  Bernhard  Berlin^,  BUrger  zu  Heilbronn,  und  seine  Frau  15 
Margarethe   verkaufen  an  Peter  Fuwer  genannt   Wigmar  9  Pfund 

4  Schilling  Zins  von  den  Hdusern  des  Hans  Moll  in  der  Juden-,  des 
Klaus  Bader  in  der  Lichtensterner-  und  der  Trautzenbechin  in   der 
Klostergasse  um  29  Gulden  rheinisch  und  ein  Ort,  —  Siegler  die  Richter 
Hans  Gemminger  und  Hans  Kuder,  —  1436  (Bartholomeus  abend)  20 
Aug.  23. 

St,A,  Heilbronn  I,  Weinsehnten  und  sonstiger  Besitz,    Or,,  Pg.  mit  Siegeln. 

a)  Berhuse  Herschin,  Burgerin  zu  Heilbronn,  verkaufi  an  ihren  Stie/sohn 
Peter  Fuer  genannt  Wigmar  6  Pfund  Zins  von  ihrem  Hof  in  dsr  Judengasse 
zioischen  der  alten  Heungerin  und  dem  Kirchherrn  von  Bdckingen  um  32  Gul-  25 
den  rheinisch  und  6  Schilling  Pfennig.  —  Siegler  die  Richter  Marx  Schenkel 
und  Jakob  Binckesser,  —   1439  (Gallen  tag)  Okt,  16.  —   Ebd.  Or,,  Pg,,   das 

1,  Siegel  abgegangen, 

b)  Johann  von  Bdckingen,  Priester,  und  sein  Valer  Riilin   an  denselbtn 

63  Schilling  2  H tiler   und  2  HUhner  Zinse  (werden  aufgeznhlt,   zu  Bdckingen  30 
und  Heilbronn)  um  PVs  Gulden.  —  1441  (Matheus  aubet)  Stpt,  20,  —  Ebd.  Or., 
Pg,  die  Siegel  unkennilich, 

575.  Streit  Heinricks  con  Remchingen  mit  der  Stadt  Heilbronn 
wegen  einiger  Kleinodien,  die  der  Jude  Fifel  zu  Heilbronn  an  ihn 
herauszugeben  hat,  —  1437 — 1442*  35 


*)  Marquard  Merklin,  Jakob  Binkesser,  Baff  Isenhut  und  Melcher  HeUner 
nehmen  einen  Untergang  vor  zwischen  Hans  Mangmeister  und  der  Witwe  Kuder 
wegen  zweier  Winkel  zwischen  ihren  Hofen,  —  Isenhut  siegelt  nicht.  —  144()  (dins- 
tag  nach  Egidicn  taj^)  Sept.  4.  —  Heilbronn  Lade  10,2,    Or.,  Pg.  mit  Siegeln. 


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1437  Mai  8  -  Okt.  16.  287 

Die  Korrespondenz  hdngt  teilweise  mit  der  itber  Frankenbach  eusammen 
und  liegt  bet  dieaer,  Heilbronn  25,  Acquisition  Fasz.  10  und  1  a. 

Der  Jude  Fifel  war  vom  Bat  gu  Speyer  verurteUt  toorden,  Heinrich  von 
Remchingen   eiliche  Kleinodien   herauszugeben  und  seine  Kosten  zu  ersetzen. 

5  Remchingen  fordert  die  Stadt  Heilbronn,  wohin  Fifd  inzwischen  gezogen  war, 
auf,  denselben  dazu  anzuhaUen^  1437  Jan,  25.  Nach  ofterer  Mahnung  thut 
dies  die  Stadt,  der  Jude  geht  nach  Speyer  und  hinterlegt  die  Kleinodien,  da  er 
Remchingen  nicht  trifft,  beim  BUrgermeister  Eitelfritz,  Sejjtemher  oder  Oktob&r. 
Remchingen  beklagt  sich  Ober  ungenOgende  Ausfuhrung  des  Speyerer  Urteils 

10  und  iiber  Beschutzung  das  ,.Judshundes"  durch  die  Stadt,  Diese  schickt  den 
Juden  dreimal  mit  ifirer  Ratsbotschaft  nach  Speyer,  urn  zu  erfahren,  was  an 
der  Ausfuhrung  des  Urteils  noch  fehle,  eventueU  um  das  Urteil  durch  den 
Speyerer  Rat  trldutem  zu  lassen,  was  Remchingen  absclddgt.  In  einer  Tddi- 
gung  zu  Speyer  verurteilen  die  HeiU>ronner  BUrgermeister  Hans  Eyrer  und 

15  Markart  den  Juden,  Remchingen  GenUge  zu  thun  (1438).  Remchingen  fordert 
die  Er/miung  dieses  Urteils  noch  1439  Mdrz  2  und  1440  Juli  30,  und  wie  es 
scheint,  wieder  im  Herbst  1442.  Nach  dem  letzten  Brief,  der  in  dieser  Sache 
vorhanden  ist,  vom  10.  Sept.,  war  der  Jude  dem  Speyerer  Urteil  noch  thcM  nach^ 
gekommen  und  inzwischen  nach  Sinsheim  yMnter  BfdXzgraf  Otto  gezogen" ;  trotZ' 

"20  dem  ivendet  sich  Remchingen  an  Heilbronn,  da  die  Stadt  sich  fur  den  Juden 
verechritbm  habe  und  seiner  mdchtig  gewesen  sei. 


576.  Swicker  von  Sickingen  zu  Scheuerberg  beurkundety  doss 
er  zu  dem  sett  lange  ausgeiibten  Vlehtrieb  im  Huntrich  und  der  Weide 
oberhalb   Sulm  kein  Recht,   sondeni    ntir   von   der   Stadt  Heilbronn 

25  uegen  freundlicher  Nachbarschaft  die  jederzeit  widerrufliche  Erlaub- 
yiis  habe,  —  1437  (unsers  Herren  Gots  uflfart  abend)  Mai  8. 

Heilbronn  90,  Vieh  5.     Or.  mit  beschddigtem  Siegel. 

577.  Paul  Burger  genannt  Dinkelsbiihl,  BUrger  zu  Heilbro7in, 
und  seine  Frau  Elisabeth  stiffen  tnit  2  Pfund  Heller  Giilte,   die  sic 

30  von  Bemold  von  Thalheim  gekauft  und  von  Martin  Bretach  von 
G  litem  zu  Flein  zu  empfangen  haben,  bel  de7i  BarfUssern  einen  Jahr- 
tag  fiir  ihr  Geschlecht  und  verpflichten  diese  zugleich,  wenn  eines  von 
ihnen  stirbt,  die  Vigilie,  Seelenmesse,  den  Siebenten  und  Dreissigsten 
fiir  dasselbe  zu  halten.     Bei  Versdumnis  verfdllt  ^er  Zins  von  einem 

35  Jahr  dem  Spital.  —  1437  (Gallen  tag)  Okt.  16. 

St. A.  Heilbronn  IV ^  Klarakloster.     Or.,  Fg.  mit  Siegel. 

578.  An7ia  Waldenbergin,  Linhard  Lohlins  Frau,  Biirgerin 
zu  Heilbronn,    beurkundet,    dass   sie    tvegen    „grossen   Ununllens  und 

Widerwdrtigkeitf  um  besseren  Friedens  willen  und  um  grosserem  Unrat 


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288  U37  Okt.  17  —  1438. 

zuvorzukommen^  die  Ehe  zeitweilig  geschieden  und  ihre  Giiter  geteilt 
haben,  „bis  Gott  ihre  Sache  wieder  zu  Gutem  und  besserer  Freund^ 
schaft  schicke^.  —  Siegler  die  GeisUichen  Johannes  Clingkhurt,  Kiichen- 
meister  im  Deutschen  Haus,  und  Konrad  von  Bockingen,  Kirchherr 
zu  Bockingen,  —  1437  (dunderstag  nach  Gallentag)  Okt  17.  > 

Heilbronn  Lade  19,6,     Or,,  Fg.  mit  S%eg$ln. 

S79.  Prozess  zwischen  Heinrich  con  Bemchingen,  Martin  Goler 
ron  Bavensberg  und  der  Stadt  Heilbronn  wegen  des  Dorfs  Franken- 
bach.  —  1438—1441. 

Die  Briefe  und  Akten  Heilbronn  25(26  in  11  rasziheln.  10 

Heinrich  von  Bemchingen  hatte  Weiler  und  Frankenbach  urn  2000  Gulden 
an  Peter  von  Thalheim  verpfdndet,  ersteres  urn  80f)  Gulden  wieder  eingelost, 
und  meinte,  nun  Frankenbach  um  12(X)  Gulden  zurilckkaufen  eu  kdnnen.  Peter 
mn  Thalheim  hatte  Frankenbach  um  1800  Gulden  weiterverpfdndet,  zuletzt  an 
Heilbronn,  da  nach  seintr  Auffassung  von  den  600  Gulden  100  Entschddigung  15 
fiir  vorgenommene  Bauten  zu  Weiler^)  waren.  Die  Stadt  Heilbronn  ware 
hiemit  in  Schaden  gekommen,  giebt  etch  daher  Miihe,  die  beiden  zu  einer  Tddi- 
gung  wegen  der  100  Gulden  zu  h-ingen  (von  April  12  an),  was  an  Bemchingens 
Abneigung  scheitert.  Dieser  forderte  von  der  Stadt  eine.  beglaubigte  Abechrift 
der  Verpfdndungsurkunde  auf  Pergament  und  eine  Gegenurkunde  von  der  Stadt  2Q 
fiber  die  Wiederlosung, 

Nun  erhob  Martin  Goler  von  Bavensberg  Anspruch  auf  einen  Teil  von 
Frankenbach  als  mUtterliches  Erbe  von  Triegel  von  Gemmingen  her.  Die  Stadt, 
die  das  Dorf  nur  als  Pfand  innehatte,  wies  ihn  an  den  Eigentumer,  Heinrich 
von  Bemchingen,  GdUr  entgegnet,  er  konne  sich  nicht  an  diesen  als  EigentUmer  25 
icenden,  da  er  sdbst  EigentUmer  sei,  fordert  Herausgabe  des  beanspruchten 
Teils  sowie  etwa  eingenommener  Nuizung  und  Entbindung  der  armen  Leute 
vom  Treueid  innerhalb  8  Tagen  und  droht,  er  werde  sonst  mit  Hilfe  seiner 
Herm  und  guten  Freunde  sein  Becht  durchzufUhren  suchen;  die  Stadt  moge 
sich  an  den  halten,  von  dem  sie  das  Pfand  ei'worben  (1438  Okt,  31),  Die  30 
Sta4t  wandte  sich  an  Bemchingen  mit  der  Bitte^  laut  seiner  Verschreibung  den 
Kauf  zu  wehren,  die  Sache  mit  GSler  aufeunehmen,  Dieser  antwortet,  Georg 
von  Gemmingen,  sein  Bruder  Hans  von  Bemchingen  und  er  selber  haben  das 
Doff  stets  ohne  Ansprache  von  seiten  Golers  besessen;  er  habe  sich  aber  mit 
diesem  bereits  auf  ihre  Freunde  Hans  von  Sickingen,  Hans  von  Helnistadt  35- 
Vogt  zu  Ladenburg  (I^auterburg),  und  Hans  von  Venningen,  Vitztum  zu  Neuen- 
stadt,  geeinigt.  Die  Stadt  Iddt  Goler  vor  Pfalzgraf  Otto,  Goler  geht  darauf 
ein,  fordert  aber,  der  Pfalzgraf  solle  i'lber  Frankenbach  entscheiden,  wdhrend 
die  Stadt  nur  entscheiden  lassen  will,  ob  sie  des  Doifs  wegen  zur  Antwort  ver- 
pflichtet  set,    Goler  envidert,  die  Stadt  suche  anscheinend  Abwege ;  wenn  sie  die  40 


*)  Nach  der  Antwort  HeiWronns  auf  Bemchingens  Klage  1441  Dez.  14 
genauer  60  ft,  far  Bauten,  40  ft.  fiir  eine  von  Thalheim  an  Bemchingen  abge- 
tretene  Forderung, 


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1437  Okt.  17  —  1438.  289 

Sache  mU  Haderei  ausiragen  toolU^  kdntte  er  ihnen  helfen:  droht,  bei  Vereag 
mii  Gotfe^j  seiner  Herrn  und  Freunde  Hilfe  das  Seinige  an  sich  su  nthmen, 
1438^)  (Johans  tag  ewaDgelista)  Dez.  27,  Die  Siadt  verbtUet  sich  den  hoch- 
miitigen  Ton  seines  Briefs,  will  den  Ffalzgrafen  auch  noch  entscheiden  lasseti, 
5  ioelches  von  ihrm  Angeboten  das  billigere  saij  (1439  tercia  feria  ante  festuin 
circumcisionis)  1438  ^)  Dez,  30,  Gdier  besteht  auf  seiner  Forderung,  droht  von 
muem  mit  der  Hilfe  seiner  Freunde,  die  Stadt  brauche  nicht  zu  zweifeln,  doss 
er  sich  ihres  Hochmuts  wegen  oder  a  us  Furcht  mit  Papier  und  Botenlohn  nicht 
Muren^  lasse ;  freut  sich,  dass  ihm  sein  Herrgott  einen  Mund  verliehen,  Worte 

10  zu  reden,  die  die  Stadt  nicht  gern  hr)rt,  1439  Jan.  10.  Unterdessen  geht  cine 
Heilbronner  Gesandtschaft  nach  Heidelberg  und  trifft  daselbst  Heinrich  von 
Eemchingen  (der  sonst  zu  Speyer  ist);  dies&r  wundert  sich  iiber  Gdlers  Forde- 
rungen  an  die  Stadt,  da  er  doch  mit  ihm  auf  Meister  Ludwig  von  Ast  und 
Hans  von   Venningen,   Vitztum  zu  Xeuenstatt,  iiber eingekammen^  Jan.  25, 

15  1440  Juli:  Goler  weist  Meister  Ludwig  und  jeden  andern  zurUcky  fordert 

seinen  Vetter  Hdnrich  von  Etmchingen  vor  Pfalzgraf  Otto,  Dieser  erbietet 
sich  vor  das  Landgericht  zu  Bottweil,  seines  Wissens  das  oberste  Gericht  in 
deuischen  Landeti,  oder  eine  der  Steidte  Speytr,  Worms  oder  Mainz,  oder  einen 
Schiedsrichier  mit  gleichem  Zusatz,    (Kin  Teil  der  hitr  erwahnten  Briefe  ist 

"?0  nicht  vorhanden,  die  Korrespondenz  der  beiden  wurde  der  Stadt  nur  zum  Teil 
mitgeteilt,) 

Da  Gofer  von  seinem  Vetter  „keine  redliche  Ausrichtung  erhalten,  sondern 
nur  mit  viel  Worten  umgefiihrt  worden'*,  richtet  er  seine  Ft/rderung  auf  Heraus- 
gabe  des  Dorfs  oder  Erscheim^n  zu  rechtlicher  Verhandlung  vor  Pfalzgraf  Otto 

2r^  wiedtr  an  die  Stadt,  144()  (sampstag  vor  Jacobs  tag)  Juli  24*  Bemchingen^ 
an  den  sich  diese  nun  halien  will,  meint  mit  seinem  Erbieten  Goler  gegenubtr 
bereits  genug  getfuin  gu  haben,  dieser  habe  ihm  aUes  abgeschlagen,  Goler  wieder- 
holt  seine  Farderuug  an  die  Stadt  1441  (dinstag  nach  judica)  April  4,  da  eine 
aweimalige  Besprechung  mit  Bemchingen  ergebnislos  geblieben  war.    Die  Stadt 

30  wendet  sich  wiedtr  an  Bemchingen:  wenn  er  sie  nicht  von  der  Klage  befreie, 
milsste  sie  mit  Goler  vor  den  Pfalzgrafen  kommen,  da  sie  sich  in  ihrer  Einung 
mit  der  Pfale  daeu  verschrieben  habe  [Artikel  iiher  Klagen  pfdlzischer  Diener]; 
Bemchingen  meint,  ein  Urteil  des  Pfalzgrafen  kdnne  ihn  an  seinem  Eigentums- 
recht  nicht  schddigen,  da  die  Stadt  das  Dorf  nur  als  Pfand  besitee,  wiederholt 

36  seine  Anerbietungen  Gdler  gegenUber,  Letzterer  wird  geduldiger,  da  er  selbst 
gesehen,  dass  Bemchingen  „ein  verzugiger  Mann  in  seinen  Sachen^  sei,  Eine  von 
Bemchingen  gtwUnschte  Besprechung  mit  Heilbronner  Batsherm  und  Franken- 
bacher  Bichtern  kommt  wegen  der  wUden  Landslaufe  nicht  zu  stande.  Die 
Bate  der  Stadt,  den  Pfalzgrafen  entscheiden  zu  lassen,   ob  sie  UberJiaupt  auf 

40  stine  Klage  zu  antworten  habe,  schldgt  Goler  als  Versuch  zu  weiterem  Auf-- 
schub  ab  und  besteht  auf  unbedingtem  Becht :  fordert  Schultheiss,  Gericht  und 
Gtmeinde  zu  Frankenbach  auf,  ihm  zu  huldigen  und  als  fromme  Leute  ihm, 
ihrem  rechten  Erbherm,  wie  den  bisherigen  Inhabem  des  Dorfs  mit  alien 
Diensten  gewdrtig  zu  sein,  verbietet  unier  Androhung  von  Fehde,  der  Stadt  irgend' 

45  me  dienstbar  zu  sein  und  verspricht,  das  Dorf  mit  Hilfe  seiner  Herrn  und 
Freunde  gegen  die  Stadt  zu  schiitzen,  1441  (domstag  nach   cantate)  Mai  18; 


*)  Circumcisionsstil !  —  ^)  NativitdtsstH ! 
Wflrit.  GeBchiohtsqvollexi  V.  19 


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290  1^38  Jan.  25. 

v&rlangt  dann  van  der  Stadtj  die  armen  Leute  von  ihrem  Eid  zu  entbinden, 
das  Dorf  und  die  eingenommene  Nuieung  Jierauszugeben  oder  zu  unbedingiem 
rechtlichem  Austrag  vor  Pfalzgraf  Otto  zu  kommen,  sonst  m&sste  er  nach  seinem 
Erbe  greifen^  seine  und  seiner  Heifer  Ehre  wahren  und  die  Vfn'enthaltung  seines 
Erhes  und  gleichen  billigen  Rcchts  dffentlich  kundthun,  (fi^tag  vor  pfingstag)  5 
Juni  3.  Der  Ffalzgraf  r&t,  die  Stadt  soUe  zuerst  mit  Remchingen  daruber 
einig  werdtn,  ob  er  Gewiihrschaft  leisten  woUe,  und  halt  strenges  Vorgehin  nicht 
far  notwendig,  da  ja  beide  Parteien  seine  Freunde  seien.  Auf  einer  Tddigung 
zu  Speyer  wird  Remchingen  verpflicJUet,  fur  sich  und  fUr  die  Stadt  auf  die 
Klage  Gdlers  Recht  zu  geben  (Albans  tag)  Juni  21;  er  verlangt  von  Goler,  10 
dass  die  Eigeniumsklage  nicht  gegen  die  Stadt^  sondern  gegen  ihn  selbst,  den 
EigeniUmer^  anhdngig  gemacht  werde  und  erbietet  sich  vor  das  Landgericht  zu 
Rottweil,  ein  Schiedsgericht,  eine  der  Stddte  Speyer,  Worms  und  Mainz,  das 
kunftige  konigliehe  Hofgtricht,  Pfalzgi-af  Stephan,  dessen  Sohn  Friedrich,  beide 
oder  einen  Herm  von  Wirtemberg,  einen  der  letzteren  aU  Schiedsrichter  mit  15 
gleichem  Zusate  oder  das  Gericht  zu  Erankenbach,  wenn  dieses  es  annimmt. 
Letzteres  lehnt  es  ab,  erbringt  Ubrigens  den  Kundschaftsbeweis,  dass  das  Dorf 
nach  des  Dorfes  Recht  von  Hans  von  Retnchingen  an  seinen  Bruder  Heinrich 
iibergeben  woi'den  sei  und  letzterer  es  bei  20  Jahren  innehabe,  Remchingen  er- 
bietet sich  der  Stadt  gegeniiber  vor  Pfalzgi'af  Stephan,  thut  dann  aber  die  notigen  20 
Schritie  nicht;  Gdler  sieht,  dass  er  y,vor  Alter  auf  kein  Pferd  mehr  sieigen 
kdnnie^^,  wenn  er  auf  den  Austrag  des  Handels  zwischen  Remchingen  und  der 
Stadt  warten  wolUe,  und  erdffnet  die  Eehde,  a^fangs  September,  Pfalsgraf  Otto 
bringt  einen  WaffenstiUstand  bis  Gallentag  ^)  zu  stande,  den  Gdler  bis  Eisbethen- 
tag  *)  verldngert,  nachdem  Pfalzgraf  Stephan  der  Stadt  und  Remchingen  einen  25 
Tag  nach  Lambsheim  auf  Nov.  6  angesagt  hatte  (Meisenheim  1441  sexta  ante 
Galli,  Okt,  13),  Auf  letzterem  Tag  erhielt  Remchingen  das  Urteil,  dass  er  mit 
seinem  Angebot  gegen  Goler  die  l^icht  der  Fertigung  erfiillt  habe  (das  Urteil 
nicht  vorhanden^  aus  einem  Brief  der  Stadt  an  Pfalzgraf  Stephan  vom  sun  tag 
nach  Kathrincn  tag,  Nov.  26,  zu  aiinehmen),  30 

Unterdessen  hatte  Goler  die  Stadt  wegen  Rechtsvtrweigerung  beim  Fern- 
gericht  durch  seinen  Prokurator  Heinrich  von  BS^husen  verklagt  und  Hans 
Romer,  Freigraf  zu  Hundem  Iddt  die  Stadt  auf  Jan.  16  vor  dsn  Freistuhl  zti 
Babenoill,  1441  (dinstages  na  Gallen  dage)  Okt.  17,  (Weitsr  ist  darUbei-  nichts 
vorhanden ;  ob  sich  diese  Vorladung  auf  den  Streit  um  Frankenbach  bezieht  9)  35 

S80.  Johann  Georg  von  Bottwnr,  Pfrdndner  am  Marienaltar 
in  der  Ffarrkirche  zu  Heilbronn,  beurkundet,  dass  das  Haus  in  Pfaff 
Jorgen  Gdsslein  ^)  hinten  am  Lichtensterner  Garten,  das  er  um  40  Gul- 
den fUr  seine  Pfriinde  gekauft  und  mit  seinem  eigenen  der  Stadt 
veranzahlten  Geld  gebessert,  wozu  er  noch  eine  Scheuer  gebaut,  von  40 
Thorhut',  Wach-  und  alien  andern  Diensten  freif  aber  2%i  40  Gulden 
steuerbar  sein  soil.  —  1438  (Pauls  tag  converaionis)  Jan,  25. 


^)  Okt.  16.   —   *)  Nov.  19.    —    ')  Es   liat   den  Namen    wohl   vom  Aus- 
steUer  selber. 


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1439  Okt.  8.  291 

Heilbronn  70  Jyih,     Or,,  Pg.  mit  Siegd.  —  Derselbe   verhauft  mit  Ge-- 

nehmigung  des  Lehenahtrrn  seiner  Pfriinde,  des  Pfarrers  Eherhard  Ksslingery 

1  Pfund  Giilte  su  Frankenhach  an   den  Heilbronner  Burger   Ludwig  Mailer 

und  seine   Frau   Anna,    1437  (mitwocli    nach    kerzwihe)  Febr,  5.,  Heilbronn 

5  Lade  35, 45,     Or,,  Pg,  mit  Sicgel  EssUngers, 

a)  Petrus  Scherer,  Kaplan  an  djr  St,  Jakobshirche  ausserhalb  Htdlbronns, 
verspricht,  das  Hffuslein  nebrn  seinem  Pfrundhaus  oben  in  der  Voteetiau,  das 
er  mit  Erlaubnis  der  Stadt  urn  35  Gulden  von  der  Wintherin  gekauft,  zum 
Kaufpreis  eu  versteuem  und  teas  andere  Burger  zu  leisten,  Auszugs-,  Wach- 

10  und  Vorhutdienste  ausgenommen^  und  das  Haus  an  keine  Gottesgabe,  P/rilnde  oder 
geislliche  8ache,  sondem  nur  an  einen  Biirger  zu  verdussern,  —  1439  (fritag 
vor  invocavit)  Febr,  2f),  —  Ebd,  Or,,  Pg,  mit  Siegel, 

Dtrselbe  me  vorhin  fUr  sein  urn  50  Gulden  von  der  Winterin  gekauftes 
Pfrundhaus  oben   in   der   V'otzenau  neben   der  Schefferin    und  Peter  Wigviar, 

15  nachdem  ihm  Bernhard  Berlin,  Lehensherr  saner  P/rilnde,  gestaltet,  das  alte 
Pfriindhaus  eu  verkaufen.  Die  Itizie  Bestimmung  fehlt  hier  nat&rlich,  —  Si^gler 
der  Ausstdler  und  Berlin,  —  1442  (dinstag  nach  Valeutini)  Febr,  20,  —  Ebd, 
Or,,  Pg,,  das  2,  Siegel  zerbrochen  und  dem  Abf alien  nahe. 

b)  Berthold  Zwir  (sotist  Zioim),  PfrUndner  am  Peter-   und  Paulsaltar 
20  in  der  Pfarrkirche  ebenso  fiir  einen  Baumgarten  am  Spitalwasen  neben  Meister 

Hans  Goldschmid  und  einen  Krautgarten  in  der  Gartengasse  neben  der  Vockin 
(35  Gulden),  —  1441  (fritag  nach  Ambrosien  tag)  April  7,  —  Ebd,  Or.,  Pg, 
mit  Siegel. 

c)  Meister  Johann   Trauzmbach,   Baccalaureus  der  hi,  Schrift,   ebetiso 
25  (zu  60  Gulden)  fUr  sein  ihm  von  seiner  Muhme  Elisabeth,  Chon  Hasenors  Witwe, 

vermachies  Haus  bet  der  Nikola uskirche  zwischen  Ludwig  Barsehaft  und  Ul- 
rich  Tresser.  —  1442  (samstag  nach  aller  heiligcn  tag)  Nov.  3.  —  Ebd,  Or., 
Pg,,  Siegel  abgerisstn, 

d)  Johann  Arck  (Erk),  Pfarrer  zu  Neckargartach,  ebenso  fiir  sein  Haus 
30  in  der  GrUninger  Gasse  zwischen  Hans  Syeder  und  der  Ringmauer,  —  Siegler 

Erk  und  Hans  Eygrer  der  aUe  (auf  dem  Siegel:  der  junger).  —  1458  (Doro- 
theen  tag)  Febr,  6.  —  Ebd.  Or.,  Pg,  mit  Siegeln, 


581.  Streit  der  Stadt  Heilbronn   mit  dem  Reichserbkdmmerer 
Konrad  von  Weinsbery  wegen  Vertreibuny  der  Juden,  —  1438  Jan.  14 
35  bis  1439  Okt.  8, 

AlbrecJU,  Weinsberger  UB,  (Hs,  auf  der  k.  Off,  Bibliothek  Stuttgart) 
3,185—235:  Weinsberger  Regesten  II B  3,  329^95;  einige  Notizen  in  dem  von 
AlbrecfU  herausgegebenen  Rechnungsbuch  Konrads  von  Weinsberg. 

Konrad  von  Weinsberg  an  die  Stadt  Heilbronn :  verlangt  unter  Erwdhnung 

40  eines  fruhtren  Schreibens,  einer  Sendung  des  Hatis  Greek  und  einer  milndlichen 

Besprechung  bei  seiner  Anwtsenheit  in  Heilbronn,  *)   dass  die  Stadt,  die  ihre 

Juden  vertrieben  hatte,   dieselben  dort  wohnen  lasse,  ihm  und  dem  Beich  die 


^)   Von  1437  Dee,  29  an;  s,  Albrecht,  Regesten. 


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292  1438  Marz  L 

jiUirliche  Steuer  nicht  wiisie  noch  damiederlege  und  fiir  das,  was  er  von  deit^ 
Juden  bekdme,  enischddige;  erbiettt  sich  zur  Abldsung  der  Steuer j  da  er  sick 
mit  der  Stadt  nicht  entzweien  wolle, 

1438  (dinstag  vor  An  tony  en  tag)  Jan,  14,  —  Die  Stadt  antworttt,  dass 
sie  die  Juden  nicht  ihm  noch  sonst  jemand  zu  Widerwdrtigkeit  beurlaubt  kabe,  5 
ftondern  durch  offcnbare  Notdurft  und  grossen  Schaden  der  Ihrigtn  gtzwungeti 
warden  sei,  und  wolten,  das  wir  die  uic  so  lang  gohalten  hetten;  gudem  werden 
sie  und  die  Ihrigen  in  Predigt  und  Beicht  ermahnt  und  gawarnt,  wie  sehr  sie 
fdch  durch  Duldung  des  Wuchers  der  Juden  gegcn  Gott^  ihren  Ndchsten  und 
sich  stlbst  versilndigen;  erbieten  sich  zu  gleichem  I{:icht  vor  den  Pfalzgrafen  lO 
und  seine  Bate  (qiiarta  feria  post  ootavam  epiphanie)  Jan,  15.  —  Konrad  von 
Weinsberg  anticorttt,  vor  Zeiien  haben  gtlehrte  und  fromme  Leute,  auch  die 
Pdpste,  dem  Beich  gestattet,  Juden  zu  halten,  warum  sollten  sie  dann  nic.'it  in 
einer  Stadt  des  Beichs  gehalten  tc^rden  dilrfen?  Ubrigens  habe  er  ein  Becht 
auf  diese  Einkunftty  da  seinen  Vorfahren  vor  KiO  Jahren  *)  die  Judetisieuem  15 
in  der  niedern  Landvogtei  verschrieben  warden  seien^  (samstag  nach  Anthonien 
tag)  Jan,  18.  Konrad  komnU  selbst  zweimal  naah  Heilbronn,  die  Streitendcn 
einigen  sich  auf  P/alzgraf  Otto,  den  Konrad  personlich  zu  Mosbach  um  An- 
seizung  tines  Toges  bitttt  (Ftbr.  25),  Ob  der  Tag  zu  stande  kam,  ist  nicht 
zu  ersehen,  jedenfalls  nahm  die  Siadt  die  Juden  nicht  auf.  20 

1438  Juli  27  Hbergab  Konrad  von  Weinsberg  dem  Kanzler  Kaspar  Schlick 
einen  Anschlag  der  Jildischheit  im  Beich  wegen  des  driUen  Pfennigs,  den  ihm 
der  Jude  Nachem  entworfen  hatte;  die  Juden  zu  Heilbronn  hatten  danach 
400  Gulden  zu  zahlen,  dabei  ist  aber  bemerki :  Die  sint  verdriben.  —  Die  Sache 
kam  auf  dem  Beichstag  zu  NUmbirg  zur  Verhandlung,  wohin  der  Konig  die  2& 
Juden  berufen  hatte,  Als  Maehtboten  des  Konigs  schreiben*)  Kaspar  Schlick, 
Kanzler,  Konrad  von  Weinsberg,  Beichserbkdmmerer,  und  Haupt  von  Pappen- 
heim,  BeichserbmarschaU,  an  die  Stadt:  der  Konig  habe  nicht  ertoariet,  dass 
sie  sich  unterstdnde,  seine  konigliche  Kammer  zu  verwUsten  und  die  ihm  zu- 
stehenden  Juden  zu  vertreiben,  besonders  jetzt,  da  sie  mit  andern  Juden  dem  30 
Konig  zu  siaiten  kommen  soUten,  er  begehre  und  gebiete  daher,  die  Juden  wie  bis- 
her  sitzen  zu  lassen,  sonst  mOsste  er  den  Schaden  seiner  Kammer  von  der  Stadt 
fordern.  Die  Stadt  antwortet,  sie  habe  den  Brief  demiitiglich  empfangen  und 
gelesen,  giebt  die  GrUnde  der  Verireibung  an  (fast  wortlich  wie  Jan,  15)  und 
biitet,  sie  dem  Konig  gegenUber  zu  verantworten  (mitwoch  vor  Bartholomei)  35 
Aug.  20.  Konrad  von  Weinsberg  ertoidert,  er  habe  die  Antwort  erwartet,  so- 
lange  sie  (die  drei  Maehtboten)  noch  bei  einander  gewesen  seien,  fordert  die  Stadt 
auf,  zu  bedenken,  was  an  der  Sache  liege  und  ihr  sonst  erwcuihsen  konnte. 
Guttenberg  (Bartholomeus  abend)  Aug,  23.  —  Die  Juden  wurden  wieder  auf- 
genommen  und  zahlten  nach  einer  Tddignng  mit  Konrad  2(X)  Gulden  an  diesen,  40 
1439  (durnstag  vor  Dyonisien  tag)  Okt,  8, 

S82»  Die  Vormiifuier  Hans  und  Volmar  Lemlins  verhaufen  deren 
Teil  an  Frankenbach  um  1300  Gidden  an  Heilbronn,  —  1438  Mdrz  1. 

*)  1312,    Stalin  3, 131 :  bei  Bohmer  nicht  zu  finden,  — -  *)  Nicht  erhaUen,. 
aus  der  Antwort  der  Stadt  entnommen. 


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1438  Miirz  1.  293 

St. A,  HeUbronn  J,  Frankenbach.     Or.,  Pg.  mil  Siege? n. 

Wir  diese  nacbgeschrieben  mit  namen  Peter  von  Dalhein  den 
man  nennet  von  Eberbacb,  Volmar  Lemlin  der  eltere  und  Peter  |  Lem- 
lin  gebmdere  bekennen  und  tun  kunt  oflfenbare  rait  disem  brief  als 

5  ich  vorgenanter  Peter  von  Dalhein  vor  jaren  von  |  Heinrichen  von 
Remchingen  burg  und  dorf  zu  Wyler  mit  iren  zn;;ehorden  und  sin 
teile  und  recht  an  dem  dorf  zu  Franckem|bach  mit  sin  zugeh6rden 
umb  zweytusent  guldin  uf  ein  ewigen  widerkauf  erkauft  ban  und  er 
nu  Wyler   burg  und   dorf  mit   iren    zugehSrden   mit   siebenhundert 

10  gulden  und  hundert  gulden  alda  verbute  von  mir  erlSset  und  mir  sin 
obgeschrieben  teile  und  recht  zu  Franckembach  mit  sinen  zugehorden 
fur  driizehenhundert  gulden  gelassen  hat  und  ich  nu  Hansen  und 
Volmarn  dem  jungen  myner  schwester  kinden  den  selben  teile  zu 
Franckenbach  mit  sinen  zugehorden  umb  dru/ehenhundert  gulden  auch 

15  uf  ein  ewigen  widerkauf  dern  vorgenanten  Heinrichen  von  Remchingen 
und  sinen  erbea  damit  zu  gewarten  zugewant  ban,  alles  nach  lute 
der  brief  daruber  gegeben  und  versigelt,  das  wir  alle  dry  anstat  und 
von  wegen  der  vorgenanten  zweyer  kinde  Hansen  und  Volmars  des 
jungen  als  ir  recht  furmiindere  den  ersamen  und  wisen  unsern  gnten 

20  frunden  burgenneistern  dem  rate  und  den  burgern  gemeinlich  der 
stat  zu  Heilpronnen  den  vorgeschrieben  teile  zu  Franckenbach  mit 
nllen  sinen  rechten  und  zugeh8rden  auch  fur  druzehenhundert  gulden 
uf  ein  ewigen  widerkauf  dem  vorgenanten  Heinrichea  von  Remchingen 
und  sinen  erben  damit  zu  gewarten  zugewant  und  zu  keuflfen  geben 

25  han,  des  selhen  gelts  sie  uus  gewert  und  bezalet  haben,  also  das 
die  vorgenanten  von  Heilpronn  und  alle  ire  nachkomen  und  stat  den 
vorgeschrieben  teile  zu  Franckembach  mit  luten  guten  vogtyen  ge- 
ric'hten  h6fen  zehcnden  zinsen  gulten  renten  rechten  gcwonheiten  und 
alien  zugehorden  zu  dorf  und  zu  felde   nu    furbas   in  haben   besizen 

30  nutzen  niessen  und  mit  aller  herliehkeiten  und  gevvaltsamy  gebruchen 
sollen  als  ir  eigen  gute,  in  aller  der  massen  und  zu  alien  rechten  [als] 
mir  dem  obgenanten  Petern  von  Dalheim  das  alles  von  Heinrichen 
von  Remchingen  verschriebeu  und  ankomen  ist,  also  lange  bis  er  oder 
sin  erben  den  selben  teile  zu  Franckenbach  mit  sin  zugehorden  wider- 

iio  umb  von  den  von  Heilpronn  mit  driezehonhundert  gulden  abkeuflfen 
erledigen  und  erlosen,  des  sie  in  auch  stat  tun  und  gehorsam  sin  sollen, 
alles  nach  inhalt  der  verkaufbrief  von  Heinrichen  von  Remchingen 
und  sin  frunden  daruber  gegeben  und  versigelt  on  geverde,  die  selben 
brief  wir  den   obgenanten   von  Heilpronn   allesampt   hiemit  zu  den 


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294  1438  Marz  31  —  April  1. 

iren  rechten  daruber  zu  iren  handen  und  gewalt  ubergeben  ban. 
Wir  gereden  audi  fur  uns  als  von  der  vorgenanten  zweyer  kinde 
wegen,  den  von  Heilpronnen  des  teiles  zu  Franckembach  mit  sinen 
rechten  gewonheiten  und  zugeborden,  als  vorgescbrieben  stet,  zu 
fertigen  und  zu  weren  fur  recht  eigen  mit  dem  reehten  fur  aller-  r> 
menglichs  und  eins  iglichen  rechtlich  ansprach  jare  und  tag  nach 
eigens  und  laudes  recht  und  gewonheit  on  alle  geverde.  Und  dis 
alles  zu  einem  waren  oflfen  urkunde  so  geben  wir  den  vorgenanten 
von  Heilpronnen  als  von  der  egenanten  kinde  wegen  disen  brief  mit 
nnsern  eigen  angehenkten  ingesigele  besigelt,  der  geben  ist  uf  den  10 
samstag  vor  dem  suntag  invocavit  in  der  vasten  in  dem  jare  als  man 
zalte  nacb  Crisi  gepurte  tusent  vierhundert  drissig  und  acbt  jare. 

583.  Der  Edelhiccht  Heinrich  von  Remching^t  verkauft  seineii 
Ttil  am  Dorf  Frankenhach  und  alles,  was  er  daselbst  hat,  Vogtef, 
Gerichtj  Zehnten,  Uofe,  Zinse,  Flschwasser,  Patronatsreckt  (geist-  15 
licher  lebenschaft  der  gottisgaben),  Haiqdrechte^  Hauptbauern  (-buern), 
Dienste  und  Gefdlle  urn  1400  Gulden  rheinisch  an  Bilrgermeister, 
Rat  und  Burger  von  Heilbronn,  setzt  dieselben  in  Besitz  ein  und 
behdlt  sich  das  Ruckkavfsrecht  jdhrlich  zwischen  Michnelis  und  Georgii 
vor,  —  Siegler  der  Ausstellery  Heinrich  von  Riqypurr^^  der  j tinge  ^ 
und  Heinrich  von  Neipperg,  —  1438  (feria  secunda  poet  dominicam 
judica)  Mdrz  31. 

SLA.  Hetlbr^nn  7,  Frankenhach.     Or.,  Pg,  mit  Siegeln. 

384:»  Wolf  Grecke  von  Kochendorf  und  seine  Frau  Elsa  Miinz- 
meisterin  beurkunden,  dass  letztere  ihr  Burgerrecht  zu  Heilbrojin  auf-  25 
gegeben,  ihre  Giiter,  1250  Gulden  und  das  ihr  von  ihrem  ersten  Mann 
Hans  Berlin  verschriebene,  zu  750  Gulden  angeschlagene  Wittum  veran- 
zahlt,  aus  der  Stadt  gezogen  und  nach  Sulchen  gebracht  habe  und 
fernerhin  von  diesen  Giliern  zu  Heilbronn  iveder  Bede^  Steuery  Thor- 
hut  noch  Frondienst  leisten  dilrfe,  nach  ihrem  Tode  aber  ihr  Wittum  80 
wieder  nach  Stadtrecht  abgabepfiichtig  sein  sofle,  doch  unschddlich 
ihres  Witttanbriefs;  die  beiden  verpjlichfen  sich,  tvenn  Irrung  wegen 
dieser  Giifer  entstiinde,  vor  Gerieht  oder  Untergang  nach  Heilbronn 
2u  kommen.  —  Siegler  die  Aussteller  und-  Elsas  Bruder  Hans  Munz- 
meister  genannt  Vetzer.  —  1438  (dinstag  vor  dem  palmtage)  April  1.  35 

Heilbronn  59  IV  B  1,     Or.,  Pg.,  mit  Siegeln^ 

a)  auf  EoMur. 


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1438  Mai  28  —  Sept.  23.  295 

S8S.  Fortsetzung  des  Prozesses  zwischen  Heilbronn  loid  den 
Bittern  von  Neipperg  ivegen  Marhmgsstreitigkeiten  zu  Bockingen.  — 
1438  Mai  28  bis  Sept,  23, 

SLA,  Heilbronn  I,   Fehden,     Die  BHefe  an  die  Siadt  im  Or.,  din  der 
5  Stadt  aU  Konzepte  oder  Ahschriften  erhalten.     Vgh  n,  579  und  582. 

Die  van  Heilbronn  an  Eherhard  von  Neipperg:  beklagen  sich  daruher, 
da 88  am  ItUten  Montag  wdhrend  der  Verhandlungen  uber  das  strittige  Werd 
und  Weidach  die  Klingenbergtr  mit  Artnbrusten  ilber  ihre  Leute  eu  Bockingen 
hergef alien  seien;  erbieten  sich  zu  giitlichem  Vergleich  oder  einer   Verhandlung 

10  v&r  Pfalzgraf  Otto.  —  1438  (mitwoch  nach  Urbans  ta^)  Mai  28. 

Eberhurd  und  Beinhard  von  Neipperg  anttcorten,  die  Bockinger  seien 
an  dem  Vorfall  schuld ;  sie  haben  eine  Menge  Miigde  und  Frauen  mit  Spiessen 
ans  Werd  geschickt,  diese  haben  sich  dort  versteckt  und  gtswartet,  bis  ihre 
Knechte  gekommen  seien,  U7n  zu  pfdnden,    Einige  ihrer  Knechte  seien  todlich 

15  verwundet  toorden;  sie  woUen  nicht  hoffen,  doss  die  Stadt  die  von  B6ckingtn 
beim  j^tzigen  grossen  Mordtn  noch  rechtfertige.  —  1438  (fritag  vor  pfingstag) 
Mai  30, 

Pfalzgraf  Otto  bittet  die  Ntipperger,  die  Sache  in  gutem  anstehen  zu 
lassen,    er   werde   tin    Vet-h&r   dariiber   ansteU^.     Speier  143b   (6.  feria    ante 

20  festuni  penthecostes)  Mai  30,  —  Diese  antworten,  die  Bockinger  hdtten  so 
mordliche  Ubelthat  wohl  nicht  ohne  Wissen  der  Stadt  gewagt;  beschweren  sich^ 
dass  die  Stadt  die  Bdckinger  Almende  durch  einen  Graben  abgesptrrt,  selbst 
dagegen  Schafe  auf  Klingenberger  Markung  getrieben  habe.  —  (pfingstabent) 
Mai  31. 

25  Darauf  reiste  Beinhard  zum  Pfalzgrafen  nach  Heidelberg.    Die  Briider 

fordern  von  Heilbronn  Ereilassutig  der  Knechte,  Zahlung  d<fr  Kosten,  Schmerzefis- 

gtld  und  Schadenersatz  fiir  die  Knechte,  1438  (doiirstag  nach  Kiliani)  Juli  10. 

Die  Stadt  erbittet  sich  vor  den  Pfalzgrafen,  kann  die  Knechte  nicht  frei- 

lassen,  da  diese  sich  weigern,  Urfehde  zu   schwSren.   —   1438  (sabbato    ante 

30  Margrethe)  Juli  12, 

Die  von  Neipperg  wdren  damit  einverstanden,  da  es  sich  eigenilich  ge- 
biihrte,  die  Sache  nicht  vor  dem  Lehensherm  zum  Austrag  zu  bringen^  aber 
da  sie  schon  einmal  viele  Jahre  mit  der  Stadt  vor  dem  Pfalzgrafen  im  Bechte 
gestanden  seien  und  keine  Entscheidung  bekommen  hatten,  so  sehen  sie,  dass 

35  die  Stadt  die  Sache  nur  verziehen  wolle,  und  beharren  auf  ihrer  Forderung 
vor  Markgraf  Jakob  von  Baden.  1438  (mitwoch  nach  Marien  jMagdalenen 
tag)  Juli  23,  —  Endlich  gehen  sie  doch  darauf  ein  und  bitten  den  Pfalzgrafen, 
sich  der  Sache  anzunehmen  und  sie  zu  kurzem  Ende  und  Austrag  zu  Iringen. 
1438  (dinstag  nach  Bartholomeus  tag)  Aug.  26. 

40  Pfalzgraf  Otto  Iddt  die  Stadt  Heilbronn  wegen  des  Uberfalls  zu  Bockingen 

auf  montag  nach  sant  Matheus  tag,  Sept,  22,  zunacht  und  den  folgenden  Tag 
zur  Verhandlung  nach  Ladenburg.  —  Siegler  sein  Hofmeister  Bitter  Konrad 
von  Bosenberg  mit  seinem  eigenen  Siegel,  bresten  halb  zu  dieser  zyt  des  unsern. 
—  Ladenburg  1438  (quarta  post  Egidii)  Sept.  3, 

45  Pfalzgraf  Otto,  Pfalzgraf  Ludwigs  Vormund^   und  seine  Bate  Bischof 

Friedrich  von  Worms,  Hans  von  Sickingen,  Konrad  von  Bosenberg,  Hofmeister, 
Wiprecht  von  Helmstadi  der  jUngere,  Swicker  von  Sickingen  Vogt  zu  Br  Men, 


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296  1438  Juni  16  —  Juni  17. 

Sigfrid  von  Venningen,  Ritter,  Heinrich  von  Fleck^nstein  der  alte,  Konrad  von 
Lengenfeldf  Harlmann  von  Handschuhsheim,  Hans  von  Venningen  Vitztum 
zu  Ntuenstadt,  Michel  Mod  von  Moshach  und  Eberhard  von  Sickingen  Vogt 
zu  Iltidelherg,  enischeiden  zicitfchen  Eherhard  und  Ueinhard  von  Neipptrg  und 
der  Stadt  Heilbronn :  wegen  des  Vhcrfalh  zu  Bockingen  soUen  alle  zu  Heilbronn  5 
und  Bockingen  iiher  16  Jahren  ihra  Unschuld  baschworen:  wegen  des  Werds 
sollen  beide  Parttien  bis  Martini  Kundschaft  beibringen  und  einen  (Inter gang 
vornehmen;  wegen  der  Kosten  der  geschlagenen  Knechte  seien  die  Neipperger 
vorldufig  nicht  zu  bdangen.  Die  Eide  solltn  je  vor  tinem  der  pfdlzischai  Mate 
am  Moniag  naefi  Lukas  [Okt.  20]  zu  Heilbronn  auf  dem  Rathaus,  zu  Bockingen  10 
vor  dsr  Kirche  gdeistet  werden,  —  Ladenburg  143d  (dinstag  nacli  Mathtius) 
Sept,  23.  —  Ztcei  gldchzeiiig^  Abschrificn :  die  zweiie  hat  das  Datum  sant 
Matheus,  nach  der  Ladung  von  Sept,  3  ist  das  erste  Datum  das  richtige. 

586.  Ulrlch  NennimjeVy  Biirger  und  Schultheisa  zu  Heilbronn 
und  die  Richter  des  Gerichts  tddinyen  zwischen  Heinrich  Kirchherr  15 
zu  Klingenberg,  vor  Jahren  Erzpriester  des  Knpitels  Schwaigern,  und 
Margnrethe,  Jakob  Hegelins  zu  Hefnerhaslach  Frau  einer-  imd  deren 
Bruder  Hans  ScJiedlin  zu  Heilbronn  andererseits,  dass  Schedlin  dem 
Erzpriester  jdhrlich  8,  der  Margarethe  4  Gulden  Leibgeding  geben^ 
diese  Verj)JlichtHng  aber  nicht  auf  seinen  Giitern  ruhen,  sondern  mit  20 
seinem  Tod^  auflioren  solle.  —  Sieg/er  Nemiinger,  —  1438  (mentag 
nach  Vitus  tag)  Juni  16, 

Heilbronn  273  I  D  1,     Or.,   Fg,   mit  Sitgeh     Der  Name  Margarethe   ist 
durchgdngig  spiittr  eingesetzt, 

587.  Aden  Krovime  und  seine  Frau  Metza,  gesessen  zu  Bockingen,  25 
erhalten  von  Nikolaus  Buchmidler,  Pfrilndner  am  St.  Katharinen- 
altar  im  Spital  zu  Heilbronn,  lO^/x  Morgen  Acker  zu  Bockingen  (am 
Grossgartacher,  Frankenbacher,  tie/en  und  gi'asigen  Weg;  neben  Giitern 
der  Deutschherrn,  der  von  Schonthal,  des  FraueiiJdosters^  ndtnlich  von 
St.  Klara)y  um  12  Malter  Dinkel  und  4  Malter  Haber  Heilbronner  30 
Mass  GilUe.  —  Siegler  Konrad  von  Bockingen,  Kirchherr  zu  Bockingen, 
und  Junker  Eberhard  von  Finsterloh  zu  Heilbronn.  —  1438  (dins- 
tag  nach  Vits  tag)  Juni  17. 

St. A.  Heilbronn  IV,  Klaraklosttr,     Or.,  Fg.  mit  Siegdn. 

a)  Nikolaus  von  Fi'irfeld  und  seine  Frau  Margarethe  zu  Nechargartach  35 
verkuu/en  an  Nikolaus  IhichmiiUer,  Pfrandner  am  St.  Katharinmnltar,  i'/i  (jf^^- 
den  Zins  und  1  Morgen  Weinberg  am  Stiftberg  tim  30  Gulden.  —  Zeugm: 
Marx  Groslin,  Schulthei^s,  Paul  Groslin  und  Ilcnslin  Welner,  Bidder  su 
Neckargartach.  —  Siegler  Melchior  von  Neuneck,  Komtur  zu  Heilbronn,  und 
Junkir  Eberhard  von  Finsterlohe,  Schultheiss   daselbsL  —  1457  (dinatag   vor  40 


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1438  Ang.  1  —  U39.  297 

(Jeorien  tag)  April  19.   —  St.A.   Heilbronn  2,  BeligionsWifsen.     Das  1.  Siegd 
ahgegangm. 


S88*  Graf  Heinrich  von  LowenHein  giebt  der  Stadt  Heilbronn 
die  bisher  ihm  als  Leiheigene  (von  Gotz  lehen  uns  eigen)  zugehorige 
5  Anna,  Hans  Grosslins  des  dlferen  Witwe  zu  Neckargartach  mlt  ihren 
Kinder n  Hans^  Peter  und  Marx  zu  eigen,  sagt  sie  der  eygenschaft 
ledig  und  los,  so  dass  sie  fortan  der  Sfadt  ir  leptage  mit  irer  lip- 
eigenschaft  gewarten  sollen.  —  liSS  (Peters  tag  ad  vineula)  Aug.  1. 

Heilbronn  Lade  15, 1.     Or.j  Pg,,  mit  SiegeL 

10  S89.  Fehde  zwischen  der  Stadt  Heilbronn  und  Eberhard   ron 

Venningen.  —  143S  und  14H9. 

Die  Aktenstiicke  UdlhronHj  Lade  38, 15 :  268  Adelsheim :  hauptsdchlich 
194  Fehde n  II;  an  Ltzterem  ()rt  namentlich  das  ,^Protokoll*,  tin  in  Taghnch- 
form  anr/tlegtes  Register  der  eingegangenen  Briefe,   besonders  der  Fehdebriefe, 

15  ebenso  der  von  den  Helfern  der  iStadt  ahgtgangenen,  antermisckt  mit  Erzdhlung 
einzdner  Vorkommnissn,  Dabei  isi  ein  Verzeichnis  des  Schadens,  den  die 
Bdckingcr  und  Frankenbachtr  erlittanj  *)  und  ein  Vtrzeichnis  der  Feinde,  das 
110  Namea  enth&lt, 

Ueroorzuheben  ist  vidkichi  folgend^^s:  die  Feindt  verhrannicn  liockingen 

20  nnd  Franksnback,  ert^tackin  d*in  iSchnltkeissen  Heinz  SchellenJurg,  schHtleten 
Kindbstierinnen  und  Kranke  a  us  den  Bettcn,  so  dans  sie  im  Fdd  starben, 
nahmen  8  Leute  gefangen  und  schatztcn  sie  um  107  ft  2  sc/i.  Die  Heilbronner 
eogen  vor  Sieineck  iind  erbeuteten  viel  VieJij  nahmen  dann  Hans  von  Stein  zu 
Sttineck  und  Kunz  rou  BeinhardsweiLr  gefangen.    Hans  Darre  zog  mit  28  Ge- 

25  sdlen  von  Heilbronn  und  12  von  Wimpfen  gegen  Isenburg,  konnte  dieses  nicht 
gewinnen^  verbrannte  aber  zwei  Darfer  dahei.  Verbiindeter  Hcilbronns  ivar 
Albrecht  von  Bencangen.  l^urckart  Stiirmfcder  sluge  Abrecht  von  Berwaugen 
eiueui  fasse  mit  win  den  boden  uss  by  dem  sonnenbrunncn  und  zerstache  im 
auch  ein  bethc  das  die  federn  hinwegtiugen.  —  Abrecht  von  Berwangen  leite 

30  sicli  vor  Steinecke,  er  schuf  aber  gar  nichtz  und  verzerten  (er  und  seine 
18  Gesdlen)  wol  mere  denn  30  gulden, 

a)  Fehdebn'efe  an  die  Stadt  (die  Namen  der  Knechie  werden  hier  nicht  auf- 
gzfiihrt,  auch  wenn  sie  eigene  Feh debrief e  schickien):  Eberhard  von  Venningen 
wegen  der  beiden  Gumpp  Letter,  angekommen  1438  (mentag  nach  aller  heiligen 

35  tag)  Nov.  3. 

Erkitujer  Hoftrart  von  Kirchhiim  (dinstag  — )  Nor,  4. 


*)  Boi'kingtn  27()o,  Frnnkenbach  (vidleicht  nnrollst'indig,  nicht  zusammen- 
gezdhlt)  1380  Gulden.  Daruuter  z.  B. :  der  Sehellenbergin  der  Mann  ermordet, 
18  Schweine  und  ein  Pferd  geraubt,  3  Hduner  mit  Hausrat  und  2  Scheuern 
mit  Frucht  und  16  Wagcm  Heu  verhrannt,  200  Gulden,  Auch  dem  Si,  Klara- 
kloster  wurde  ein  Haus  verhrannt,  das  zu  12  Gulden  geschiitzt  wird. 


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298  1438  Aug.  1  -  1439. 

Heinz  Schilling^  Hans  Stein  von  Steimck,  Martin  von  Burmens,  Werner 
Schenk  von  Stauffenbergj  Berthold  VolkvHn  von  Hettingen,  Itelhans  Volkwin, 
Rudolf  von  Bechingen,  alle  1438  (sontag  vor  Martins  tag)  Nov,  9. 

Euchheine  von  Esslingen  1438  (Martins  tag)  Nov.  11. 

Hans  Kalp  von  Nierheim,  Erpf  von  Lustadt,  Arnold  Kreis  von  Linden-    5 
fels  1438  (dorstag  vor  Niclas  tag)  Dez.  4. 

Alhrecht  Beyer  von  Walherg  1438  (Niclaus  tag)  Dez.  6. 

Erenfrid  Bock  von  Erpfenstein  1438  (dinstag  vor  Lucien   tag)  Dez.  9. 

Peta-  von  Menzingen,  Burkhard  Siurmfeder,  Hans  Synnolt  von  Rosen- 
bach,  Hans  WamboU  von  Umstadt  d.  j.  1438.  10 

Feter  und  Hans  von   Obrigheim,  1439  (sondag  nach  Antonii)  Jan.  18. 

Wilhelm  Bocklin,  1439  (sontag  vor  kerzwihe)  Ftbr,  1. 

Hans  von  Neuenhaus,  1439  (samstag  vor  reminiscere)  Eebr.  28. 

Balthasar  von  Neuenhaus  und  Michel  linger  als  Heifer  Burkhard  Sturm- 
fedfrSy  dts  Vetiers  Balthasars.  —  1439  (montag  vor  Jolians  tag)  Juni  2^.         15 

Linhart  Klein  und  Matthias  Funk,  1439  (Pelagien  tag)  Aug.  28. 

Peter  Mtssersmit  und  Hans  Phale  von  Kirchherg  als  Feinde  des  Graf  en 
von  Wirtembergj  mit  dem  Heilbronn  verbilndet  ist,  1439  (mitwoch  nach  aller- 
heiligen)  Nov.  4. 

b)  Abklage  *)  der  Stadt  an  die  folgenden :  20 

An  Frau  N.  von  LustnaUj  Witwe  Reinhard  Bocklins,  Heinrich,  Hans, 
Reinhard  und  Adam  Bocklin,  ihre  Sohne,  wegen  Martins  von  DUri-menz,  1438 
(feria  secunda  post  Thome)  Dez.  22. 

An  Linhard  von  Rosenbach,  Jorg  von  Neuensiein  und  alle  andern  gc- 
meiner  (Mitbesitzer)  zu  Neuenfels  wegen  Erkinger  Hofwarts,   1439   (secunda  25 
feria  post  reminiscere)  Mars  2. 

An  Sigfrid  von  Venningen,  Eberhards  Vetter,  1439  (dinstag  nach  palm- 
tag)  Mars  24. 

An  Hans  Sturmfeder  den  Ulteren  zu  Honhardt  wegen  seiner  Sohne  Burkard 
und  Wiprecht,  1439  (fritag  nach  Jorgen  tag)  Apr.  24.  —  Sturmfeder  antwortet  30 
am  Tag  darauf,   er  habe  nichts  mit  seinen  Sdhnen  gemein,   bedaure,   dass  sie 
Heilbronns  Feinde  seien,  und  sei  zu  biUigem  Recht  bereit,  wenn  sie  gegen  seine 
Sohne  Klage  auf  Schadenersatz  erhebe. 

An  Hans,  Vitzium  zu  Neuenstadt,  Konrad  und  Diether,  die  BrUder 
Eberhards  von   Vtnningen.  —   Undat.  Konzept.  35 

o)  Die  Widersagsbriefe  der  Verbiindeten  der  Stadt  und  ihrer  Knechte 
sind  teils  in  Abschnften  vorhanden,  die  meisten  im  Protokoll  notiert. 

d)  Jorg  von  Adtlsheim  der  junge  an  Heilbronn :  ttilt  mit,  dass  er,  als  Eber- 
?uird  von  Venningen,  Diethei'  Landschad  u.  a.  *)  am  Mittwoch  nach  Allerheiligeti, 
Nov.  3,  mit  Raub  und  Brand  gegen  die  Stadt  vorgegangen  seien,  dem  Landschad  40 
gedient  und  den  Neckar  Uberschritten  habe,  aber  mit  32  Pferden  abgeritten  sei, 
als  er  gesehen  hab^^  gegen  wen  es  gehe^  bittet  urn  Sicherung  fUr  sich  und  seine  Ge- 
selhn.  —  1438  (freytag  nach  Mertins  tag)  Nov.  12.  —  Aus  alter  Freundschaft  mit 
den  Adelsheimem  erfiillt  die  Stadt  die  Bitte,  Dez.  2,  nach  dem  Jorg  seine  Erzahlung 
nochmals  bestdtigt  liatte.  Adelsheim  giebt  sich  Miihe,  seinen  Schwestersohn  Bait-  45 
hasar  von  Neuenfels  mit  Heilbronn  auszusohnen,  1439  (Laurencii)  Aug.  10. 

^)  Vgl.  n.  615.  —  *)  Nach  der  Antwort  der  Stadt  auch  Erkinger  Hofwart. 


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1439  Jan.  14.  299 

ej  Pfalzgraf  Otto,  Vormund  seines  Fetters  Ludung,  tUdingt  zwischen  der 
Stad',  Eberhard  von  Venningen,  Burkhard  Sturmfcder,  HansSgnnold  von  Eoseti' 
bach,  Hans  Wamhold  von  Umstadt  und  ihren  Htlfem  eintn  Waffenstillstand 
von  Philippi  und  Jakohi,  Mai  1,  Son fienauf gang  bis  Bartholomai,  Aug.  24, 
5  Sonnenuntergang,  Bis  dahin  solhn  den  Gefangenen,  die  sich  steUen,  2  age  ge^ 
geben  wtrden,  audi  dan  Hans  von  Sitin,  wenn  sich  dcr  Anspntch  dei'  Stadt  auf 
ihn  als  begrUndd  ertotist.  Mit  allem  unbeeahlten  Geld  Wdgcn  Schatzung,  Brand- 
schatzung  u.  s,  to.  soil  man  es  anstthen  lassen.  —  Heidelberg  1439  (dorustag 
sunt  Jorgen  tag)  Apr.  23. 

10  fj  Berselbe  tddingt,  es  soil  bci  scinem   und  seiner  Bate  Urteil,   das  bis- 

Weihnachien  gesprOchen  werden  soil,  bltiben,  alU  Feindschaft  abgethan  sein, 
die  Gefangenen  gegen  Urfehde  ledig  werden,  die  der  Stadt  in  14  Tagen  nach 
Heilbronn,  die  Venningens  nach  Ntuenfels  kommen,  alles  ungegibene  Geld  voii 
Brandschatzung  oder  Schatzung  nicht  gegeben  werden,  Bilrgen  dafUr  der  BUrg- 

In  schaft  ledig  stin.  Diese  Bichtung  soil  am  Freiiag  angehen.  —  Heidelberg  1439 
(soiitag  nach  Dionisicn  tag)  Okt.  11. 

g)  Dtrselbe  mit  seinen  Bdten  Bischof  Friedrich  von  Worms,  Hesse  von 
Leiningen,  Schenk  Konrad  von  Krbach,  Schulthtiss  za  Oppenheim,  Hans  von 
Sickingen,  Hans  von  Hirt<chhorn,  Eberhard  von  Neipperg,  d^ssen  Bruder  Bein- 

20  hard,  Unterlandvogt  im  Elsass,  Friedrich  von  Florsheim,  Amtmann  zu  [Kaisers-} 
Lautern  und  Wolfniein,  Sivicker  von  Sickingcn,  Vogt  zu  Breiten,  Werner  Winther^ 
Amtmann  zu  Odernheim,  Wiprecht  von  Helmstadt  dem  alten  und  dem  jungen, 
Hofmeister,  Bittern,  Meister  LuUtrig  von  Ast,  Doktor  beidtr  Rechie,  Diether 
Kammerer,  Htinrich  von  Fleckenstein,  Konrad  von  Lengenfeld,  Vogt  zu  Germers- 

25  heim,  Hans  von  Helmstadt  zu  Grmnbach,  Hans  von  Enzbcrg,  Hans  von  Gem- 
mingen,  Karl  von  Ingclheim,  Heinrich  von  Ehrenberg  und  Ebtrhard  von  Sickingen, 
Vogt  za  Heidelberg,  tddingt  zwit<chen  der  Stadt  Hcilbronn  and  Eberhard  von 
Venningen:  1)  dieser  soil,  wie  auch  Sidgfritd,  Hans  (Vilztum  zu  Xtu^nstadtJ 
und  Diether  von  Venningen,  zugleich  fUr  Diet/iers  von  Venningen  seligen  Kinder, 

30  gtthaii,  auf  die  von  der  Stadt  als  Biirger  beans pruchte^i  Eigenleuie  t^erzichtiin. 
2)  Eberhard  soil  bis  Fasnacht  1442  Bfalzgraf  Ludwigs  Dientr  bleiben  und 
nicht  ivider  die  Seinen  und  die,  did  ihm  zu  versprechen  stehen,  toozu  auch  Heil- 
bronn  gehort,  thun.  3)  Gegenseitige  Anspriiche  wegen  Brands,  Xahme  und  Tot- 
schlags  sind  abgethan.    4)  Heilbronn  ist  filr  10(/0  Maker  Frucht  von  den  ZdlUn 

35  in  der  Pfale  zu  Mannheim,  Oppenheim,  Bacharach  und  Kaub  frei,  wohin  die 
Frucht  auch gefuhrt  wird.  —  Hctdelberg  1439^)  (ipsa  (lie  beati  Johannis  ewange- 
liste)  Dez.  27. 

S90.  Eberhard  von  Neipperg  fordert  die  Gemeinde  Bockingen 

auf,   ihm  zu  hiddigen  und  eineti  Tog   dafiir   anzusetzen,   da   er  das 

40  Dorf  von  Friedrich  von  Bitsch,  Graf  en  von  Zweibriicken,  als  Mann- 

lehen  erhalten  habe.  —  1439  (mitvvoch  nach  dem  achtzehensten  dag) 

Jan.  14. 

Heilbronn  Lade  14, 1.     Or.  mit  Sitgelresten. 


*)  Circumcisionsstil !  doss  die  Urkunde  nicht  zu  1438  gefidrt,  eeigt  /". 


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300  1439  Jan.  17. 

a)  Wiedtrholt  die  Forderung,  da  er  auf  obfges  Schreiben  noch  keine  Ant- 
wort  bekommen.  —  1439  (dinstag  nach  reminiscere)  Mdrz  3.  —  Ebd.  desgl. 

Es  ist  auffallend,  dctsa  dieser  lehensherrlichen  Anapruche  im  gleichzeitigen 
Frozess  dir  Hitter  ton  Ntipptrg  wegett  des  Weidgangs  und  eines  Ubcrfalls  zu 
Bockingen  nie  gedacht  wird,  5 


391.  Pfalzgraf  Otto  und  seine  Rate  Bischof  Friedrich  von 
WormSy  Bitter  Schicnrz-Reinhavd  von  Sickinr/eny  Meister  Ludwig  ion 
Ast,  Doktor  im  geistlichen  und  ueltUchen  lieclit,  Heinrich  von  FUcken- 
stein  der  atte,  Amtmann  zu  Liitzelstein  und  Burr,  Hans  von  Vennint^en^ 
Vitztmn  zu  Neuenstadt,  Hartmann  ron  Ilandschuhsheim  und  Eber-  10 
hard  von  Sickingen,  Vogt  zu  Heidelberg^  entscheiden  auf  die  Klage 
Eberhards  und  Rf'inhnrds  von  Neipperg  gegen  Heilbronn:  1)  wegen 
der  G liter  zu  Klingenberg  bringt  die  Stadt  KHnd^chaff  bei,  die  Ritter 
werden  ahgeiciesen;  2)  das  St.  Klaraklosttr  hahe  die  Stadt  nicht  zu 
vertreteUy  Kesing  soil  seinen  Acker  zuriickerhalten,  bis  cruiesen  ist,  15 
dass  er  badisches  Lehen  ist;  S)  wegen  des  ermordeten  Knechts  sollen 
alky  die  damals  fiber  18  Jahre  aft  waren  und  zu  Bockingen  wohnteUy 
Hire  Unschuld  an  Rat  und  That  beschworen ;  4)  wegen  des  geldndeten 
Holzes  ist  die  Stadt  nichts  schuldigy  solange  die  Ritter  nicht  form- 
liche  Klage  erheben;  auf  die  Klage  der  Stadt:  1)  der  Streit  wegen  20 
der  \]'eide^)  wird  vor  den  Lehensherrn  Markgraf  Jakob  von  Baden 
gewiesen;  Fryenstein  erhdlt  seinen  Acker  znritck,  die  von  Neipjyerg 
konnen  vor  dent  Lehensherrn  den  Beweis  versucheUy  dass  derselbe 
Lehen  sei.  Jede  Parted  trdgt  ihre  Koi^ten  selbsf.  —  Heidelberg  1439 
(sabbato  Anthonii)  Jtni,  17.  25 

Si. A.  Heilbronn  I,  FJiden,     Or.,  Pg.  mi!    VormutuhchnftssiegeL 

a)  Diegelben  entsduiden  in  der  Klage  Ebtrkarda  und  Udnhards  ron 
Neipperg  gcgtn  die  Stadt  Heilbronn  wegen  mangdhafier  Ausfiihrung  des  letztan 
Spriicfut:  I)  die  btiden  Ra'smiigliederj  die  noch  nicht  gtschworen  habenj  weil 
sie  damals  abtcesend  waren,  haben  dies  nachzuholen ;  2)  wegen  derer,  die  zu  30 
Bockingen  noch  nicht  geschvnoren,  werd-^n  sin  auf  Mittwoch  nach  lAcMnvess 
[Febr.  4 J  einen  ihrcr  Rate  schicken:  3)  der  Unttrgang  soil  vorgenommen  werden: 

4)  Die  Koslen  fur  die  Knechte  zu  Besigheim  Juit  vorldufigy   bis   uf  das  recht, 
die  Stad!  auszulegen,  —  Ebd,  am  gleichm  Tag.  —  GUichzeiiige  Abachrift  ebd. 

b)  Heilbronn,  das  die  Urteilsbriefe  Ftbr.  2  erhalten,  bititi  Eberhard  urn  35 
Beistand  bei  AusfUhrung  derselben  und  urn  Miileiluug  iiber  die  Kosten  fur  di-j 
Knechte  an  Atzung  und  Schererlohn  zu  Besigheim,  1439  (quinta  feria  Dorothee) 


*)  Voran  ging  ein  Zeugenverhor  zu  Heilbronn  durch  Wiprecht  von  Helm- 
stadt  und  Heinrich  von  Ehrenherg  wegen  der  Weide  und  des  (Jberfalls.  143S 
(fritag  nach  conceptionis)  Dez,  12,     Ebd,  Zwei  gltichzeitige  Abschriftm. 


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1439  Marz  2  —  April  23.  301 

jf'V>r.  5.  *)  Eherhard  aniwortet,  fUr  Schererlohn  habe  Bert-hold  Klupfel  zu  Btsig- 
heim  40  Gulden  bet  den  Juden  aufgenommen,  das  Geld  fUr  die  Atzung  habe 
der  Schultheiss  zu  Besigheim  ihm  und  seinem  Brudtsr  geliehen,  Febi;  6,  Die 
Stadt  bezahlt  diese  Kosten  und  drdngt  auf  Vollziehung  des  Untergangs.  Eber^ 
hard  von  Neipperg  hlagt  Uber  Verzug  von  seiten  der  Stadt  und  darHher,  dass 
zu  Heilbronn  schmdhliche  Reden  Uber  ihn  und  seineti  Bruder  gefiihrt  toerden. 


592.  Heinrich  Walther,  Burger  zu  Heilbronn,  tend  seine  Frau 
Metz  hekommen  von  Anna  Fryin  von  Dieschelingen,  Abtissin^  und 
Konvent  des  Klosters  Billigheim  einen   Weingarten   am  Gemingsthal, 

10  l^h  Morgen,  nebe^i  Adelberger  Giltern  um  ein  Viertel,  ihre  Nachfolger 
urn  ein  Drittel  des  Ertrags  als  ErUehen.  —  Siegler  Konrad  Merglerj 
Stadtschreiber  zu  Heilbronn.  —  1439  (mentag  nach  reminiscere} 
Marz  2, 

Htilbronn    Lade   oS,    Billigheim  2,      Or,,    Pg.    mit   grosstenteils    ahge- 
15  brochenem  Siegtl, 

593.  Hans  Kdsslin,  Biirgermeister  zu  Leofiberg,  an  Heilbronn  ; 
zeigt  an,  dass  er  durch  den  Uberbringer  dieses  Briefs  filr  die  Zehrung 
ihrer  Soldner  bezahlt  sei  und  teilt  mit,  dass  er  von  einem  Zusammen-^ 
stoss  zwischen  den  genannten  Soldnern  und  Hans  voni  Stein  vor  Leon- 

20  berg  nichts  gehort  nock  in  Erfahrung  gebracht  habe.  —  [14J39  (mit-^ 
woch  vor  deiu  hailigen  grundornstag)  April  1. 

Heilbronn  325,2.     Or.,  aussen  Adresse  und  Siegelreste. 

594.  Hans  Ayrer  der  dltere,  Burger  zu  Heilbronn,  verkauft 
die  niedere  Miihle  zu  Neckargartach  an  Hans  von  Hall,  Kupferschmied, 

25  Burger  zu  Heilbronn,  der  sie  bisher  um  1  Pfund  Heilbronner  Wdh- 
rung  auf  Martini,  4  Kapaunen  auf  Weihnachten,  4  Fasnachthiihner 
auf  Fasnacht  und  100  Eier  auf  Ostern  mit  der  Au/lage  von  2  Haupt- 
rechten  oder  16  Gulden  als  Zinslehen  innegehabt,  um  50  Gulden  rkeinisch. 
—  Siegler  der  Aussteller,  Berthold   von   Weissach  genannt  Kantun- 

30  giesser  und  Hans  Diemar  von  Biecheti,  Richter  zu  Heilbronn.  —  1439 
(Jorgen  tag)  April  23. 

St.A.  Heilbronn  I,  Neckargartach. 

a)  Jost  Kupferschmid,  BUrger  zu  Heilbronn,  belehnt  Heinrich  MUller  und 
seine  Frau  Anna  zu  Neckargartach  mit  der  MettelmUhle,    die  sie   von  Annas 

^)  Borothee  Febr.  6;  es  ist  ante  zu  ergdnzen,  nicht  post,  weil  die  Ant- 
wort  vom  6.  Febr.  datiert  ist. 


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302  1439  Mai  10  —  Juli  8. 

Voter  als  ErhUhen  erworben  (folgi  Aufzdhlang  des  Zinses).  —  SiegUr  die  Heil- 
bronner  Bicliter  Peter  Fuwtn'  genannt  Wigmar  und  Klaus  Diemar.  —  1447 
{mentag  nach  Johanos  tag  des  teufFers)  Juni  26,  —  Ehd.  Or,,  Pg,,  das  2.  Sieget 
abgerissen. 


895.  Friedrich,  Graf  von  Zweibrilck^n  und  Herr  von  Bitsch,    5 
belehnt  Konrad,  Hansen  Sohn,  von  Bockingen  mit  einem  Drittel  am 
Weinzehntetx  zu  Bockingen,  dem  halben  Weinzehnten  am  Wartberg  bei 
Grossgartach  und  dem  Kirchensatz  zu  B'dckingen  und  Idssf  sich  von 
ikm  kuldigen,  —  1439  (sontag  nechst  fur  dem  nontage)  Mai  10. 

SLA.  Heilbrann  I,  BSckingen.     Or,,  Pg.  mit  Siegel.  10 


S96.  Biirgemieister  und  Rat  von  Heilbronn  beurkunden,  dasa 
Konrad  von  Weinsberg  und  Craft  von  Hohenlohe  bei  ihnen  eine  Truhe 
mit  goldenen  und  silbernen  Kleinodien  hinterlegt  haben,  die  mit  Aus- 
nahme  von  11  silbernen  Schusseln,  die  dem  von  Weinsberg  gehbren, 
Eigentum  des  Grafen  Michel  von  Magdeburg  (Meydeburg)  und  nur  15 
ihfien  oder  ihrem  Beoollmdchtigten  gegen  Quittung  herauszugeben  sind. 
—  1439  (montag  vor  pfingetage)  Mai  18, 

Heilbronn  271.     Or,  mit  aufgedriicktem  Sekret, 


S97.  BUr germeister y  Rat  und  alle  Biirger  gemeiniglich,  reiche 
amd  arme,  der  Stddte  Esslingen,  Reuflingen  und  Weil  nehnen  die  20 
Stadt  Heilbronn  in  Hire  Einung  auf  die  1433  Nov.  25  (Katherinen 
tag)  geschlossen,  1437  Juli  3  (Ulrichs  aubent)  erneuert  wurde  und 
bis  1443  April  23  (Gergen  tag)  gilt;  bei  alien  Sachen,  die  sich  vor 
Datum  des  Briefs  erhoben,  sind  die  Verbiindeten  nicht  zu  Hilfe  ver- 
2)flichtetf  Heilbronn  wird  zu  350  Gulden  veranschlagt.  —  1439  (sant  25 
Kilians  tag  und  sinr  gesellen  der  hailigen  marterer)  Juli  8. 

St. A.  Heilbronn  J,  Vertr&ge.  Or.,  Pg.  mit  Siegeln.  Die  Gegenurkunde 
der  Sfadt,  die  ihre  Verbiindeten  Pfahgraf  Ludwig  und  Wimp  fen  ausnimmt, 
vom  gleichen  Tag  gedruckt :  Datt,  de  pace  pvhlica  88.  Dumont  C  D,  3, 1,  68. 
Beg.:  Georgisch  2,1087.  30 

a)  Die  Briider  Ludwig  und  Ulrich,  Grafen  von  Wirteniberg,  dehnen  ihre 
1443  Febr.  24  (Mathias  tag)  ablaufende  Einung  mit  den  Beichsstddten  EssUngen, 
Beuthngen  und  Weil  auf  Heilbrann  aus  und  nehmen  zu  denen,  die  zuvor  aus- 
genommen  wurden,  noch  die  Gesellschaft  mit  Sankt  Georgen  Schild  im  Hegau, 
Oberschwaben  an  der  Donau  und  Unterschwaben  an  der  Donau  aus.  —  Kirch'  35 
heim  1439  (fritag  vor  Margarethen  tag)  Juli  10.  —  Ebd.  Or.,  Pg.  mit  Siegeln. 


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1439  Sept  14.  303 

S98m  Ueinrich  von  BerwangeUy  von  Markgraf  Jakob  von  Baden 
fur  diesen  Prozess  als  Kommissdr  bestelU,  mit  den  Rdten  Hans  Zorn 
von  Eckenricb^  Burkhard  Hummel  von  Staufenbvrg,  Klaus  Bernhard 
Zorn  von  Bulach,  Abrecht  von  Zeufern,  Reimbold  von  Windeck,  Ul- 
5  rich  von  Eemchingen,  Peter  Wiedergriln  von  Staufenberg^  Gerig  und 
Wilhelm  Boder,  Hans  von  Niefern,  Lienhard  von  Neuenstein,  Fritz 
von  Gomaringeny  Siegfried  von  Flehingen  und  Daniel  von  Gdrtringeyiy 
spricht  zu  Recht  zwischen  der  Stadt  Heilbronn  ( Fiirsprecher  Albrecht 
von  Zeutern)  und  den  BrikUrn  Eberhard  und  Reinhard  von  Neipperg 

10  (Ftlrsprecher  Heinrich  von  Fleckenstein).  Letztere  beanspruchen  alle 
Guter  in  der  Markung  Klingeyiberg,  wo  sie  Schloss  und  Dorf  voti 
Baden  zu  Lehen  haben;  die  Stadt  gesteht  ihnen  nur  die  zu,  woriiber 
sie  Lehensbriefe  haben  und  das  Lehen  und  Salbuch  des  Markgrafen 
den  Ausweis  giebt.     Die  Stadt  klagt  wegen  Ausiibung  des  Rechts  des 

^  Viehtriebs  auf  der  Markung  Bockingen,  die  Bitter  behaiipten,  sie 
haben  es  school  sett  60  Jahren,  was  die  Stadt  bestreitet,  da  auch  die 
von  Klingenberg  es  nie  gehabt  haben.  Beide  Klagen,  die  erstere  im 
Sinn  der  Stadt,  werden  auf  donrstag  nach  Michels  tag,  Okt,  1, 
wieder  nach  Ettlingen,  vertagt.  —  Ettlingen  1439   (crutzstag  exalta- 

20  cionis)  Sept.  14. 

St  A.  Heilbronn  I,  Fehden.     Or.,  Pg.  mit  Siegel, 

a)  Von  1439  (suntag  vor  Michels  tag)  Sept.  27  die  Kundschaftsbriefe: 
Schultheiss,  Richter  und  Gemeinde  zu  Sonthtim,  erstere  auf  die  Eide,  die  sie 
zu  ihrem  Ami  und  dem  Gericht,  die  Gemeinde  auf  die,  die  jedsr  zum  Dorf  ufid 

25  zu  seinem  Herm  geschworen,  —  Heinz  Diener,  SchuUheiss  zu  Nordheim^  Richter 
und  Gemeinde  auf  die  Eide,  die  sie  der  Henschaft  WiHemherg  geschworen,  — 
Bar  germeister  und  Gemeinde  zu  Horkheim:  bezeugen,  dass  die  von  Neipperg 
das  Recht  des  Viehtriebs  immer  gegen  den  Willen  Heilbronns  und  der  von 
Bdckingm  ausgeQbt  haben.  —  Siegler  die  Junker  Smgger  Sturmfeder  und  Hans 

30  von  Rosenbach,  —  Abrecht  von  Rerwangen,  —  derselbe.  —  Ebd.  Alle  drei  Or. 

399m  Rudolf  Zorn  von  Bulach  anstatt  seines  Herm  Markgraf 
Jakobs  V071  Baden  mit  den  Beisitzern  Burkhard  Hummel  von  Stanfen- 
berg,  Beimbold  von  Windeck,  Heinrich  von  Gdrtringen,  Dietrich  Boder 
dem  (litem,   Hans   von    Niefern,   Siegfried   von   Biexingen,   Wilhelm 

85  von  Schauenburg,  Fritz  von  Gomaringcn,  Bechtold  Kloblauch,  Hein- 
rich von  Bilppurr  Beinhards  seligen  Sohn  und  den  Anwdlten  Heinrich 
von  Fleckenstein  und  Burkhard  Hummel  entscheidet  zwischen  Eber- 
hard und  Beinhard  von  Neipperg  und  der  Stadt  Heilbronn :  1)  Nach 
Verlesung   des  Kaufbriefs    ilber   Koschings   Acker   zu   Klingenberg, 

40  verkauft  von  Bfaff  Hans  von  Klingenberg,  Kirchherrn  daselbst,  nicht 


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304  1439  Okt.  1  —  Nov.  30. 

Lehen,  sondern  von  seiner  Schwester  Else  von  OrnhauseD  Iierrilhrend, 
uird  Keshigs  Anspruch  anerhannt  2)  Wegen  des  Viehtriebs  haben 
die  Richter  (des  Marhgrafen)  nicht  zu  ent^cheiden,  da  der  Lehen- 
brief  die  Bockinger  Ahmjide  nicht  enthalte.  3)  Die  Forderung  der 
Stadt  wegen  12  Morgen  Weingdrten  wird  mil  Hinweis  aufein  pfdlzisches  5 
Urteil  abgewiesen.  —  Ettlingen  1439  (donnerstag  nach  Michels  tag) 
Okt.  1, 

St. A,  Heilbronn  I,  Fehden.  Ot\,  Pg.  viit  heschddigtem  Siegeh  —  Die 
Stadt  hitiet  die  Xeipperger  mehrmnh^  jetzt  den  Untergang  wegen  der  Almende 
iind  Weidc  and  iccgen  der  beiden  Werde  und  des  Weidachs  zwischtn  BSckingen  10 
und  Klingenherg  fuhreyx  zu  Inssen.  Diefie  iiben  das  Hecht  dts  Weidgangs 
nach  wii  vor  aus,  die  Stadt  pffindtt  das  Vieh  auf  der  Weide  und  dringt  auf 
rechtlichtn  Austrag.  Graf  Ilesse  von  Leiningen,  Pfalzgraf  Ludungs  Hofmeisier, 
mit  den  Rdten  Hans  von  Hirschhorn,  Friedrich  von  Florsheim,  Wiprecht  von 
Helnistadt  dem  ahen  und  dtm  jungen,  Swicker  von  Sickingen,  Siegfnvd  von  15 
Venningen,  Ritter  Heinrich  von  Fltckenstein,  Diether  Kdmmtrerj  Michel  von 
Mosbach  und  Diether  von  Sickingen  entschciden  wegen  der  Kosten  von  Wand- 
arzt,  Schererlohn,  Atzung  und  Zehrung  fiir  die  geschlagenen  und  verwundeten 
Knechte  der  a'  von  Neipperg  (die  ihrerseits  J  000  Gulden  Schad<*ntrsatz  ansprechen), 
da  die  Knechte  mit  der  Pfiindung  angefangen,  habe  die  Stadt  nichts  zu  zahlen  20 
und  solle  das  geliehene  Gold  zuruckerhalten,  —  Rddelberg  1443  (secunda  feria 
post  exaudi)  Juni  3,  Wegen  der  Weide  liidt  Pfalzgraf  Ludwig  die  Parteien 
auf  Pfingsten  nach  Heidelberg,  Juni  4, 


600.  Biirgermeister  und  Rat  von  Heilbronn  thun  kuttd,  dass 
das  Feld  innerhalb  des  Grabens,  den  sie  zwischen  den  Markungen  25 
von  Heilbronn  und  Sontheim  in  dem  Wettenbach  bis  an  die  Leinen- 
steige  und  von  da  mit  ErUmbnis  des  Komtnrs  Johann  von  Nippen- 
burg  nnd  Genehmigxing  des  Deutschmeisters  Eberhard  von  Seinsheim 
durch  die  Sontheimer  Markwvg  hinans  durch  den  nach  Sontheim 
gehenden  alteti  Holzweg  bis  an  den  Wald  gefilhrt  haben,  bis  an  30 
die  Marksteine  beim  Kreuz  nach  Heilbronn  gehoren  solle  und  die 
annen  Leute  ilber  den  Landgraben  Stege  zum  Gehen  machen  diirfen. 
—  1439  (Endris  tag)  Nov,  30. 

Lehen-  und  Bestandbriefe  der  Kommende  Heilbronn  S.  43. 

601.  Johann  von  Nippenburg,  Komtiir  zu  Heilbronn,  Burkard  35 
von   Westerstetten,   Komtur  zu  Horneck,   Hans   von  Ehrenberg  und 
Peter  Freitel,  Burger  zu    Wimpfen,   entscheiden   zwischen   der  Stadt 
Heilbronn    und   Klaus    von   Burh:   alle  Feindschaft   und  Anspriiche 
sollen  aufhoren,  ebenso  die  AnsjjrOche  des  Klaus  auf  G  liter  und  auii- 


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1489  Dez.  2  —  1440  Sept.  6.  305 

gefallene  Nutzung,  die  das  Spital  inne  hat,  diese  sollen  dem  Spital 
bleiben;  wegen  des  aufgegebenen  Burgerrechts  soil  es  bleiben,  wie  es 
aufgegeben  wurde.  Die  angeblichen  Schidden  des  Klaus  zu  Heilbronn 
sollen  ebenfaUs  abgethan  sein.  —  Siegler  die  Kotnture.  —  Geben  und 
5  beschehen  Gundelsheim  1439  (donderstag  noch  frauwen  tage  concep- 
cionis)  Dez.  9. 

Heilbrann  Liide  26^  V  C  3.     Or.,  beide  Siegel  unter  Papierdecken. 

602.  Konrad   von  Heimenhofen   zu   Burgberg  sagt  der  Stadt 
Heilbronn  fur  sich  und  seine  Knechte  (5  Namen)   als   Verbiindeter 
10  Michels  von  Breit  ab.  —  1440  (invokavit)  Febr.  14, 

Heilbronn  Lade  10, 1.     Or.  mit  Siegelresten. 

a)  Dietrich  Zobel,  Ludwig  von  Eyb,  Niklas  SacTiSy  Oswald  Banner,  Sig- 
mund  Auer,  Asmue  von  Eberstein,  Oswald  Irsdbeck,  Heinrich  von  Kemnath 
desgleichen.  —  Siegler  Niklaus  Sachs.  —  1440  (dunderstag  vor  sant  Betters 
15  tag  katdeere)  Febr.  18.  —  Ehd.  desgl 

603m  Eberhard  Esslinger,  Kirchherr  der  Pfarrkirche  zu  Heil- 
bronn, verleiht  ^U  Morgen  zur  Pfarrkirche  gehbrige  Acker  urn  3  Schilling 
zu  je  12  Pfennig  Bodenzins  und  Gillte  und  2  Sommerhiihner  an  Peter 
Menlin  und  seine  Frau  Els;  diese  miissen  den  Acker  in  rechtem  Bau 
20  halten,  diirfen  ihn  nicht  versetzen  noch  beschweren,  nur  nach  Stadt- 
recht  liegen  lassen,  nur  an  einen  Heilbronner  BUrger  verkaufen,  wobei 
der  Pfarrer  das  Losungsrecht  hat.  —  Zeugen  Jorg  Zeisolf,  Pfrundfier 
am  Marienaltar  in  der  Pfarrkirche,  und  die  Heilbronner  BUrger  Kunz 
Morsperg  und  Ulrich  Trescher.  —  1440  (fritag  vor  palmtage)  Mdrz  18. 

26  Heilbronn  Lade  25, 46.     Or.,  Pg.  mit  Siegel. 

604*  Klaus  Hfitzelbach,  Biirger  zu  Heilbronn,  seine  Schwester 
Anna  Hutzelbdchin  und  Konrad  Nydenawe  d.  a.  quittieren  dem  Hans 
Rynwin,  dem  Manne  ihrer  verstorbenen  Schwdgerin  und  Schwester 
Hilta  Hutzelbdchin  als  Erben  des  Sohnes  der  letzieren,  Jakob  Hntzel- 
30  bach,  Uber  den  Rest  der  ihm  von  Hilta  vermctchten  100  Gulden.  — 
Siegler  Hans  Diemar,  Bichter  zii  Heilbronn.  —  1440  (fronlicbnams 
abent)  Mai  25. 

Heilbronn  273  1 1)  5.     Or.,  Pg.  mit  Siegel. 

60S,  Ulm  an  Heilbronn:   schldgt  Massregeln  vor  zum  Schutz 
35  der  Beichsfreiheit  Weinsbergs.  —  1440  Sept.  6. 

Wimt.  Gotoliiehuqa«il6ii  Y.  20 


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306  14^  Sept.  6. 

Heilhrotm  258,  Ulm,  Or,,  Aussen  Adresse  und  Beste  des  briefschlUsaM- 
dm  SiegeU,  Auf  einem  beigelegten  Ztttel:  Ouch,  lieben  friunde,  so  ist  noch 
bisher  nyeman  von  Winsperg  zn  nns  her  gen  Ulme  komen. 

Unser  friuntlich  willig  dienst  voran,  ersamen  und  wysen  lieben 
friunde.    AIb  ir  uds  von  der  geschicbte  und  {  des  grossen  ubels  wegen    5 
an  inwern  und  unsern  giiten  friunden  den  von  Winsperg  ergangen, 
wie  sich  daz  gemacht  |  und  ergangen  hatt,   gescbriben  und  yerkunt 
hand,   habeu  vvir  wol  und  mit  laydigem  gemute  vernommen,  |  und 
alB  iuwer   und  unserer   gflten  friunde   der  stette  unserer  yeraynung 
erbern  ratzbotten  uf  diser  zyte  von  geschicbte  by  una  hie  zu  Ulme  lo 
zu  manung  sind,  haben  wir  sy  den  vorgerfirten  iuwern  briefe  hftren 
lasseu;  die  daz  trurig  und  in  laydigem  gemiite  vernoromen  hand  und 
den  und  och  uns  s61icb  gross  ubel  und  unrecht  yast  wider  und  billich 
layd  ist  und  haben  wir  und  haben  och  under  ainander  von  den  sachen 
so  vil  geredt,  daz  ir  sy  und  ouch  ander  stette  zft  der  von  Winsperg  15 
sachen  gewandt  billich  zu   den   sachen  und  dingen  stattlich  tfigen, 
damit  den  obgenanten  von  Winsperg  zu  hilfe  koramen   und  sy  an 
dem  ryche  gehanthabet  werdent,  denne  sy  und  wir  stette  unserer 
veraynung  zfl  s61ichem  willig  zu  hilfe   und  zu  rate  sin  und  uns  in 
s61icher  massen  in  den  dingen  bewysen  und  darzfitAn  wollen  als  die,  20 
den  s61ich  gioss  dbel  und  unrecht  layd  ist  und  zu  herzen  gatt  und 
als  darzft  geh6ret,  *>  ob  uns  anders  von  uch  und  den  andem  stetteu 
darzfi  gewandt  darzii  geholfen  wirdt*^  und   haben  eedemmalen  und 
uns  die  egenant  uwere  schrifte  kommen  ist,  ain  manung  der  stette 
zft  der  yon  Winsperg  sachen  gewandt  uf  an  suntag  zftnechste  zflnach  25 
hie  zu  Ulme  zu  sind  furgenommen,  als  ir  denne  in  derselben  manung, 
die  inch  uverkommen  ist,    och  wol  vernomen  hand,   umbe  daz  dest 
ernstlicher^   stattlicher   und   hilflicher   zu   den   sachen  nach  notdurft 
getan  werde.     Darumbe  so  ist  der   egenanten  unserer  friunde  der 
stette  unserer  vereynung  ratzfriunde,  die  yetzo  by  uns  hie  zu  Ulme  30 
sind,   und  ouch  unser  raute  und  maynung  uf  iuwer  verbessern,  daz 
ir  uch  in  ge .  . .  mde   und   als  daz  zfigeh5ret  mit  iuwerem  geziuge 
und  luten  darzu  rustent  und  zflrichtent,  wie  die  stette  uf  den  nehst- 
kommenden  suntag  die  sachen  beschliessent  und  anrichten  werdent, 
daz  ir  danne  damit  ane  verziehen  zuzeziehen  gerust  und  gerecht  syent,  a5 
und  ob  uch  notdurft   sin   bedunke,   s61ichs  in  gehaimen  iuwern  und 
unsern  giiten  friunden,  den  von  Wimpfen  und  Esslingen  oder  andern 
stetten  zi\  inch  geh6rig,  zu  verk&nden,   daz  ir  den  daz  denne  ouch 


a) — a)  am  Rand  h^tstUt, 


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1440  Okt.  4.  307 

verkfindent,  sunder  ouch  daran  syent,  daz  die  von  Winsperg  dehain 
t&ding  nocb  s&tze  mit  den,  die  ir  statt  abgewonnen  hand,  nicht  uf- 
nyement  noeh  halient  und  daz  ir  ouch  iuwer  treffenliche  kuntschaft 
4Bflt  gewisBlicher  ob  der  statt  Winsperg  habent  uud  eigentlich  erfaren 

5  lassent,  ob  sy  rich  ieht  hinin  sterkent,  ouch  ob  sy  icht  coste  oder 
geziuge  hinin  furen  und  was  geziuge  daz  sy,  und  was  ir  also  von 
den  oder  anderen  sachen  erfarent  zu  solichem  notdurftig  zu  wissen 
sin,  des  w6llent  iuwer  erbere  ratzbotschaft,  die  ir  of  den  vorgenanten 
sunnentag  schirst  zu  uns  her  gen  Ulme  senden  werdent,  iuwer  maynung 

10  mit  vollem  gewalte  underrichten  und  mit  derselben  iuwer  botschaft 
zu  uns  her  zu  schicken  nicht  verhalten,  als  ir  wol  verstand,  daz  des 
grosse  notdurft  ist;  daz  w61Ien  wir  mit  willen  umb  iuwer  wyshaite 
gem  verdienen.  Geben  uf  aftermontag  vor  nativitatis  Marie  anno 
Domini  etc.  xl"*® 

15      Den  ersamen  und  wyssen  burgermaister  Burgermaister  und 

und  raute  der  statt  Hayltpronnen,   unsern  raute  ze  Ulme. 

besundem  gftten  friunden. 

606.  Martin  Terdinyer,  Pfrundner  am  Peter-  und  PauUaltar 
an   der   Pfarrkirche   in    Heilbronn,    verkauft   mit   Einwilligung   des 

20  Patrons  der  Pfriinde  Peter  Fewer  genannt  Wigmar  zu  Heilbronn 
an  Eberhard  Esslinger,  Kirchherrn  zu  Heilbronn^  und  die  Prdsenz 
eines  seiner  Pfriindhduser,  das  neben  dem  andern  oben  in  der  Votzenau 
neben  Hans  Vock,  Weingdrtnery  und  vorn  an  Wigmars  Scheuer  liegt, 
als  geistliches  Gut,  um  60  Gidden,  ilber  die  er  quittiert  und  die  er  mit 

25  Wissen  Esslinger s  und  Wigmars  anlegt,  und  weist  sie  in  Besitz  ein.  — 
Siegler  Ko7irad  von  Bockingen,  Kirchherr  zu  Bockingen,  Esslinger 
und  Wigmar,  letztere  zur  Bestdtigung  des  Kanfs.  —  1440  (sant 
Pranciscen  tag)  Okt.  4. 

Heilbronn  Lade  23,13,  Or.y  Fg,  mit  3  Siegdn.  Beim  mitUeren  der 
30  SchUd  aus  der  Schale  gef alien.  In  einem  mitveraiegeUen  Zettel  hekennt  der- 
selbe,  dass  er  auf  heiden  Hdustrn  eine  Gulte  von  einem  Ffund  6  Schilling  gehaht 
und  sie  von  dem  verkauften  Haus  mit  5  Gulden,  die  er  am  Kaufpreis  nach- 
gdaasen,  abgekaufi  habe.  —  Verirag  zwischen  Frdstne  und  Feter  Fuioer  iibei' 
ihre  Hduser  neben einander,  —  Siegler  als  Tcidigungsmann  der  Ratsherr  Hans 
35  JJiemar  und  je  eine  der  Farleien,  hei  unserm  Exemplar  JF'uwer,  —  1444  (sams- 
tag  vor  Gallen  tag)  Okt.  10.  —   Ebd.  Or.,  Fg.  mit  Siegeln. 

607.  Andreas  von  Thalheim,  von  den  Heilbronnem  in  den  Turm 
gelegty  weil  er  ohne  Wissen  seines  Herrn,  des  jtmgeyi  Schultheissen, 


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308  1440  Nov.  12  -  1441. 

Aden  KuchUns  seligen  Sohns,  Frucht  verkauftj  ivird  gegen  Urfehdefrei- 
gelassen.  —  Siegler  Konrad  von  Bockingen,  Kirchherr  zu  Bockingen. 
[14]40  (samsstag  nach  Martini)  Nov,  12. 

Heilbronn  274^  JJrfehden  25,     Or,,  Pg.,  Siegel  ahgert'ssen. 

608»  Prozess  der  Stadt  Heilbronn   mit  Michel   von  BreiU  —    5 
U41-1U4. 

Die  meisten  Akten  sind  verloren,  aber  da  vofi  heiden  Seiten  (ahschrifUich, 
je  zu  einem  Heft  zusammengendht)  die  Zuspriiche  (Klagen)  und  die  Aniwo^i, 
Widerrede  und  Nachrede  dazu  (von  1442)  vorhanden  sind,  mcicht  aich  der  Ver- 
lust  fur  den  Anfang  dee  Brozesses  weniger  fuhlbar,  —  Heilbronn  53j  76  und  10 
Lade  10,  1  und  2. 

MicM  von  Breit  verklagt  die  Stadt  wegen  eines  ffberfalls  durch  einen 
der  Ihrigen,  Kunz  Humpfer,  wofiir  er  trotz  ihrer  Zusage  keine  Genugthuung 
erlangt  hat :  forderl  jetgt  3(MX)  Gulden  Schadenersatz ;  wegen  Bracks  einer  Zu- 
sage, ihm  noch  5  Jahre  gegen  6  Gulden  Steuer  seine  Giiter  zu  laasen  und  15 
100  Gulden  schuldige  Steuem  zu  stunden ;  wegen  Einziekung  seiner  Giiter,  die 
er  an  seinen  Tochtermann  [Hans  Mangmeister]  verkauft  habe,  wofiir  er  1500  Gul- 
den fordert;  wegen  zu  Hetlh'onn  durch  Klaus  Slosser  ei'littener  Beleidigung 
and  wegen  Befehdung  seitens  der  Stadt,  toeil  er  zu  Amorbach  einen  Anschlag 
auf  sie  gemacht  liabe,  wofiir  er  einen  Brief  vom  doriigen  Abt  und  den  angeb-  20 
lick  Mitschuldigen  vorbringt.  Die  Parteien  einigten  sich  auf  ein  Schiedsgerichl 
mit  Swicker  von  Sickingen  als  Obmanfi,  1441  Nov.  10,  Michel  soil  seinen  Hdfern 
dies  verkunden,  damii  sie  die  Feindschaft  aufgebeti.  Nun  klagt  die  Stadt,  dass 
Michel  nicht  darauf  geblieben  sei  und  die  Sache  hinausgeschoben  habe,  fordert 
300  Gulden  fur  ihre  Biirger  und  400  fur  sich;  dass  er  seinen  Helfem  die  Ab-  26 
machung  nicht  kundgethan  und  infolgedessen  Ludwig  von  Eyb  ihre  Biirgerin, 
die  Lepkucherin,  gefangen  genommen  habe,  fordert  20  Gulden  Schadenersatz: 
dass  Michel  eine  der  Stadt  um  12  Gulden  verpfdndete  Wiese  zu  Grujypetibach 
an  seinen  Schwiegersohn  verkauft  habe,  1442  April,  Die  Klagen  der  Stadt 
scheinen  unberechtigt  gewesen  zu  sein,  30 

Die  Entscheidung  Stvickers  ist  nicht  bekannt,  muss  aber  zu  Gunsten 
Michels  gelautet  haben,  denn  die  Stadt  appellierte  dagegen  an  den  Konig  (undat, 
Konzept)  *).  Michel  erbietet  sich  vor  Pfalzgraf  Ludwig,  die  Stadt  gestaUet  nicht, 
dass  er  die  Sache  vor  ein  anderes  Gericht  ziehe,  da  sie  bereits  an  den  Konig 
appelliert  habe  (Brief  an  den  Pfalzgrafen,  1443  reminiscere,  Mdrz  17).  Auf-  86 
f  attend  ist,  dass  die  Parteien  noch  einmal  auf  Swicker  kompromittierten.  Diff 
Stadt  stdlte  Beringer  und  Hans  von  Berlichingen,  ihr  Gegner  Leonhard  von  Seins- 
heim  und  Eitel  Mertin  von  Mergentheim  als  Zusatzmannen,  Swicker  entschied 
far  das  von  den  letzteren  eingereichte  Urteil,  das  zu  Gunsten  Michels  lautete, 
1443  (Michels  abent)  Sept.  28.  40 

Michel  von  Breit  and  seine  I'Vau  [Katharina  von  Eicholzheim]  verkaufen 
mit  Einwilligung  ihres  Schwiegersohns  Hans  Mangmeister  und  ihrer   Tochter 


*)  Dass  sich  die  Appellation  nicht  auf  das  Urteil  vom  26»  Sept.  heziehen 
kann,  geht  aits  dem  folgenden  Brief  hervor. 


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1441  Jan.  2.  309 

Klara  ihr  Ham  und  ihre  GiUer  um  KXM)  Gulden  rheinisch  bar  an  die  Stadt 
Hdlhronn.  —  Siegler  Johann  von  Nippenburg,  Deutschordenskomtur,  Matthias 
van  Ow^  der  AussteUer  und  sein  Schtoiegersohn.  —  1444  (dunderstag  vor  pfingst- 
tag)  Mai  28,  —  Der  Komtur  und  Waither  Khinger  von  Ulm  bestdtigen  den 
5  Kauf  ah  Tddingamannen,  eod,  d,  —  Beide  Urhmden  Or.,  Pg,  mit  Siegeln. 

Vgl,  den  Prozess  der  Stadt  mit  den  Mangmeisterschen  Ehdeuten  n,  632. 

609.  Georg,  Domherr  zti  Bamberg j^)  und  (sein  Bruder)  Heinrich, 
Grafen  zu  Lbwenstein,  und  Anna  Schenkin  von  Erbach,  des  letztern 
Gemahlin,  verkaufen  an  Pfalzgraf  Ludwig  ihre  Herrschaft,  darunter 

10  den  Fruchtzehnten  zu  Heilbronn  und  vom  Weimehnten  9^h  Fuder 
WeingtUte  und  ihren  Hof  daselbst  um  14  000  Gulden  rh.,  behalten 
sie  aber,  solange  eines  von  ihnen  am  Leben  ist,  nebst  einer  Rente  von 
800  Gidden,  vom  Pfalzgrafen  jahrlich  auf  Weihnachten  nach  Heil- 
bronn zu  zahlen.  —  1441  (afif  dem  montag  des  hailigen  jhars  tag, 

15  circumcisionis  Domini  zu  latine  genannt)  Jan.  2. 

Acta  acad.  Theod-Falat.  1,865. 

a)  Grdfin  Anna,  Wittoe,  achliesst  mit  dem  Pfalzgrafen  einen  Vertrag :  sie 

darf  den  HeUbronner  Zehnten  lebemldnglich  hehalten,  bekommt  100  Gulden  Rente, 

8oU  nach  Heilbronn  Ziehen,  hat  aber  nach  Jahresfiist  toieder  Wohnungarechi 

20  zu  Lowenstdn,  femer  Jagdrecht  und  Anrecht  auf  60  Fuder  Holz  jdhrlich.  — 

1444  (samfltag  vor  judica)  Mdrz  28.  —  Ebd,  1, 370. 

610,  Untergangsurteile  1441 — 1454. 

aj  Marhart  Merklin,  Mafan  Isenhut  der  dltere,  Jakob  Binkeser^)  und 
Melchior  Hettner,^)^)  BUrger  und  geschworene  Unterganger  zu  Heilbronn,  ent- 

25  scheiden  wegen  des  Euchgdssleins  beim  Kirchbrunnen  und  des  darauf  stossenden 
nberen  Gdssleins  neben  dem  Hans  der  von  Sachsenheim :  das  ThUrlein  auf  dus 
EuchgdssUin  soil  immer  offen  bhiben,  das  Wasser  freien  Abfluss  haben,  das 
Euchgdsslein  satiber  geJudten  und  der  Kehricht  bei  Strafe  von  einem  Gulden 
in  8  Tagen  abgefUhrt  werden,  der  Besitzer  des  untersten  Hauses,  der  Zeit  Hans 

30  Brech,  das  Wasser  durch  cine  Binne  in  das  Rinnsal  des  Gdssleins  ableiten, 
der  Winkel  zwischen  Hdnslin  Kaiser  und  der  Kupferschmidin  vermacht  sein, 
jedoch  ein  Sc?Uupfloch  fUr  die  iSchweine  und  ein  hangendes  Fenster  haben.  — 
Isenhut  siegelt  nicht.  —  1441  (dienstag  nach  rominiscere)  Mdrz  14,  —  Heil- 
bronn 54,  Urtelbuch  1.    Finer  Urkunde  von  1640  inseriert. 

a)  BruckbeiK^r.         h)  Kuti^r. 

*)  Derselbe  hinterlegt  eine  Urkunde  Pfalzgraf  Ludwigs  bei  der  Stadt, 
die  aber  fur  Diebstahl,  Brand  u.  s.  w.  nicht  veranttoortlich  sein  soil.  1442  (fh- 
tag  vor  Matthias  tage)  Febr.  23,  —  Heilbronn  271 1 A  1  d.  Or.,  Pg,  mit 
Siegel,  —  Fs  ist  nicM  unwahrscheihlich,  dass  es  sich  hier  um  die  entsprechende 
Verschreibung  des  Pfalzgrafen  handtlt.  —  *)  Die  Namen  Hchtig  gesteUt  aus 
n.  573  Anm. 


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310  1441. 

b)  Meistcr  Nikolaus  Zudtl  der  alie  Sckulmeisltr  und  Pauls  Burger  genannt 
IHnkelapuhel  heredtn,  daas  ersterer  die  Mauer  des  leteteren  zwischen  ihren  Wohn- 
hdusern  sum  ,^Legen  und  Lehnen^  beniltzen  U7id  daselbst  eine  Dunglege  an- 
lyringen  dUrfe,  dass  Burger  die  Traufe  von  seinem  auf  die  Mauer  gthauten 
Haus  in  dee  Schulmeisiers  Hof  richten,  aber  4  ft.  dafUr  zdhUn  solUf  doss  die  5 
Besitzer  dee  Steinhauaea  (des  Schulmeitstera)  hart  bia  an  die  Mauer  bauen  durfen, 
beide  Parteien  dann  daa  Traufwaaaer  miteinander  in  einer  Einne  ableitenj  toenn 
diea  nicht  ginge,  Burger  ea  thun^  aber  aeine  4  ft,  zuriickbekommen  solle^  daaa 
ana  Burgera  Hof  nichta  in  dsn  andem  hinubergeworfenj  die  Fenatcr  nach  dieaer 
Seite  vergittert  werden  aolltn,  Burger  die  Wand  (apsyte)  avi  Stall  und  Neben-  10 
gebdudt  dea  Schulmeiatera  ala  Schirmwand  benut^en  durfe^  aber  mit  Lshm  und 
Kalk  veratreichen  (bessern  mit  kleiben  und  tuiicheu),  die  Beaitzer  dia  Stein- 
hauaea Becht  auf  den  hcUben  Markatein  haban  und  wenn  aie  [daa  Wohnhaua] 
hoher  bauen  wolleti,  die  Traufe  von  Burgera  Haua  auf  den  Stall  im  andtrn 
Hof  hinubergefUhrt  tcerden  aolle.  —  Siegler  Eitel  Erlxvin  und  Klaua  Diemar  d,  j.  15 

—  1445  (pfingstabend)  Mai  15.  —  St.A,  Heilbronn  I.  Or,,  Pg.  mit  Siegeln, 
Auaaen  2,  Hdlfie  dea  16,  Jhr. :  Bryf  uber  des  Glaus  Beyers  haus  und  garten. 
1448  -  (Vgl.  d), 

c)  Hana  Diemar,  Paul  Gnote,  Klaua  Gunther  und  Konrad  Merklin,  Unter- 
ganger,  entscheiden  wegen  der  absyte  (a,  o,)  hinten  an  dem  fruher  den  von  Heim-  20 
berg  gehorigen  Haua  bei  den  Barfiiaaem  neben  Eitel  Erlioina  Haua:  Klaus 
Reinbot,  Schuater,  aolle,  wenn  er  nach  dieaer  Seite  an  aeinem  Haua  Fenater 
anbringen  wolle,  dieaelben  vergittern  und  nichta  in  Erlwina  Hof  wtrfen  und 
achHtten,  ferner  die  Wand  gegen  Erlimna  Hof  unterhaUen,  Erlwin  daatlbat  bauen 
und  die  Thure  zu  aeinem  Brunnen  achlieaam  dUrfen.  —  Gunther  aiegelt  nicht,  25 

—  1445  (Matheus  abcnt)  Sept.  20.  —  Ebd.  Or.,  Pg.  mit  Siegeln.  Auaaen, 
Ende  16.  Jhr.:  Undergangsbrief  betrefFend  Joach  Zeechen  haus  und  Kayser- 
hayner  haus. 

d)  Paula  Burger  genannt  Dinkelapuhel  und  Konrad  StSre  einigen  aich 
ivegen  ihrer  Hduaer  und  Hofe  beim  Steinhaua  dea  alten  Schulmeiatera  und  dem  30 
Haua  dea  Hochbein,   ndherhin   wegen   eines  in  Burgera  Hof  fiereinhangenden 
Nebengeb&udea   und  einea  von   Burger  neugebauten  Hauaea,   daaa  daa  Trauf- 
waaaer  von  letzterem  auf  daa  Nebengebdude  und^  wenn  ea  nicht  mehr  vorhanden 
aein  aolUe,  direkt  in  Storea  Hof  geleitet  werden  diirfc,   ebenao  eine  von  Burger 
gelegte  Einne,   daaa  Store   Burgers  Mduerlein,  Burger  die  Wdnde  dea  Neben-  35 
gsbdudea  ala  Schirmwdnde  beniiizfin,  Burger  auf  die  neue  Mauer,  ebenao  an  die 
Bretterwand  bauen  und  die  Traufe  in  den  an  darn  Hof  fallen  laaaen  dilrfe,  wenn 
Store  an  die  Mauer  baut,  beide  daa  Waaaer  in  einer  Einne  in  aeinen  Hof  leiten 
aollen,  laut  einea  alten  Kaufsbriefa  von  Hana  Schletze  fUr  Burkard  Erke,  der 
dem  Burger  verbrannt  iat.  —  Siegler  Hana  Diemar,   Unterg&nger,   und  Klaua  40 
Diemar,  Eichter  zu  Heilbronn.  —  1448  (montag  nach  quasimodogeniti)  Apr,  3, 

—  Ebd.  Or.,  Pg.  mit  Siegeln.     Auaaen  wie  bei  b). 

e)  Die  Untergdnger  Peter  Wigmar,  Markart   Merklin,   Hatimut  Leutz 
und  Hana   Sch&aaler  entacheiden   zwiachen   dem  Kloater  Schdnthal  und  dem 
Burger  Hana  Wore  (W&rz)  wegen  dea  KUchen-   und   Traufwaaaera ;   letzterer  45 
darf  jdhrlich  60  Eier  von  aeinem  Zina  abziehen.  —  Siegler  die  beiden  erateren. 

— -  1453  (frytag  vor  Gregoricn  tag)  Mdrz  9.  —  St.A.  Schonthal  60.  Or.,  Pg. 
mit  beachddigien  Siegeln, 


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1441  Juni  24  —  Nov.  8.  311 

f)  Hans  Diemar,   Konrad  Woller,   Hans  Hunder   und  Hatis   Tilmann, 

Matsheri-n  und  ZInterg&nger,  sprechen  einen  Winhel  zmsehen  dem  Haus  des 

Eatsherm  Harimui  Lviz,  das  frUher  dem  Voch  gehorie,  und  dem  Haus  der 

Prdsenz  der  Utsteren  zu,   —   1454   (montag   vor  Bonifacius   tag)  Juni  3.  — 

5  HeUbronn  Lade  23,13,     Or.y  Pg,  mit  Siegeln. 

611,  Dieiher  von  Gemmingen  heurkundet,  von  der  Stadt  HeU- 
bronn fur  den  ihm  und  den  Seinigen  durch  Nahme,  Brand  ti.  s,  w, 
und  an  der  Muhle  unter  Steineck  zugefilgien  Schaden  entschddigt  worden 
zu  sein  und  verzichtet  auf  weitere  Anspruche,  —  1441  (Johans  tag 

10  als  der  geboren  wart)  Juni  24. 

HeUbronn  Lade  38^19,     Or.,  Pg,  mit  Siegel, 

612,  Die  Stadt  HeUbronn  an  Graf  Friedrich  von  Helfenstein: 
antwortet  auf  seine  Forderimg,  den  Ham  Mettelbach  ohne  Lbsegeld 
freizula^sen  und  ihm  aeine   Urkunde  wiederzugeben  oder  vor  Ludwig 

15  und  Ulrich  von  Wirtefnberg  Recht  zu  geben:  der  genannte  sei  ent- 
lassen  worden;  bittet  um  Erlass  weiterer  Forderungen,  andernfaUn 
sei  sie  bereit,  sich  vor  den  beiden  Graf  en  zu  steUen.  —  1441  (Petri 
et  Pauli)  Juni  29. 

HeUbronn  325,  2  KonzepU 

20  613,  Heinrich  von  Linne,  Freigraf  von    Waltrop   und  Bodel- 

iichtvinghj  urkundef  Uber  die  Verhandlung  zu  Waltrop  in  der  Klage 
der  Heilbronner  Biirgerin  Christine  Bruglin  ( Prokurator  Heinrich  von 
Lette)  gegen  Jakob  Gereyss,  Vogt  zu  Boblifigen,  and  die  Schoffen  und 
Urteilssprecher  daselbst  wegen  Rechtsverweigerung  und   Verdrdngiing 

25  von  ihrem  Recht:  nach  Verlesung  der  Abforderung  Graf  Ulrichs  von 
Wirfemberg  wird  vor  Konrad  von  Lindenhorst,  Erbgrafen  zu  Dort- 
mund und  Stuhlherrn  des  genannten  Freistuhls  ( Waltrop)  mit  Zu- 
stimmiing  und  im  Beisein  des  Ausstellers,  des  Prokurators,  einiger 
Diener   Adolf's   von   Cleve-Mark^    Heineckes    von   Voerde,   Freigraf  en 

30  zu  Volnwrsteiny  seines  Boten  Rotgher  und  Dietrichs  von  Wickede 
gctddingt,  dass  Graf  Ulrich  der  Kldgerin  Sicherheit  und  in  einem 
Monat  Recht  zu  Boblingen  verschaffen,  andernfalls  die  Klage  wieder 
vor  das  freie  Gericht  konimen  solle.  —  Siegler  der  Au^steller,  die  von 
Lindenhorst  und   Wickede.   —  1441  (in  octavis  omnium  sanctorum) 

85  Nov.  8. 

HeUbronn  166^  Westfal.  Gerichte  6.     Or.  mit  Siegelspuren. 


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312  1441  Dez.  24. 

•  614.  Johann  von  Nippenburg,  KomtWy  und  die  BrUder  des 
Deutschen  Hauses  zu  Heilbronn  yeben  den  Hof  zu  Biberach  an  Martin 
Lang  und  seine  Frau  Elsa  urn  10  Schilling,  30  Mailer  Frucht,  Va  Matter 
Erbsen,  1  Fasnachthuhn  und  einen  Handlohn  nach  C^bereinkatntnen 
als  Erblehen  und  erlauben,  den  Wald  dabei  zu  benUtzen,  aber  kein  5 
Holz  zu  verkaufen,  —  1441  (dominica  ante  festum  nativitatis  Christi) 
Dez.  24. 

St. A.  DeutsehordenS'Neckaroberamt  28,     Or,,  Pg.y  das  Siegel  des  Kom- 
tura  fcLSt  ganz  abgegangen. 

615.  Der  Pfarrer  [Eberfiard  Esslinger]  ton  Heilbronn  beklagt  10 
sich   beim  Rat:   1)  die  Pfarrkirche   bekomme  nur  den   zehnten  Teil 
des  Fruchtzehnten  aus  dem  Zehnthof,  die  Samnder  und  Diener  haben 
seit  12  Jahren  Schaden  gethan  und  unterschlagen,  weil  inan  ihnen  in 
der  Emte  nicht  tdglich  drei  Mass  Wein  und  jdhrlich  ein  Paar  Hand- 
schuhe  und  einen  Seckel  gegeben;  sie  Jiaben  auch  seinen  Kaplan  und  15 
Knecht  blutig  geschlagen  und  vertrieben;   2)  den  Teil  von  1440  be- 
halte  man  ganz  zuriick,  etwa  140  Malter  Frucht;  3)  4)  fordert  den 
ganzeji  kleinen  Zehnten  von  jungen  Huhnern,  Enten,  Obst,  Baumfrucht 
und  Garten,  wdhrend  man  bisher  nur  von  einigen  Garten  einen  Heller 
gegeben  habe;  5)  fordert  Zuriicknahme  der  Ratsverordnung,  doss,  urer  20 
bei  einem  Leichenbeg&ngnis  noch  an  einem  zweiten  Altar  opfem  wolle, 
dort  mindestens  ein^n  Gulden  und  dem  Rat  ebensoviel  geben  miisse; 

6)  beklagt  sich,  dass  man  die  Kinder  unter  10  Jahren  nicht  begehe;  *) 

7)  bei  der  Kopulation  haben  die  Eheleute  fruher  jedes  eine  Kerze 
im  Wert  von  4  oder  5  Pfennig  und  Wecken  oder  Brotlaibchen  ge-  25 
opfert,  was  auch  in  anderii  Stddten  des  Bistums  Sitte  sei;  8)  klagt 
aber  die  Erhebung  eines  Guldens  durch  den  Rat  beim  Begrdbnis 
Austvdrtiger  im  Pfarrkirchhof  und  fiber  auswdrtige  Bruderschaften; 
9)  fordert  die  Marienkapelle  fur  die  Jurisdiktion  der  Pfarrkirche, 
da  seine  Pfarrkinder  dieselbe  gebaut  und  die  Deutschherrn  sie  ohne  30 
Einwilligung  des  Bischofs  und  Pfarrers  fiir  sich  genommen  haben; 
fordert  auch  das  seither  daselbst  gefallene  Opfer;  10)  die  Sohn-  und 

Aposteltage  soUen  besser  gehalten  werden;  11)  in  der  Kirche  soil  ein 
„Umhang*^  (in  den  weiteren  Verhandlungen:  Hungertuch)  angebracht 
und  ein  Prediger  bestellt  werden;  12)  die  Feld-  und  Viehhirten  sollen  35 
wie  an  andern  Kirchen  gehalten  werden;  13)  fordert  die  Sendheller 
Mid  anstdndigere   Behandlung  der  Sendboten   (boten   von   synodams 

*)  Leichengotiesdienst  mit  Opfer. 


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1441.  313 


wegen)  von  seiten  des  Mats;  14)  der  Bat  noil  die  Kirche  bauen  und 
an  den  Pfarrer  keine  Bechnung  steUen;  15)  das  Volk  mache  „Siedeln^, 
Bdnke  und  StUhle  in  der  Kirche,  ohne  ihn  zu  fvagen.  —  Nach  dem 
2.  Punkt  nach  1440  und  vor  1442  Apr.  24,  Jedenfalls  1441, 

5  HeUhronn  69  II A  1.    GleiehzeUige  Abachrifty  undaUert,    Ebd.  laiemisch. 

a)  AnHoort  dss  Bats  (folgt  in  der  deutschen  Abschrtft  unmittelbar  auf 

jeden   eingelnen  Punkt):  1)  duesert  sein  Bedauerny  er  set  ntcht  BicMer  des 

Zehniherm  oder  seiner  Diener,   werde  aber  mii  Bitten  mu   erreichen  sucheuy 

was  mdglich  sei;  3)  4)  die  eonsuetudo  temporis  immemorati  werde  hier  wohl 

10  den  Biirgem  zu  gut  kommeny  der  Ffarrer  habe  aueh  ohne  Beschwerung  des  Volkes 
seine  redliche  NaJ^'ung,  habe  auch  den  kleinen  Zehnten  nicht  gam  zu  bean- 
spruehen;  toas  recht  seiy  woUe  ihm  der  Bat  nicht  verweigem;  6)  ein  seiches 
Gebot  existiere  nicht,  es  stehe  jedem  frei,  an  beiden  AUdren  bu  opfern :  6)  hier 
masse  man  den  Eltem  ihren  WiUen  lassen  und  die  Armut  des  Volkes  beruck- 

15  sichtigen^  die  Kinder,  die  ohne  Silnde  von  hinnen  seheiden,  haben  es  nicht  ndtig, 
und  seien  ja  auch  darunter,  wenn  man  far  aUe  Verstorbenen  bete;  wenn  es  in 
andem  Pfarreien  geschehe,  sei  es  freiwiUig;  7)  der  Pfarrer  moge  mit  dem  Opfer 
bei  der  Benediktion  zufrieden  sein,  er  und  seine  Gesellen  haben  von  der  Prdsenz 
Broty  soviet  sie  brauchen;  wenn  man  den  Siebenten  und  Dreissigsten  begehe, 

20  habe  er  dreimal  Broty  Wein  und  Lichter,  seine  Gesellen  und  der  Mesner  haben 
mehr  Lichtety  als  sie  brauchen,  das  Volk  opfere  von  seiner  Arbeit  und  Armut 
Kerzen  in  die  Kirche,  spende  fUr  das  Almosen  zum  Bau,  far  Seelsorgsdienete, 
die  doch  der  Pfarrer  von  Amis  wegen  leisien  musse,  bei  der  Beichi,  Kommunion 
und   letzten  Olung:  8)  der  Pfarrkirchhof  sei  zu  eng,   die  Luft  in  der  iStadt 

25  kSnnte  vergiftet  und  stinkend  werdeny  man  habe  ja  noch  einen  andem  zur  Pfarr- 
kirche  gehorigen  Kirchhof,  der  Gtdden  werde  fur  den  Bau  der  Kirche  erhoben. 
Die  Bruderschaften  seien  nichts  Straf bares,  wenn  der  Pfarrkirche  Unrecht  ge- 
schehCy  mdge  er  es  vor  din  kirchlichen  Bichter  bringen;  9)  der  Pfarrer  soUe 
sein  Becht  beweiseny  wenn  er  es  kdnney  bekomme  er  natiirlich  auch  das  Opfer: 

30  10)  versprichty  Zuwiderhandelnde  in  Unterweisung  zu  nehmen;  11)  das  Volk  zu 
betehren,  gutes  Beispiel  zu  geben  und  seine  Geistlichen  dazu  anzuhalten  sei 
8ache  des  Pfarrers,  er  mdge  darauf  mehr  achfen  als  auf  sein  Einkommen ;  auch 
far  das  Predigtamt  sei  zundcM  der  Pfarrer  da,  Usher  habe  man  zwar  gelehrte 
Prediger  gehabty  zur  Zeit  lasse  die  Stadt  einen  zu  Heidelberg  die  heUige  Schrift 

35  studieren, ')  aber  zur  AnsteUung  tines  gelehrten  Mannes  sei  der  Zins  noch  zu 
geringy  der  Pfarrer  moge  also  einsn  jdhrlichen  Zuschuss  gebeny  da  die  Predigt 
doch  eigentlich  seine  Pfiicht  w&re,  ehenso  sum  Vmhang,  dann  woUe  der  Rat 
das  Beste  thun;  12)  dieselben  seien  meist  arm  und  kdnnen  nicht  umsonst  ar- 
beiten ;  die  Burger  mOssen  ja  ihre  Handwerksleute  auch  bezahlen  und  Gewohnheit 

40  anderer  Kircheii  sei  nicht  bindend ;  13)  bisher  haben  die  Pfarrer  selbst  die  Send- 
heiler  gegeben;  die  Sendboten  habe  man  wurdig  behanddt,  sogar  beschenkt,  wozu 
man  aber  nicht  verpflichtet  sei:  14)  der  Bat  wolle  den  Pfarrer  nicht  mit  zeit- 
lichen  Angelegenheiten  beschweren,  aber  dieser  mdge  nach  seinem  Vermdgen 
beisteuem,  wie  sonst  die  Pfai'rer  thun:  15)  die  Kirche  gehore  nicht  bloss  dem 

*)  Johann  Trutzenbach,  seU  1448  Prediger  zu  HeUbronn,  s.  n.  605  h. 


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314  1441. 

Ffarrer,  sondern  auch  dem  Volkj  und  dass  dieses  nicht  in  dcr  Asche  sitzm 
wolhy  achade  niemand  und  gehe  niemand  an  :  dass  man  eu  viel  sitze,  was  heenge 
und  stdre,  missfalie  auch  dem  Pat. 

b)  Forderungen  dts  Hats  an  den  Kirchherrn:  1)  es  sei  GeivohnheU,  dass 
der  Pfarrer  in  der  Fasten  und  im  Advent  tdglich  nach  der  Frtihrnesse  predige    5 
Oder  predigen  lasse;  2)  der  Ffarrer  soil  die  Messe  pro  peccatis,  die  man  tdg- 
lich vor  der  Predigt  (nachher  eine  de  die^  gelesen  habe,  nicht  abgehen  laaaen: 

3)  der  Ffarrer  soil  fromme,  gelthrte  und  erfahrene  Kapldne  halten:  4)  der 
Ffairer  soUe  einen  geiehrten  Meaner  halten,  der  aingen  und  leaen  kdnne  und 
mit  auaseramtlichen  Arbeiteti   nicht   beldatigt  werden   darf;^)   5)  die  SchHtzen  10 
und  Hirten  aollen  belaasen  werden  wie  biaher.  ^)  —  Ebd.  gleichzeitige  undatierte 
Ahachrift  in  zwei  verschiedenen  Faasungen, 

c)  Johann  Wenck  von  Herrenberg,  Lehrer  (Doktor)  der  heiligsn  Schrifl^ 
Dietrich  von  Gieaaen,  Licentiat  dea  geiatlichen  Eechta  und  Dekan  zu  Wimpfen, 
Ulrieh  Nenninger,  Lehrer  dea  geiatlichen  Rechta  und  Sanger  dea  Stifta  Neu-  15 
hauaen  bei  Worms,  eniacheiden  zvnachen  Eberhard  Eaalingei^  Kirchherrn  zu 
Heilbronn,  und  der  Stadt^  nachdem  beide  Farteien,  die  Stadt  durch  ihren  Biirgtr- 
meister  Marquard  Merklin,  gelobt,  den  Schiedsapruch  zu  halten:  L  in  der 
Klage  des  Kirchherrn :  1)  er  moge  seinen  Zehnten  vom  Graf  en  von  L6wenatein 
nach  Angabe  der  Dreacher  Jordem,  auaatehende  Guthaben  kdnne  er  bei  den  20 
Schuldnem  fordern,  aber  die  Stadt  in  Buhe  laaaen,  der  Eat  moge  ihm  behilflich 
aein  und  2)  den  Leuten  des  Kirchhert^n  keinen  Schaden  geachehen  laaaen ;  3)  4)  ea 
soil  beim  Herkommen  bleiben,  da  eine  Neuerung  beim  Volk  UnwUlen  erregen 
und  dem  Kirchherrn  achaden  konnte;  5)  wenn  ein  Verbot  vom  Rat  ergangen 
sei,  aoll  ea  zurUckgenommen  werden  und  b